Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 47 (19.11.1936)
- Date
- 1936-11-19
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Philo-Zitaten-Lexikon - Nachdem das Philo-Lenkon in knapp yvox Jak^n 25 000 Käufer gefunden hat. legt der P h x I o V e r l a g.fetzt ein neues Nachtchlagewerk vor, das Ptzilo-Z.i täte n-Lcrifo.ti mit IL’00 Stichworten und einem umfangreichen Negisterteil. Eugen T a n ueuch a uin hatte das Buch geplant und begonnen. Nachdem eile tragisclies Geschiek ihm die .rfrber. ans der Hand nahm, hat Ernst Fra mi k e l tue Arbeit gesichtet, ergänzt und . zu Ende geführt: "Wir entnehmen seiner Einleitung zu dem. Werk, das ivir noch ausführlich besprecheu werden, ^nit Erlaubnis, des - Berlags^ den-folgenden Abschnitt:: ■;■ D i e § ch r i f t l e i t u n g. Ter Mangel, einer gedanklichen Definition .des Biegriffs „Zitat" oder „Geflügeltes Wort" nach Inhalt und Abgrenzung ist bisher-von rillen Her- - ausgebern ähnlicher Sammlungen betont worden. Er ist in diesem besonderen Fall von Vorteil, weil er den Raum fiir die Erfassung von Wortprägungen und. Gedankenäusdrücken ausweitet. So. bringt dieses Buch ,/Worte von Juden' — Worte für Juden", soweit sie trotz ihrer verschiedenfarbigen Tönung in ihrem Sinn über das Zeitliche: hinansreichcn und für das Wesen des Judentums von Bedeutung sind. .Manches dieser Worte gehört zum Bestand des allgemeinen- Sprachgntes. Von der Genesis ^bis zur Gegenivart wird versucht.'ein Bitd des Ideenreichtums, der -.ltnbedingtheit des Ethos", der „Forderung nach dem 'Absoluten" zu geben, die. mehr oder minder ausgeprägt,. das jüdische Leben durchziehen. Praktische Lebensweisheit unserer Väter, ihre seelisclze und geistige Haltung gegenüber den Zeitfragen . haben ihren Niederschlag gesunden. Daß dabei Worte ausgenommen ivilrderi, die für frühere Generationen geläufig waren, uns aber verloren zu gehen drohten, wird als berechtigt gerade in unseren Tagen .anerkannt werden, in denen 'sich der Sinn für den ewig wirkenden Wert jüdischer Geschichte und-Traditiön nell belebt hat und als Bereicherung empfrinden wird. Dichtung als seelische Allsd.rmksform, jüdischer Witz und jüdischer Humor — in ihrer ivahren Gestalt und nicht in ihrer Verzerrung! — haben in gleicher. Weise Anspruch, in-.einem solchen Buche zu erscheinen. Das weitgespannte Thema konnte im vvrgeschriebencn 'engen .Nahmen..keineswegs' erschöpft werden. Zu weit in die Zeiten und Zonen erstreckt sich das . Gebiet, auf dem es galt, - den geistigen und seelischen Formen jüdischen Lebens nachzuspüren. An die, welche dieses Buch zur Hand nehmen, sei daher die 'Bitte 'genchtet/ durch ' Anregung und Ergänzung an dem Ausbau dieser Arbeit mitzuhelfen und sie zu fördern. Lun8tau88teHun§en Im Fvpcr des Theaters inder'Kommand a n t e n st r a si e in Berlin wurde, durch Dr. Werner Lev ie eine Ausstellung photographischer Arbeiten von A e n n e M o s n ch e r iKaneli eröffnet. Es sind Meisterwerke der 'Kamera, die diele Photographin auf mehreren Palä.stiuasahrte'n ausgenommen hat. immer in dem Beürcben. das.. Thpi'che senzuhalteil. nur Wesentliches zu geben. So gelang es ihr-, iu-den.vielen Photos die Neilere des Lichts zu spiegeln, eiiieii,Abglanz des-Lebens' des bunten Bölkergeivimmels in Palästina zu. vermitteln^ und aus diese Weise vermöge». in diesem seltenen Falle die.' Phvtographien^in ivirklich dekorativer lind ,bereichender liLaudschmiuk zu sein. Die Architektnraufnahmen scheinen mir - mit am beiten, der Ausstellungsplatz der Levante-Meste in Tel-Aviv. der Tempelplatz mit dem.Aingang zur Lmar-Moschee, das Kafiehaus am N.eer. oder die englische Polize.istativn mitten im Wüsteusand. vor allein die Acusierungen des Neileu Bauens in Palästina, die, was die Baudetails betrifft, so schiver ainzunehmen sind. .Man könnte sich vorstellen. dasi Flilzgeuaufnahmen wirkliche Mittler zivi-scheu moderner Dacharchitektur und Publikum sind. Aenne Mosbachcr hat diese so gut gelungenen -Kamera- Arbeiten von der Spitze eines Fahnenmastes aus geicliafsen. sie hat-überhaupt keine Blühe gescheut, immer und immer wieder den 'Apparat einzusteltcn, sei es. daß es ihr darum ging, die jüdischen .und. die aradischeu Pleiischeu zuphotographiere», vor allem die Kinder, sei es, daß sie auch ans den industriellen Bezirken ihre Anregungen nahm. Im K.