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Central-Verein-Zeitung · 1935-06-04 · 23 (4.6.1935) · page 6

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
14 (1935)
Issue
23 (4.6.1935)
Date
1935-06-04
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Dnfn<\ -i'ii-nvr Patientin, bei «1<t <■ r Bimi« Ii ge macht halt«'. I ." war «Mn ■ <1rri^(4r-l<iL"-.-. '/i»'^clrii|c- I lan> i111 S1 it di-r . r?«-uii/'i«_r<• r J.ifif«■ des vergangenen .iiilir.hu 1 uJv/• ts., das hinti'i'. ■«•niem .vergilb-rlcn \ o,garten -stand und von zwei hohen. Ahonibiunnen llankierl war. ' .Man wusste niclit, obman «'s eine ■ Sladlvilla od«'r ein Etagenhaus heiss'en sollt«*. Der. Doktor scliln» die («ilterlur am Garteneiugang hinter sich laut zu. Das Schloss klirrte und eine leise 'Erschütterung' schien sirli über die ganze Umzäunung fortzupflanzen. Es klarier -wie ein!«-rin>s Sumüien. Wie er alsdann mit raschen Schritten die kleine Strasse entlang ging und einen stillen, i!ubeh'l)teii, von niedrigen, baumumstandenen Gebäuden ■iiuurebeiu.'-u l’la-G u I »• * r < 111«• rt «■*.;tnr den einige andere Strasseir.s.iei iitorniiLr '“imiiuinlotfMt. konnte mau ihn,, braun-. g«‘l>r.annt- und <TTslisch, .mne ■elegante?' ...Erscheinung nennen.' wenngb'ieli d«M—hellgraue Sommeraiizuir,; dener trug; offen- - sichtlich nirlit-mehr ganzmm war.- Im Weitoriehen bog ev in “.ein«' grn-.m." breite Vo,'^Irsdldras^e «'in, auf der Radfall.mt u ml ■An los luhren Lastkuhi werke» iiber das -Granit,TI :iMr Tteu. D ie Stra sse zeigt«? in «len sie he- II;uh('i ■zeilen m<“ikwurdige IJnnusge- «jliclimihc il. Im II nd sal i man die . hoh«' Kuppel «■ilirs öff« “Ulli clum ( ieliiuidi's avör-, über eine Strassen- «lurchfali i •t laufeiul. (fei) draht umzogenen, überhöhten Damm ö< ii'len l l'üseuhäliulinieii i, die zum llnupthaluihof t'iilirtrn. Im Vorde ' Strasse von nie«!eigen, \ illcuarli ll.ius« 'reu Vorgärten vor eini- “Il 1 “i“ Strass« eitorimg gefallen waren, wenig zi impi'ilicli und wie in sich zusamnu'ii'g iikon c iastandei ii. Dann schlossen sich hohe. «'th den Eis«>nbahn(lamiu zu iolglmi < hiill-h; i Koni or<“».und Läden; Milten- «Irin IW. d dort , zwisclu'U den dunklen Bh'iirlnj'ii i dm- Nachbar beinahe - eingeklemmt,. kh’in«'. ii in di ige ii; aus einer Zeit stammen mm-li t«'if. «h’r. g leicli hin iler di, -ser Strasse di«' Wiesen uml Sch; i r w i “i.leil t les Sfmll randi's äuge fangen-, hatten. Je Wfil««,“ «I Doktor in dr-r Richlui ig gegen den Eisenhahn- «lamm zu kam. <l«‘s Io «lichte e der Verkehr. Eine er- Gaunli.li M« Fussgi Ungern war zu sehen, hehillli-T B «t mil »•«'mieten Gesic Idolü und mit Pfeif«'» im -Miiml, \rh eiter. «Ii«- in Grupp«'» nach .Hause ging«'», Frau«“!) i nil zieeii. hl .allen Schürzen, die klein«' Kin- -<W-aii-< Imr Hand führten. ■Damen, die Hoch rasch mk. iitife t. i'Mirglen . -breit schultlig«' SAH.eilte im ixl und , lachd.'nk lidi «1 schaue,,de («escliäftsi'«*is('iv(l«' mit Map, »«'ii iinle Arm, die sich..Heeiltmi. der Ni Un? eiyi'U letzte ii Auftrag herauszulioleii, «' <1 anir Ix “i'uhigt auf cteii tmlien Bier kotier -gehen und sich unter sch; iltigi'U K astaui« “ii ausruhen könnten. Der Doklot ■ geriet. ganz gegen. seine (ii'wolmlieit in ein immer 1anesamor.es Schlemlem. aber durch alle seine Zerslreütlu'il hindurch Verfass er .nicht, manche unter den Vorüber-- «feilenden ^aufmerksam zu .befrachten- und sich .mehr als eine kleine Lelieiisgeschiclile zu dem einen oder anderen