Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 49 (3.12.1936)
- Date
- 1936-12-03
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Nr. 49 . 1. Beiblatt 3. Dezember 1536 Geist und Wesen der Arbeit im Judentum I. Das Bauerntum Der Lebenswille der jungen jüdischem Gene, . ratio», der von der Kanzlei und dem Sprech- . Zimmer hinweg .ungestüm zur Scholle oder zur Kameradschaft des industriellen. Betriebes drängt, sucht .in der-jüdischen llcberliefcrung Rechtfertigung und Bestätigung des eigenen Wunschbildes. Aber, gibt cs denn Dokumente vom Lein und Werden der jüdischen Arbeit? Tie Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der jüdischen Frühzcit ist in den letzten zwanzig Jahren nur wenig gefordert worden. Selbst die großen Geschichtsivcrke begnügen sich Mit kärglichen Hinweisen oder übernehmen ohne Berslich erneuter Nachprüfung; die-nicht mehr ausreichenden Dar». steUnugen der früheren Generation. > In diesen Erörterungen wird auf das theoretische Für und Wider verzichtet. Wir suchen der Lösung der Aufgabe dadurch ein wenig näher zu kommen, daß »vir aus. den tu zahlreichen Einzeluntersuchuilgen verstreuten Ergebnissen eine hinreichende Vorstellung der älkisraetitischen Arbcitsivelt zu geben bemüht sind. Die biblische Ueherliesernug, die uns so manche . Aufklärung über die sozialen Zustände der Früh- . - zeit schuldig-bleibt, hat uns gerade über diesen Gegenstand keineswegs im unklaren gelassen. . Wir PNI T15 Grosse Auswaiil Bü ■■ MB eleg. Modelle, billige Preis« J. Weissler nur Kürfürstendamm 29 sind ziemlich genau darüber unterrichtet, ob und. in welchem Umfang der Handel eine Nolle innerhalb der altisraelitischen Volkswirtschaft spielte. Lhne llebertreibuug kann man sagen: Während der'ersten fünfhundert Jahre ihrer Geschichte (bis ins achte Jahrhundert, vor nnseret Zeitrechnung'» hatten unsere Vorfahren f ü r den H a u d e l weder S i n n n v ch B e d ü r f n i s. Während dieser ganzen Zeit lag der gesamte Klein- und Großhandel entweder in den Händen der Phö-;' rtizier. der nördlichen Nachbarn Israels oder man. überließ ihn den Kanaanitern. Diese waren ebenso wie die Phönizier von alters her Kaufleute und hatten 'durch die Eroberung des Landes ihren Grundbesitz verloren. So ist es zu erklären, daß der Kaufmann noch Jahrhunderte lang einfach „Kanaans" hieß — selbst zu einer Zeit, als der . israelitische Wettbewerb schon recht merkbar wurde. Die Geringschätzung des Handels wie . aller Geldgeschäfte wird im älteren Schrifttum allenthalben sichtbar. In derältesten jüdischen Gesetzgebung wird ein Gelddicbstahl Höchstens halb so hoch bestraft wie der Diebstahl eines Stückes Bich/ Auch der Handel ivie der Kaufmannsstand selbst standen in der allgemeinen Ächtung offenbar nicht sehr hoch im Kurs. Das hing wohl damit zusammen, daß der Kleinhandel tvie der gesamte Tauschverkehr des Inlandes damals ausschließlich in den Händen der.Phönizier lag, Diese phönizischen Hausierer waren bei allen Kulturvölkern . der alten Welt lvegen ihres Schachergcistes und ihrer Neigung zu kleinen und größeren Betrügereien verrufen. Noch der Prophet Hosen spricht zweihundert Jahre nach Salomo verächtlich vom .Käuaani, „der zu betrügen liebt; eine falsche Waage in seiner Hand". So tief lag diese Abneigung gegen Handklsgeschätte aller Art den alten