Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 17 (1938)
- Issue
- 28 (14.7.1938)
- Date
- 1938-07-14
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Beiblatt * 14. Juli 1938 WrZet Nr. 26 * Seite!? Leichtathletik im Vordergrund Schild-Leichtathletikmeisterschaften für Südwest Die Landessportverbände Baden und Württemberg des Schild hielten dieses Jahr ihre Leichtathletikmeisterschaft au! dem Jüdischen Sportplatz im Feuerbacher Tal in Stuttgart als reich soff en unter Beteiligung von Vereinen aus Südwestdeutschland und Bayern ab.' Das Wetter war zwar trocken, doch kühl. Der Wind beeinträchtigte sowohl die Wurfkonkurrenzen wie auch den Hochsprung. Wenn es trotzdem ausgezeichnete Leistungen gab, die auch auf der nicht gerade idealen Rasenrundbahn erzielt wurden, so muss das besonders hoch gewertet werden. Der Höhepunkt des Tages war die Leistung Rafaels (Fürth), der die bestehende Schildbestleistung im Sechskampf mit dem Ergebnis von 3295 Punkten entthronte. Seine Einzelleistungen waren: in" 100 Meter: 11.6 (im Endläuf 11,4), in 800 Meter: 2.13;S, im Hoch- Endspiele desM&kkabi Um die Titel im Handball und Fussball Die seinerzeit in Berlin abgesagten Entscheidungsspiele um die Makkabi-Meisterschaft im Handball und Fussball sollen nun am kommenden Sonntag in Frankfurt a. M. nachgeholt werden. Bar Kochba Hakoah-Berlin und Bar Kochba- Frankfurt a. M. als Titelverteidiger sind in beiden Spielen die Gegner. Wer wird diesmal gewinnen? Das ist fast unmöglich zu sagen, zumal man nicht weiss, in welcher Aufstellung sich die Mannschaften den Schiedsrichtern werden stellen können. Vom Berliner Makkabi-Verein erfuhren wir, dass er einige seiner besten Leute zu ersetzen haben wird. Beim Bar Kochba-Frankfurt a. M. dürfte es kaum anders sein. Wir wollen aus diesem Grunde nicht „orakeln", sondern lediglich hoffen, dass die Besseren nach schönem und einwandfreiem Spielverlauf gewinnen mögen. sprang: 1.60. im Weitsprung: 5.96 (in der Entscheidung £.2S Meter),, im Kugelstoss: 9.48, im Diskus:... 28,86. Rafael : scheint, dieses -Jahr in, guter.Form zu'sein. Vielleicht erfahren wir auf einer guten Anlage eine Steigerung seiner Leistungen. Sein Stil im Lauf und Sprung ist ausgezeichnet. Eine weitere hervorzuhebende Leistung war der Weitsprung von Hannelore Pels iStuttgart) .mit 5.01 in! Sie dürfte auf diesem Gebiet dieses Jahr, von sich' sprechen machen, da sie bis jetzt noch kein ausgesprochenes Training hatte. Hannelore Pols belegte noch drei weitere Meistertitel: im lÜÖ-m-Lauf mit 13,5 (in Abwesenheit von Magrta Alsberg und Traute Lippmann), im Hocbsprung mit 1.30 und im Dreikampf mit 100,3 Punkten. Der schönste Kampf des Tages war der 300Q-m-Lauf. Die Spitzengruppe bestand bis auf 2500 rn aus fünf Mann, die sich dichtauf folgten, dann kamen in Abstünden die übrigen Läufer. Dann trat Simon (Karlsruhe) an. verausgabte sieh aber im Spurt und fiel zurück. Die übrigen vier hielten sich weiter zusammen. Abt (Karlsruhe) führt, dicht gefolgt von Winter (Stuttgart) und etwas zurück Beermann . (Heidelberg). Bei den letzten 200 m greift Winter Abt an, der alles hergeben muss. In der Zielgeraden entwickelt sich ein Brust-an-Brust-Kampf. den Abt schliesslich mit 3/io Sek. für sich