Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 17 (1938)
- Issue
- 27 (7.7.1938)
- Date
- 1938-07-07
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 27 3. Beiblatt Palastiisa^IJiM^eliaii der C-V.-ZeiAimj Seite 13 7. Juli 1938 Eine blutige Woche Auch nach der Vollstreckung des Todesurteils an dem jungen Revisionisten Schlomo Ben Josef stand begreiflicherweise ganz Palästina im Zeichen dieses Ereignisses. Die Nachricht von der erfolgten Hinrichtung warf einen düsteren Schatten über das Land. In Tel-Aviv, Haifa und in Jerusalem trat Arbeitsnihe ein, kam es zu Demonstrationen, und Hunderte von jüdischen Sonderpolizisten patrouillierten durch die Strassen. (Vgl. hierzu den Artikel unseres Korrespondenten.) Die Beerdigung Ben Josefs wurde in R o s c h P i n a unter starkem Polizei- und Militäraufgebot durchgeführt. Besuchern wurde nicht gestattet, die Siedlung zu betreten. Bei der Beisetzung wurden Ansprachen von Leitern der Siedlung und Führern des Betar gehalten. Die Zeremonie verlief in voller - Ruhe, ohne dass sie von Zwischenfällen beeinträchtigt wurde. Das Oberrabbinat und der Waad Leumi suchten in ihren Trauerkundgebungen die wachsende Erregung der jüdischen Bevölkerung, die sich in Demonstrationen Luft zu machen suchte, zu beruhigen, um neuen Störungen vorzubeugen. Sie schlössen ihre Manifeste mit dem Aufruf: „Lasst uns unsere Trauer still im Herzen tragen mit der Selbstbeherrschung, die der Wurde eines Volkes gemäss ist, das um sein Leben kämpft". Auch der Magistrat von Tel- Aviv gab eine ähnliche Parole heraus. Von einzelnen Ueberfällen, die — abgesehen von dem grossen, das ganze Land in Spannung haltenden Ereignis der Hinrichtung in Akko — verübt wurden, ist folgendes zu berichten: die schon so häufig angegriffene jüdische Siedlung Chanita im Norden Palästinas war in der Nacht zum 28. Juni wiederum das Ziel eines Angriffs. Die Terroristen mussten nach zweistündigem Kampf mit den jüdischen Hilfspolizisten die Flucht ergreifen. Sie sollen mehrere Verluste erlitten haben. Bei der Beschiessung eines * Autobusses zwischen Tel-Aviv und Jerusalem wurde Simcha Freund aus Herzlia leicht verwundet. Durch Explosion einer Landmine auf einer Strasse bei Bethlehem wurden drei Araber, darunter ein Muktar, schwer verletzt. In der Nähe von Mikwe-Israel wurde der 46jährige Isaak Friedmann durch Schüsse aus dem Hinterhalt verwundet. In. der Nahe von Tulkerem wurde zum ersten Mal eine der neugeschaffenen jüdischen Eisenbahnwachtpatrouillen angegriffen. Es gelang der Patrouille, die Angreifer zu vertreiben. Bei dem Kibbuz A f i k i m wurde bei der Beschiessung eines jüdischen Autobusses der Fahrer Meier Lachs leicht verletzt. Auch in der vergangenen Woche ist wiederum der Stacheldrahtverhau an der Nordgrenze von arabischen Banden attackiert worden. -Es gelang den Arabern, die mit besonderen Spezialinstrumenten ausgestattet waren, den Wall in einer Ausdehung von fünf Kilometern in der Gegend von S a a s s a zu beschädigen. Truppen und Luftstreitkräfte trieben die Banden über die syrische Grenze zurück. Um in Zukunft den Schutz des Tegart-Walls zu erleichtern, ist in der Gegend von Akko und Safed der Ausnahmezustand verhängt worden, der sich jedoch nicht auf die jüdischen Siedlungen erstreckt. In T i b e r i a s entwickelten sich nach der Beerdigung eines Arabers, der bei einem durch ein jüdisches Auto hervorgerufenen Unfälle getötet worden war, erhebliche Unruhen. Sie begannen damit, dass Araber das jüdische Viertel der Stadt mit Steinen bombardierten. Dabei wurden eine