Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 42 (15.10.1936)
- Date
- 1936-10-15
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 42 * 2. Beiblatt ■15.* Oktober 1936 „ Jugend und Kulturbund' ‘ Von Kurt Baumann Von den, Regisseur des Berliner Jüdischen KnlturbmidcS. Kurt Banmann. erhalten wir die _ nachfolgende Stellungnahme zu den Anssiihrun? gen von -veinz B e rggrn n in Nr. 68 Der C.-V.-Zeitmig" vom 17. September.. Wir. - geben ihr gern Namn. vbivobl sie in ihrer - - Polemik ii. (f. am -Uern des Aussatzes von Berggrün-vorheigeht,, der weniger eine Kritik an dem Kulturbund - S p i e l p.l a n üdeu als . — musgchend von der Tagung der Iüdiselien Kulturbünde' — die grnndiätzliche Haltung der Jugend jüdisch-kultureller Arbeit und der ltnltnrbnndarbcit im besonderen gegenüber kenn» zeichnen wollte. . - Tie A u s c i n a n de rsetz u n g über die Problemreihe der Einbeziehllng der jüdischen Jugend in die Kulturbundarbeit, die in der E.-V.'-Zeitung von Heinz Berggrün erschienen ist. rollt einen ^ragenkompler ans. der grundlegende Bedeutung für die jüdische Kulturarbeit in Deutschland hat. Es soll hier der Versuch gemacht werden, von Knltnrbnndseite nicht nur grundsätzlich zum Thema Stellnnq-HÄ nehmen, sondern auch die' Hiiltergründe.und Auswilkilugsmögltchkeiten der anfgeworsenen Trage klarznlegen. Die Idee, die jüdische Jugend in Deutschland in die kulturelle Arbeit der Kulturbünde einznbeziehcn. ist nicht neu. Bereits im Mai l'.' G habe ich öen^Verstich unternommen, che Schwierigkeiten, die einrr tatkräftigen Mitarbeit der jüdischen Jugend hierbei im Wege . stehen, anfzuzeigenund einer Lösung nälzerzusühren. Damals.war jedoch der Reichsver» band der jüdischen Kulturbünde ich Deutsch-, land noch nicht in der Lage, eine Srgaimicrung in dem Maßevorzunehmen, wie es die Größe des Problems erfordert. . Es muß hier zunächst sestgestellt werden, daß es sich in keiner Weise darum handeln kann, von der'Voraussetzung auszugehen, daß die jüdische Ingend durch den Urnbxnch und die erfolgte Veränderung ihrer Interesseneinstellung auf Umschichtung und^lus- . Wanderunguhr Interesse für kulturelle -ringe, verlorenhat. Alle Völker der Welt und besonders ihre Ingend haben unabhängig von ihrer jeweiligen 'Situation die große Bedentung der Pflege kultureller Interessen erkannt und diese niemals preisgegebeil. Es ist nicht einzusehen, daß allein die jüdische fügend rn Deutschland heute von dieser historischen Linie abwcichen sollte. . , Das Problem ist auch nicht darin zu sehen, daß ’ eventuelle weltanschauliche Gegensätze eine gemeinsame Bäsis zur Aufnahine künstlerischer Erlebnisse verhindere. Tic Wirkung, die von Kunstwerken aller Art ausgeht, tlt eine rein me lisch liehe. Es ist z. B. nicht der Sinn, einer Theatervorstellung, du Zuhörer für einen speziellen Gedanken einzunehmen oder gegen irgend etwas zil stimmen. Der sinngebendc Wert einer. Ausführung liegt allein darin. daß eine große Anzahl Menschen gleichzeitig durch tragische oder komische Er-, jchüttc'rung eine Erhöhung und Stärkung ilircs Lcbensgefühls erfährt. Tie Schimerigkeiten bei 'der Iuteressierung der jüdischen Jugend für kulturelle