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Central-Verein-Zeitung · 1936-11-12 · 46 (12.11.1936) · page 8

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936)
Issue
46 (12.11.1936)
Date
1936-11-12
Page
– (sequence 8)
Language
German
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/- Eine Befreiung de8 Schulverein? von der Aiinvertungssteuer wurde dagegen wegen Fehlens gemcinstütziger Zwecke abgelehnt. Leine Betätigung i'ct zwar eine gemeinnützige, da in Deutschland alle, auch die jiidisstten Kinder. volksschiilpflichtig seien, so da» das bekannte Urteil des Reichsfinanzhoss vom 7. April «936. das die Forderung des höheren Schulwesens betraf und hier die Gemeinnützigkeit verneint hat. nicht anzuwenden, war. Eine priväto Bereinigung wird aber steuerlich nur dann begünstigt, wenn sie ansschließlich steuerlich begünstigte Zivecke verfolgt. ' Nach der Satzung des. . LchtilVereins soll aber sein Vermögen jin Falle - .der'Anflvsnng für einen gemeinnützigen jüdischen Zweck verwendetwerden.- .Dies sei. keine Förde? rting desWohls der deutschen Bolksgeineinschast.' ' Df. H. D. In ' der Shnagvge i n -N .ö r d l i n-g e n fand die seltene . Feier eines d r e i f a ch c n In b i - läums schtt. Das Gotteshaus ist vor einem ball'en Jahrhundert eingeweiht worden, der kün neuer Relixtonslehi'erhur^i, ‘Är ^^"".oinde.. Hermann Strauß,, wirkt Der PrenKilcbe Landesverband iübisLer^Se.- meinden beabsichtigt, erneut einen Kursus zur Erlangung der Befähigung, jüdischen Religions. unterricht zu. erteilen, für Studienrätes-innen). IN ihr nunmehr 25 Jahre und begin^gleichzettigseinen. 60. Geburtstag. Aus.einem Aufruf der Jüdischen Winter- Hilfe in Köln geht hervor, das; in Köln 2599 Menschen von der Winterhilfe gekleidet und versorgt werden sollen. «' - Tcr Provinzialderband für Jüdisch« Wohlsahris- . pflege in Hessen-Nassau, ^ranksurt a. Main, bcaö- . sichtigt, geincinsam mit.dem Pro.vinzialverband des ' - -Jüdischen...Frauenbundes-, für -Hessen und Hessen- 9loiio.ii njn11. Teu'mber 193« in’- Frankswrt-a.- M: ein kleines A l.t e öh e i inmit . streng ritueller- Per-, Vilelui»g, zu er öffnen. Meldungen nimmt der Pro? Vinualverband für jüdische Wohlfirlirtspslege in seiner '.Geschästsitelle Ui>incki>stroßc 21-2. in den -Lprech--.- sUiiidr-ii '.nloirtog.- Plittwoch iind Freitag zwischen 10 . n»d 12 Uhr, Tienssag und Tvnnerstag zwischen 16 und 16 Uhr entgegen. Jüdisches Leben — jüdischer Geist Studienassessoren(.innen), (innen) sowie sonstige Lehrkräfte, die mindestens eine Staatsprüfung abgelegt habe«) einzurichten. — Der Kursus ist aus zwei Jahre berechnet. Rach erfolgreichem Besuch können -sich die Teilnehmer einer Abschlustp-rüfung . unterziehen. - nach deren Bestehen ihnen die Befähigung .zur-Erteilung-von Religionsunterricht an -Volks- und Religionsschnlcn znerkannt ivird. — Der UnterrichtIvst an zwei Nachmittagen der«-2Uoclie mit je zivei Dvppel- Itundeü stattflnden. Unterrichtsfächer sind: Re- ' ligiviislehre Hebräisch, biblische nnd> indische-Geschichte^. Palästinaknnde, Anmeldungen suid nebst Angaben über etwaige religionswissestscliastliche Borkenntnisse- sowie Nachweis