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Central-Verein-Zeitung · 1936-12-10 · 50 (10.12.1936) · page 10

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936)
Issue
50 (10.12.1936)
Date
1936-12-10
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Künstlerische Vcranstaltungen in Berlin Im Mittelpunkt eine? Konzert? für die jüdische , W inte r h i I f c ftmtb Beethoven? drittes Klavierkonzert. SL'uric c t o t u spielte es mit ungewöhnlicher Ueberlegeiißeit Und Kraft. Man. wird das .Evnzert lamn vlnstiicher, scharfer Umrissen Horen können. Cs erstand das Bild Beethoven? als ÄUniftfcr, mit einer Klarheit, Helle und Diesieitup keit in der Annasinng. die dann freilich den Zug des Mystischen, Versnnkeneii Ivensg erkennen ließ. Da? O.rehest'er leitete rßudolf Schiu a'rder bei" seinem bisherigen 'Warfen als Xiriflent und Pianüt I egelmaßi g a n ige fall e u ist. Auch diesmal ergab' eine l'eiiluiui, tie nur einer, bei dem 'ich Begabnna und handwerkliclie Beherrschung einen, erzielen kann. - Das ,tl n ltur b.n n d - Or cf) c ft e r , spielte put, allerdings nicht 'mit jener höchsten Geiianigkeil c.niid Biegsamkeit. die es" mancyinal schon erreicht hat. Eingangs sprach Direktor Heinrich St a h l .über die besonderen Schwierigleiteu der Hilfstätigkeit in diesem Winter. K. X. - Bei W c i l musizierte das M e u d e l s - s o h n - Trio, dem Hella (5 h i t r i k (Klaviers, ' Pen Schwa r z (Geige). Paul B l u m e u s e.l d. (Cello) ailgehörcn. Tie Künstler pflegen emeu noblen Stil, iveich, sauber und überaus kultiviert. . Cr> erhalten, drei nicht gerade belangvolle Nocturuvs voiE'C'rßesWBloch im harten reich getönte Stimmiliigen. so wird tu. Schubert? Forellenailiutett der lyrische, säst verträu'mte Zug be'o». der? herbvrpehvbeu. Bei dieser Art der Wiedergäbe trat freilich der srühlingslrä'tige Sturm und Drang. der durch manche Teile dieses 'Werkes, geht, allzusehr zurück.. Hervvrznheben ist der lockere Anschlag der Pianistin. Im Schubert ergänzten Alfred "2 rt) lesing e r lBivlat und Rudolf Lewy (Kontrabaß) da? Ensemble. . Die dichten Nachmittage der Berliner- R e i o r m g e in e i u d e , die schon im Bvrsahr durch die-Prvgramingestaltnng hervorragten, find' auch ,eht wieder unter der Obhut Dr. Hermann £ ii) ildb e r g e r s fünüleriiii) bedeutsame Feierstnudeu. Um einen Bortrap Dr. K v p p e l 4 ..WOo die Bibel iortwirkt" ivareu"imi »ikalif che Darbietniipeii pruppierl, mit denen das Thema pleichsaiu ' oerauicliaulicht wurde:,.. Teile einer Bach- .Uantate, Tcl>iiberls liir Fraiienchvr gefetzter Psalm 2Z. aus Haydns ..Tchöpfniig": es zeigte sich .wieder, das; es leiclit ist. der vit filierten Gcfabr eiiier Gleiclnörinigleit bei Konzerten in Synagogen entpepen.zutrelen. A» dieiem Sonntag waren beteiligt Hede B ö r u st ein- T ü r f mit dem strahlend pesünpeiien Hallelujah Mozart? >ind .in put ziisamiuenkliiipendeu Duetten mit der' 'Altistin - Erna I a c o b » . die mit frastoollem Ton begabte Violinistin Elisabeth, S z ö p h a z y ., der vorzügliche (5 h o r der (üenieiiide unter Dr. Lchildberper und au der Lrpel. sehr