Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 51 (17.12.1936)
- Date
- 1936-12-17
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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JOSEF SIMON t 2 5959 U. d. Linden 43.45 seit 1904 vermittelt Grundstück© Hypotheken betreut Hausverwaltungen „ bcm der Brasilianer auf der-Straße, der Hang zum Nichtstun, die Ueberfülle von Menschen, die aus den bewohnten Teilen der Stadt mit nichts als nur'mit einer Badehose bekleidet zum Strand eilen, allsdas.ift reizvoll nirdcn, der als,Tourist -hierhcrloimnt; -nicht leicht erträgt' lich aber für jemand, der hierbleiben will und nicht eine sehr gute Gesundheit mitbringt. Auf - der anderen Seite ' ist die außerordentliche Billigkeit der Lebenshaltung für Personen,-die nur über ein bescheidenes mitgebrachtcs Kapital verfügen, verführerisch. Tiefe Billigkeit gilt für ganz Brasilien, ja, wir, haben die Lebensverhältnisse um so billiger gesunden, je kleiner, die Stadt war. nach der wir kamen. 6s ist vielleicht eine leichte llebertreibung, wenn gesagt wird, die Kosten der Lebenshaltung in Brasilien betrügen nur XAz. B. der dentsel>en. der französischen-oder der englischen. Tie zmn Leben notwendigsten Gegenstände, soweit^ sie das Land selbst hervorbringt, sind in der Tat außerordentlich billig. Alles dagegen, was e i n g e f ü h rt wird. ist verhältnismäßig teuer. Tiefen niedrigen Lebenshaltungskosten entspricht auf der anderen Seite das niedrige Arbeitseinkommen. Ein Gehalt von 300 Milreis ,(etwä- 42 RM) wird schon als recht auskömmlich bezeichnet. Im Flughafen von Saulus zeigte mir der Beamte einen Träger, der sich mit den-schweren Gepäckstücken abschleppte. 6r verdient 200 Mil reis <28 RM), hat sieben Kinder und eine kranke Iran. „Und wie lebt er?" „Er Mt. aber er lebt, wie nur die Brasilianer leben können, d. h. von Reis und BohncN." . Immer wieder hat man mir das gleiche gesagt: - Wer sich dem .Lebensniveau der brasilianischen Bevölkerung^ anpassen kann, kann mit den Gehältern und Löhnen, die ^ücmch für Anfänger gezahlt werden, dnrclikommen. Sobald er -- Nor allem in der Frgge der Wohnung, aber iiuch der Beköstigung — etwas Nach europäischen Begriffen leben will, ist es sehr schwer, den Ausgleich zwischen den Lebenshaltungskosten und den - Einkömmensverhältnissen zu finden. Immer- . hin habe ich eine -ganze Anzahl erst vor kurzer Zeit' Eingewan'derter gesprochen, denen es mit großer Energie gelang, sehr schnell eine.Stellung zu finden, und die so'viel ver- Krankenversicherung Aufnahme bis 70 Jahre ohne Untersuchung 1 ■ Gr. Bockenheimer Straße 29,1. dienen, das; sie wenigstens einigermaßen damit auskoniin.eil können. Eine °der unerläßlichen Borbedingnngen hierzu. aber ist die Kenntnis der portugiesischen Sprache, und immer wieder wird die Klage laut, daß sehr - wenig zur Borbereitung in sprachlicher Beziehung geschehe. Ie>i kann die Berechtigung der Klage nicht liucliprüsen, aber ich kann sagen, daß ich selbst Personen gesprochen habe, die nach einjähriger Anivesenheit kaum. inehr als ein paar Brocken Portugiesisch gekonnthaben. V Ter B ernf s iv c dj i c i spielt sich in allen diesen Ländern viel sclinelter. radikaler