der pädagogischen Bvrbildung bis 15. November beim Prensinchen Landesverband indischer Gemeinden. Herlin-Chcirlottenburg ch Kantstraße 158, einzurcichen. öildunxserheit in Lssen Natur selbstverständlich, daß er einen Unterschied' zwischen reich und arm nicht kannte- Es war geradezu ein Prinzip bei ihm. daß er in seine Sprechstunden arm und reich stets nebeneinander ..v.,, vorließ und berjet. Und gar mancher Patient ver- Studienreferendare - ließ sein Haus, noch mit einer reichen Gabe seines Lehrhaus Berlin In der Donn erstag-Bvrtragsreihe „Juden i n W e l t st ä d t e n" 'im B c r l i » e r. I ü d.i - sehen Lehr ha ns sprach an. Stelle des verhinderten Michael Tranb E hat in B o r o - dianski über W-arsehan. Wir schaßen ,,,, . Bvrvdinnski als vorzüglichen Kenner und Inter- “0™ M-piibc vor. Aerzten im großen «aal des preten jüdischer -Kultur' und -insbesondere - -vgenhaiste-. ervfsnete. ^, lUnn «titn der Forbe . ’ - ----- . "" e->.-,„.-.,i.-,cc [nutete der Titel des Frage nach dem-Sinn der Farbe durchaus berechtigt. Einen Beitrag znr Lösung des tiefgründigen Problems bot der bekannte Berliner Augenarzt Dr. Karl H a m b n r g e r in einem Bortrag, mit dem dke Gesnndheitsverwaltnnq der Berliner jüdi-. scheu Gemeinde die neue Weihe ihrer wissenschaftmitleidigen Herzens versehen." Als er einmal etfuhr, daß sein von' ihm hochgeschätzter Fachgenosie, Proiessor Banmann «Berlin)- -zufällig dasselbe Thema wie er zur Erforschunggewählt, -hatte, brach er sofort mit seiner weit gediehenen Entdeckung. deren Tragweiteer^nöllerkannthakte. ab istid überließ die- Weite>rbearbeiti>stg Fei nein--,. Kollegen Bmimänn und begründete das -in sei- - -ner Bescheidenheit damit, daß „bei Bamstann die Arbeit in den Händen Des bessereif CheiNikers ge- . wesen sei." . Er >var frei von Neid und Eitelkeit. ' Nichts Menschliches war ihm fremd. -- Noch, im Alter sagte" er von sich seb't: „Nicht ein bißchen abgeklärt!'- Sein Humor erhöhte'noch seine Beliebtheit. Noch immer kursieren in weitesten Kreisen seine unzähligen, treffenden Witze: . Einst goß , . . ihm ein Kellner heiße Bratenioße über seine Kurz nach den Feiertagen haben die Indischen fuhr sieh über den kahlen Sckzeitel und Bildungskurse Essen - fragte lächelnd, den Erschrockenen: „Glauben Sie, ausgenommen. Emen breistn Raum >m Lehrplan 1. nehmen die gut besuchten Sprachkurse für An- . oas mm. m .. vnrfl sänger und Fortgeschrittene in Hebräisch. Eng- Bei all iemer Bescheidenheit vn»te $ahe doch lisch und Spanisch ein. Außerdem werden Arauch, was er selbst wert war. Mit berechtigtem beitsgemeinschaiten durchgeführt-: Dr. Kurt Herz - «tolz sagte er im Rückblick auf sein Lebenswerk: (Düsseldorf) spricht über: „Geschichte und Ge- ,var nie ein Bielschreiber. Aber von allem. Konrektor i. R. Nt. A n - jüdischer jiddischer und hebräischer Literatur - - ivas er aber, in seinem 'Bortrag über die Inden in der polnischen Hauptstadt sagte. ließ unbefriedigt. Er gab eine Fülle von Zahlen über Geschichte. Wirtschästslage und politische Struktur der Warschauer Juden, im ganze,, aber entsprach sein Referat iu. der Beschränkung aus enzyklopädische Zusaminpn-stellnug äußerer Vorgänge und Erschein,ingeii gewiß nicht dem, ivas das Lehrhaus mit dieser neneu Vortragsreihe.