Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 40 (1.10.1936)
- Date
- 1936-10-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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in Lodz, deren Ausgang allseits als sympto» matiW für die Pvlmiche innere Situation bezeichnet worden ist. Sie brachte als Er- ' gebnis eine fdir feliwere Niederlage der antisemitischen. Nativnaldemokraten. und das bei 8ö Prozent tZ9alNbeteiligirng und bei mancherlei Versuchen. die 'jüdische Stimmabgabe durch Warnungen und 'Drohungen ‘ au, behindern'. Man wird den Ausgang in der Industriestadt Lodz nicht ' überschätzen dnrßen. aber sie bedenkt.zweifelsohne eine aewisie. von polnischer' Seiteher gegebene - Rechtfertigung des jüdischen ablehnenden Standpunktes, der in anderen Zusanzmxnhängen-deutlich zum Ausdruck gebracht wor- . den ist. Am Wahltage fand ein Ausspracheabend .. der jüdischen ' F v o n tf ä m p f e r Polens statt. In einer Entschließung, die dabei gefaßt wurde, heißt esr ..Wir sind hier in Polen geboren, haben hier gelebt, gekämpft und unser Blut vergossen. L^ir sind nützliche Bürger des Staates, des Landes und.der Gesellschaft. Wir werden unseren Posten nicht verlassen.' sondern . weiter um das Necht kämpfen, das uns gebührt. Wir protestieren gegen die ausländischen Emiliare;die. sich an liniere inneren Angelegenheiten cinmengen und Meinungen äußern, .ohne nierzn von lemandem bcövllmäclitigt zu sein." Ter gleichen Frage war auch die, erste. .' Sitzung ‘ der nengeivalilten -li i' p r ä s e n - t a n z der Warschauer jüdischen Gemeinde gewidmet. . Ter Repräsentant .Henrik,GH r - sich bezeichnete den Urheber, des Planes, dreiviertel Millionen Inden äus-^pvlen zu evakuieren, als .. p v l i-t i s ch e n S ch a r - - - ba t'ivn " . wodurchsich der.Revisionist Samuel Kap getroff.cn suhlte, da bekanntlich Iabotinfki, sich stark für dieses Projekt eingesetzt halte. - . Es wurde schließlich eine Resolution an- , genommen, in der es heißt:' " .....Tie Gemeinderepräsentanz stellt fest, daß die jüdische Bepölkernnch die gemeinsam mit . der ganzen Bevölkerung-des Landes die Last aller Bürgerpflichtenträgt, gleiche Rechte 'wie alle übrigen Bürger, genießen muß. Tie' Gemeinderepräsentanz erachtet es als notwendig, die tatsächlich vorhandene Emigration und insbesondere die Alija nach Erez Israel zu organisieren. wendet sich jedoch in schärfster Weise gegen die Anschauung. daß ausschließlich Auswanderung der Weg zur Lösung - der Luidenfrage in Polen iei. eine Anschannng. die zu der neuen antisemitischen Propaganda, die Juden in 'Polen als überzählig zn erklären, geführt hat. ' - Tie Gecheinderepräsentanz stellt fest, daß die jüdischen, Massen, in Polen unbedingt - entschlossen sind, gn ihren Wohnsitzen um tatsächliche .Gleichberechtigung, um bolle,. Freiheit der Wahrmiig -"ihrerreligiösen und kulturellen Eigenart und um Erhaltung ihrer wirtschaftlichen Positionen zu kämpfen. Auslands-Nachrichten M* „linke Griechenland Die Abwehraktion der englischen Judenheit Aufruf des Board of Deputies Das vom ok p.-inilic-k! eingesetzte Kvordinieruiigsloiiiitee süL Abweiirarbeit. über dessen Gründung wir in '.Kr. :>l der E.