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Central-Verein-Zeitung · 1936-12-24 · 52 (24.12.1936) · page 2

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936)
Issue
52 (24.12.1936)
Date
1936-12-24
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Abschied von Adolf Heilberg Stillschweig knüpft hier an Gedanken-an. die Politis 1933 vor dem Völkerbund entwickelte. PolitiZ prägte damals die berühmte Formel von den „latent or sleeping minorities“, die auf zweifache Art „through their own act or that o{ ihe state“ zum Leben einer eigentlichen Minderheit erwachen könneu. Für den gleichen Gedanken hat man in der neuesten Publizistik in noch glücklicherer Formulierung die Dreiteilung in „entstehende, bestehende und vergehende, Minderheiten" befunden, eine Formnlierrnig; welche hie nationalen und seelischen Differenzierungen im europäischen Judentum am klarsten erkennen, läßt. Während, die Juden des Ostens zweifellos b e ft e h c n d e nationale Minderheiten sind, sind in anderen Ländern nationale Minderheiten im. Entstehen begriffen. Teils werden sie durch die staatliche Gesetzgebung ds kaeto geschaffen, teils entstehen sie durch eigenen Willcnsentschlnß, wie. in der GSR, wo die ursprünglich zahlenmäßig geringe nationale jüdische Minderheit zu einer beachtlichen Volksbewegung geworden ist. In den großen Tenwkratien des Westens dagegen schwinden mit zunehnlender Assimilation die letzten nationalen Neserväte einer vergehenden Minderheit. Im dritten Abschnitt seiner Arbeit behandelt Stillschweig sehr eingehend im einzelnen die Rechte, die den jüdischeil Minderheiten nach den Verträgen. zustehen. Aus einer Fülle von Einzelheiten ercftbt sich das Gesamtbild der- Rechtspositivnj welche die Juden in Osteuropa gegenwärtig im Rahmen der Abkommen einnehmen; viele Fragen, denen wir in der großen Politik begegnen. werden eingehend untersucht und dargestellt. Tie Probleme der Staatsangehörigkeit, der Schächtfrage, der. Religions-- und Sprachfreiheit sowie des wirtschaftlichen und äkadenüschen „mmerus clausus“ und des Boykotts werden recht systematisch und in ihrer praktischen Auswirkung dargestellt. Besondere Kapitel sind dem jüdischen 'Schulwesen und der Kulturautonomie gewidmet. Kranken-Versicherung t Zuverlässige Berufung . Beffm-WJJmrrsdorf | Auto-, Unfall - und jede «andere Veriicherun g | Gerade dieses letztere Gebiet, das in der Praktischen Arbeit ständig an Bedeutung gewinnt, hätte allerdings durch eine eingehendere Betrachtung sicherlich^rwch gewonnen.' Der letzte Abschnitt des Buches stellt das Verfahren vor dem Völkerbund dar, das nach geltendem Recht bei Verletzung der Minderheitsrechte einsetzen soll. Mit großer Klarheit zeigt Stillschwoig die von den verschiedensten Serien gerügten'Verfahrensmängel unter besonderer Hervorhebung der Schwierigkeiten, die der besoirdere jüdische Standpunkt austreten. läßt. Stillschweigs abschließende Gesamtwertung führt zu einem negativen Schluß: Das Minderheite.nsystem in' seinergegenwärtigen Form hat für Osteuropa im allgemeinen und für die jüdische Diaspora-im besonderen versagt. Auch für wirksame Reform besteht gegenwärtig praktisch keine 'Möglichkeit. Mit diesem pessimistischen