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Central-Verein-Zeitung · 1938-09-29 · 39 (29.9.1938) · page 4

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
17 (1938)
Issue
39 (29.9.1938)
Date
1938-09-29
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 C.-V.-Zeitung Nr. 39 » 29. September 1938 Vorschlag und Forderung Der jüdische Autor und die Wiedergabe seines Werkes ~~Die Reichsvertretung der Juden in Deutschland, der Reichsverband der Jüdischen Kulturbünde in Deutschland und die Jüdische Künstierhilfe haben gemeinsam an die Landesverbände jüdischer Gemeinden, die jüdischen Gemeinden und die jüdischen Organisationen folgenden Aufruf gerichtet: In zahllosen jüdischen Veranstaltungen rezitieren die Vortragskünstler aus den veröffentlichten und unveröffentlichten Arbeiten der in Deutschland lebenden jüdischen Schriftsteller. Während es alle Veranstalter als eine Selbstverständlichkeit betrachten, daß sie den Vortragskünstlern hierfür ein Honorar bezahlen, sind die Schriftsteller, die bei diesen Veranstaltungen eine sehr wesentliche und unentbehrliche Rolle spielen, bis jetzt leer ausgegangen. Das moralische Recht auf einen Ertrag ihrer künstlerischen Arbeit, der ihnen heute nur noch in seltenen Fällen durch eine Drucklegung gegeben wird, wird den Z\Uo PphQ Uhlandstr. 43 92 30 77 ■ 1 «ISO I OSLO Gr. Lag-er, günstig. Ang-ebote vorhanden Das Haus für elegante Damenhüte. Berlin W, Kurfürsten da mm 220. Altaba jüdischen Schriftstellern jeder zubilligen, der Nutznießung an dieser Arbeit hat, also die Veranstalter, die Vortragskünstler und mit ihnen das jüdische Publikum. Alle Beteiligten werden darin übereinstimmen, daß dieses moralische Recht der jüdischen Schriftsteller von der jüdischen Gemeinschaft selbst in einen Anspruch auf eine Honorierung auch ihrer Leistungen umgewandelt werden müßte. Die Vortragskünstler selbst mit einer solchen Abgabe zu belasten, ist angesichts der Notlage dieses Teils der jüdischen Künstlerschaft und der ohnehin knapp bemessenen Honorierung ihrer Arbeit nicht angängig. Wir schlagen daher vor, daß sämtliche Veranstalter, die in ihre Programme Vorlesung und Rezitatio-n aus Werken in Deutschland lebender jüdischer Schriftsteller einfügen, hierfür an die Jüdische Künstlerhilfe (Hauptstelle: Berlin-Charlottenburg 2, Kantstr. 159), eine Abgabe entrichten, die sie nach einem festgesetzten Schlüssel an die bei diesem Programm gelesenen Autoren verteilt. Die Höiie der Abgabe richtet sich nach der Größe der Veranstaltung; so wären zu zahlen: bei einer Veranstaltung bis zu 30 Besuchern: 3 RM., mit 31—100 Besuchern: 15 RM., mit 101—200: 10 RM., mit 201—400: 15 RM. und mit über 400 Besuchern: 30 RM. Wir bitten alle Veranstalter, denen dieser Aufruf zugestellt wird, sich in Anerkennung des Anspruchs der jüdischen Schriftsteller auf einen Ertrag aus ihrer künstlerischen Arbeit bereit zu erklären, mit Wirkung ab 1. Oktober die hier auf- UfigtnanQfnffa prima, äußerst billig! ■ iCS I GEBölUllG Eugen Gross. Kantstr. 38 geführte Abgabe an die Jüdische Künstlerhilfe (Postscheckkonto Berlin Nr. 8407) zu entrichten. * Zu diesem beachtlichen Aufruf geht der C.-V.