-B.-Zeituiig vom . hl), Juli 1036 berichtet linden, hat einen Aufruf erlassen^, in dem cs Iieitzt' ' -..Aufgabe des KoordiiiieruiigskomiteeS ist es. in Wort und Schriit und mit allen geeigneten und gesetzmäßigen Mittel» es zu ermöglichen, daß . durch weiieste Verbreitung der wäbren Tatsachen - den . von jndeiüeittdlichen . Organisationen und Gruppen in-England in sknipellvier Weite gegen die Huden gerichteten Berleumdiingen und falschen Befchuldignngen entgegengetrcteu und dadurch der "gute Name und 'Ria-der Huden als treue und dein Gesetz-ergebene Bürger gewahrt -iverde. TiesesTZiel " kann nur erreicht werden, wenn der vom,Board', geschaffenen Organisation. enkiprecheiide finanzielle Mittel;nr Ber'ügung -gestellt werden. . Tie Grllarima iü unterzeichnet von dem . P r ä s i d e ii I e n d e^s \\o :i r .! o f 1).\p u > i es. Reville L a s k i , 'dein Präsidenten der Anglo Jeioiiy Aiweiatipn, Leonard G. M o n t c s i v r e . , -dem Bizepräüdeine» Sir Osinoud Elim d.' A v i gdor G o ld s m i d . ferner von Sir , Robert - Wal-ey 8 o be ii , Liouel L. Eoyen. '.Ai. Görden- Liber in a n . Perm 6 o he n . Bertram . ha - . c o b s , BiirneN- I a n n er. % per o iv i tz wid - L Harry Sam n eis. Gelictö in il.'n :s>nas:op»Mi rnniUr«'it-Jis fiir die in Spanien petiitelen katholischen Priester. Wälirend -de? äo11>- > li0p>ir Gollesdiei,iles iviirden in iänttliclwir-Sünagögen h-rankreichs, Gebete I»r die in Spanien gelöle-len katyplsiicheii Priester -ge'«' In dem neuen Gesetz zum Schutz der Staatsordnung, mid'gegen/ den Kommunismus wird neben der Propaganda gegen die bestehende Orbnung. separatistiichen und. antonomistischen Bestrebungenauch Proselytenmact-erei verbotenund unter Strafe gestellt. -So, sind Strafen von drei Monaten Gefängnis- und Verbannung von sechs bis zu vierundzivanzig Monaten vorgesehen. Als strasverschärfend -wird die Zugehörigteit des Täters.zu einer 'öffentlichen Organisation oder -Gruppe angesehen. Unter dev Führung des Obdrsten Guido M o - d,i a uv.' der h"udeiü. sind sieben- Huden ans . Saloiiilt und eine Anzahl von Judenans <>stan. .bul und anderetr Städten im Orient aus dent ,^eld-. ziig tu Abessinien..au dem üe als Freiivillige ans ital-ienischer Seite^ teilgenommen -haben, - nach Saloniki zurück. / Litauen Laut amtlicher ^eststeklimg hat sich die Me- Völker,mg dkr litauischen Hauptstadt Kann aNin der tltaäjkriegszeit verdoppelt: sie zählt, heute. 1-15 ooo Einwohner, danon 60,.? Prozent Litauer. 26,1 Prozent f:$5.Otto) Huden. 4.1 Prozent Polen, ö.l Prozent Teutsche, 6,1 Prozent'andere Aationalitäteil. - - , : Polen Ter letzten Lemberger Tagung der hüdischen. Landwirtschaftliclieit Gesellsä)<ift lhlagl in Polen ivohntcn über ION Delegierte bei. Es wurde berichtet, das, in Polen über.120 ONO jüdische Land--, wirte leben. Eerner wurde eine straffere Orgamsativn gefordert, damit sich die jüdis.rl^n Landivirte besser gegen-Terror verteidigen.können. Tie E'esellschäft ist dabei, jetzt für die infvlize des neuen Schächtgesetzes brotlos-gewordenen jüdisä-en Ulei-scher Hühnerfarmen - und Milchwirtschaften zn begründen. Tie.Il'.X organisierte Kurse zur