Gesicht dazuzumnlen. Kr blit'b schliesslich vor einem Tabnkladen sieben und sah'''mehrere-'Minuten lang; ohne sich zu regmi, iij «ii«' Auslage. Dann, wie wenn er sich vor sich selber für 'dieses' unnütze Slehenhleihen mitten am it<“!lichl«“u Naclmiillag entschuldigeu wollte, betrat er plötzlich den Laden und kauft«' sieh für. wenige Pfennige'- «>in«' kh'-in«' Schachtel .,Spnrt"-Zigaret'ten. Kr war ganz stolz auf >oino rasche Tat und nahm die Miene «'iites zum- WeilergHu-n grimmig efiisrhlosseneh Menschen an., Aber .nach.'-wenigen Schrittenblieb ec vor dem AusIageTenster «‘inos grossi-n /(;iliim;shMus('s schon “wieder stehen. ' Die Wettervorhersage war sehr gut. Kr las ein paar Zeilen in «'ineni der Iiinler «lein Sciiairfl'nster ausgehänglen Zeiluitgshlatler. alter «im 'I'exI würde ihm bald langweilig. Die .Bilder vom Tage’ inl«'i'essi«'i-|eil ihn 'herieutend.'mehr.. Aufregende 'Abbildungen von «teil. letzte» Fusshallwe|tkiuupfen w aren zu sehen; die grosse Flollenschau, die in Swinemüiiile xmninslallrl worden war. «las Foyer der Dresdner Oper mil «len vi-'Ien Klir«'iigäslen vor der -Fest-, aiiffüliniug von „Lohengrin", die neuesten 'Typen englischer Verkehrsflugzeuge, und d«Mall«'Herr Barthou, der auf ' eine», Sola sitzend ahgi'bildet war und der sich mildem polnischen AnsseinniniskT u'iid «lein Marschall Pilsudski in einem,- «len («'«'sichlerü nach zu Schlüssen. nicht sehr anregenden Gespräch befand. Einigt“ andere Leute drängten sich hinter ihm an «las TVnster. Kr trat zurück und blickt«* über die Strasse. .'■■■'• ° ■ Auf der gegenüberliegenden.Seife des Fahrdamins saii er «'in jung«'-', hellgekleidetps .Mädchen. \ou vermutlich' ’ etwas, mehr als zwanzig Jahr«’» ziemlich.'rasche wie r.» "ihm schien, nach.der Richtung zu gehen, von der er gekommen war. Das Mädchen ging bei dem schönen Wetter ohne'Hut oder, eine sonstige Kopfbedeckung, so dass man das dichte i»lo.u«l'',,efu wenig. röUieli schimmernde Haar und das volle, weirlie, Jda.s.sfarbige lies.irbt mit .den grossen, glanzlosen . Augcii, einer starken, vorspringenden, nach abwärts gebogenen Nase und deni breiten, runden Mund-deutlich genug sehen konnte. Jm Grunde genommen war es merkwürdig,, dass das alles so haargenau zti sehen war, beinahe bis iu das letzte geheimste Uautfältehen hinein. Das helle Sonnenlicht des allmählich dem Ende sich zuneigenden sommerlichen Nachmittags konnte nicht schuld daran sein, denn es . war nicht anzunehmen, dass es„veranlasst sein sollte, mit besonders unbarmherziger Gnade ausgerechnet auf das einzige Mädchen herahziileuehten, währenol. es alle anderen Passanten -..beinahe“ ini Schatten liess. Yielhuiüil lag es an der leichten, weissen Bluse und dem ebenso weissjen Rock und (len weissen, dünnen .Strümpfen,die das Mädchen trug? Konnte es. seiny dass sie wie ein Reflektor wirkten? Die . Astronomie aus, dein' grossen Museum gab darauf keine. Antwort es war töricht, sie von ihr zu verlangen. Jedenfalls bewirkte, das Woisse der Kleidung, dass die hohen Brüste des Mädchens, der breite Leib, die Hüften und die Schenkel mit einer unerhörten Auffälligkeit in die Erscheinung traten. Jede einzelne Form geriet ins Schwellen', und ins Beben wie von einer fernher' wirkenden—fast-un- ■ merklichen Erschütterung und nichts blieb verhüllt. Die ganze Figur schien, je-länger man sie betrachtete, um so mehr ins Stattliche und beinahe Ueberlebensgrosse sich auszudehnen. Die zierlichen, unscheinbaren; Sommerhalbschuhe, die