Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 14 (1935)
- Issue
- 23 (4.6.1935)
- Date
- 1935-06-04
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 82% known words query
- IRI
…/2277379-2278097-2278120--09567-2292579- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
' m i' i ^c 11 mnin'ii. Tor Tii'bfrr!nrnpvoU'invier I'iiii-iit n.r iviiion Vouoiivfro.io oini'iio liiinuiorüdjo -liütMi’U'iih' biii'nevliii)oii Seins auit, <Y;i bio. er fid).linmnioil und nurdenen er sich ' ^W8l»L»Ä8-^srkls riclitcii IdrrTT^mli’-: ..'iaiiucksei, zn zimniern sucht. Und. dabei sind ' es doch nur die negativen Attribute der Bürgertumr,- die er mitnehmen lann: Hemmiiugen und Einengungen aesellsitzasilntzer Art. Formen und Formeln, die lebte, sadeniel, einige Hussa de. mit der er sich und der ttnuvelt ein. Dasein. Vorspiels deüeu Boraursebuucheu. nickst inelir. flcflcb.cn iuid. Tein ^eben nt-.eine ständige 'Aiiseiiia.udersetziiiig zwis>tze.n zivei 3t-e!ien. Aber dar - "eben erlaubt.er eben nullt* c i Pl ätze ecnziiiiehinen und im Bestreben, zivei 'Stillste Nl .be'etzen, wird nmn stets den Platz ztvi'schen iliuen finden. To setzen wiL,den nnglückiietisten Typ entstehen, nuwatzr und gespalten, und Avas schliminer ist., lächerlich in der eivie,en. Angst, als dar erkannt zn iverde», tvas er nun einmal ist. Wir Hatzen knieht nur im deutschen siiidentiun) ähnliche Erscheimuigen schon einmal beobachten können, ton ans festen und. passenden Formen der Inhalt genommen päimim REISEN wurde.: Tie Inflationszeit, die Übergangslos ans bürgerlicher Sicherheit zum Nichts jührte, brachte erschütternde Parallelen. .Wir selten in niisereii Reilsen heute äl>nlickieErscheiilniige.il ivie damals. Tie ältere Generation kann vielleicht nicht anders handeln' und vermag nur in dieser starren ,i uße rl i itz e i > A b l e 11 u > i n g de r i rtl i eh ke i t e i ue i i Halt zu . siüden. 'n.'nii kann dar verstellen und - - bedauern. Aber wenn solche Anschauungen ans die I n \\g e r e n ntzergreisen sollen, . d a ii.n - m ü s s e n w i r n n s z n r Wehr setzen. Für uns darf. es keine Milienhemmungen geben, die nickst a n s je tz i g e m, sondern aus fr u h e re m Ta° sein sieh ergeben. \ 31'ir; das lieifst all die. um die und um deretivillen diese Gedanken iiiederaelegt sind, stur Hatzen die Sicherheit und den Standard des bürgerlichen Lebens verloren. Wir liaben leine Aussicht, den Weg znrückziifinden. Wir. sind in unseren Letzensverliältinsseii umgestellt. umgeschickstet oder wie man es sonst ausdrncken tvill. wir sind in ein anderes, -neues Dasein eingetreten. Wir wollen in unserem neuen Letzen znreckstkommen, wir -wollen über das Resignieren und Sichatzsinden tsinans uüeder pi positiver. innerer (Einstellung gelangen,- ivir wollen und uiüsfen die Fähigkeit z n in G l ü et l sieh s e ich auch in niiserenv lieutigen Sein erwerben. Tie Ilmseliielitung ist erst' dann vollendet, wenn wir genau io fühlen löiinen. ivie unsere neuen Arbeitr- und 3Weggenosse». Tiefe Ninstel'lnngssähigkeit der seeliselieu und GesülUstrnst-e ist meines Erackstens die zentralste Fr.ige sur-das. junge siudeiiliim. Tenn eine Geineuiseliast. die nur ans. sieh'-uiigtüeIliüt--FiiItlenden und theiiguierten bestellt-, läun 