Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 48 (26.11.1936)
- Date
- 1936-11-26
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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>~x Nr. 48 * 2. Beiblatt L_: 26. JCiEßvember 1936 -r ' Worte von Juden Worte für Juden Das Philo-Zitaten-Lexikon ist ersfehienen ■ ,geflügelte Worte" läßt, ncehr als hundertmal' Homer .seine Helden reden. '^Geflügelte . .Worte" benannte der Berliner ' Lehrer und Ge- ' . lehrte Georg Büchmann in. einem Vortrag all- - gemcirchekannte Zitate und 1864 einen Zitaten-" sd,atz, der zn jedem Zitat an? Weltgeschichte und Weltliteratur auch die Quelle angab. „Geflügelte Worte" und Büchmann selber sind durch Büchrnaniis Buch zum geflügelten Wort geworden; . 9^)manns Zitatenschatz ist, in zahllosen Neuauf- ' tagen und Neuansgaben, als „der Büchmann" zu einem'der mcistzitierten-Bücher geworden. Die neueste Auflage von 1933 enthält im Tertteil nicht, mehr, die Zitate und Namen jüdischer Autoren. Nun erscheint das „Philv-Zitaten-Lerikon" '(Philo Verlag, Berlin. 1936), das jüdische gcflü- ' gelte'Worte sammelt; der Untertitel bezeichnet das Stoffgebiet genauer: „Worte von Inden, Worte sür-Juden". In diesem Gegenstück und Ergänzungsbuch zum Philo-Lexikvn findet man also bekannte Worte verzeichnet, die, aus jüdischem Munde stammend, in den Bolksmnnd, zumindest in den jüdischen Bvlksmuud übergegangen sind -oder übcrgcgangcn sein sollten, — von der Genesis bis zur Gegenwart, von Aussprüchen der Heiligen Schrift bis zu Sätzen jüdischer Wissenschaftler. Politiker, Tichtcr^unscrer Tage. Ter Mann, der die Sammlung, welche Büchmann «inst für die Allgemeinheit schuf, jetzt für das Judentum aus den eigenen Bezirken des Judentums erarbeiten wollte, ist Eugen Thuine nbau m. Er war cs, denn er ist nicht mehr: dieser kenntnisreiche Ivrnalist, zuletzt Schrift- . leiser der Jüdischen Allgemeinen Zeitung, starb über dieser Arbeit, 46 Jahre alt, vor einigen Monaten. E r n st 'F r a c n k etz, der das Buch beendete und herausgab, beginnt es mit einem. Nachruf auf Tannenbaum und dankt, sobald ex die Prinzipien, nach denen er die -etwa 1-00 Zitate sammelte, answühlte und. ordnete, kurz anseinaudergefctzt hat, drei Helfern: Berthold Schidlvf und Rabbiner. S. Samuel fvivie Hans Oppenheimer, der die technische Herstellung überwachte. Eine erstmalige unöhgroßartige Leistung,, trotz freiwilliger Begrenzung, ist entstanden. Zwar hatten auch Büchmann und andere Zitatensaminser die volkstümlichsten-Worte des 'Alten Testaments in ihre Bücher ausgenommen, aber Tannenbaum-Fraenkcl haben unabhängig von diesen Vorgängern und nach ihren besonderen Gesichtspunkten die Bücher der Bibel neu gesichtet: sie haben "vor allein, aus Hagiographen und Apokryphen, aus der hellenistisch-jüdischen Literatur und aus. dem Talmud erstaunlich viel und er-' stüunlich viel Ueberzengendes bcigcbracht. Aber man erfährt auch, daß das Wort „Sintflut" in ' keiner jüdischen Uebcrsetzung dclltscher Zunge vorkommt, und daß die Uebertragnng von „Eigcu- . tum ans allen Völkern" für Israel mit „anserwühltcs Volk" „nur dcrltscher-Sprachgebrauch ist". Wer wenig vom Talmud weiß, der wird aus den hier angezogeuen Worten bi?.r den hohen sittlichen Wert dieses