- geplant hatte: . eine i y u v p tische S cha u jüdischen Lehens in Weltstädten zu. geben, aniznzeigeu, ivie iveit Wirkungen von dem spezifischen Eharakter der zu behandelnden Nletropvlen ans die in iljitcn wohnenden Inden,ausgingen oi vice versa, ferner welche religiösen, geistigen und knltnrclleii Formen und Krüite -sich-in. diesen Zentren eiitivickeltei, nsiv. -Die Bemerkung Borvdianskis, Warschau sei ' durch seine geographische Lage Zwisckieiistativn von Hst und West und damit den Einflüssen ans beiden Richtungen ansgcjetzt., hätte Aiisgangspiinkt zu einer fesselnden Betrachtung'sein können. Statt dessen aber wurden die Hörer mit.statistischeic Angaben und einer Anhäufung von Tatsachenmaterial überschüttet lind ermüdet. Bleibt die Hofsinnig, daß der nächste Dvnnerstag-Bvrtrag im Lehrhans die Erwartungen deS durch die Darbietungen ii, den Vvrangegangene.n. Semestern anspruchsvoll gestimmten Hörerkreises mehr erfülle. H. B— Donnerstag-Reihe. 10. November. 20.30 Uhr, BrüdrrvereinsyouS. Kursürstenüraßc I l.'>: Beginn der Reibe „-Autorität". -Eduard -S t r a » ß (strantjurt a. Rl.) spricht über ..Tos jüdische Gesell". Montag-Reihe ,.Gestalten der Bibel". 10. November. 20.30 Uhr. Aula. Ivochimstholer. Straße >3. Regina Jonas spricht über „Trbora". , Arbeitsgemeinschaften. Außer den bereits lanse»- den Arbeitsgemeinschasten. in die -noch Teilnebmer atisgcnvmineii werden kvitnen. begiititen: 17. 2lovcmbcr: 2t l t m.a n n . Mischna - Traktat Blegilla (Hasanenstraße SO, 20.30 Uhr>: 'K a b . Werke, die uns - angelien lstasanenitraße 80', 17.30 Uhrl. 1». Olvvrniber: G v l d m a ii n . '.-Araber »nd Juden in ihrem ge-, schichtlichen und kulturellen Zusammcnleden l.A!arduraer Straße '>.16.30 Uhrl. , Wissenschaftliche Arbeitogemeinschaft. 12. November. 20.1f> Uhr. 'Aula. Zoachimsthater Straße 13: arani C l> v e n.h e i in e r spricht über: .Siedlungsgeiwsscnichajt und jüdische Kolvnisativn". Sonderveranstaltung: „Lücken"'unseres LOissen»". ..Bou der Laudwirtschait" -«mit Lichibitderni. Einsührungsvortrag von/Walter S t.e r n am 17. 'Nevembcr. 20.30 Uhr. Marburger Sir. ö lII. Sprachkurse: Englisch. Spanisch, ^raiizöiisch. Italienisch. ' En,Nische Kurse im Westen und im I,entrinn, .yauimäiniische und technische IortbildunaSkurse. -2i»e 2tn.>küu>te und 2l»i»eldungr>i im Sekretariat. «Spreck>stuiideil 10 bis l3. i«, bis 16 Uhr,. . Lehrhaus Wiesbaden Die BortragsrbiHe: ..Stniigebiing des Iuden- 'tnins. dargeilelll an «liaraUeri'tisehen Gestaltennnserer Geschichte" erössnete^ß'abbiner Dr. G r ügieivald. Maiinlieiin.-mit einem Vortrag über: ..Abraham". Er ging von der Frage der Geschichtlichkeit 'Abrahams ans. Gain besonders stark habe ' babvlvnische Stadtkiillnr ans ihn eingewirkt. Trotz dieser Eiiiiiiisse bleibt Abraham vor allein in seiner Ati'sa'iintg der Gottesidee eine durchaus selbständige Periönliclileil. Ter Redner beschloß seine Aiisiiilirungei« mit dein' NacliiveiS. daß das spätere- Indenk,im koivohl gesibiclitlich ivie ivesensmäßig iin Leben und in de» Gedanken Abrahams cnthalten