Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 17 (1938)
- Issue
- 42 (20.10.1938)
- Date
- 1938-10-20
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 20 C-V.-Zeitunq Nr. 42 * 20, Oktober 1938 men. Es ist nicht möglich, im Rahmen dieser kurzen Mitteilungen dieses Kernstück des anglo-amerikanisehen Rechts allseitig zur Darstellung zu bringen. Ich beschränke mich darauf hervorzuheben, daß ein Kaufvertrag über Waren oder sonstige Gegenstände nicht gerichtlich erzwingbar ist, falls nicht der Käufer wenigstens einen Teil der Sachen in Empfang genommen hat, oder ein Draufgeld (earnest money) gegeben oder den Kaufpreis teilweise bezahlt hat, es sei denn, daß eine schriftliche Aufzeichnung (note or memorandum in writing) vorliegt, die von der Partei, die in Anspruch genommen wird (oder ihrem Vertreter), unterzeichnet ist. Der Beweis durch schriftliche Unterlagen kommt also nur für den Fall in Betracht, in dem nicht durch auch nur teilweise Annahme oder Zahlung oder ein Draufgeld bereits mit der Durchführung des Vertrages begonnen worden ist. Verlangt wird keineswegs ein schriftlicher Abschluß, sondern nur Vorlegung eines Schriftstücks. Ein Bestellbrief genügt. Weit auseinander gehen die Einzektaaten der Union bezüglich der Grenze, von der ab das Statute of frauds eingreift. Einige wenige Staaten haben keine gesetzliche Bestimmung, dort gilt also die gewohnheitsmäßige Grenze, die man an Ort und Stelle erfahren muß. In Florida und Iowa gilt das Statute für alle Käufe, anderwärts ist die Grenze 25, 30, 50, 100, 200 und besonders häufig 500 Dollar. In New York findet das Statute von 50 Dollar ab Anwendung, in dem benachbarten New Jersey erst von 500 Dollar ab. 500 Dollar ist auch maßgebend für Kalifornien, Illinois, Kentucky, Louisiana, Massachusetts, Pennsylvanien. Ohio fällt mit 2500 Dollar völlig aus dem Rahmen. Man sieht hier besonders deutlich, wie verschiedenartig sich das Recht im einzelnen trotz aller Gleichartigkeit der Grundsätze gestaltet hat. Praktisch ist die Lehre zu ziehen, daß, wer Kaufverträge abschließt, bei denen der Entgelt die untere Grenze des Statute überschreitet, aufpassen muß, weil er sonst einem unreellen Vertragsgegner ermöglicht, ihn im Stich zu lassen. Sowieso kennt das amerikanische Recht, hierin dem englischen folgend, nur in sehr gejsbgem Umfang die Klage auf Erfüllung, also die Leistungs- oder Lieferungsklage. Im allgemeinen ist man, wenn ein Vertrag nicht erfüllt wird, darauf angewiesen, wegen Vertragsbruchs Schadenersatz zu verlangen. Ist das. Statute of frauds nicht beachtet, so riskiert man, daß auch der Anspruch auf Schadenersatz verloren geht. Offene Auslandsstellen genehmigt durch das Landesarbeitsamt Brandenburg Gesucht werden: für Australien ein jüdischer hochqualifizierter Zeichner und Zuschneider für . Damenmäntel und Kostüme; für M a n d s c h u k o u ein jüdischer jüngerer Schokoladenfachmann, der die Herstellung von der Bohne an beherrscht. (Kakaopulver, Kakaobutter. Schokolade). Ausführliche Bewerbungen nur auE Luftpostdünnpapier, Lebenslauf, Zeugnisabschritten und Paßfoto werden ausschließlich