Israeliten im Blute, daß noch zu einer Zeit, dä der jüdische '.Kaufmann keineswegs mehr eine seltene Erscheinung war, der weise Sirach mit allen Zeichen der Geringschätzung erklä.ren durfte: „Ein K a u f m a n n kann sich schwer hüten vor . U n r e ch t und ein Krämer vor Sünde";- und. weiter „zwischen Käufer' und Verkäufer steckt Sünde". — Ter Srden der Essener, der derselben Zeit angehört (zweites Jahrhundert vor unserer Zeitrechnnngs verwarf die. Beschäftigung mit dem Handel gänzlich, weil er zur Habsucht reize. Unwillkürlich drängt sich die Frage.auf, in welcher Umwelt solche Anfchanüngen sich entwikkcln und tveithinreichende-Geltung erlangen konnten. Die geringe Entwicklung kommerzieller Betätigung in den Jahrhunderten vor der'israelitischen Neichsgründung kann unschwer aus den geographischen Vorbedingungen der' geschichtlichen Situation erklärt werden.-'Für die Entstehung •'. und das Wachstum internationaler Verkehrsbc- ^iehungen bot Palästina wenig Vorteile. Die Küste war hasenarm, schiffbare Flüsse fehlten, im Süden und Sstcn grenzte das Land an unwirtliche Wüsten, und im 'Norden saß das übermächtige Handelsvolk der Phönizier. Neberdies hatten die israelitischen Stämme in der Zeit vor der Neichsgründung mit Kanaanitern .und Philistern um ' die bare Eristenz zu kämpfen. Ties alles könnte indessen nur die geringe Lust zur aktiven Betätigung während eines bestimmten Zeitraumes erklären. Für den Mangel innerer Bereitschaft wie .. für die instinktive Abneigung gegen diese Lebensform müssen andere Gründe entscheidend gewesen Wie der einzelne Mensch, so hat auchs jedes Volk in seinen Lebensaltern und Entwicklungsstufen bestimmte Formen der Zuneigung wie der Abwehr. Bauern, Seefahrer, Hirten und Kautleute werden Menschenund. Dinge, die in ihren Gesichtskreis.kommen, ganz verschieden bewerten. Abneigung gegen den Handel wie Mißtrauen-gegen, den.-.Händler wird -mannur häufigsten bei Bauern» Völkern finden., die lange bei hcrgebrachteik. Wirt- .schafts- und Lebensformen verharren. Tie Bauern der römischen Frühzeit hal^n den Kaufmann und . seine Moral kaum anders eingcschätzt als die Propheten und ihre .Landsleute um . die Wende des 7. Jahrhunderts vor unserer Zeitrechnnng. Ein Baiicrnvolk mit geringen Lebensbedürfnissen iliid einer engbegrenzten Wirtschaftsform wird dem Gebaren tvie den Gaben der phönizischen Kanfleutc nur unverhohlene Abneigung entgegen, gebracht haben. Bestätigen die biblischen Zeugnisse solche vorweg genommene Schlußfolgerung? Anschauungen und Lebensgewohnheiten eines Volkes lernt man am besten in seinen Rechtssatzlingen, seinen nationalen lind religiösen Festen. und.in der Lebensform seiner volkstümlichen Führer kennen. Die ältesten Rechtssätze der israelitischen Stämme sind in den Kapiteln 21 bis 23 des Bnndesbuches (II. Buch Moses sepher habriss niedergelegt. Mgr Weber hat in mustergültigen Iliilersnchnngen die Nechtsauffassung ivic den Geist des Volkes, dein sie entstammen, erhellt. Über diese . Beftiinlnungen, unbeschwert von beit Vorurteilen : unserer Tage und der Last einer tansendjähri'gen Verbildung zu verstehen bemüht ist. wird mit Erstaunen gewahr, wie weit das Bild unserer Vorfahren von dem . überkommenen. Schema späterer -Nachzeichnung entfernt ist. Hier spricht der Geist, eines freien Bauernvolkes, in