Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 46 (12.11.1936)
- Date
- 1936-11-12
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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*££■ Palästina-Umschau der C.-UL-Zeitimg11 Stimmungen und Tatsachen In einer Palästina betreffenden Unterhaaserk-lärungpdie der Kolonienminister Ormsbv- Gore am 5, November abends abgab, teilte er* mit. dass-die Einwanderungsschedule fiir^die Monate Oktober 1936 bis April 1937 1800 Zertifikate betragen werde. Er knüpfte daran die . Feststellung, dass eine zeitweilige Sperrung' der Einwanderung nicht gerechtfertigt sei, dass jedoch die neue Schedule aus dein Grunde niedriger: hätte Ausfallen müssen, als die vorhergehenden Quoten, weil .in diesem Halbjahr eine wesentlich geringere Gesamteinwanderung zu erwarten sei als bisher; Die Schedule im April 1935 habe 8000, die vom Oktober 1935 3250. die vom April 1936 4500 Zertifikate, umfasst. Die neue Schedule von 1800 Zertifikaten werde hingegen nur eine Gesamtzuuahme der jüdischen Bevölkerung Palästinas , uni 1500 Köpfe herbeiführen;, denn 300 von den neu bewilligten Zertifikaten seien für die Registrierung von Juden aus Deutschland Vorbehalten, die zwar ein Kapital von mindestens 1000 Pfund Ernst Lochner 8 Horkheimer Frankfurt a. Bf. / Gegr. .1887- / Lielifrauenbcrg 39 Herrenstoffe ln d^n .bekannten erstklassigen Qualitäten. besässeri, es aher innerhalb der vorgeschriebenen Frist von 12 Monaten noch nicht hätten nach Palästina transferieren können. Auf verschiedene Anfragen von Abgeordneten teilte Minister Ormsby-Gore noch mit, dass die zurückhaltende Schätzung der Aufnahmefähigkeit des Landes, auf Grund deren man die Einwanderungsquote so erheblich herabgesetzt habe., zunächst für die Zeit der Arbeiten der Königlichen Kommission zur Veröffentlichung ihrer Richtlinien für die zukünftige Einwanderuugspolitik beibehalleii werden würde. Sie habe in Anbetracht der durch die Unruhen’hervorgerufenenWirtschaftlichen ■ Störungen im Lande erfolgen müssen. Die Festsetzung der neuen Einwandorungs-: schedule ist angesichts des bevorstehenden Arbeitsbeginns der Königlichen Kommission von grösster-Tragweite. So'sehr einerseits anerkannt werden muss, dass die von arabischer Seite geforderte und zweifellos’ auch in Regierungskreisen sehr ernsthaft diskutierte zeitweilige. Sperre der Einwanderung nicht angeordnet wurde, so ist selbstverständlich die Zahl der bewilligten Zertifikate weit davon entfernt, den Ansprüchen der jüdischen Kreise zu genügen. Uebereinstimmend stellt darum die englische Presse fest, da^s .die gefundene Lösung weder die Araber noch die Juden zufriedenstelleu werde. Angesichts dieser Sachlage zeugt es von der Staatsmann ischen liebe liegen heit Chajiin \Yeizmanns, dass er in einer Versammlung des Verbandes der Freunde der Hebräischen Universität, die unmittelbar nach der Bekanntgabe der Einwanderungsschedule stattfand, es fertiggebracht hat, in der erfolgten Regelung in erster Linie das Positive zu sehen. „Wir freuen uns“, führte er aus, „dass die Tore Palästinas nicht geschlossen wurden, sondern für Juden weiter geöffnet bleiben, obwohl wiel geschehen ist, um v. uns diese Tore zu verriegeln. Wohl ist .es richtig, dass wir eine nur kleine Zahl von Zertifikaten, erhalten haben, aber die Tore Palästinas bleiben weiter offen. Es gibt kernen Grund, optimistisch zu sein, aber es gibt auch keinen Grund zu Pessimismus.