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Central-Verein-Zeitung · 1935-06-04 · 23 (4.6.1935) · page 15

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
14 (1935)
Issue
23 (4.6.1935)
Date
1935-06-04
Page
– (sequence 15)
Language
German
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C.-V.-Zeitung Nr. 23 4. Beiblatt 6. Juni 1935 Kunstschau in Stettin Im ' Rahmen des hundertjährigen- Bestehens ihrer Synagoge veranstaltet' die Stettinen. „Gemeinde eine jüdische Llultur- und Kunstschau. Die. - Ausstellung umfaßt außer einem umfangreichen Ätatcrial au.'gemeinde- und familiengeschichtlrch. interessanten Urkunden (Bürgerbriefen, Stammbäumen/ Militär- und Ehrenurkunden) auch ^eine Reihe von Kunstwerken aus pommerscheu Synagogen- und Privatbesitz, die den Titel einer '„Kunstschau" rechtfertigen. . Relativ klein äst die, Zahl, der ausgestellten Gemälde. Auf der einen Seite sind.es jüdische Jämilienporträts, meist Arbeiten des 19. Jahrhunderts, darunter zwei gute Bildnisse von der' Hand der Brüder Henschel - Breslau, und ein besonders feines Pastell (Kopf eines alten Inden) dos 18. Jahrhunderts, auf der andern Seite Werke von jüdischen' Künstlern der Gegenwart. Leider war kein einziger Liebermann aufzutreiben. ' Aber Lesser U ry ist mit Gemälden in Del und. Pastell und mit Radierungen vielfach vertreten, ferner Hermann S t r u ck. Rudolf L c v y und unser, heimischer Maler Jnlo Lev in. Die moderne Plastik repräsentieren die Wachsfiguren . von Ella G i l d e -Mar x, unter denen die Illustrationen zum „Ostjüdischen. Bilderbogen": „Wenn der Mebbe tanzt" und „Königin" besonders auffallen. Ihr eigentliches Gepräge aber empfängt die Ausstellung durch die Fülle der aus Stettin und Umgebung aus Synagogen und Privatsammlungen zusammengeströmten Kultgeräte. Ein Sabbat.h-Tisch mit allem dazu gehörigen Gerät ist aufgebaut. Und überall von . Tischen, Wandbrettern und Schränken leuchten-und funkeln Lecher und BessoruimbüchsemSabbath- und ' Ehanuckaleuchter, Beschneidungsgeräte, . Hawdalahteller und Pesachschüsseln aus Messing und Zinn mit Inschristen und figürlichen Darstellungen, große Levitenwaschgefäße aus Kupfer, Thorakronen und -schilde, „Jads" aus Silber und Messing. darunter köstliche. Arbeiten des Rokoko und Empire. Ein ganz eigenartiges Stück verdient besondere Erwähnung: eine, siebenteilige Sahbath-Oellampe,' der Oelbehälter in Form einer Taube, meines Erachtens eine Bronzearbeit romanischen Stils.. .. Dem Metallgerät reihen sich Textilarbeiten an: Alte Brokatstickereien auf Thoramänteln aus . Stettin und Greifenhagen. Ein besonders reizvolles Stück ist ein Tefillinbeutel aus Breisach, -mit Seide und Brokat gestickt, laut Familienüberlieserung 600 Jahre alb. Endlich die Abteilung Graphik und Bucht Hier finden wir außer den schon erwähnten modernen Radierungenvon Ury und Struck eine - Reihe von Kupferstichen-und Lithographien des 17. bis. 19. Jahrhunderts mit Darstellungen biblischer Themen oder jüdischer Persönlichkeiten. Ein Kabinettstückchen ist eine gotische Miniatur ° des frühen 15. Jahrhunderts. Unter den Bibeln ist eine Kurfürstenbibel von 1715 mit vielen zeitgenössischen Kupfern, auf dem. Deckel zwischen prachtvollen Beschlägen Moses mit den Gesetzestafeln. Ein köstliches Stück ist ein hebräisches Gebetbuch mit reichen Silberbeschlägen, die die Stifterinschriften tragen (die älteste von 1709). Auch das älteste Buch aus Gemeindebesitz von ca. 1580 und