jüdische Frau und ein jüdischer Mann leicht verwundet. Erst am Abend gelang es den jüdischen Hilfspolizisten, die Ruhe wiederherzustellen. Aber bereits zwei Tage später würde eine Bombe in den Hof eines jüdischen Hotels geworfen, in dem gerade eine Hochzeitsfeier im Gange war. Eines der anwesenden Kinder erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Wieder nach ein paar Tagen wurden durch einen Bombenwurf der siebzigjährige Elijahu Sangari, seine sechzigjährige Frau Rachel und ein dreizehnjähriger jüdischer Knabe David Segalowicz schwer verwundet. Während die letzte Woche nur einen neuen Todesfall, den des 40jährigen, aus Jerusalem gebürtigen Chajim Weissfisch, der auf dem Weg nach Kfar F a r a d i s von Arabern erschossen wurde, brachte, sind noch 2 Opfer der vorangehenden Woche ihren Verwundungen erlegen. Es sind dies der jüdische Hilfspolizist Abraham Katz, der bei dem letzten Angriff auf C h a n i t a vom 23. Mai verwundet worden war und der Hilfspolizist Chajim Z i p o r i, der bei den Löschungsarbeiten auf den Weizenfeldern bei Mischmar H a j a r d e n am 24. Juni verletzt wurde. Katz war gebürtiger Litauer und im Jahre 1935 von Johannesburg nach Palästina gekommen. Zipori war 22 Jahre alt. ■ Die Suche nach den aus G i w a t Ada verschleppten drei jungen Juden ist bisher völlig erfolglos geblieben. Die Spuren führten zu einem arabischen Dorf, wurden dort aber von einer vorbeiziehenden Schafherde verwischt. Nachdem in dem Hauptspannungsgebiet der vergangenen Woche, zwischen Tel-Aviv und Jaffa, mit Hilfe der Verhängung eines kurzen Ausnahmezustandes im allgemeinen wieder Ruhe eingetreten war, brachte der 4. Juli dort und in anderen Gegenden des Landes einen erneuten heftigen Ausbruch der Feindseligkeiten. In Tel- Aviv wurden Juden von Arabern wiederum in der Gegend des Karmelmarktes angegriffen, wobei zwei von ihnen, Ar je Nala, 40 Jahre alt, und Pinchas Misrachi, durch Steinwürfe schwer verwundet wurden. Zwei weitere Juden wurden leicht verletzt. Durch Bombenwürfe in den gleichen Grenzgebieten zwischen den Städten wurde die 50jährige Mirjam Cohen schwer verletzt, vier Araber getötet und zwei verwundet. . Nach diesen Zwischenfällen wuchs die Spannung in Tel-Aviv beträchtlich an. Arabische Massen sammelten sich an der Grenze von Jaffa. Sämtliche Geschäfte in Jaffa wurden geschlossen, und ein neuer Ausnahmezustand wurde in den Grenzbezirken verhängt. In Jaffa wurde der Generalstreik erklärt. In Tel-Aviv wurden ein Araber und drei Juden verhaftet, und in den Grenzbezirken wurden ausserdem 30 Juden und 15 Araber festgenommen. Auch in Jerusalem kam es an dem gleichen Tage zu neuen Ausschreitungen. In der Jaffa-Strasse wurde eine Bombe in einen arabischen Autobus geworfen, wobei vier Araber getötet und acht verwundet wurden. Einer von den Verwundeten starb kurze Zeit darauf. Zur gleichen Zeit wurden in der King George Avenue Schüsse abgegeben, bei denen zwei Araber leicht verwundet wurden. Auch die entfernteren Gegenden des Landes wurden von diesem neuauflebenden Terror leider nicht verschont. In der Nähe von Lub i j a wurden ein jüdischer Autobus und ein jüdisches Auto beschossen, wobei der jüdische Passagier Raphael Rim schon schwer und ein britischer Polizist leicht verletzt wurden. Die Regierungsversuchsstation in F a r a - dija, für die der frühere High Commissioner, Sir Arthur Wauchope, beträchtliche Geldsummen gestiftet hatte, ist von einer arabischen Bande vollständig zerstört worden. Auch die Zentralpolizeistation in Tulkerem wurde überfallen, grosse "Mengen