Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 14 (1935)
- Issue
- 23 (4.6.1935)
- Date
- 1935-06-04
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 23 5. Beiblatt 1935 Neue Devisenbestimmungen über Anlage und Freigabe von Sperrguthaben " Von Rudolf Gräupner, Devisenberater in Berlin' Im Zuge bi'v 'fm'tbnnornbeu Kodifikation der. . devlsenrechtlichen 'Vorscliristen und jetzt..-auch die : ,^oliLrcictjou iir brt umyiiu^i'iu'ii Zeit zlrgai-igeyeu : Erlasse und sonstigen Anvrdmmgcn der Reichsstelle für Tevisenbewirtschaftnng über die Lab stehung und Verwendungsmöglichkeiten der verschiedenen Lperrguthabeu in mehrercu iimsaugreichen Rundcrlasseu. neu ziisammeugefaßt worden. Ader auch hier handelt es sich nicht um eine totale Kodifikation, weil gerade die für ausländische Gläubiger in einzelnen Ländern besonders/ wichtigen Transferabtommen nach den neuen Runderlassen selbst unberührt bleiben. . Tie Kenntnis dieser Bestimmungen ist in erster Linie für Tevisenalisländer/ insbesondere für Auswanderer, die hier noch ^Vermögenswerte besitzen .und diese nicht transferieren tonnen, wichtig. Sie habeir aber aitch für Inländer, namentlich Gruud- .stiicksbesitzer und Geschäftsleute Interesse, wenn diese ans Sperrguthaben Darlehen bziv. Hhpvtheken. anfnehmen oder Sperrgelder für Kredite oder Beteiligungen an ihren/ Unternehmen freibetonnnen wollen. Endlich kann Ämter Uiilftänden die teiliveise Berwendnng von Sperrguthaben für den'Warenbezug einen gesteigerten Export aus Tentschland ermöglichen. Ans diesen Bestimmungen seien hier nn.r felgende hervvrznheben. ^die wegen ihrerbesonderen, Wichtigkeit besondere Beachtung verdiene!:'. : i. Tie Unterscheidung zivische» e i g e » e u nlid e r iv o r b e n e n S P e r r g n t h a b e ii ivird jetzt 'mit besonderer Strenge dnrchgeführt. Grundsatz ist. daß z»r Anlage von Sperrguthaben (also zum Beispiel in Grundstücken. Hypotheken, Krediten) auch erivorb'ene Sperrguthaben Berwendnng finden können, während eine Freigabe (d. h. zu Reisen im Inland, Unterstütznngs,Zahlungen an . Inländer, Teilbezahlung von Warenlieferungen) nur aus eigenen Sperrguthaben des ursprünglichen Kontoinhabers erfolgen kann. Bei der Verwendung erworbener Sperrguthaben sind aber nach dem 15 .April 1932 erworbene Effektensperrgnthaben. sogenannte Neubesitz-Effektensperrguthaben, grnndsäßlich ausgeschlossen. (v_ 1. Anlage von Sperrguthaben a) I n inlä n d i s ch e m Grundbesitz . Aus erworbenen Sperrguthaben (aber nie Reubesitz-Effektensperrguthaben) können Grundstücke und Damit zusammenhängende Anschaffungen wie Maschinen, Möbel, Geräte.usw. nur derart erworben ' werden,, daß die Hälfte des Kaufpreises. in Sperrinart mid die/andere Halite^gleicl,zeitig in Devisen oder freier Reichsmark gezahlt wird. Ans eigenen Sperrguthaben kann der ursprüngliche Kontobesitzer den ganzen Kaufpreis ohne Tevrientell,Zahlung er- Zur Forderung des Wvhnnngsncubaues oder zu - Ausbesscruügs- und Ihnbanarbelten kann aber auch ans envorbenen Sperrgllthaben der ganze Kosten-, aufivand bezahlt werden. Zu beachten ' ist aber hierbei, das;-in dein Falle, daß mit dein Reubau eines Hauses der Anlauf eines 'Grundstücks oder sonstige ''Anschaffungen -verbunden /werden.