ist. und daß auch die Auseinandersctzun. gen mit späteren Kiiltnren nie zu einer völligen Seiösianigaöe geführt haben. sondern ivie bei Abraham zu einer Selb>tbchanpt»itg. — Särnttiche im .Programm angeklindigteit ArbeltSgemkiiistchaslen haben ihre Tätigkeit aiifgeitoiiniten. Vom Sinn der Farbe N; ' . Warum immer rotes Licht, wenn dem Elsen- -bahnnllb dem Auto, dem Fußgänger Halt gehoten -werden soll! Wie hier, so ist auch' sonst' die ^mnteur-Fhotosraphsn ' H'ic moc-lien nochmals auf den grossen Amateur - Th o t o «s r a ij.li e n - \V e 1 l b e w erb aufmerksam. ,len ilie A r 1> e i t s g e in o i n - 8 c h a f t .1 ü »I i s t h e r A ni a t e ü r p ii o t o - -r r m p Ii e n K r ankf uT t am Main mit l:nterstülzimg iles Reielisverbaiuies .HiilisHier .-Kullurbüntlr. in Nentselilami veranstaltet. Das 1 nlercsse für den Wettbewerb ist ausgorordenf-' ilich gross. Es liegen Anfragen aus allen Teilen Doulseiilands vor. Die Wettbewerbsbedingungen ■sind erhüUlieh bei der Arbeitsgemeinschaft Jiidi'- -sclt.er Amateurpliotographen. zu Händen von . D en n Kniil W e , t h e i in l r a n k f u r t am Main, Savignj;strasse 6 p. Telephon 78 761. im Haushalt des Lehen-: Vortrages. Dr. Haiiibtirger erinnerte an -eine alltägliche. Bevblnhtiing. die.in einer bildlichen. Darstellung überzeiigenden 2lnsdrnck erhielt. Wer eine Aussicht genießen ivill. wählt dazu nicht etwa die Mittagssiniiden, während deren es am hellsten ist, sondern den Morgen oder-Abend.. Dan,, ist die Sonne nicht tveiß, wie am Mittag, sondern rot oder rotgelb: je mehr die Sonne sinkt, desto gesättigter wird ihr Rot -- und desto deutlicher iverden die einzelneu Gegenstände am Horizont., so- . fern sie im farbigen Bereich des Sonuenunterganges liegen. Rot, vrängervt waren die Flieger-' brillen der Firma Zeiß: sie bieten erfahrungsgemäß die beste Fernsicht. Das alles deutet ans eine besondere. Eigensei,aft der roten Farbentöne. Tie Vögel, und zwar nur die Bögel, vom wmzigen Kolibri, der nicht mehr als eine Postkarte wiegt, bis'zum riesigen Seeadler, haben in der Bvrderschicht ihrer Netzhaut im Auge eine seine Lage tiefroter Lelkügelchen. durch die alles' Licht hiiidurch muß. Durch dieses Rotfilter sieht. Her Vogel selbst noch im Rebel. Und das ist für seine — vielfach nächtlichen — Wanderflüge von lebenswichtiger Bedeutuitg. Keiner allderen Farbe des Lichtspektrtlms entschleiert sich Dunst und Nebel so weitgehend wie dem roten Licht, bekanntlich dem langwelligen Teile der Regenbogensarben. Die seinen Teilchen, die das Grau des Nebels, zusämmensetzen, besitzen die Fähigkeit, das Licht zti zerstreucii: sie lassen nur das Rot mit seinen langen Wellen hindurch, während alle anderen Farben des Spektrums zerstrettt werden. Und so kommt es, - daß Zugvögel, die sogar über Weltmeere fliegen, mit ihrem Rotfilter im Auge noch dann zu sehen vermögen, wenn den Augen aller anderen Tiere — denen ja daS Rot in der Netzhaut fehlt — durch Dunst und. Nebel in dex Dämmerung bereits . undurchdringliche Schleier vorgelagert' sind.' Mit anderen Worten: das vrangervte, rotgelbe oder überhaupt das rötliche Licht' besitzt die Eigenschaft, den