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Central-Verein-Zeitung · 1938-06-16 · 24 (16.6.1938) · page 8

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C-V.-Zeitung Nr. 24 » 16. Juni 1938 Seife 4 Gottesdienste in Berlin Freitag, 17. Juni Sonnabend, 18. Juni Sonntag (St.), 19. Juni Ansprache Ansprache Synagoge Beginn bzw. Predigt Beginn bzw. Predigt Fa. 19 Graf 10 Fr, 19 Warschauer 10 G 19.30 o H 19.30 8.30 J 18.30 Gottschalk — Jh. — 10.30 iSt.) Ballin K 19.30 9 Ka. 19.30 Zimet 10 Süssmann Kd. 19.15 Oberländer — Kp. 19.30 9.45 Le. 19 Lewkowitz 10 Li. 19 B rasch 10 Lü. 19 Löwenthal 10 M 19.30 9 0 19 Jospe 10 Pe. 19.30 9 Pr. 19.1t 10 Pz. 19.30 Rautenberg — R 19.30 9 Sm. 19 Hirsch 10 Sö. 1915 Goetz 10 Goetz T 19.30 Winter — Tn. 19.30 9 WEITERE VEREINS - SYNAGOGEN: Berliner Strasse 91 (Hohenschönhausen), 17.: 20. — Düppelstrasse 41, 17.: 19.30: IS.: 8.30. — Falkenthaler Steig 30 (Hermsdorf), 17.: 18.30 (Klein): 18.: 10 (Klein). — Frankfurter Allee 56, 17.: 19.30: 18.: Ansprache und 20.48 (Rosenthal); werktags: 7 und 19.30: St.: S. — Lessingstrase 19, 17.: 19.30: 18.: 8.30; St.: 7.30; werktags: 6.30. — Lothringenstrasse 22. 17.: 19 (Meyer): 18.: 10 (Meyer). — Markgraf- Albrecat-Strasse 11/12, 17.: 19.30: 18.: 9 und 20 (Neuhaus). — Prinzeaallee 87, 17.: 19.30; 18.: 9.16 CJuge-ndsottesdienst) und 20.30 fAlexander-!; werktags: 7 und 19.30. — Schulstrasse 7, 17.: 18.30 (Adler): IS.: 9.30 (Adler) und 19.30 (Adler). — Stierstrasse 21. 17.: 19.30; 18.: 9 und 20.50 (Winter). würdigen Feier. Chorgesänge unter Leitung von K. Rothschild umrahmten die Weihestunde. Krefeld Am 10. Juni vollendete Betty Kaufmann, geb. Reiss, in erstaunlich geistiger Frische das 102. Lebensjahr. Einmal hat es in der Geschichte der Gemeinde, die jetzt nahe an das 175. Jahr ihres Bestehens herangerückt ist, einen Mann g-egeben. der es nachweisbar sogar auf 108 Jahre gebracht hat. der erste nach den Erfordernissen jener Zeitausgerüstete.Religionslehrer und Vorbeter der Gemeinde: Bernhard Onderich (ursprünglich Isacher Bär), gestorben am 5. September 1824. Onderich _war~1844 aus Metz nach Krefeld gekommen. In Metz hatte er wohl die Rabbinerscbule besucht, aus der später das Pariser Rabbinerseminar hervorgegangen ist. Das Andenken, an Onderich verdient schon deshalb bewahrt zu werden, weil er einen erheblichen Anteil am Ausbau, vielleicht auch an der Bildung der jüdischen Gemeinde Krefeld gehabt Publique Bediente Gemeindeverwaltung vor 200 Jahren Von Dr. Jacob Jacobson (Schluss) Zwei Gesetzschreiber hatten für die Gemeinde und für Privatleute Torarollen und zehn Gebote (Mesusoth) zu schreiben und die in der Gemeinde und Privatbesitz befindlichen Torarollen ständig auf ihre rituelle Verwendbarkeit bin zu prüfen, ausserdem Ehepakte und andere hebräische Vertragsinstrumente für die Gemeindemitglieder anzufertigen. Zwei Armenwärter mussten die ankommenden armen Juden abfertigen und darüber wachen, dass sie nicht in die Stadt kamen. Beim Lazarett (Hekdesch) waren ein Arzt und zwei Lazarettaufwärter angestellt. Zwei Bediente versahen den Dienst in der M i k w a. Ein Fliegelmeister (Geflügelmäste r) hatte das Federvieh