Tinge ist also aus anderem Gebiete zn suchen. Heinz Berggrün hat richtig festgestellt, das; mangelndes Interesse -‘Vm den Darbietungen der Kulturbünde die jüdische Jugend in Deutschland hindere, sich aktiver für den Kultiirbundgedanken eiuzusetzen. Es ist nun interessant, einmal zu ilntcrsuchcn. was denn die jüdische Jugend an kulturellen Dingen Vre Eröffnung der Jüdischen Winterhilfe Durch eine feierliche Kundgebung ist an; vergangenen Sonntag in der Shnagvge Priuzregentenstraße. B e r l i u.. in Anwesenheit der Vertreter sämtlicher jüdischer Groß, organisalioueu die diesjährige Jüdische ' Winterhilfe eröffnet, worden. Susanne ^Ä-ö iv.e u st e i n . begleitet vom Kulturbündvrchester.unter- Leitung von Haus Wilhelm Stein bcrg, leitete die eindrucksvolle Teier.- uüt" dem Gesau,> einer "Häudelscheu Arie ein. Dann "ergriff Ber Präsident der der .Menschen, die sie brachten... Doppelte Arbeite doppelte Sorge nnd-die Iliigenußheit riber die Zufunrt lasten'heute auf. jedem eiu- . zelueu. Bedenkt inaiu . ivelclie Spfer der ' jüdische..Erwerbende in unserer Zeit schon in. -.seinem engsten Kreise bringen .muß. .daß er nicht - fiir eine. - sondern chaung 'für -fünf Tainilien zu -sorgen lfat. dairn laiin man'erstermessen, in wie hohem '.'Raße die Leistungen für die Willterhil.se Zeugnis oblegen für Dpfernlut. sittliche Kraft/imd/iunere -Gewiß- Aufruf zur Winterhilfe .ln div Jmlvnl ihtutHcMands! ' in DeuUs Neichsvertretnng der Juden in Deutschland. Rabbiner Tr. Leo Baeck. das Wort zu einer groß angelegten Rede. Zn der er rückblickend auf das. was durch-jüdischen Dpserwillen im Vorjahre geleistet wurde, von der ethischen Verpflichtung jüdischer Menschen zum Helfen und' Dpfern sprach. Voller Dankbarkeit und mit dem Gefühl der Gewißheit, so führte Dr. Baeck aus. köiuicn wir auf die Hilfe des vergangenen Winters znrückblicken. Ihre Sach- und Geldleistungen, die nicht etwa der Ausdruck von Wohlstand seien, denn seit Jahren habe sich'der Wohlstand unter den Juden in Deutschland immer mehr vermindert, bedeuteten nicht das einzige. sondern nur ein z u s ä tz l i ch e s Lpfcr t/c: 11 ei l,'ei l ■Sonnenfehl heit. Diese Leistlinge» erhielten dadurch doppeltes Gewicht, daß die Menschen. dcueir geholfen werden unißte. sich .nicht herandrängten. sondern vielfach njfc auigesinht. ..entdeckt " tverden mußten..? »'Achtung vor dem Bedürftigen — denn Helfen soll aus - hem..Respekt vor. dem Armen hervorgebe,i -- habe dem Spender Selbstachtüii'g verlielien. Biit Genugtuungkönne sestgestellt - werden, daß durch das gemeinsame große Werk, das vollbracht wurde, auch der Egoismus der einzelnen Gemeinden überwunden grulrde. Durch einen Ausglluchsfouds ist dafür gesorgt worden, daß Ueberschüsse aus weniger -nbtleidendeu Genieinden denen Zstgute kamen, in denen diePlot größer war. In, zlveiten Teil seiner Ansprache wandte, sich Dr. Baeck den neuen Aufgaben dieses Winters zu. Im Siniieldes Wortes: Gott ist gütig. und er tut. Gules^ das von einem alten -Lehrer so lerklart nmrde: Gott iit gütig/und i er tut Gutes durclr die Bleu scheu.' müsseauch Kn^ diesem.Jahre "die 'BLinterliilisarbeit sicl; in vollem Maße beivaliren. Wenn-.man die Ausgaben, die uns für dielen /.'hinter gestellt sind, init den Aufgaben des Vorjahres , vprgleicl». könne inan gen'iß als Posttivum "feftstellcu/ daß ingvisclieu wertvolle Erfahrungen. gesammelt, /neue, bislang^ uit» bckaunie LH ege gebahnt worden find.