- der Kaufpreis-des Grundstücks als solchen und die Be- ,zahl.ung der sonstigen Anschaffungen im Verhältnis pvn 50 Prozent Sperrmark zu 50 Prozent Devisen erfolgen muß. Gelegentlich koillmt es vor/ daß der Ausländer nicht selbst'ein Grmidstüct erivirbt, sonderneinem'° Inländer ein, Tärlehn gibt,'weil dieser ein. Grundstück erwerben will: in diesem Falle gelten nicht die vorerwähnten. Vorschriften der teiliveisen Tevisenzahlung. sondern hier häUdelt es sich um eine Tarlehnsgeivährung an. einen Inländer, die nach den allgemein geltenden Vorschriften, über TarlehnsgewähruNg aus Sperrguthaben ohne Tevisenkeitzahlung ersolge'n kann.. 1>) A ii I a g f i n i ii l i'in d i s ch e „Hi, p o t h e l e n Reu ist die Bestimmung. ivvnach als zulässige Anlage auch der Erwerb von bereits zwischen-Inländern bestehenden .Hypotheken- und Grnndschnlden gilt. Hier mußIgegebenenfalls der Fälligteitszeitpunkt der.Hypothek bis.zum Ablauf der üblichen/ «fünf- bis achtjährigen) Frist hinansgeschobeu ' werden. ~r -- Tie Abdeckung von Grundstücksbelastnngen l.z. B. Hypotheken und Grundschulden) ivird ebenfalls nur -i« der Form genehmigt, daß 50 Prozent in Tevisen gezahlt werden, sofern es sich um erlvorbene Sperrguthaben handelt. Eigene Sperrguthaben können unter dem Gesichtspunkt des. Härtefalls in der Regel auch in voller Höhe zur tliückzahlung von Hypotheken auf inländischen Grundstücken des Kontoinhabers freigegeben Wördens e) Eine Reihe ausführlicher Vorschriften sichern die antvtmsgnnüße Verwendung der anzulegenden Betrüge imchIphen Kontrollmaßnahineu gegen Al ißbrauch'vor. * Iw einer Gene r a lk la u se l hat sich die Reichsstelle für Devisenbeivirtschaftnug Vorbehalten, auch über die Genehmigung a ii de re r An l a g ell r te n zu befinden. . „Oeut8eKe5 Geschäft und Judenfreund?“ Der „Westdeutsche Beobachters in Köln vervfsentlicht unter der Ueberschrift .„Deutsches Ge-"' schüft und Judensreundk" -einen Aufsatz, in dem es u. a. heißt, daß schwieriger als die Säuberiliigsnrbeit bei der Entferriung von Richtariern aus Politik, Kultur und Presse, diese Sänberungsarbeit in den verschiedenen Ziveigcn der Wirtschaft durchzuführen sei. „Das liberalistische System hattenicht nur 'zugelassen, daß durch kapitalmäßige Bindungen und anonyme Gesellschaften der Jude überall maßgeblich beteiligt würde, sondern diese Entwicklung, durch gesetzgeberische Rtaßnahmen in . jeder Weise unterstützt. Eine plötzliche Beseitigung des jüdischen Einflusses aus der Gefamtwirtschast ist deshalb im Augenblick ohne ' schwere Erschütterungen für die Gesamtwirt- - schaft nicht möglich. Aber seit langem schon leistet die Partei' und in erster Linie die nationalsozialistische Presse eine Ivichtige Aufklärungsarbeit über die jüdischen Geschäfts-. Praktiken. Es wird heute aus dem Volke heraus immer stärker der Jude »laden abgelehnt. . . . Aus diesem.Bedürfnis heraus gab die Deutsche Arbeitsfront an die ihrer Gruppe Handel und Handwerk angeschlossenen Firmen Schilder mit dcr Ansschrist:' Deutsches Geschäft. - Es ist nun interessant fest,znstellen.. wie sich die Geschäftswelt zu dieser Einrichtung stellte. Ter größte Teil begrüßte die Kennzeichnung ..und erkannte die Notwendigkeit an. Vor allem in den Vororten lvurde fastrestlos an den in Frage kommenden Schaufenstern das Schild angebracht. Andc'ks-- aber in der Innenstadt, wo sich bekanntlich die. Unternehmungen mit den größten Umsätzen befinden. Angenommen haben es wohl bis auf wenige-Ausnahmen alle: davon Frachten über eine Anzahl das Schild überhaupt nicht' an. andere nahmen es nach kurzer- Zeit wieder fort und der Rest, allerdings ein hoher Prozentsatz, war stolz darauf, eindeutig als deutsches Unternehmen gekennzeichnet zu fein und denkt nicht daran, es'zu entfernen. . Alls zahlreichen an ' nns -gerichteten.'Anliegenden Falle ivär der Denlschen Eiienbalm- Reklame G. in. b. H.. nicht bekannt:/ daß die Firma- Gebe. Kaufmann ein indisches Unter-, nehmen ul. Ta der '.'