und vorurteilsloser, ab: als man es von Europa gewohnt ist. A'nr für eine Kategorie ist es. kaum möglich, Stellung zu finden, das. sind die zahlreichen Einwanderer, die'.unter die allgemeine Bezeichnung .Banslente" fallen und - keinerlei, besondere 'Vorbildung oder spezielle Kenntnisse mitgcbracht haben. So' knapp die -Besoldung und Bezahlung für den Angestellten Und Arbeiter ist. so hoch ist — infolge der Knappheit des Kapitals ■— der Leihsaß. der für Geld gezahlt lvird. Zinssätze von 8 und tu Prozent sind durchaus landesüblich, uild es lvird versichert, daß solche . Zinssätze selbst bei s i ch erer Anlage möglich Indem ich mich also zunächst aus Bio de Jane fr o bestchränke, möchte icl; sagen, daß in diesem Staat unter dengesetzlicl,en Boran's-- setznugen eine iveitere Einivandermigslnöglfch- - keitürr Inden ansITeutschland besteht. Kapitalisten können mit einein verhäUlusmäßig kleinen Kapital ein bescheidenes Dasein ans den Zinsen bestreiten.-' Btenschen mit irgendivelchen besonderen Kenntnissen. insbesondere ancl> weibliche Arbeitskräfte. können immer nntergebracht werden. Tie Bezahlung lvird-am Anfang so sein, daß sie nur sehr knapp zur Bestreitung eines nach europäischen Begriffen - einigermaßen erträglichen Lebensniveaus ansreicht. Tie Gefahr'- der Temoralisierung und Prvlctarisiernng ist gerade in dieser Hafenstadt außerordentlich groß, und'die Auswanderung rnwerheirateter 'Männer mutz-' angesichts der besonderen Schwierigkeiten, die in der Frauen» . und BerheiratilugSfrage bestehen, doppelt und dreifach geprüft werden. Diacf) Bio sollte mir gehen, iver sicher ist, das Klima ohne große Gesundheitsstörungen überstehen zu können. Tie Hilfsorganisationen. die sehr Beträchtliches geleistet -liabe'n, aber ans eigenen Mitteln nicht lveiterkönneil, müssen vereinheitlicht werden. und es ist eine it n a b w e i s b a r e P f l i ch t d e s I u d e n t u in s i n der Welt, die v e r h ä l tu i s in ä ß i g u n be d e u tende n Mittel, mit d e n e n i n Ri v und gan z Br a sil ien, a u ßero rden tli ch iv.i e l g e r i ch t e t w erdenk a n n . a n s - zii bringen. Ein starkes ivest- und.mittclelivupäifches Ilideutlinr gÜü es imMio nicht, und-darum ist der Unterball, auf dem -die - jüdische Einwanderung aus Tentschland weiter arbeiten rnnß. viel zu.schwach. Tie Gründung einer G e in e i n d e sollte schnellstens angcstrebt werden. Gelingt es nicht, religiöse und kulturelle Mittelpunkte für das Indentmn in Bio zu schaffen, so ist die Gefahr, daß durch Mischehen und Assimilation das eingewanderte Judentum sehr schnell von den Urkräften des brasilianischen Bodens anjgesogen wird, außer-., ordentlich groß. Eine gründliche Borbildung. vor allegi auch iil sprachli'ckzer Beziehung. -ist erforderlich. Kräfte für die Landwirtsehast können leicht nntergebracht werden, und wer in sich die Kräfte nnd Fähigkeiten spürt, am Ausbau eines riesigen Reiches teilnehmcn zu wollenin dem zum weiteren Bvrwärtskvmmen -im Grunde nichts als Einwanderung und Kapital fehlen, der'hat hier mehr, als'ausreichend Eclegen- - heit. Jüdische Arbeit 1937 Tie Prcsscabteilnng der R e ich S v c r t r e - t i! ii g - der Juden' in- Tentschland teilt mit: Präsidinlansschiitzund Rat der Ncichsvcrtrctnnglieben ein 7. und 8. Dezember den Etat der Reichsveitretnng für 1907. verabschiedet. Ter Etat sieht Gesamtausgaben im Betrage von rund 4,35 Millionen-vor. Er betrifft über- . wiegend die Arbeitsgebiete^ die'die Neichsvertretiii.ig seit 1900 nimnterbrvchen zentral betreut. So sind in dem Etat vorgesehen (m runden Zahlen) - 1,4 Millionen RM für Wanderung (Paläslina- . und sonstige Wanderung). 