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Central-Verein-Zeitung · 1935-06-13 · 24 (13.6.1935) · page 7

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
14 (1935)
Issue
24 (13.6.1935)
Date
1935-06-13
Page
– (sequence 7)
Language
German
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/ Im Streben nach Ganzheit Hermann Gerson: Werkleute — ein Weg jüdischer Jugend AngeZeigt von Werner Rosenstock 5 chiv pv p un ft s t»?r s di i t'Jui ii g ii a di dem vVii d i i di c ii .f.vüp Bo'raiis'cnnug ,eder 'iübtfdum (rr^icltnmuHirlH'it sein niiiß, iouvit fio innerlich 'reie liid.isdie Blen'chen l,ecanbilden-ivill.- Denn gibt nichts anderem. als sein, Schicksal I. Dieses im -VUimmtmoiism-Unj bedeut, Berlin, erschienene Buch.' in.dem Heimtann. Person über die Grnndhclltnng'der ..Werlleute" Rechenschaft ablccit,. ift über &en ‘.Um*- des . Bundes und seiner Freunde hinäns chvn Bedeutunguni).. Wert. ***. -/spricht'mitten in imsere jüdische Gegeinvarc. hinein. Das macht -es,aktuell...- Aber es ist bereits -zu einer-Beitgewachsen, als 'uur; ein ' Teil der deutschen Juden -die jüdische Fragestellung erkannte. - während weite Schichten sie als unaktuell empfanden. Und deshalb unterscheidet es sich, was für jeden näheren-Kenner der Bundes- 'entwicklung eine banale Selbstverständlichkeit ist, von breisteserzeugnissen, die aus der Konjunktur heraus entstanden sind, und die mit scheinbar konsequenten, in Wirklichkeit aber primitiven und auf Massenivirkung berechneten Gedankcngängcn die Gegenwart meistern wollen. Wir müssen Hermann Gerson dankbar, 'dafür sein. daß .er es unternommen hat. die geistigen Probleme seinem Lundes einznfangen und in.allgemein, interessierender Weise darzustellen. Tie- Arbeit gehört zu den wenigen Sdjritten aus der jüdischen Jugendbewegung, die in ihrer Geschlossenheit über Zur Vermeidung von Aergernissen Ks wird gebeten, alle Briefe und sonsti/j><mi Zuschriften •an den Central-Verein. nur. mit der ■-ausgeschriebenen Anschrift ..(Vnlral - Verein“, Berlin W. 15, Einser Slrasse -I2, ,/.u versehen, niemals aber mit der Abkürzung (\-Y. oder etwa C.-Y.-Sekretarial. Nur auf. diese Weise werden- Yerweelisluimen mit niditjüdischeu Verbünden vermieden. ■Die'Telephon nummern des (Vntral-Yereins lauten: J 2 Oliva {Si ll bis 8145. Die Sprechstunde der «Juristisch-wirtschaftlichen Beratungsstelle des Central- Vereins findet Montags bis Freitags von 12 bis 14 Uhr statt. den Tag hinausreichen und die trotzdem ans 'der lebendigen Wirklichkeit -bündifcher Geineinschafksarbeit geboren sind. Auch unter diesem Gesichtswintel betrachtet stellt sie. als Beitrag zur geistigen Grundlegung jüdischer Jugendbewegung, eine wertvolle Leistung dar. Der erste Eindruck, den die Arbeit hinterläßt, ist: dieses Luch ist e ch t. Es ist geschrieden worden aus einer Gemeinschaft von Tilcit» scheu heraus, der es ernst ist um die Berwirklirhung dessen, was sie fordert. Hier ist ein -llreis,' der die Schwierigkeiten nicht dadnrdj löst, daß er sie ignoriert oder mit.Phrasen, über sie