Schlrrß zieht Stillschweig resignierend die Bilanz seiner . Arbeit. Ist diese 'Resignation in vollem Umfange berechtigt? Zweifellos ist eine gewisse Stagnation in den Bestrebungen zur Reformierung des 'Minderyeitenrechtes nicht zu verkennen, aber andererseits sind starke Kräfte unablässig bemüht, die notwendigen Verbesserungen zu erreichen. . Auch von jüdischer Seite ist in diesen Tagen dem Ausschuß für die Bölkerbundsreform ein Memorandum' über die Notwendigkeit einer Verbesserung des Minderheitenschutzes im Rahmen der geplanten Reform des Volkerbundpaktes überreicht. Hoffen wir, daß diesen Bestrebungen zur Behebnng vermeidbarer zwischenstaatlicher Spannungen der Enderfolg nicht versagt bleibt. An Schwierigkeiten allein ist.eine Reform noch niemals gescheitert. „Nicht resignieren — sondern reformieren!" Tie Kgl. Phpsikalische Gesellsckiall in L u u/d (Schweden) hat den berühmten hoüändisch-i-üdll scheu Pbynkcr Professor Tr. L. S. Cui in Anerkennung seiner hervorragenden Beiträge zur Entwicklung der Erperimentalphysik znm korrespondierenden Mitglied erimnnt. Ter bekannte Orientalist und Aisvriologe Geheimrat. -Proienor Tr. Carl ' L eh mann - vanpt. bisher Proieifor der alten Geschichte an der Unwernlät Innsbruck, begibt sich jetzt aufeine gröbere Forschungsreise nach Tiflis, um dort an Grabungen chaldijcher Denkmäler teilzunehmen und feine aliarinenischen Studien zu vollenden. Ter Geheime Justizrat Tr. b. c. Adolf Heilberg, bis 1933 Rechtsanwalt am Oberlandcsgericht Breslau,, ist infolge eines Unfalls im 79. Lebensfahr gestorben. Heilberg war eine geschlossene—Persönlichkeit .von eigenartigem Gepräge, gleich ausgezeichnet - durch die Klarheit des Geistes und den.'Reichtum des Könnens wie durch.die Reinheit des sittlichen Wvttens. 50 Jahre hat er als 'Rechtsanwalt. gewirkt untz -7man kann es ohne - Uebertreibnng sagen — geglänzt. Nicht nur in Breslach sondern in ganz Schlesien räumte -man ihm als selbstverständlich die. erste Stelle ein.. Das ehreiivolle - und bedeiitsaine Amt des Vorsitzenden des Vorstandes der Anwaltskammer Breslaii, das er lange Jähre hindurch bekleidete, war das äußere . Zeichen dieses unbestrittenen Ansehens. Gin großer Kreis von Klienten, die allen Schichten der Bevölkerung angehorten, und in dem der schlesische - Hochadel nicht fehlte, hing mit Bewunderung iind Treue an ihm. Sie wußten, mit welcher Gewissenhaftigkeit und Hingebung, mit welcher geistigen Schärfe und juristischen Kunst er jede ihm anvertrante Sache führte, und ivie sein incisterhaftes Plnidvyer Ohr und Sinn der Richter .zu fesseln wiißte. Seine. Stellung. innerhalb der - Gesamtheit der deutschen Rechtsamvaltscl)ast ivnrde durch die wiederholte Wllih! züm Stellvertretenden Präsidenten des Deutschen Anwalt- Vereins -gekennzeichnet. Es gab ivenige Männer, deren Wort in den Standcssragcn der. Anwalt-: scliast so viel Gewicht hatte wie-das Heilbergs. Wenn in den Versammlungen der Bernfsvertretniig der Rcdekampf stiindeiilang hin und her gewogt hatte, erwartete jeder, daß Heilberg das Wort ergreifen,' das Wesentliche vom Unwesentlichen scheiden und den einzuschlagenden Weg kennzeichnen würde. /Ebenso gern aber wurde er - anch auf den Iuristentagen gehört, wo Fragen der Wissenschaft oder Gesetzgebung erörtert wurden. 