° Sst aber noch die alte Begejsternng vorhanden, dst' -immer ein Zeichen des Anfangs ist! Hierin gerade müsse sicl; das Verauttvortungsbenulßtfein der Juden in Deutschland erweisen: daß sie in der Begeisterung;niiijt ermüdet sind, daß ne die Kraft haben, 'fortzufahren. - Getviß seien Wohlstand und'.. Leistungsfähigkeit,.unter den jüdischen Men- --scheuinzivisthen weiker zurückgegaugeu. -und uieinaud könne' über sein Können lstilaus verpfluhtet werden: aber mit dem Könuen ' nttisse man cs eben seistgenau nelunen. Die alte I-rage. ob lvir Juden nur Lbjekt/oder auch Subjekt der Geschichte seien, finde auch durch die Arbeit der Winterhilfe ihre Beantwortung: iildem wir nänilich Lpser bringen, legitstnieren wir uns als Subjekt des Ge-. schelieus. als -Handelnde auf Erden. Im Anscliluß an' das Bib.elivort. in dciii es lieißt. daß in der LÜiiste eine Statte der Trilchtbirrkei.t entstehen soll, bezeiclmete Dr. Bäeck es als unsere Aufgabe für diesen Winter, überall dorthin, wo Rot und Sorge' sei. Bezirke des Gli'icks und der-Erhebung zu tragen. Auch der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Direktor Heinricl; S t a l; l, gab in seiner Änspracl>e der Ileberzengnug Ausdruck, daß das Lüerk der Indisclicn Winterhilfe in diesem Ialne gelingen tverde, naclidem es sich gezeigt -habe, daß sie im letzten Ialne viel meljr zu leisten vernnnlste. als selbst die Spliiiiisteii geglaubt lgitten. In gemeinsamer Arbeit mit der-Reicljsvertretuug der Inden in Deutscliland rigd der il;r angegliedertcn Zentralwolgsahrtsstelle solle die Llrbejt auch diesmal in der Ricl-tung.geführt werden, daß weit über den ->>'al)uien der Ber-. liner Gemeinde'liiuaiis kein- Jude in Deutschland das für die ändern Z'escliäinende Gefühl 1>abeu könnte: er sei verhessen ivorden. Der Redner appellierte--au die. jüdische Bevölkerung. -über das durcl; die Richtlinien Gebotene hinaus Lpfer z» bringen. Direktov Stalst kündigte an. daß-auch in diesen;-Jahre wieder .seelische Lüinterhilfe in weitestem llmfange geboten ivcrden umrde. Durch künstlerische / LKraiislaltuiigen solle' den in besonders großer Zahl, notleidende» Künstlern cvelegenheit gegeben tverden. il,re Lage zn verbessern und die Stunmnng der Bedürftigen zu lieben. Die ehrenamtluhen Helfer nni.rden -auch, in diesem Jahre die Aufgabe haben, diejenigen.zu -- Am Dienstag, d. 3. November und aiti Dienstag, d. 8. Dezember finden1 die ersten Autoren-Abende der C.-V.