hinweggleitet, der aber and) nicht um des „Niveaus" willen die Problematik ins Unnötige und Unwirkliche steigert. Das Buck) ist voll echter Problematik und ohne verkrampfte Geisteskonstruttioneu. Es ist voller Wbeusnähe und doch ohne Primitivität. Was ist sein I n h a l t ' In drei Anssä bei > wird, zu Grundfragen jüdischeil Fugeudlebens Stellung.genommen: der erste Aufsaß gibt Rechenschaft über die innerjüdische Stellung des Bundes, der. zweite Ansiatz behandelt 'Probleme jüdischer Erziehung bei westjüdischer Fugend, in dem dritten Anssatz wird die mensd)liche.'Grundhaltungdes Bundes Umrißen. ' Ter Bund war ans der deutsch-jüdischen Jugendbewegung a m e r a d e u" hervvrgegangen.. In ihm hätten, siel) nach Auslösung des ...gameraden"-Bnudes dielenigcn Menschen unter Hermann 'Genons Führung z-usammengesundeu, die eine jüdisch betonte Stellung einnahmen. Bis zum Fahren inw; rechnete sich, der Bund zur dentsdjjndischen Jugendbewegung. 003 entschied er sich zum Zronisutus und beschloß. in Palästina zu siedeln. -Durch diese Siedlung glaubt er. der Berwirtlichung -sowohl seines jüdischen als auch seines Gemeinschaftsideals näher zu kommen. . Diese äußeren Daten sind gleichzeitig bezeichnend für die innere Entwicklung des Bundes, an dessen Formung die deutsche Jugendbewegung und die jlidische Fragestellung innerer Feit glcichcrmaßcn beteiligt waren. '-. II. Wie weit. das wird die entscheidende Frage für uns sein münen. tann dieses Buch and, der in Deutschland lebenden-jüdischen Jugend 'Richtung wcise-nü Hierbeisei zunächst aut den' mittleren Aufsaß über die P r o - Vicmc j üd i sch er Erziehung ein - gegangen, da dieser besonders zahlreid)e Gedankengänge enthält, die von allgemeiner Bedeutung tür jede jüdische Jngendbewegung sind. - Denn die Probleme, die er erörtert, sind im Grundsätzlichen und Methodischen auch die Probleme jeder . anderen jüdischen . Jugendbewegung in Deutschland. soweit sie ihre Men schön aus Kreisen des. assimilierten Bürgertums erhall. - Im. Gruhdsatzlicheii: mit Reckit beginnt Hermann Gerson mit einer Schilderung derieingen T>,pen jüdischer - Jngendlidier. - die dein I u d e - sein ir'icht aus ll-nüberlegNieit. sondern mit .Bewußtsein b e z i e.h n n g s l o s gcgenubcrstchcn.... Ta in der junge A>cnsdi..der,.setbil ob ne Binduiig - -an seine - - jndisdie Gruppe, das Bestellen von Gruppenbindnngen > schle-duhn.i leugnet^, dem es, nieht -eiilgehen will, .daßdie Atensdilseit leine?. Snmme "von? Ei'n:eli'ndivid.>ieii. > sonderir - von , -Gi-uppen' ist.-Andere wiederinn sniilen sich io vorbepaltloS eingebettetiu . daS Veden »nd die -geistigen Werte ihrer Umwelt, daß sie gegenüber diesen sid)tbarcn „Gegebenheiten" gS. 30 das Jndisdie als unerheblid, empsinden.. Wieder andere glauben, ans religiöser Beziehnilgslosigfeit jndisdie Gemeinsdiattsarbeit ablehnen zn müssen. Hinzu'kommt, bei sehr vielen, daß das. ivas sich ihnen als „jüdisches Veden" darstellt, sie iiidit ansinUen kann, daß „ihr Wille zur Ganzheit ''abgestoßen wird an dem Feiertagsindentnin. daS sie