'Namentlich p.rozeßrechtliche Probleme wußte er mit größter Sachkunde und eindringlicher Neber» legnng. darziistelleir, loie er denn z. B. auf dem Gebiete des Schiedsgerichtswcsens vielfach führend wurde. Wie das Wort führte er auch die Feder erfolgreich, jttub seine zahlreiün'n rechtswissenschastlickien Aussätze in der ..Juristischen Wochenschrist". und anderen Zeitschristen waren stets einer aufmerksamen Leser schul sichr. Als die 'Anwaltskammer Breslau ihm bei Gelegenheit feines 70. Geburtstages zu Beginn des Jahres 1923 eine Festnummer widmete, wetteiferten die besten Köpfe der Amoaltschst, an, dieser Huldigung sich zu beteiligen, und Tarnvwski konnte für den Kreis feiner Kollegen vom Lberlandesgericht sagen, daß er 7,vom Acltesten bis zum Jüngsten in chmßdj/f^icpenswerten. nie versagenden. Berussgenoffe^> und allezeit hilfsbereiten ..Meister", verehrt. Bei den Breslauer Richtern genoß er das. höchste Ansehen. Aber, diese Aufgaben, die die Kraft eines anderen restlos in Anspruch genommen hätten, hinderten Heilberg nicht, sich dem öffentlichen Leben mit stärkster tätiger Anteilnahme zu wid- -men. Als älter zeugter Vorkämpfer freiheitlicher Ideen stand er an der Spitze der freisinnigen Organisationen Schlesiens, die ihm wiederholt die Kandidatur gegen die Sozialdemokratie in Bres-slan übertrugen. Seit dem Jahre 18^7 gehörte er der Breslauer Stadtverordnetenversammlung an, die er von 1915 bis-1923 als ihr Vorsteher leitete. In der Bewegung für internationale Verständigung. in derber ebenfalls sehr tätig war, wußte er idealistischen Schwung mit realpokitischer Einsicht zu verbinden. ohne sich durch die Angriffe .radikaler Fanatiker jemals beirren zu lassen. Im Frühjahr 1933 siedelte der 70jährige als Privatmann mich Berlin über. . Seine geistige Lebendigkeit hatte nicht im geringsten nachgelassen. und das kluge Auge; das seinen eindrucksvollen und nnvergeßticijcn Kopf belebte, leuchtete in unverminderter Klarheit. Run hat . ein sinnloser Unfall es allzu früh für immer geschlossen. - «echt.--»»«»!» Dr. Erich Eyck Am 16. Oktober 1SS3 trat Adolf Heilberg, 25 Jahre alt. in die Reihe der Anwälte beim Oberlandesgericht Breslau ein. Fast 59 Jahre hat er dort geivirkt. Seine allgemeine juristische . Bedeutung ist bereits gewürdigt, Mir. als einem seiner engeren Berussgenvssen. sei es gestattet, einen Rückblick aus das tägliche Arbeitsleben. dieses überragenden und außergewöhnlichen ManneS zu werfen und die feinen menschlichen Züge in diesem beispiellos eriolgreiclien Leben zu betrachten. . ...Adolf Heilberg war..ein Phänomen der Arbeit. Es war ein immer wieder erstaunliches Schauspiel,' zci sehen, was er allein in den 'Vormittagsstunden leistete. Um 9 Uhr pünktlich ivar^er zur, Stelle, mit i'cinem Spott den verspätet hereinstürzenden Gegner begrüßend. In den Pausen zn'ischen den. Terminen l>earbeitete er einen Stoß Akten und hielt dabei eine Art Sprechstunde -für die Kollegen ab. Unermüdlich gab er Auskünfte.v 'Wer irgendeine Entscheidung des Reichsgerichts wissen wollte, dem bczeichnete er mit nachtwandlerischer Sicherheit den'' Band, ja. oft die