860 WO.— RÄt für Vernisansbildung und Berufsnmschichtimg.' 'WO«»>9.— NM für Kredithilfe, 500 000— NM für Wohlfahrt,szwecke, 565 000.— NM für Schulwesen. - *' In zunehmendem Maße richtet sich die Fürsorge der Reichsvertretung auch auf das kulturelle Leben. Für kulturellr^Zwecke — mit Ausnahme des Schulwesens — sind im nächstjährigen Etat eingesetzt im ganzen etwa 230 000— RM. Darunter befindet sich zmn ersten Male eine besondere Etatposition für die Kulturbünde, und zwar in Höhe von 75000.— NM. Tie Reichs-Vertretung hat auch schon bisher, wiederholt den Bestand einzelner. Kiiltlirbi'inde sichergestellt, indem sie in dringenden Fällen-finanziell einspraiig. Sie lvird nnn'mehr auch auf diesem Gebiete beginnen können, eine swtematiiche finanzielle Arbeit einznleiten. Bermehrt lvird die Neichsvertretnng in Zukimit auch für Jugend und Sport cintreten tönnen. Tie Atiltel dafür sindünchr als verdoppelt. Im ganzen stehen für Jugend nnd Sport im Etat-der Neichsvertretnng jetzt fast 100 000.— NM zur Verfügung. th'cben diesen' Sachgebieten, für deren jedes .einzelne erhebliche Beträge bereitgestellt sind, treten eine ganze Neihe von Aufgaben, die jeiveils mir verhältnismäßig geringe Beträge erfordern. Für die Anfbringnug der Alittcl, die 'zur B.eivältiglkiig des Arbeitsprogrammes, dessen Ausdruck der neue Etat ist. -benötigt werden, lvird auch für das nächstc Jahr mit einer erheblichen finanziellen Beteiligiing der ansländischen jüdischeu -vilssorganisationen gerechnet. In Tentschland selbst werden die Landesverbändeeine Umlage von - 1 'Prozent des Neichseiiikvmmensteliersolls ihrer Alilglieder für 1935 zuzüglich 30 Pfennig für jedes Genieiudemitglied an die. Neichsvertretnng äbführen. Diejenigen Landesverbände, die die Umlage von ihren Gemeinden in der Weife erbeben, daß sie einen Prozentsatz der um 10 Pro-- zent verminderten Neichseinkvmmenl'tener von den Eiemeinden eiiiiordern, ldcrden entsprechend statt I Prozent, l.t Prozent erheben. Darüber hinaus wird auch im nächsten Jahre an die einzelnen lierangetreten werden, um .durch Sammlungen .Unmittelbar zmn Werke von Hilfe und Aiisbäi;' beizntrageii, . llnterTcm Vorsitz des stellvertretenden Vektors der. Lissaboner Technischen llniversität lind 'Mitgliedes der Portugiesischen Akademie, Prozessor A m z a I a k. wiirde ein Komitee gebildet, das eine würdige Feier des 500. Geburtstages des berübmten iüdiichen '-Philosophen und' Schatzmcisters des Königs Alfons V. von Portugal. I f f a k A b a r b a n c l, vprbereiten soll. ^U8wanderunssarheit; 7 Council Ter letzte Ausweis des 6ouncil kyr Osrlrtrin ergab', daß im Rahmen dieser Aktion im Verlauf von zehn Monaten 720 000 Pfund aufgebracht worden sind.