“ Dem gleichen Gebot politischer Klugheit ist Weizma^i auch in einer weiteren Rede gefolgt, die er vor kurzem über aktive zionistische Probleme gehalten hat, und die von dem englischen Zentralorgan der zionistischen Organisation „New Judaea“ jetzt veröffentlicht wird. In ihr bekannte sich Weizmann erneut zu dem Prinzip, dass es in Palästina nicht Herrscher und nicht Beherrschte geben dürfe, sondern dass die gegenseitige Achtung gleichgestellter Nationen den Frieden zu sichern imstande sein werde. Von optimistischer Grundhaltung war auch eine Ansprache der Nichte und Biographin Lord Balfours. Mrs. Dugdafe, getragen,*die den Mittelpunkt einer Feier des Jahrestages der Balfour-Döklaration bildete. Mrs. Dugdale stellte mit besonderer Bewunderung die Selbstdisziplin und Standhaftigkeit der jüdischen Einwohnerschaft Palästinas während des Araberaufstandes fest und erklärte, dass die Tatsache, dass überhaupt eine EinWanderungsquote bewilligt wor-.. den sei, lediglich der Anerkennung zq danken sei, die diese Haltung auch bei der englischen Regierung-gefunden habe. ' - Während die Königliche Kommission unterwegs ist —- _ Am 5. November sind die Mitglieder der Königlichen Kommission mit ' ihrem Vorsitzenden Lord Peel von London nach Palästina" abgereist. 'Dohohe Bedeutung, die in England dieser Tatsache beigemessen wird; kam u, a. darin zürn Ausdruck, dass wenige Tage zuvor König Eduard VIII., in einer Thronrede zum erstenmal dem Palästina-Problem einen längeren Absatz widmete und dabei der Hoffnung Ausdruck gab. dass die Arbeiten der König.- liclien Kommission dazu beitragen würden, eine dauerhafte Entscheidung herbeizuführen. Die Kommission wird voraussichtlich am 11. November in Jerusalem eifttreffen. Ihre erste Sitzung ist auf den 12. November vormittags angesetzt Sie wird irrfeierlichem Rahmenerfolgen und durch Rundfunk übertragen werden. Die auf die Eröffnungsfeier folgende erste Arbeitswoche wird die Kommission dazu benutzen, um mehrere Städte und wahrscheinlich auch jüdische Siedlungen zu besuchen. Ob die darauffolgenden Sitzungen öffentlich oder, geheim vor sich gehen werden, ist.zurzeit noch nicht bestimmt. ' „ ‘ _ Eine ausserordentlich.scharfe Wendung hat die Stellung der Araber zur Königlichen Kommission dadurch .genommen;, dass die jüdische ■ ■Einwanderung nicht gesperrt worden ist, sondern dass es zur Bewilligung der neuen Sehe-, dule kam. Zunächst protestierte eine Abordnung des Obersten Arabischen Komitees beim , lligli (.'ommissioner Sir Arthur Wauchope gegen die Bewilligung der neuen Quote. Sodann fasste das Oberste Arabische Komitee den formellen Beschluss, die Königliche Untersuchungskommission zu boykottieren und setzte den High CommissLoner davon in Kenntnis. Im Zusammenhang mit dieser Boykottankündigung haben nationalistische Agitatoren in den Dörfern um‘Jaffa ihre Tätigkeit wiederaufgenoni- . men'.- Sie fordern die Dorfbevölkerung zur Unterstützung der Forderung nach Einstellung der jüdischen Einwanderung 'Tmd des Bodeii- "kaufs durch Juden auf und proklamieren den antijüdischen Boykott. Die auf arabischer Seite in Angriff genommenen” Vorarbeiten für die Vertretung des arabischen Standpunktes bei der . Kommission nahmen trotz dieser Boykottdrohungen ihren Fortgang. — immer noch Terror Die Vorbereitungen zu den hochpolitischen Entscheidungen, die die- Königliche UubTsuciiiingskoiiiinissioii zu treffen . haben wird, “scheinen sich in einer Atmosphäre relativ äusserer Ruhe im Lande entwickeln zu sollen. Aus der vergangenen Woche sind , nur wenige gewaltsame Zwischenteile zu melden: Am 3. NovemlM-r wurden auf der Strass** zwischen-Mischmar llaemek und Dschenin jüdische Lastautos durch arabische Terroristen -beschossen. Bei Anebta mussten die Autos anhallen, weil die Strasse verbarrikadiert war. Die Terroristen erülfneten daraufhin das Feuer, das wirkungslos blieb. Nach Wegräumung der Hindernisse.konnten die Autos ihren Weg fortsetzen. Am 4. November; wurde eine Gruppe von vier.jüdischen Arbeitern, - die eine Wagenladung Sand nach Natania