-C.-Heim in derTauentzi'eiistrasie, Berlin, zeigt Julius Noten bäum -eine Kollektivaus. stelliiiig. Zwei Säle Lelgemälde. ein Saal mit Agnarellen, Zeichnungen m-id Paitolten — man bat ivirklich Gelegenheit, den/Maler kennenziilernen.' falls man ihn-noch nicht kennen wüte. Er arbeitet ja schon lange in Berlin, ist uns ans Ausstellungen. Ateliers und Wettbewerben vonfrüher eine nicht alltägliche Erscheinung. ist auch im Jüdischen Museum mit dem Simson-Bild vertreten, zn diesem biblischen Gemälde, dem Thema nach, und auch künstlerisch gemessen, 'denn in den Gestalten schivingt etivas von der Herden Wucht und der leg. »enden Kraft des Buches der Bücher, ist Rosenbaiim ei» Meiischeii'childerer, der die Figuren mit sprechenden Gesichtern gibt. ^Er tut es aucl, in dein sechs Jahn> früher datierten „Joseph ivird von seinen Brüdern verkauft" oder im Pastell „Abfahrt nach Erez". Porträts.bringt die 'umfang-, reiche Schau nur wenige, allen voran das Bildnis von Dr. Bernhard Kahn,, dem europäischen Generaldirektor, de? Joint, tu dem der geschulte Zeich-/ ncr Julius Rosciibaum herausgc'uhlt wird.,/ Aber dtinn sind da Laiidü-lia'teu. Auslchuitte / aus Italien, aus Deuklchlaud. aus Prag Hänge.»' mehrere Stratzeubilder. Architekturmomente aus. .vielen Gegenden, Wie die Motive ivanderii. mal hier, mal dort auftauchc.u. aüsgcbaut.werden lompositiviiell. - in der .reiche» -Palette Nvieubaums- Veräiideriingen unterivorieii undivie der Du't der Nordseeiaudscliait in l'.'-.'a geichas-senen Aaua- . retten ledeudig ivird. ein Segel ne'rvt üch vor dem Winde bläht oder die Sonne von Ftinsbera und Berlin-Schüiieberg üch anders in der Land/haNgibt. das alles erfährt mau bei eiiieiü Riindgang gerade durch die Schi» :dererdhait nahen B,al-. kuuft.von Julius Rvienbainii. -..«.-B.- - Auktion der Stinnes-Graphik- Sammlung v Unter den Berliner Ver'teigei-uiigen im 'N'o- "bemberlialnir -tue Aukrio-ir-bei H o l l it-e in 1 P uppe l am 1».-nud t l. eine besondere Sielluug ein. Es ging da um tue Aiistosimg der - Kölner -Sammlung. Stiiines. deren erster', Teil schon im:Frühjahr lü-ü'. durch 'dasselbe Berliner Antignariat nnter den Haminer kam. - Schätzungstveise umfasite die Kollektion »wder- ' »er Graphik, die der IMveritörbene Negieriingsrat Dr. Heinrich:Stinnes ziiiammengebracht hat. Biätter. Das Haiipliaiiiiiielgebket ivar die moderne Graphik Deutschlands des letzten Viertens des l'.>. Jahrhunderts dis zur Jetztzeit. - und es kam da ei» Besitz zu-staude.. der Uickeiitos alle . Schule» nnd Knustrichtuiigeii iimiasite. wobei vor allem auch die jüngere Generativ» zu Worte kam. Die zahlreichen Fäden, die.sich von Deutschlaud auch .nach dem Ausländ spannen, und die maiiiiig-- sachen Wechselwirkiingen zivischen'Te»tschlaiid,iiiid den andere» Ländern,:vornehmlich'nach England »nd Frankreich, veranlasiten den rlnüiiischeii K>in>lsrennd, nicht an hen Landesgreiizeii Halt;n machen. AKr verweilen bei den kostbaren Blat- - terii der--französischen Jinpresuniilen. bei de» um« fangreichen Kollektionen von Telacroir. Toulouse. Lantrec. Picasso. Pissarro. Danbigüi,. Goha nnd Ensvr, Munch. Fölicien -Hops. Eözaniie, Ear« riöre.'Degas sind'nur'einige iv'enige Namen, .die mit hervorragenden graphischen Arheite» iii der Saiiimliing Heinrich Stinnes zu Üüvrte. kvilnnen. Durchblättert man den interessanten Katalog, so notiert man ferner mehrere Lithographie» von Mare Chagall, die Darstelliing eines Banernhoses ilnd.eiiies liegepden Nlaniics. vor allem aber eine Kaltiiadelarbeit, das Bild eines Nabbinei >. Dieses Thema hat der mm in Paris lebend^ Künstler ja vit angeschlagen, niibcrgesilich .sein Lelgemälde, das früher im Manitheimer Btiiseum hing, : Bon Lvvis Evrinth stellen sich in der Berliner Versteigerniig ungefähr 7»u Blätterdarnnter das .Bildnis des Kammersängers Schivarz und .viele biblische Darstellungen. Von dem in Leipzig « lebenden, snr die E.