ordentlich zu mästen und später für dessen Schächtung zu sorgen. Ein Milchbedienter fehlte zwar im Jahre 1744 bei der Jüdischen Gemeinde Berlin, die Gemeinde wünschte aber dessen Anstellung, damit er koschere Milch herbeischaffe. Sieben Drucker besorgten den Druck hebräischer Bücher. Als der berühmte Hofprediger Jablonsky seine hebräische Druckerei betrieb, hatte er allerdings elf jüdische Drucker zu seiner Verfügung. Ein Torsteher halte die Kontrolle über die ankommenden fremden Juden und darauf zu achten, dass diese fremde Juden rechtzeitig wieder fortgeschafft wurden. (Nach dem Revidierten Generalprivileg von 1750 durften die Juden, soweit sie nicht mit Extrapost oder eigenem Fuhrwerk reisten, nur durchs Prenzlauer und durch Hallische Tor „einpassieren".) Das Bild, das mit dieser Aufzählung an uns vorbeizog, ist bunt genug/ und doch umfasst. es noch nicht alle Personen, die in den Kreis der Publique« Bedienten gehörten. In der Liste von hat. Vor allem ist die Begründung der Chewra Kadischa sein Werk gewesen. Von 1809 bis zu seinem Tode, 1824, wirkte Onderich mit Löb Carlburg zusammen zum Segen der aufblühenden Gemeinde. S. A. Mannheim Reichsvertretung.und Synagogenrat luden zu einem Gemeindeabend ein. der vor allem der Werbung für das Werk von Hilfe und Aufbau galt. Es wurde der Film „Schaffender Wille" vorgeführt. Nach begrüssenden Wortendes Synagogenratvorsitzenden Karl Stiefel sprachen im überfüllten grossen Saale des Kulturbundes Dr. Franz Meyer (Berlin) und Rabbiner Dr. Max G r ü n e w a 1 d. Rabbiner Karl Rieht e r sprach namens der Gemeinde Worte des Dankes. So. München Im Rahmen der baulichen Neusestaltuns des Münchener Künstlerhauses wurde mit dem Abbruch der grossen Synagoge begonnen, die in unmittelbarer Nähe des Künstlerhauses liegt. Die jüdische Kultusgemeinde hat bereits mit der Räumung der Synagoge begonnen. Der freiwerdende Platz wird als Parkülatz Verwendung finden. Den Münchener Juden stehen noch eine kleinere- Synagoge und ein Betsaal zur Verfügung. Moritz Rosenthal 60 Jahre Von Rechtsanwalt Heinrich Stern Ueber Moritz Rosenthal in einer jüdischen Zeitung zu schreiben, ist eigentlich kaum nötig. Seine jüdische Arbeit hat in den letzten 20 Jahren das jüdische Leben auch ausserhalb der Berliner Jüdischen Gemeinde so stark mitbeeinflusst, dass ihn heute jeder Jude kennt. Er ist aber nicht nur in diesem Sinne kein „unbeschriebenes Blatt", sondern auch in jenem höheren Sinne „ein Mensch mit seinem Widerspruch", wie ihn der Dichter als Kennzeichen einer wirklichen Persönlichkeit geschildert hat. Innerlich religiös und im tiefsten Herzen gütig, ein beispielhafter Vater seiner in den Altersversorgungsanstalten der Jüdischen Gemeinde Berlin gesammelten „alten Kinder", wie er sich selbst nennt, ist er noch mit 60 Jahren dieselbe Kämpfernatur geblieben, wie er es mit 40 Jahren war, als er in den Gemeindedienst eintrat. Wenn er daher auch manchmal etwas schnell und etwas kräftig zugeschlagen hat, so hatte man doch nie das Gefühl, dass er den Kampf um des Kampfes willen ausfocht, sond-ern dass ihm die Sache alles war, für die er eintrat. Man hatte ihm früher einen Platz in