das Mädchen trug, klapperten vernehmbar,, wie wenn sie mit Eisen beschlagen gewesen wären, durch den Lärm der vorüberfahrehden 'Automobile"hindurch.' lieber eines; war der Doktor keinen Augenblick im Zweifel: dass es «'in jüdisches Mädchen war. Wenn gar nl'chls anderes darauf hingewiesen* hätte, so hätte es allein der Gang und die Haltung beim Gang tun können. Der Dberkör'per mit dem Kopf War im -eiligen Laufen nach vorn geneigt, der Blick der grossen, glanzlosen Augen, ohne auf rechts und links /» achten, fern ins Weit«* gerichtet, djir linke Arm mit. einem kleinen Täschchen fest au den Körper gedrückt. Der .Schritt' aber batte das leis«> hin und her Wiegende und das hastig Trippe Indo und zugleich langsam Schleppend«', «las vielen' Jü- .diiinen eigen ist. Man hatte. deir-Eindruck, als ob nnsichlhare Gewicht«? an den Fersen hingen.- I)i«\ Linie d(*s Körpers war durch dies«? einander entgegengesetzten Bewegungen-'in ihrer Einheit zerstört, sie erschit'ir wie g<>- brorhen. Der Doktor schloss für einen kurzen Augenblick die Angen, die ll«'ll«' blondefe ihn. Als er sie wieder "öffnete, sril, er das Mädchen nield mehr.. Sie musste wollt einige'Schrill«? weiter in der Richlung, der sie zustroble, gegangim sein. Der Erdboden konnte sie nicht verschluck« haben. Ihr helles Kleid'musste,-auch-.wenn sie allmählich, wie es nicht anders vorzustellen war. sich weiter und weiter entfernte,.die Stelle,.-an der sie sich, eben befand, genau erkennen lassen. Die Atmosphäre war klar genug, und man sah fast jeden einzelnen Bässautinj die ganze Strasse eutlang. Aber nichts Weisses war zu entdecken. Der Doktor überlegte,- ob er nicht den Weg, den er. gekommen war, schleunigst wieder zurückgehen sollte, aber der Gedanke War ihm-denn doch zu kindisch. Kr sah auf‘die Uhr. es war schon später geworden als iiun lieb sein konnte, und so sprang er mit einigen kurzen Sätzen auf die von der nahen , Haltestelle eben ahfaheende» Strassbnbahn, die' ihn nachhause brachte. Seiner Mutter erzählte der Doktor, während des Abendessens und nachher, von der Begegnung• nichts. Aller nachts, .als alles ruhig war, und am nächsten Tag, während er seiner Praxis uaeligiiig, i'iherducfib? er, was wohl die Erscheinung, des Mädchens zu bedeuten hatte. An Geister glaubte 'er nicht und noch viel weniger an eine 'besondere geistige Verwirrung seim'iseitsT dazu fühlte er sich, zu gesund. Aber was war es dann au der Wirklich keil, «las ihn ungezogen halle? Eine Schönheit war «las Mädrhe» niclit gewesen, wahrhaftig nicht, das könnt«' niemand behaupten, w.enn auch ein g«>w isser sinn- . liehet, Reiz von der vollen Kcscheinjing ausgegangen si'iu mochte. Aber «las konnte der («rund nicht si'iu oder, wie er, zu sich si'lbsl gewandt, skeptiseherweis«' hinzu fügte. lHchl ch'r einzige uml eig,?ntl>elTT? Gründ, das wusste er genau. Wenn er sich die ihm wie in einer Art von Transparenz gegenwärtigen Gesiohtszüge d«'s Mädchens ins Gedächtnis zurückrief, musste er zugeben, dass, sie, ■ landläufig.gesprochen, grundhässlichwaren. Den Blick der grossen, glanzlosen Augen konnte inan, wenn, man SV.lüTrf urteilön_ wollte, ge adezu stumpf nennen. Aber er batte sich seit langem schon jedes scharfe Urteil über Menschen, vor allem aber über Mädchen und Frauen, das nicht in einer dur«'hdringenden Erfahrung und offen und vor allen Augen begründetwar, abgewöhnt, * enn er auch nach aussen hin und gewissermasserr, um sich nichts anmerken zu lassen, gelegentlich auf den handgreiflichen Wortschatz seiner Vaterstadt mit einer nicht immer und. ohne weiteres verständlichen Vorliebe zurückgriff..