noch so manches interessante und' rvertvolle Stückverdiente Erwähnung. Ein reiches Material ist also zusammengetragen worden . Und wenn.auch die Künstler und Handwerker, die dieses Gerät schufen, diese Büci)er illustrierten, durchaus nicht alle Juden waren:" denoch wehtaus dieser Ausstellung ein Hauch jüdischer Geschichte und Tradition, jüdischen Kults und jüdischer-Kultur hinüber in un- - sc re Gegenwart. Dr. Kmmy Weltmann-Stettin. Bibliophile Arabeske THE W O R KS Alexander Pope, Efq. VOLUME III. Auf diesem Titelblatt steht indem Nebeneinander de_s Gedruckten und Geschriebenen lebendig gelebtes; Leben zu lesen. Man .muss seine Sprache jtur verstehen,'1 dann ‘erzählt es von einem leidenschaftlich aufstrebenden jüdischen Dasein, das sich in Schmerz lind , Unglück, verlor. Ein kleines Stück der jüdischen .Geistesgeschichte' ist mitenthalten.Und von der echten Bibliophilie spricht, es. die alle Leidenschaftlichkeit des Wunsches und alle geniesserische Freude am Besitz des Buches gekannt hat. Der Glanz und das Elendeines Bücherfreundes steht diesem Pope-Band im Titelblatt aufgeschrieben. Er gehört nicht zu einer der grandes editions des. englischen. Schriftstellers, die von den berühmten Künstlern des 18. Jahrhunderts mit kostbaren Stichen geschmückt wurden. Aber er ist auch nicht von den billigen und minderwertigen Ausgaben Pöpes, die die. Buchhändler schnell herausbrachten, um dem .modischen Lesehunger nachzukommem Es ist eine ordentliche, zuverlässige Ausgabe, die dein kundigen Leser einen fehlerfreien Text in die Hand geben will und diese "Qualität mit braven und ansprechenden Kupfern unterstützt. Mit schöner Lateinschrift, hat der Besitzer seinen .Namen eingetragen. Er hat ihn nicht beliebig irgendwohin gesetzt. Er hat ihn sorgsam eingeschrieben, mit augenfälliger .Mühe bedacht, dass er das Schriftbild nicht störe und sich.ihm einfüge. Auch, die Handschrift ist nicht irgendeine. Sie kommt aus der besten Schule der Schönschreibekunst. Die Kalligraphie war damals wirklich noch eine Kunst. Und Petzhold, bei dem Ephraim Kuh sie gelernt hat, war der grösste Meister unter den zeitgenössischen Schriftkünstlern. Der. Schüler soll den Lehrer bald übertroffen haben, und die Freunde rühmen ihm nach, dass seine Schrift sich nur schwer vom Kupferstich „habe unterscheiden lassen. Die Hand, die mit solcher Vollendung die Bogen, der Lateinschrift auszog, war früher an das hebräische Kursiv gewöhnt. Denn der Vater hatte den Sohn Ephraim zu jüdischem Lernen erzogen, und nur mit Widerstand fügte er eich, als er Kaufmann wurde — um in seinen. Mussestunden Dichter-sem zu können. Dazu braucht man Vorbilder, und inan braucht sie besonders stark, wenn man der erste Jude sein will, der moderne deutsche Geschichte schreibt. Bücher müssen helfen. Die Klassiker haben alles-gekonnt, man muss sie studieren. Man muss sie besitzen! Die grossen Franzosen Und Italiener, die Lateiner und Griechen, die Deutschen und die Engländer rücken aus dem Laden des Buchhändlers und des Antiquars an und formieren sich zu stattlichen Bücherreihen. Unter ihnen steht irgendwo auch unser Pope. ‘ _ Kuh geht nach Berlin, in das Zentrum geistigen Lebens. Er verkehrt ' in dem Kreis Mendelssohns, Lessings und Ramlers. Erv ist einreicher junger Mann. Ein Dichter und ein' Verschwender, den die verlore.no -Summe, nicht reut,. Wenn der Ertrag ein Epigramm ist. ~ -• Der SchwätzerMilbach überhäuftmich-alle Morgen, Und schwöret, niemand liebemich sosehr.