der vordersten Reihe de,r C. V. zugewiesen, obwohl er dort nie ein Amt bekleidet hat; denn seine religiös-liberale Grundauffassung vom Wesen des Judentums wies ihn an die Seite von Eugen Fuchs und Ludwig Holländer. Er ist aber trotz dieser Grundhaltung niemals ein starrer Dogmatiker gewesen, sondern er hat die Jugendkraft des Zülernens behalten und ist mutig genug gewesen, eigene Irrtümer einzugestehen. Er konnte dies um so eher tun, als der Gang der Ereignisse seiner jüdischen Grundauffassung, dem Optimismus der Arbeit, nicht nur nicht entgegentrat, sondern sie nur rechtfertigte. So ist er "heute in dem Stadium allgemeinen "Aufbruchs und allgemeiner Umwandlung eine unentbehrliche Persönlichkeit geblieben, gleich wichtig für die Alten, denen er ihre Einsamkeit tragen hilft, wie für die Jungen, denen er die innerliche Festigkeit für die Wanderung zu schaffen gewillt ist Wir wünschen ihm, dass er die innere Spannkraft des Arbeitens behält, und dass er in allen 1737 figuriert zum Beispiel noch der Spielmann Herz, der Vertreter eines Berufes also, der von keiner jüdischen Hochzeit, von keinem Purimaufzug und keinem Festzug jener Zeit wegzudenken ist, und in dem Verzeichnis „derer erlaubten Pubiiquer Jüdischer Bedienter in Berlin", das sich in dem Judenedikt Friedrichs des Grossen, dem revidierten Generalpriviieg von 1750, findet und, im Gegensatz zu früheren Gesetzen, die Zahl der Publiquen Bedienten regelt, figuriert zum Beispiel noch neben den drei jüdischen Bäckern ein Gar koch. Das Gesetz Friedrichs des Grossen bestimmte ausdrücklich, dass möglichst einheimische arme Judengenossen angelernt werden sollten, um dann als Publique Bediente angenommen zu werden. Seit 1750 durfte die Jüdische Gemeinde in Berlin ebenso wie die in Königsberg i. Pr., Halberstadt, Halle, Frankfurt a. Ö. und Stargard i. P. zwei ,,M ä d g e n s - S c h u 1 m e i s t e r, so beweibet", unter ihre Publiquen Bedienten einreihen. Diese „beweibten" Schulmeister stellen ein beharrendes Element . im jüdischen Unterrichtsbetrieb dar, während der Menge der übrigen Lehrer von Gesetzes wegen der Charakter eines fluktuierenden Elementes — sie durften an keinem Ort länger als drei Jahre tätig sein — zugewiesen wurde. Im übrigen wurde auf den Unterricht, wenn er sich auch damals fast ausschliesslich im jüdischen Kulturkreis bewegte, innerhalb der jüdischen Gemeinde ein grosser Wert gelegt. Die Wohlhabenden hielten 1?rivatlehrer; die übrigen Schulmeister wurden von zwei bis drei Familien gemeinsam in Dienst genommen. Da der Unterricht individuell gestaltet wurde und nur die nach Alter und Fähigkeiten Zusammengehörigen gemeinsam Unterricht erhielten, hatte nach Angabe der Gemeindeäitesten vor 2C0 Jahren ein jüdischer Schulmeister höchstens acht Kinder zu unterrichten. In der bunt zusammengewürfelten Schar der Berliner Jüdischen Publiquen Bedienten scheinen Büroangestellte im heutigen Sinne kaum oder in nur ungenügender Zahl vertreten zu sein. Dazu ist aber zu sagen, dass die Gemeindeältesten anno 1744 mit ihrer knappen Definition den Amts- Phasen seiner Tätigkeit den Erfolg erlebt, der ihm einzig am Herzen liegt: die Erhaltung