Seite— wo er sie finden konnte. Er'war — es ist kaum übertrieben. — imstande, mehrere Sachen gleich-./ zeitig zu erledigen. Tabei war er für. eine Unterhaltung über nichtberuftiche Tinge durchaus zu haben, und ich höre noch, wie er manchmal sagte: „Erzählen Sie mir tvas Neues,'- es braticht nicht ivahr zu sein" — damit zugleich seinem Miß»' trauen gegen alle Sensationsnachrichten Ausdruck, gebend. .Seine Schriftsätze tvaren von knapper Eindringlichkeit, sein plastischer, glasklarer Vortrag, die vorbildliche Scheidimg des Wesentlichen . vom Unwesentlichen, machten sein Plädoyer zum wahren^Kunstiverk, und für.nfefe ist eine Verhandlung eines koinplizierten'Rechtsstreits-, in dem Heill>erg sprach,.-eine Erinnerung für das Leben geworden. . . In später Mittagsstunde ging der Mann».dessen Eharakterkopf in Breslau jeder kannte — immer zu Fuß und ohne.Kopfbedeckung nach Haus, - wo et ohne Ermüdung seiner eisernen. Nerven ein gewaltiges Arbeitspensum erledigte, um dann am Abend noch in voller Frische eine Bersammlnng zu leiten. Tie Liebe zttr Natur,.-das Wandern in den. Bergen erhielten ihn frisch. In all seiner Arbeit, unterstützte ihn seine besondere steiivgraphische Kunst. Er hatte schon als Referendar beim Wettschreiben. den ersten Preis erlangt und beherrschte fast alle. Systeme. Bon 1925 bis 1933 führte .Heilberg den Vorsitz in der Schlesischen Anwaltskammer. Llnvvhl er selbst immer behauptete, von der Strafprozeßvrdnung keine . Ahnung zu haben, war es bcivundernsivert, wie er sie im ' Ehrengerichts- Verfahren handhabte,.und wie genau er auch in den umfangreichsten Sachen das. Material beherrschte. Als erstem und einzigem Anwalt hatte ihm die.Universität Breslau beim' hundertsten llniversitäts-Inbiläum 1911 das juristische Ehrendoktorat verliehen. In seinem Diplom heißt es, inan habe ihm diesen Ehrentitel gegeben „wegen seiner Verdienste als scharfsinniger und zuverlässiger Rechtsbeistand am Oberlandesgericht, der - zugleich immer ein Freund der Rechtswissensä)aft gewesen, und wegen seines lauteren, humanen und ivohluwllenden Eharakters." Diesen Worten, die den innersten Kern seines Wiesens zeigen, braucht nichts hinzngesügt zu werden. Im Frühjahr 1933 ließ sich Adolf -Heillterg in der Liste der Anwälte, am Lberlandesgericht löschen und nahm seinen Wohnsitz in Berlin. Aber er blieb mit seinen Bernssgenossen eng verbnnden. und wenn immer der Ruf an ihn erging, zu helfen — und es geschah nicht selten —, war es niemals vergebens. Unser Dank '-an diesen, gütigen, lauteren und vornehmen Menschen kann nie erlöschen. Rach fast vier Jahren ist er nun, von einem sinnlosen Zufall dahingerafft, in die von ihm geliebte Vaterstadt heimgekehrt und in ihr bestattet worden. ' . Rechtsanwalt Dr. Georg Tarnowski, Breslau. Noch einmal: Prof. Dr. Albrecht Mendelssohn- Bartholdy In der E.°D.