-Zeitung aus den Kreisen der jüdischen Schriftsteller folgende Zuschrift zu: Es ist kein Zufall, daß unser Kollege J akob Picard in einem Offenen Brief an die Redaktion der C. - V. - Z e i t u n g (Nr. 37 vom 15. September) einige Worte über die allgemeine Lage der jüdischen Autoren in Deutschland schrieb. Schon lange lag in unseren Kreisen eine gewisse Unzufriedenheit in der Luft. Wir freuen uns, daß nunmehr in unmittelbarem Anschluß an Picards Aufruf an die Kulturbünde eine durchgreifende Unterstützungsaktion zugunsten der hier lebenden und schaffenden Autoren einsetzt. Nicht mit einem Schlag kann den Autoren geholfen werden. Schritt für Schritt soll von jetzt ab alles getan werden, ihnen durch Aufbesserung ihrer wirtschaftlichen Lage freieren Atem für die schöpferische Gestaltung zu schaffen. Der erste Vorstoß dieser Aktion zielt darauf hin, den Werken in Deutschland lebender jüdischer Autoren den gleichen Schutz zukommen zu lassen, den die „Stagma" den zeitgenössischen Komposi- Altpapier- Adolf Naftaniel Berlin KW 87, WullenwebersiraBe 2. Tel.: 39 78 02 tionen bietet. Für die Zukunft, d. h. ab 1. Oktober, soll kein jüdischer Autor mehr seine Arbeiten honorarfrei den Rezitatoren für ihre Vortragsabende überlassen müssen. Wenn es recht und billig ist, daß der Vortragskünstler für die Wiedergabe honoriert wird, so ist es noch selbstverständlicher, daß der schaffende Künstler in Anerkennung seiner natürlichen Lebensrechte und besonders seiner intensiven Bemühungen, die großen kulturellen, also den ethisch-künstlerischen Zusammenhang in unserer Gemeinschaft hilfreich und tröstlich zu erhalten — honoriert wird. Die jüdischen Veranstalter dürfen überzeugt sein, daß wir Autoren auch die Schwierigkeiten ihrer Arbeit anerkennen. Aber der Abgabe - Vorschlag ist kein Appell an die Großzügigkeit der Veranstalter, sondern eine einmütige und gerechte Forderung. Wir hoffen, daß es nirgends zu einer Umgehung dieser berechtigten Autorenansprüche kommen wird, d. h., daß auf den Programmen der kommenden Saison nicht allein die Namen verstorbener jüdischer Autoren und solcher, die im Ausland leben, stehen werden. Mala Laaser „Arm wie eine Kirchenmaus" in den Kulturbünden Rhein-Ruhr und Hamburg Ein entzückendes happy-end-Stück rollte da auf der Kölner Kulturbundbühne ab, eine Geschichte, die sich täglich zutragen könnte, leider nur „könnte", es fehlt eben das Unbegreifliche, das „Na sowas" und der darauffolgende glückliche Abschluß. Max Ehrlich schwang diesmal den Regiestab — wenn man sein Fingerspitzengefühl für Harmonie in der Darstellung und Abstimmung des Sprechtones mit einem derartigen Vergleich in Zusammenhang bringen darf — und hielt ein diesem kapriziösen Werk angepaßtes prestissimo con brio-Tempo durch, daß es eine Lust war für den Zuschauer und nach harter Arbeit auch sicher für den Schauspieler. Ruth Festersen verkörperte die Kirchenmaus so quicklebendig, wie es der Klang ihres Namens, Susie Sachs, erfordert. Ein junges Mädchen, zäh und zielbewußt im Lebenskampf, jegliche Situation mit weiblichem Instinkt überschauend, weiblich eifersüchtig und weiblich in der Reaktion auf ihr entgegengebrachte Galanterie oder Taktlosigkeit. Ben Spanier als Baron Thomas Ulrich — jeder Zoll ein Universalbankpräsident — bot eine hervorragende Leistung, besonders da, wo er nicht den „Mächtigen" (was seinen „üblichen" Dimensionen entspräche) zu spielen hatte, sondern wo er sich leger in den Schmiß der Regie einfügen mußte. Radio-Hilfe Kantstraße 130, Telefon 31 91 06 Antennenbau - Spezialist, Reparaturen, Ankauf — Verkauf gebrauchter Apparate FriedlMünzers unvergleichlicher Charme konnte sich in der Rolle der Sekretärin Olly Frey entfalten, sie wirkte hinreißend, ganz in ihrem parfümierten Element. Zwei angenehm ruhende Pole waren die Gestalten des jovialen, soignierten Grafen Thalheim (von Willibald Fraenkel ausgezeichnet dargestellt) und die des Büroangestellten (und gleichzeitig Vertrauten des höchsten Chefs) Schünzl, dessen