als verlogen empfinden" (S. :!! >.. Blau hatte-eS vor dem-Umschwung liicht lcidil, gegen diese „Ginwände" anzngehen. denn die Entsdieidniig zum Judentum sch i e n in den Händen des einzetnen selber zu liegen. eS s ch i e ii von ihm abznhäiigeN. ob er sich seiner indischen Ge--' meinschas-t zugehörig suhlte oder-nicht. Heule ist diese "Entscheidung dem einzelnen entzogen, über die Jngehörigteit znm Jndentum entscheiden nidzt subjektive, willerismäßige Momente. Aber - ist mit dreier zivangsiveisen jüdischen „Ent-, sdieidnng" das Problem gelöst * Ganz im Gegenteil: es besteht die höchst alnte Gefahr, daß eine innere Entidiejdnng - zur jüdischen Gemeinschaft und eine Einordinliig-. in die jüdische Geschichte, -verivediselt werden mit einer äußeren Berbindiing zur jüdischen „Z'lvtgemeinschaft".' ES ist ' heute leicht, sich als Jude zu bekennen, eben iveil es leine andere. Wahl gibt.- Aber es iväre eine großelliiterlaijnngssünde,' wenn wir Nicht' die Elianec - ' unserer Feil mit allen .Nrästen. dazu ansiinl'.en ivürden. 'daß wir uns rvirllich mit unserer Ganz- - lu'it ei »ordnen . in die jüdisch-geschichtliche Äon- Wie dies In - geschehen-.hat?- Tas Bnrh ^von Hermann Gerson tann uns hierbei ein gilt <21iitf vorwärts helien. Es toinint änf die „innere E i n s ü g n n g assimilierterj vcrsprengler sl'.'enscheii inden Jnsammen-Hang' jüdis-chcr Geschichte" an «.2. „Tiefe Geidiidite ist von ihrem Ursprung her immer 'wieder religiös bestimmt gewesen. Ansd)lnß an die jüdische Geschichte bedeutet also sn diesem. Sinne zugleich: Zllnschluß finden an religiöse llr- . frifte" (5.35). Bon dieser Grnndkonzeption aus ' kommt Hermann Gerson auch zu einer Ab- - grenznng gegenüber einem uurpolitischen Zionismus. . ----- - Tie neue Berknüpftmg mit dem Judentum . wird, wie Hermann Gerson im einzelnen auSführt, in der Regel mit der Auseinanderseßung mit jüdischen Gegenwartsproblemen politischer, - wirtsd)aftli-cher und geistiger Art beginnen. Hieran wird sich die eigentliche „Lern-Arbeit" anzuschließen haben, die in ausführlicher Form dargestellt wird. In diesem Zusammenhang wird auf die religiöse Grundeinstellnng in^ ihrer Notwendigkeit einerseits und ihrer Schwierigkeit .andererseits hingewiesen, wobei mit Recht zu- . nächst eine „religiöse Abstinenz" von Rußen sein kann,. ..das heißt eine innere Distanz, die, ans alles Religiöse Verzicht leistet, soweit es nicht lebensmäßig erfahrene Wirklichkeit ist" (2.50). < ES iväre zu. wünschen, daß diese Forderung bei all denen, die es loirklich ernst mit jüdisch geformter Religiosität oder mit religiös geformtem Juden« tum meinen. Beachtung fände..iind daß religiöse Entsdieidiingen äiiemals ans äußerlichen Gründen oder gar aus Bchneinlidikcit bvrzeitig manifestiert Ivürden. . Wir gehen, mit Hermann Gerson in den G r ii n d so r d e r n n g e n seines -zweiten Autsäßes einig. Nur inj e i n em Punkte sei .UritiP geübt, wenn er sich-auch-nicht unmittelbar auf daS Jnhaltlidie bezieht. Es hätte seine Anssül,- rnngen -wirksam ergänzt', wenn er sieh and, mitden' - schenibaräiißeren. in Wirklichkeit jedoeh liöchst p r a k t i j ch e n — Schwierigkeiten der Vernarbeil aiiseinandergeseüt hätte. Jede shstematisclic Anreicherung.'