'nielit lebensmhig. taun - nickst febaisend oder gar-ichöpteriseli sein. Aber nur ivolleu leben, ivir ivoüeu das Leben, unser neuer Letzen meistern. Alvor ',-ive.i Jaliren der äutzere Uetzergaug dureli Selmlungrlii-rie. Lelrr- und ^liuickiichni-iigslager eiugeleilet ivnrde. da herrschte "bei der IKolinnhl der'-'Keleiligien eine optimistische Stimmung-, siii beichuungter .und -manchmal geradezu poetiielier 3lrt ivnrde der lletzergang pi neuem - Sehanen geleiert, die - Fälsigteit. . Harle und priuiitive 'Arbeil pi leisten, in einer Arl irolier Eindeckerlanne llargeslellt. er ielüen über die singend eine-ungeheure. siabigteil tzim.'.posiu-veutz-r!ebeu - des 3ienen und llugeivoliinen aetommen pi 'sein.-' eine . tzaiergieguelle. di.e "'Austrieb, gab ui seelisch gesunder Neberivindung des Perlnsles. 'AVer felioii dtimalg gab er Skepiiler. und sie lia'benleider reell! tzelialten. die einen llmichlag der Siimmnng beiurchleteu. und eine-' ver'patete. aber um io tieiere Ltzirlnng der erlittenen ' feeliiehenb Traumas voraussalieu. Und leider -milüten sie reein behalten, (veioisi. all die sin'tilmionen.^ni'denen llm-- gtzieliknng ioie ein Lelir-iaeli b^trirtzen ivnrde. u'greii no'üvendig und liaben Nugehenrer ge-' leistet, o s mnhte ein U e h e r g a n g geleliaiien ioerden nnd es innsge durch L'-eichä'tigiiii'g ein wegenmillel gegen. Ae'seMunentr ge.-, lroiien iverden. 3'.ber ans die'en Srperilitenteu. - antz S'a.bilila.i dei ' inneren ' Laltlnig gi -schtiesie». U'ar von' vornliere.in . nnnita'sig. Tenn all diele-tzpen'elien. .io ieli'.oer sie. auch mit Schranbüerk ilnd -Looeibanl. iml 'iurev - kelle imd v'i'.nnrrlpaien arbeiteten, sie ivaren ' ± England Ter Präsident der Rigaer Jüdischen (Gemeinde imd der lettländischcn Aguda, Abg. Du bin, ist au London euigetroffen. um eine Aktion zur Rettung svivjetrnliiiäier Nabbiucr durch Ermög» Iieiiniig ihrer dliederlassuttg m. Palästina einznlei teil, Tie Londoner Agiida veranstaltete ihm -sin' Ehren einen Empfang, bei dem der politische Sekretär der Weltorganisation -Agndas Jsroel,-. ■t\ A. (Hovdman, den Vorsitz führte und die-letti ländische Gesandt schalt durch den Ehargö d'Af- Mir es Alberts vertreten ivar. tliach Ansprachen.der Vorsitzenden Goodman und des Aicht-- agiidisien Schallt dankie Abgeordneter Dnbm fnr die Begrnsmng und führte aus, er-halte cs fnr richtig, dafl an der Spitze des südlichen ossentlichen Lebens religiöse Juden, Agndisten, stehen. Es -fei unrecht, dass irreligiöse -Indensich bemühen, die Gemeinden zu politischen Partei- . pverken Zii erobern. Er empfinde Genngtnnng darüber, das; in Lettland, die Regiernng die Aguda mit der Vertretung der Juden des Landes betraute. Für Atheisten sei in der Leitung jüdischer Geimünden kein Platz. Abg. Tubin kam sodann auf den Jiveek seines Besuches in London zu sprechen. Scheinbar habe die Judenheit der Well die.in Rnsilaiid lebenden Rabbiner vergessen. Er -könne sich aber, nachdem er soeben aus Rioskau glirückgekehrt sei, keine vornehmere 3t,ngabe vorstellen. als den rnssischen Rabbinern zu. helfen, " sich in Erez Israel niederznlasfen. Frankreich. Tie französi sehe Frontkäinpfervereiiiigimg ..Ervir de feu", die trotz gegeitteitiger Erklärmigen hänsig als