-Zeitung sta». Näheres wird noch bekanntgegeben. interisieren könntet Der jüdische Kulturbund Bcrtin hat schvn seit z;vei Jahren einen, »venu auch zahtenmäßig kleinen Kreis von Jugendlichen ersaßt, die zu besonders verbilligten Preisen die Beranstattungen besilcht haben. Es hat sich dabei heransgestetlt. daß z. B. auf dem Gebiete des Theaters die großen klassischen Stvüe mit ihren elementaren mensch- . -liehen Auseinandersetzungen stark gewirkt haben.; Astdererseits haben Stücke mit moderner Problemstellung - Individuum und Ge- 'meinschast. Ethos der Arbeit ustv. — gleiches Intcrene gefunden. Eindeutig abgelehntavnrden die --toife des naturalistifchen Dramas der Jahrhundertwende mit ckkst-en -gefellschaftskritifchen Problemen, die iür die Generation. tun die es sich handelt, überholt zu " fein fcheiueu. Hinzu kommt, daß die jüdische Jugend, besonders soweitsie bündisch organisiert ist. in ihrer großen Mehrheit starke. Beziehungen z,u jüdischen Problemen nnd!- Lebensinhalteu neu gewonnen hat. Es ist daher mit Sicherheit anzunehmen. daß durch die stärkere Betonung jüdischer .Problemstellung auf. den Kultnrbundbühncn das Interesse der Jugend gesteigert wird. ---Wir-können also feststellen, daß es Haupt-, fächlickh das S t o f f p r v b l c m der Kultur- - bünde. besonders der /Theater, ist. das in ivechfelfeitiger Beziehung zum Intcrene der jüdischen Jugend an der. Kulturbundarbeit steht- - . , Da die Bewältigung der st'idisckien <-toff- Probleme für die Kulturbundbühnen -naturgcmäß — bis zur Vollendung — längere Zeit in Anspruch nehmen muß, die Mitarbeit der jüdischen Jugend aber uuenMhrlich und dringend ist. muß eine praktische Lösiing gesucht --werden. - die diese Spanne übcrbrückt. Heinz Berggrüu hat richtig fcstgcstetlk. daß der Publikumsuachumchs eine der breuueudsten Tragen der -Uullurbuudarbeit in Deutschland überhaupt iß: es wird sieh alick daniin handeln.' sofort praktische Schritte zu unternehmen, um der jüdischen Ingend in kürzester Zeit die Rtöglichkeit zur Vsttarbeit an der Kulturbund- -arbcit zu geben. ' Es imiß der Vernich uute-ruommeu' werden.- eine Drgauimtion zn schaffen, die speziell für. -die.jüdische Jugend di e Stoffe bietet, die diese Jugend stltereüicrt und a-n der sie unter Veachluug der wirtschasllicheu Riöglichkeiteu mit-' arbeitet. Am einfachsteu/wird zu diesem Zlveck die Theatevkunß heraugezvgen. die von jeher die stärkste Wirkung und das lebendigste Echo gewesen ist. Der Ausbau einer solchen Lrganisativn" muß .und.'wird in kürzester Zeit erfolgen, da die Trage des Pnblikumsnachwnchfes dic entscheidende Grundlage der ethischen und wirtschastlichen Eriftenz der Kulturbünde . wkl'den 'wird. . - . - ' Tie Schivierigkeiten bei der Durchführung eines solchen Plaues/find rein technischer und vrganifatvrisclier 'Rasur Sie find uubedeutcud im Vergleicl, Zu der Größe des erstrebten Zieles. Roch nie fistd hißvrnch bedingte Entwicklungen durch technische Schwicrigke.itcn ausgehallen oder verhindert worden! Von der Kunst des Zuschauens Von Fritz Ritter - Bon > allen mensclßichen Kiinsten ist die. ein guter Zuschauer zu sein, sicher niciit die leichteste, sofern sienämlich erkannt und gcübt wird als wahre Kumt, worin.es sich wie in jeder andern , .zur'-Mejsterscchaft' bringen läßt. Der Künstler der Bühne erhält de» Beweis seiner Meisterschaft dadurch, daß er "berühmt ivird und viele seinen.