landioirtichaftlichen Aiisbildniig der jüdisclien hiigend. an denen 216 hugcndlid>e teiliialmieu. . Anläßlich der ,heier der Rücklehr der, Truppen -von..den Achnövern zertrümmerten itativnaldemvkratische Erzedenten in mehreren jüdischen Geschäiten Warschaus die Schaufenster und vcrnichteteii die Waren^ Wegen der blutigen jildenicindhichen . Unriiheit ' iit Wysokie-Pkazoiviecki, Svkolvj, ^erzaiivw und hambroiv intervenierte Senator Oberrabbiner Professor Schorr beim hnneii- . ministeritiin. Tie -Wojivodschaft in Bialystok ivnrde daraufhin angewiesen, jeden Le'rsuch von Gewalttat zu verhindern. ' - Ministerpräsident General Slavoj-Skladkvwski hat den jugendticlien Hillel Süßkind aiis SoSnvivitz. der sein.Leben aiiss Spiel geseK hat. um zwei christliche hin,gen vor dem' Ert-riiiken zu retten., eine Pledailte-verliehen. Einer Aleldung der ukrainischen Tageszeitung „Thlo" zufolge sind in Rvlvnv,,<Wolhynien) 2oi> .ukrainische Faschisten unter der Beschuldigung, an jildenfeindtichen Ausschreitiingen teilg'envmmen und Häuser von Juden a«'gezündet zu yahen. verhaftet worden. „ '- Am Sonntag ist eS in Lemberg zu fchiveren nativnaldemökratischen AuSschreitiiugen gekommen. Eine Griippe von Nationaldemokraten hatte versucht. eine Bersammlung deS regierungstreuen hligendoerbandeS „Legion Atlodych" zu stören, yiachdem sie. aus dem. Saal hinauSgeworfen. wor- , den waren, machten sie ihrem llnmut dadurch .Lust, daß sie jüdische.-Passanten überfielen, die. heustersäieiben in jüdlschen Geschäften zertr-ümmerten und die Einrichtuugen jüdischer Läden demolierten. -.Ter jüdische Jigarrenhündler Getreu wurde, als er die Rolladen seines GelctiäftcS heruuterlasscii wollte, übersalleit und so schwer verletzt, daß er in» Krankenhaus gebracht werden - mußte..-Auch einige ändere Persouen wiirden ver- ' letzt, hu der hyblikiewiczstraße hielten die Teinonstranten einen Straßklibahnzug auf. zwaiigen'dic - jüdisäien Passagiere zum Aussteigcu und Miß» . handelteir sie. Als sie dann versuchten, in den jüdischen' Stadtteil eiiizudrittgen. wurdeein Tcmcmstrairtb verprügelt: hmhusaiumeuhaiig damit wurde der jüdische Restaiirateur hecheskel -S z u m verhaftet, .aber aus hitleroention dz-S jüdisclien Abgeordneten Tr. Sviumerstein wieder freigelassen.' hu dem HauS der regierungsfreund- . liii>cii Zeitung ..Gvniev" wurden die Fenster.zertrümmert. . ' . TaS Kreisgericht. in Kvlornea hat den Bauer Pivtr T i m 'k o >v zu einem Hahr Geiäugnis oeriirteilt. weil er auf der Landstraße den 77siih. rigen jüdischen Händler Mordechai- Schloß bis zur,Beivußtlosigkeit blutig mißhandelt hatte. Ter Greis hatte sich geweigert.'den A'amen des Attenläters anziigebeii. weil, er dessen Rache fürchtete.- . Zioei Bauern jedoch stellten fest., daß Timkow den llebcrfall. verübt hatte. Auf ihre Aussagen hin wurde er verurteilt.