brachte.' du-rch ärabische Terroristen beschossen. Der Führer des Wagens, der 37jährige ans Russland stammend!' Arbeiter Jizchak Käscher wurde so schwer verwundet, dass er am Tag darauf seinen Verletzungen erlag. Auch in der Hajfaer Vorstadt Ncwe Srhaanati gab ein arabischer Terrorist' .mehrere Revolverschiisse ab. Polizei erwiderte das Feuer, verletzt vyurde niemand. Fauzi el Kaukadyi ist '.unterdessen in Begleitung von. etwa 100 Anhängern auf dem Weg nach dem Irak in Rutha eingetroffen. Damit .hat einer der llauplrädelsführer seinen Schauplatz nach ausserhalb Palästinas verlegt und es ist nur zu hoffen, dass er nicht im.Irak seine.verderbliche Tätigkeit forlselzen wird. Auch sonst nimmt die ■äussere Normalisierung des* Landes’'ihren Fortgang: Englische Kriegsschiffe., die einige Monat** lang sich in den palästinensischen Gewässern aufgehalten häbni. haben am 4. November den Häfen . von Haifa verlassen. . Aus den offiziellen Bekanntmachungen gewinnt man jetzt einen Ueberblick über die Kosten, die die Unruhen, abgesehen von den Zerstörungsschäden, der .Mandatsverwaltung verursach i haben. Im Ze-Urnum von April bis August wurden für den Unterhält der Polizei 272 000 Pfund, für die Bedürfnisse der Gefangenen Verwaltung weitere 133 00;) Pfund ausgegeben. Hinzu kommen die Kosten für die nach und nach eingetroffenen 15 000 Mann englischer Truppen. Darüber liegen, einzelne Angaben noch nicht vor. . Ihre Höhe wird jedoch .durch" den—Umstand .an- ' .gedeutet, dass, seit August die Regie rungsausgabpn durchschnittlich um 40 Prozent höher gewesen sind als die Einnahmen. ' Die irakische Sphinx ..Während: die 'Ereignisse-im'Irak hier, allgemein. als eine Bestätigung des erwachenden arabischen Nationalgel'ühls und" der Los-von- England-Entwicklung gedeutet werden, hat der Staatsstreich in Palästina merkwürdigerweise in arabischen Kreisen teilweise auch Enttäuschung ausgelöst. Zwar wird dem neuen Regime dort wie hier eine entschieden nationalistische und pan-aiäbische Haltung nachgesagt. Auf der anderen Seite wird aber erklärt, dass das neue Regierungsprograiiini vornehmlich die Innen- und Sozialpolitik reformieren wolle und dass man den alten Machthabern geradezu ■■ den' Vorwurf mache, sie hätten du*, eigenen Angelegenheiten; des Landes zugunsten äusserer Interesse,, .vernachlässigt. Jedenfalls - ist man sich in palästinensischen Kreisen darüber einig. dass der Irak für dienächste Zeit mit sich seihst beschäftigt sein wird. Auch der Sturz des Aii-sonmiiiisters Nuri Pascha, der gerade .zugunsten der palästinensischen Araber mancherlei Fäden in der internationalen Politik angeknüpft.hatte, wird von dem Obersten Rai oder manchen seiner Mitglieder bedauert. Andere erblicken wiederum in den inneren Sorgen des Irak eine Stärkung Saiuliarabiens, und . gerade jpf/.t scheint die radikale Partei des Mufti, die über besondere Beziehungen zu Ibn Saud verfügen soll, mit aller Macht die Führung in den , Verhandlungen mit der königlichen Kommission an .sieh reissei, zu wollen. Da- „eile irakisch« '-Kabinett hat übrigens -eine be-am h-,e Anteilnahme an den Verhältnissen in Palästina ausdrücklich erklärt, und seiner Haltung dahingehend Ausdruck verliehen. dass es Gerechtigkeit gegenüber den palästinensischen Arabern ohne. Ungerechtigkeit gegen irgendeine-andere Gruppe verwirklicht zu sehen wünsche. Es hat weiter erklärt, dass der Irak eine Quelle der Kraft, und Hilfe für alle ayabischen Länder sein wolle und als' das beste Mittel dazu den Ausbau des Irak zu einem starken und selbständigen Staat ansehe. Im Gegensatz'-liierzu steht loch «>,ne Meldung der arabischen' Tageszeitung „El Liwaa“, wonach lediglich, ein privateirakisches Pro- Talüstinakomilee.