sauber repistrierend, 'Werner Baer v Kai. ■ >Die Pianistin Anti, W a p h a lter . dre mau im Hause Dr. I a c o b s o h u hörte, vernipt über reiies Uöiineu uiid küu'tleriiche Ciuüiblllupsfraft. deren Iutcusitat pleich der .Klavierpart der eiulcitendcu.Beetliooensrhen Bioliiisouate spüren lieh, sauberste Ausseiluiip und reiche A'üaneieruup feniizeichueten auch iveitcrhiu ihr -Lpiel: bei I. Chr. Bach, bei, 'Brahms und Visp. Die vorziipliche tccl>niiclie birundlape verspricht eine "pünstipe Cntivicllnup. Iolautha Wa.ph alter zeipt sich schivicripen peiperischen Auspabeu. w etwa der Teinelstrillersonate, pewachse». bleib: aber uni Ansdriicksiiiasüpeii trot; eines pewineu Teiiiperauientes »ocii beiaupeu. Der belebte cüesaiip Cifii a e o b i o l, n s wird durch sorp'ame Pslepe der Intonation pewiuueu.. Die Bep.eitnnpeu hatte Wl.adpslaiv W a p h a l t e r ü'oeruvmmen. . . II. I'r. bin Abend inoderiier .('ammermusif und Brahms'chen Irihrwaiier sepelnden Diolinsvuate von Dohnanhi: insbesondere die rhhthmischeu .Iipnreu der B.cpleyuup ,mach!eh das Borbild, deutlich, '.niilhauds .(ilavchrsonaie von 11* * 1G — erftinnljui in Berlin — pendelt zwisA^u nupressio- . iilüiicliem ^arbeu^auber und flaisizistisclieu, -ja . polyphonen Ttrufkuren hin -und/ her, ohne zu einem einheitlichen (sreiamlbildzu snhreu:. trvh-- dem birat das 'Werk viel ibei (volles. ■’ schließlich fam der. Älei'ter de? Iuiprc'sionismii?. Debüssy. mit zwei Bioliustückeu selbst zu Wort, peiviß- .üuust der -Ueberseiiternup, iveuu. uiau, ivilt, der Dekadenz, aber doch non; reichster Substanz der Harmonik!i»d von erlesenster Stiiumiinps. malere'. A'audvr Isolts ..tsatvr r»nä. .I)r>is6o8"» pleichralls i»r Bioliue iiiid .Ulavier, "bietet mit seinen aiispedehuteii ,Tlapeolettstreckeu eine nicht iiubediupt dankbare Auipabe -und verfallt später in einen liaudfesteu Schlaperr-hythmus, Tie (veiperiii. Eliie Szephazy ivird mau nach diefeiii Abend, dessentechuisclien Probleinen sie nicht vvllip pewachieu war, noch nicht abschließend beurteilen wollen: ihre Art der (.ßestaltunp läßt vielmehr in anderem Iusaminenhanpe' Ueberzeupeuderes erwarten. . (üiniav Sabel ver'üpt über einen Auaneenreichrnm und klavieristischeu bi lau; des Aiischlaps. der ihn in die vorderste Aeihe unierer Pianisten 'teilt. Iwischendurch las Stella Chrlich (Hav!-. sie fand den srisclp'u, kraftvollen Ton sür eine Crzählunp skr.i.da Möhlers, lind fie fand deii Ton uachdeukliclzer Berhaltenbeit 'iir (tz: A. bwldiäilaps starken-. „Culenspiepel'-Zyklii?;fio wußte vor allem den Reim, dem hier die Bersinnlichiinp der pedanklichen Pointe aiwertraut ist. pewaltig ausklinpeu zu lassen. II. I'r. .. V illy B u s ch h off rezitierte im Berliner .stiiltiirbuiid aus -Uiuit Hamsun.' Tolstoi und Dostojewski.. Seinem herben und etwa? dumpf verlianpenen Naturell schien, die nordische Atmvspliäre beivliders .zu behapen. wenn auch der anspepräpte Crzahlerstil des norwepjschen uiid der biiden russischen Dichter in der zumal am Ausaup allzu pleichuiäßrpen.Bvrtrapsarr keine wesentlichen D'sserei'zierilnpen verriet. Sv hätte das