entscheiden konnte. Beide Läufer hatten in diesem heroischen Kampf ihr Letzes hergegeben, wobei Abt erschöpfter schien als Winter. Bei weiterem Training dürfte man auch von Winter dieses Jahr noch hören. Erfreulich war auch der Nachwuchs! Lutz Ottenstein (Fürth) lief die 100 m in 11.7. Walter Heppner (Frankfurt a. MD konnte dieselbe Sprunghöhe wie sein kampferpiobter Klubkamerad Jule Bendorf mit 1,65 erreichen. Beide griffen die Schildbestleistung an, jedoch ohne Erfolg. Bendorf streifte die Latte dabei nur sehr knapp. Heinz Scheidt (Fürth) sprang 5,71 weit: Stephan Dach stiess die 10-Pfurd-Kugei 12,60. Es seien noch hervorgehoben: der Weitsprung Jule Bendorfs (Frankfurt^. M.) mit 6,35 und Klebers (Frankfurt a. MD Wurfleistangen (Kugel 10,84, Dhkus 32,69, Speer 46,33). Bei -der Preisverteilung konnten verschiedene Ehrungen vorgenommen werden. Es war für Aktive und Zuschauer wieder einmal ein Tag voller Befriedigung, Ergebnisse: W e i b 1. Jugend Klasse A: 75 m: 1. Lies! Beck (ISC" Firrih) 10.8: Hochsprung: 1. Lore Bicbelmann (ISC Fürth) 1,31: Weitsprung: 1. Trude Herrmann (ISC Fürth) 4.41: Schlagbalhveitwurf: Rita. Karlsruher (Schild Stuttgart) 47.10; Dreikampf: 1. Marianne " Bcissingcr (Schild Stuttgart) 1235 Punkte; 4xlU0-m-Staffel: 1. ISC Fürth. — M iL n n 1. Jugend Klasse A: 100 m: 1. Lutz Ottensteiner 11.7: 800 m: 1. Fritz Silbermann (München); Hochsprang: 1. Walter Heppner 1.65; Weitsprung: 1. Heinz Scheidt. 5.71; Kugelstoss: 1. Stephan Dach (Frankfurt a. M.) 12,60 in; Dreikampf: 1. Stefan Dach 247S Punkte; 4Xl00-m-Staffek, ISC Fürth. — Frauen : 100 m\ 1. Hannelore Pe-ls 13.5; 2/Lore Marek (Mannheim) 14,1; 3. Cläre Mauder (Fürth) 14,5; Hochsprung: 1 Hannelore- Fels 1,30 (durch weniger "Versuche): 2. Lore Marek. Helma Roos (Stuttgart) und Lis. Sahlmann (Fürth): alle 1,30; Weitsprung: 1. Hannelore Pels 5,01 (!): 2. Ann? Freund (Frankfurt a. M.) 4.4S; 3. Lore Marek 4.40; Kugelstoss: 1. Hildegard Fried (Frankfurt a: M.) 9,73, 2. Trude Seligmann (Stuttgart) Vot Stad Mkd Sief Sonntag, 17. Juli Berlin Leichtathletik: Internes Sportfest des Bar Kochba Hakoah, Sportplatz Grunewald, 14 Uhr. Rheinland-Westfalen Leichtathletik: Sportfest der jüdischen Schulen von Rheinland-Westfalen, Köln, Fort Deckstein, 15 Uhr, 9.23 und 3. Annv Freund 7,51: Diskus: 1. Hildegard Friede (Frankfurt a. M.) 25,28, 2. Trude Seligmann 9,23, 3. Hannelore Goldschmidt (Stuttgart) 22,33 ru; Speer: 1. Trude Seligmann (Stuttgart) 27,17; 2. Annv Freund (Frankfurt a, M.) 23,60, 3. Hannelore Goldschmidt 18,01; Dreikampf: 1. Hannelore Pels 106.3 Punkte, 2. Anny Freund 83.2. 3. Lore Marek 80,9 Punkte; 4XlüO-m-8taffel: 1. Schild Stuttgart, 2. TC 03 Karlsruhe. — Männer: 100 m: 1. Stefan- Rafael 11.4, 2. Manfred Bendorf (Frankfurt a. M.) 11.5, 3. Isi Einstoss (Augsburg) 12: 800 m: 1. Stefan Rafael 2.13.8. 2. Manfred Bendorf 2.25.7, 3. Hans Sohu (Mannheim) 2.44,6; 1500 m: 1. Herbert Abt (Karlsruhe), 2 Leo Zinner (Auesburg), 3. Martin Lehrberger (Stuttgart): 3000 m: 1. Herbert Abt 10.50.0, 2. Sepp Winter (Stuttgart) 10.50.3. 3. Max Beormann (Heidelberg) 11.03.5; Hochsprung 1. Julius Bendorf (Frankfurt a. 31.) 