durch die Jüdische Gemeinde. Berlin SW 63. Lindenstraße 48/50 weitergeleitet. Bewerbungen auf gewöhnlichem Papier werden nicht mit Luftpost befördert. Die Staatsangehörigkeit ist wegen der Verschiedenartigkeit der Einreisebestimmungen in jedem Falle anzugeben. Die Bewerbungen sind nur schriftlich an diese Stelle einzureichen; es sind adressierte und für das Inland frankierte Kuverts für Rücksendung beizufügen. tretern des Centrai-Vereins ihrer Bestimmung übergeben. Das Landschulheim Herrlingen bei Ulm a. D. (Leitung: Hugo Rosenthal), ein wertvolles Glied des .jüdischen Erziehungswerkes in Deutschland, stand bis vor kurzem in Gefahr, wegen des plötzlichen durch die Auswanderung der Eltern bedingten - Abgangs einer größeren Anzahl von Schülern bereits Ende November schließen zu müssen. Durch das Eingreifen der Reich svertre tu n g und der süddeutschen Landesverbände ist es gelungen, die Weiterführung des Landschulheims sicherzustellen. Das Landschulheim ist in der Lage, noch eine gewisse Anzahl von Schülern aufzunehmen. Anfragen an die Leitung des Landschulheims Herrlingen. Die Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums, Berlin N 4, Artilleriestraße 14, eröffnet das Wintersemester 1938/39 am 25. Oktober. 11 Uhr. in der Aula der Lehranstalt. Auch für das neue Semester ist eine große Anzahl von Vorlesungen sowohl auf theologischem Gebiet als auch in den verwandten Wissenschalten (jüdische Literatur, Geschichte. Philosophie, Psychologie, Pädagogik, Gesellschaftslehre und Homiletik) vorgesehen. Vorlesungsverzeichnisse können vom Sekretariat der Lehranstalt unentgeltlich bezogen-werden. Gottesdienste in Berlin Abkürzungen ALTER RITUS: Grunewald G., Heidereutergasse H., Kaiserstr. K., Köpenick Kp., Münchener Str. M., Pestalozzistr. Pe., Rykestr. R., Tbielsch-Ufer Tu. NEUER RITUS: Fa*anenstr. Fa., Friedenstempel Fr., Levetzowstr. Le., Lindenstr. LL, Lützowstr. Iii., Oranienburger Str. ='0., Oranienburg Or., Prinzregentenstr. Pr., Schmargendorf Sm. REFORM: Johannisstr. Jh., Joachimsthaler Str. J. FALKENBERG - Synagogen: Kaiserstr. Ka., Kaiserdamm Kd., Prenzlauer Prome^ nade Pz., Schönhauser Allee Sö., Triftstrasse T. Aus den Familien Hermann Geisel (Rheinbach/Bonn) begeht am 21. Oktober seinen 70. Geburtstag. — Josef Gereon (Frankfurt a. M.) wird am 22. Oktober 70 Jahre alt. — Emma L ö w e n s t e i n, geb. Brandenstein (Rietberg), feiert am 24. Oktober ihren 70. Geburtstag. — Luise Benscher (Köln) vollendet am 26. Oktober ihr 70. Lebensjahr. Isak Rothschild und Frau begingen am 7. Oktober das Fest der Goldenen Hochzeit. Frau Ida Franke nstein (Essen), die Schwiegermutter des Vorsitzenden des Jüdischen Centrai- Vereins. Dr. Herzfeld, beging am 14. Oktober ihren 85. Geburtstag. Louis R i e s s (Allenstein). langjähriger Vorsitzender des Orts Verbandes Sensburg des Jüdischen Central-Vereins, feierte am 13. Oktober seinen 70. Geburtstag. _ „ORT". Die der privaten jüdischen Lehranstalt für handwerkliche und gewerbliche Ausbildung auswanderungswilliger Juden der Gesellschaft „Ort" seitens des Jüdischen Centrai-Vereins gestifteten modernen