peheimuisvoll-dnstere Cirabes-Plilieu in ttnut Hamsun? dSmonischer Jch-Erzähltim» ..Ta? Gespenst" gewiß noch eiuörinplicher gewirkt, wenn der Ton weniger , gedämpft und die Schattiernnpen kunstvoller.ver- . teilt worden waren. Immerhin wurde Tolstois symbolische Meisternovelle ..'Wieviel (trde braucht der Nteusch?" weuu^ auch nicht in ihrer teilten Tiefe ausgeschöpst. so doch in ihrem charaktertstischeu Borganp lebendig und mit wirksamer Steigerung gestaltet. Am bestell gelangtem Bortragenden eine Partie an? Dostojewski? .stolvssalrvman „Die Brüder Karamasow". Au diesem, ja - auch für tue Bühne eroberten, sigurenreichen BIerk konnte sich die schauspielerische Natur Buschhosss am stärksten eiltzünden und iiber da? rein Cpische , de? verbindenden Terte? hinan? in Btaske und' den verschledeueu Stusungeu der Dialoge die - Illilsiow eiuer dramatischen Begebenheit schassen, der auch humoristrsche Lichter nlcht fehlen. Willy Buschhoff ' Zthhuunti U.n lluns Mi<luuls<,n Konzerte und Vor träge im Reich Die großen Erwartungen, mit denen mau in Hamburg dem Konzert Chemja W innrer? und feiner 30 Sänger entgegengese.henhatte, wurden vollauf erfüllt. Man erlebte da?- Auftreten eines (5hores. der durch die vitale Persönlichkeit, die Musikbesessenheit, die elementare und doch gezügelte Kraft des Dirigenten zu einer selten anzutresfenden Geschlossenheit mid Einheit verschmolzen ist. Tie. Unterordnung, da? Eingehen auf die Intentionen de? Dirigenten sind einzigartig: niemals entsteht ein Leerlaus, in jedem Takt ist der künstlerische Impnls^LLiuawer? spürbar. Ausgezeichnet war der Vortrag der syuagogalen Gesänge. besonders aber der Patästinensischen Lieder, bei denen die Kraft und Klangschvuheit des Chors mitriß und Winawers Freude au der Rhythmik ein dankbares Gebiet hatte. Tie Solisten Berkowitz, . Bestimt und Wersauer waren vortrefflich: die Wiedergabe Palästinensischer Hirtenlieder durch Bestimt ist kaum zu üverbieteu. Der Erfolg des Abend? war groß. A. Was Kleinkunst ist. zeigte dem Hamburger Kult u r [um d Publikum das -Gastspiel von Max . Eß r l i ch lind seinen Alitspielerü in der (hier schon pewürdigteus Revue „B o r h a u g a u f!". Der Beifall wird den Darstellern bewiesen haben, daß ihr große? Können dankbar, lind herzlich allsgenommen worden ist. H. <J. Der Jüdische Musikverein Breslau veranstaltete. sein »Z. Aboiliiemenlskoiizert gemein>aur mit dem Hilfsanssthnß für jüdische Kranke. Da? gab Gelegenheit..eine Reihe liturgischer B'erke in? PropramM auszunehmeii. da? wohl..etwas lang und bunt, im ganzen jedoch nach einem bestiinmten Prinzip geordnet war. Den wesentlichen Teil bestritt der von Werner Sander geleitete, zu 'einem vortresilichen"Klangkörper erzogeile Chor, de'ien Ausdruckssähil-skeit am stärksten in dem kompositorisch wertvollen „Uw'sclianfor godaul" von Lev Low zutage trat. Al? ein TLagnis'erschien zuilächst die Aufsührung der gekürzten Mozartsclren Beiper (K. B. :!A!K in der Form eine? hebräisch gesumzenen Psalmenzyklu?. Doch dank der äußerst nrinntiiMen Börarbeit spürte mein nicht die geringste Inkongruenz zwisclieu