des Judentums und der jüdischen Menschen! Dr. Baruch Kahane Die Hörer der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums in Berlin unterbrachen ihre Arbeit mit einer schlichten Gedenkstunde für den jüngst heimgegangenen früheren Dozenten Dr. Baruch Kahane. Professor Dr. Ismar E 1 b o g e n entwarf ein Bild der Entwicklung des geistigen Gesichts der Lehranstalt in den letzen Jahrzehnten und der besonderen Bedeutung der Arbeit Dr. Kahanes in ihr. Während ' SappbeS S en, Couchgest8He, Original Hoover Staubsauger komb.. - lektr. Haushaltmaschinen u Gsr2t8, , Nähmaschinen. Kühlschränke, elektr. Rasierapparate. UonSoIdscJ»n5£!t,Grünestr.9.Tei.4366aFrankfurta.SI. er anfänglich unbeamtet viele Studenten in den Talmud einführte, wurde er in den zwanziger Jahren ins Dozentenkollegium berufen und hat dort, vor allem in der Vorstufe, unermüdlich und verdienstvoll gewirkt. Das anziehende Bild, das Professor Eibogen unpathetisch und lebensnah entwarf, fand durch Worte des Dankes und der Erinnerung zweier Schüler seine Ergänzung. Dr. J. Fischer kennzeichnet die einzigartige Lehrmethode des Lehrers, Dr. Hutterer die Güte und Aufgeschlossenheit des Menschen Baruch Kahane. Dr. Kahane ist bekanntlich kurz nach seinem Ausscheiden aus der Lehranstalt vor wenigen Monaten nach Palästina übergesiedelt und dort nach längerem Krankenlager verschieden. mm. Jüdisches Leben — jüdischer Geist Berlin Die Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums lädt zu der am 2S. Juni. 17.30 Uhr, in^ der Artilleriestrasse 14 stattfindenden ordentlichen Generalversammlung ein. Tagesordnung: 1. Vcrwaltungsbericht, 2. Bericht der Revisoren und Entlastung, 3. Wahlen. Frankfurt a. Main In einer religiösen Weihestunde .der „G e - Seilschaft für jüdische Volksbildung" hielt nach Begrüssungsworten von Professor Dr. Moritz Werner Rabbiner Dr. H o - r o v j t z einen Vortrag über „Die Thora im Lichte der Mischne Thora des Moses Maimonides". Dem Redner, der sieh viel mit der bedeutendsten Persönlichkeit des nachbiblischen Judentums beschäftigt hat, kam es darauf an, darzustellen, wie Maimonides, obwohl er die Lehre des Plato und Aristoteles erfahren hat, obwohl er das ganze Denken und Wissen seiner Zeit beherrschte, von tiefer Frömmigkeit beherrscht war und sich der Erkenntnis nicht verschloss, dass die letzte Weisheit Gott allein gehöre. Prophetenwort, Psalmistenwort und Gesetzeswort sind in der „Mischne Thora" vielfach zu finden, und ein moderner Dichter, B i a 1 i k, hat sogar ihr Studium für das Neuhebräische warm empfohlen. Es spricht — so schloss Dr. Horovitz seine anregenden Ausführungen — für die Kraft und die Seele des jüdischen Stammes, dass in einer Zeit der Verfolgungen ein vielbeschäftigter Arzt dieses grosse und wegweisende Werk schreiben konnte,"das doch nur einen Teil seines Gesamtschaffens bedeutet.' g. sch. Am 8. und 9. Juni fand in den Räumen des kreis der einzelnen Publiquen Bedienten wohl nicht so scharf umrissen, dass man daraus mit Deutlichkeit erkennen könnte, wieweit sich jeder einzelne dieser Bedienten, zum Beispiel der Gesetzesschreiber (der Sofer und Neeman) in den Rahmen regelmässigen