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Central-Verein-Zeitung · 1938-08-25 · 34 (25.8.1938) · page 8

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
17 (1938)
Issue
34 (25.8.1938)
Date
1938-08-25
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 C-V.-Zeifung Nr. 34 * 25. August 1938 Einzelne den richtigen Weg finden, da ist der Anfang schon gemacht, die allgemeine Frage zu lösen:' Hanna Kaiser. Wenn Sie mich aus tiefem Schlaf wecken würden, um mich zu fragen, was ich zum Thema Frau zu sagen habe, würde ich mit der Klarheit, die man nur in der Stunde zwischen Nacht und Morgengrauen hat, wo die Fragen des vergangenen Tages irgendwie verschüttet sind und die des neuen uns noch nicht ergriffen haben, „Mutter" denken. Gewiß nicht an mich, an mein Leben, das sich glücklich gestaltet hat. Ich kann nur immer denken „Mutter". Die Mütter, sie sind die eigentlich Getroffenen dieser Zeit, die von dem Pfeil der Sehnsucht ohne Hoffnung auf Erfüllung zutiefst Verwundeten. Wie sie es tragen, dieses Leben in Einsamkeit, in der furchtbaren Beschränktheit, immer und immer nur erfüllt von der Sorge um ihre Kinder, nie um sich selbst, wachsen sie zu einer Größe, die wir fast nicht mehr begreifen. Käte Kaphan, Paranä (Brasilien) Heißer Protest / Von Dr. Margarete Edelheim Cambridge/Mass., 21. Juli Liebe Mala Laaser! Wie wollen Sie das verantworten! Jetzt haben Sie auch mich noch um den nächtlichen Schlaf gebracht mit Ihrer Frage „Was haben Sie zum Thema Frau zu sagen?" Sie haben mich zwar vorsichtshalber nicht um meine Meinung gefragt — aber ich kann den Mund nicht halten, trotzdem ich 3000 Seemeilen entfernt bin. Ich gebe zu: die Beiträge von Bertha Badt-Strauss, Jenny Bernstein- Schaffer und Marianne Rein fesselten mich so stark, daß ich das Blatt bis zum Ende durchlas — und so kam ich zu Ihrem Schlußwort. Und da wurde es nun wirklich nichts mehr mit dem Einschlafen. Es scheint mit der Frauenfrage so zu sein wie mit der Frauenmode, von Zeit zu Zeit kommt immer wieder, was wir gerade als altmodisch abgelehnt haben — jetzt haben wir ja sogar die Hutnadel wiederbekommen! Ich habe nicht vor, mit Gegenargumenten zu kommen. Nur die eine ganz falsche Theorie erlauben Sie mir bitte abzuwehren, die Behauptung von der „Gleichmacherei"! Dieser radikale Standpunkt war nämlich schon gleich nach dem Kriege überwunden. In der Kriegszeit, als Notzustand gewissermaßen, wurde allerdings jeder Männerposten durch eine Frau ersetzt — aber die gesunde Einsicht, daß auf die biologischen Unterschiede die notwendige Rücksicht bei der Berufswahl zu nehmen sei, setzte sich nach der Lehre dieser Kriegszeit sehr schnell gerade in Frauenkreisen durch. Ich will nur darauf hinweisen, daß in den meisten Ländern der Welt der Arbeiterinnenschutz auf die Initiative der Frauen hin eingeführt wurde. Inzwischen, so glaube ich, haben gerade in unseren Kreisen eine ganze Zahl von Frauen durch ihr Leben bewiesen, daß die Kombination von „beruflich verpflichtender Haltung" — ich darf doch wohl annehmen, daß Sie damit verantwortungsvolle Ausführung eines Berufes meinen — und „privater Frauenhaftigkeit" — was ich mir in Leben als Ehefrau — wenn möglich als Mutter und als Hausfrau übersetze — möglich ist. Ja, ich bildete mir sogar ein, daß wir Berufsfrauen, auch wenn wir sehr verantwortungsvolle Arbeit zu leisten hatten, keineswegs in „seelischer