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Central-Verein-Zeitung · 1936-10-08 · 41 (8.10.1936) · page 14

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936)
Issue
41 (8.10.1936)
Date
1936-10-08
Page
– (sequence 14)
Language
German
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IM Sprachlichen den schlichten.Ton einer leise an» - klingeiideii Nielvöte de» Herzens kaum je verleugnet. - uTkm Diesiei-ts. und Jenseits schwebte die Erzähl,ing „Tie taten Bänine" van Nt a r t y a W e r t h c ini o-r . die /inen realen Vorgang — die Uk’viiidjtitiui va» dreilnmdert iiinge» Oraiigeiibaiiinen bei den Unruhe» in Palästina — nicht vhne visiaiiaie. Pl>antane mit einer gelchmuckten. Legende imilleibet: und in das Reich der Wunder fiibrte ein lleines, in seine» menschliche» Be- - .ziehuiigeii leider zti abruptes und auch zu seiner dichterischen Bedeutung dnrchstoftciides. Roinaiifragment ..Dev . Scheidebrics" Na» 2 e b 0 r a B a r» ii : .serner — nach einer ganz anderen -'Richtung - - die -.telepathische Skizze „Tie Bereeiise" van A d r i c ri n e T he rn a s, der bekannten Elsässerin. " Edith H e r r» st a d t - O c t t 11, g-e n setzte siih tapfer und liebevall s»r ihre dichtenden Kollcgiiiiien ein.--- mit einer hohen Kiiitst der Zurückhaltiuig und der sparsamen Taue, die "offensichtlich das Bestrel'ei, verriet, die allzu heftig aiisstraiiierideSeiitinieutalität der lyrischen und epischen Vorgänge nael, Ntöglichkeit z» däinpfen, rim dann, als sie van der Dichtung stärkere Fmpulse erhielt, sich in-n so voller und entschiedener zu entfallen.. u. i,. an Karlsruhe erfreute der eiiilieiinische Bor- 'tragskuustler Dr. Karl Ra s e n s e l d e r -('-Kitter) ei»zahlreiches Pilbliklim mit seinem Weiteren Ein-N>aiin-Kabnrett. zugleich als Abschied var. einer Amerikataiirnee. Btan lernte Dr. Rosenielder erneut als E Haeakte rdarsteller kdiinen, der. feine auf Reisen selbst geinndenen »nd dann eigen gestalteten indischen Tlspei, prägnant lind lebendig ans die Bnl)ne bringt. Glicht nur. das; Hniiior - und Ernst ivirksain ivechseln: ivas in jeder dieser Typen lservartritt, ist das ivarine Herz des Fiiden. mit dem der Künstler selbst seinen Gestalten im . 'Leben nachgeht und mit dem er-sie ans der Bühne zeichnet. Die Karlsrnher Pianistin Rosi ' Schweizer eine gute Begleiterin, deren mnsi». kalisches Köiiiien sich i» Sölostücken von Beethoven. Reger und Dach zeigte. . Die beiden -Mi'mftler kvn-ntcn zuv.ar das gleiche Programm in Baden-Badtn mit Eriolg zeigen. st ' ' 8tx. Der Kulturbund Rhein-Ruhr bat in-allen westdeutschen Aiissührniigsstädten eine - Als Auftakt MÄnem Gastspielabend de? Der» l i n e r K u l t u r b n n d e s in Le ipzig dielt , Fiiteiidant Da.. Kurt S i n g e r ebne Ansprache, in der er den Auigabenkreis. der. Kulturbniide kurz iiinriä und ans den im Kulturbund vernstrkluhte» Genie,nschastsgedankeii mit Nachdruck l)inwies. Bialnärs Koinödie „G rohe $! j"e b e" in der 'Inszenierung vvn Fritz W i st e i, fand beim Pilblifiiiii großen Anklang. -> Die Blitivirkenden waren die in der Berliner, an dieser, stelle bereits -. anssnhrlich besprochenen Ausfuht'iliig anstretcliden, Mimftlrr. ■■ ~ - - - ... Im Leipziger Kulturbund bselt Tr. Mar .Osborn einen interessanten Lichtbildervortrag - über ..audendarstellung in ' der Kunst". Besonders ejugebend bebändelte Lsbvrn die Plcijterwerkc der Rcmbrandtscheii Iudcndarstellimg. . K. 8. ... 