- Rameu keuuciu Dagegen fordert die Kunst des Zu-, -srhaneus von dem. der sich ilzr ergibt, als erste Bedingung, daß er auouhm. daß er uu» sichtbar' bleibe mit seiner Leistung. Darum st'ind im Zusclzauerrauiu die loirklüh guteiü Zuschauer uvch seltener als auf der Bühne die wirklich guten Schauspieler. Darf mau etwa einen geistreichen Kritiker für , einen Künstler des'.Zuschauens halten' Als geizt-' reicher Kritiker muß"er ja-stets aus der'Hut seiu. iu keinem schwachen Augenblick durch die Macht.und die Gnade der.Illusiou-um seineu kritischen-Verstand, gebracht zu worden, wogegen der vollkommene Zusclianer es "gerade versteht, sich von vornherein in einen.solchen Zustand -zn versetzen, in dem er der Rlacht der Illußvu restlos und >ve!,rlvs ausgeliefert ist. Viele freilicl; iverdeu nicht zugcben woileii. daß auch der Zuschauer gerade-so gut iv.ie der Künstler, verpflichtet, ist. sich in die ricl,- tige. Stimmung zu versetzen." damit er im Theater auch ivirklich und in jedem Tall auf feine Kosten.l-vmme. sie denken, so niedrig von ihrem Berus als Zusclianer. daß sie behaupten, es hänge doch alles nur. von .dem ab. ..was geboten wird"'. Sie haben -wohl nie von dem Schalksu.arre-n Enlenspiegel gehört. der betrübt.war. wenn es beim Ltzaudern bergab ging und lachte, als die andern unter der '.'Rühe des Ausivärtssteigens stö!,iv teil. Wer gar zu vernünftig' ist, um Eulciispicgels Weisheit zu berstohen. mutz dazu denken und fragen:-Ja. was hat denn der Rarr mit feiner /»!ctl.;ode.gennuiucu. bestensasls l>at er die Gefühle vert-aufcht. feiucsfalls aberZeiue Lage verbeffertL! 'Run. der Sclialk EUleufpiegel iveiß »sein Glück viel zu /gut zu verstecken, als daß jeder beliebige Erdenbürger es finden könute. Enlenspiegel. bleibtwie sonst' nur ein guter Zusclianer auouhm in der Besoüderlieit seines Glsicks. EuleufPiegel kauu »äiul.i.l> nnt feiner.-'.'Rethode gar nicht richtig betrübt fein, dem; ob er. gleicli im Gedanken au das k.cuiiiuende Aufwärts Betrübnis zeigt, so steckt doch in dieser Trübsal scl,vu ein neuer TrvudeugedMike au das uäclifte'. leiciitfüßige 'Abwarts, und so gel)t es fort mit der seligen Stimmung durch jedes Auf und Ab. durch alle Ltzauderung zielit sich der rote Tadeu des Glücks, bis cs / Enlenspiegel selbst gesällt. ihm abzusclstieiden. -um nun auf neue Art ..heiter" oder ..traurig", kurzum, glücklich zu sein. Denn jede uiclit ziisällige. svudrru aus dem Entschluß des Geistes geborene Stimmung ist Glück lind trägt in sich das-Bewußtsein der. Tt-'ei- ' heit, also der Uuciidliclikeit. Ter-ist ein l,erzlicl> ichleihter' Zuschauer, der für feine 1Il,tert)altuug im Theater ganz allein'auf die Witze angewieieli ist. die auf der Bül,ne ein Komiker luätlil. Er taugt so wenig zum Zuscl)a-uer. wie.der zum Wanderer taugt, dem das LLauderu nur daun halbwegs Vergnügen inacht. wenn es abwärts gel,t. ' Ter voilkoiuineue Zuschauer betritt das Theater nie.anders als in solcher Stimmung. worin, er bereit ist zu unzähligen Arten,des Lachens oder des Weinens. Wird er trotzdem um seine Erwartung betrogen, so besteht, seine Schuld nur darin/daß cr'eineln Irrtum zum Lpfer gefallen ist. Er hielt lvvhiu ec ging, für ein Theater, es war aber lein Tlieater. cs war nur ein Haus, in dem Theaterstücke gespielt werden.' Lhne ein ButMIglarlloiaioiiD BERLIN NO 43 / ,E 3 26 35 N*u» Könlflifr. 79» ptr. zwi*eh*h AI •xandarpl atz und Kdnlg itor. Bücher?