Unausgeglichenheit" lebten, ja, daß sogar recht viele von uns es verstanden haben, zu einer seelischen Harmonie zu gelangen, die sich auf die Ehe oder auf die Menschen, die als Angehörige oder als Freunde sehr gern in unserem Kreise lebten, übertrug. Und von der „dumpfen Verwirrtheit" habe ich nun wirklich bei den Frauen, die im doppelten Lebenskampf standen, viel weniger gemerkt, als bei denen, die sich auf eine Seite des Lebens konzentrierten. Sie werden das Wort doppelter Lebenskampf richtig verstehen. Ich bin nämlich so ketzerisch, das „Nur"-Familienleben der Frau für viel schwerer und kämpf reicher zu halten, als ein „kombiniertes" Leben, bei dem gewissermaßen ein Ausgleich der Kräfte erfolgt. Und glauben Sie nicht, daß die vielen jüdischen Frauen, die alter Tradition getreu, auch wenn sie sonst nicht mehr religiös waren, vor und nach dem Kriege in der Sozialarbeit ehrenamtlich tätig waren, sich manchmal viel mehr dabei ausgegeben haben, als die angeblich so bedauernswerte Berufs-Hausfrau? Mala Laaser, es ist nicht fair, von der Aeußerung einer überlasteten Angestellten einer überlasteten Organisation ausgehend dann in dichterisch schöne ganz unproblematische Beiträge — wie in dem von Marianne Rein — oder in ebenso unproblematische Tatsachenfeststellung wie die von Regina Jonas Gedanken hinein zu interpretieren, weil man sie für ein geistreiches Resümee braucht. Und ich fühle mich gewissermaßen als die Vertreterin einer Frauengeneration, die ihr Leben sehr stark bejaht, wenn ich mich so scharf dagegen wehre, von einem Menschen, der in einer Notsituation groß geworden ist, unser Dasein als „seelisch unausgeglichen" und als. „bedauerlich" verurteilt zu sehen. Das ist einfach nicht wahr! Und nun aber noch eine andere Seite, die mich höchst erstaunt hat. Abgesehen davon, daß man hier in einem Lande, in dem jede Frau diskussionslos ihren Beruf beibehält, wenn sie heiratet — schon um den gewissen Ausgleich garantiert zu ha-" ben — diese Frage für die Allgemeinheit gestellt nicht verstehen kann: wenn Sie sie für die Jüdinnen stellen, muß ich die Gegenfrage stellen: Könnt Ihr Euch den Luxus solcher Fragestellung leisten? Ich bin erst kurze Zeit hier draußen. Aber ich habe ja auch vorher schon in der Welt unsere Auswanderer gesehen — und da kann ich Ihnen nur sagen: wir draußen können uns den Luxus nicht leisten. — Wie kommen Sie übrigens auf die Idee, daß es in Palästina besser ist? Ich versichere Ihnen, daß es die jüdische Frau nirgends auf der Welt schwerer hat, als in Palästina — und am schwersten dort, wo Palästina wirklich Palästina ist — in den Siedlungen. Wenn Sie sagen, daß dort jede „private Frauenhaftigkeit aufhört", dann hätten Sie recht, weil sich die Menschen dort, gleich ob Mann oder Frau, eben überhaupt nicht den Luxus irgendeiner privaten Sphäre leisten können. Und was die Auswanderer in den anderen Ländern anbetrifft, so kann ich Ihnen nur versichern, daß hier die Frau, die für die Familie zu sorgen hat, und dabei wenn irgend möglich auch noch etwas dazuverdienen, oder, dadurch, daß sie dem Mann in der Praxis oder im Geschäft hilft, einsparen will, es hundertmal schwerer hat, als sie es je gewohnt war und — gar keine Zeit hat, über „private Frauenhaftigkeit" oder über ihre Seele nachzudenken. Ich habe hier Frauen getroffen — sehr wenige erfreulicherweise —, die nichts zu tun haben und über ihre Seele