.mit Wissen) insbesondere 'wenn sie an die Nenntiiis des Hebräisdien geknüpft wird, ertord.ert .-Zeit mib Energie.. Berüeksichtigt man. daß die jüngeren heute schon verhältuis- -mäßig früh', etwa-mit 15 Jahren. auS der Schule . kv'.nni'en. und daß die breite Schicht der Studenten, die früher zum' größten Teil die Führerschaft der Bünde 'stellti'. heute in Wegfall gekommen ist, so entsteht für die meisten das äußerst schwierige Problem, den Twis neben ihrer bernslichen Tätigkeit zu bewälligen. Tiefe Schivicrigkeit soll hier iinr angedeutet iverden. Sie'spricht selbstverständlich nicht gegeii die. Richtigkeit der ailtgesteltten Forderungen und darf nicht -zum bealienren Entidiiildigiingsgrimd tür enie» Verzicht auf das veruen werden'.' - . Ilebrigens in in dieicr praktischen Frage kein/ llntert'diied zivüdien. der in Tentschland lebenden indischen Jugend und, der palästinensischen. Im Gegenteil. Ta die törperlidze. Arbeit'drüben die Blenschen uocii stärker in Anspruch nimmt, ist dort die llmstellnng cuit geinige Ausetnanderseßung . und Vcrnen biellcidit. ni'rii sdpvieriger. Hinzn koinint. daß .das veben im jüdischen Vaud: in dem schon jede proiane Handliing und, jedes Gespräch „südisch" üt. die Berioclnmg in sich birgt. eS bei dieser gesdpdnlidi ungebundenen .-.Jüdisehkeit" be-, ivenden zu lajicn. - NI. Für die ..i deol 0 gis ch e" Auseinauderseßung .mit-' dem ' LVeg der JWerklente". 'mag der erste Ailsiäß den Aiisgaiigsbiinkt' bilden. ^Jii ihm idnlder.t Hermann Ger'on zimächit. >oie-der Blind ' ans der Aisimilaliou heran.; zur.judisihen Berliii.'ptung gelangt loar. „Wir cilannten an mancher persönlichen Tragik edler Bienidien. daß hier «d. h. im Jüdischen' eine am den.w-mud des Persönlichen reichende Frage vorhanden war" .iS. 5>. Auch wir gelien nnt ihm darin einig, daß. eine '.Es in-te.riier zu begrnßen. daß.Herinaim Gerso.ii ailsdrücklidi - I-iervorlvbt. daß die „Zeit der iinoegreiizten A s i t m i I n t i o ii nns and, sehr v i e l F r >i di t-b-a r e s geidienkl' hat iS. 91. „ES ivird me clivas geben, ivas mir. die Badi-Messen und die George Gedidite uniivlig inadite: id) w i Ol es gar nidu iinden" «T. 10). ..'’hiv werden eie. geistige» Guter, des modernen Europa-) nie anj- Bgir. geben eiueii- Sdnitt ive'iter? Wir gläuhen. dgß. das Erlebins Tenlidilaiid - und - AseN-- eliropaj »idn nur tnruns. londern and) fiiv d.re Zutu n st ivei-tvol! - inid erballensivert i si . weini nur and,- gleid, Gerson -iiidil leiigneu.?daß eiiiezu n - b e g r e >l z't e .Assinnlation der judiidien Gesamt- . heit -- iiidit einzelner Individuen — nicht möglich ist. sondern daß es einen Sättigungsgrad der Assiinilation gibt. „Ter AsiiinilationswiUe . . . ist ans eine Grenze gestoßen" ,T. an. Aber and) iioäi in ei nein weiteren Grundgedanken sdielnen nns die Aiissührnngen Hermann. Gersons iviehtig. „Gegen-iiber dein