Persönlichkeit Werner Hinzelmanns Schauspielkunst köstlich fein umriß. Ernst Rose gefiel sehr gut als Sohn Franz seines bedeutenden Vaters, ebenso Friedrich Herz als Generaldirektor. Julius Rutkowsky gab den Bankdiener Quapil. Was Egon Markus aus Holzpapier und ein paar Möbeln hervorzauberte, nämlich ein feudales Bankpräsidentenbüro, oder aus Cretonne, Wolkenstore und Wandarmen ein-elegantes Pariser Hotelappartement, das bleibt ein Kunststück für sich. Das war „Sowas" für das Publikum, immer wieder rief es Spielleiter und Darsteller mit herzlichen Beifallsbe^eugungen vor die Rampe. —yo— * Die erste Aufführung, mit der der Jüdische Kulturbund Hamburg seine diesjährige Spielzeit eröffnete und die Wahl des Stückes schloß sich der Werbeaktion an, die auch an dieser Stelle gewürdigt wurde. Daß besonders unter dem Gesichtspunkt der Unterhaltung des Publikums &M*WWmK8kUW weoen Geschäftsaufgabe! WoSle und HancSarbsiten MET& SffrgeH&UEB ZZ"Z\*o"T' und der Auf recht erhaltung des Kulturbundes die Wahl der kleinen ungarischen Kirchenmaus die richtige war, bewies das ausverkaufte Haus und der ungewöhnlich starke Beifall, häufig bei offener Szene, der vor allem auf das Konto der amüsanten und gespannten schauspielerischen Darstellung zu buchen ist. Arthur H e 11 m e r, sein Name von Frankfurter und Wiener Bühnen her bekannt, zeichnete diesmal erstmalig für die Regie am Theater des Jüdischen Kulturbundes Hamburg, und für eine Aufführung, die mit einer außerordentlichen Straffung des Spieltempos vorgetrieben war, die elegant und überlegen nicht mehr zeitgemäße Sentiments abbog und die die Pointen treffend, farbig und gesteigert markierte. Eine schauspielerische Ueberraschung war die Darstellerin der kleinen Kirchenmaus selbst, Steffie Rosenbaum. Ihr kleines Tippmädel war einfach mitreißend. Ließ inmitten einer höchst illusorischen Scheinwelt dieses Stückes echte menschliche Töne aufklingen und hielt die Zuschauer mit ihrem schauspielerischen Tempo und der Steigerungsfähigkeit ihres Ausdrucks in Spannung. Fritz Melchior gab als Bankdirektor und eleganter Mann in den besten Jahren, Fritz Benscher als „kleiner Sohn des großen Papas", Leo Raphaeli (Willi Hagen) als angegrauter Schwerenöter mit liebenswürdiger Sicherheit Stiche und Totai-Ausv erkauf HB wegen Geschäftsaufgabe OK 5 F. EHRENFELD S mm FRANKFURT a. M. ZEIL 104 WS Pointen. Julius K o b 1 e r gab die amüsante kleine Studie eines unerläßlich getreuen Bankfaktotums, und Ursula P e r 1h ö f t e r war eine ansehnliche und angenehme weibliche Erscheinung mit mondänem Ehrgeiz. Anny G o w a s Bühnenbild unterstrich diskret und mit Geschmack die Spielhandlung. Langanhaltender und herzlicher Beifall rief die Darsteller immer wieder vor die Rampe. Erika Gütermann Der Jüdische Kulturbund Düsseldorf eröffnete seine diesjährigen Veranstaltungen mit dem Lustspiel •„A-rm wi e ei n e Kirch e n m a u s", aufgeführt vom Kulturbund Rhein/Ruhr, Köln. Das flott gespielte Stück verfehlte auch in Düsseldorf nicht seine Wirkung. «3. C. Künstlerische Veranstaltungen Das Mendelssohn-Trio gab im Kulturbund Leipzig den schon für Juni vorgesehenen Kammermusikabend. Hella Chitrik am Klavier, Leo Schwarz, der bekannte in Leipzig seit langem wirkende Konzertmeister, und der Cellist Paul Blumenfeld, Berlin, spielten stilvollendet das Trio C-Moll von Loeillet, ein Werk des früh verstorbenen Emil Bohnke, in seiner Romantik sicher erfaßt, und das Trio A-Moll von Tschaikowsky mit hinreißendem Schwung. — Camilla E i s n e r (-Spira) und Fritz Tachauer, Berlin, bereiteten den Mitgliedern des Leipziger Kulturbundes heitere Stunden. Fritz Tachaner ist sich selbst ein vorzüglicher Interpret. Hinter .'