bestimmt sehr viel nachdenken, aber dafür dem Mann gar nicht helfen und ihrer Familie nichts sind. Und ich habe in gewaltiger Ueberzahl die Frauen gesehen, die in wahrstem Sinne des Wortes den Mann stützen — wirtschaftlich und — vor allem seelisch. Glauben Sie nicht auch, daß deren Seele dadurch nur bereichert wird und gewinnt — statt in „Dumpfheit und Verwirrtheit" zu leben? Wenn schon die Frage gestellt werden mußte, was man zum Thema Frau zu sagen hat, dann solltet Ihr von den Jüdinnen sprechen, die in so bewundernswerter Haltung drinnen wie draußen in den letzten fünf Jahren aus einem häufig sehr „dumpfen und verwirrten" Dasein aufwachten und dem Mann und der Familie die Umstellung wirtschaftlich und seelisch erleichtert haben. Ob sie das getan haben, indem sie aus der Acht- Zimmer-Wohnung in die Drei-Zimmer- Wohnung zogen und sich selbst hinstellten, um die Oberhemden zu plätten, oder ob sie es taten, indem sie einen Beruf lernten oder draußen einen anfingen, ist gleich. Diese Frauen, die Fleisch und Blut und Wirklichkeit sind, und auf die die Judenheit stolz sein darf, die fragt mal, ob sie etwas und was sie zum Thema Frau zu sagen haben. — Nur auf eines kommt es an — und darin bin ich allerdings für „Gleichmacherei", denn das verlange ich von der Frau und vom Mann — nämlich, daß man, wo man auch ist, und wo man auch steht — als „Nur"-Frau oder als Nur-Berufsmensch oder als Frau und Berufsmensch seinen Mann steht und ein ganzer Kerl ist. Schlußwort / Von Mala Laaser Es darf mit starker Freude festgestellt werden, daß die Indolenz, über welche unter den Kulturwarten der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland so oft gelästert wird, durchaus keine so traurig sichere Tatsache ist, wie es allerdings sehr häufig den Anschein hat. Die im vorigen Frauenblatt behandelte Frage, was alles zum Thema „Frau" zu sagen sei, hat eine Reihe von jüdischen Menschen in Deutschland und draußen veranlaßt, Briefe an die Redaktion zu schreiben. Für manche mag wohl auch das ein Hauptreiz gewesen sein, die eigene Meinung im Abdruck bestätigt zu bekommen. Der größte Teil der Zuschriften indessen schien uns spontan im Anschluß an die Lektüre des Sonderblatts zu Papier gebracht. Das ist einerseits besonders erfreulich als Beweis der Resonanz; andrerseits war der Impuls zum Antworten-Wollen oft zu heftig, so daß die Klarheit des Gesagten, die Deutlichkeit der eigenen Stellung und vor allem der notwendige Zusammenhang der Briefe mit dem Thema darunter litten. Fürs Ganze kann man aber die Zuschriften doch unter zwei Hauptgesichtspunkten zusammenfassen: nach dem ablehnenden und dem zustimmenden Charakter der Einzelstellungnahme dem „Resümee-Versuch" gegenüber (wobei aber die Verfasserin ausdrücklich klarstellt, daß die ein wenig anspruchsvolle Schlagzeile: „M.L. versucht ein Resümee" gütigerweise von der „Redaktion" über ein einfaches „Fazit" gesetzt wurde, um den Versuch auch schon dem Auge bedeutungsvoller zu machen). Wie gesagt, wurde es reichlich sauer, Brief um Brief in diesem Sinn zu prüfen und einzuordnen; Widersprüche waren aufzulösen und der „Brennpunkt" nun auch im Großen aus der Ueberschüttung von Klagen, Reflexionen, Unsachlichkeiten persönlicher Art und haargenau beschriebenen Lebensläuften zu befreien. Die Grundbehauptung unserer Zusammenfassung, daß die Frau dieser Tage zerrissen sei in „private Frauenhaftigkeit