von Munition wurden geraubt. Die Teilimgskommission Die geschlossenen Sitzungen der Kommission wurden fortgesetzt. Am 27. Juni erschienen, wie geplant, die Vertreter der Exekutive des Waad Leumi, Ben Z w i, Miss Henrietta S z o 1 d, Dr. A. Katzenelson. Rabbiner Ostrowsky, B e r 1 i g n e und El M a 1 e h. Die Aussage des Oberrabbiners von Palästina Dr. Isaak Herzog, die am 30. Juli stattfinden sollte, musste infolge der starken Erschütterung Dr. Herzogs über die Hinrichtung Ben Josefs verschoben werden. — Es verlautet, dass die Teilungskommission ihre Untersuchungen in Palästina bis Ende Juli vollenden und sich Mitte August nach London zurückbegeben wird. Nachrichten vom Tage In Tel Zur im Emek Chef er wurde der 28jährige jüdische Wächter Zwi Landsmann, als er sich auf Patrouille befand, durch einen Unfall, der durch Entladung seines Gewehres hervorgerufen wurde, getötet. Landsmann stammt aus Borislaw in Polen. Die jüdische Baugenossenschaft Solei Boneh erhielt wiederum einen grösseren Auftrag von Bauarbeiten für die Armee. Er besteht in der Errichtung von Baracken in Saraiend und stellt sich auf eine Summe von ungefähr 150 000 Pfund. In Ausführung eines Vorschlages des inzwischen abgereisten britischen Polizeisachverständigen Sir Charles T e g a r t ist eine neue berittene Polizeiabteilung geschaffen worden, die aus 800 Polizisten besteht. Zu ihrem Befehlshaber wurde Laurence Har rington ernannt. Einem anderen britischen Offizier namens Dentou wurde das Kommando über mm mBmm fWSUfßNDFRFR ALLGEMEINE ZEITUNG DES JUDENTUMS v/eil sie ihn vor der Auswanderung verantwortungsbewusst über die Einwanderungsländer unterrichtet und weil sie ihn nach der Auswanderung in Verbindung mit dem jüdischen Leben in Deutschland häit. Die C.-V.-Zeitung kostet nur 33'Pfennig im Monat. Senden Sie mir bis auf Widerruf die C.-V.-Zeitung 99 Pf. für Juli, August, September zahle ich bei Vorlage der Postquittung an den Briefträger. Die erste Juli-Nummer erhalte ich nachgeliefert. Name: .................................................................___ Ort:.. Strasse: Ausschneiden und mit 3 Pfg. frankiert (oder auch unfrankiert) senden an: C.-V.-Zeitung Vertrieb, Berlin W 15, Emser Strasse AZ Telef. 92 81 41. Auch jedes Pos! amt nimmt Bestellungen e itgegen. das neue Corps von Eisenbabnwächtern übergeben, das, wie bereits mitgeteilt wurde, nur aus Juden besteht. Der englische Jude Aubrey Silver erhielt das Kommando über jüdische Hilfspolizisten, insbesondere Polizeiwachtmeister. Kwuzath' „Alonim" Am 20. Juni hat die Kwuza „Alonim" ihren neuen ihr endgültig zugewiesenen Boden bezogen Und nicht nur die Chawerim der Kwuza, auch jeder Besucher wird mit einer gewissen Wehmut an den schönen Platz denken, den die Kwuza vorher besessen hat; aber er wird sich ireuen, dass nun auch dieser jüngste Kibbuz des Landes seinen Ort gefunden hat. Zwei Gruppen bilden den Kern: palästinensische Arbeiterjugend und aus Deutschland stammende Jugendahja. 1933 verliess die erste Gruppe der Jugendalna Deutschland, und sie erhielt ihre in Arbeit und Unterricht geteilte Ausbildung in einem der älteren Kibuzzim des Landes, in E j n C b a r o d. Nach Beendigung der Lernzeit beschloss sie — wie seither auch andere Gruppen — zusammenzubleiben und gemeinsam zu siedeln. Bei S c h e i c h A b r e k ,'in der Nähe der alten Ausgrabungen, fand sie — nun schon verbunden mit anderen Menseben — ihren Lagerplatz. „Alonim" — Eichen ist der Name der Kwuza, und wahrlich, man glaubt dort kaum, in einer palästinensischen Siedlung zu