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Central-Verein-Zeitung · 1938-07-07 · 27 (7.7.1938) · page 16

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
17 (1938)
Issue
27 (7.7.1938)
Date
1938-07-07
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Nach dem Beginn der Saison Tatsacheis und Forderungen der jüdischen Leichtathletik Unsere Leichtathleten haben es diesmal besonders schwer, sich, in ihrer Form zu steigern; denn es fehlt ihnen offensichtlich — dort mehr, dort weniger — an systematischen Trainingsmöglichkeiten und geeigneten Startgelegenheiten. Hinzu kommt, dass die Kampim annschaften der jüdischen Sportvereine infolge Auswanderung von Woche zu Woche schwächer werden, und dass man nicht einmal von heute auf morgen zu sagen weiss, mit wem aus dem Aktivenkreise überhaupt noch zu rechnen ist. ' Das sind Tatsachen, an denen man nicht vorübergehen darf, und die vor allem bei der Beurteilung der diesjährigen Leistungen entsprechend zu berücksichtigen sein werden. Wir lehnen den Leistungssport keineswegs ab, wenn wir meinen, dass es heute nicht mehr in dem Masse auf besondere Förderung guter Einzelleistungen und Einzelkönner ankommt, als darauf, dass das noch vorhandene, zum Teil ganz vorzüglich geratene, Jugendmaterial jede Chance erhält und sie zu verwerten lernt. Die einzig mögliche, verantwortungsbewussie Linie jüdischer Sportarbeit ist damit klar vorgezeichnet: engste Zusammenarbeit aller erscheint notwendig, um den Sportbetrieh leistungs- und kampfmässig — so lange es nur geht — ordnungsgemäss aufrechterhalten zu können. Es darf in Zukunft n i c h f. mehr von kleinlichen Prestigefragen abhängig gemacht werden, ob man den oder jenen Sportkameraden zu einem Weükampf zuiässt oder nicht. Jeder muss jede der an sich schon geringen Gelegenheiten wahrzunehmen in der Lage sein- Wo ein Makkabiverein veranstaltet, haben Schild-Sportler unbeschränkte Starterlaubnis, und wo ein Schild-Verein verantwortlich zeichnet, darf dem Makkabimann die Teilnahme nicht verweigert werden. Das sei das aus sportsmännischem und jüdischem Geist heraus geborene Prinzip. Ausnahmen dürften höchstens anlässlich der . einmaligen Verbandsmeisterschaften gestattet sein, obgleich auch in diesen Fällen eine gemeinsame Durchführung nicht nur sportlich, sondern auch materiell wahrscheinlich erfolgversprechender sein würde- Diese Forderungen, die zweifelsohne der Ansicht des überwiegenden Teils der jüdischen Sportler entsprechen, ohne Verzug zu verwirklichen, wäre eine ebenso zeitgemässe wie würdige Aufgabe des Reichsausschusses jüdischer Sportverbände. Noch keine „Bssten-Liste" Nur wenige Sportfeste haben bisher stattgefunden, so dass sich eine Auswertung der Leistungen im Kähmen unserer „Besten-Liste" noch nicht lohnt. Wir begnügen uns daher mit einer kurzen Zusammenstellung der bis zum heutigen Termin erzielten erwähnenswerten Leistungen (wobei hinter jeder Disziplin die Jahresbestleistung 1937 zum Vergleich in Klammern angefügt ist). Mit der ersten Veröffentlichung unserer „Beslen-Liste" dürfte spätestens Ende Juli zu rechnen sein. Bei den Männern sind in den Sprints (11,1 für 100 Meter) die Berliner Bar Kochbaner noch gar nicht in Aktion getreten. Am schnellsten lief bisher Widmann-Hakoah Köln