7<n einem Slmaqvgenkviizcrt des »"dischen K ii l t il r b » n d e - Rordhousen bärte man Lieder und Klavierstiieke vvii Dchnbert und Brahms, von El-betb l>t> a r bnr q und Willi A r a n s a h n . beide Aardbanst». ansgezeichnet vvr^ebrage». Beide Künstlerfanden -graften.B'isall. --J. F. Von jüdischen Musikern unserer Zeit Von Karl Wiener seil» biinte lralge vv» Tanz Und Ebaiisaii. die aber dem vielversprechenden Titel '„Ban sremden Blenschen nnd Ländern" durchaus nicht gerecht ivnrden. Ear.lv (in 1 l m a n n l,atte überall grvftten Erfolg. Ceiii zeremvnieller Tanz litt vielleicht ein wenig imter der zu leichten Beschivingtlfeit der Bewegiingen. i» gratessen Tänzen machten >vir. iftn fedvch bald ivieder sebeneübrigen baten Niitb E v i, d e l l lind )>lclN, H i r s ch eine Tanzsnite anS „Earpien", einen schönen Walzer ,»,d manches, nndere. Klans Brill sang EliaiisanS nach 'Arl der ..Dreigraschenaper". Am Flügel Antan. M echn n i k. Berlin. F. N -r. Die jüdische. K n n st ge m eins ch a f t Köln stellte in eine»! Konzert Erna Bl mit n var, eine sni,ge Pianistin, die durch Klart,eit und Zielbeiviifttlieit il,r"S DarstellniigsiviUenS ,zn einer Persänliciikeit Ueeinreisen kann, sobald il,re Entwi,klung abgenlstasseti ist: denn eS bedarf mauä,eS. Noch der Festigung und der Auichlagspilege. Dl,iiä- Misch einwaudsrei iiud technisch ausgezeichnet, ge- ' Irniflcu zwei Etüden van Ebapin. stilsicher war die Wiedergabe der 0-<1iie-Eliaevnne van Händel, tem- Pframeiitv.vll erklangen die Walzer ag. ül> van BraftmS. Die rvntinier-te. mnsilalische Eieigerin Frtinne D ch m u Vf l e r spielte mit schauem ' Tan «nd starker BeseeliingDie Dpnate E-<Iue van Mozart und mit viel Berständnis für die Pracht slvwnkj-sä>er Kalaristif Kaiiipasitiviieii.va» Dvorak. und SiUetaiia. Erna- Biani, beglntete. Herzlicher Beifall ivnrde beiden Künstterinnen_zuteil. , Nicht mir der Gelmrtsvrt ist für den schassenden, Künstler entscheidend, sondern auch die L e.st r. und Wanderzeit, das Land.' das seinen - Ailfsticsj erlebt und dem er seine schöpferischen Möglichkeiten. verdankt. Deshälb mnft die Reifte der jüdischen Konip'vnisten Eriväliming findendie liier -gebaren, sind, gelebt und gewirkt haben. LScar Fried. IST 1..in Berlin geboren, ist wähl bekannter als Dirigent^ ftauplsächlich des Berliner -Linsonie-LrchesterS. hat aber mehrere richtunggebende Werke geschrieben, so „Das trimkene Lied" (nach Nietzsche), .sowie das rhfttftmisch .und ftgrnivnisch originell gestaltete „Erntelied". - das seinerzeit mit grvftemErfolg airfgefüftrt wurde. Er ist dcö-geborene