antisemitische Srganisatson hingestellt ivird, hat eine Heldenehrung für die jüdischen Gefallenen des Weltkrieges in Form eines Gedenkgottesdienstes veranstaltet, der in der Pariser Grvtzen Synagoge unter der Leitung von Rabbiner Eaplan abgchalten wurde. . Griechenland Bei den am Juni dnrchgesnhrten Wahlen ,znm neuen griechischen Parlament hat die Regiermigspartei von insgesamt äüv Mandaten .'87 erobert. Die Wahlbeteitigung war außerordentlich stark, lieber die künftige Judenpolitik der griechischen Regierilüg hat der Innenminister.Atichael äyrkvs am Vorabelid der Wahl in einer von der jüdischen Sektion der Regierungspartei einberufelien Versammlung Erklärungen abgegeben. Die Inden seien ein für den Staat nützliches und wertvolles Element. In dieser Erkenntnis habe die gegenwärtige Regierung, als sie die Macht übernahm, dafür gesorgt, daß den jüdischen Gemeinden r\ '' Für die Erfüllung ihrer wichtigen Aufgaben norwendigeu Mittel zur Verfügung gestellt werden. Der Minister versprach, daß nach, der. Wahl die Subventionen für die jüdischen Geuieinden. verdoppelt werden würden. Auch werde das Prvblem der Unterbringung jener Tausendir jüdischer Familien, die nach dem großen Brand, des Jahres 1917 und dem Prögrom im Salouikier Eampellviertel im Juni 1981 obdachlos geworden ivaren,> nach der Wahl gelöst iverde». Für das jüdische Schullveseii lverde die Negierung eine Million -Drachmen bewilligen Und die jüdische . Ge- ' ineinde Saloniki für die im Juni l9:!-i geschehenen Ansschreitunge» entschädigen. Holland - . Königin Wilhelmine' von Holland hat durch s ihren- Brivatsekretär dem Verband „Ter. jüdische. Jnvalidesi, der . größten jüdischen Organisation. Hollands, eine namhafte Spende überwiesen. In einem herzlichen Begleitschreiben .brachte die Königin ihr Interesse und ihre Anerkennung für^ die Arbeit des Jnvalidenverbandes zum Ausdruck. . Der Verband, beabsichtigt, sein Heim in Amsterdam. i,r dem zurzeit 200 jüdische Invalide unter-- gebracht' sind, ans den doppelten Fassnngsranm zu bringen.. r - - -- - Wie der-Aliisterdarner JTA-Dertreter. erfährt, iit Professor Tr. A. °E.' Josephüs Jüta, Haag, Riitglieddes Komitees für besondere jüdisäie Interessen und ehemaliges Vorstandsmitglied der Jüdischen Gemeinde Haag, ein aussichtsreicher '.Kandidat ans den freien,Posten des Pt'inisters für soziale Angelegenheiten im Kabinett Eolijn. Die cudgüttige Entscheidung über die Besetzung deS Ministeriums wird in deit nächste» Wochen fallen. Professor Ji.tta gehört dem Kollegium der Delfter Technischen Hochschule an und ist auch . journalistisch tätig. Sein Vater war Mitglied des holländischen S-taatsrats. . - Mexiko Die „Goldhemden", bic antisemitische Organisation Mexikos, hat dem Staatspräsidenten Cardenas eine Petition mit 200 »00 llnterschriften überreicht, in der verlangt wird, daß die mexika- - nischc Regierung den Juden die Bürgerrechte aberkenne. jüdische Unternehmnygen enteigne und .. den jüdischeii Einwohnern die TeilMhme am. politischen Leben verbiete. Rumänien Der rumänische Minister rat hat die von den akademischen Behörden zwecks .Sicherung von Ruhe und Ordnung an den Universitäten beschlossenen Ataßnähmen sanktioniert. Diesen nunmehr durch di^ Regierung