in 11.5 und der Fürther Rafael. der auf 11,6 kam, und über 400 Meter (53.6) bereits 54.1 erreichte. Für drei Jugendliche, Krombach-Schild Chemnitz, Zeller-Schild Hamburg und CUeas-ein-ISC Fürth, wurde im übrigen schon ll.S gestoppt. Die Mittel- und Langstrecken, in denen die iSG 33 diesmal vielleicht noch absoluter dominiert hätte, fallen zur Zeit noch völlig aus, wenn man von den 2.15.8 des Leipziger Bar Kochbaners Sierrsheim auf der SOO-Meter-Sirecke (2.04.3) absieht. In den Sprungwettbewerber; scheinen ganz neue Leute aufzutauchen. Im Weitsprung (6,91 Meter) wurde für Wolif-IBC „Berlin" 6.12 Meter gemessen und für den Jugendlichen Braun vom Bar Kochba Leipzig 6.01 Meter. Indes sprangen die beiden Brüder Katzenberg-Msikkabi Düsseldorf 1.67 Meter und 1.62 Meter noch (1,79?v!eter). Erich Preiss, der in dieser Saison für den IBC „Berlin" startet, wäre sicherlich zu hervorragenden Leistungen gekommen. Fast ebne Training schärfte er bisher 12.14 Meter im Kugelstoßen (11.95 Meter). 44.40 Meter im Speerwerfen (52.13 Meter) und 29.95 Meter im Diskuswerfen. (33.40 Meter). Sonst gab es noch einen 43.60- Vm $i@d Mid Sk§ Sonntag, 10, Juli Berlin Handball, Fussbali, Leichtathletik: Sportfest, des ISC Eagibor. unter Beteiligung von Schild Leipzig, Bar Kochba Leinzis. Bar Kochba. Hakoah Berlin, IBC Berlin. IBC Maccabi: Grunewaldsportplatz ab 13K- Uhr. Hauptkämpfe ab 16 Uhr. Rheinland-Westfalen Leichtathletik: Bezirksraeisterschaften des Schild: •Bezirk Mittelrhein. Köln. Fort Deckstein: Bezirk Westfalen, 31 i n d e n i. W„ Heilmannia-Platz. Meter-Speerwurf des Essener Hakoahners Levy und einen 10,55 Meter weiten Kugelstoss des Stuttgarter Schild-Mannes Vollweiler. Klaber ist allerdings in dieser Saison überhaupt noch nicht gelaufen. In den Frauen- Wettbewerben scheint sich Schild Stuttgart durch Magda Alsberg, Hannelore Pels, Traute Lippmann und Trade Seligmann eine beherrschende Stellung verschaffen zu wollen. Vorerst führen jedoch noch andere, so über 100 Meter (13.1) die junge Purwin (Bar Kochba Königsberg) mit 13.3 vor Magda Alsberg und Hannelore Pels, die je 13,6 liefen, im Weitsprung (4.97 Meter) Ciaire Mauder aus Fürth mit 4,71 — Hannelore Pels ist allerdings in einem offiziellen PrüfungsWettbewerb schon genau 5 Meter gesprungen —, im Hochsprung '(1,46 Meter) die^Hamhurger Schild-Meisterin im Turnen. Ruth Liefmann, mit der ausgezeichneten Leistung von 1.45 Meter vor der Jugendlichen Marianne Beissingerd (TCK 03), die auf 1,37 Meter kam, und im Kugelsfossen (11,18 Meter) und Diskuswerfen (30,91 Meter) Inge Cohn vom Stuttgarter Fussbailderby Schild schlug Hakoah 2:1 (1 :0) Eines der schönsten Spiele, das man in letzter Zeit in Stuttgart sah, war der Lokaikaropf zwischen Schild und Hakoah Stuttgart am o. Juli. Hart, aber jederzeit ritterlich wurde unter der vorzüglichen Leitung von Löwenstein (Hanau) um den Vorrang in Stuttgart gekämpft. Beide Mannschaften sind zurzeit auf gleicher Höhe; denn vor etwa 300 Zuschauern zeigten sie erneut ihre Ausgeglichenheit. In der ersten Halbzeit drängte Hakoah stark, hatte aber mit seinen Torschüssen grosse? Pech. Gut fünf Tore hätte die Ausbeute dieser Drangperiode sein müssen. Aber die gute Schild-Verteidigung wusste ihr Tor rein zu halten, oder der Tor: Pfosten war im letzten Augenblick der Retter in der "Not. Im Gegenzug bekam Otto Wolf, der erstmalig wieder mitwirkte, den. Ball und konnte ihn zum Führungstreffer einlenken. Mit 1 :0 ging es in die Pause. "Das schönste Tor des Tages war der Aussieich in der zweiten Halbzeit. Hersch erhielt eine Flanke, die er wundervoll in die Ecke placiert und unhaltbar verwandelte. Wieder war es Otto Wolf, der das zweite Tor für Schild schoss. Ein Scbild- Snieler lag sm Boden. Kameradschaftlich kümmerten sich einige Hakoah-Spieler um ihn. Vielleicht hätte Löwenstein hier zum Schiedsrichterball abpfeifen sollen. Er tat es nicht; das Tor wurde geschossen und in vorbildlich sportlicher Haltung von Hakoah gutgeheissen. •So sollte es in jedem Spiel sein, zumal bei Lokaikämpfen! Obgleich eigentlich selbstverständlich, *so verdient es doch, dass die faire Spielweise beider Mannschaften als Vorbild für manche andere jüdische Mannschaft gekennzeichnet wird. Schild ' Stuttgart II—H2koab Stuttgart II 2:0 f 0 : fr. x. Hakoah Stuttgart hat zurzeit eine vorzügliche Handball manhscha-ft. die sich in jeder Weise gut versteht nud technisch und taktisch zu spielen weiss. Bei Halbzeit führte sie gegen Schild Stuttgart 9 : 1. Erst in der 2. Halbzeit, nach erfolgter Umstellung, konnte die Schild-Mannschaft aufholen, so dass das stets schnelle und sehr interessante Spiel mit 14 :10 Türen für Hakoah endete. — Bei den Frauenmannschaften siegte Schild Stuttgart mit 3:0. E. H. Schwimmen in Frankfurt a- M. Schild Frankfurt a. M. veranstaltete ein Leistnnesschwimmen. In einigen Staffeln trat Ph.i-a.nthropin als Gegner an. Die Wertkämpfe zeigten einen guten Durchschnitt, auch wenn die nicht vorschriftsmässigen Bahnenverhältnisse (fliessendes Wasser usw.) keinen absolut sicheren Massstab geben könne!). L. B. Frankfurter Ergebnisse Fussbali: ISV Qffenbacb II—Schild Frankfurt a. M. II.'AH 2 : 7: Bar Kochba Frankfürt a. M. Jugend—Bar Kochba Oftenbsoh Jugend '2:2: Schild Frankfurt a. M. Jagend B—Hakoah Frankfurt a. M. Jugend B 2:6. Handball: Schild Frankfurt a. M. Fraupn— ISV Offenbach Frauen 14. : f. B. TCK 03 prüfte seine Leichtathleten Gewissermassen als Sichtung zu den L. V.¬ Meisterschaften können die Vereinsmeisterschaiien des Turnclub 03 Karlsruhe gewertet werden. Wohl liess die Beteiligung sehr, zu wünschen übrig, dafür entschädigten die Kämpfe durch ihre Spannung. Der Se^hskampf in der Senioren klasse brachte einen etwas unerwarteten Sieg von Helmut Blum, der sich erst bei der letzten Hebung an die Spitze setzen konnte. Damit kam er in den Besitz dcs Fokal?, der im. vergangenen Jahr von der A. H.¬ Mannschaft des Vereins zu Ehren des verdienstvollen Dr. Otto Wimpfheimer gestiftet wurde. Bei den Frauen dominierte in fast, allen Konkurrenzen die. Jugendliche Marianne Beissinger. Besonders zu erwähnen wäre ihre Hochsprang-! eist ung mit 1,37 m. K. W. Jugendiussball in Heilbronn Auf dem Waldsportplatz -des Schild Heiibro.nn führte der Turnclub Karlsruhe 1903 ein Jusend- Fussballturnier durch, an dem die Mannschaften des Schild S t u 11. g a. r t. Schild M a. n n h e i m. J. S. V. Heidelberg und die des Veranstalters teilnahmen. Es gab spannende Kämpfe, und die Jugendlichen waren mit ganzem Eifer bei der Sache. Turnier- Schild Leipzig