Kinderblatt
- Journal
- Kinderblatt
- Volume
- 1936
- Issue
- 10 (3.12.1936)
- Date
- 1936-12-03
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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tafeln. Aber Freude erfüllte das Haus. „Boruch ato . . V Die kleine Menora erstrahlte. Als dann auch die Großeltern heimgegangen waren, nahm der älteste Sohn, Lores Vater, die kleine Menora und die beiden alten Leuchter als Andenken mit ins eigene Heim. Und hier stehen sie nun, die drei, im untersten Fach des Bücherregals hinter dem grünen Vorhang! Sie stehen ungenutzt, untätig, verborgen. Man hat keine Zeit mehr für sie.. Urgroßvaters kleiner Handel von einst ist unter Großvater zu einem stattlichen Geschäftsbetrieb ausgeblüht, und jetzt, da der Vater es leitet, ist es sehr groß und weit bekannt. Der Vater ist vom frühen Morgen brs zum späten Abend im Geschäft und macht weite Reisen. Für die Familie bleibt wenig Zeit; nur an den hohen Feiertagen siNd Eltern und Kinder geeint. Die kleine Menora denkt wehmütig an einst zurück. Eines Tages kamen Heinz und Lore, die Kinder, in eine jüdische Schule, und eines Freitagabends stellten sie die alten Messingleuchter auf den Tisch. Der Vater freute sich, und die Mutter lächelte: „Aha, die jüdische Schule". Die Kinder gingen in den Bund, lernten hebräische Worte und Sätze und Da Mutter aber keinen neuen Leuchter kaufen will, muß Heinz schließlich nachgeben, und Lores Wünsch erfüllt sich. Die alte kleine Menora soll zu neuem L^ben erstehen. Lore Putzt sie eigenhändig, füllt die, kleinen Kelche mit Del; da steht sie nun IM- Kinderz^mmer^ um fie^ herum eine Menge von Ge- und stimmen das ^„Nwaus Zu^" am Sie haben es im^Bunde gelernt. Heinz soll die Menora zünden. Was ist das? sie brennt Soviel er^ch auch chem^, die Kinder, ^ore, kleinen Menora herails ins Wohnzimmer Und stellt sie aus ihren alten Platz zurück, ins unterste Fach des Bücherregals, hinter den grünen Vorhang. Am nächsten Tage kommt Vetter Eli von auswärts zu Besuch. Er soll in der jüdischen Schule angemeldet werden. In seiner kleinen Heimatstadt, wo sein Vater Lehrer und Vorbeter ist, gibt es nämlich keine. Eli ist so alt wie Lore, die beiden verstehen sich vortrefflich. Eli hat nicht nur Vaters schöne Stimme, er hat auch seinen frommen Sinn geerbt. Er kennt jüdischen Brauch und jüdische Geschichte. Lore laßt sich gern von chm belehren. Eli weiß soviel mehr als die Kinder im Bund. Lore nimmt Eli ins Wohnzimmer, zeigt ihm die kleine Menora und erzählt betrübt die Geschichte von ihrem Versagen. Eli betrachtet sie: „Natürlich muß sie brennen, ich werde sie heute abend zünden." - Der achte Tag Chanukka! Am Abend prangt die kleine Menora auf dem Tisch des Speisezimmers. Die Eltern und Kinder umstehen sie. Heinz lächelt verächtlich, was soll das? Sie brennt ja nicht! Eli ergreift den Schämmes, und mit Fläminnen. Die kleine Menora erstrahlt. Der ewige Funke, das „Boruch ato" hat sie gezündet. Die Kinder singen „Moaus Zur", die Eltern stimmen ein. Das Leuchten der kleinen Menora erhellt den Raum wie einst in Urgroßelterns Haus. Heinz und Lore haben begriffen, was gefehlt hatte: der göttliche Funke, das „Boruch ato". Biblischer weiblicher Name. 5. Biblischer weiblicher 9tame. 6. Schiff Noahs. 7. Männlicher Name. 8. Land in Europa. 9. Jüdischer Monat. 10. Untergegangene Stadt. 11. Was Gott ist. 12. Weiblicher Name. 13. Hohepriester. 14. Stadt in Palästina. 15. König in Israel. 16. Berg in Palästina. 17. Jüdischer weiblicher Name.. 18. Männlicher Name. 19. Adams Frau. 20 Biblischer Mädchenname. Die Anfangsbuchstaben der gefundenen Worte ergeben hintereinandergelesen ein Sprichwort, das mancher von uns schon erfahren hat. Einsenderin: Ilse Oppenheimer, München.