Nebel zu durchdringen oder — wie Tr. Hamburger sagt—- sich tief in den Nebel hineinznbvhreii. . Am Schluß des anregeitden Vortrages begab sich Dr. Hamburger mif das ihm naheliegende Gebiet der Angenbeilktlnde. das ans dem Physika» ' fischen Verhalten des roten Lichtes immerhin die Möglichkeit schöpft, bei Linsentrübungen, bei beginnendem Star das Sehvermögen zu verbessern. Hamburger hat allertei Versuche mit roten Brillen angestelltund gesunden, daß,die Gläser möglichst. dünn geschliffen werden müssen. Außerdem kommt es sehr ans die Nuance'des Rots an. Die Star» vperation nstrd dadurch nie ansgesihaltet werden, besonders nicht bei vörgeschrittenein Star. Aber bei beginnender Trübung'lassen sich unter Umständen schöne Erfolge erzielen. Den beifällig aufgenommenen Ausführungen folgte ein Bortrag von Dberregiernngs- und Medtzin'alrat i. Ri Dr. Lustig über die Stellung des Arztes in der neuen Gesnndhcitsgesetzgebnng. —Ic. Jüdische LehrCTfortbildung Ter Preußische Landesverband jüdischer Ge- . meinden plant gemeinsam mit der Reichsver- 'trt tiiiig. iin Wiinerseinester l'.db 37 die Dnrch» sühr'nig von. vier pädagogisckien Arbeits- - tagungen Die erste Tagung soll bereits in der zweiten Hälfte Noveniber in Stettin für die Lehrer ans- Pommern und den angrenzenden Gebieten ualtsiiideii. Ende Ntovember soll in Bert in eine Tagung veransiattet werden, die aus Lehrvrvben mit 'anschließenden Besprechungen bei'leben und ausschließlich den Fragen des -Hebräischen gewidmet sein soll'. Für den Schluß der BKnImackNsserienist eine Tagung für den tlieinisdi-wein'ältielien Bezirk in Köln in Ansiielit geiwiiinten. int taesentlichen gleichfalls mit Lehrproven. Schließlich ist für Januar 1037 in. K ö ii i g s v e r g i Pr. eine .Tagung für die ostprenßisckie Lehrerschaft geplant. , N'even dieien Tagiingen soll die laniettde Lehrersortorldiiiig unter Verwertung der bisher getainmelicn Eriahriingelt weitergesührt werden. Der Berliner siidiichen Lehrersctiast soll nahegelegl werden.' eine Weihe, Tür die pädagogische undwinenichanliche Fortbildting wertvoller Bor^ lrsn»ge„ an de des Ii-.deiiNiin- (Düsseldvrf) spricht schichtsailffassiingen". .- dor n behandelt die Kommentare zur wöchentlichen Sidra,'Rabbiüer Dr. Hugo Hahn (Essen) setzt seinen Bibelkursus über das 5. Buch Moje, der bereits im vierten Semester besteht, fort: außerdem spricht er innerhalb des Freitagabendavttesdienstes über das Thema „Grutidlagen lüdifcher Religiosität". Ter Dortragsztstlus dieses Winters trägt das .Motto „3inn* a e lut u g i ü dis ch e r E r i st e n z". In dieser . Reihe ''sollen die Probleme der Galnt,- des Gottesvolles Israel, des jüdischen Leides, des jüdischen 'Schristtniiis. tiitd der jüdischen Renaissanee vehandelt werden. Den ersten Vortrag über das Thema „Abraham, der Wanderer" (Das Problem der Galut) hat Rabbiner Dr. Leo B a e ck (Berlin) Übernommen. __ Die Agudas Jisroel, Lrtsgruppe Berlin, veranstaltet in diesem Wiiiter eine Reihe von Lehrgäitgen („Li,iai"-Lehrgäiige),, Näheres durch die Agudas. Charlvtteiibnrg 4. Pivinmsenstr. 