- Der E-ouncil verband mit dieser Feststellung-den Appell an die englischen Juden, diese Summe bis zum Jahresende auf 750 000 Pfund zu erhöhen. . ckoiM »In Rew-Pork haben Führerdes.lloink, vislribution Bomiteo beschlosicn, die Säm- . melqnote für 4907 wesentlich zu erhöhen: die Erekutive des Joint wurde mit der Festfetzung der neuen Quote beauftragt. . Im Verlaufe der Besprechung gab Staatsgonverneur Herbert H. L e h in « n .n , der stellvertretende Vorsitzende des Joint, eine Uebersicht über dessen Arbeit seit dem Weltkrieg und erklärte, daß die gegenwärtigen Aufgaben die höchsten Anforderungen an Leistungsfähigkeit und Freigebigkeit stellten. Aus dem vorgelegtcn Bericht war ersichtlich, daß für die 'ülktion. in deren Nahmen der . Joint 3 500 000 Dollar aufbringen will, bereits 2679557 Dollar gezeichnet worden sind. Einschliehlich aller Betriebsspesen hat der Joint im laufenden Jahr 1 900 000 Dollar ansgegeben. Im Verlaufe der Pesprechnngen ergrisseü der Ehrenvorsitzende des Joint, Felir M. Marburg, sowie Rabbi Ionah B. Wise, Paul Baerwald. Joseph C. H h m a n und Tr. Joseph A. R o s e n das Wort. ' ' ■ ■ ■* \ HICEM Obwohl die Zulassung jüdischer Auswanderer ans Deutschland in die verschiedenen Einwanderlingsländer wachsenden Schwierigkeiten begegnet, .die eine entsprechende Rückwirkung--ans die Hilfsarbeit der HICEM ansüben, bewegen sich die Zahlen der von der HICEM ans der Töanderung betreuten Auswanderer in anfsteigender Linie. So wanderten mit Unterstützung der HICEM im Juli dieses. Jahres 184 aus Tentschland stammende Juden - aus. 149 davon nach'IIebersee; im August 222ixt*, von nach liebersee 203; im September 290, davon nach llebersee 252 nnd schließlich im Oktober 353, von denen 266 nach llebersee gingen. Finanziell ist diese Answandernng durch die Hilfeder Jewish Eolonisation Association, des Joint Tistributidn Evmmittee,-des Eonncil for German Jewtn nnd der Rcfngee Economic Corporation ermöglicht worden. Tie im Monat Oktober 1936 lvtreuten Auswanderer verteilen sich folgendermaßen ans die einzelrien Bestimmungsländer: Palästina 120, Südamerika 98, Südasrika 46, andere Länder 2, enropäisckie' Länder 19. Nückwandernng 50. Es sind somit 335 aijs Tentschland stammende Juden im Oktober endgültig ansgewandert. Bon ihnen' kamen ans Holland 112. ans Frankreich 74, ans der Tschechoslowakei 33, ans Italien 27, ans Oesterreich 26. ans Belgien 17, ans Polen 14, ans Ingo- Pllannen 8, aus Litauen 6 und aus anderen Län- Theoretische Bemühungen Das Deze m b e r h e st des „Mio r g c n"i bringt eine Neihe lesenswerter und..interessanter Beiträge, Eduard S t r a u tz beleuchtet Aufgaben und Aiethvdik des freien jüdischen Lchrhauses als einer neuartigen und ans dem Geiste erneuerten Judentums lieransgeivachsenen Lehrstätte. . 'Mit ■ Necht lvird Franz Rosenzweig als Schöpfer des Lehrhausgedankens zu Beginn dieses Aussatzes ge. nannt. M.'