- Also, die „Stumpfheit“ wollte er nicht gelten lassen. Hir ihn , war ein unerklärliches „Mehr“ im Blick des Mädchens gelegen, eine Hintergründigkeit gleichsam, über die er, vorderhand und vorläufig nur, wie er hoffte, nichts oder so gut wie nichts auszusagen wusste. . „ Am übernächsten Tage besuchte er .wieder jene aita M)ame, die in dem ziegelrotem Haus mit den zwei flau-« klonenden Ähornbäumen wohnte.; Er richtete es mit dem. " AVeggelicn so ein, dasses genau die gleiche Nachmittagsr - - stunde war wie zwei Tage vorher und erwar . närrisch genug, sich in jener Vorstadtstrasse auf denselben Fleck zu stellen wie damals und auf die andere Btrassenseite zu starren—Glaubte er an die Wiederkehr des Gleichen? Er erwarteter buchstäblich, dass sich ein Wunder ereignen würde. Denn wenn er auch“nur einen Augenblick bei vernünftigen Sinnen war, musste er sich darüber völlig klarv sein, dass niemand und nichts, was dem Mädchen auch nurvon ferne ähnlich gesehen hätte, strassauf und strassab zu bemerken sein konnte. Im lässigen Herschlendern hatte er sich eingebildet, den wahren Grund fgr sein selt- sani erregtes Interesse gefunden zu haben. Er wollte sich erinnern, dass in dieser-Strasse eben um die Stunde, in der er sie vor zwei Tagen passiert hatte, eine beinahe unspürbare, aber dem feiner Empfindenden gleichwohl offenkundige Luft von Judenfeindschaft gelegen hatte. Die Erscheinung des Mädchens;war auch' zu auffällig gewesen! Alles, so meinte er,-sei stehen geblieben, die Weiber natürlieh zu allererst, unjd habe hinübergeglotzt und leise get»schelte Bemerkungen, die nicht weiter nfissverstätndlich sein konnten, habe man schon da und dort hören können. Ein Mann oder zwei Männer, das wusste er nun selber nicht, mehr genau.anzugeben, seien dein Mädchen mit grobschlächtigen Schritten nachgestiegen und es habe so ausgesehen, als ob es der eine, von ihnen mit einer rohen Bewegung'vom Fiu-steig herUnterstossen wollte. Deswegen also war das Mädchen so rasch gegangen! Deswegen lag so viel Bemühung in seinem Schritt und in seinem gleich-- sinn ins Weite entfliehenden Blick! Und da er nun schon einmal im Träumen war, so dichtete er vollends dazu, dass er rascii Tiinzugetreteu sei und mit einer herrischen Anrede, wobei er allerdings innerlich vor Eri-egung zitterte, die ljeiden Burschen .zürechtgewiej&jii hätte, so dass sie - dem Mädchen die Bahn freigaben.*^Nnr um ihren Rückzug nach den für solche Strassengefechte vorgeschriebenen Kunstregeln zu'decken, hätten sie noch ein paar mürrisch horvorgestossene Schimpfworte gemurmelt und seien dann wie die armen Sünder abgezogen. . Aber das war alles Unsinn. Er überzeugte sich selbst davon. Friedlich im Licht des Sommernachmittags lag die Strasse da, diesesmal wie das vorigemal und die Passanten dachten nicht daran, fremden Mädchen nachzusehen und Jüdenfeindliche Bemerkungen zu machen. Seine reichlich überhitzte Vorstellung war nichts anderes als ein Wunschtraum. Er war sehr ärgerlich über die Pliantasmagorien seiner Eitelkeit und als ihn am Abend nach Tisch seine Freundin besuchen kam, ein quicklebendiges, 'schlankes, schwarzhaariges Ding, diis^eFäTüf denfTennisplatz kenneugelernt hatte, eine Gymnasiastin, übrigens, die nun eine Haushaltungsschule besuchte, da beschloss er, zur Strafe für