und die beruflich verpflichtende Haltung" ist in einem „Heißen Protest" allein von Dr. Margarete Edelheim bestritten worden. Zu drei Punkten dieses Protestes müssen wir sogleich — vorweggreifend —, sozusagen nur der Ordnung halber, Stellung nehmen. Die verfasserin hat Frau Dr. Edelheim nicht „vorsichtshalber nicht um ihre Meinung gefragt", sondern sie hatte, da Cambridge in der Tat 3000 Seemeilen von Berlin entfernt ist, zu ihrem eigenen Leidwesen keine Gelegenheit, im Flugzeug etwa, zum Interview das Weltmeer zu überqueren. Punkt 2: zur „Behauptung von der ,Gleichmacherei£": leider läuft, auch nach Ueberwindung des radikalen Standpunkts, die Arbeits- und Lebenskameradschaft von Weib und Mann allzuoft sogar wider den Willen der Beteiligten auf „Gleichmacherei" heraus; dies ist nicht die falsche Theorie der Verfasserin, sondern eine allerorts zu beobachtende Tatsache. Das mag daran liegen, daß die Atmosphäre des Existenzkampfes im Letzten geschlechtslos ist. Und schließlich möchte die Verfasserin feststellen, daß es ihr bei allem nicht um „fairness" und um die Unterbringung „geistreicher Resümees" ging, sondern, wie Hilde Marx richtig empfunden hat, um die Erweckung der allgemeinen Anteilnahme an einer solchen Frage, mag sie nun Luxus oder — Warnung sein. Die „Zweigeteiltheit" also wurde allein von Frau Dr. Edelheim bestritten; daß dieser Zustand „unhaltbar sei", haben allerdings eine Anzahl von Frauen — denn außer einem „anommien" Mann haben nur Frauen sich geäußert — bestritten. Die berufslosen Ehe frauen nahmen zur Frage der Gefährdung überhaupt nicht oder nur sehr obenhin Stellung und traten streng ein für die reine mütterliche Sendung der Frau. Gegen diesen Standpunkt als Standpunkt an sich ist sicherlich nichts zu sagen: obgleich die Frauenemanzipation seinerzeit — und keineswegs zufällig — schon eine ganze Menge dagegen zu sagen hatte; wo aber Frauen einer Frau nicht glauben wollen, daß die weibliche Berufstätigkeit schon längst nicht mehr vom eigenen Willen, sondern von der äußeren Notwendigkeit diktiert wird, da soll ein Mann, wenn auch nur ein „Anonymer", sprechen: „Die Frau kann der Aufgabe, die ihr die Natur zugewiesen hat, nicht gerecht werden; gewaltsam wird sie gehindert, die biologisch ihr auferlegte Pflicht von Fortpflanzung und Pflege des Menschengeschlechts zu erfüllen." Es ist einfach so: über die Frage, ob man nur Weib oder nur berufstätig sein sollte, kann man allenfalls noch theoretisch grübeln. Das praktische Leben hat da schon harthörig entschieden. Die Zuschriften der übrigen berufstätigen Frauen bezeigten ausnahmslos, daß eine jede sich je nach Veranlagung unklar oder deutlicher der Schwierigkeit bewußt war, Arbeiterin und Weib zu sein; etliche wollen, wie in einer Art Selbstschutz, der Ehe abschwören, um gänzlich dem Beruf genügen zu können; aus ihren mehr oder minder unterdrückten Klagen geht die Größe ihres Verlustes hervor. Diejenigen unter den Berufstätigen, die in das Wagnis zwiefacher Pflichtenübernahme eingingen und das Danaergeschenk zweifacher Aufgaben mutig ergriffen, leben und schaffen so gut es geht. Der Jüdin im heutigen Deutschland ist das „Muß" der Stunde richtunggebend; „du mußt es schaffen!" ist jetzt für uns alle das elfte Gebot. Will man das Thema Frau aktualisieren und in den Rahmen unserer jetzigen Zwangslage in Deutschland setzen, so wäre jene Frage, was zum Thema