-Zeitung Nr. 50 vom 10. Dezember war mit Recht des hervorragenden juristischen Wirkens des unlängst zu Orford verstorbenen Geheimen Hosrats Professor Dr. Albrecht Ptendelssohn-Bartholdy gedacht. Seine Tätigkeit war eine so vielseitige, daß es erklärlich ist, daß nur ei n e — allerdings sehr bedeutsame — Seite seines Arbeitsgebiets erwähnt ist: seine Arbeit auf dem Gebiet, des internativlialcn Rechts. Darum bedarf cs — damit das Bild des , großen Juristen lebensgetren ist — noch des ergänzenden Himveises darauf, daß Mendelssohn- Barthvldy in erster Linie Lehrer, und Kenner des Z i v i I p r o z e ß r e ch t e s war. Als solcher hat er an den llniwrsitäten zu Leipzig, Würzburg und, bis zum Jahre 1933, in Hamburg gewirkt. Seine Kenntnis des intcrnativnaleill Rechts und der Rechtskultur des Auslandes kam namentlich dem „vergleichenden Zivilprvzeß" zugute und gerade diese glückliche Vereinigung zweier sonst selten vereinigter Gebiete hat eine Anzahl vortrefflicherrichtunggebender Arbeiten, so zum Beispiel „Neber Gerichtsbarkeit über fremde Staaten" hervorgerufen. . 'llach dem.Tode des bedeutenden Prozessualisten Friedrich Stein würde Mendelssohn-Barthvldy in die Kommission berufen, die im Neichsjustizministerimu eingesetzt war „mit der Aufgabe, eine grundlegende Neugestaltung des Zivilprozesscs vvrzuberei.len". ,Mcndclssohn-Barthvldy folgte trotz seiner starken Ucberlastnng diesem Ruf und hat an den Arbeiten der Kommission regsten Anteil geiiommen. Aus ihnen ist der „Entwurf znm Zivil pro wß" hervorgegängen, der 1931 vom Reichs justizministerium' veröffentlicht wurde. Rkendelssohn-Bartholdv war auch ständiger.Leiter der ..Vereinigcmg der Zivilprozeßlehrer" und »rlwn Kisch, Lncäs. Pagenstecl)er und anderen der Herausgeber der im wesentlichen dem Zivilprozeß gewidnieteu Zeitschrift „Judreium", nachdem er vorher lange. .Zeit der Hauptlciter der von dem großen Josef Köhler begründeten ausgezeichneten „Rheinischen Zeitschrift" geivesen war. He.rvorgehob.eu zu werden, verdient, daß er -- ein Enkel von Felix Mendelssohn-Bartholdv — nicht mir'mit der in der Familie Dtendelssohn traditionellen mlisikalischen Begabung gesegnet, sondern auch sonst ein 'Mann von außergewöhnlicher ' mcnschlicl)er Kultur' und bezwingendem Zauber der Persönlichkeit war, mit einem Lehrtalent, mit dem er in jedem Semester zahlreiche Höhrer dem In- und Ausland an die Statte seiner Lehrtätigkeit zog. Justurat Dr. J. M. 'Aus der C. V.-ßetveyung Hessen Am 20. Dezember veranstaltete der Landes», verband Hessen-Rassau.und Hessen eine Bezirks- Versammlung in der altchrwürdigen Synagoge in Worms. - Dr. Hermann G u n de r s,h e im e r - lFranlinrt am Mains sprach über „Sinn jüdischen Schicksals" und erörterte hierbei die verschiedenen, jüdischen Kraitqiiellcn., welckie das Lebcur der- Juden inZ. Tetüschland stärken ' können. Tr. Wolsgang S.^Matzdörfs lFrankfnrt am Main) sprach . dann über „Jüdische.Zeitfragen" und erörterte die Anteilnahme des Jüdischen Eentralvereins an der Wanderbewegung. Er gab ferner einen Ueberblick über die praktische 'Tätigkeit des Eentralvereins. Rabbiner Dr. Manfred Rosen borg (Worms) gab der Hossnung Ausdruck, daß die. von dieser Zusammenk-u-nt'ausgehenden Anregungen-auch im Gemeindelebcn von Worms wirksam werden mögen. - , Niederschlesien Auch in diesem- Jahre hat die Winterarbeit im Landesverband Niederschlesien mit einer großen Veranstaltung in Breslau begonnen, in der Dr. Hans N e ich m a n n und Dr. Fritz Goldschmidt (Berlin) über das Thema „Jüdisches Schicksal — jüdische Aufgabe" sprachen. Ter