.ame iii'chl auf indische . fchflamninng hiniveiN. i» der gelaligte Ver- - ^trt-ißsabichtnß nicht . zu beanuanden/ - Auch -ist', " eine mchzeitige Anshcbnng des rechtsgültig abge'äilos'echc-ii.'Verirao,es, nicl,t inoglicli. ohnedaß .. .Scliadeiisersatzforder-iiiigen geNelll -werden. I>n - ilbrigeti in/ bereiis. zngeiagt. daß. -eine Ver- /langernnw des Vertrages liactz Ablaiif glicht, in Frage toirznil. LOir gtanbeii - datier, .daß der ' . Ayregnmz ^.r ..Wettlallscheri-.'- L-andeszerliNig" dainil in -- vplleiu Umiange Ai^-Hiiiilig.- getragen in." Tie '„Wettmliklji' Landeszeilnng" bemerkt hier zu: „Es ii» alio zil erivarlen, daß auch 'die Deutsche Reich/balin letzt dazu--.übergeht. Reklameschilder jüdischer Firmen endgültig--dort, zu ent- "sernen. ivv solclie'^iioch vorhanden sind." festzustellen, weshalb ein Teil der Firmen es ablchnt, nach außen hin zu bekiliiden. daß es sich um ein deutsches Geschäft handelt. Zwei. Gründe sind für diese Haltung, ansschlaggizbend, nämlich Rücklicht ans die jüdische Kundschaft und ans jenes Käuferpublikiim. das nicht nnr wegen der antsseinitischen Einstellung der Partei. sondern auch aus anderen pojitischen und .weltanschaulichen Gründen kein' Freund des Tritten Reiches ist, "also vor allem die kalt- . gestellten Zcntrüiiilcr. Wir haben für eine derartige „Geschäststüchtigkeit" absolut kein Verständnis. Wer nicht mit uns ist. iß gegen, uns. und wer die Gelegenheit, sein Geschäft als deutsches Geschäft zu kennzeichnen, nicht benutzt, beiveist/ daß er daraus keinen Wert legt. Tie Känferschast wird,, davon sind wir überzeugt, aus der Haltung der Juden- und Zentrumsfreunde die richtigen koniegnenzen ziehen." Tie Freihaltnng der Wirtschaft vom Arlcrparagraphen ist .bekanntlich von zuständiger autoritativster Stelle, sestgestellt und wiederholt bestätigt worden. . Keine R6klam6 jüdischer Firmen bei der Reichsbahn Wie die „Westfälische Laudeszeitung — Rote Erde" in Tortmnnd mitteilt, ist sie im Anschluß an Anfragen über.die Reklame jüdischer Firmen aus der. Deutschen Reichsbahn an die maßgebenden Stellen herangetreten. .Sie hat vor kurzem von der Hauptverwaltung der Deutschen Reichsbahngcsellschaft in' Berlin ein Schreiben erhalten, in dem es heißt: - „Wie wir bereits in nnserem Schreiben vom Nt. AiignU 1934 ausgesührt haben, darf Reklame jüdiiMer . Firmen auf Reichsbahngebiet nicht mehr .zugelanen iverden. Tiefes Verbot haben wir im Hinblick auf Verfügüngen des Reichsivirtschaflsministeriums insofern gemildert. als in den Fällen, in denen der Name eines Unternehmens nicht auf jüdische Abstam- ' inung Mneyen taß^. -von einem Rachweis ver- Nationalsozialistische Symbole vom Verkauf in Warenhäusern ausgeschlossen In einer Bekanntmachung vom 5. Rkärz 1931 hat der Stabslei-triHs SlellverrreleLs des Fuh- .rers. 3>'eichsleiler -Riartin B. o r m a nu . es für nnzntässig erklärt, daß Ltzarenhanser. lvarenhansähnliche Betriebe ioivie uichiarisclie Firmen Symbole der nativnals.vzialisl.iichen Bewegung zeigen, anbieten und vertanscii..