1.65 in. 2. Stefan Rafael 1.60 m. 3. Manfred Bendorf 1.56 m; Weitsprung: 1. Julius Bendorf 6.35, 2. Stefan Rafael 6.2S, 3. Erich Klaber (Frankfurt a. M.) 6.17; Kugelstossen: Erich Klaber 10,84, 2. Kurt Vollweiler (Stuttgart) 10.32, 3. Isis Einstein 9.81: Diskus: 1. Erich. Klaber 32.69, 2. Stephan Rafael 28.SC, 3. Hans Philippson (Hakoah Stuttgart) 26,54; Speer: 1. Erich Klaber 46.3*. 2. Bernd Hanauer ' (Stuttgart) 37,88, 3. Kurt Vollwcilcr 37.37: Sechskampf 1. Stephan Rafael 3295 Punkte (neue Schild-Bestleistung), 2. Manfred Bendorf 2826.3 Punkte, 3. Hans Sohn 2353.3; 4X100-m-Staffel: 1. Schild Frankfurt. 2. Schild Stuttgart. 3. TC 03 Karlsruhe; 3X1000-rr- Staffel: 1. Schild Stuttgart, 2. P. T. G. Augsburg, 3. T C. 03 Karlsruhe. E. H. Leipzig Nun hat auch Schild seine! 1. leichtathletische Veranstaltung unter Mitwirkung von Bar Kochba Leipzig, Schild Chemnitz und der Höheren Jüdischen Schule, Leipzig, gut unter Dach und Fach gebracht, obwohl sie an einem Mittwoch stattfand. Für die zur Verfügung stehende Zeit von knapp zwei Stunden war das Programm so zugeschnitten, dass von jedem beteiligten Verein für jede der 18 Konkurrenzen höchstens zwei Leute starten durften. Da. die Aschenbahn fehlte, war zu erwarten, dass vor. allem 'die Laufergebnisse' hinter den sonst gewohnten Zeiten liegen würden. Dennoch durchlief der Jugendliche Krornba-ch (Chemnitz) die 100 m in der fabelhaften Zeit von 11,7 Sek., gefolgt von Obstler vom Platzverein (12,1). Bei den Herren wurden, für Kauber vom B. K. als Sieger 12.2 gestoppt. Braun (Jahrg. 1920/21) kam im Weitsprung diesmal ,.mir;i auf 5.80 m, aber immer noch 2 cm weiter als der Erste der Herren, Wasserlauf (Bar Kochba);. Relativ am besten war in dieser Sparte der 4,45-m- Spnmg der 13jährigen 'Hannelore Warschauer (B. K.). die Anneliese Sachs (Schild Leipzig) mit 4.37 m auf den 2. Platz verwies." Im Hochsprang lag die Grenze beiden Herren und der Jugend A bei 1,53 m. Im 1000-m-La-uf kam Berdass (Chemnitz) mit 3,4.7 wiederum nicht, über den 2. "Platz'hinaus. Hätte er etwas früher mit dem Endspurt eingesetzt. und einen längeren Laufschritt angewandt, so wäre er an Bartfeld (B. K.) mit 3,1,7 sicherlich''vorbeigekommen:-es wäre schade, wenn diese Veranlagung nicht voll zur Entfaltung käme. K—n. Leichtathletikkurs in Königsberg Um einen zweitägigen. Lehrgang, bei "der Sportgruppe Königsberg im „Schild*1 abzuhalten."war Paul Jogi Mayer. Berlin, na(*h 'Königsberg gekommen. Jeder war mit grossem Eifer bei der Sache und der Kursus war. ein Erfolg. — Das gute Material der Sportgruppe Königsberg bietet die Gewähr dafür, dass die Kursusarbeit ihre Fruchte trägt.. M. B. Hagibor-Sportfest Bar Kochba Berlin Handballsieger Zum Beginn der Saison veranstaltete der ISC Hagibor. in- B e r 1 i n ein Sportfest, das in jeder Beziehung als geglückt zu bezeichnen ist. Eine Beteiligung seitens der Vereine des Schild- Sportbundes und des Deutschen Makkabikreises, überaus regsame Anteilnahme der Zuschauer und Leistungen, die immerhin recht zufriedenstellend waren — das sind Tatsachen, die der heutigen Situation des -" jüdischen Sports in vollem Umfange Rechnung tragen, und dem Veranstalter, einen uneingeschränkten Erfolg garantierten. In der Leichtathletik ... . . . gab es namentlich in der Jugendklasse grossartige Leistungen. Im Hochsprung kamen insgesamt neun