Bürobetriebes einfügte. Dazu kommt, dass die Wirksamkeit der Gemeindevereine, wie der 1672 gegründeten Beerdigungs-Zunft, des Krankenpflege-Vereins von- 1703, der Beschneider-Zunft von 1714 und des Brautausstattungs-Vereins von 1721, vielfach in das Aufgabengebiet der Gemeinde, wie wir es heute auffassen, übergriff. Schliesslich aber — und das ist das Entscheidende — spielte auch damals die ehrenamtliche Mitarbeit eine wesentliche Rolle beim Aufbau des jüdischen Gemeinschaftslebens und bei der Durchführung ihrer ungemein vielseitigen Verpflichtungen und Befugnisse. Theater«, Musik«, Film „L'Abbe Constantin", die dreiaktige, nach dem Roman von Ludovic H a 1 e v y gearbeitete Komödie von Hector Cremieux und Pierre Decoureelle, wurde in den Spielplan des Odeon-Theätre in Paris neu aufgenommen. # Die englisch-amerikanisch« Pressevereimgung in. Paris gab für den berühmten jiddischen' Schauspieler Moritz Schwarz ein Frühstück, das in Verbindung mit der Premiere -der „Brüder Aschkcnasi" steht. * Der Brüsseler Rundfunk bringt am SO. Juni, 20 Uhr, Oskar Straus' „Walzertraum" zur Aufführung. * In London begann die Opernsaison mit einer Aufführung der „Zauberflöte" unter Sir Thomas Beec-ham. Den Tamino sang Richard Tauber. * Dela L i p i n s k a j a gab im Arts Theatre in L o n <1 o n einen eigenen Abend. * Die Altistin Minni Rappoport sang im Kilvers um er Rundfunksender deutsche, italienische und französische Arien. * Wanda Landowska. die bekannte Cembalistin. spielte an einem eigenen Abend in Paris Werke von Haydn, Mozart und Bach. Schachaufgabe Nr. 124 von Paul Rosenb 1 a11 (Berlin) Matt in drei Zügen Weiss: Ke2.. Df8, Lfo, Sd3, Bb3, c5, d6, e6, e3. g2 (10 Schwarz: Kdö, Tb7, Lf6, Bb5, c6, e7 ( 6 * Lösung der Aufgabe Nr. 123: 1. Dd3—fö, Ta*2—b2; 2. Se2—c3f, Kbl—cl; 3. Dfö —fi matt 1. ... ao—a4; 2. Dfö—U (drohend 3. Del matt) 2. ... Kbl—b2; 3. Df4—b4 matt 2. ... Ta2—b2: 3. Se2—c3 matt 1. ... c7—c6 (co>; 2. Dfö—U usw., Kbl—b2; 3. Df4—b8 matt 1. ... b.6—hö: 2. Dfö—gö usw. Ein sehr gefälliges Zugzwangsproblem des bedeutenden jüdischen Problemkomponisten, mit reinen Mattbildern. * Richtige Lösungen gingen ein von: Dr. med. Gerhard Böhm, Paul Silberstein (.Berlin:, Adolf Schück, Alfred Dzialoszynski (Breslau), Michael Levy (Krefeld), Landg.-Rat a. D. Dr. Karl Ulrich (München!, Tierarzt Mas Koschrninski (Landsberg', Kantor W. Schul (Gelsenkirchen), Rechtsanwalt Dr. Ernst Boehm (Brieg\ Gottfried Gumbel (Stuttgart), Lothar Schönthal (Nürnberg), Frau Dir. Sallis (Konstadt). Weitere richtige Lösung von Nr. 122: Ella Ruhen (Bünde). Philanthropins ein hebräischer Fortbildungslehrgang für jüdische Lohrer und Lehrerinnen statt. Veranstalter der Tagung waren der jüdische Lehrerverein Frankfurt a. M., die Schulabteilung der Reichsvertretung und die Mittelstelle für jüdische Erwachsenenbildung. Professor Dr. Ernst Kantorowicz, Frankfurt a. M., eröffnete die Tagung. Dr. H e s c h e 1 führte den..gesamten Lehrgang durch, der sich erstreckte auf Bibel (Arbeitsgemeinschaft) und Einführung in verschiedene "Werke der hebrä- Maierarfeeiien / David Friedmans Berlin W 15, Paderborn« Str. 9. 