- Aiißer Hakenlrenzsahnen gkhöreii-hier.z» jede Art. Bilder der Führe-r. Uni formen und Unisormstiicle sonne alle, ans' die nationale Bewegung Bezug habenden Gegenstände. Auch Biicher und sonstige TrnclscliriNei, nationalsozialistischen Inhalts fallen selmn'erständlich ebenfalls unter die „auf die. nationale Beivegluig Bezug habenden Gegenstände", die v o n Ltzarenhäineri, und j ii d i s ch e n F i rin e» n i ch tv e r° 1 r i e b e n iverdeli diirfen. Der Deutsche Musitälieii-.Verleger-Vereiiv teilt laut „Börsenblatt Für den Tenlschen Bnchliaiidi'l" tRr. 1 -vom 2S. '.Oldi) mit, daß »all, einer Bestätigung der- Reichsmusillammer sich diese Be kaiuitmachnlig ebenfalls auf. E r z e » g n i f s e d es '.Ol u s i t v e r l a g.s erstreckt. Dazuvgeliören musitalische Werke, die vom Geist nationalsozialistisclier . Weltanschauung dürchdruiigeu sind.Und svlclie. die bei der.Ankündigung-oder durch ihre Ansslattiuig als iiationalsozialistiscl, ansgegebeu iverden. Der Zweck der Arbeitsbücher . Ans Anlaß der am 1. Juni erfolgten Eiuführiuig des Arbeitsbuches <vgl. E.-B.-Zeitung Rr. 2l) veröffentlicht die Tagespreise Auszüge aus eineni Artikel des Präsidenten der Reichsanstalt , für Arbeitsverinittlnng und Arbeitslosenversicherniig. Tr. . Syrup. in der „Sozialen Praris". - I'a dem 'Aufsatz heiße es n. a.:. „Das Arbeitsbuch ist ein amtlicher Ausioeis über die Berufsausbildung und die berufliche Entlvicklung der Arbeiter und Angestellten: der es erleiclile.rii soll, in der t!Lirtscl>a!t die richtige Arbeitskraft ans di'»-richtigen Arbeils- - platz zu stellen, den Andrang zu den .nberfiilllen Berufen zu' mindern, die Landslncl>t abznbremien. unzulässiges Toppelverdienertnm und Scl>>oarz-, arbeit zu verhindern. Die Gefichtspniikte. die für : die Einsührnng des' Arbeitsbuches inaßgebeod waren, sind'völlig andere, als z.- B. jene, die zn di'n Arbeitsbüchern für'minderjährige'geioerl'- liche Arbeiter geführt Naben, mid die den damali gen Klagen, über die Lockerung, von Zn.clit und Sitte, über das Schwinden der elterlicl>en°Autorität. über den Kontraltbruch ustv. bei den '.0!>»der . jährigen -wehren wollten. Sobald die Ansilellnng aller Arbeitsbücher - ersolgti ist, also nacl> etwa einem' Jahr, stein in 'ihnen ein statiüilclie^ Ma terial zur Verfügung, das für Entichlnsse dev Reichsregierinig von größter Tragiveile sein wird. Aus ihnen werden der 'Arbeitseiniatz der Ingeiid. die ins.Erwerbslebeu tritt, der Berufsivechsel des einzelnen Arbeiters oder Angestellten, der 'Alechiel der Arbeitskräfte zivischen den einzelnen Betriebsgrnppen, der Ziig vom Lande in die Stadt iiiid nmgetehrt, der Altersmisbaii, die thescl>lecl>!sverteilniig, der Familienstand der -Arbeiterschaftin den einzelnen Wirtseyastsziveigeil und viele andere' Tatsachen sestgestellt iverden. die fiir unsere Bevölkernngs-. Sozial- und -.Wirlscliaßspolitit' von größter Tragiveite find: Taß die A.rbeitsbiuliertür die lausenden Verwaltnngsanigabeii der :>ieic!,s- -anstalt ani dein t-iebiet der.Arbeitsvermitllmig.. der Berussberatling ' nnd Lehritellenvermittlimg. der Ilmschnlimg Arbeilslv'er und der gesamten Arbeitsloseiihilse nsiv. von hohem Rutzen sein iverdeii. bedarf keiner besonderen Erörterung. Sv groß nnd arbeitsreicll ancl, die -Aufgabe ist. Ll -.Oliliionen Arbe-itsbncher anszniertigen nnd dauernd mir dem lamenden zn lialten, das Work wird'die aiifgeivandte '.Olülse loljnen." Oer 8er uf desKaufmanns Üi't.v.