Mann über 1,50 Meter. Sieger wurde der Berliner Bar Kochbaner Grünbaum mit 1,60 Meter vor den beiden Hagiboraneru Wolff und Freudenthal, die je 1,55 Meter übersprangen. . Ueber 200 Meter war Ehrlich (Bar Kochba Berlin) nicht zu schlagen. In 24,2 blieb er klar vor. Krombach und Obstler vom Schild Leipzig. Den 1000-Meter-Lauf schliesslich gewann Bar Kochba Berlin ebenfalls durch Jonas, für den. 2.59,1 gestoppt wurden. Bei den Männern siegte auf der 100-Meter- Strecke einmal mehr Schattmann, allerdings nur mit knapper -Brustbreite vor seinem Klubkameraden Rabinowitsch. Beide liefen 11,5. In den übrigen Wettbewerben dominierten wiederum Jugendliche. So beendete Grünbaum den Weitsprung mit 6,09 m siegreich, vor Wclff (IBC Berlin), der allerdings nur einen Sprung absolvierte. Das Speerwerfen sah Grünspan mit .43,70 m siegreich und das Kugelstossen Tombowski mit 11,32 m. Bei den Frauen überraschten die schnellen Mädels des Bar Kochba Leipzig. Das Handball-Turnier . . .. . . . wurde eine Beute des Bar Kochba Hakoah, der im Schlussspiel den IBC „Berlin" mit 4:2 zu schlagen vermochte. Allerdings bot der IBCB in diesem über 2 mal 15 Minuten gehenden Treffen eine ungeahnt schwache Leistung. Es klappte weder in der Hintermannschaft, die den wendigen, ohne Spandau spielenden blau-weissen Sturm . nicht "halten konnte, noch im Angriff, dem die mehr harte und vom allzu nachsichtigen Schiedsmhfcer nicht^ energisch genug gerügte Bar Kochba-Abwehr gar nicht benagte. Zudem hatte Grünspan im Bar Kochba-Tor einen ganz grossen (Tag. Der IBCB verschoss beim Stande-von 2:3 sogar einen ,.13-Meter". dessen Ver- : Wandlung durchaus eine Wendung hätte bringen können. 'In den Vorspielen qualifizierte sich der IBC „Berlin" durch einen 6 :2-Sieg über eine kombinierte Elf des HagibodMaecabi, und Bar Kochba über Schild Leipzig erst nach Verlängerung mit 5 :2 für das Endspiel. Um den dritten Platz siegte dann Schild Leipzig mit 3:1. Die Fussballer ... . . . lieferten sich im Finale einen abwechslungsreichen Kampf. Bar Kochba Hakoah Berlin und"Hagibor bestritten ihn nach Vorrundensiegen über Schild bzw. Bar Kochba Leipzig. Torlos wurden die Seiten gewechselt. 0 : 0 stand es auch noch, als das Spiel regulär beendet war. Und selbst in der Verlängerung kam es zu keinem Tor-Erfolg. Das Los entschied schliesslich zugunsten der glücklicheren Hagibor-Elf. Das Jugend turnier gewann indes Bar Kochba Hakoah Berlin, die in einem herrlichen Endspiel Hagibor mit 2 :1 das Nachsehen gab. M. F. Leicht athletik-Ergebni s s e Männ e r lOO m: 1. Schattmann (B. K. Berlin) 11,5, 2. Rabinowitsch (B. K. Berlin) 11.5; Weitsprung: 1. Grünbaum (B. K: -Berlin) 6.00 m, 2. Wolff'' (IBC Berlind 5,SS m; Kugelstossen: 1. Tombowski (B. K. .Berlin) 11.32 m. 2. Wässerlauf (B. K.-Leipzig) 10.76 m. 3. Wolff (IBC Berlin) 10.16 m; Speerwerfen: 1. Grünspan (B. K. Berlin) 43,70 m; Herzl-Staffel: 1. Bar Kochba Berlin; Frauen 100 m: 1. Goldstein (B. K. Leipzig) 13.9; 4-mal-100-m-Staffcl: 1. Bar Kochba Leipzig 5S.7; Ju'gend.1000 m: 1. Jonas (B. K. Berlin) 2.50.1, 2. Markwald (B. K. Berlin) 3.04.8: 200 m: 1. Ehrlich (B. K. Berlin) 24,2. 2. Krombach (Schild Leipzig) - 24,8, 3. Obstler (Schild Leipzig): Hocbsprung: 1. Griinbaum (B. K. Berlin) 1.60, 2. Wolff' (Hagibor)- 1.55. 