55. Max jaffe Am 26. Lktvber ivareii cs 25 Jahre, daß Max Jaffe Lrdentlicher Professor der Pharma- .kölogie und Physivlogischeit Ehemie an der Uni« ,v e r s ität i n K ö n i g s b e r g i. Pr. und gleich- . zeitig jahrzehntelaiig einer der gesuchtesten Konsnltationsärzte des deutschen Lstens.'als der er sogar bis nach Ptoskan gerufen wurde, ans dem Leben schied. Seine grundlegenden Entdeckintgen auf ddm Gebiete der physiologischen Chemie haben Sach, einem Bild von Professor Wolff seinen Namen in die Annalen der Wissensck)«-ift eingegraben. Aber von seiner menschlich-sittlichen "Größe nnssen nur^dieIHieNhn gekannt haben. Er wurde in Grünberg 1841 geboren, studierte in Berlin und trat-bereits schon als Stndeiit in ' - Birchows pathologischem Instilnt mit s e l.b stn nd i gen chemischen Ilntersuchungen hervor, deren Ergebnis' eine. Deröfsentlichung im Birchow- Archiv über zuckerbildende Stoffe im Gehirn per Diabetiker war. Seine Doktor-Dissertation wurde bereits ein wichtiger Beitrag zur Lehre von den. Blut- und Gallenfarbstoffen. Diese Arbeiten des erst Einli'itdzwanzigjährigen lenkten die Augen von Professor Lehden auf ihn. , der ihn als Assistenten nach Königsberg (Pr.) nahm. 1873 ivnrde Jane, der sich schon 186«', habili- ... ...... tiert hatte, zum Ordentlichen Professor 'ür Arzer Lehransialk iü'r die Wissenschqst neimittellehre und für Medizinische. Chemie an :s zu beiudieii. Schließlich werdend» der. Universität in Königsberg (Pr.), ernannt. sirMnirrnes—für-iden Gleichzeitig erblühte seme^nmiarlgreiche-Sloiis-rtbtatioNspräris. Diese Doppcltätigkeit. diekaum „Ich ivar nie ein Vielschreiber, was ich je veröffentlicht habe. .braiick)e icl) nicht ein einziges Wvrt zii.rückznnehii"?»." Dosti soviel der große Gelehrte und Chemiker in der Wissenschaft auch erreicht hat. in der „Chemie des sittlichen. Lebens schuf er noch mehr. Mit seinein geistreichen Hnsnor und seiner seltenen Herzensgute verwandelte er oft Böses in Gutes. Trauriges in Heiterkeit. Und es gelang ihm.-die wider» strebendstcn und sprödesten Stvise. die er. auf seiner Laitsbahn traf, so zu mischen, daß sie sich zu.Gutem und Edlem verbanden und strahlend kristallisierten. Emma Waldenburg. Isaak Kaufmann Am- 5. November starb in Moers a. Rh. Isaak K yuf.m fl ii n im 91. Lebensjahr. Bon früher Itigend an war. er eifriger .Turner, .der 186.6 die Turiier-Fenerwehr mitbegrüiidete und unuiiterbrvchen Mitglied des Moerser Tiirnvereiits von 185l war: von der Buitdesleitilug der D. T. wurde ihm der Ehrenbrief der -Deiltichen Turnerschaft überreicht. Bis 1933 war er Führer der. Lrditniigsiiiaintschaft-der Moerser Fenerwehr. mit 66jähriger Mitgliedschaft. Im . Kriegerverein der - . Grafschaft war 'er jahrzehntelang Bvrstandsmitglicd nitd erhielt sieben dem Kyfshäilser-Dip'loin für 25jährige >Atitgliedschast die Berdicust- . Medaille I und II für Kriegcrvereinswesen. Im- Novemher 1933'koitnte er ans eine 69jährige Blitgliedschaft im Moerser Mäniiergesangvcrein von 18',l. zurückblicken: er . gehörte noch zu den Weiiigen. die schon unter Wilhelm Gräi. dem Komponisten der „Wacht am Rhein", gesungen - hatten. Treizehn Jahre lang war Kaufmann' als . Stadtverordneter tätig; seit .1885 war er Vorstandsmitglied