dem alle noch gleiche Rechte..und Pflichten haben. Königlicher Wille und Bcamtenwitlkür sind noch unbekannt. Das Wohl und Wehe des Bauern wie seiner Angehörigen. der Rechtsschutz seiner Arbeit nnd die Sicherung seiner Habe sind oberste 'Normen für den Gesetzgeber. Schädigung von Acker und Weinberg durch das Vieh wird geregelt, und selbst der stößige Lchse muß noch wie irgendein menschlicher llebcltäter für sein Vergehen büßen. Wer denkt dabei nicht an die mittelalterlichen Tierprozcsie! " Kanfleute werden in diesem Rechtsbnch überhaupt nicht erwähnt. Tie Großhändler und Eelddarleiher des nahen Babhlon fehlen völlig. Von Bedeutung für spätere Erörterungen: Rechtsvor- ' schritten, die dem Beduinenrecht oder den Lebensgeivolnitzeiten der Halb'nömadcn entstammen, sind nirgends zu siuden. Diese Sammlung der alten israelitischen Gesetze enthalt aber auch noch im Anhang eine Feitordnung. und auch m ihr nulltet der nämliche Geist, der das bürgerliche Letzen regelt. Der Sabbat ist .in erster Vnue. ein Rutietag für das Vieh und für das Gesinde. Seine Heiligung ist hier Zunächst eine wpale.Forderung. . Daran-schließt, sich die bezeick»nende-'tz!ahn>n>g. daß . auch der Acker, der Wcinllerg und die De Iba »in-. Pflanzungen, in jedem siebente» Jabre brach liegen sollen. Dieses Gebot muß durchaus' nicht eine ,,spätere, theologische.Konstruktion" sein, wie Weber meint. Es dürste genau wie das Brachjahr der fränkischen Dreiselderivirtsehait in der ivirtschast. licheu Erfahrung vieler Bane'riigeschlechter begründet sein. Auch. die. übrigen Feste. stellen' i» enger Verbindung mit dem regelmäßige» Ablauf des bälierlichen Arbeitsjahres. Treimal im Jahre müssen alle Männer vor Gott am heiligen Drte erscheinen: Im Frühjahr.vor 'Beginn.der Ernte — im Sommer nach Abschluß, der Ernte' — im Herbst nach Schluß der Obst- und 'Büeinlese. Am Beginn der Ernte steht Ehag hamazzot. das spatere Pes sächselt. Der Gerstenschuitt begann und die Erstlingsgabe der Gerste ward dargebracht. Das Ende der Erntezeit bezeickjiiet das spätere W v ch e u f e st (E ll a g s el, e w »-v t ll>. Seine älteren Namen ,.F e st der E r st l i n g e" der nciicn Aussaat l I v m H a.b i k u r i »is oder auch nur E h a g h a k v z i r iE r» t e f e sti, weisen deutlich ans seinen Ehäraltcr hin. Es ivar das Schlußseit der heilige» Erntezeit i,»d die Erstlinge des Wen z e'üf ch n'i t te s wurde» geopfert. Im Herbst aber war das große Freudenfest der Ollsttnid Weinlese, unser L a » b h ü t t.e n s e st, früher richtiger E l, a g h e o s i w L e sei e st genannt. Ein Arbeitsjähr war.'zu Ende, der- 'si-ein -wurde gekeltert und die bäuerliche -Jugend vereinigte sich in rauschenden Fielldentänzen. Ter griech:sck>e Geschichtsschreiber Pliitarch, der das Feit der Alleinlese Jallrllmidrrte später bei ben Inden in der Zerstreining erlebte, nennt es bezeichnenderweise ein „Baechnsfest". ' - - - Ein Volk, das in Brauch und Sitte,, in -Recht und Religion so brivußt und iiberze>:gt sich als Bauernvvlk bekuudet, wirtz auch in-, der Wahl 9Ceccmann 9Co(ima*m Berlin SW, Friedrichstr. 