dem Ilrtert und der flüssigen Melodik Mozarts. Auch die Leistung des Srchester? war hier oesonder? erfrelilich. Das Sopransolo saug Käthe Korvwi.cz sauber und lvarm timbriert. Der eigentliclie Solist de? Abends War Lberkantor Karl Reumann, Berlin, dessen Bvrtrag religiöser und weltlicher Gesänge, trotz, mauclier Aeußerlichkeit, durch die Kraft und den Glanz seine? Tenors zzi eiilerN hohen musikalischen .Geinlß wiirde. Ersth Schäfser führte die Be- . g'leitiingen all? lind erwies 'ein bedeutendes Können außerdem mit der gilt durchgefeilten Wiedergabe de? chinoII-Ko»izert? von Bivaldi-Bach. »tt. Im Breslauer K'ulturb>und gastierte das Ensemble des Hamburger Kulturbundes mit Cal- Theater, Musik, Film In einer Reuin'zeiiierniig von Shakespeares „Riacbelli" am BurgUiealer in -W i c n wird Ida R v land die Lady Plilcl'eN, als Gast spielen. Im Savoy-Theater in London wurde mit 'anßerordeilllichein Erfolge das Schauspiel ...Iminn ■.Mintanu’ Cnnti" anfgefülirt. das Beim Leon und Herbert G r i f'i i t li »aw dem bekannteil Bulinenwerk von Bruno. F r a n k ..Das Weib ans decn Tiere" bearbeitethaben. - 'Aul Theaier in der Ioieütadt in-'Wien wird - als 'Weiimaclitsn-ovitär Ladislaus Fo.dors neries- Bülmenwerk .chlalnra" unter der Regie Hvsrat Heines in Szene gelien. ' Bei der 'Aeuiii' zeiiiernng von ..Romeo und Julia" am Bnigll'eaier in Rr> i e n hat Friedrich '.K o i o n t ii a 1 die Regie. •■yelir B r e ' ' a r t 'pricht die Tmuptrolle ili der nöinod'.e ..Slruppi" von Leo Lenz und rii. A. 'ilabbris die;» der 'S.- i e n e r Seala unter der istegle non Tr. Rudolf Beer in Szene gellt. Die l''ial>r,ge Soiüentänzerin Irma Roßenbe r g ga'lier'ce mit großem Erfolg in D a tirzi g,- Sie ionrde mr eine fechsinonakige Tournee 'nach Italien und der S äi ra c i Z verviliciNet. ... - Heinrich S chn ' tz l e r -fuhrt Regie in der Novität des ..Denlfcheu Bolksllieäters" in Wien: .'Der Nompte-r der ,>.-011 Todo'-von Alerander Engel imd Alfred Grmi'vä'.d. - Das Non rer: des neuen Hube,nnan'chen Sansonieorche'ters am Dezember linier Tosca::n:i 'Mi aus dem Cd:'01: Theater m I e r 1:' a I c m durch de» valasrn'er-.ß'cherr -Rund'unk übertragen loerdeil. ' Die 'Berbandlunaeü über di» lieber- Iraglmg ebnes der Toseanmr Nvi:zerre haben 'äwn * un' leUton A-r nb ialir zw-.'wen Hnberman. Tosca- ' nini rinde dem. neuen Pregrammleuer des --P»— lästina-Rm'.d'ür'.ks.. Stephen Tru. in Amerika de- . gönnen, '.'hau evinn-r: daß Meier Tage Me eudgiiltige Iu'Nnuiliin.g >?nt--erina:is cinlrii'l. Der ticlreäniwe Sender Preßbairgüberträgt am V!. Dezember. I"'.- Ulir. ein Sulionietonzerl der Wiener Philharmoniker unter Bruilv 2g alle r. In Bruno WnUer? 00. Geburtstag spricht I. Ballo. Der z -Sender Mährifch-Sstrau bringt am 1-g. Dezember. llhr. u.a. eine Suite, aus der- Rtniik zu Sliakeipeares Schauipiel „Viel Lärm um nichts" von Eri.h B-oligang K 0 r u g v l d. Im alei-chen Programiu findet die II r an» f it h r n n g von Ernst Hirichs Suvertüre in C-moll statt. S i s e n b ('. rii? Sverette ..Pariser Leben" wird an, lu. Dezember. l1 Uhr. im P a r i s e r Sender gegeben. Ein gefelißbaftliches Ereignis ersten Ranges war .das erstmalige .Aü'tretey R'alhan . M i l - st e i 1: s in Vl n : w c r ive n. Er sbielte mit den' Brüffeler P!»rA,arinonikern unter Leitiing von Erich Nteibcr das Viotlnkonzert von Bl endet?