Piendomestianisiniis im Zionismusmüssen loir wissen, daß die Inden frage in der Gola >v e i t e r e r i fr i e r t. Aber a n ch i in v a n d e . das Heersdiaitsbereieh eines freniden Volkes ist »nd stets das vand für zwei M'l'ker bleiben wird, besteht., die Judenfrage fort" (S. 20. Sv bestehen in' der grnndsäßlichen BeträchtnllIsweise vier 6 e in e i n s a m feiten init Hermann Ewrio»: 1. die Scliwcrpnnktsverlnqeruttg zum Jiidischen: 2. dös freudige Bejahen der dentsds-t'nltnrellen Bindungen;!>. die Erkenntnis von der Grenze der Assimilation; -1. das Anerkenntnis' das; Palästnia zwar eine Teillösnng. nicht'aber die Vösung der.Judenfrage bringen kann. Aber die -U o n s e g n'e n \ nt, die aus djeseu Gemeinsainkeiten gezogen iverdeu. sind v c x s d) t e d e it: Aus der Erkeinitiiis bou der Begreuziheit der Assimilation ziehen wir iiiclil die-Folge-' rnng. das; wir die Assimilation s d> l e ich t - ch i il ablehnen. Wir glauben bielulehr.. das; Assimilation ein so natürlicher und auch nol-- wendiger Borgang ist. das; es ninvirklich wäre, sie zu verneinen. Aber die Begrenztheit der Assimilation ivird durch die-Entwidlnng änch demjeiiigen - bewußt geivorden sein, der sie borcher bestritten halte. Bb o' die E)reii;en 'liegen, ivird eine Sache des Taktes sein; sowohl das, eigene Empfinden" als and, dasjenige der Umwelt wird hierbei in Redmnng gestellt werden müssen. Aidsts wäre törichter, als gegen eine derartige, selbst äiiferlegte ttzrenzzielinng Einwände zu ' erheben, wie etwa: bei der Assimilationgäbe es mir ein -.entweder — oder", oder: es fehle die jüdische Instanz, die diese Grenze vorznsdireiben berechtigt sei. Wer politische Entsdieidnngen zn treffen hat. .muß die W i r k l t d) f e i t iii ihrer; Stuimpiv und HäniJschuh - Fabriken - LÖÜIS LEWY & CO. 1 Chemnitz^ I e b e u d i g e n B i.e l f'a l t -selten, und darf sich lein ü'üivirklich-es. Weltbild'a»'s deiftcni-- -. -ge-n? Falloren - zniannnenbanen. .die-mit dem st-ezienne.1'er der B e r n u n s t zn'.sa-ssen sind. Jede Greiizzielinng- -iia'ch. außen kann aber tuic eriolgen. ioe.iln sie. in der .SichiverpnnktS'. .- Pet'ihiiUwltg nail) dein Judisihen einen. An-D gtench finde!. . --. - - ' ■ ' -... . .- . ~ J't diese >edoih erfolgt, so ergibt such erne " neue frinchlchare Antga.be'zur Gestaltinrg. judischer Gegenwart:-die'Gestaltung jüdischen Le- -bens in°denjenigcn Punkten, in denen es.gefährdet scheint, llitd deslialb erfährt heute. Arbeit für Jilden in Deutschland ihre beson- .'dere Sinugebiutg.? Wir loollen nicht rechten mit den chUterkieuten". daß sie ihren Weg nach Palästina genommen 'haben. Wir können es il)nen iiaclp'ühlen. daß ihnen das Palästiua-Bler l eine Eliance bot. die. gerade .sie'nicht nngeiiupt lassen konnten, foivohl von-.. ihrem indischen Slaiidpnukt als anch von ilirer Getiieinscliaftsidee ans betrachtet. Das; die Riditigkeitdieser Entscheidnng sidj ziwar . erst zn'bewähren hat. versteht fiel) von selbst. Aber dars'iber hinaus solleir die .YÜVeiffeute" . auch ihre Berpslichtnng dein dentscheir Indentnnr