Werkes' erkennen.: diese Erkenntnis, ist um so leichter gemacht;- als die . Talmud-Zitate nicht nach der Reihenfolge der. Fundorte; sondern. iiach Themen geordnet sind: „Gott und Mensch", „Der Nie lisch und die Genieinschaft", „Arbeit und Berilf", j,Recht und Gericht",. .Erziehung.und Bildung" — den Beschluß - bilden die „Sprüche der Väter". Nach einem knappen Mittelteil, der Zitate aus dem'Mittelalter, also entweder aus der in den nachtalmudischen Jahrhunderten entstandenen liturgischen Dichtung oder aus den Werken von Geistesmännern wie Iehuda Halevi, Iiida Ehassid, Mannonides bietet, folgt „Die Neuzeit" mit den »tapiteln „Wissenschaft", „Politik und Geschichte", „.gnnst »nid Literatur", beginnend mit '..Mnnasse bcn Israel und Spinoza, der erstaunliche Aktualitäten aufweist. Hier vernimmt man. daß die während der letzten Jahrzehnte so häufig gebrauchten Ausdrücke „Geistesariftokratie" 'und „Denker und . Dichter" zum ersten Male in den Schriften Saul Aschers (1767—1822) Vorkommen, während die in. der gegenwärtigen Diskussion innerhalb des Judentums. immer ioieder angeivandten Worte „Ivin-ßippur-Indeu" und „Dreitagejnden" endgültig Franz Rvsenziveig und Joachim Prinz zugeiviesen werden. Mit Recht sind nicht nur Zitate ans den Werken von Mendelssohn, Börne, Heine, Moses Heß, Zn'iiz,. Cohen, Hcrzl. Achad Haain. sondern besonders zahlreiche Sätze auch ans Schriften und Reden von Inden unserer Tage angeführt..-.Sätze also von Baeck, Buber. Elbogen^. Rvsenziveig und den Leitern der jüdischen Zeitungen und Organisationen. Hier ist der Wunsch der Vater des Gedankens, daß solche Neuen Worte von den Juden dieser und künftiger Tage oft angewandt werden mögen, — angewandt in der doppelten Bedeut-nng des Worts als „zitiert" und „befolgt". Das gleiche gilt von den Zitaten ans jüdischen Dichtern der Gegenwart. Tenn wer diesen jüdischen Zitatenschatz auch nur dnrchblättert, der merkt bereits, daß das Buch nicht bloß ein Nachschlagebuch sein will, sondern gleicherweise ein Erbannngsbuch: cs ivill Mut und -traft, Schirm '.und Schutz, Halt lind Hoffnung geben. Es will etwas vom „Wiesen des Judentums" zeigen, lind es zeigt viel davon. . Das Philv-Zitatcn-Lexikon hat noch zwei besondere Schlüßkapitel, in deren erstem gleichfalls dieser Geist spürbar ist, obwohl oder vielleicht gerade weil es Zitate „lieber Frauen und von Franen" enthält. Da gibt es, im Gegensatz zu der ort' gehörten Meinung, daß das altjndische Schristtnin die Frau untersctchtze, erschütternde Aussprüche über den Wert der Frau lind ebenso erschütternde von Frauen (Rahel Barn ha gen ist zu wenig berücksichtigt im. Vergleich zu der viel, unbcdentenderen Fanny Leivald. Vertreterinnen der allgemeinen Frailenbcivegnng fehlen ganz«. Ten Schluß dieses Schlusses .bildet eine kleine 'Auswahl von Sprichwörtern und Redensarten,- vorwiegend ans dein iiddiichen Sprachschatz. Wie alle .erstmaligen Versuche,, so zeigt auch dieser...'allerlei k-le»-lNs^FiNswr7dt'iieir jedoch leichl abznhelfe.n ist. To gibt es Drncl'ehler und Irrtnmer. etwa S. 7ä Ariitasbriei ilatt Aristeasbrief.. S. .36, -nn'd 167' Hetmstadt 'statt- Helmstedt. - S. 7.V und lt»r> Ananas'statt Aiian>as:zder Dichter Felir Dörmann (S. l3.> „nd lt'.M ivar. Jude. Oskar Straus» auf Seite 13'».