Reisedirigent lind diesem Beruse treu geblieben. — Fames T i m v n (1880 geboren) ist Bruch- und Ansarge-Lchüler. Ban seinen zahl» reichen Werken ist die Lper ..Die,Frau im Stein" ftervvrznfteben, die t92.1 in Stuttgart ihre erfolgreiche . Nranfführniig erlebte. hl reiche sind die Orchester- und Kammermnsikwerke. Ban 1997 an >var Sinran. niM- Klindwvrtft-Scharwenka-Kviiser- K'ätvriiim in Berluenls Lehrer täti--. — Obwohl Hugo L e i ch t e n t r i t t (geboren Ztl P .eschen 1874) gewöhnlich unter die Wissenschaftler gezählt wird, sv galt seine heimliche Liebe doch zeitlebens der Komposition. Seine Bücher über' Chopin. Händel, Bnsoni erreichteiv viele Anflügen. -Wührcnddesseit. schuf der unendlich fleiftige Mann seine Partituren: von der Oper bis zur Form der Motette hat er sich in alleii Gattungen versucht. .Fetzt lebt er. der in jinilseii Fahren in Cambridge lBostvn) studiert hatte, »vieder in IlSA.- als geschätzte Lehrkraft. — Die Brüder P r i n g s h e i.m stammen antz^ Münche».' Hei nz, der altere, ist 1SS2 gebören. stnbieLte bei tlindols Louis und Anglist Schiiiid-Lindiier. wandte sich ansangS der Kapellmeisterlansbahn.zn nnd war nach' dem Kriege al^ .Referent mehrerer Berliner Blätter tätig. .Bon seinen Werken sind die „Sieben Tänze des Lebens" - hervorznhebeii. Sein Bruder K laus ist besonders durch seine langjährige Tätigkeit als Kapellmeister Niap Reinhardts bekainitgeworderi, für den er auch zahlreiche Bühiiciimn-siken schrieb. Borher war er Korrepetitor bei Emstav Blahler. hierauf Kapell.merster in Prag. Brestail und Bremen. Bon ihm stammen auch viele Filmniiisiken. Seit mehreren Fahren ist er Leiter des Sinfonie- Orchesters in Tokio imd hat sich als solcher nm die Pflege deutscher Biusik besonders verdient gemalhW Fgnatz W a g halt e r ist in Warschau geboren (1882), aber er zählt doch dem Studien- und Wirkiingskreis nach zu den Berliner Musikern. Er ist Schüler von Gernsheim nnd ivar vor dem Kriege an Gregors Komischer Oper tätig. Ging später nach Reiv-Pork. ivo er mehrere Fahre erfolgreich als Kapellmeister wirkte. Als Komponist ist er sehr beachtlich: es ivhre ein grafte- Berdienst, ieine Werke einmal wieder Ziir Diskussion zil stellen. Mehrere'seiner Opern und Operetten haben g'rofte Erfolge erzielt, so „Blädragöla" und „Der Ten- Ein erster Aussatz erschien in Nr. 30 vom 23. Juli d. F. selsiveg^. — Weniger bekannt ist die Tatsache, daft Otto' K l c m p e r e r (1 s.sr» in Breslau geb.) auch ein eigenartiger-Komponist ist. Seine Werke („Missa sacra", viele Lieber »sw.) entstammen zwar vielfach der katholisel)en Fdeenwclt. doch hat er auch . einen 42. Psalm geschrieben. Bereits in seinen „Oestlichen Bisionen" nnd der»bnrlesken Szene „David imd Goliath", klingt Erich Walter Cternbergs Beriifung auf: er ist ein Komponist mit ausgesprochen j ü d i sch e n T e n d c i, z e n und folgte nur seiner inneren Stimmeals er vor einigen Führen, nach Palästina ging. Bon Leichtentritt ansgebildet, hat er zwei Streichquartette, viele'Lieder. Ehorwerke usw. verfaßt. — Wolfgang Jacob i (1894 in Bergen -auf Rügen' geboren) ist jüdischer Abstammung, wurde von Fr. E. .KE in der Kom- Position linterwicsen/ Fahlreiclse Kanuner. nnd Orctiesteriverke eiitstainmen seiner Feder. Die beka>inteste»^-k-ücke-ii-„d-das-E.