mit 9,66 Meter und 30,70 Meier. Man wird nach den Veranstaltungen der nächsten drei Sonntage, zumal dann auch die Berliner und südwestdeutschen jüdischen Leichtathleten voll beschäftigt waren, klarer sehen können. „Sckild"-Meisterschaften in Köln Zum erstenmal finden die Leichtathletik- Meisterschaften des Sportbundes „Schild'' nicht in Berlin statt vielmehr hat man diesmal Köln zum Austragungsort gewählt. ' Der Veranstalter wird es nicht leicht haben, an die schöne Tradition der bisherigen Titelkämpfe anzuknüpfen; denn es wird leistungsmässig, namentlich in den Mittel- und Langstrecken, "aber auch bei_ den Frauen, infolge des Fehlens zahlreicher Spitzenkönner manchen unvermeidbaren Ausfall geben. Ob Eifer und Können der Startenden ausreichen werden, diese Lücken auszufüllen? Die Kämpfe des 14. August werden erst den Beweis erbringen müssen, ob es überhaupt angebracht warf unter den gegebenen Umständen Meisterschaften, d. h. die Kämpfe der Besten, durchzuführen. Der Deutsche Makkabi kreis vergibt seine Titel voraussichtlich am 7. August in Ber- 1 i n und die der Junioren und Jugendlichen am 29. August gleichfalls in Berlin. M. F. siorrcr tyigb ri5e Mannschaft von Schild Mannheim vor J. S. V. Heidelberg und Tumclub Karlsruhe 1903. " _ K.W. Guter Leichtaihletiknachwuchs des Schild Hamburg Am 3. Juli wurden in Hamburg unter grosser Beteiligung die leichtathletischen Vereins-Jugendmeisterschaften der Sportgruppe Schild ausgetragen- Bei straffer Organisation wurden alle" Konkurrenzen pünktlich erledigt, und nebenbei4 noch einige Rahmenkämpfe der Senioren durchgeführt. Bei den Jugendlichen gab es z. Tsehr gute Ergebnisse, so wartete der 17jährige Jeruchem mit guten Leistungen auf- Er lief die anprechende 100-m-Zeit von 11.9 und gewann ausserdem den Weit- und Hochsprung. Beachtenswert die Leistungen von Frl. iveuhaus, die allein vier Konkurrenzen gewann. Bei den Frauen wartete Frl. Liefmann mit einem Hochsprung von 1,45 m auf — eine Leistung, die ihr berechtigte Hoffnung auf ein gutes Abschneiden bei" den Meisterschaften macht. Ergebnisse: Jugend, Jahrgang 20121: 100 m: 1. Jerjehem 11,9; 800 m: 1. Berlin 2.25,1'; Jahrgans: 22/23: 100 m: 1. Cohn 12.S; 800 m: 1. Wulf 2.32,2; Jahrgang 24/25: 100 m: 1. Llüscnütz 13,0: Mädchen, 100 m. 1. N'euhaus 1S.9: Weitsprung: 1. Xeuhaus 4,11 m: Hochspruns: 1. Neuhaus 1,20 m; Kugelsiossec: 1. Neuhaus 7,34 rn: Frauen, 100 rn: 1. Liefmann 13,7; Weitsprung: 1. Liefmana 4,67 m; Eochsprung: 1. Liefmann 1.45 m; Männer, 100 ra: 1. Kirsch-Müller 12.2. H. Fdier. Auch in Düsseldorf kämpfte die Jugend Mit über 200 Aktiven und noch mehr Zuschauern hatte das Jugendsportfest des Schild Düsseldorf einen ausserordentlichen Erfolg. Ausser dem Gastgeber startete die Jüdische Schule Düsseldorf, der Makkabi Düsseldorf und die Schildvereine aus Köln und Wuppertal. Die beste Leistung des Tages zeigte in der Klasse der 15-. ISjährigen Jungen der Düsseldorfer Schild-Sportler Heinz Jokl. .der 1,55 m hoch sprang, die 100 m bei Gegenwind auf schlechter Bahn in 12.5 lief und als absolut wertvollste Leistung den Weitsprung mit 5,84 m gewann. Auch der Sieger der nächsthöheren Klasse Katzenberg (Makkabi Düsseldorf) sprang mit 5.72 m noch eine beachtliche Weite. Ergebnisse Ju:?Dd 26 u. ig. r75 m Weitsprung und Schlnjrbnln: 1. Süturaasn-Jüd. Schule (11,3, 4,17 m. 38 m'i 1294 Punkte; .ineeod 24:25 (gleiche üebungr-n): 1. Rl. Jokl-Srhild Düsseldorf (10,6. 