Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 17 (1938)
- Issue
- 31 (7.8.1938)
- Date
- 1938-08-07
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Ite31* 4. August 1938 C.'V.-Zeltyng Seite? Zählen zur Wanderung Im Jahre 1937 betrug die jüdische Einwanderung in uberseeische Länder 37 000 Personen gegenüber 54 000 im vergangenen Jahr, wie aus einem Bericht der Hicem hervorgeht. Die Einwanderung in. Ueberseeländer ohne Palästina stieg jedoch von 24000 im Jahre 1936 auf 27 000 im Jahre 1937. trotz des Ausialis von Ländern •wie Brasilien und Süd-Afrika. Palästina, das im Jahre 1936 30 000 Juden aufgenommen hatte, nahm 1937 nur 9850 auf. Die Vermehrung der Einwanderung in die andern Ueberseeländer ist in erster Linie auf die Auswanderung der Juden aus Deutschland zurückzuführen. Diese gingen meistens in die Vereinigten Staaten und nach Südamerika. In der jüdischen Auswanderung aus Osteuropa ist ein Rückgang zu verzeichnen: aus Polen statt 16 500 im Jahre 1936 nur 8400 im Jahre 1937. Die Hälfte dieser Anzahl -wurde von der J*as, dem Polnischen Committee der Hicem, unterstützt. Die vom Hilfsverein der Juden in Deutschland in enger Verbindung mit der Hicem unterstützte Auswanderung hielt sich 1937 auf demselben Standard wie in dem vergangenen Jahr, nämlich auf 4800. Auch in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres zeigte sich eine Aufrechterhaltung etwa der gleichen Zahlen. Es wird immer schwieriger, stellt der Bericht fest, für alle diese Emigranten Zufluchtsorte zu finden, an denen ihnen eine Existenzmöglichkeit sicher ist. _ Neue Ausgrabungen Das Land zwischen Euphrat und Tigris, das Land der Bibel, entspricht seiner Ausdehnung nach.etwa dem heutigen Transjordanien. Diese Orientierung ist nötig, will man die Bedeutung der neuesten englischen Grabung verstehend die Sir Leonard Woolley in der englischen Tagespresso jüngst besprach. Es handelt sich um die Entdeckung einer hetitischen Ruine, in der man einen Palast erkennt, die die archäologische Forschung in das 16. Jahrhundert v. C h r. datiert und als einen glücklichen. Fund in Nordsyrien aus biblischer Zeit bucht. Die Hetiter, ein Volksstamm, der den Juden in Davids und Salomos Tagen wohl bekannt, war, besassen eine hochentwickelte Kunst, und sie' werden nicht nur als Schöpfer wichtiger Architekturdenkmäler neuerdings gepriesen, sondern man kennt auch interessante Zeugnisse ihrer handwerklichen Künste: Goldimd Silberschmiedearbeiten, Bronzegeräte," Keramik, nicht zuletzt kam wichtiges Material aus Ziegeln, die geschickt bearbeitet waren, ans Tageslicht. Die Hauptstadt Bogazkoi muss reich an arcbitektonischea Denkmälern gewesen sein. Davon künden die Ueberreste in den Museen der Welt, auf türkischem und auf anderem Boden. 'Rieeesplatten, sog. Orthostaten, die zur Verkleidung der Wände in den Palästen dienten . und aus Basalt bestanden. Grosse Plastiken von "Tieren, Säulen und Tore vermitteln heute den Eindruck von Monumentalität und Großartigkeit. * Auf diesem nordsyrischen Boden gelang es nunmehr Sir Leonard Wooley, das Innere eines Palastes auszugraben. Die Ausgräber stiessen dabei auf Reste kunsthandwerklicher Uebuns, sie entdeckten, dass die Hetiter des Alten Testaments' Gold und Silber für ihre Dekorationen und Tongeschirr in mannigfachen Formen für ihren Haushalt verwandten. Das sehr ausgedehnte Ruinenfeld wird in nächster Zeit, photographisch aufgenommen und in wissenschaftlichen Zeitschriften eingehend behandelt werden. Dr. O. B. . 'JiO WSIlSr 'SANAT © KIEN'' "»III E3VS10N'E-N; r BAD NAUHEIM SäiialGrtum Or. ScEioenewald I Herzuna Stoffwechselkrankheiten. W . Alte Diätkureru I Heim Dr.Fritz nkMeyer,Berlin-Wilmersdorf, Qünrzelstr. 57 | Angst-, Zwangs-, Sexualneurose Schlaf-, KJimaxstörungen! Sprechstunde und Klinik \ Sanatorium Ol Kslmsfamm KoRägstein / Taunus -Telefon: 548 -- Nerven* und innere Erkrankungen. 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