>ii,certiiia 81 und die Suite für Orcl-estcr-op. 2st. Fm. Rundfunk. / . erlebte es ne Bertonniig der „Fobstade" ihr Itranfführ ing. Facobi. der auch Lehrer am Klindworch-Scharwenkä-Konservatoriilm war, lebt jetzt in Ftalien. . Ferner sind zu erwähnen Paul D e s > a u (1894 zu Hamburg geboren) mit einer Sinfonie und vielen Filmmusiken auch eine Bertonung der Hagadah, der begabte. Krcnek-Schüler Walter Goehr (-1998), der jetzt in London lebt, Wil- Helm Rettich (Leipzig 1892). von Rctzzer und Sitt ansgebildet. der' hauptsächlich der Bokalinnsik sich znneigt. und Benno Bardi (Königsberg 1890) mit seinen geschickten Flotow-Bearbeitimgen ioie z. B. „Fntme". Sckilieftlich muß man auch Hugo H i r s ch s läuS Biriibaniwa. d. Warthe) gedenken, der mit zahlreichen Operetten st„Tangofieber", „Sckieidmigsreise", .Der blonde Traum") große Erfolge hatte. - - „Orchester der jüdischen Kulturbünde“ Die Verhandlungen über das Reiseorchester sind zu einem günstigen Ergebnis gekommen: das unter der Leitung von Generalmusikdirektor Professor Fulius P r ü io e r. stehende „Orchester der Füdischen Knltnrbnnde" ist durch die ZiUtiinmeiiden Erklärungen säst aller in Aussicht genommenen Garanten zunächst für sechs Blonäte finanziell gesickiert. Während Professor Prüwer init der künstlerischen Leitung desvFrankfnrtcr Knktnrbiuides auch die Sinfonie-Konzerte des Orchesters im Reich überninimt,-ist der itellver-' tretende Dirigent Richard K a r p. der Ziigleich den organisatorischen Apparat verwaltet.^ vorerst mit der Eilistudiernng der „ Zauber fl ö t e " betraut worden. Ta die Tourneetätigkeit des Orchesters erst im November beginnen soll, stellte sich. Professor. " Generalmusikdirektor Julius Prüwert~ ~_ Fvt. Herbert fSonncnfeld Prüwer dem Frankfurter Publikum noch.vor dem ersten Frankfurter Sinfonie-Abend mit-dem 1: Konzertmeister, Professor Hans B-a f s e r - mann, als ihrminermnsikstzieler vor. - Fnlins Priiwer ist ein nngewöhnlich diszipliwierter^ltilkundiger Spieler.'der zu Beethovens Sonaten ei»- gesichertes Verhältnis hat.. Da auch der Geiger die zu einer kainmermnsikalischeu Lusenibleklinst notwendigen Eigeiisck-aften in.reichem Blafte besitzt. so kam eine Leistung zustande, die mit vollem Recht die warmen Sympathien der Hörerschaft : weckte. , - ~ “A. H—e Aus Musikzeitschriften Als Hnldigimq für Briinp Walte r auläftlich seines 69. Geburtstages bringt die Zeitschrift „Anbrnch" einen Abschnitt ans dem .Buche „Brnno Walter" von Stefan nnd gibt dem berühmten Fnbilar selber mit Teilen ans seinen Bi'lchern „Von den moralischen Kräften-der. Musik" uiid „Gustav Mahler" Raum. Die englische Müsikzeitschrift ..Musical Monttitx Koeorck“ bringt einen Aufsatz aus der Feder von Egon Weliesz über chinesische Musik. Musikpreisausschreibeh des Reichsverbandes der jüdischen Kulturbünde in. Deutschland. Karl Wiener fungiert .als. Generalsekretär in . der Jury und nimmt die Vorprüfung des gesamten - Mäterials vor. Jüdische Chorvrreinigung . Berlin. Dcmnächst wird -das. Qratariliiii ..Elias" von Aiendelssvhnzur. Ai)siührunq° gebracht. Tie Proben beginnen tür Herren am 14. Oktober, 29 Uhr, für Damen am 11. Oktober. 