Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 46 (12.11.1936)
- Date
- 1936-11-12
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Ire H Mo Zeichenunterricht HERBERT COHN W 15, Parlier Strasse 25 26 Kleine und grosse Politik um Polens' Juden den, ist ihre Macht.und ihre Wichtigkeit als eine Psychologische Tatsache des Politischen Lebens gewachsen.^ Und - uns .* begegnet hier grundsätzlich in allen Ländern die eigenartige Erscheinung, daß in.dem Matze wie sich die Parteien entwickelten und entwickeln, - die Fundamentaldemokrie abnimmt. Tie Anteilnahme an den Arbeiten -der Lrganisationen und Parteien geht immer mehr 'zurück.und findet höcksitcns bei besonderen Anlässen omen immer nur iinvulltummenon Ausdruck. Ten * Kern einer Organisation oder Partei aber bilden einige wenige sichtbare Menschen. Das . jüdische politische Leben nimmt daher immer, mehridivkratisehe Formen an: nicht inehr die Mehrheitsher-rschast ist . ausschlaggebend; sie funktioniert immer mehr nur als Plebiszit, als Zustimmung oder Ablehnung i!T einem besonderen Falle; sonst aber, in der. täglichen Praris, kommt cs nur auf die Prüfung und Entscheidung dieser wenigen Führer und Persönlichkeiten nit, die in den Gemeinden, den Organisationen lind Parteien sitzen.- Aus der anderen Seite werden bestimmte Anlässe oder Zustände im (Gegensatz 311 früher immer weniger Ursache für die Bildung von neuen Parteien, sondern höchstens Ursache für die Schaffung einer besonderen Hilfsorganisation wie z. B. das Council for Görman Jewry. Aber sonst ist für jede auftauchende oder aufgetanchte Frage des sozialen Lebens eine Stellungnahme oder Lösungshandhabung in einer oder den verschiedensten konkurrierenden Parteien und OrPänisativnen bereit. Sie. haben die.Tendenz zur Universalität. . Alle diese ständig auftauchenden Probleme und Fragen erfordern immer mehr ein groß- - zügiges Planen, an dem alle Organisationen oder Parteien ans Grund der jeweils gegebenen Situation der Iudenheit eines Landes oder der Welt teilhaben oder.teilhaben müssen. Solche Gedanken über Planung und Regulierung Kranken-Versicherung | Auto-, Unfall - und jede andere Versicherung ) werden ja heute nicht nur aus der Iudenheit heraus geboren; sie werden geradezu an sie herangetragen. Ein klassisches Beispiel haben wir in den letzten Wochen in der Wanderungsfrage 'erlebt. Tie polnische Regierung hatoffiziell die'Inden anderer Länder zur Unterstützung . der. jüdischen Auswanderung aus.. Polen ausgefordert, was durchaus zu einer neuen jüdischen Planungsstelle oder Uinbildung von Lrganisationen führen kann. Ta ist weiter der Jüdische Weltkongreß, der im August zum ersten Male in Genf zusammentrat und nach seinen Bestrebungen weitgehend gewisse Ausgaben von Organisationen koordi-.. nieren will und z, B. in der Wanderungsfrage die zusammen'assende Stelle all der Organisationen werden möchte, die sich heute mit jüdischen Wanderungsproblemen befassen. In welcher-Weise huch dieser Jüdische Weltkongreß bei seiner Lückenhaftigkeit und als,ein Torso, der er heute ist und bei seiner Belastung durch rein politische Fragen enlwickcln wird, steht dahin. . . . Tie Iudenheit in der ganzen Welt hat heute . ihr Formproblem: die Juden in den einzelnen Ländern srageii sickpioder sollteti es doch tunst wie sic mit den vorhandenen Organisationen die gestellten'Ausgaben lösen können; welches die Menschen und Gruppierungen sind, die hier eine Rolle spielen: welchc äußeren und inneren . Kräfte aus einen Reu- und Umbau drangen. Wir werden jeden.., das; znm 'Beispiel Tendenzen für eine Fnsalnmenfassnng der Orgaujsatiotien und Gemeinden' in einem Spitzenverband als Geiamtvertretnug eigentlich überall vorhanden und., datz cs aber, doch darüber hinaus kaum eine Formel gibt, auf die man jüdiscbcs polnisches