3. Freudenthal (Hagibor) 1,55 ni; 4-mal-100-m-Staffel: 1. Bar Kochba Berlin 48,6. Ein Wochentags-Gesellschaftsspiel trugen in Berlin die H a n d b a 11 mannschaften des Jüdischen Kanu-Clubs und der ISK gegeneinander aus. Die mit zahlreichen jugendlichen Ersatzleuten antretenden ISKer führten wohl zur Pause noch mit 2 :1, mussten zum Schluss jedoch den eifrigen Kanu-Leuten einen 5 :4-Sieg überlassen. __" F. Sportbetrieb überall Im Tennis: Kannover überlegen Zu einem Tenniswettkampf war am 10. Juli die 1. Herren- und Damen-Mannschaft des Schild Hamburg in Hannover beim dortigen jüdischen Tennisklub zu Gast. Während in den Vorjahren die Hamburger regelmässig gewannen, mussten sie diesmal infolge Abwanderung ihrer Spitzenspieler den Gastgebern den Sieg überlassen. Die Kämpfe der Herren endeten im Gesamtresultat unentschieden 6 :6. dagegen gewannen die wesentlich spielstärkeren Hannoveraner Damen bis auf ein Mixed alle ihre Spiele, so dass das Endresultat 13 :7 für Hannover lautete. Die zahlreich erschienenen Zuschauer bekamen zum Teil sehr schöne Spiele zu sehen, von denen besonders diejenigen der Spitzenspieler natürlich das grösste Interesse beanspruchten. Hamburgs „Erster" Keppel, verlor nachschönem Kampf in« zwei Sätzen gegen F. Goldschmidt, während Friedländer (Hamburg) in einem unerhört harten Kampf Stern (Hannover) in drei Sätzen schlug. Das schönste Spiel wurde das erste Doppel, das von den Hannoveranern, in drei langen Sätzen gewonnen wurde. Für Mitte August ist ein Rückspiel in Hamburg angesetzt, und man darf gespannt sein, ob die Hannoveraner ihren Sieg wiederholen können. H. Fdler. # Eine Jugendfussballmannschaft des Kinderland- . heimes Gussi Cohen, Kirchdorf bei Aurich, spielte gegen eine Jugendmannschaft des ..Schild1"' A u r i c h. Durch grössere Spielerfahrung und besseres Zusammenwirken gelang es der Landheimmannschaft, die sich aus Berlinern und Essenern zusammensetzte, Aurich 6:3 (2:1) zu schlagen."'" Schulsport in Breslau und — Am 7, Juli sah der ,,Sportbund"-Sporlplatz' Massen von Aktiven und Zuschauern. Es gab teilweise erbitterte Kämpfe um den Sieg: steht doch den Siegern bei Erreichung einer Mindestpunktzahl von 40 Punkten die Teilnahme an den Meisterschaftswettkämpfen in Berlin zu; auch waren einzelne Leistungen trotz der schlechten Platzverhältnisse sehr 'beachtenswert.*. Begonnen wurde mit Massenfreiübungen. Die Mädchen der Anger-, der Ober- und der Wohlschen Schule bewiesen, durch Vorführungen ihr Können auf verschiedenen Sportgebieten. Einen besonders interessanten Kampf lieferten sich die Teilnehmer der 3mal-1000-Meter-StaffcL Der Sieger, Oberschule I, lief die gute Zeit von 9.45,6. Den zweiten" Platz belegten jüdische Schüler der Zwinger-Schule mit 0.49. Für Basketball warb die Jüdische Volksschule am Rhediger-Platz. In einem Handball-Kurzspiel, schlug die Oberschule das Waisenhaus mit 7:0, während im Fussball Anger gegen Volksschule mit 1:0 siegreich blieb. Ergebnisse: Knaben: Klasse I (1920/21): 1. Krebs (Oberschule) 51 P.; Klasse II (1922/23): 1. Zweig (Oberschule) 56V:: Klasse IV (1926/27): 1. Pelikan .(.Vager) 4SVs; Mädchen: Klasse II (1922/23): 1. Liebrecht (Anger) 52; Klasse III (1924/25): 1. Löwenstein (Anger) 481/- und Steinhart (Anger) 4S!