- Iin Ral'n'.en der Rizzae.r Lvernfestspiele werden anw zwei 'Böerle. des bekannten Kvmponi'len Paul D n l a s anigeinhrt: die Sver . ...Vriano ,'t L, Harhe Mou" lind das Ballett ..La Pöri". : Her;ha ü a!, :> . »rülier Hamh.nrg. von Carl Ileim. trat in einer Ver-, Niunirge-ell'chait . S a v P a u l 0 c an' .Eirichen" betitelt sich eine 'v:i Iaromir W 0 i nb e r j.) e-x , die U r an »f i'r h r 1111 g geiangte. der 'Wiener Staalsoper unter vev»er Karl A t w i 11 werden in, SladNUeater- G e n l ein Gastspiel : dem Alerander K i p >l i? in ze::" die Titelparlie. singen wird. An der Scala hv Bl a i l a n d iit eine Reprise der selten c.est-:cltew Sver .Bl v s e s" von Rossini - :n Ans'lw: - .genommen. Mar Reinhardt? italienischer Bluarbeiter. der Regisielir Guido "Dalbi'.ir. .wrxS d:e E-rnrichtung besorgen. Das L e ::'e r-> S.uartett veranstaltet in P a r i? '»ech? Konzerte, bei denen es iämtl-iche Snartette Beethovens zu Gehör bringen wird.- - Die D::ek::on der 'Wiener Bolksoper ist von Jean E r n e;t und Alerander K 0 w a l e s k i über, nommen worden. . . ,! ii P r a g z.-.c ..Figaros Hc Inlins Wolf s oh n spielte an einem Kläpierabends in Wien neben Werken von Brahm? imd Schumann die neneste Sonate von E. W. Korn» g 0 l dl soivie ein eigene?, zuin erstenmal aufgeführtes Werk,,Eine Bislvn". , ' Im Rahmeil.der Siiltoniekvuzerte am Landes-' theater iu B r ü u « wurde eine bisher lmbekauilte Siiisvnie von Anton Dvorak unter Leitung de? Dirigenten Blilan Sach? Zlir U^uffüh. r u n g gebracht. ' Eitler der Crwecker der modernen englischen . Mllsik ist Charles Hubert Parry. ein? seiner größten Werke ist ein Oratorium „Iu di t h".,das heute ein beionderes Interesse dadlirch findet, daß es in einer neuen, gekürzten Fässung.. die die schönsten Teile answählte, gedruckt ivnrde. Man glaubt, damit den Gebrauch'sivert des Werke? zu erhöhen. > . Rickxlrd Tauber dirigiert im Januar seine Operette ..Der singende Tralim" am Wiener Raimundtheater. Im Stadttheater Wien gelangte' Bruno" G r a n i ch st a e d t e n? Operette „Der Orlow" . Zlir Aufsührnng. ' ..Da? Glück der kleinen Leute" lautet der Titel der »euesten Operette de? Wiener Komponisten Bruno G r a n i ch st a e d t e n. Der W i euer Fräuenklub veranstaltete ein Kompvsit.ivnskvuzert mit Werken von Ernst E p P st e i n. -• * , Im Dezember beginueu die Aufnahmen zu dem Blarlene-Dietrich-Film der Paramvunt „The Angol“ nach Blelchivr Lengyel. Da? Drehbuch zu Alerander Ko r d a? neuem Film ..Ich. Claiidin?" schrieb nach dem gleichnamigen Plich chvon Paul Ranke-Grave?) Earl Iuckmaye-r.' ' , In W i c u gelangte der neue Alerander- K o r d a - Film „Rembraudt" (nach einer Dichtung von Carl Zuckmayers zur erfolgreichen' Borssthrung. ..Das Kamel geht durch ein Nadelöhr", die bekannte Komödie von Frantifek Langer, ist jetzt in der T s ch e ch 0 s l 0 w/r