bestätigten Beschlüsse!; zufolge, sollen über Ssndebten, die sich Rnhestvrungcn zu schulden kommen lassen, schivcre Strafen verhängt iverden;" Studenten dürfen lcincrlei Organisationen angehörc», die. von den. Universitätsbehörden nicht als geeignet für Studenten anerkannt sind; Studenten dürfen sich an keinerlei politischen Zusammenkünften beteiligen. Jeder Student wird in Zukunft eine Erklärung zu unterzeichnen haben, in der.er sich verpflichtet, diese Vorschriften zu beachten. Ungarn . In dem ungarischen Abgeordnetelihausc rich- ' tete der katholische Abgeordnete Rudolf R u p e r t. . . dev in d.en beide» ersten RatioualversMinliingen zu Beginn der zwanziger Jahre in unel,chrockener Weise für die prinzipielle Gleichstellungaller- Bürger des Landes ohne Unterschied der Konfession eingetreten war, eine Interpellation an den ° Unterrichtsrninifter. in der er die Abschaffung des Numerus clausus verlangte. Es widerspreche dem Geiste der nationalen. Einheit, den Ministerpräsident Gömbös nnd auch Kultusminister Hvman wiederholt betonten, daß begabte junge Atenschen ans- Grund konfessioneller Erwägungen der Lern- - freiheit beraubt werden. Der Präsident des Abgeordnetenhauses erklärte, er werde die Interpellation an den Knltnsminister weiterleiten. UmkairZreielle Vorsrveiten kur daß Staatsbürgerrecht. Ter Schluß einer längeren Interviews, das. der Reichs- und preußische Minister des Innern, Tr. Frick. vor einigen.Tagen dem dischen Schriftsteller Erland Echlin gewährte . hatte, lautet geinäß.TNB solgendermaßen: „An; Schl'uisc der Aursprache, die sich in einer - überaus . freundlichen 'Weise . vollzog.... fragte,Mr. Echlin. ob der'Minister es für mög-. sich halte, datz -das,neue deutsche Staatsvürgorrecht schon in'der'nächsten Zeit Gesetz werde. . Ter" Reichsminister antwortete, daß die. Arbeiten, welche die BorQursetzSng für dieses ■•-, (ilesetzeswerk sind, gegenwärtig im (siange sind. Es handele sich rnn die umsangreichen Vor- - arbeiten, die durch die neu zu schaffenden Sip-. penämter geleistet werden müssen, und die deshalb nötig sind, weil von ihren Feststellungen es--, abhängig' sein tvird/ iver deutscher . Staatsbürger ist. und iver, es nicht sein kann. Sobald diese Vorarbeiten/abgeschlossen seien, werde das Tentsche "Reich' ein mustergültiges nnd in jeder'Beziehung modernes Staatr- . Bürgerrecht schassen, das' die Erkeuntnisse der nationalsozialistischen Revolution gesetzlich verankern wird." Ans einer Rede des Reichsministers Rust. Bei den; Festakt des VdA in Königsberg machte Reichsminister R n st grundsätzliche 'Ausführungen über die Unterschiede, die der Nationalsozialismus mit seiner Volksdeutschen Staatspolitik gegenüber den früheren, in anderen Ländern noch hei.bchalt'cncn imperialistischen staatspolitischen Anisassnirgen answeise. Zum . Schluß appellierte er au die Vertreter der imperialistischen Auffassungen unter Hinweis ans ihr. Verhalten gegenüber ihren deutschen Minderheiten: „Verliert sie nicht, die treuen, fleißigen deutschen Männer und Frauen, die treue Staatsbürger eurer Länder sein wollene Stoßt sie nicht von euch in die Nacht des Hasses!' Laßt sie in euren Staaten als fleißige Mitarbeiter leben, und verbittert sie nicht, wie wir