Laicdesverbandssyndikns Tr. .Rudolf Breit» b a r t h hat eine größere Anzahl von Ortsgruppen besucht, so Bünzlau, Hirschberg. Liegnitz, Neisse, Görlitz. Waldenburg unt> Brieg. Die Bersamm- ^lnngen waren erfreulich gut besucht. In Landes»- 'Hut. sprach Dr. Kurt Hvnigbäum (Breslau) über „Das Schicksal der spanischen Emigranten vom Jahre 1492". , . Mitteldeutschland ' - „Jüdisches Schicksal — Jüdische Aufgabe" lautete das Thema, über das im Rahmen eines Chanukka- Abends Landgerichtsrat i. R. Dr. Kurt Cohn (Chemnitz) und Syndikus Kurt Sab.atzky (Leipzig) in Halber st a d t. sprachen. Die Leitung des Abends lag in - den Händen, von Georg Wolle n.» berg'(Halberstädt). Uebcr das . gleiche Thema sprach Kurt Saba tz k y. in der Synagoge in S ch m a l k a I d e n, wo Gemeindevorsteher Kurt S ch le s i n ge r den Vorsitz führte. ' Die Tätigkeit von Dr. Siegfried Moses Die Zionistische Vereinigung für Deutschland teilt mit: , Ter Vorsitzende der - ZVsD. Dr. Siegfried Moses, ist in diesen Tagen aus Palästina zurückgekehrt, wo er sich vier Wochen aufgehalten hat. Im Zuge der. in Palästina geführten Verhandlungen ist Tr. Moses von den palästinensischen Instanzen aufgefordert worden, seine'Tätigkeit auf die Arbeitsgebiete zu kvuzentrieren, die mit der Aliswanderuug von Juden aus Deutschland, mit ihrer Seßhastmachung in Palästina und mit der Durchführcuig des Palästina-Transfers im Zu-. sämmenhang stehen, Gebiete, die für den Zionis» mcis in Deutschland und für. die ZVsD von entscheidender Wichtigkeit sind. Ter Board der Haavara hat Tr. 'Moses ersucht, in die Zentralleituug der Haavara einzutreten; weiter ist Dr. Moses eingeladen worden, sich dem „Central Bureau for the Settlement of German Jews“, der sogenannten „Deutschen Abteilüng" detz Icwish Agency, zur . ständigen Mitarbeit zur Verfügung zu stetten. Diese Einladung hat Dr. Weizmann in. Uebercinstimmung mit Dr. Arthur Ruppin au Dr. Moses gerichtet, und zwar unter Hiiuveis auf die -bedeutende. Vergrößerung der Arbeit des Centralbüros und auf die starke ander» . wellige Ueberlästung Dr. RuPPins. Henry Moskowitz gestorben Im Alter von 57. Jahren starb-in Rew-Pork der bekannte jüdische Sozialarbeiter Henry Moskonütz. Vorsitzender der Exekutive, des 011V-Verbandes Amerikas und Rtitglicd der Exekutive des .leint Distribution Committee. . Im jüdischen Bereich hat sich Henry 'Moskowitz, der in früher Jugend ans Rumänien nach Amerika gekommen ist, insbesondere aus dem Gebiete der 'Wiederaufbawirbcit in Osteuropa betätigt. Professor Dr. Leopold-L i ch t w i tz veröffentlicht im Verlag A. W. Sijthvff in Leiden ein neues Werk, über „Pathologie der Funktionen und Regtilativnen". .Nsuplsotirikl-Ieiker: vr. Alkr.ä Blrichbsrf;; SCeüvertreier und verantwortlich fdr die Aufnahme von Bildern: Dr Margarete Bdetheim Ver* antwortlich für Sport: Dr. E r n s t G. L ö w e n t h a 1, sämtlich in Berlin Füir Rücksendung unverlangter Einsendungen ist Freiumschlag beizufügen Leitender Anzeigen Abteilung und verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen. F r i e d r ic b Nathan. Berlin DA III Vj. 40 000 PI 5 Verlag: jüdischer Cehtral-Verein e V.. 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