Leben >n der Welt bringen könnte. Es gibt mir das Otziüen von Biensche.n - und Gruppen nüd Dingen und Tatsactien, die. . wir vor uns ansbrcilen miissen. um .uns, wenn auch tastend muv in einer Zeit zurecht-, finden zu können. die die Politik im Judentum und ihre Ausrichtung ans die Ersorder-. nisse'des Augenblicks so problematisch gemacht hat. die vielleicht darüber hinauöchie Frage gestellt hat. ob nicht alles ein llebergang.ist zu einem Blorgen.. das wir heute nur ahnen können. ahzg. Bei der »Feier des polnischen Unabhängigkeitstugcs haben auch einige Juden die Erinnerungsmedaille erhalten. Bei dem neuen Marschall von Polen, R y d z - S m i g l i. sprach eine Abordnung des Verbandes der polnischen Rabbiner vor, um ihm Glückwünsche zu diesem Fest zu überbringen. Tie Vermutung, daß bei den Unterhaltungen des polnischen.Außenministers Oberst B e ck anläßlich seines Besuches in London mit dem englischen Außenminister' Eden auch ' von -der polnischen Judenfrage die Rede sein werde, hat sich bestätigt. Wie die ITA erfährt, hat. Beck Polens Interesse an. der. umiuterbrochenen Fortdauer der .jüdischen Palästinawauderung hervorgehobcn, wahrscheinlich, um die. englische Negierung zu veranlassen, dem Berichts den die Königliche Kommission über Palästina erstatten wird, auch . unter diesem Gesichtspunkt zu prüfen. ,;Great Britain and the East“ erklärt hierzu, daß Beck die englische Regie, rnng in dieser Angelegenheit wahrscheinlich nicht . sehr willfährig gefunden haben dürste. Trotz aller Sympathien gegenüber Polen und den polnischen Inden sei Palästina ein Empireproblem, das unter englischen Gesichtspunkten betrachtet werden müsse. Andererseits veröffentlicht Lord Mclchett im - „Spectatvr" einen Aufsatz, in dem er die regetmäßige jährliche Auswanderung von Zehntausenden von Juden aus Mittel-tund«,Lsteuropa nach Palästina fordert, um die Iudenfrage so auf „mathematischem" Wege zu lösen. -Am 1(5. November wurde in Gens die Sitzung der Kominissivn für Wanderungssragen beim Internationalen Arbeitsamt eröffnet. Tie polnische Völkerbundsvertretniig bei der letzten Völkerbuiidsversammluiig hatte angckündigt. daß auch im Nahmen dieses Greiniiims ihre Pläne für eine großzügig organisierte jüdische Auswanderung aus Polen zur Sprache kommen würden. Auf der Tagung des Verwaltungsrates des Internationalen Arbeitsamtes hat der polnische Vertreter mitgeteilt, diese Aussprache werde ein Vorspiel zu internationalen Diskussionen bilden. Sie habe jedoch mehr demonstrativen Charakter als . praktischen Wert, da die Kommission nur ein be- - ratendes Organ sei. Die Unruhen auf den polnischen Hochschulen bauern an. Nach einer großen Demonstration in Warschau kam es zu Massenverhaftmigen unter den Studenten. .Nach wie vor stand die Forderung, den. jüdischen Studenten „Ghettvbänke" anzuweisen, im Mittelpunkt. Seitens der polnischen Hochschullehrer und Rektoren ist dieses Ansinnen der nationalistischen Studentenschaft überall abgelehnt worden. Im Verlaufe der Auseinandersetzungen sind die Universität und die Technische Hochschule in Lemberg und die Universität in Wilna aus unbestimmte Zeit geschlossen worden;- Pogromartjge Ausschreitungen werden aus dem Städtchen Jabtonka-Kosciv, aus dem Torfe Tembiaaus Lcwrikow in Lstgalizien. aus Lodz und aus Wilna gemeldet. Ueberall kam es zu schweren Unruhen, Juden und Nichtjuden wurden verletzt oder getötet. Tie Praris der polnischen Gerichte bei, der Aburteilung von Erzedenten ist schwankend. Das - Kreisgeri-cht in Bialystok hat Bauern, die alle . jüdischen Mitbewohner ihres Dorfes mißhandelt' . und mit . dem Tode.bedroht hatten, teils freige-- sprachen, teils zu leichten Gefängnisstrafen, mit Bewährungsfrist verurteilt. Hingegen hat das Kreisgericht in Radom einen jugendlichen