^' Neuregelung des Schächtweaens in Polen Alle jüdischen Gemeinden in Polen,' die im Besitz einer Schächtkoiizessivu sind, haben die Auiforderimg erhalten, mit Rücksicht daraus, daß am l.hanuär 10-17 das ne»c Ticrichlachtilugsgesetz und damit eine weseiitliche Eiiiichränkimg des Schächtivesei'S in' Kraft tritt, ihrem Schächtperio- »at zu kündigen. Tiefe Ansiordernipz und die vor kurzem verössentlichten Turchsühruiigsverordiiungen lassen erkennen, daß das Gesetz mit voller Scharfe, durchgeführt werden wird. - Tausende indischer Familien werden durch die Neuregelung des Schachtwesens den Lebeiisnnterhatt verlieren. In jüdischen Kreisen. wird zurzeit'ein Plan für. eine große Abwehraktton ausgearbeitct. . AUICATORÖ UNSERE VERKAUFSGESCHÄFTE. Hilfsarbeit des Joint . in Osteuropa Ans dem von dem Erekutivediretzor Joseph C. Hy ma n veröffentlichten hahresbericht. des- American Jewish». Jo.int Distribution Committee geht l hervor, daß durch den Jcunt und die ihm . angeschlossene American Joint Keeonslruction. Foundalion im letzten Jahr 1 040 000 Tollars für Hilfe an Juden in Polen und anderen vstenrvpäischeu' Ländern ansgewendet iviirden. Insgesamt hat der Joint seit 1014 für Juden in Osteuropa über 27 Ntillionen Dollars ansgegebcn. Der Bericht über Osteuropa ist der zweite in einer Reihe von vier Berichten, aus denen der'Gesa,ntjahresbericht bestehen wird. Der?rste Teilbericht behandelte die Hille des Joint für Inden sin Dcutschland >nid deckt sich im wesentlichen mit den dort vom ZentralanSschitß für Hilfe und Aufbau verösfentlichten Mäterialienh Ter dritte Teilbericht. der demnächst heranskömmen soll, wird die Jvint-Arbeit zugluisten derans Teutschland. Ausgewanderten behandeln. ” " Im letzten Jahr hat der Joint 076 000 Dollars an Bereinigungen für ,Ni»deriiirsorge, Gewerbeschnlen, Heilanstalten und Gesundheitseinrichtungen. - Körperschaften - für Erziehnngs-, religiöse und knltnrelle Aufgaben sowie an die für Wi'rtschäftshilie an die jüdischen Massen sorgenden Darlehenskassen in Polen. Rumänien, Lettland, Litauen, der Tichechvslvivakei und anderen osteuropäischen Ländern ansgezahlt. Der größte Ginzelposten betrug 74 500 Dollars und wurde der Kinderfürsorge, ilisbesviidere dem Svmmerkvlonicnwcrk der Juden sin Polen zugefnhrt. . Die Nvtivendigkeit dauernder Nnterstütznitg des jüdischen. Kchulwesens in Polen wird sin dem Bericht damit begründet, daß die Kinder aus nichtjüdischen Schulen durch Antisemitismus bei Lehrern und Mitschülern verdrängt werden. Trotz ihrer großen Armut — so wird in dem Bericht ausgeführt bringt die jüdische Bevölkerung die größten Opfer, um ihren Kindern den Schiilbesuch . zit ermöglichen. Tie Budgets der verschiedenen jüdischen Schulen gehen in die Millionen.Zloty und werden zum größten Teil unmittelbar durch die Eltern' der. Schüler oder dtirch - öffentliche Sammlungen unter den jüdischen. Massen . anf-- gebrncht. Die örtlichen Eihuahmen müssen jedoch ergänzt werden, da die Einstellung der Sub- - ventionen von Regicrulig und Gemeinden zu einem beträchtlichen Defizit in den Schulbudgets geführt hat. Es /wird festgestellt. daß die normalen Bei- Hilfen der Regierungen in Osteuropa für jüdifche Kultur-, Erziehuiigs-, Gesundheits- und sonstige Arbeit der sozialen Fürsorge entwedereinschneidelid gekürzt oder ganz gestrichen wurden. Tie Bemühlingen des Joint Distribution Committee, so heißt eS zum Schluß, und der ihm angeschlvssenen Organisationen sind der Größe der Rot'der