-- .;;■ •■.!■ Als er. Ich will ihm zwanzig Taler hofg-rrp- - - \ Dann sehe ich ihn gewiss nicht mein;. ' . Er ist iiberströinende Güte, der die Armen beschenkt und Kirnst ler uyid ^Studentenunterhalt Ob' er die. Maxime da/.u_ aus. unserem ■ Pope hatte* . So wird die Selhstlieh zu'r geselligen.. Zur.--göttlichen getrieben, und heisst dich auf deines Bruders Glück dein eignes bann.' Ist dies zu wenig für dein grosses Herz? Schliess auf dein Herz! Umspänne ganze Welten von Vernunft Von. Leben und Gefühl, und fasse7.sie ln einen, kurzen Inbegriff der' Güte! Die Bücherrechiningon werden .immer grösser. Und sie bleiben sinnlos hoch auch dann noch, als die Mittel sich erschöpfen. Er ist immer »och davon besessen, die Grossen des Geistes^ in. kostbaren Originalausgaben zu besitzen, er ist immer noch auf der Jagd mich seltenen Büchern und ' hat immer noch Geld für einen schönen Einband. Als das Vermögen sich dann Wirklich ganz misgegeben hat, ist ihm seine Bibliothek gebliehen. Böse Prozesse, -ungerechte Verdächte, das. Zerwürfnis mit dem reichen Onkel Veitet Ephraim.- dem Münzjuden Friedrichs des Grossen — Kuh verlässt Berlin, er gellt auf Reise» und Witt in der Ruhelosigkeit des Wanderns die Ruhelosigkeit und Unrast seines Wesens besänftigen. Die wichtigsten Bücher, eine kleine Auswahl, die das Wesentliche enthält. möchte er mitiietniieii. „Zuerst nahm er die Bibel und legt sie mit stiller Andacht in den Koffer; sie sollte das Bretterhaus weihen, in das er seine Freunde schloss"; und immer mehr. Bücher folgen, von keinem möchte er. sich trennen. So, viele von ihnen bedeuten ihm etwas, was er nicht zurücklassen ' kann. Mit Kisten von Büchern gehl er auf die Reise und verteidigt ihren Besitz gegen die schlimmste-Not und Entbehrung, ln Breslau, wohin er schliesslich zuriickkehrl, verfällt er dem Wahnsinn, ui dessen lichten Momenten ihm der Genius, wie später einem Grösseren, tiefe und schöne ■ Dichtung eingibt. . - . Wie weit ihn in seinem Leben unser Pope-Band begleitet hat, wissen wir nicht. Auch Josef Haltern, dessen Namen das Buch dann trägt, gehört zum Kreise Mendelssohns: Habent sua fata libelli! Kbusuiid. SIH ONINJ VXNOD 8 A Y S. RAL LO N D O N, Printed for A. Miil a r; JT and R. Tonson H. Lintot; and C. Bathurst. Aus den Katalogen Deutsche Buch- und Kunstantiquariate legen in diesen Tagen ihre . Lagerkataloge vor. Aus allen Teilen Deutschlands vernimmt man, auf .welche Gebiete sich die einzelnen Firmen spezialisieren. Arthur C o 11 i g n o n, Berlin NW 7, versendet seinen neuen Katalog, der im Zeichen der Kunst steht. Besonders die Architektur, die Gartenkunst und das Kunstgewerbe sind .in interessanten, Dingen vertreten. Auch das Leben und die Werke der Künstler Spielen in Briefen, Bibliographien und Tafelwerken eine hervorragende Rolle. Eine Auswahl aus einer bekannten süddeutschen Kupferstich- . Sammlung, die den Kunstfreunden Gelegenheit gibt, gute, alte Abdrucke preiswert zu erwerben, enthält der Katalog Nr. 793, den J. Franks Antiquariat, Ludwig Lazarus (Würzburg) herausgibt, Während sich das Berliner Antiquariat ‘Leo Liepmannssohn, Berlin SW 11, in bekannter Weise auf die'Selten-. ■ heiten aus allen Gebieten der Musikliteratur vom 14.