fei verfilmt worden. betört? (hier schon gewürdigtem^ .Lustspiel „Dame .Kobold" in der graziösen Nachdichtung Hugo von Hosmauusthals. Da? leichtbeschwingte Spiel bescherte mit seiner Verwirrung und seinem fröh- '-, licheu Hin und Her einige heitere Stünden. Tie. einhoimisclie Künstlerin Lotte Schwarz (Rosenbanm) trat mit einem eigenen Vortragsabend vor das Publikum. Da? ausgeivählte. Programm und die Leistung der Vortragenden wurden in gleicher Weise zum Erlebnis. Sehtv. Im Kulturbund München sprach Otto Born st c i n mit ge'vohnter Meistersclzaft u. a. Prvsastücke von Franz Werfel. Jizchok Leib Perez., imd zwar die eindringlich geschilderte Begegnung mit Ricliard LLagner und das Gespräch zwischen dem Belzerund dem Kozker Raw. da? mit schall- ' Hafter Treffsicherheit das jüdische' Aolksdenken des Ostens nachzeichnet, Gedächtnisleistung und . Bortragskunst waren wie immer erstaunlich. Ca. 1 .. Eine ReihMvon Liedern des vor einigen Jahren - "heimgegcrngenen.Frankfurter Komponisten' Bernhard Se k le s., eine? geistvollen, stark vom Orient . beeinflußten Musiker?, lind solche, die ebenso öst^ liel>e? oder speziell jüdiscl)es Gepräge haben, von > dem begabten ernsten Herbert F r v m m (der dem- / nächst einen neuen Wirkungskreis in Amerika finden wird) brachte bei den Jüdischen T o n - k ü n st l e r n Frankfurts Bettina Feitler zu Gehör.' Sie behandelt ihren reizvoll timbrierten Sopran mit Geschmack, wenngleich eine gezvisse Künstlichkeit mitunter spürbar wird.. Ihr wie der. tresilickien Begleiterin Leni M 0 r g.e u st e r u - . Lorsch und Herbert Fromm, der bei seinen .. Gruppen selbst kundig am Flügel saß, wurde herzlich gedankt: nicht minder Leni Steinberg, die ihre klare Stimme an prachtvollen biblischen Legenden Herders und an Gedichten Heines bewährte. —tt. Im Jüdischen Kulturbund Chemnitz salig— Susanne L ö w e 11 st e i 11, begleitet von der vorzüglichen Chemnitzer Pianistin Hilde C 0 h n ■ G 0 r 0 d i ski. Arien von Händel und Berdi. Lieder von Schumaun. Mahler und Wolf mit einem über ihre frühere, Leistungen hinaus gesteigerten Können. Ossh R e u a r d y spielte, begleitet ' von Leo Scho u b a ch (Hallet technisch vollendet Werke von „Corelli. Papanini. Schubert u. a. Tela Lipinskaja. begleitet von Walter Lay ta i. erfreute mit ihren bekauuten Darbietungen. Alle Veranstaltungen endeten mit stürmischem Beifall. Ter zweite Abend, den Marion Koegel in Plauen bot. umfaßte wiederum deiitsche und jiddiiche imd andere Lieder. Tie mit Temperamenk' uiid großer Aiisdrucksfähigkeit gesniigeilen Lieder fanden ein beisallssreiidiges .Publikum. Sicher und diskret begleitete Werner Seel ig- Baß. W.G. Hermann S ch e y s schiverer, im Porte macht- Wller Bariton ist ein ausgesprochenes Organ für die pastose Breite des Oratoriums. Für die Bewegtheit-zarter Lyrik ist er . etwas zu schwer. , So brachte er in seinen Liederabend in Leipzig ' arivse, Gesänge, wie Schumanns „Talismane". Bkahlers „Schildwache Nachtlied" oder Kowalskis ..Lied an Gott".