Raub- Mörder, der^Zwei Inden getötet hatte, zu zwölf Jahren Zuchthaus verurteilt. Mit den wirtschaftlichen Problemen der polnischen Iudenheit beschäftigte sich eine in Warschau tagende Konferenz der „Ork"-Gesellschast. - Ein Arbeitsbericht für die letzten zwei Jahre ließ erkennen, daß starke Bemühungen darauf gerichtet, sind, die Inden in produktive Berufe einzuglie- . dern. Fachschulen und-Fachkurse wurden eingerichtet. Industriearbeiter geschult. In den kleineren > Städten ans dem Lande hat der „Ort" Dr. Kurt Alexander über die Reichsvertretung Tr. Kurt Alexander (Krefeld), Mitglied des Beirates .des Jüdischen Central- Vereins, der kürzlich in den Präsidialausschuß der Reichsvertretung berufen wurde, veröfsentlicht im „Gemeindeblatt für die jüdischen Gemeinden in Rheinland und Westfalen" einen Aufsatz über „Die Haltung des Judentums zur Reichsvertretung". In ihm gibt er einen Ueberblick über die Entwicklung- ' jmd die Arbeit der 'Reichsvertretung. . Ur- 1 sprünglich' sollte die. Reichsvertretung eine Vereinigung von Männern, sein, die kraft ihrer Persönlichkeit berufen waren, die-- 7oberste Spitze des Judentums, zn bilden, um die allein -anerkannte und die allein cmtori- .' sierte Vertretung nach außen .darzustellen. Diese Ausgabe habe sich nicht erfüllen tasten.' "Aber das Judentum habe zur Neuregelung seiner.völlig umgestalteten inneren Verhältnisse einer starken Führung bedurft. .Es ist das-große Verdienst der ersten Männer der Reichsvertretung, so schreibt Dr. Alexander, und vor allem das Verdienst ihres Präsi.' deuten, Rabbiners' Tr. Baeck, daß mit Um- . sicht und Tatkraft unter Ueberwindung ungeheurer Schwierigkeiten die Lösung dieser Aufgabe in die Hand genommen worden ist. Dr. Alexander erörtert im einzelnen, inwieweit die Reichsvertretung auch organisatorisch und personell von dem Gründungscharakter abgewichen ist. Sie unterscheide sich ..... —' marakter avaewlmen tir. ivie unrertcneioe tmi dessen Etat I95o 564 000 lllllk 517 600 Zlvty beden anderen jüdischen Organisationen trug, Kooperativ-Gesellschaften für Gärtnerei, . «m;+- Bienenzucht, Geflügelzucht und Gemüsebau gegründet. Die jüdische Auswanderer»Hilfsgesellschnft „Jens" hat die polnischen Gemeinden ausgefordert,,in ihre Etats für 1937 Auswanderungszuschüsse einzustellen; gleichzeitig hat man beschlossen, bei den staatlichen Stetten vorzusprechen, um die Streichung dieser Zuschüsse aus den Gemeindeetats durch die Aufsichtsbehörden zst' ver- Der. Kraknicer Oberrabincr Tr. Osias T h y n ist im 67. Lebensjahre gestorben. Thon, der zu den Mitarbeitern von Herzl, Nordau und Achad Haam gehörte, hat sich.vor allem der zionistischen . Arbeit gewidmet. Von 1919 bis -1935 gehörte er dem Sejm an Und war während dieser Zeit Vorsitzender des Jüdischen Parläments-Klnbs. Er wurde - unter Beteiligung riesiger Menschenmassen, auch unter Anteilnahme der nichtjüdischen - Bevölkerung, zu Grabe getragen. " K. J. R. Tie Nnwerniai L v 0 n bat dem Vorsitzenden icr'jüdiichecHGelnen'.de -Lissabon.- Professor Moses Sen Sabal Amzalak.'das Eyrendoktorat verder kasseschutzbestimmungen ' Nach Zcitnügsmeldungen fand in der vergangenen Woche unter Vorsitz von Reichsmimster Tr. G ü r t n e r im Reichsministerium eine Besprechung wichtiger Fragen aus verschiedeneu Aufgabcgebieten der deutschen Rechtspflege statt, an"" der Vertreter des Reichsjustizministeriums und der sonstigen beteiligten Zentralstellen mit den Richtern und Staatsanwälten, die in der täglichen Praris mit diesen Fragenbeschäftigt sind, teilnahmen. - . ' lieber die Handhabung der Rasseschutzbestimmungeu erklär« 'Reichsministcr Dr. Gürtller. es komme darauf au, das Problem des Rasfcschutzes auch auf dem Gebiete der Rechtsprechung zu lösen. Staatssekretär Dr. Freister legte'im einzelnen die Grundgedanken des