-V.--Zeitung -schon viters tan» gen odiiard . Einschlag beiasi- Heinrich stinnes ii'iiii '?!rbeiteil. >iii 'Herrenbildnis, das.Portrat W. LÜwalds und-,mehrere, Fräüeiilöpie.','Moritz Hcliman» mit eiiuaen Kriegsblatlerii. " toi-le Kis». liiig mit.bladierinigen niid Hllhographieli. Mavüeti,,, Nogan mi! <->o! n'chintteii. L--sar Nokoh-hla ni. a. mil dem -Bild.n'is des Tietilers -ti'öaller.-Haien» ., clever'- einer HiUw. Pivics/Hevn,-ivoi,' dein der -Katalc-'ä ber-iclilci das; - dieser - Knnu-ler ' in '-tua- - reggio - lebt u Ephraim Bloies Lilien.''/Sigmund -Lipin'lv, /-rngeüeni Lu'dn'-rg - -Bie,d>ier..i --der »nt vierzehn .'-Arbci-ten 'vevlvetcn - ist. Moriz Metzer. - Jo'evh Lppeiiheimer-. '''lar L ppeiihciiner, Ern't Lvpler Emil: Cvl.tf' EiiJn 'EoHner und .mir einige --wenige, die nur. liier lieiiiieii.-loiiiuui-.- llntcr dtp.i . '..,-Säi>iiiicl->i-N-mmc:rus-E-di-e -- in-«.-diciclii- --Verstcige-: - '.-rii-ii'gsvcrzeicliiiis,'.-zü'äüiinz-uM'eLltv sind, -lunysjÜP.nv... wir E./.Emiciii,' I.. -N »jzbäü.üw -Hugo. tnuk, - 'B> Gold>'clii»idt,-/- Euctis: - --Daun uurd-dcr alpha- - benicn gcl>a:ici>e Ualalog -nocl,. ciumglweiter- -getiihrt. und er -bringt-- zule-hl lioch siserke von /Arthur Legal- - Jacob Steinhardt. Eugen Spiro. ■ 0. N . Der frühere Aeguvtologe der Leipziger llui»' verülai- Pro'e''or-'-«üe'brg S t e > » d o r s.f. ivird an, l.'. muunber 7-'> Jolire all- In der Propi)» lae» uiinugeiäuelüe l>at er den Band 'uver J'teghp» Ie» geieliriebein au>-t> den ..Baedeker tür Aegnpteii" l,at er .in immer neuen Bearheilimgen lieraiis. gegeveii- -Lange Jali-r'e lial der Jndilar auch die /.-'.ei-lieliriit iür-aghptiiche Sprache »»d Altertnms» ' künde" geleitet. ------ - Getieinirat Vrose'wr Dr. Adolpt, Gold», i cl, i» > d t . geboren isii-t in Haiiiburg. irnher C rdin.n-m--' inr \\ >> » II » e i el, i ch I e -an der Ber? 1 uiev nuimu-Hliii. uurrde. auliiülicii der uuu-Jahr- - Feier der Harvard Univeriitn. der älteit-en Ilniveriilat der Vereiiiigliui 'Slaaien. im S.epleniber d. I. m11 dem Tilet eines E >1 r-e » d o t' l o r s ans» -Ani'-- Anord-iiiliig des po'lniiclien/ Bll.dimgs» »lini'terslind einer Ne,he Vvn Personen, die sich iiin -Lilecalur. 'Kimil»nd 'Vöisjenschait -verdient,'geinailil haben, silberne und goldene ..Akademische Lorbeeren" verlielie» worden.. Die' goldenen Lor- I'eere» erliielt >1. a. der. bekaiinte polnischii>discl,e S clirii-lsleller -Hoieph BE i t l l > ii. slni Einladung der. All:ir«l -!’’i-i^ö„ Jrtiituiitl |,iiit Dr. Felir ,v a l f an der Vl »> N e r d a »> e r lüiiversital -, November nnd Dezember eine- -Niulie luui LUortragen ziir ,.E iniuUtn.in^ in chie - , all jiddische Lileraliir des- M. bis' 17. Jahr- ' ')1Jiiic-N. HaiMim L nz za t o s A'>er'k ..Tlnl’atli ,.t Ihr l:|>riiilit" ist ui der von her .Irwish l'n- 111ir.ifcuit,i Surirly N'eiv'Pork -ver.iii'Iallelen »las. jilerre'rlie von Proieisor Niordecäi -U a,p l a u vom i<-h iii(i.iluri.,;ii Si'iiiinaiv heraiisgegehen nnd ins E-iigliiclie übersetz!- ivorde».-.. HOTELS IM) S.\> \TOI*II’\ Sanatorium ürunewald! Streny klinisches Haus mit allem Komiort lur innere und nervöse Leiden und Rekonvaleszenten. Grolicr Park. Aerz. lliche Leitu'nß: Dr. B. Hahn. 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