/2; Klasse IV (1926/27): 1. Lewin (Oberschule) 41 Punkte. \y0 — in Stuttgart Am 6. und 7. Juli wurden in Stuttgart* die Schulsportwettkämpfe für die jüdischen Schulen Württembergs und des Bezirkes Bade n — Bayern — Württemberg 'unter DER V JÜDIsfcttE * sfe^Ä - , 'J ' . ■ . -. . I FIMI>ET^M\;j SFORTBLATT/'j r- PER ^f$i ALLGEMEINE ZEITUNG OES JUDENTUMS^ Darstellungen und Berichte aus allen Zweigen des jüdischen Sportlebens. Sie ist für ihn eine unentbehrliche Informationsquelle. Für 33 Pfennig im Monat bekommen Sie die C.-V.-Zeitung wöchentlich geliefert. Senden Sie mir bis auf Widerruf die C.-V.-Zeitung 66 Pf. für August, September zahle ich bei Vorläge der Postquittung an den Briefträger. Die beiden . letzten Juli- Nummern erhalte ich nachgeliefert. Name: Ort:...... Strasse: ........................••.........;.....„ Ausschneiden und mit 3 Pfg. frankier? (oder auch unfrankiert) senden an: C.-V.-Zeitung Vertrieb, Berlin V/15, Emser Strasse 42 Tetef. 92 81 41. . Auch jedes Postamt nimmt Bestellungen, entgegen. USA-Meisterschaften; Harry Ciemann ging Rekord Die amerikanischen 'Leichtathleti k - meis[erschaffen, die in B u f f a 1 o durchgeführt' wurden, standen im Zeichen eines -sturmartigen Regens, der naturgemäss die Leistungen sehr ungünstig beeinflusste. Es gab nur eine einzige. Rekordverbesserung, und zwar durch Harry Giemann, der im 3000-Meter-Gehen siegte und auf* 13.39,9 Minuten kam. Phil L e v y, hoher Favo-" nt im Diskuswerfen, musste sich mit dem zweiten Platz begnügen, trotzdem er die Leistung des Siegers sonst regelmässig übertrifft, und D r e y e r belegte im Hammerwerfen den dritten Leitung von Sportlehrer Edwin Halle durchgeführt. Bei herrlichstem Wetter konnten sicham G. Juli etwa 450 jüdische Kinder aus Ganz Württemberg in .sportlichem Kampf messen oder aber an dem bunten Spielrasen teilnehmen. Mit heller Begeisterung erlebten die Kinder btunden seelischen Erholens und bester Sportkameradschaft. Die Sieger aus den Dreikämpfen konnten sich am darauffolgenden Tage ah dem Bezirkssportkampf mit den Siegern aus Baden und Bayern messen. Auch dieses Fest lief reibungslos und in schönster Harmonie ab. Eine, Reihe, von Schülern und Schülerinnen qualifi-: zierten sich zur Teilnahme an den Jahresschulkämpfen .in Berlin. ' . Es wurden teilweise recht beachtliche Leistungen erzielt. So konnte der 13jährige Walter Straas (Mannheim) 70 von 60 erreichbaren Punkten erzielen, also 10 üeberpunkte. Straas lief die 100 in in 12.9, stiess die Kugel (2,5 kg) 10,35 und sprang 5,19 weit— eine ganz hervorragende Leistung. Von den Mädels ist der Kugelstoss der 13jährigen Lore Kleemann (Würzburg) mit S.S5 f2,5 kg) und der Weit- ' sprung der 13jährigen Sylvia Färber (Karlsruhe) mit mit 4,67 erwähnenswert. Der 11jährige Heinz Beurer" (Esslingen) warfden Schlagball 51,21" weit, seine Gesamtleistung hätte sich bei einem W7ettkampf aller jüdischen Schulen Deutschlands ebenfalls sehen lassen können:" Leider kommt der jüngere Jah^^an-" (1926/27) nicht nach Berlin. Jedenfalls hat das Fest erwiesen, dass die'jüdischen Schulen in Baden, Bayern und Württemberg trotz schwieriger Verhältnisse in den Leibesübungen . •gute Fortschritte erzielt haben. —e.