-bis 19. Jahrhundert spezialisiert. Sie entstammen zum Teil aus. den Sammlungen der verstorbenen Sammler Geheimrat Professor Dr. Max Friedlaender und Dr. Werner Wolffheim. Das Verzeichnis 51 des Antiquariats Martin Breslauer, Berlin W 8, enthält Bibliothekwerke aller Wissens. . gebiete und in verschiedenen Sprachen aus der Bibliothek der Kaiserin Marie Luise, zweiten Gemahlin Napoleons I. und späteren Regentin in Parma, Piacenza. und Guastalla. Bemerkenswert der Umstand, dass sämtliche Bände in Rot- Halbmaroquin gebunden, die Guiifren' M. L. mit- Krone tragen und völlig unbeschnitten sind. Städteansichten und Uniform- und Kostümstiche enthält Katalog 60 von Karl & Faber, München 2 NW, und im Katalog wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass alle angezeigten Stücke meist einmal nur auf Lager srfw. Auch Kunst- und Kulturgeschichte , Lagerbestände des Hauses. Das Antiquariat Alt i» a n n G. ra. b..H„ Berlin W 63, betitelt den Katalog 37 „Deutschland — Ansichten und Pläne Ihrer Heimat.“ Ein Teil der Blätter, die der Ka* talog nennt, trägt den Dublettenstempel einer grossen staatlichen Sammlung. Während Katalog 38 „Ansichten und Pläne von Deutschland und einigen früheren deutschen Gegenden“ betitelt ist; und Katalog 31 dieser Firma »Bücher und Graphik, Ansichten und Landkarten, .von Europa ausser Deutschland" enthält. Ausserdem hat dieses Berliner Haus mehrere tausend Ansichten aus der Topographie von Merian erworben, die jeder Kunstfreund einzeln erwerben kann. ManÜindet darunter Ansichten seiner Heimatstadt, die in den Jahren 1642 bis 1688 in Kupfer gestochen worden sind und die uns ein getreues, lebendiges AldpttKder alten Architektur der Strntte gebbu mit ihren Mauern und ZinnetC ihren Türmen und Kuppeln-, ihren Toren und Burgen. Nicht zu vergessen das Verzeichnis; das sich mit Ansichten und Karten von Amerika beschäftigt, und in englischer Sprache die wertvollen Bestände von Nordamerika, Zentralamerika, Südamerika nennt.- Den Sammler jüdischer Kulturdenkmäler wird der Katalog 69 interessieren, den Heinrich Stend e r h o f f (Münster i. W'estf.) herausbringt. Er enthält eine kleine, Abteilung „Judaica“ inmitten zahlreicher Dokumente zur Heimatgeschichte und ‘ Kulturgeschichte. Auch Karl W. Hiersemanns (Leipzig) Lagerkatalog * Nr. 633 „Reis.en zu Wasser und zu Lande" mit 1621 Nummern interessiert, in diesem, Zusammenhang, gibt er doch ein sehr umfassendes Bild über Entdeckungsfahrten, Weltreisen usw., und. in der Abteilung „Palästina“ nennt er, eine hebräisch-englische Ausgabe des Ben ja man von Tudela, ausserdem das prächtige Werk von de Laborde „Voyage en Orient“ und vieles ändere. . Schöne" und seltene, moderne Bücher dagegen kündigt das Antiquariat Georg Ecke, Berlin W35, einen Verzeichnissen 101—103 Biographien, Memoiren und Briefe enthält Katalog 59 von Heinrich R o s e n t) e r g , Berlin W 50, darunter Thomas Manns „Buddenbrooks“ in der ersten, sehr seltenen •Casgabe. Auf modernes Antiquariat spezialisiert sich ganz besonders „Das B ü c h e r k a b Tn e 11“, Berlin W 62, dessen neuerer Katalog -antiquarische Ausgaben von Friedrich Gundojfs „Romantiker“, Friedrich Nietzsches .Jugendschriften in der Musarion-Ausgabe und den bei Piper erschienenen Band „Aktzeichnungen, aus fünf .Jahrhunderten“ mit 75 ganzseitigen Abbildungen anbietet. — Aus fünf Jahrhunderten _ datiert auch die reichhaltige Graphik, die der Katalog 17 der Münchener Firma Ed. W a I z ■enthält, und auch ■A c k e r ui a n n i d (München) versendet neuestes Verzeichnis, das im Maiherausgegeben wurde und die stattliche Zahl von 310..neuen Nummern nennt. Von den,süddeutschen Lagerkalalogen sei noch Katalog 1 der Firma Alfred Wi l li, 'Planegg bei München, erwähnt, der überalle. ...Drucke,, Städteansiciilen, Flugblätter und Landkarten unterrichtet. Auktionen An zwei Tagen loste I'aiil G r a u p e die umfangreichen Bestände, des jüdischen Antiquariats 1. Halle (München) auf. Manuskripte,» Inkunabeln, Holzschniübiichcr. 