•einem Humor steht immer der Ernst. Camilla Eisner-Spira sprach und sang, von Erna Klein vorzüglich begleitet, mit viel Heiterkeit und Charme. L. St. Die jüdischen Tonkünstler in Frankfurt am Main, deren regelmäßige Mittwochskonzerte bei sehr geringem Entgelt fast stets gutes Niveau hielten, haben ihre Konzerte zur fünften Saison aufgenommen. Hans Assenheim betonte mit Recht die Möglichkeit und Notwendigkeit ei'ies festen Hörerkreises, der auch für diese Veranstaltungen Bedingung und Voraussetzung sei. Den ersten Abend (und damit das 52. Mittwochskonzert) bestritten zwei schon öfter hervorgetretene Instrumentalistcn: Alice Rosenbaum spielte Kompositionen des klassisch-romantischen Repertoires und in sehr gewinnender Art reizvolle Miniaturen von Bernhard S e k I e s, dem unvergessenen Komponisten. Eine melodiefrohe Sonatine von Dvorak wurde von ihr und dem Geiger Oskar K 1 e i n b e r g frisch und „ohne des Gedankens Blässe" angefaßt. In weiteren bekannten Stücken, u. a. mehreren der schönsten Kreisler-Bearbeitungen, zeigte Oskar Kleinberg klaren, ansprechenden Geigenton und sympathische Musizierart. —tt. C.-V.-Kalender 5699 Pünktlich, wie schon seit Jahren, ist auch diesmal zu Rosch haschana der Jüdische C.-V.-Kalender erschienen. Das kleine blaue Büchlein im Westentaschenformat ist uns bereits zu einer lieben Gewohnheit geworden, zu einem ständigen, zuverlässigen Begleiter durch die flüchtigen Stationen von Tagen, Wochen und Monaten, bei denen man um so lieber verweilt, als das Kalendarium Ruhe¬ oder Gedenktage anmerkt, denen wir als Juden durch innere Beziehungen verpflichtet sind. Aber dieser Kalender ist doch viel mehr als ein exaktes und planvolles Register des Zeitü&stseMüsse mmU (Metsee Erscheint wöchentlich ohne Gewähr. Postschluß für Luftpostsendungen bei folgenden Postämtern: Berlin SW 11; Frankfurt/Main Bahnpostamt 19 oder Flughafen; München Postamt 2 (Flughafen); Köln Flughafen. Einwurf bei anderen Postämtern oder in anderen Orten bis zu .1 Tag früher. Abkürzungen; B. A. Buenos Aires; Cherb. Cherbourg; LH Le Havre; Liss. Lissabon; Mars. Marseille; Melb. Melbourne: Syd. Sydney. Ziffern in Klammern Postschlußzeiten. Ab Seeweg nach Nordamerika An Berlin Hamburg Bremen Cherb. N.-York 3. 10. 3. 10. (19)„Normandiett 5. 10. (LH) 10, 10. 5. 10. 5. 10. (19) „Bremen" 6.10. 7.10. 12. 10. Luftweg: Nachbringeflüqe Köln—Cherb. („Mit Luftpost ab Köln zum Dampfer"); Zuschl. 10 Pf. für je 20 g Berlin Köln Cherb. N.-York 6.10. (20) 7. 10. (10) Flug zur „Bremen" 7. 10. 12.10. Seeweg nach Südamerika Berlin Frankf. München Genua Liss. Rio B. A. 30. 9.(22)1.10.(14) 4.10. 14.10. 18.10. 3.10.(18) 4.10.(9) 5.10. 17.10. 21.10. 4.10. (23) 5.10. (14) 8.10. 18.10. 21.10. Luftweg.' Zuschl 1,50 RM für je 5 g (1,25 Brasil.) Berlin Frankfurt Köln Rio B. A, 1.10.(12) 1.10.(11) 1. 10. (17) Fr. Luftp. 4.10. 5.10. 5.10. (21) 5.10. (24) Dt. Luftp. 8.10. 9.10. Seeweg nach Südafrika Berlin Köln Southampton Kapstadt 5.10.(16) 5.10.(21) 7.10. („WindsorC") 21.10. Luftweg: Zuschlag 35 Pf. für je 5g Berlin München Brindisi Athen 30.9.(10) 30.9.(13) 1.10.(16) \ 1.10.(6) 2.10.(5)! Laufzeit 4.10. (10) 4.10. (13) 5. 10. (16) \ 7-9 Tage 5.10. (6) 6.10. (5) J Seeweg nach Australien Berlin München Frankfurt Mars. Melb. Sydney 5.10.(23) 6.10.(12) 6.10.(15) 8.10. 5.11. 6.11. Luftweg: Zuschlag 50 Pf. für je 5 g Berlin München Athen Brindisi Laufzeit 1.10.(6)* 2.10.(5) ca. 8 Tage 1.10.(10) 1.10.(13) 2.10.(16) „ 9 „ 4.10.(6)* 5.10.