Rasseschutzes, und ihre Durchführung aus Grund des Gesetzes-zum Schlitze des deutschen Blutes lind der deutschen Ehre dar. Er wieS daraus hin, daß die Verbrechen gegen dieses^Gesetz. das für die Verwirklichung des uatioilälsvziälistischeu Nassegedaukeus von entscheidender Bedeutung sei, als ein Angriff auf die Lebcusorduung des Volkes auzusehen seien, und behandelte die Äusgaben, die die Strafversolgtingsbehördeu'auf diesem lvichtigen Gebiet zu 'erfüllen hätten-. Die Schwere der Verbrechen der Nasseschande .verlallgc. daß die Strasverfolgilngsbehördeii sich mit' allem Nachdruck für die imbedingte Durchsetzung des Gesetzes einsetzten. wie es ihnen der Reichsminister der Justiz schon wiederholt pir Pflicht gemacht habe. Staatssekretär Tr. Freisler erwähnte in diesem Zusammenhang. daß der Huudertsatz der gegen Juden wegen Raffeschande ergangenen Zuchthausurteile in den letzten Monaten ständig gestiegen sei. In der Aussprache wllrdcn Einzclfragen uns der Praxis der Strafverfvlgungsb'ehörden geklärt. vis?«MÜrÖr-d«r Bill angenommen Das 11 utcvliauo full die ihm vom Innenminister Sir John Simon vorgetegte Public Order Bill angenommen, 'die bas Tragen politischer .'Uniformen und die Veranstaltung von Vereinigungen militärischen 'mib äynlichen Charakters durch Privatpersonen verbietet. Das. neue Gesetz hat Geldstrafen bis 590 Pfund. Gefängnis bis zu zwei Jahren und Dermögensein>r-'' - erlaubtes Tragen. polL.' . . . , Schulung von Äiigehörig >- . tiouen zum Zwecke der An- '.-.w. : von F::n5u^»,en der Polizei, oder des Heercs >'-.2 jür Beschimpfungen durch Rede oder Verhalten bei öffentlichen ' Versammlungen vorgesehen. Das Gesetz soll mi't bestimmten Modifizierungen auch in Schottland, nicht jedoch in Nördirland, Geltung haben. Am kommenden Moiltag findet die zweite Lesung statt. Man wird, sich bemühen, ° den Entwurf noch .vor Weihnachten in beiden Häusern des Parlaments zu verabschieden, worauf das Gesetz nach Sanktion durch den König sofort in Kraft treten wird. Oie Judenfrag« in Italien Ein hoher italienischer Staatsbeamte!: hat in einem Gespräch mit einem Vertreter der Jüdischen Telegraphen-Agentur entschieden - in Abrede ge- . > stellt, daß die italienische Regierung, wie dies von' dem sowjetrussischen Blatt „Jswcstija" behauptet worden ist, eine. Aenderung ihrer bisherigen Haltungen gegenüber den Juden und einen judenseindlichen Kurs einzuführen beabsichtige. Tie Meldung der „Jswestija" .erklärte der Gcwährs- .. inaun„.,s.ei.„1o...,läcberlicli. datz die italienische Regierung es nicht für erforderlich gehalten habe, sie zu dementieren. In Italien werde zwischen den Bürgern kein Unterschied gemacht, welcher Rasse oder welchem Glauben immer sie angehören mögen. nur insoweit, als sie keinen eigenen Mitgliederkreis umfaßt und auch finanziell von den Landesverbänden' der Synagogengemeiliden getragen wird. Damit habe sie also in Mahrheit ihren Charakter als Spitzcnorgmiisation bewahrt. Durch die. am 12. August erfolgte Umbildung sei sie statt eines.„Kabinetts-von Persönlichkeiten" eine „Koalitionsregierung" geworden. Der ursprüngliche Charakter sei nur in der Person des Präsidenten erhalten geblieben. Man möge, so schreibt Dr. Alexander, zu dieser Umbildung wie auch immer Stellung genommen haben, sie ist Tatsache, imd man hat sie. als Tatsache hinzunehmen. Die Zeit /Mist -nicht geeignet, durch nachträgliche Kritik die Arbeit zu stören. Dr. Alexander zählt sodann andeutungsweise auf, woran die Reichsvertretung mitgearbeitet und was sie geschaffen hat. Alles sei. so sagt Dr. Alexander zum Schluß seines Artikels, erst noch ein Anfang. .Immer weiter müsse das jüdische Leben um- und nenao^-ltet und geleitet werden. Diesü nur von einer Stelle geleistet - - // n. iv.- /Äch der stärksten Autoritäter- >. si-ci.L- -Dr.'