de'r Israelitischen Kultnsgcmeinde Moers. ' An seinem 85. Kebiirtstag wurde er u. a. durch einen Fackelzug geehrt, an-dem sich die Feuerwehr, der Turnverein und der Moerser Gesangverein beteiligten. Eine besondere Ehrung aber wurde dem Altveteran, den der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten zu seinem Ehrenmitglied gemacht hatte, durch eine persönliche Gratulation und ein Bild mit eigenhändiger Unterichriit des Reichspräsidenten und Generalfeldmarschalls, - v. Hindenbiirg zuteil. Der Grosaloge für Deutschland, VIII U. 0. B. B., werden von Freunden aus dem Auslande eine Reihe wissenschaftlicher Zeitschriften in regelmässiger Folge zur Verfügung gestellt. Es sind bisher ab 1. Januar hz,w. 1. Juli 1930 eingegangen: Auf naturwissenschaftlichem Gebiet: The Nature: auf medizinischem Gebiet: British medical Journal, The Lancet, Journal . of infectinus diseases. Journal auf experimental Medieine: auf reehtswissensehaftliehem Gebiet: Law Journal Reports, Law Quarterlv Review, The wecklv Notes, The Law Reports, Schaffen und Wettbewerb.. Weitere Zeitschriften aus dem deutschsprachigen Ausland sowie aus Dänemark und Frankreich sind in Aussicht' gestellt. Die Zeitschriften sollen zunächst in Berlin und dann turnusmässig in anderen 'Gross¬ und Mittelstädten den Interessenten zugänglich gemacht werden. Die Zeitschriften auf naturwissen- - schaftlichem und medizinischem Gebiet werden in der Zeit vom 15. Oktober bis zum 30. November im Krankenhaus der Jüdischen Gemeinde Berlin, Iranische Strasse, die Zeitschriften auf rechtswissenschaftlichein Gebiet vom 15, OktQber bis 30. November im Logenhaus der Berliner Logen U. 0. B, B., Kleiststrasse 10, in der Zeit von 9 bis 4 Uhr und 6J-ät bis 8 Uhr ausliegen. , ' Tue S3 Jtfy. &s 1. putuae I liefern wir die C.-V.-Zeitung, wenn uns der Bestellschein sofort eingeschickt wird. Halfen Sie uns werben. Geben Sie diesen Abschnitt Ihren Freunden.. -itiuu' «uvuiai,-1 die. 'bn . ... , llntewiciu und der allgemein-pädagogischen Fortbildungdienen sollen. Entsprechende Bekanntgäben er'olgen rechlieilig. I» Frankfurt a. Nt. sollen die in den letztest Jahren mit.Erfolg diireiigesüyrten Kurse für die .Lelirersotit'ildiiiig.'fortgcsepl werden. In B v c s! >i u findet eine Reche von Kurien statt, die vernel'inlich Fragen der, jüdischen und bidlischeii Geschichte behandeln. '. von einem anderen. Pharmakologen atisgcübt ivird. ist für ihn besonders charakteristisch. Die theoretische Forschcrarbeit allein genügte ihm nicht. Tein selbstloses, grenzenlos.gütiges Herz trieb ihn zur Betätigung am Krankenbett. Professor Estinger. sein hervorragender Assistent und Nachfolger, sagt ln einem Nachruf von ihm: „Es ist bei Iasses Senden Sie mir bis auf Widerruf die C.-y.-Zeitung 33 P f e n n i g für Dezember zahle ich bei Vorlage der Postquittung an den Briefträger. Die beiden letzten November- Nummern sollen mir kostenlos nachgeliefert werdert. Datum s--!-—- Auuchneidon und mit 3 Pfg. frankiert bis spätestens 23. November senden an: C.-V.-Zeitung, Vertrieb, Berlin W 15, Emser Strasse 42. J 2, Oliva 8141. I

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