es nicht tun werden bei denen, die, fremden Volkstum zugehörig, in Deutschland Gastrecht Und Heimatrecht genießen!" (Im Bericht des „VB" fett gedruckt.) alles andere, als iimgestellk. Im (Gegenteil, die -geradezu, sportliche 'Art, in der man an die. neiie Betätigung heraiigiiig. zeigte,- daß man innerlich den alten Bodennoch. nicht um Linientzreite verlassen liatte. Es ivar der Reiz des lstiästalltäglicheii, der den jungen Bürger im 'Arbeitskittel sein neues Werk besingen ließ: Tie ernenie nnd viel grausamere llmstellnng ans diesem Stadium zu»; Geivohnheitsmäßigen, die atliiiälsiieltzaenitr'eteiide Klarheit über die Iluabäuderliobteit antzd die Ernüchterung, die ans der 3UItägiiäiteit heraus erwuchs, mußte zu Rückschlägen führen. Und erst ans. ' dieier ungeschminkten, nnsentimentalcn . Be- . trachmng heraus kanneine tragfähige Eirnnd- Uiou' gewonnen werden. Erst ivenn d a s n e i> e T u n G e;v o h n h e i t getvvrden ist, uuMi-ii. die Langsrisligteit der- 'Aenderung als - selbst-verstäiidlich wmpsiiiiden ivird,. ivenndie 'Eriiiueriuig an das Frühere immer mehr und mehr verblaßt, daun kann der Weg zu neuer. bejaheuder 'Weltal;- schau.ung gesunden iverdeu. Das ist auch der Grund, vor den Haltzlieiteu eines äußeren oder .inneren Toppellebeiis zu. ivarnen. änss schärfste.FFront zu machen gegen das '.'Aitnehmen von Institutionen oder 'Annckiten, die nnsör Leben disliarmoiiisck, werden lassen können. Wir töinien nielit bei unserer älteren Generation m die Setzule gehen, die meistens noch-in anderem Btzlieu geblieben ist. ob berechtigt oder nielit. üi tiier nicket zu prüfen. Wir müssen bei unserer neueii Umgebung iu die Lehre gehen-, und dort nur können wir erfahren, ioie wir uns eing'.rickilett haben, um möglichst viel Seliönes in unserem, jetzigen Lebenskreis Ii haben. 'Bor.allem aber iverden ivir dort lernen könueu.' daß nur viel Belastinigen tragen, die ützerslüssig und gcsährlich sind.-- Tie schlimmste Last aber lväre, ganz banal gesprochen, sich zu „genieren.". Wir wollen aber nicht in unser neues Sein Formen, Gefiitzle und Reminiszenzen einschlcppen, die nun einmal nicht mehr passen und uns nur ein-, sän.i nnd -- was schlimmer ist — unglücklich,' vielleicht sogar lächerlich machen,. Unser Lebensranm iit ohnehin nicht-sehr breit, wir - liaben keinen Platz für Zierstücke ans srüheren- Zeiten. Was nichs mehr paßt — und Mag es noch so wertvoll.und gut gewesen sein — ob der steife Kragen in "seinem weitesten Sinne, der Tvktvrtitel, Familientradition und sonst noch eine 31-cü Voll Begriffen, das fliegt über Bord. 3tzie sollen wir in unserem neuen Leben heimisch werden, wenn nur Tinge mit uns herumtragen, die uns ständig sagen, daß ivir „ei ge-nt l ich" gar nücht dazu gehören-. Das-. Wort- „eigentlich" in diesem Zusatnmentzang ist eine der schlimmsten Gefahren für n^TPiie ivir neu begonnen ■ haben: die Gefahr des innerlichen Doppellebens, die Gefahr,, daß wir uns an Symbole klammern, in eine falsche, toehleidige Romantik hineintreiben, ans der es keinen 3tusweg mehr gibt. Wir ivolleu nicht ins .Leere sinnen, nicht Totem lebe». Wir haben eine neue Lebensform zu finden, in . der .wir 2tzirktiches leisten können. In dieser neuen Form dürfen wir uns nicht ' durch iiöerholtc Rücksichten stören lassen. So sehen rvir unerschüttert den letzten gutgeschmttenen Aiizng fadenscheinig und schäbig >ver--' den. Unsere Sorge und unser Streben gilt " Besserem: Tort, anunserem "Arbeitsplatz, dort/wo. wir 'Neulinge sind und uns ivie. unserer-Gemeinschast gegenüber die Berpilich- — tung zu gutem Vollbringeir erivächft. sei der -Einsatz unserer besten Kraft. Ernst und sorgfältig Die „Münchner Neuesten Nachrichten"-berichten ip Nr. 152 von einer Gautagung, die in Nürnberg stattsand, bei der sich mehr als 2000 politische Leiter der NSDAP versammelten, und in deren AAittelpunkt eine Ansprache von Gauleiter Julius Streicher staridl Dem erwähnten Bericht zufolao führte. Gauleiter Streicher vor den Kreisleitern u. a. ans: „. . . Die Lösung dersiJ ud e.n sr ag c erfordere g r ö ß t e n E r n st und s o r g s ä l t i g st e Gewissenhaftigkeit.".' 6v5!c!rtspunlcte der Rassenpolitik ■ Dr. Walter Groß, der Leiter des Rasse-,i- Pvlitischen 'Amtes der. tllLD'AP, hielt t'nrzliä, in München einen Vortrag über „Rasseupolitlk und Llleltanschaming". Hierbei trat er dem gegen - die .natioiinlsazialistiselie Rassenpolitit ivicderholt erhobclien Einivand entgegen, daß die Raisenfroge noch nicht eindeutig .geklärt sei Die' 'Wissenschast. sei sich vollständig einig über die Richtigkeit des von Dentschlaud eingeschlagenen 3öcges. 'Als eine, der Gefahren, diedurch die Rasfeupolitik anfgetzolten werden müßten, bezeichnete Tr. Groß die Vermifchniig mit. fremdem Blut. Tie 3Ibiv-.->ir der Gefahr uiüssc sich auch gegen jene'richten, -die eine solche Vermischung förderten oder einseliutdigteii. Die. Kritik, an der Betämpsung der Rasseninischniig 'iverde dn'rcli die Eriahrniigstalfache widerlegt, daß die Schöpsiing das Älcnscheiigeschlecht verschiedene 'Wege habe gehen lasse,, und somit die Bildiiiig.-verschiedener Rassen geivvllt habe. A>,js denr Satz: -„Was Gott verbunden hat, soll der ' Men'ich. itidjf scheiden", dürfe a»ch der andere Satz Geltung beanspruchen: „Was Gott getrennt hat, -soll der Air »ich nicht vermischen." - 38ie durch die Tagespreise nntgeteilt ivird, hat der. Reichsnnd preußische 3A.iniiter des Innern'in einem Runderlaß an die Landesregierungen und die preußischen Lber- und Regierungspräsidenten' "Jäber die Schiveigepsticht bei Tiirchiühriing des Gesetzes zur Verhülung 'e-rblrauleu Rachwuchses herausge'geben. - Einem' Bericht der „Leipziger Reuesten 'Nachrichten" vom -t. Juni über ddn feierlichen . 'Abschluß der Reichskirchlichcii Hvchschultagüvg entnehmen ivir: „Ter Reichsbischvs forderte dazu, ans, doch endlich den ivahren Feind des Ehnstentnms zu erkennen, den Marrismns in allen Schattierungen, den Liberalismus nna den internationalen Juden, der hinter alldiesen Geistesrichtungen steht." Dr. Leo Baeck Ehrendoktor des Hebrew Union CoLLege^™- 'Anläßtich der diesjährigen Promvtionen am vebrew Union Eollege wurde dem Rabbiner Jonali B. 3öiie von der Eentral Snnagogue in 3le>v-3jvrf. der die Baeealanreats-'Anspri-.che hielt. Avivie in abientia dem PräiideiUen der Reichsverlretung der deii-lschen Inden, Rabbiner Tr. Lev Baeck.' und dem ungarischen Sberhausmilgtied - Jmmaiiliel Loew das Ebrendokwrat des -hebräischen Rechts veruchen. »