osteuropäischen Judenheit keineswegs angemessen. Tie American Joint .Reconstruction Foundation hat im letzten Jahr den von ihr in Ost- , europa erhaltenen Tarlehenskassen 266.000 Dollars neu zngeführt. Tie vom Joint 1924 gemeinsam mit der Jevissi Colonisation Assoeiation zwecks. Stärkung der vom Joint eingeleiteten Kooperativ- Kreditbewegung gegründete Foundation hatden Kvoperatiobankeii l'ü-15 neue . Mittel zugesührt.. Diese Kassen haben etwa 16 Millionen Dollars zu niedrigem Zinsfuß-,an fast 216 000 Inden, häuptsi'ichlich Handwerker, Kleinhändler Und Bauern, ansgelichen. Reben dieser Kredithilie für Kleingciverbetreibende fördert ' die Foündativn dauernd Arbeiter-Konsumgenossenschaften. Handloerker-PrvdnktionSgenosscnschaften und. die Arbeit jüdischer Landivirte in Osteuropa. » R>» d im. JunflferasUeJ 43 Köln 4. Rh.. Hoheatr»6e 115 Essen, Llmbeckatrafc* 10 Essen, Am HsnpOwhnhofl# Bochnm, Koctnmatnfte 67. Frankfurt s.M„ Rokmatkt 15 Zentrale. Offenbseh «.M.- - .Wuppertsl-Elberfeld. JHersogstrsöe 36 - - ktinc Gemeinschaft bilden. In den letzten Jahren sind mehrere Inden .aus Deutschland hierher» . gekommen; sie haben sichsichnell zilsammeugesunden . - iiichcs herrscht Freundschast. unter ihnen: Bor ' einigen Wochen rief sie der aus Berlizt stammend.e Dr. H. zusäiuinen. ES kamen etwa 70 Personen, und wir-beschlossen, eine jüdische Gemeinschaft zu griiiiden. denn die Zahl - der ans Deutschland stämmenden Juden in Bogota sik^it t'40 Seelen nicht zu hoch gegrissen. Au diese,n^tbcud wurde eine Sammlung veranstaltet, die KM Pcsps ergab. das sind mehr als 2000.— RAt. ein Zeichen dafür, daß die i',eu Eiiig'ewandcrten hier ihr Auskvmuicii gefunden-haben. Diese'Sum'iile soll einen... Fonds bilden, um evtl, bediirstigei,. Einwanderern beizmtcheu. In -' ganz Koltlmbien dürsten etwa!io<»0> Juden leben. Sie sind ans die größeren Städte und.-über-daS gniize Land verteilt. In ' Eali besieht ber.-ls eine jiidischc Gemetiidc. die ein eigenes Gcnie.'iidehaiis-" yat. Kolnmbieit tst ein frilchtbares und a»fbautähiges Land. Wer-die -spanische Sprache brherrlcht und mit etwas Geld liierherlommen kann,-.dem-.-braucht um feine Zukunft nicht bange zu sein. .Ervin Vraseli. Niidakrikas neue Einivandernngspolitik. Tie Höhe des Betrages, der „ach. den neuen Bestynzmungen vom Einwanderer nach Südafrika ab l. Rovembet. vorgewtesen werden inilß, liegt bei 100 Pfund luicht, wie infolge eines Druckfehlers in der>vorivöchigeii Nummer der E. - B. - Zeitung stand: . 1.oo'Dollars!. Nach Lage der Eiiizeliimstände köiiuen jedoch bis zu 250 P f u n d (nicht: 250 Dollars) vcklangt werden. Wehrpflicht und Auswanderung Die Buiidesleitung des Neichsbundes jüdischer Frontsoldatenweistdaraufi hin, daß Juden nach dem Wehrgesetz vom 21. Mai 19:15 zwar zum aktiven Wehrdienst nicht zugelassen sind, aber der Wehrüberwachling in vollem Umfange unterliegen und daher auch zum Beispiel den erlassenen . ösfentlsichcn Bekanntmachungen über die Alustcrung' Folge zu leisten haben.