50-51 Die Chnnukka-Sanimlung (Kintopfspende) der Jüdisrheiv Winterhilfe 'der Jüdischen (iemeinde zu Berlin, findet am Sonntag, dem 13. Dezember 1936, statt. Die Winterhilfe -weist nochmals darauf hin, dass Anträge auf Winterhilfe jeder Art nur bei den hierfür vorgesehenen zuständigen Bezirks¬ und Zweigslelleii zu stellen sind'. Das Vorsprechen bei der Zentrale der Jüdischen Winterhilfe in Unterst,ützüngsangelegenheiten ■ ist insofern zwecklos, als die Bearbeitung ausschliesslich 'in dgjt Bezirks- und Zweigstellen statlfindet, und durch ■ Rückfragen in der Zentrale nicht eine Beschleunigung, sondern eher eine Verzögerung des Antrages auf Unterstützung eintritt. Die Veranstaltungen der Seelischen Winterhilfe „Fremle im 'Wiiiter“ beginnen am 19. Dezember mit einem Konzert in, der Synagoge, Fasanenstrasse. Wegen der Ausgabe von Karten--, ergehen weitere Nachrichten, bis sind kür den Winter insgesamt 26 Konzerte, Bunte Abende und andere Veranstaltungen vorgesehen. Die Jüdische Winterhilfe bittet um lieber-. .lassung von Radioapparaten und Zubehörteilen. Angebote an die Abteilung Sachspende der -Jüdischen Winterhilfe.- Rosenstrasse 2—4 (D 1 6711. Apparat 74) erbeten. Für die »..Pfundspende“ fehlt es besonders in C h a r 1 o I t e n b u r g noch immer an Sammlerinnen. Um. vielen helfen zu können, ist gerade die Sammeltätigkeit besonders wichtig. Meldungen erbeten an Frau Riesenfeld, Charlotlenburg. Mommsenslrasse 4. Die .Ausgabe der Chanukka-Pfundspendenpakete beginnt am 2. Dezenjber 1936. Nähere Mitteilungen im letzten GemeintleblaU ersichtlich. Zugunsten der Jüdischen Winterhilfe der Jüdischen Gemeinde zu Berlin veranstaltet der .Synagogenverband Berlin; Gruppe Kottbusser Ufer, am 12. Dzember. 20 Uhr lö Min., in der Synagoge Kottbusser Ufer. Kottbusser (Jfer 48--50, eine Chanukka-Feier. Ansprache: Direktor Heinrich Stahl. Mitwirkende: Kantor Hartenberg sowie der verstärkte Synagogenchor unter Leitung des Dirigenten Gladstein. Karten ä 1 RM sind an der Abendkasse erhältlich. Der Teenachmittag der Jüdischen Winterhilfe wird erst am 24. Januar 1937 stattfinden. Postscheckkonto der Jüdischen Gemeinde zu Berlin: Berlin 93 416. Die Jüdische Winterhilfe benötigt dringend weitere Sammler für den -Westen:—Meldungen erbeten unter Dl 6711 Apparat 50, Abteilung Haussammiung. Die Abteilung Angestellten?.pende der Jüdischen Winterhilfe der Jüdischen Gemeinde zu fBerlin bittet die Vertrauensleute der-. An-. gestelltenspende in Betrieben, bei 'Einsendung, der gesammelten Beträge die Bezeichnung ,;AngestelIteiibei 1 räge“ nebst Firma auf den Zahlkarten zu vermerken. ‘ Achtung Künstler, Preisausschreiben! Die Rcichsverlretniig der Inden iu Dentsibland.. Al'teiliing Ze»tralwollltal,rtsstelle. fordert diinl, ein Vrei-ansschreillen.die jüdiidieu Künstler auf. E nt - w ii r f c f n r die W v H l s a H r t s in n r f e» der.. „B l au e ii Beit r.iizzs ka r t e" einznreickjeii. Die..Blaue Beitfagskartc" sieht inonalliehe 'Beiträge von — .2-',-bis ."> vor. die durch '.lllarfen - quittiert werde». Liese Marsen haben im crsien Jahr die verichiedcne» Gebictc'dcr sozialen Arbeit, im ziveiten Jahr die i>'idiiel>en Feiertage und im Dritten Jahr die jiidiichen Slänime dargeflelll. z. Jicher jüdische Künstler.- der 'Vlitglied des llleiäisberllandes der jüdiick-en .Niiltiirlliiiide ist, darf firi] a>> diesem Preisansickireilleit lleteiligen. Für iede» . 