4.55 m. 57 b'i 1795 P.; Jugend 22/23 (100 tn. WeitsrcuDS, .Hocosprung. Kugel): 1. H. Jokl- Schild Düsseldorf fl2,5, 5.S4 m. L55 m, 9,07 m) 3174,3 P.: J u z e n d 20/21 (!0ö in. 800 m, Eochsprung, Weitsprung, Ki;Sp1): i. K.it2cnb?rg-M3kkahj Düsseldorf (12.6. 2.35.2. 5.72 tn. 1.50 rn. 8,22 m) 3ß55 F.; Mädchen 28 u. jg. <75 ra. WeüSprung, Srhlasbaü): 1. Caro-Sch'.ld Düsseldorf '12.5. S.Dft m, 31,50 m)-9S2 P.; Mädchen 2-1/25 f gipfelte l.Vni:r.s<un: 1. Alexander-Makkabi Düsseldorf (11.3. 4.05 ra. 31 tb! 1165 P.: Mädchen 22/23 (75'm. Weitsprung. Horbssrutssr. Kusel): 1. Kot,hb<nn-Makkabi Düsseldorf dl,4. 4.30 m. 1.15 m, 6,29 m) 1346 P. R.'B. Schild Düsseldorf—Makkabi Düsseldorf Ein Beweis für den guten Durchschnitt der Fussballiga des westdeutschen Schild war das Düss-eidorfer Derby. Schild, der im Mittelrheinbezirk einen mittleren Tabellennlatz innehat, könnt« gegen den Makkabiroeister Rheinland-Westfalen unentschieden spielen, in der 1. Halbzeit war Schild klar überlegen, konnte diese Überlegenheit aber nic-ht in Tore umwerten, sondern ging nur mit ein^m Tor Vorsprung in die Pause. Immerhin ist aber auch dieses Remis ein schöner Erfolg R. B. Mitteldeutschland Schiid Leipzig in Chemnitz Schild Chemnitz hatte den Leipziger Schild für drei Freundschaftsspiele zu Gast. Mit der Handball mannschaft siegte Leipzig mühelos 18 :2 (11 : 1\ Die Frauen des Gastgebers kamen dagegen nach ansprechendem Spiel zu einem verdienten 4 :'3-Sieg über die Mädchen aus Leipzig. Im Fuss ball siegte wieder Leipzig mit einer kombinierten' Mannschaft mit 10 : 4 (6-:'2). * Am Nachmittag führte Makkabi Chemnitz ein internes Sportfest in Verbindung mit allerlei Spielen für die. Kleinsten durch. Leipzig: wieder Schild—Bar Kochba Im Treffen der Frauenmannschaften d°? Bar Kochba und Schild gab es ein glattes 3:0 für die Suzanne Lenglen Während auf den Lawns von Wimbledon die inoffiziellen Weltmeisterschaften der Tgnn i s spieier zur Entscheidung gelangten, rang die grosse französische jüdische Meisterin, die beste Spielerin, die das Damentennis je hervorgebracht hat, an einer schweren Leukämie erkrankt, mit dem Tode. Am Morgen des 4. Juli ist sie dann, nachdem auch das' Turnier, einst die Stätte ihrer grössten Erfolge, beendet war, im Alter von 39 Jahren gestorben. Ihre Tennislaufbahn war einzigartig. Mit 15 Janren erkämpfte sie sich in St. Cloud das erstemal die Weltmeisterschaft, vermochte ihre Titel sechs Jahre hindurch erfolgreich zu verteidigen, wurde zwischendurch Olympiasiegerin, um 1926 nach einem letzten Wimbledon-Sieg über Helen Wills ungeschlagen zum Professionalismus überzutreten. Bis zuletzt ist sie dem Tennissport treu geblieben; denn seit 1936 betrieb sie noch in Paris eine Tennisschule, u. a. oblag ihr die gesamte Ausbildung der französischen Nachwucbsspielerinnen. Zweifeilos war sie es, die den modernen Stil des heutigen Damentennis begründete — eine Persönlichkeit, wie sie in der Welt des Sports nur ganz selten vorkommt. * Im Ächtelfinale des Herren-Doppel-Wettbewerbs beim Wimbledon- Turnier wurden Hecht und Menzel überraschend von den Engländern Sturgeon/Tuckett geschlagen. Allerdings musste Menzel das Spiel bereits verletzt aufnehmen, so dass er seinen Partner so gut wie gar nicht unterstützen konnte. Box-Allerlei Lyncli siegte durch k, o,.. „ .