9725 65. ischen Literatur. Für die jüdische Lehrerschaft aus Frankfurt a. M. und den umliegenden jüdischen Gemeinden war die Tagung für die Intensivierung ihrer hebräischen Schularbeit von Bedeutung. Namens der Teilnehmer sprach Dr. Eschwege, für den Vorstand des Lehrervereins Lehrer Speyer den Dank aus. R.F. Hamburg Aus Anlass des 80. Geburtstages des Führers des religiös-liberalen Judentums, C. G. Montefiore, entwarf Oberrabbiner Dr. Bruno Italiener im Israelitischen Tempel verband in vortrefflicher Zeichnung ein Lebensbild dieses bedeutenden Mannes. Er schilderte ihn als den jüdischen Wissenschaftler, den Verfasser zahi- Artshur ^Rubins t ein" gab in Paris einen eigenen Klavierabend mit Werken von Chopin, Ravel, Debussy u. a. # Gitta. A 1 p a r sang vor der englischen Königsfamiiie im Buckingham-Palast. in London. # Herta Glückmann hatte mit ihrem Konzert im Haag grossen Erfolg. * Abram H a i t o w i t■ s c h , ein blinder, russischer Geiger, gab in New-York einen Abend, begleitet von Wladimir P a d w a. * Der Baritonist Mas. Ray m er (üntermayer) wirkt in einer Veranstaltungsreihe ..Goethes Faust in der Musik" im New-Yorker Radio mit. * Bruno Walter wird zum Ahschluss der errossen Saison in Vieh y ein Konzert dirigieren. Bei den eben zu Ende gehenden musikalischen Festspielen in Florenz leitete Walter eine Aufführung der „Missa solemnis" von Beethoven. * Bei einem Tanzabend von Lilian Harmel in London wurden „Tänze von König David1' nach der Musik von Castelnuovo- Fe d e r i o vorgeführt. * In London wird ein neuer Film „Drage" nach einer Novelle von Henri B e r n s t e in zur Aufführung gebracht. # Alexander Korda wird in dieser Saison fünf neue Filme herausbringen: die beiden ersten werden sein: „Prison without Bars" und „The four Feathers" („Les quatre Plumes") nach einem Szenarium von A. E. W. Mason. * In dem von Paul C z i n n e r hergestellten Film ..Die grosse Katharina", der eine Spitzenleistung der Regie bedeutet, bildet Elisabeth Bergner den Mittelpunkt. * „True Confession" betitelt sich ein neues Paramount-Filmlustspiel, zu dem Louis Verneuil und Gregor B e r r die Grundidee gesehen haben. » Alexander K o r d a s neuer Film „The Drum", der eine entscheidende Etappe in der Entwicklung des Farbfilms darstellt, gestaltete sich bei der W e lturaufführung in London zu einem gesellschaftlichen und künstlerischen Ereignis. . Aus Anlass des englischen Köni.zsbesuches in Paris wird Alexander Kordas Film ..Alertes aux Indes <Tbe DruraV in einer Festvorstellung unter dem Ehrenschutz des englischen Botschafters Sir Eric Phipps gegeben werden. "" ■"■ "■ Abkürzungen ■ ALTER RITUS: Grunewald G., Heidereutergasse H., Kaiserstr. K., Köpenick Kp., Münchener Str. M., Pestalozzistr. - Pe., Rykestr. R, Thielsch-Ufer Tu. NEUER RITUS: Fasanenstr. Fa., Friedenstempel Fr., Levetzowstr. Le., Lindenstr. Li., Lützowstr. Lii., Oranienburger Str. O., Oranienburg Or., Prinzregentenstr. Pr., Schmargendorf Sm. REFORM: Johannisstr. Jh., Joaciimsthaler Str. J. FALKENBERG - Synagogen: Kaiserstr. Ka., Kaiserdamra Kd., Prenzlauer Promenade Pz.. Schönhauser Allee Sö., Triftstrasse T.

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