20 Uhr. in der Synagoge Prinzregentenstrafte 99. Stimmbegabte Damen, »nd Herren melden sich dar den Proben oder beim Dirigenten Leo Kopf. Berlin-Wilmersdorf. Landhausstrafte 4t (Telephon: H 6 2(568) Jüdische Orchestervereinigung. Berlin. Tie Proben begiiineii am 12. Oktober. 29 Uhr: in der Synnaoge Priiizregeiitcnstrafte. Gute Streicher und Bläser, die dem . Orchester - beitreten wollen, melden Kich beim Tirigentcii Leo Kopf. Berlin-Wilmersdorf. Landhausstratzc 41 (II 6 2968) oder bei der Probe. Englische Krönungszeremonien Fii ailiein - graft angelegten Anfsatz ' der „Ti in es", der äneh in der Weltpresse 'Böiderhall geslinden hat nnd n. .a. vvm .. P e st e r Llvhd" ausführlich kviniiieiitiert lvird. ist die tsiedc van de» kirck,ticl,en nnd religiösen Traditionen des britischen Königreichs, die zu einem grv»:eii Teile»ach heute lebendig sind oder dach in den van den Engländern so sorgsam gepflegten lind, beivahrle» staatspalitisehen Bräuchen erhalten blieb. Sa berieliten die ..Times" v». a. van cineiii granen SleinblaF^wber dein der, Krö- . liniigsstlilil der englitchen Köiiist^in Westininster Abtei fleht.' den König Eduard VIII. im Biai nächsten FahreS zur.st'rönniigszeremani'e besteigen lvird. Dieser Steindlack ist/nach einer sestv.er- 'wurzelten lleberliesernng das--Kopfkissen Fakvds gewesen als er i.n 'Beth El seinen Tranm van' der Fakabsleiter träninte: -Fvipeh van Arnnalhia, jener heilig geiprachene 9iatsherr. der die Leiche Christi begrilb. soll ih». als er später nach Englaild kam.»ach dein. schvttiselieii 'Schlast'Diinstais- ' nage gebraistl Iiaben. van ivo er in/die sclivtlisiche Krönungsabtei kain: dort hat ihn' Eduard I. geraubt nnd nach London gebracht^. Daß die'e lief im englischen Natioiialbeiviifttsein veriaur',e!!e Säge, mit der die Kvöniiiigs- ,Zeremonie alisgeschiiilickt ist. gerade flji^ei» Er» cigniS der biblischen Geschichte anknüwt ist mehr als ein Ziiiall. Der Glaube an die englische W e l l >ii i s s i a n . der auch in den< nnrnhigen Zeiten der Gegeinvart zu den beivegenden Kräften der Weltpalitik Viblt. ist nämlich mit biblische,, .Traditionell au's engste 'ventachten. Die Engländer füll Ion sich als das Back, das zurrst die . christliche 'Heilslehre angenamiiien bat — eine voll entwickele britische Kirche, die 'ich im- Kampf gegen das kclti'che Heidentum durchgeietzt hat. ist -schau tut 1. Fali-rtnindert iiiitanicki nachiveisbar — nnd viel? van ihnen behaupten, sie seien da? „nüserwähtte Bolk". Fnnerhalb der englischen Staatskn-che bestellt sogar eine MiiiderlieitSbeivegiliig. die