■ „ verlor jedoch den Titel wegen Ü6beigewieht& . Benny Lynch, der Weltmeister im Fliegengewicht, leistete sich eine böse Ueberraschung, indem er schon vor dem Kampf in Glasgow gegen den Amerikaner Jurich seines Titels, den er^ als Nachfolger von Jackie Brown nun schon seit 1935 ungeschlagen behauptete, verlustig ging. Beim Wiegen ergab sich nämlich, dass er etwa sechs Pfund über dem Limit stand, so dass ihm automatisch die Meisterschaft aberkannt werden musste. Den Kampf selbst gestaltete Lynch zu einem grossen Triumph. Er war einseitig uberlegen und vermochte seinen guten Gegner, bevor dieser in der zwölften Runde endgültig ausgezählt wurde, sechsmal zu Boden zu schlagen. Die. 12 000 Zuschauer, die ihn . anfangs enttäuscht auspfiffen, jubelten ihm später wieder begeistert zu. Seine Leistung, die besser denn je gewesen sein soll, hatte sie vollends überzeugt.. Boxt Baer gegen Louis? Die Frage nach dem nächsten Gegner des Weltmeisters Joe Louis scheint noch nicht geklärt zu sein, trotzdem sich Max Baer durch seinen Sieg über Tommy Farr offiziell als Herausforderer qualifiziert hatte. Sollte Louis in Amerika boxen, dürfte allerdings kein anderer als Baer in Frage kommen. Los Angeles bewirbt sich bereits um die Durchführung dieses Treffens. Hans Kürschner, Mitglied der ISG 33 Berlin, konnte am 26. Juni eine Frau aus der Spree vor dem Ertrinken retten. Die von ihm angestellten Wiederbelebungsversuche hatten nach kurzer Zeit Erfolg. B.-K.-Elf. aber spielerisch auf beiden Seiten ziemlich massige Leistungen, — Das Spiel der beiderseitigen Jugend handbailer endete mit einer grossen Ueberraschung; denn die seit langer Zeit ungeschlagene B.-K.-Mannschaft musste sich der mit einem ungeheuren Einsatzwillen spielenden Schild-Elf mit 3 :5 beugen. _ K—n Erich Preiss verabschiedete sich Wieder hat sich einer der Bexten des jüdischen Sports — einer von vielen — von uns verabschiedet, um die Reise in eine neue Heimat anzutreten. Während diese Zeilen in Druck gehen, befindet sich Erich Preiss, der vielseitige und vielfache Meister des Sportbundes ,,Schiidil, der zuletzt noch dem IBC „Berlin" den Meistertitel im Handball zu erringen mithalf, bereits auf der langen Fahrt, die ihn zu seinen Freunden Heinz Mello und Klaus F-fortner nach Buenos Aires bringt Eine Freundschaft, hier begonnen und gekittet, hat <Mch bewährt. Es ist ein stolzes Gefühl, sagen zu können, dass dieses eine Beispiel vielleibht der lebendigste Ausdruck für den Geist der Kameradschaft und Treue ist. die die grosse Familie des jüdischen Sports in dieser Zeit gemeinsamen Schicksals erfüllt. Wenn wir Dir, Erich Preis*,- in -diesem Sinne eine glückliche Zukunft wünschen und hoffen, dass Du draussen Deinen Freunden der gute Kamerad bleibst, als der Du Dich hier so oft gezeigt hast, dann gilt dieser Wunsch in gleichem Masse auch allen den anderen jüdischen Sportlern, die gleich Dir gern an das zurückdenken, was ihnen der jüdische Sport, gegeben hat. Manfred Friedmannt Jport der Woche

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