-hat ein s zuviel. ..Vom goldenen Neberilnß" S. -136 in zivar der Titel einer von c Jakob Loeioenberg heransgegebenen. Lnril-Anthologie und wurde s dadurch. zum Zitat, aber das Wort selbst-, stammt ' ans Gottfried Uellers. ..Abendlied". Weriels „Nicht der Mörder, der Ermordete iit schuldig" in»iclit eine Novellensammliing. sondern ein. das ganze Buch ansfüllendes Werk.. 'T_ Die beiden großen alphabetischen Register am Schluß. daS eine nach dein Rainen, das andere nachden Zitatanfängen geordnet, sind sehr ausführlich lind brauchbar. Das Zitatenverzeichnis allerdings erfchivert den'Gebrauch, iveil es nicht aiich die Stichivorte.der Zitate enthält. Schivierige l>nd niibekannte Stichivorte un den Zitaten iniißlen ilicht niir nach den Quellen angegeben, sondern ancl, erklärt werden, sonst zivar bezeichnet, wo sich in der, Bibel das Wort „Haderivasser" findet, aber -was ist Haderivasserivird niaiichcr fragen, ebenso ivie er beb der. Zitierung Sigmnnd Freuds gern ,wissen möchte, was die Stnhivvrte „Odipnskom-. pler" lind „Verdrängung" bedeuten. Für solche, in Erstanflagen erstmaliger 'Böerke kaum verineidbare kleine Fehler ivird man' aber reich entschädigt durch die Ilebernille nicht nur des Schönen. Tiefeii und Erhebenden, sondern ebenso des Ueberrafchenden, Vergessenen und tß'ichtgeivnßten. Man ivird sindeii, daß „Das eherne Lohngesetz" von Laiialle» ..Uathedersozialiiteu'.' ' von H. B. Oppenheim,. „Das Land der iinbegrenzten . Bei Bea*idus Berlin M' 50 DLR NLUE CROSSL ROMAN S a’l m a n Schn c u r Koah Ksndre (I .einen M 4.-) Ille K.rltlki „Olcsp atemraiiboiule. -. beznuhrrnde CcsdiUljlp",wie der Imine DUfcrns gesArirlica hatte, wenn er Jude Rcw-esen .wäre“, ..Sthneur überutriiint tun .'-Dingen, die er uns /.u sagen hat“ In den jinlisdu’ii lUithhundlnnj'en erlrältlidi Möglichkeiten" von L. M. Goldberger stainmt, daß das vielgebrancli'te Schlagn'orl „Die Vlacht . der Verhältnisse" u'riprü.ngtich der Titel eines Dramas von Liidwig. Robert, Bruder der biahel. ivar, des ersten ilöl-rkeS eines. Inden auf einer deutschen Bühne, daß „Wie jren' ich mich,.wie sren'-icl, mich, ivie treibt mich das Berlaiigen" von Mösenlhal stammt lind inanclie Berliner Redensart von David Nali-iclj. — -Unrz. es. gibt ancl, ßiirzioeil in diesem ernsten, gleiclierioeise gelelirlen "ivie belehrenden.- Biuch, in''diesem 29erk der Liebe und des, Fleißes, das von nun an zu dem 'Tß'stand jeder jüdischen Bibliothek, auch der kleinsten, zn gehören hat. Kurt I'inthus 9 Bertha Pappenheims Gebete Nur ''nicht.blind werden —r mit der Seele nicht, dass jdi nicht mehr sähe was klein was gross, was ene was weit, was rastend was tragend, was leuchtend im ewigen Licht. Nur nicht blind werden — mit der Seele nicht, . - Dieses Gebet steht rieben eiiiigen zivanzig anderen in einem schmalen schwarzen. Heft, das der Philo Verlag soeben heransbringt: ..Berti,a Pappenheims Gebete, ansgeivählt inid Iierausge- . geben vom Jüdischen Franenbnnd. Nlar'garete Snßmann hat dazu ein knappes Nachwort geschrieben, in dem sie in ihrer sein sinnigen Bteise die Gebete und die Persönlichkeit der Verfasserin alisdentet. Die Gebetsterte sind im Faksimile wiedergegeben. . Sv-spricht'.zn uns neben der Innigleit und Tiefe des.