sein. Dürre, Trockenheit, keine Bäume, viel Steine und wenig Brot sind die mit dem Lande verbundenen^ Begriffe. In Alonim aber stehen grosse schattige Laubbäume, die dem Lager ein eigenes Gepräge geben Scheich Abrek liegt an der Strasse von "Haifa nach Nahalal, in der Jesreel-Ebene, dem „E m ek". Rechts von der Strasse führt der Weg den Hügel hinauf, auf welchem sich der Kibbuz vorläufig eingerichtet hatte. Einige grosse Baracken, ein heller sauberer Essraum, in dem es auch Tischdecken und Blumen gab, das Büro, die Waschräume. Apotheke und eine Anzahl von Zelten: das ist der äussere Eindruck. Alle Wohnräume, Baracken und auch Zelte, tragen das Gepräge ihrer Bewohner, die sie mit Bildern und Blumen schmücken und wenige Bücher hineinstellen. In der Mitte steht der Wachtturm. Die Menschen der Kwuza sind noch jung, sehr jung, und man spürt bei kurzem Aufenthalt die Frische und Unverbrauchtheit. Das Leben ist intensiv, körperliche und geistige Arbeit, Schaffen und Lernen, .Kurse. Vorträge "und Diskussionen an den Abenden füllen es aus. Eine eisene Tischlerei ist im Aufbau, eine Bückerei, in der ausgezeichnetes Brot gebacken wird, gehört dem Kibbuz. Die hebräische Sprache ist. selbstverständlich, und auch die Verbindung der Jugendalija aus Deutsehland mit der palästinensischen Arbeiterjugend ist gut. Eine Neues hat sich entwickelt, ohnedass altes Gut aufgegeben werden müsste. Ein junger Kibbuz hat viel Arbeit. Gerade dann ist es schön; wenn man sieht, wie er sich trotz der Arbeit um geistige Fragen bemüht, die ja in Palästina von einer ganz anderen Wirklichkeitsnähe sind, wie Feste gefeiert werden und mit welchem Ernst auch die Kunst in den Kreis des Lebens einbezogen wird. Es ist zu früh, eine Analyse des neuen palästinensischen „Geistes" zu geben. Sie könnte Wachsendes zerstören. Von dem Berge, von welchem man über die Siedlungen des Emek blickte, von den Eichen, dem kühlen Platz, ist nun. die in der „Kwuzath Alonim*' zusammengeschlossene Gruppe weggezogen; nur eine sehr kurze Strecke ist es bis zu dem neuen Ort. 2000 Dunam, von denen die Hälfte hügeliger Boden ist, gehören dem Kibbuz; das neue Lager liegt 130 Meter über dem Meer. Am Tage der Besitznahme der Böden von Kusskuss-Tabun, um welche ein jahrelanger Streit mit den Arabern ging, wurde das Gebiet des Lagers sofort mit einem äusseren Drahtzaun und einer inneren zwei Meter hohen und ein Meter dicken weissen Steinmauer umgeben, die an Stelle der sonst üblichen Holzmauer trat. Zwischen dem Zaun und der Mauer sind besonders geschützte Wachtplätze eingerichtet. Das Besetzen neuer Böden geht unter starker militärischer Bewachung vor sich. Berittene Polizei und solche zu Fuss, Maschinengewehre schützen die Siedlung in den ersten Nächten und Tagen. Etwa 100 Arbeiter aus Haifa kamen, um beim Aufrichten zu helfen, junge Menschen aus dem ganzen Lande beteiligten sich, und die Siedlungen des Emek schickten ihre Vertretungen. Wieder sieht man das Tal vor sich liegen — die Siedlungen um Nahalal. Am nächsten liegt die religiöse Siedlung Ss'de Jaakow. Gegenüber grüsst vom Abhänge des Hügels der Werkleute-Kibbuz ,/Hasorea". Etwa 150 Chawerim wissen nun. wo sie leben werden, und ahnen, wie sich ihr Leben gestalten wird. Umgebenvon Gefahr, aber tätig frei sind junge aus Deutschland gekommene Juden bereit, mit den Freunden aus dem Osten und denen aus Palästina gemeinsam aufzubauen am gemeinsamen Werk. F. Ar. Wissenschaftliche Arbeit in Palästina In Jerusalem fand unter Vorsitz von Professor D. A. L. Sukenik die Generalversammlung der historisch - ethnographischen Gesellschaft Palästinas statt. Die Professoren Assaf, Baer und Dünaburg berichteten über die Arbeit der Gesellschaft in den letzten vier Jahren. Die Mitgliederzahl hat sich vermehrt, und neue Forschungsgebiete sind in den Bereich-der Arbeit einbezogen worden. Im Mittelpunkt steht die seit 1936 erscheinende historische Zeitschrift „ZION", an welcher viele bekannte Gelehrte und Forscher mitarbeiten, und die Herausgabe des Ssefer Hajjischuw, das Nachrichten über die Besiedlung Palästinas von der Zeit der Zerstörung des zweiten Tempels bis zum Beginn der neuen Ansiedlung bringt. Der erste Band, welcher bis zur Eroberung durch die Araber reicht, ist im Druck, und auch der zweite Band (bis zur türkischen Eroberung) sieht seiner Fertigstellung entgegen. Eine historiographische Bücherei wird vorbereitet; sie soll die besten hebräischen Chroniken in guten Ausgaben mit wissenschaftlichen Einleitungen enthalten. * Um den Studenten der Hebräischen Universität, welche nicht die Möglichkeit haben, sich durch unmittelbare Anschauung grosser Gemälde zu bilden, diese Gelegenheit zu geben, veranstaltet die Universität von nun ab von Zeit zu Zeit kleine Ausstellungen,, die das Werk einiger Maler in guten Drucken vereinigen. Die erste dieser Ausstellungen ist dem französischen Impressionismus gewidmet und enthält Bilder von Manet, Monet, Renoir und Degas. Die Bilder sind — bei bescheidensten Mitteln — gut ausgewählt und auch gehängt, und auch die Wahl des Raumes führt dazu, dass fast alle Studenten diese Bilder betrachten. Bei einer steten Fortführung dieser neuen Einrichtung kommt derselben ein nicht zu unterschätzender pädagogischer Wert zu. Aus dem palästinensischen Konzertleben Toscanini brachte in zwei Konzerten mit dem Palästina-Orchester die Symphonien c-dur von Schubert und a-dur von Mendelssohn sowie Beethovens IV., ferner Tschaikowskys „Romeo und Julia". Der englische Dirigent Malcolm Sargent dirigierte in Tel-Aviv, Haifa und Jerusalem Beethovens II. sowie Werke von Dvorak, Delius, Franck und Handels „Feuerwerke-Musik. Andere Konzerte des Palästina-Orchesters dirigierte, auch auf einer ägyptischen Tournee. Eugen 'Szenkar; dabei wirkte das Orchestermitglied Lorano Fenyves als Solist in Paganinis d-dur-Konzert mit. Die übriges. Konzerte standen unter Leitung von Issai Dobrowen, der u. a. eine Symphonie von. Shostakovitsch brachte. Der Kammermusik kreis in Tel-Aviv gedachte des 20. Tjdestages von Debussy mit einer Aufführung «eines „L'Enfaiit Prodigue". Das Hauser-Quartetl brachte in Jerusalem Stravinskys Concertino, Verdis Streichquartett und Regers StreichtixO. Rundfunk- Veranstaltungen galten Ravel und den englischen Zeitgenossen Händeis. In Klavierabenden hörte man Ignaz Friedman sowie (auf zwei Klavieren) Irma Schönberg- Wölpe und Joseph G r ü n t h a 1. In Vortragsabenden mit musikalischen Beispielen behandelte Alice Jacob-Loewenson „Jüdische Klaviermusik" und Peter Graden witz Werke von A. Schönberg und A. Berg. Im Rundfunk sang Hede Türk (Börnstein), früher Berlin, Werke von Georg W o 1 f s o h n, Joseph G r ü n t h a 1 und E. W. S t e r n b e r g, ferner eine Kantate von A. Scarlatü. Margarete Czapsky sang Hindemiths .Junge Magd". Von neuer Musik kamen ferner T o c h s „Cherry Blossom", eine Symphonie des Schweizers Beck, ein Werk für Streicher von Shostakovitsch und ein Werk von A. Honegger^ur Aufführung. Eine Veranstaltung am M i c h^Te 1-Taube-Konservatorium „Ballett- und Tanzmusik in drei Jahrhunderten" wurde gleichfalls von Gradenwitz arrangiert. H. Fr..