naclilmveisen iucht. daß die Briten die direkten Nachfahren der verlorenen zehn Stämme Israels seien. Diese Sekte, die „Hritish Israeliles", bereit Mitglieder nicht Juden, sondern Ehristen sind, entfaltet für ihre Ideen eine grafte 'Propaganda'. So wenig diest Gedanken in ihrer änfteren Znspitznng' bisher auch an Boden'gewonnen, haben, so zeigen sie doch, aus iaelci>en O.nellen sich der Glaube der .Engläiider an die ..britische. Weltmission" speist. „Pester Lloyd" findet es „der Erwähnung .wert, daß'in einemriiropäi'ehen Lende viele Menschen ihren nationalen Stolz, einen Ansdriick geben, indem sie "ihre-Deszendenz vom-'Stamme Israel mit allen Mitteln unter Bciveis zu "stellen' suchen." Thesiteir, Musik, Film König Eduard va» Engläud veranstaltete im Privatkinv' seines Schlvsses ii( Balmaral eine Barführ,ing des neun, Elisabeth - Bcrgner -. Filins „Wie es Euch geiättt". Nach seinem erivlgrcichen Gastspiel in London lvird. .Ernst Deutsch wieder in W i e» ' und Pra g aintreten. im Theater in der Fosefstadt in dem Seiisatianssrück ..Bersiichling"' nnd im Nenen Deutschen Dheäter ' in Prag in . .Chrano vom B.ergerac". Die Mailänder „Scala" verpflichtete Dr. Lothar W a l I e r st e i n . in der kvminciideii Saison Glucks ..Iphigenie ans Tauris" zu inszenieren. Anschlieftend. ivird Wallerstein in Genna die ..Meistersinger" einstudieren. - Fm Indischen Kuttnrlheater W i e n geht heute Osnp D y in a io s „Sänger seiner Trauer" zum ersten'mal in Szene. V ^.Die Fniii'ülw-Kwrment^ln 'p itt t s hat Henry B e r n ft e i n s vietgespietle Komödie „ La Nasale" wieder in-ihr Repertoire ausgenommen. DaS .Deutsche Bolkstheater" in Wien n> ofsnet die neue Spielzeit mit dein Lustspiel ..Schwarzbrot »nd Kipfel", in dem Otto Wallb n r g. und Oskar K a r l w c i s die Hauptrollen spielen. * Der Komponist Alerander T a n s m a u hatte neuerdings eine Reihe großer Erfolge 'zu verzeichne». Seine- „Fantasie für Cello lind Orchester" . ivnrde im L a n d v n e r Rniidfunk ansgesührt. Die Kritik -in ..The Chesterian“ besagt: „Das kurze Werk ist meisterhaft geschrieben, wiealles, ivas ich von Taiisinaiis Hand sah."' Fn Pa r i s brachte Das Streichorchester unter Leitung von Mm?. Fcanne Evrard sein „Dripthguk", dein ein „starkes mnsikalisches Feuer und Fantasie" imiewvhnett soll. ' ■ ' ' Au Stelle von Felir Weingärtner ist Dr. Erwin Kerber znin alleinigen Direktor der Wiener Staatsopcr berufen worden. Brnno W alter wird als Gastdirigent wie-bisher und nunmehr auch als tüiistlerischer Berater.wirken. Fn der Hainburger Staatsoper ivnrde eine lieve Uebertragimg des Ta P o n t e s ch e n 'Tertes zu Mozarts „Don Giovanni" erstmalig herausgebracht. Der Nebcrsetzer, Hermann Roth, sah als' sein Ziel, sich streng (nnd wie die Kritik meint. ' auch unter Hiiitansetznng eines gefälligen Aus-., drucks) an die Worte des Originals anzuschließen. Angesichts der großen Fülle von Da Ponte -lleüersetzniigcn, die sich im Theaterbetrieb als sehr erschwerend erweisen, wünscht die