'silonat' des Jahres in ei» Entivnrs einzureilten. Das Jahr der ..Blaneii-Beitragsfarte" lleginni mit dem.l. April ll'!7. Der Entivnrs innß Aiiaalleil über das .vorgesehene Druckverfahren cnthal'len.' Jede Nlarke »ins! außer der aeivählten Darstellung die Bezeichnung des. Monats deutlich sichtbar tra- -gen und Ranni für den Eindruck des Wertes vorsehen. Die '.lllarfen haben im einzelnen eine Größe von 30x10 Milliineler. . Die Anschrift für alle Einsendungen, zu diesem .Prei-ansschreiben: 'üieickisoertrelnng der Inden in Deutschland. Abteilung Zientralwvhlfahrtsiielle,. Eharlvltenbnrg 2, Kanlslraße 15«. T.ie Entwürfe . find mir mit ei nein üennivort zu versehen, der 'Nanke und die Adresse des Ilrhelers sind mit dem Keimwo.rt znsaiiiinen in einem besonderen, verschlvsseneu Briefninichlag-einzniendeu. Letzter Termin für die Einsendniiaeii in der 16. Dezember 1936.. Es sind drei Preise von :',00. 2k»0 und 100 Jivichsmark änsaefetzt. Tie 'brüinng der Entivürfe 'und die Entsisieidniig über die Zuteilung der Preiie erfolgt '»»rer Ansichlnß des Jlechtsweges durch die llleichsvertretnna . der Inden in Tentschland. Abteilung Zenlralivohlsahrtsi'telle.'in Eicmeinschnt mit künitleri'chen Sachverständige». Die preisgefron- ,tcn Ei-itwürfe bleiben Eigentum der Zeutralivolllsahrtssietle, die damit das Recht der. Berviel'altigung erwirbt. Tie Preisträger werden ' bisznin 31. Dezember 1936 direkt von der Zentralivohlfahrlsstelle durch Brief benachrichtigt. Jnlerenenten flehen Btnrken der vorhergehenden Jahre zur Verfügima. -' seiner -Führer-und -Repräfeiitauten diefe-s-.Gefühl zum Ausdruck - bringen: -'Nullt nur die lltomer haben eiinii. Eiuriuuatus: der" vom ..P'luge weg zur Rettling: des Vaieriandes autgeruicu ward. - Auch S-n.-n'l, der. 'erne.--Volkslouig der..geeinten . 'israelitischen Slamine. bleii't noet, »ach" seiner Salbung ein einfacher Bauer ii»b nnirt sein Lchseiigespaun selbit dnrck> die Furchen. Seisie Residenz ist kein salvmvutickier Prachtlla». 'si'-enu er Recht 'spricht und seine Getreuen um sieh verisai'imelt. sitzt er unter, dem l,eiligen Ban'in zu Gibeä. Das Abzeichen seiner königlickien 'Bsiirde üt ein Speer, der altertümlielie Doppelgänger des Herrscherstabes. — And, der spätere Prophet Elisa einpsiiiigt von seinem Vorgänger nnd ' Lehrer Elia die Berufung, ivahrend er mit einem . her. 12 Sckijengespanne des Vaters beim PtU'ige» ist. —' Davids F-eldlianptmann I o a tz baut seine Gerste selllit. Der reiche Maiin in Snnem. Elisas.Gastgeber, befindet sielt selbst bei den Schiiiltern ans dem Felde, und der wohl» chabeitdc Boas', der Schirmlierr der '.Noabiteriu Iß u t h , scküäit »äckils ans der Tenne, um die -Getreideliaiisen zu beivaeheu. Bniieruarbeit niidJBaikernsorge ist der Lebens- . inhalt dieser Geselileckiler. sie seien arm oder begi'itert. Iivch oder niedrig gestellt. Bauernstolz und Liebe zur he.imischpn Scholle, sind bis in die Tage der späten .Nönigszeit lebendig geblieben,' als in den reieliercn Seliichteii die Einsacsilieit der Sitten selion längst enliehn'iiiiden waren lind die soziale,! Gegensätze bereils schroff sieh zeigen. Stelleii ivir ahseliliesiend seil: das israelitische Volk ivar ii» er'ten Halbiahrlaiiseiid ein.Bauern- Volk, selllsigeniigsaiN und llesdieideu i» seinen Au- ' > spriielieii, das dem Handel gleichgüllig, - dem Händler sogar ablehnend gegennberiland nnd Handelsgewinn verallseliente. Die '.Rehrzalil der tvineiifeliaslllehen Aiiloren. die sieh mit uns und unserer Vergangenheit beschäftige», geben dies iiniinnviiiide»-zu. Nur habe» die meisten von ihnen sich damit begnügt, dies ans die llngniist der Berhälliiisse zil-rückznti'chre». die akliven Handel nicht aiitkommeu.liesi. Das Beispiel Salomos und der- Erfolg dieses. löniglick>en Großkaufmanus beweisen. das die änsieren Hemmungen keine im« nberwindliche Schranke waren, wenn nicht innere Abwehrmvmeiite und - .starke.