- 1-iii-lven. ,,l der letzten Rnniiuer der :E.-V.-' -.. Zeunng" ein Re'erat des.Leiters der Reichsgruppe . „vandel'tzron-por Dr. L u e r . "loiedergegebe»,. das nch inil-de.uzAiisgabe». des llnteriielimers be-- leliaUigte. Das Referat icliloß. »iit-dem Zilaleines .'großen Ilnierlielnners des deiU'ckien 'AK-iiens, , Friediiä, riaikorl. der.al- Ausgabe ieuier Zeit ge.nelll >,abe: a'V.Kr ,,nd/»iclitaiu die'er,'Aß'-ls. um - zu gemeßein sondern um >nr. den Forl'rliri'.l . inneres '-'Volles zn 'arbeiten/' In „(Mevni; Zn- - sammenliang dnrile innere. Leier ein A-or! eines' der größten jüdischen Kan'leiite in Tenlirliland, derletzten Jahrzehnte - inlereuiere». Im 'Rarl>- laß ö d ii a r d A r n l> o I d s . der als Inhaber der Firma Eaelar -'B'-otlheii» anßerordenllnt, viel s»r die Enlioirllnng und die Absatzmoglirljkeiten der oberscllle'i'chen Kolilenindnslrie gelan bat.- iand ..stcli ein A-ort. das aiicl, dem seinem Gedenken ge-> ividmelc'n-''A'-rrk von Dr. Adolf G r a b o n> s l l, . . vorangeßelll lonrde: ° „Das lunljite Interesse eines Kansnianns ist aber seine vllirel Ader dcn kan'i>>>iiuiiirhe» Berns nur unter dem- Genrlilspnnlt des Erwerbs berrachlet. fallt in denselben Iißlni». als ob er die'Gerechtigkeit eines 'Rirtiters oder die rapier- . teil eines für sein Valerland säinpienden Kriegers iinr ans deren Beioldnng lierleitet-. Der. Kaniiiinnn. der wahre käiiunann. hak/nichts ge- , mein mit dersetmintzigen Hab'sn'rlit einer .ßrämerieele. vielmehr gilt i>,m seine Dätigleit und deren Ergebnisse als -fRiItel für die, För- ./ dernng'und 'Verbreitung dev KnIInr und der Hmnanitat iiiid eben darin sncl,t er seine Ehre!" <Ill>IIIIIIlIIIIIIIIII»lIIIIII»Il!lIIII»i»II»I!ll»WlIlIllltlIlllIllllIUllÜll> Einze>>,ändler.,iii dieser Einlansspolilik-sicher noch beslärkl. Deii knapp -Ii!-Prozent Ilmsatzsleigeriuig im Schlihgroßliandel beijpielsiveise sei jedoch nur ' eine 5 Prozent Ilinsatzzimähmo ün Einzelhandet. mit Sctiiihen gegeiiübergestaiideii. Aehnliches gelte , tiiv den Uhrennnd Drogengroßhandel: Im erste» L.uarlal 1935 habe fiel) bas bereits im Dezember l>eoba(li.tete R'arhlajjeu der Ilmjatzsieigeriingeii >m Großhandel in allen iinlersnelsteli .Handelszweigen fortgesetzt. Die Umsatzsteigerimge» -Aniang 193.'. - seien also geringer als im Iahresd»rchicl>»ilt,I'.'3t geivesen. Diese 'Verlaiigsai.nnug der llmiatzzniiahme sei allerdings in manel>e» Zioeigen sckiou deshalb z» erioa-rteu geivesen, ineil bereits Aniang 1934' eine kräftige Umsatzbelelniiig vvralisgegangen sei. 'Auch der.-Mangel an slüssi-geu Mittel,-habe im Einzelllandel nicht selten zur Einschränkniig der 'Einkäufegezivungen. Tie iiielsleii 'Großhandels.', ziveige hälleu indes den llmsatzstaiid vom ersteil D.nartal >'.'31 in diesem Jahr behauptet, znui Teil sogar'ii in 2 bis 5 Prozent, im Dncl,liandel sogar .nin 2>> Prozent übersitzritten. Ter.Baiistosshandek dagegen, der 'Anfang 1934 eine Sonderfonjimkliir gi-habl ligbe <Z»sel,»sse z» den Instandsetziingsarbeiten >. in der die llinsatze bereits ans das zivel- 'einlialbsache der sreilicli niedrigen llinsätze vom -erste» L.uärlal l'.'33 nngeiliegen seien, habe im -ersten. L.narlal ll'3.5 eine 25- bis 'Mpro.zeiitige llmsalmerinindernng ei'nliren: u>on-acl, die