- Ebenso gilt für sie auch die Bestimmung,, daß 2l>ehrpslsichtige, die im Ausland leben oder für längere Zeit' ins Ausland gehen wollen, ihre Benrlaubung aus dem Wehrpflichtverhältnis nach» suchen müssen. Diese Bestimmung ist mit Rücksicht auf die AuSwanderndeu besonders wichtig. Im.Mi tu sterialblatt des Rei chs- und p r eu ß i scheu Mini st e r i n m s des Inner n vom 9. September 1936 (Nr. 39) wird ein Rnnderläß vom 29. August 1936 veröffe-ntlicht. . in dem die Behörden der allgemeinen und inneren ' Beriv'altüng. - inshesondere auch Pie Polizeiöehörden und Polizeiorgane, angewiesen werden, stets das WehrpslichtverlMtniS nachzilprüfen, wenn Dienstpflichtige anfgerufener Geburtsjahr- . gärige, die sich etwa der Erfassung. Musterung'und . Aiishebiliig entzogen haben,..sestgestellt werden.- Falls sich der. TieiistPslichtigenicht hiiireicheistCalisiveiien kann, so-kann er nötigeilsattS besi der zunächst erreichbaren nnteren Verwaltung«, behörde zur weiteren Feststellung vvrgcsühr.t werden. Jüdische -Männer,, die ausivandern wolle»,, ünd zivar alle-ivehrpflichtigen' Akänner zivisichen . dem l>3.- nrid 45. Lebensjahr, iverden also zur Bermeidilim von Schwierigkeiten rechtzeitig vor- . luw den auf Befreiung ans dem WehrpslichtverhamW''bei ihrem zuständigen Wehr-, lreiskommändo zu stellen Habei,t. 18 Monate in Kolumbien Ein Leser Unseres Blattes in Kolumbien schreibt - Ich Tcbe seit anderthalb Jahren in Bogota, der Hauptstadt Kvlümbiens. wohin mir eiu-Schulsreund. der schon seit vier Jahren darb lebt, durch Slelliiiig eines Depots die Einreise verschafit'hat. ' Schonjetzt. fühlen meine. Frau und ich. nns . in Kolumbien außerordentlich" wohl. Wir führen liier ein Leben. daS uns sehr befriedigt. Ich habe eine -Eristenz, .Die uns nicht nur ernährt,-sondern . '..IMS aiech manche Annehrnlichkelt erlaubt und uns gute ZukunftsaussichtLn'bietet. Bon den Kolttmbiern wurden wir i'n jeder Beziehung mir äußerst liebenswürdigem Entgegenkommen empfangen. In Bogota leben 800 bi« 1000 polnische Juden, die Angabe der Religionszugehörigkeit zu statistischen Zwecken Nach den Bestiinmlilige^ dcS.Pcrsonelistaiid'sgesetzes haben die. Standesbeamten in Ziikniift zu statistischen Zwecken bei der Beurktindung-von Geburten. Eheschließungen und Sterbeiällen die Religion der Eltern, der Eheschließenden und des Ber-. - slvrbenen zu eriragkii, um den össentlich-rechtlichen Religioiisgesellschasten. hier^lher Auskunft erteilen zu'können. - ■ ■:- ) - lO-.iiptsrhriftleiti-r: ' Dr. A I f r-?'«l II I r s c li 1« <* r e : Sipllvcuri'it'r uml v-: nntw.n tlich fnr rlic Aufnahme Mm. BiMoni: Pr. M r - r r q K .1 c Ih c i m.' Vcr- antwornirh l'\ir >po11: Or. I~r n s t 0. I, fiwen th:il, . Miimlieh in BerUu. - l-'ur I?,K'l;<.’mOiM^ unverlanjrter-Ein- M'iiiluii£i'!i i-«i. I'rt'itsnis*-lii;iü hoizufiiiirn. Leiter (irr Aiizi-iacii.-Ahtcilunc uiul■ \ntwi.rAli<’h für ,Ii>u Iiihalt der Anzeigen: Frir-Ir ir h N ,i t h .i ji. Berlin. DA III. Vj. . 40 000... PI. 5. ■ VerOig:. .ImliM-her Ceutral-Verein e. V.. Berlin AV 15; Emser Sir. 4-J. 'Pruck ,1er Bii.-i,- und Tiefdruck ■ Gesellschaft mhH. Berlin SW 19. /N ms SPEZIALHAUS ßr Stoffe Wäsche Kleidung Teppiche Gardinen Möbel SdirifUtche Anfrage * an die Übersee-Abteilung / Telefonisdie Verabredungen unter E 2 0011 BERLIN C 2 SPANDAUER KON I G STR.