(5) „ 8 „ 5.10. (6) 6. 10. (5) „ 9 „ See- und Landweg nach Palästina Berlin München Haifa 30. 9. (16) 1. 10. (9) via Belgrad—Istanbul 5. 10. 1. 10. (14) 2. 10. (9) Schiff 4. 10. ab Piräus 7. 10, 2.10.(14) 3.10.(9) via Belgrad-Istanbul 7.10. 4. 10. (16) 5.10. (9) Schiff 6. 10. ab Brindisi 10.10. Luftweg: Zuschlag 10 Pf. für je 5 g Brindisi Berlin München 30. 9. (6) 1.10. (6)* 1.10.(10) 1.10.(13) 2.10.(16) 3.10. (6) 4.10.(6)* 4.10. (13)f 5. 10. (6) 6.10.(6)* 6. 10. (13)f Athen 1. 10. (11) 2.10. (5) 4.10. (11) 5.10. (5) 6.10. (11) 7.10. (5) 1. 10. Lydda 2.10. Lydda 3. 10. Tiberia« 4.10. Lydda 5.10. Lydda 6.10. Lydda 7.10. Lydda * Halle/Leipz. Flugh. (6) f via Brind. nach Haifa ablaufs. Er ist ein getreues Spiegelbild dea veränderten Weltbildes, in dem die Juden aller Länder — insgesamt 16 651 000 — nach; ihrem prozentualen Anteil an der Bevölkerung des einzelnen Landes zahlenmäßig eingezeichnet sind; er ist aber auch für alle, die sichä in den Irrungen und Wirrungen ihres heutigen Daseins nur mühsam zurechtfinden, bereitwilliger Helfer, verläßlicher Berater, kundiger Wegweiser. So gibt er in einem alphabetischen Verzeichnis der einschlägigen jüdischen Zentral- und Beratungsstellen den einzelnen Berufsgruppen die notwendigen Orientierungsmöglichkeiten. Er zeigt den Eltern, in welchen jüdischen Schulen sie ihre Kleider unterbringen können. Vor allem aber wird die brennende Frage der Auswanderung zum Gegenstand der Betrachtung gemacht, in einer aufschlußreichen Statistik wie in einer knappen, instruktiven Zusammenstellung der Präliminarien der Auswanderung. Und in einem dankenswerten Abschnitt „Besondere Angäben für Uebersee" kann man sich bequem darüber unterrichten, an welchen Stellen sich, speziell Luftpostbrief kästen befinden, die auf raschestem Wege die Post ins Ausland befördern. Alle diese sehr willkommenen Ratschläge und Winke machen den C.-V.-Kalender 5699 zu einem unentbehrlichen Ratgeber in einer Zeit, die uns mit ihren gesetzgeberischen, wirtschaftspolitischen und administrativen Maßnahmen vor völlig ungewohnte Fragen stellt. Aber mit diesem für die allgemeine Praxis bestimmten, kurzfristigen Handbüchlein ist doch auch ein höherer, ein idealer Zweck verbunden: es soll, wie das Geleitwort sagt, besonders die wandernden, einer neuen Zukunft zugewandten Juden als ein „verpflich- Carl I-insky, W 30, Fernspr. 264030 Hellbronner Straße 21. parterre. tendes Symbol" hinausbegleiten, als Sinnbild „der Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft, die auch in der Zerstreuung über die Welt nicht verloren gehen wird". H. L. * Der C.-V.-Kalender ist den Mitgliedern des Landesverbandes Groß-Berlin des Jüdischen Centrai- Vereins sowie einzelner Landesverbände im Reich zurri Rosch Haschana-Fest zugestellt worden. Tanzstudio. Das vor einiger Zeit in der jüdischen Presse' angekündigte Tanzstudio wird nunmehr im Oktober von der Berafsfürsorgestelle und der Künstlerhilfe der Jüdischen Gemeinde Berlin eröffnet werden. Leitung: Erika Czollek. Anmeldungen umgehend nur schritflich an die Berufsfürsorgestell-e der Jüdischen Gemeinde, Berlin N 4, Oranienburger Straße 31. ]f Ii imi U! Ii ii luut t rit i [ Mi uiTiri uiii ri f riiuiiuiii ii iiii ii i Miii nti 11 iit ntf iiiitiitiiiM im ii i Ii i ri rrui i ii n ii Mitgliedsbeiträge für den Jüdischen Central - Verein Landesverband Groß-Berlin auf Postscheckkonto Berlin Nr. 115 501 iiiiiiiifiiiiitiiiPiiriiifiiiiiiiiiiiriiffiiiiittiifiiiiiififfiTiiiiitfiiitifitiiiiiiiiiiiiiiiiifiiiiitciiiiiifticiiiiif

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