Umsälie nl'ee immer »oc>-> cenhlicli ','5 'Prozent ljölier Die DmsLtre des Grosshändels '' Die Forichnngsslelle für ..den Handel beim RKW' bat eine neue Ilnterinclinng' über dir IIn: satzentivicklung beim lüroßliandel inu Jahre t ' und im erneu Tiiartal veröfsrntliel,!. Den hierüber in der Tagespreise erschienenen Bericl,leniß zn entelnnen, daß überall dort, wo vvm iniab hängigen <5roßhandel -vvriviegeud der .Einzel. Handel belre'erl ivird. die'l^roßliandelsniniätzc im. Iahresdnrchsclmilt lucht beträchtlich stärkergestiegen sind, als-im. Einzelhandel. Tie Lagera-ni'-'- fülliingen im Einzelhandel, .(gemessen aU den Wareneinkänien. seien Ib-i > vie'ksach über das-durch die Umsatzentivicklnng LebvteiiL.^. .Maß hinaus- 'gegangen-Ha-n-ist<rküuso-.i!i einzelnen. Waren..und fragen'ergibt sich die. Rotwendigkeit. öisentl'ich Ariereigenschast abznsehen ist. In dem.vor- Furcht vvr Preissteigerungen hätten 1934'viele llmiatze der dentsisten 'Bla. reun'n d K a n t l> a ,i > e r im Marz nnd'-.'lpril liaben. nach eine!» Bericl,t des InNilnls fiir konjnnllnksoricliniig im ..llel'erblick". unler der Einioirlnng beiono.-rer Ilmilande geil.,.»de». - Das l-,lerge,cha,t sei ini vergangenen Ial>r im '.tziarz. in diesem Jahr im April gelegen, ansterdeni leie» die Einze-!l,andelsnmsätzel>.-vin>Inßt von den Hamster- .kan-en des verganlzenen Jahres. Scliließlich l,allen die Fia>enl>lrverlänse inio.lge der g/ielilichcii 'O.aßiiahnie» eine geringere Rolle, als frülicr '.gespielt. 'B.'-eiße Lbi'liien leicn nberhaupl . ni.ill -oeranilaltet. worden. Scliließlicl, liabe ancl, das iel,leclil..e 2'.-el!er das Ein zell,.,ndeisgeschäU . bec int rächt tgt.' Dazu.' kamen aber nvcl, die llinsatzverlagernngen von diesen lüe'cliaslen ani die F.i.l>aesch>i'Ie. . Im ganzen liabe nnler solel,en 'VortUissetzlingen die in der zioiilen .Jahreshälfte ü'31 eingetretene 'Ab'atzl'eü nmg n,.cht i'vn Dauer bleiben können. Diellmiatze'-seienin diesem,Ial,r vielinehr ' znrnckge.,äugen. Fässe inan die erslen vier -.Ronale znsaminen, so ergebe sich bei - den 'V-areniianiern gegenüber der gleichen Vorjal>rs)'erlöde ein.Rückgang .von. 2.2 Prozent, bei den Kaufhäuseru voll 2,1 Prozent. Der ü.i'rtste-Rückgang, enlsalte in bei- .den knlegl'rien ans den Riärz. der allein mit , I>. bzio. l-l Prozent l, inter demP' c> rjaI > rs11a -, d zn - , riiclgeblieben sei. Dagegen zeige der April allein einen Ziigäng um I'.' bzio. - .13.x. Prozent. .Beide 'Vorgänge -rührten i'or!-el,inli>l, uns der -Vexs.iiie.'iing des' L.itergeschäils her. Ein Bergt e l ci, der Umiatzenlioicllnng zivischen 'A'> g r e nn n d -k n n s l> ,'i n s e r n. einerseits und F a cl, - ge i cl, ,'i.i l e n andererieils. der insbesondere für die Gruppen Derlilien lind .'Vellefdinsg durchgeiülirl ivorden. sei, liabe era>-ben. dasi si.cli die Ilnija.tze der bllalennnd. .ilgu'h.inß'.r. erheRI-icl,, 1111.-. gunitiger. als die der' Fautzzesäi-ül/ entwickelt liäl'len. iiänilicli bei den 'B'iicenhaii'ern. mij einem Rückgang nni bei den kaii'lian>ern inii ".2 Pcozenl.- ivährend die Derlilnnlige'cliä-iie einen Z11- . inacli-'- von 3.1 'ltz-ozenl lialien lniclien. können. N'ol>ei 'ßclj die'e /Pillen.an' Mär; und April ' 1935 zn'amiNen bezogen. DieUmsatzsteuer-V ergünstigung im Grosshandel ,,.',nh.'./l,,oadA-,ie/,.-■ die Do-ges-prcsß-berichte!. ii.>ch Besprcchichgeu im ll.cnlis'inan zniinislerlilm eine