gegenüber 'nicht außer acht lassen. Dieienigen ihrer wleniicheii. die in Teutschländ Arbeit leisten, haben.in ihrer Stelliiiigiralnue zu ini-reriudisciten Borgängen iir Deiitsdilaud besondere Berpfliichtlingen. Sie dürfeii nie vergessen, daß sie ans dem dentscls-jüdisdie» vager gekoinmeil sind, und daß sie, als sie noch:, nicht ans zionistischer Seite standen, stets eine iviclstige Aufgabe, darin jähen, .in einer A n f l v ck e r n n g n n d v e r.st.ä n d » n i s v o l l e » n l a in in e n a v b e i t der einzelnen jü'oisich-politiiichen RiichtniiiZen zu arbeiten. Und loeiiu che henlc'.zuu.i Teil an - erponierter .Stelleauf zieuistischer Seile loirlen. so iverden sie ihre jüdische und zioiiislisclie Tberligkeii dunch ihre Veislui.igeir -in, so lüiirenheudem Ma-s;e beioahreu, daß he ein dunch ParteiiNarimeu bcslinilutes teil gegen ihre ehemaligen mehr oder lustmzzer uaheii Gesinnungsfreunde' nicht nötig habe». A).eiin eine Bewahrung des Bundes auch nach dieser Richtung erfolgt, so wird dies auch den Wert des Gersonschen Buches besonders erhöhen. lieber den eigeneir Kreis chinans wird und soll es befriichlend auf jüdisches sunges veben in Dentsichland loirlen. Aus dem V'eben geboren, kann es Veben erzeugen. zum Rußen jeder echten' Bewegung -der jungen jüdischen Generation. Der Bericht der Jewish Agency Die jedeS Jahr Vvn der Jewistj Ngench der Mandatskommission des Völkerlmndes vorznlegende Tenkschrift über die Entwiiflimg Palästinas steht in diesem Jahre ganz im Zeid,,-,i des beschleunigten Tempos, in dem der. Ansban deS .vandeS'vor sich geht. Sie.enthält eine init unübersehbare Fülle von Zahlen und sonstigen Ei», zelheiten. von Ergebnissen ltub neuen Prvjekleii für die nächste und für die fernere Znkiinst. Es ist für das Verständnis der gegenwärtigen paläfii- ' neiisischen Situation fast unerheblich, ob man. diese meist liiwerglicheiien und daher für den nicht ei»-, gehend Informierten niwergleid,baren Einzeltatsachen in mehr oder minder großer Aiisiührlidi' l'eit wiedergibt. Tärnin seien in,r einige nie si.i, , selbst verständlidie. siindaineiüale Zalsten 1,,'rvvr-' gehoben. . Tie Zahl der jüdisdpu Bevölkerung'Palasii-naS Ende 1U34 wird in dein Memorandum init aooooo angegeben gegenüber einer Bevötkernngs-- zahl vvn '.'45 IM Ende If»». 4J »50 jüdische Einwanderer haben denn,ad, im Jahre iüai in Palästina ihre Heimstätte gesunden. Tie Einwanderer kamen ans eliva fünizig versd)iede»en Vandern. hauptsächlich aber ans Polen und Tentichiaiid. die-iO 'Prozent der Gesaiiiteinivlindererzahl stellten.- Tie Zahl der eingeivanderten Inden deutscher Staatsangehörigkeit betrug 6Ü41, die Gesamteinwandernng ans Deutschlandeinschließlid, der Eiinvanderer anderer Staatsangehörigkeit HI,'.«. Diese letzte.Zahl ist geeignet, die r'liinahme, daß die aus Teutschländ stainmende'Palästinaivaiidernilg die bist,er in Teutschländ wohnhaften Lstjuden. zu einem iinverhältuismäßig große,, Teile erfaßt, hat.