-■nicht aber die 1 rak-Regieruiig selbst sich mit den palästinensischen Augelegeo- ■> beiten .-befassen wird. - ln Beantwortung einer schriftlichen Anfrage . hätte der Koloninlniimstetv Ormsby-(!oro . im englischen Unterhaus darauf timgewiesen. dass die britische Regierung,an die arabische» "Herrscher-niemals umt einem Ersuchen um .Beistand oder Rat in Palästina herangetreteu sei. Do* diplomatischen Bemühungen' der arabischen. Herrscher und ihr Aufruf, der zur Beendigung des Generalstreiks führte, seien auf eigenen Antrieb erfolgt, und die Regieiung habe gegen sie keine Bedenken erhoben; Versprechungen oder Verpflichtungen in .bezug auf Palästina,sei di« 'englische Regierung jedoch nicht eiugegangen. Man darf aiüiehme». dass diese sehr, eindeutig« Krklätnmg Ormsliv Gores zugleich an die Adresse der Irak-Regierung gerichtet ist. : Dass England auch sonst ^der neuen iraki- . scle'ii Regierung sehr ahwarteml gogeiinberst *ht, ■ geht daraus hervor, dass. wie. Aus-enminister . Eden im' Unterhaus .erklärte,..'.der englische . ’ Gesandte m ' Räg.ladf'vorstellig 'geworden >*d. um ' zu beton1*!!, dass: eenes der 1 lauptkrilerien . für. du* Keiiileilmig der'neu, u iraU-rlien Regierung die Alt der Behandlung de, Mimtei heilen und die t'nlei 1 icc-nng , um G -w.dtt.de» -e.n werde. - -Eden sägte weiter, dass nach-«l,*n ilini-vorliegen-; den.Berichten inf liäk Ruin* herrsche und keine-■ Gefahr für die.-Sicherheit .de.r Inden bestell». Amji die Exekutive der Jewi-Ii A-genrv. hat die Gerüchte über bevorstehende Judenpogrome in Bagdad. .du* der Kairoer -Sender und verschiedene Zeitungen gebracht halb*n, dementiert; auch ein antijjidisclier. Boykott im Irak stein* 'nicht bevor. Landhunger und Landüberfluss Auch ein Thema für die Königliche Kommission Von unserem *-Palä»tina-Berichterstatler Tel Aviv. 28. Oktober. Wenn Mitte November die Königliche Kommission in Palästina eintriff!, wird sie sich nicht darüber zu beklagen haben, ^lass ihr ungenügendes Material zur Verfügung sb-hi. Alle Parteien arbeiten fieberhaft: daran, ihre Ansprüche uikU Beschwerden, ihr«* Argument«* zum Angriff und zur: Verteidigung ziisanimenzuslellen. Ein wichtiges Material zur objektiven Beurteilung dies«-,- verwickelten Eragen ■ bringen neuerdings die Monatsberichte des statistischen Landesamtes.-«Ins.zu‘Beginn dieses Jahres sei»«* Arbeit ausgenommen hat. Diese Angaben-be- «liirfe.il freilich noch «1er Ergänzung «ins anderen Quelle», bieten aber wertvolle Aufschlüsse.. In den ersten siebe» Monaten des taute»«!«*» Jahres betrugen danach die gesamten Einsätze auf dem ■palästinensischen Grundstücks,nackt 53 404 l)uii;ini im Werte von 3,44 Millionen EP (ein Dimam rund 1000 Quadratmeter). Bezeichnend für die Beeinträchtigung des Grundslücksgeschiiftes durch die Unruhen ist die Tatsache, «lass davon in den Monaten Juni und Juli mir knapp 43000 Dunam «hm Besitzer gewechselt haben. Käufer und- Verkäufer werden von der .amtlichen Statistik in vier Gruppen g«*|eill: Natives, also Eingeborene.die hier wohl gleich Araber zu -setz."» sijnl, Juden, Ausländer und Regierung. Kür jede Gruppe würden die Käufe . und -Verkäufe angegeben, also auch die Transaktionen innerhalb der Gruppen gezählt. «loch seien liier, zur Vereinfachung, nur die ..Saiden" genannt. Per Saldo habe» also di» Natives 19 000 Dunam mehr verkauft als gekauft. Davon übernahmen^ die Juden rund 15000, die ...Aus-, lämter" knapp 3000 und die Regierung etwas . mehr als JOOO Dunam. ' . Hat sich somit der jiulisHu- Bodenbesitz, in der' Berichtsz.eit um 15 00 i Dunam vermehrt, so bedeutet.; dies.. Ziffer '‘einen, starken Rückgang des jüdischen Bodenerw c.rb’s .gegenüber den Vorjahren. namentlich natürlich gegenüber dem Rekord jahr 1034. in dem eine Gesamtfläche von 02 000 Dunam in jüdischen Besitz übei-gegangen ist und ausserdem''noch die Hulokonzö-.