Drehbänke wurden kürzlich in Anwesenheit von. Ver- Die Gemeinnützige Wohnungsberatungsstelle der Jüdischen Gemeinde, Berlin N 4. Oranienburger Straße 29, benötigt fortlaufend Unterkunftsmöglichkeiten jeder Art, besonders leere Zimmer. Angebote mit genauesten Angaben (auch über Mietpreise) werden schriftlich erbeten; Abmeldung bei Erledigung wird als selbstverständlich erwartet. Auskünfte an Mieträumesuchende nur mündlich in unseren Sprechstunden Montag. Dienstag. Donnerstag 10—14, Freitag 10—13, Sonntag 10—12 Uhr. (Mittwochs für Publikum geschlossen). Die Inanspruchnahme ist kostenlos. lT€itag,2hOkt. Sonnabd., 22. Okt. Sonntaff(St) 23. Okt. Fa. 18 Swarsensky 10 Fr. 17 9 Graf G 17 9 Loewenthal H 17 9 Berkovits T 18.30 Rosenthal — ih* — 10.30(St.)Gottschalk K 17 9 Freier Ka. 19.30 Gross 10 Loewenthal Kd. 19 Loewenthal — Le. 18.30 Maybaum 10 Li. 17 9 Warschauer Lu. 18 10 Lewkowitz M 17 9 Broch O 18 10 Weyl Or. 17 9.45 Pe. 17 9 H. Wolff Pr. 18.30 Galliner 10 Pz. 19.30 Kempner — R 17 9 Nobel Sm 18.30 Löwenthal 10 Sö. 19.15 Hanff 10 Hanff T 19.30 Rautenberg — Tu. 17 9 Landau Voranzeigen 25. Oktober,' -201/4 Uhr: Kühstierhilfe der Jüdischen Gemeinde. Autorenabend (zum Teil, unveröffentlichte Dichtungen). Martha Wertheimer, ■ s Werner Bukolzer. Festsaal der Joseph Lehmann- Schule, Joachimsthaler Str. 13. 27. Oktober. 201/4 Uhr: Künstlerhilfe der Jüdischen Gemeinde. Tanzabend, Charlotte Auerbach, Ruth Mandus und eine Schülerinnengruppe der Tanzschule Ruth Mandus. Am Flügel: Werner Baer. B rüdervereinssaal, Kurfürstenstr. 115/116. WEITERE VEREINSSYNAGOGEN: Falkenthaler Steig 16 (Hennsdorf), 21.: 18.30 (Klein); 22.: 10 (Klein). — Friedenstr. 3, 21.: 16155; 22.: 8.30 (Singermann) und 15.30; werktags 6.30 u. 16.45. — Markgraf-AIbrecht-Str. 11/12, 21.: 10; 22.: 9 (Predigt) und 16.30. — Prinzen-Allee 87, 21.: 17; 22.: 9 und 17 (Alexander); werktags 7 und 17. — Schulstr. 7 (Charlottenburg), 21.: 17; 22.: 9.S0 (Adler). Theater der Jüdischen Schulen, Berlin. Die dritte Spielzeit wird am 24.. Oktober im Jüdischen Brüdervereinshaus mit „Donna Diana" von Moreto eröffnet. Die Vorstellungen finden um I51/2 Uhr und 191/2 Uhr statt. Wiederholungen .am 26. Oktober. Regie: Werner Hinzelmann, Bühnenbild: Hans Brandt. Die Veranstaltungen der Jüdischen Winterhilfe Berlin <sowie der Seelischen. Winterhilfe werden auch in diesem Winter in Verbindung mit der- Kfintt lerhilfe der Jüdischen Gemeinde zu Berlin 'durcli* geführt. Büro der Abteilungen „Veranstaltungen" .und „Seelische Winterhilfe": Berlin C 2, Rosear straße 2-4 (Tel.: 416711, Hausapparat 31, Mfe bis Frei, 10—13 Uhr). Postscheckkontos Beet* lin 93 446. w^^umxasma^ Tuch«6roBhandIung Königsberg i. Pr., Wassergasse 11 Textilwaren Konfektion, Trikotagen, Kurzwaren, Restbestände, ■uch ganze Warenlager kauft eegen Kasse S. Raher, Berlin C 2, Kaiser-Wiiheim-Straße 5 Tel.: 52 31 58 C- V.- Zeitung Ihr Beraterl L. & S. LEESER DÜLMEN Willi Katzky BerSin W8, Leipziger Str. 97/98 modische Knöpfe, Schnallen, Schließen, Clips Gebr. Friedheim Chemnitz Gegründet 1883 median. 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