-zu bestätigen. - ' Tie Tatsache, daß 200 M Juden, also zwei Drittel der jüdischen Kesaintbe0ölker»ng Palästinas in den. LÜrdten Tel Aviv. Jerusalem, haüa und. Jaffa kviizentriert sind, kann Hinsichtlid, der iminer akuten, eutidieidend widstigen Frage de--- Berhältnii'ses von Stadt und t)'and leider nicht beruhigend wirken, so erfreulich auch der iiidn- ,'lriellc Aufschwung ist. der in der Erriditnii'-, pan 17') neuen Industriebetrieben im letzten. Jahre zum Ausdruck koinint. Ebensowenig gesund wirkt der 'Bericht.'Daß. M>»4. 110 970 Dunam Boden für 7 nol 4J0 P'und tum Juden erworben, aber . 4* S50- Tn na m für r. a5i 5S4 Pfund von Inden verkaiiit ivürden. Tie starke, ans spekulativer. Grundlage berlihende Fluktuation iiinerhalb des Bodenbesihes und eine anorinale Preisgestal'luiig koinint in'dik'en -Zalibn znm Ausdruck. Biel rcidUialtiqrc ift ivrilid] derjenige ,7rtf des Memorandums, -der durch die Fülle des E>e< Ichaliencn iiird'in -.'Ingrn'i Geiwinmenen rein erfreulich wirkt, Blag eS sich um Aiiiwrstiiiig. um die Fortschritte der Gesund!,eitspslege. um Gründung einer landwirtschaftlichen Versuchsstation oder das Taiiiel-Sieff-Jnstitut für agrarchemisckje Fvrsdniiig handeln - überall ergil't sich das gleiche -Bild iiiiposanleii Ubadisln-mü und innlige»' Vorloarlsstrebens, das 'Palästina heule --- auch ganz außerhalb von dein tieien jüdischen Sinn sei-nes 'Geschehens — zu einem der iiileress>iiilesteii vänder der -Welt inachl. . Tie. eigenllickie jüditckie Paläiliiiap'i-ohleinatik koinint'-weniger in der Zlgenc,, Tenkschrisl selbst, als iit dem Begleilidireiben znm 'Ansdriick. das der Präsident der Jewish Ageiic». alahiini. -okolow. an die Nlandntsloniliiissio» des ninlserbnndes' heir geiiigt hat. Solnlm» >»eüt mit ^t,nhdc>icl ans die völlige Unznlänglidileil der -.'lnzntil der Innoilliglen iitilnte lsin. Zivar sci - erirenlicl,erweise die r.nnle im Fl eigen begriifen.. nbn: nniner - noch re'iclie sie inkeiner' Weise-aus. Tie tinmillelbare Folge sei ein -a'nd'aiieuive^A'rbeijei-iiii-.iigel. der. un'edernni »lillelbar eine. Erichnlleriing de-; i'lrl'e.ilsiiiarkle's. Diskrepanz des Vohnnivean-:; ziinl'chen Stadt und' Vand und damil die gesähr- . lickie Non-entralivn der Arl'eilskrn'ile in den Slädleii hervorrnie. . An dieje. lrrörternngen sdiließt. Svkolviv nnchlige Festslell»n,p.m . iilnu:?lrabeiirage. lliegiernng-ssnbvenlionen Und die .Frage der Beschästignng vo» Inden im. össentliihen Im ganzen' stellt der der -Mandalsloininiision Unterbreitete Valästi'iial'ericlit ein. »ni>angreichest. Buch dar. Esbildet die Grundlage' der gegenwärtiaen Arbeiten der .Niändalstoinmi'iivn in Gen'. w-N'i'-it sie sich ans 'pala'iina I>eZiel,en. K. H-J. Einberufung des Council der Jewish Agency Das Pressebüro der Jewii'h Ageuch teilt-mit: Tie Erekntive der Jcw'iil, r>genn>Zhat die 4. Ta. - gnng des Eoüneil der .Zeivi'I, blaevcp. für den I. und 5. September 1945 »ach Viizeru einbe.ruien. 'ach Beendigiing der E'onnciltagnng ioird da-i Z'neiizinvat,lende goinilee an, Septeinber seine lvnsnlniereiide Siitnng abl,allen.

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