1 Drucke des. 16. Jahrhunderts, Flugblätter,_ Chroniken, dazu Farbstiche, Ansichten und 'eine grosse Zahl von’ Büchern aiis. allen Wissensgebieten kamen, unter den Hammer. Ausserdem stellten sich französische Literatur in schönen Ausgaben, vornehmlich du«.. dein 18. Jahrhundert, mi t Riirbor zur Kunstgeschichte, hauptsächlich Ostasiens, dem ■■besonders am zweiten Versteigerungslage zahlreich erschienenen-Publikum. Gleich zu! Anfang kamen zwi . Soncino-Drucke unter den Hammer, die beide vom Leipziger Antiquariat Hiersemann erworben-wurden. Die Nebiim Rischonim, die früheren Propheten, die Bücher Jnsua. Samuel und die Bücher der Könige, .mildem Koinhient;ir des, David Kirnchi, in hebräische, Sprache," von Soncino 1485 gedruckt, waren auf 2800 RM geschätzt und wurden mit 1100 angeboten, schliesslich mit 1700 HM zugeschlagen. II indelte es sich dpeh um die erste Ausgabe und den ersten biblischen Text, den die Soncinaten druckten, und hinzu kam die schöne IJolzsr-hnittil.Iustration, die vier schönen Kopfstücke, -wodurch gerade diese erste Ausgabe der Netiiiu0 Rischonim .wertvoll ■ ist. Das zweite Werk, ein Erstdruck des berühmten hebräischen Bticti- drnckors r.er«r»|—Moses Soncino, das Befer Mizwot Gadol (Liber praeceptorum mahn) aus dein Jahre 1488, ebenfalls mit Holzschnitten verziert, war auf 1800 RNJ taxiert und. mit 900 RM angeboten, schliesslich mit 1000 RM zugesrhla- '>■ geil worden. — Dr/ Bodenheimer ersteigerte eine si®one Ausgabe der Biblia Lalinu, Mainz ‘1162, von Peter Srhüffler. enthaltenddas 3. Buch der Makkabäer (Liber IT . Machabaeorum X IV„paucis hu - orum rongregatis“, bis Ende XV-40, „eril roiisumniertus“) für 80 UM. Während ein Prachtexemplar des „Flavins .losephus", mit vielen Initialen nach Haus llolledn d. .1., für 30 RM. keinen Käufer fand. Erwähnenswert, dam, noch die Preise für Goethe-Ausgaben: .-ine . neue Ausgabe, von . „Hermann und Dorothea“ in sehr schönem, rotein ..Maroqujrieinband. Bräunschweig', bei Vieweg 1822 herausgegeben, mit Goldschnitt und reicher Vergoldung überall, brachte 185 RM.' Eine Ausgabe des Gesamt Werkes aus dem Jahre 1819,-.i„ der die Neubearbeitung der „Stella“ wesentlich, kam auf 270 RM. Heine ' lag in dieser Versteigerung mit Ausgaben von 1808 und mehreren" modernen Ausgabe,, vor, die „Brief.- aus Berlin“, die „Nordsee“ üsw., gingen zumeist in -den . deutschen Buchhandel. Gerharf. Haup:,minus gesammelte Werke., in- 12 Bänden, waren in ■. der Fischer-scheu Ausgabe, durch. die. Originalrudierung — von Max Liebermann heiss umstritten und gingen als Erinnerung an die Jubiläumsfeier 1933 für 85 R.V1 an SVhuImann. In Paris versteigern Baudoin-Ai| er am 4 und -5. Juni die Rammlungen von Madame et. Monsieur. Arnold Seligmann. Alte und .m-iie G--mälde, unter ihnen 'Bildet"von Franz Hals, Guardi und Lenbacji, . Antiquitäten, Möbel und '.Teppiche. vornehmlich Gobelins der berütunfesleh Manufakturen, zeigen das grosse Sanuneliiiteresse und den guten Geschmack der Besitzer. Die Auktion wird u. a. von Edouard Jonas geleitet. — Dr. 0. B..

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