-Gefühls die kraftvolle Sihrüt. die »ns die streitbare Persönlicl,keit Bertha Pappenheims vergegenwärtigt. Und gerade dieser Gegensatz von Wc.ichl>eit »nd Härte, von'Gefühl und Energie zivingt lins moderne Menscth'n in der Haß. der Tagesarbeit zur genußvollen Besinntichkeit. ivenn wir dieses Heil animachen. Uiid mit ihr möchten ivir-.beten- „Ich-'iveiß nicht ivas später ivird.. Drum laß mich zum Aenßersten meine Pflicht, tun." - Iw. M. E. Stdnia Stern: linl Süss. Schocken->orlajr, Berlin. Wieivöhl während der beiden erilen Jahre nach der Hinrichtung des beriilsinleslen Hosjnden Joses Süß-Lppenheimer bereits Hunderte von Fliig- . scl>riiten über seinen abenteuerlichen Ausstieg und Sturz erschienen, in den folgenden zweihundert , Bei Btattdus Berlin W 50 de:i i:iuoi.gri:k:iii. i>ai,.,\stina-roman Margarete Moses „DIESEM UMD AUCH JENEM HAI GOT1 GEMACHT?'w,:*!.-). „\n zwei wlihtlge Crobleme ilcs neuen großen Aufbauwerkes Ist eine mutige: Iran hier mit offenen Augen herangelreten. (JlUl.. flundsihmi) In den jüdisdicn Budih.indlunpfen erhältlidi Erinnerungen an Arthur Schnitzler . Von Georg Hirsehfeld- Mit dem bedeutendsten jüdischen Tichter Oesterreichs.verband inid) eine Freundschaft, die von dem Frühausstieg des Tramatikers bis zu seiltem He.rbst'tvde dauerte. Seltsam auschlußreich kamen in diesen füufuuddreistig Jahren die Bildnisse Arthur Schnitzlers zu mir. Das erste, von vor vierzig Jahren also, gibt den Dichter des „A'uatvl" und der „Liebelei", das zweite, von 1901, schon den . großen Autor gefestigten Ruhnies, das dritte endlich, von 1931, den greisen Schnitzler, den Dichter der Liebe und des Todes, der doch noch ein Hiob geworden, alt tind lebeussatt. ^.Ten.Schnitzler des jultgen Bildes sah ich zum erstenmal im Jahre 1896 bei Otto Brahm. Es war in Berlin, nicht in Wien. Der Dichter der „Liebelei" kam aus dem Deutschen Theater, wo er mein Sd)auspicl „Die Bcütter" gesehen hatte. Die Photographie jener Zeit hat ein wenig von dem Pathos eines siegessicheren Lieblings der Burgtheaterwelt. Es war gut, daß ich sie nicht vor dem Original gesehen. Dieses nämlich, das mit Nudvlf Rittner damals heiter und lebhaft in Brahms Wohnung erschien., hatte gar nichts „Zurechtgemachtes", nicht einmal die begreifliche Formung eines schonen jnn-gen Mannes'durch den lvachsenden Ruhm. Gütig, zugänglich, seelisch wißbegierig, ein echter.Üamcrad, trat er zu mir, dem elf Jalsre Jüngeren. Tiefer noch, als dieser bewegende Eindruck war ein Gefühl, das sonst nicht aus der Theaterwelt kam: der Dramatiker war ein Arzt. Sohn eines großen Arztes. Gin Enthusiast der Bühne, wie viele Wiener Wissenschaftler, streifte Schnitzler ihr Blendwerk ab. /Manfand diesen echten Mannunter keiner Schminke. - Damals gab er mir jenes erste Bild, mit Arthur Schnitzler: 1896—1901—1931 der Widmung, die das junge Ungestüm .der Schriftzüge zeigte, das im Gegensatz zu' Schnitzlers später oft-beklagter-Eigenheit noch um .schone Xeiitiidjfoitbemüht war. In jedem der vielen Briefe, die ich später von ihm erhielt,-war.mindestens ein Satz, den ich nicht lesen.