-in», deren 57 000 Dunam aber nur zum Teil als ...Boden“ bezeichnet werden können; sie bestellen heilte noch zu einem grossen Teil au--So«* und Sumpf, die i-rsf durdi jüdische Pionierarbeit in* nutzbares SiriJhmg.-laiul verwandelt und-dann zu einem Teil sogar ainhisrlic» Siedlern zur Verfügung gestellt werden Sollen. Aber auch 1933 betrug der .‘.jüdische Bodem-rvv erb per Saldo 37 000 Dunam. Interessant i-t auch die Preisentwicklung <!<*.« von Juden erworbenen.'Bodens. De, Durchschnittspreis der. jüdischen Bodenkäufe hat sich in den letzten Jahren Wie. folgt entwickelt : Jahr 1931/32 1933 1934 193« (1. Semester) Durchschnitt per Dunam LP 23. LP 35 LD54 LP Hl Mali kann also nicht .sagen, dass «tie jüdischen Käiifer billig gekauft habe». Zn einem Teil . beruhtallerdings <li«> Preissteigerung nicht auf einer Verteuerung der .Böden, sondern auf d'*m grösseren Anleit hochentwickelter städtischer Parzellen, die natürlich mehr kosten als unentwickelt,- ländliche Böden. E-b.-r>,a„,»t muss l»n ■ dieser-Gelegenheit festgestellt werden, dass der weitaus grösste teil der von .luden erworbenen Kläelie vorher Brachland-war. «las erst durch die ■ jüdischen Siedler u'iul ilm* Organisationen, ott nach vergeblichen Versuche» anderer Stellen, urbar gemacht worden ist. also-keineswegs vorhanden.*n Siedlern ..fortgenommeu“ wurde. Der gesamt«* jüdische Bodenbesitz in Palästina beträgt beute etwa >4! Millionen Dunam, «lie jiidisclie Bevölkerung'des Landes annähernd 400 000 Seelen. Ein die scooon Araber des Labiles verbleibt somit eine BodenfläcTm von 21 Millionen' Dunam. Die .luden.bilden also ein Drittel der Bevölkerung, verfügen aber mir über ein Zwanzig-tcl des Bodens. Dieser .Berechnung wird rieilich «■ntgegeiigeliallen, dass nur .ein Teil des palästinensischen Bodens liultivierbar -ei. Das ist zweifellos richtig. AI.ec die Schätzungen der l.ullivierbarei, Bodenfläche gl*Ireii weil au-ivinander. mul es sind sogar schon amtliche Schätzungen durch die- Wirklichkeit -widerlegt worden: Wenige Jahre nach Bekanntgabe de, Ziffern war die tatsächlich' kultivierte ' Eläclie grösser, als die vorher als kultivier!»:»-' . angesehene Flüche. A ber selbst wem, mau nach .1.11' zweifellos viel zu niedrigen amtlichen Schätzungen die kullivierbaie KlärhoTiuf knapp 13 -Millionen Dunam 'veranschlagt und' weiter imterstellf. dass .In- Juden mir solchen Bode» gekauft hat,»,,, der von vornherein amtlich' als kultiviert»:,,- am.es.-hen worden ist. ergibt Vieh. «. in krn--es. Mi--Verhältnis: Ein Drittel der Bevölkerung. ein Zehntel des Bodens'. Es kann keinem .-Zwed«T miteriiegui, dass bei Anweiidiin» der intensiven jüdische» l’roduktioiismelhbdeii im arabische» Sektor das.. Land ‘«selbst bei stärker jüdiKcluw Einwanderung noch eine wachsende arabische Bevölkerung bei steigendem - Wohls'.and ernähren, konnte. Da» Exi-ten/mii,hmim für eine Eelhu-heiilaiiiili" wird h.-nhoffiziös auf etwa 100Dunam für extensive Landwirtschaft veran-rhlagl. Dagegen haben 'sich jüdische Siedlnugs.-mhedeii hej irden-iver Produktion und naliirPch auf bew äs„eib-iii Boden, schon in einem -Umfang von weniger als zehn . .Dunam bewährt. Selbstverständlich kann sich I.H-j einer Umstellung von extensiver „,»> iml.ewii-serter auf bewässert* und ,intensive Wirtschaft eine V« rselm-billig de,- Produktionskosten und Mer Preise ergeben, .«.her g«ip««le «liesr-s Problem müsste, »idd znt.-'zt <lurrh .iiM* zielklare Agrar- ' mul Hanilel-pob'tik der Mandats-. Du- Jiul'-n hab.-ii s**|J>si vr-rstii.-irl J idi ihrer Raumnot nicht mir durch liiten-'i vieruug d«*r ' . - . 1 :!',iiii!!i;iiii!'3if.'iiii!:!::i.rrii;i::!!iii!!i!i:-iiil!ii{!i!iiu'' Neue• und altes Jerusalem