sich gleichsam, ihr die ganze höchst lächerliche Geschichte zu erzählen. Sin lächelte auch wirklich, als er seine Erzählung beendet hatte, indem sie die Lippen, missbilligend öder spöttisch, das war nicht zu unterscheiden, hochzog, aber sie gab vor, die Sache sehr ernst zu nehmen. Der Schilderung nach, meinte sie, habe das Mädchen eine gewisse AehnTichkeü; . mit einer jungen Dame aufzuweisen, die Kär^seit langen Jahren .kannte und die unter seinen Altersgenossen immer ein wenig gering geachtet gewesen war. Sie nannle-ihren- Namen und stellte fest, dass sie tatsächlich in jener Gegend der ziegelroten Stadtvilleii wohnte, nach der.das Mädchen an dem fraglichen Nachmittag-gegangen-w’ar. Der Zufall wollte es, dass der Doktor eben diese junge Dame-am nächsten Sonntag beim Tennisturnier unter den ' Zuschauern am Drahtgitter stehen sah. Sie hatte eine von der Sonne rötlich schimmernde Haut und setzte ständig ihre gelbe Hornbrille bald auf und bald ab, mit nervösen' Bewegungen, die zu ihrer sonstigen teilnahmslosen Ruhe nicht recht passten. . Karl richtete, um nicht unhöflich zu sein, Oinige gleichgültige Worte an sie, aber es stand für ihn von der ersten Sekunde an, als er sie gesehen hatte, fest, dass sie mit jenem Mädchen nichts, aber auch gar nichts zu tun haben konnte. Das Ablenkungsmanöver DER MORGEN ist die Monatsschrift der deutschen Juden. Dr. Kurt Singer, Jüdischer Kulturbund, "'Berlin, schreibt-. Ich bewundere die .Vielseitigkeit, mit der hier das schillernde Bild des Gegenwartsjuden in einem Bremspiögel eingefangen ist,, wie Probleme, die uns zutiefst bewegen, von klugen und vorqusblickenden Menschen behandelt werden. Ich habe die Hefte mit ihrem freundlichen Gewand, mit ihrem ^ernsten und fesselnden Gehalt lieb gewonnen. DER MORGEN ist rici^ir^weisend für die wesentlichen Fragen und Strömungen der deutschen Dr. Alfred Neumayer, Oberstlandesgerichtsrdt, München, scKreibt: Der durch Julius Goldstein geschaffene hohe Rang dieser Zeitschrift {ist weiter beibehalten worden, so dass sie ein repräsentatives Organ des deutsohen-Tu^ dentunis geworden ist. „Der Morgen" ist in Deutschland DER MORGEN muss von jedem gelesen werden, der AnteiJ an der Neugestaltun.gädes deutschen Judentums nimmt. ~~~ leo l. Lessmann, Israeelitisches Familienblatt, Berlin, schreibt: „Der Morgen" ergänzt gewissermassen die mehr der Massenverbreitung dienende jüdische Zeitungspresse. Aehnlich der publizistischen Rolle, die der Bubersche „Jude" in seiner besten Zeit spielte, nin\mt er als Tribüne für die Besprechung grundsätzlicher Fragen jüdischen Interesses eine DAS JUNI-HEFT bringt u. o.-. Lösung und Lösungen / Vom geistigen Anteil der Juden im deutschen Raum von Margarete Susmann / Die Stunde der jüdischen Philosophie van Fritz Heinemahn / Der Ruf von Jakob Picard / Jüdische Gestalten im—Lebenswerk Thomas Manns von Heinz Berggrün / Die neue Berliner Bibel von Ludwig Feuchtwanger I Das he- - bräische Theater j Auswechselbare Gesinnung / Gedichte / Glossen Presseschau / Buchbesprechungen Einzelheft 1M. Jahresabonnement bei Voreinsendung des Betrages M. 10.80 Wäre „per Morgen" nicht da - er müsste geschaffen werden. aus dem geistigen Lehen der Juden nicht wegzudenken* bedeutungsvolle Funktion im Leben der deutschen Juden ein. Philoverlag lind Buchhandlung Berlin W 15, Pariser Strasse 44. Fernspr. J 2, Oliva 1375, Postscheckkonto Berlin 83512.

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