?). Ben-Gabriel stellt die Probleme der Beziehungen zivischen Engländern und Juden in Palästina in anschanliüier Weise dar. Ter interessanteste Aufsatz der'Nummersind die ..Thesen zur Wan-dernn-gstrage" von Arthur P r i n z.' Prinz stellt mit bemerkenswerter Unvoreingenommenheit das Problem der anßerpalästinensischen llkberseewanderimg zur Diskussion. Er betont die Notivendigkeit. die Stellnnguahme zur lleberseewanderung als Weg' jüdisckier Zukunit ganz Vorurteils- und dogmeufrei erneut durchzu- 'denken. Insbesondere von der zionistischen Bewegung fordert er eine Nevidiernng des bisher oft vertretenen, zu engen Standpimktes. der lediglich . die Paläsiina-Wandernng als jüdischen Wert bejaht. Wenn auch gesägt werden muß, daß die Förderung der .lleberseewanderung heute. mehr eine Angelegenheit der' 'Ausarbeitung Und Turcl,- setznng konkreter Siedlung-?- und Wanderungs- Projekte ist. stellt es doch ein besonderes Berdienst von Arthur Prinz dar, immer wieder inn A'nflockcrnng sestgefahrener Lehrmeimmgen über die Wiandernngsfrage' in der jüdischen Oeffentlichkeit l'emüht zu sein. Ter Wanderungsfrage ist auch das Tczeml'er- Hest der „B I ä t t e r des. I ü d i s ch e n Frauenb ir n d c 5" gewidmet, das eine Reihe von Beiträgen enthält, die wertvolles Material zur Lage der answandernden alleinstcheuden Frauen bringen.. Es wäre sehr zu 3vl",nscl)cn. daß die mit . diesem Hell begonneue Tisknssion ihre Fortsetzung findet. ' Immer deutlicher stellt es sich heraus. welä)e.B-cMntung die Franensrage für die Durchkührmig einer zukuiills-gesicherten und jüdisch ans. siclstsreichen lleberseewanderung hat. Tie vsiene Erörterung aller Probleme, die mit diesem 'Fragenkreise zummmenhängen und die, Klärung - der präktischeip Arbeitsaufgaben wäre ein wichtiges Tätigkeitsgebiet sür den Jüdisckien' Frauen- . . buiid. der sich - durch stärksten Einsatz an- Erfahrungen und Mitarbeit-ein'--großes-..-Verdienst. - tim die Förderung der lleberseewanderung erwerben könnte. Frictlriclr Brodnitz. ' Auslands Nachrichten Amerika . Anläßlich des 50jährigen Bestehen? Jewish thoolo-rical Somitiarv of Amerira werden in der Zeit vom 17. Dezember 193« biT 6. Juni 1937 Festversaimnllmgen veranstaltet, die der Würdi. gniig der Forschungen ans religiösem und jüdnchivissensthastlichem Gebiet geividmet sein sollen: Als Hauptredner sind der Gonvernenr des^ Staates . New-'1)vrk, Herbert H. L°e h i.n a n. Und die' Präsidenten der Eolnmbia llniversität. der Harvard llniversität nnd'des Union 'plmnln-jical 8em>n:>rv, Tr. Nicholas Ninrrap B it 11 c r, Tr. James Brhant E o n a n t und Tr. Henry Sloaii E o f f i n, vorgemerkt. Wie der Präsident des Seminars, Tr. Eyrüs Adler, bekaniitgibt, sind dem akademischen .Komitee sür die Prögrammgcstaktlmg der Feiern über vierzig fiihrende Pädagogen, Theologen nnd Orientalisten Amerikas., beigetreten.- Viele von ihnen werden an den vier Konferenzen des Justitnts für Bibelsorschnng teilnehmen.- die im . Mittelpunkt der Iiibiläninsfeierlichkeiten stehen werden. ,Bei den Festversammlnngen werden auch die Atitglieder des Kuratoriums Felir M. Marburg und Anwalt Sol M. S t r v o ck sprechen. . England - In der Eri'cklewood Synagoge in London fa»d unter der Leiiiuig des Fcldoberrabbincrs der eiigliscl>en Armee, Tasan M. G o l-l o p. zmn 33.' Male der Ehaiinkka-Gottesdicnst für z'lngehörige 'der Flotte, des Heeres und der Luitwasfe statt. Dem Gottesdienst in der - übersiillten Synagoge wohnten u. a. Feldmarschall Sir William N. - B' i r d lv o o d , General Sir