Frau zu sagen sei, entweder ein journalistischer Bluff oder ungenau formuliert gewesen. Vielleicht gelingt es, durch das folgende im wahren Sinn des Worts unsere Frage zu klären. Es leuchtet ein, daß man notfalls sein Tief-Eigen es mit dem vollen und einmalig intensiven Einsatz aller Kräfte zu verteidigen suchen wird. Ein solcher Abwehrkraftaufwand "ist der Einmaligkeit halber weder notwendig schädlich noch gefährdend; Kraft ist in diesem Fall regenerationsfähig. Wenn man aber als eine Art Wachtposten ein Leben lang täglich, ja stündlich sein Eigenes zu verteidigen hat, ist nicht abzuleugnen, daß man zumindest Gefahr läuft, von der dauernden kämpferischen Anspannung mürbe zu werden und vielleicht gar eines Tages zu unterliegen. Es kommt, solange wir das Leben vor uns haben, nicht auf den übersehbaren Abschlußerfolg an, sondern selbstverständlich stets auf die persönliche Bewährung des einzelnen. Selbst in größter und anhaltender Gefahr ist Bewährung möglich. Ist da durch aber die Gefahr aus der Welt geschafft, daß man sie blind und einzelhaft in ganzer Fülle zu bewältigen sucht? Schon, wer nur für die eigene Sache — real gesehen — Wachtposten steht, greift zu Waffen, Hund und Stacheldraht. Wenn es nun aber gilt, Wachtposten für eine Gemeinschaft zu stellen, müßte gemeinschaftlich die Größe der Gefährdung gemessen werden, weil aus der Kombination von Vernunft und wachem Bewährungswillen innerhalb einer Gemeinschaft die besten Abwehrmaßnahmen entstehen werden, Maßnahmen, die bei größter Sicherheitsleistung und geringster kämpferischer Anspannung die drohende Gefahr bannen, verringern und ausschalten sollen. Hanna Karminski hat Einspruch dagegen erhoben, daß unsere Frauen durch die doppelte Belastung gefährdet seien; sie hat unsere Beobachtungen mit dem Maßstab der heutigen jüdischen Aktualität gemessen und Haltung, also Bewährung, festgestellt unter den Jüdinnen im heutigen Deutschland, — ja, sie hat Haltung geradezu heraufbeschworen in ihrer klaren suggestiven Art. Trotz ihres Einspruchs aber haben sowohl sie als auch wir hier, bildlich gesprochen, den Zirkel auf den gleichen Mittelpunkt gestützt; nur unsere Radien sind nicht die gleichen. Uns veranlaßte nicht die aktuelle furchtbare Kraftinanspruchnahme unserer jüdischen Frauen hier zur Fragestellung; wir fragten um der Gefahr willen, in welche die jüdische Frau genau wie jede andere durch Emanzipation zuerst und dann durch die soziale Entwicklung geraten ist. Für unsere Frage, so wie wir sie stellten, bedeutet Einzelbewährung, so ungeheuer wichtig sie ist, keine erlösende Antwort. Wer unter den berufstätigen Ehefrauen den Kindern, der kommenden Generation, eine möglichst gute Konstitution und ein harmonisches und von dauernder Gefährdung unbeschadetes Heranreifen wünscht, muß versuchen, ein neues Grundgesetz der Harmonie zu finden; und es wird bei entschiedenem Willen und entscheidender Einsicht nicht unmöglich sein, eine solche Aufgabe Schritt für Schritt zu bewältigen. Damit ihr ursprünglicher Sinn für später deutlich bleibe, könnte man ihr ein kluges und vollgültiges Bibelwort vorausstellen: „Ein Narr schüttet seinen Geist ganz aus; aber ein Weiser hält an sich (Sprüche 29/11). Sich bewähren ist gut; aber ökonomisch leben ist besser. Den Kopf dieser Beilage und den weiblichen Akt zcidinete Ulli Szkolny.

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