-zu mächtiger.Wirkung, die bei Allegro-Liedern Schubert: „Musensohn". „Wo-. hin?" nicht ganz erreicht wurde. Erna Klein begleitete vortrefflich. B. In zwei Gastspielabenden stellte sich Jsa K r e - m er als Disense von Format dem Leipziger Publikum mit jiddischen, hebräischen, deutschen, englischen, französischen und italienischen Chanson? vor Und fand stärksten Beifalls Werner Seelig-Baß begleitete sein und diskret. — ■ , . ' ' K. 8. Das M e n d e l ssohn - Tri 0 aus Leipzig , (Hella C h i t r i k. Klavier. Leo Schwa r z . Violine. Paul B lu in^e n se l d . Violoncello) konzertierte in den K u k t u r b ü n d e n Kassel, Leipzig und Dresden. Die Vereinigung zog durch ihr aiisgeglickieiies Spiel die Hörer rasch in ihren Baun. Tie teinperamentvolle Pianistin war technisch und geistig dominierend. Der .junge Geiger Osjy Renardy trat mit einem anspruchsvollen. Programm in den Kulturbünden Hannover. Hildesheim und Halle a. d. S. auf. Sein küilstlerisch vollendetes Spiel Und seine erstaunlich ausgefeilte Technik' begeisterten die Zu. Hörer iü seltener Weife. In Hannover hatte:Rena rdy in John Btandelbrod einen verständnisvollen Begleiter. Beatrice Freud ent h a I - W a g h a 11 e r gab —vor ihrer Ilebersiedlung nach Amerika noch Liederabende in Hamburg und Baden-Baden. Ter mi- Lewöhulich starke Beifall zeigte, einen wie großen Freniideskreis sie sich durch ihre Bortragskunst. erlvvrben hat, Leo Schön ba ch war wiederum ihr wertvoller Begleiter. Das Orchester der Jüdischen Kulturbünde spielte in Düsseldorf. Mainz und Hildesheim. Es hat in Professor Julius Prüiv.er eiiwil mitreißenden Dirigenten. In allen Fällen war Ernst D r wck e r , (Fraüksnrt a. M.) Solist des Abends, der mit schönem Ton und mit virtuoser . Sicherheit Bachs Violinkonzert spielte. Tela- L i p i n s k a s a trat in Leipzig. Mainz. Kassel und Hildesheim mit größtem Erfolg auf und fand überall stärksten Beifall. Walter Lajtai-Lazarus zeigte wiederum sein gediegenes Können als „Begleiter. In Kottbus sprach Gemeuiderabbiner Lubl in er über „Ein Stück jüdischer Geschichte: Tie Biakkabäer". Anfang Dezember gastierten die Btezzosoprani still' Else H 0 r w. i tz - I a n s e n. der Humorist Walter Gold stein (-Steiner) und der Pianist Dr. Rict)ard H i r s ch vom, Reichsverband der jüdischen 'Kulturbünde in' Deutschland und hatten mit ihrem Bllüten Abend viel Erfolg. Dieselben Künstler hatten auch in Guben, wohin auch Freunde au? Crossen. Forst (N.-L.) und. F ü r st e n b e r g a. d. O. gekommen waren, viel ' Beifall.- ' Herta Flügel, eine Gesangschülerin von Susanne Landsberg-Hollaender. hatte mit einem ' Liederabend im Rahmen der Kulturbundveran» staltringen in Göttingen einen großen , Erfolg. - Die Künstlerhilfe der Jüdischen Gemeinde zu Berlin lind, der Vorstand der Synagoge Friedenstempel veranstalten am 20. Dezember., 20 Uhr 15 Minuten, im Friedenstempel. Vtarkgraf- Albrecht-Straße 11/12, die zweite Aufsührnng der F r e i t a g - 'A b e n d - L i t u r g i e ’ von Jacob W e i n b e r g. Es lvirken mit der Winawer-Chor, Paula Lindberg (Alt). Julius Paissachowitsch (Barriton) und Erwin Jvspe (Orgel).

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