-höchstens erraten konnte. Und doch gehörte dieser Poet zu den beherrschtesten. die mir in meinem Leben begegnet sind.. Zu dem zweiten.Bilde führte die schöne Zeit in Wien, dessen Gast sich alljährlith wurde. Behaglich, etwas lässig, eine Goldwaage für 'menschliche' Werte im' Gemüt, steht , der Junggeselle da, der noch bei seiner „Mama" wohnte, in der Frankgasse, lsinler der Botivkirche. Es war dev Dichter der „Liebelei", aber keine Gestalt dieses Sthauspiels, nicht Fritz, nicht Tlzeodor. Er gehörte .nicht zu der -merkwürdigen .Üategvrie der Wiener jiimzeu Leute, die immer elegant und ' erotiich ivaren. die immer Zeit "hatten, und der. Frage üach ihrem Beruf nicht standzuhalten brauchten. . Schnitzler kannte sie "nun.. diese At ensihenart. - die. sich. selbst ta n in" kannte, er ivar durch dieses Stadium l>i 11durchgegangen als Künstler und .Uritiker. Seine eigene Welt hob und weitete fiel, iin Geist - der Musik.'" Tie Genien Beethovens.. Äiv.zarts und 'Schuberts' umschwebten ilsn. Oesterreiihs Söhne und Ätzahlbürger. Icl) hatte in Wien noch an Mar'.stalbecks Tiich neben Johannes Brahms gesessen und wußte, ivas aus Nvrdland 'an der schonen-blauen Donau gedieh." Ter schwere Ernst liebte die göttliche Heiterkeit, und Johann Strauß lebte noch. Schnitzler fühlte sicl) stark zu Gustav "Malsler.üingezogeu, den er sich von Werk zu Ätzers - ericl,!oß. Mvch sehe ich/'den-Dichter' neben seiner Mutter am Flügel sitzend an trauten N'aclnnittagen: Mahler, Brahms und Schubert wurden mir, dem einzigen Hörer, durch das. meisterliche vierhündige Spiel zngeführt. . ' ' Dann saß ich Schnitzler in seinem Arbeitszirnmer gegenüber. Wir sprachen von Dingen des Lebens lind der Unnst. selten von unseren PlÄien.Iiie von Franen. Ein weltbürgerlicher "Geist °war Schnitzler, ivie Georg-Brandes, der dänische Üritiker, der il)» verehrte, aber seine herbe, unbetonte Art deckte absichtslos die tiefere Hei-mat. Er ivar nicht gläubig, doch sein Ettsos^taiii aus jüdischer -straft. Besonders im Oesterreich jener Tage bewälsrte sicl, dieser Stolz, diese Streit- -barkcnt. die keinen' lvegner suchte, u'nd einfach da war, wenn es jüdisil>es Seelengut zu schlitzen galt. Aarli-Palästina kam der eifrig und tief genießende-Nleisende nicht.-aber in Salzburg, in Südlirol. in Tiüiua.tien fühlte er die Sonne, die einst den'Teinpel.Zions beschienen. Daß er. der scheinbar dein.Rassenlind auch dem Ulaisenprobleni Ferne, es »iclst nur künstlerisch interessiert, auch leidvolt erlebend erfaßte, bezeugt der eine große Roman, den er geschrieben: „Ter t!ßeg ins Freie." tlöiener Eros durchströmt und i'imschiinme.rt auch .'dieses.Bß'rk'. es gilt der Ftevaiitivortung des jungen' Mannes g'nr das Mensclientuin der -Geliebten, aber plötzlici,. bei Sc'l,nitzler großartig überraschend.", tauclit ancl, jener Probleinatisiche lind Zerrinene aus, der l,eimat-. los zwischen den sicher o'elseiinateten des alten Oesterreichs ste>,t. der Verfolgte, hinter dem schliel,te Gesnndl,eit seinen Verfolger sieht. Ergreifend l,at der Tiihter diesen Grübler und tphilsier im beladenen Ich. diesen Vcißtranischen lind Eifersüchtige», der im Zauber , Bei Na, Btandus Berlin W 50 JÜDISCHE hlMDER ~ IM EREZ-ISRAEL Kin l ofolxidi inil 20 Aufnahmen M. l.Oo. — (Ausland M. r.So) .. man sieht, wie etwas Neue. Hlrd, wledas Land bereits n Gesidit und Mallung, des Klndes'4U formen beginnt In den jüdisdicn Buchhandlungen erhältlich -• \ / /