- seelische Gegenströmungeu den 'Ausschlag gegeben hätten. Flavins I v j e p h n s . tvandeloar iu seinen Aiischaiiniigeii nnd treulos gegeniiber seinem Volle, hat ihm dennoch im ' Rückblick auf diese Zeit, ein iinvergängliches Leuiiinudszeuguis ausgestellt: . ' ..Wir bewoline» weder ei» Küslenland .noch habe.» ioir a» H a u d e l s g e s ch ä s t -e u und den daraus, ciititehendl n Znsaininenlressen mit' Fremden Gefallen. Unsere Slädte sind 'weitab vom Nicer gebaut. Da^ uns ein guter Boden znte>l geworden ist, so bebaue» wir il,n. Vorzüglich aber strebe» ivir nach sorgfältiger Erz i e h n n g d e r K i ii d e r . »iid machen das .'Bewahren der Gescsi.e nnd der iiberlieserlen Frömmigleit für dieie zum >»icl>lig>len 'A'erke tuiseres ganzen Lebens." lBZird fortgesetzt.» Dr. .Inliiis Ei.-eiistiidter. Zum Prozess Frankfurter Die deutsche Tagespreise verosfentliclise nachfolgende Nlitteilnng des Denlichen Nacl)rich>cn- Bi'iros 0om 27. November: -- ' Die schmei zeri-silie V resse verö'se.iillicht am Freilag die Znüniuiu'iiictznng des Bündener Kan» . tvngcrichts iür den am 9. Teze'mber beginn,--»den 'Mordprvzesi Franfnir-ler. Lrdentlnlie 'silitglieder des üanlonger-nht--' nnd: Aiaiitimj,(>{ -oroüdent. . Dr. R. Ganzoni, Allregieriingspräiident Tr.Viela, lllechts- und i'irosirat -G. B. A'icvla,. Lber't Gartinan» iind S!andesprä.iid'i''»l Dr. 'll. Sonder. Als Amtslläger ,->>!-hoc iü Tr. Friedrich Briigger, J,echlsanwalt in Ehnr. lätig. Tie Verteidigung von David Franktnrter. der des Viordes >ui- L-indesgrn-ppenleüer Gni'llo'f an-gekl,igt ist. liegt in den- Handen von Reditsänivalt Tr. 'E. Enrti, Zürich, 'jiertreter der Z'ivilvartei >iiid Dr. B.-'Ursprung, Zgirpich, 'llro'eiior Grimiii, Tentnsiland. und Dr. Badritt. El»nr. Tr. Ursprung »vird die Zivilpartei vor Geriihl vertreten.. - . Passenfraxe unrj ^uäentum 'In einem Ani'atz „Tie Einheit de-. Lebens als Mitlelpmilt. c.siter' Forsisinng .niid '-!ll!s'ensli,aft" i..'Nativ-»ali'o;in(iftiteile 'p/onalsljesle", >.;',alngang, '.Ux. >0, fiilu-t Tr. Walter G< r o si unter äneerem ans: ,.Ei»e besondere Slelln'iig -.imiea-halb dieser Gc'äintaisi'as'nng . ra'sisiljgr Notmendigkriten nimmt innere Vollung sicgennber. dem J,ndent>i>n ein. Hier t»nt weniger allgemein wellan'chanlichi: cwer gar ll»eoretn'clie als vielmehr« ganz rein innerpolitisches Erkenntnis linier Handeln heitimmt. Tas. Taiein.'die W'irffamkeil und, die Zerietzniiasarbeit des .üidenlnms i-nt denlsihen Volk in eine erwiesene pvlitjsiite Ta!'ml>c, die uns pir Alnvehr poliiiicl'.e 'Nchsinahwen antgeponngen-hat. Tic Art der Vehnndlnng die'es inncrpo'ltiichcn denli-chcn , 'llroblems ist ansiisiliesilich unsere eigene Angelegenheit. und Tetttschland isi nicht imsiande, sich hierin Einmischung oder Kritik von ansien Morgenröcke, Kleider, Blusen, HVntel, Kostüme, Strickkleidung Belle-Alliance-Str. 105 u. 101 m?0T* h