Jan H a m i l t o n und der Bürgermeister von Willesden bei. Im Nahmen des Gotiesdienstes fand eine Huldigmig für den 'neuen König Georg VI. statt, dem Feldoberrabbincr Gollop im 'Namen der jüdischen Mannschaften Treue ans-vollem Herzen gelobte. Zn Beginn der anschließenden Kameradschälts. feier in den Wharncliffe-Lälcn lvnrde von dem Vorsitzenden, Major F. E. Stern, an .König, lAcorgs VI. eine 'telegraphische Glückivun-schbotchaft gerichtet. Ter Marguis of Nea ding sprach in einem Toast ans die königlichen Streikräfte über diL>Bedcntimg des Ehannkkaiestes und rief dann die jungen Inden ans, in Dankbarkeit gegenüber dem Vaterlande, das seinen 'Bürgern Rechte gewährt lind Pilichtcn von ihnen fordert, sich auch eutivedcr beruilich der soldatischen Laufbahn zu lvidmen öder in den Landsttirm. einznreihen, „wo ihr nicht abgesondert, sondern'Seite an Seite mit euren Mitbürgern einen Platz in den historischen- Negimcut'ern der Armee finden werdet, in der wir in vergangenen Tagen-mit Stolz gedieiit haben. Wenn ivir wünschen, baß Inden als Soldaten, Platrvsen oder Flieger Dienst tun. dann wünschen 'wir auch, daß sie damit erweisen, daß ihre Hingabe für das Vaterland nicht geringer ist als die anderer." _ Feldmarichall B i r d lv a v d huldigte in einer Ansprache dem Andenken des Vaters Lord Readings nnd berichtete von einer Inspektion des jüdischen Psadfinderver-bmldes. Als Sprecher der Lnftwasfe stellte Gruppenkapitän A. C. W r i g h t feft, daß die Zahl der Inden bei den britisclien -Lnftstreitkräften sich im letzten Jahr um 100 Prozcnt vergrößert habe., Es sei aber immer/noch genug Platz sür junge Leute bei der Lnftwasfe. Holland v Ter ch i l e n i s ch e Gesandte im Haag hat im Auftrag des Präsidenten von Chile dem Direktor des Allgemeinen-Holländischen Pressebüros, M. S. Baz-T i a s. >md zivci anderen holländischen Jönriialisten. Benno s>N eye r und A. Ricard o, den chilenischen Verdienstorden überreicht. Unter dem Vorsitz von Professor Tr. B. Cohen fand in Amsterdam eine Versamm- ' lnng ans Deutschland stammender Juden statt, in der über die Piöglichkeiten gemeinsamer jüdischer Arbeit mit den alteingesessenen holländischen Jiiden beraten wurde. Es wurde beschlossen, ein Heim für Inden ans Deutschland zu gründen. klsüptsc_ ___ _,_„ . Stellvertreter und verantwortlich für die. Aufnahme von Bildern: Dr. Margarete E d e l h e i m. Verantwortlich für Sport: Dr. Ernst G. Löwenthhl* sämtlich in Berlin Für Rücksendung unverlangter Einsendungen ist Freiumschlag beizufügen Leiter der An* zeigen Abteilung und verantwortlich für den Inhalt der .Anzeigen: Friedrich Nathan. Berlin. DA III. Vj. 40 000 PI. 5 Verlag: Jüdischer Central-Vereln e. V., Berlin W 15. Emser Str. 42. Druck der Buch- und Tief* druck Gesellschaft mbH. Berlin SW 19. Likörfabrik Eduard Süsskind Weingroorrdndiyng Fordern Sie unverbin *N, Brunncnstraße 42 *N, Müllerstraße 144 •N, Chausseestraße 76 *N, Schivelbeiner Straße 6 *0, Petersburger Straße 42 dllch meine Prelallate an. *SO, Grünauer Straße 15 *SW. Bergmannstraßill * Moabit,Gotzkowskystraße 31 *Moabit, Wilsnacker Straße 25 . •Lichtenberg. Wismarplatz 1. 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