Presse, daft man' sich nun im ganzen Reich für eine überall gültige ilcbcrkragnng. die vielleichc. von den vorhaiideiien das jeweils-Gelniigenste ziisamlnenstelle. entscheide. Das Zürcher Kninincrciisemble spielte Arnold Schönbergs Streichsertett „Verklärte Nacht", Zn den Gastdirigenten der kominenden Saison in W i n t e r f h u r gehört ü. a. Bruno W a l t e r. Otto K l e m p e r c r dirigiert das als Brnckner- Gedächtnisfeter stattsindende erste Philharniönischc Abonncüieiitkvnzert in Wien am 11. Oktober. Vladimir,H o r o w i tz wird in der kommenden Saison in Sydney konzertieren. Fn Wien spieltWADritzTToi e n t h.a l in . einem Konzert der Wiener Sinioniker das 6-moiI-. Klavierkonzert von Saint-^aens. Der Geiger M i l st e , n fand bei seinem LLiedcrauftreteii in Wien den-stürmischen Beifall des aiisverkanfteii Hauses. Ein zweites Konzert Milsteins in' Wien ist. auf den 16. Oktober -angesetzt. ° - Der lettische Rnüdiiiiik brachte kürzlich, ein Sinsuhiclonzert unter der . Leitung von Jsay D v b r o w e n lind unter Mitwirkung des Solisten Elfrem Z i mbal i st. . ° ' Der schivedischc Sender Mvtäla verach'taltet cun 9. Oktober. 29 Uhr 59 Min... eju Konzert, bei dem Arthur R n b i n st e i n in Brahms Klavierkonzert 9lr."2, B-dur, als Solist mitwirkt. Vera Schwarz wirkt mit 18. Oktober. 29 Uhr 5 Ntin. in einem Fnnkpotponrri mit, das Radio- W i e n ans dem Großen Konzertsaal überträgt. Gitta A l P a r wird im B ir d a P e st e r Stadttheater die Titelrolle in der U r a u f f ü h r u n g von Brodskys Operette ..Die' verliebte Königin" singen. Am His Maiesly-Theatre in Lch n d o n wird im November die E r st ä u f f ü h r u.n g der Operette „Balalaika" von Bernard G r ü n mit Maurice Chevalier in der Hauptrolle in Szene gtzhen. Kate S.l Y'n. eine'Schülerin der Gesangs- Pädagogin Tora Bernstein-Börner, wurde als Soubrette an die W i euer Volksoper verpflichtet. * Lncie JDl.a n n h e i m , deren schauspielerische Leistungen in London stärke Beachtung fanden, hat nun auch ihren ersten englifchen Film „Fast meete West/* sertiggcstellt. Der Film fand bei der U r - a n f s ü lj' r ü n g im „Piceadilly" begeisterte Anerkenming. , , Lothar M e n d ess dreht nach einem Textbuch von H. G. Wells zurzeit in London in der Alexander-Korda-Produktion den Film „Ter Mann, der,Wunder wirkte".' Tie Musik schrieb Ätischa Spoli^nsky. " " Gitta Alpa-r errang in ihrem neuen Film „Guilly Melodv“, der nach einer Novelle von Hans Rehfisch gedreht wurde, in London einen vielbeachteten Erfolg. Tie Musik schrieb Nikolaus Brodszky. , . Der Filmregisieur-B. To u r j a n s k y inszenierte sinen neuen Film „Helene, das Drama einer Lffiziersehe" nach Maüpassants bekannter Novelle „L'Lrdonya.nce". Oscar Straus, dem der französische Unterricht-minister. wie wir kürzlich meldeten, den "Orden der tranzösischen Ehrenlegion verliehen hat. arbeitet zur Zeit in Bad FFchl an dem neuen Tauber-Film „Das Land ohite Musik".

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