- - wische Bevölkerung müsse axt 1 O)-.verlretung glauben, das heißt sie muß im tiefsten davon überzeugt sein, daß die Männer, die zu ihr gehören, über alle Gegensätze hinweg nur das gesamtjüdische Interesse im Auge haben und das Beste wollen. Andererseits dürfe es für die Reichsvertretung' auch nur ein Ziel geben: ditz Förderung des Wohles der jüdischen MenO scheu, gleichviel welcher Richtung sie angehören. Das Vorstandsmitglied tzes Reichsverbandes der Jüdischen Kulturbünde in Deutschland, Intendant» Dr. Kurt.Singer., ist, wie die Presieabteilung der Reichsvertretung der Juden in Deutschland mstteilt. von der Reichsvertretung in, den Kreis ihrer Sachbearbeiter berufen worden, und wird dort die Angelegenheiten des Theaters, der Musik und der bildenden Künste behandeln. V ön der Prager Universität Wie wir in Nr. 44 der C.-V.Zeitung vom 29. Oktober berichtet hatten, war die Ant.rittsvorlesnng, die der bekannte Bölkerrechtslehrer Professor Kelsen an der Juristischen Fakultät der TeickschellMInivcrsität in Pratz halten wollte, durch 'Demonstrationen völkischer Studenten gestört worden. Tie Juristische Fakirltüt der Präge? Teiltschen Universität war daraufhin geschlossen und eine Untersuchung gegen die führenden Teilnehmer der Demonstration vorgenonunen worden. Wie, ans Prag gemeldetwird, ist ein Student für zivei Semester, ein zweiter für ein Semester relegiert und ein. dritter für zwei Semester nicht zur Prüfung zugelassen worden. Außerdem .wurde am schwarzen Brett der Nnivcrsität bekanntgemacht, daß der Senat allen Studenten, die die Vorlesnn- . gen Professor Kelsens irgendwie gestört haben, eine R°üge erteilt.- Nach langen' Verhandlungen, bei Um ’densyollzugsau8Schu8s der österreichischen Jfuden Wie wir bereits in Nr. 44 der C.-V.-Zeitung berichtet haben, sind auf Anregung des Bundes jüdischer Frontsoldaten unter den österreichischen Juden gegenwärtig Bestrebungen im Gange, die W das cdji.fmimjtprimu »on dm 'M*. sich a«s Vertretern der jüdischen Großorgani- .sationen zusammensetzen soll, wird die einheitliche - politische Führung der österreichischen Juden sein. Ter Bund jüdischer Frontsoldaten hat, nachdem mm die Kultuswahlen in-Wien vorüber und damit klare Verhältnisse geschaffen sind, eine Sitzung von Vertretern aller.jüdischen Richtungen einberufen, die die Konstituierung des Ausschusses beschließen sollen. Dev Bundesführer des Bundes jüdischer Frontsoldaten. Hauptmann Edler von F r i e d m a n n. hatte kürzlich in einer Rede erklärt, daß es die Aufgabe eines Vozugsausschusies sein werde, dem einheitlichen Willen der Gegner deS Judentums einen- .. seiner Lerteidi nicht.befriedigt' zeigte, hat jetzt der Schulminister unter' der Bedingungdaß die Untersuchung weitergeführt wird unb noch andere Garantien gegen künftige Störungen gegeben werden, dem Dekan der juristischen Fakultät anheimgestellt, den Vorlesungsbetricb im Laufe der Woche wieder zu eröffnen.. 11 n leidigung entgegenzustellen. Stellvertreter und verantwortlich fflr di,e Aufnahme von Bildern-’ Dr. Margarete BdtllieliD- Verantwortlich für Sport: Dr. E r n s t G. L ö’-w e n t h a I , sämtlich in Berlin. Für Rücksendung unverlangter Einsendungen Ist Freiumschlag beizufügen Leiter der Anzeigen-Abteilung Und verantwortlich für den Inhalt der - . Anzeigen: Friedrich Nathan. Berlin DA III Vj. einbeitlwben—MWQ PI. 5 Verlag: Jüdischer Central Verein e V.. ' Berlin w 15. Eräser StF 42. DrUclt^der Buch und Tief- . ' druck Gesellschaft mbH. Berlin SW 19 REKLAME ARTIKEL. Gesetzlich» erlaubte Zugabe- Artikel für alle Branchen und in allen Preislagen JhMi I m Hifm | v B WKM | 1 ■ ■ ■ m IHi Hi CUIW u iwi 1^1 ■ VJI iwb I qui^i 1 i—rciaiayen M M W | RNST MANDL, ’Berlln.W 15, Kurfü rste n d a mm 50A « ,R u fi J 1 (Bl s m a r c k) 7548 WERBEGESCHENKE