Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 17 (1938)
- Issue
- 21 (26.5.1938)
- Date
- 1938-05-26
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 14 C.-V.-Zelfung Nr. 21 »26.MoH938 ms Leben gerufenen Gesellschaft für die Förderung der Auswanderung von osteuropäischen Juden nach Palästina nach Amerika. Einen Teil des Gesellschaftskapitals, das eine Million Pfund betragen soll, hat er bei Juden und Nichtjuden ln Europa bereits aufgebracht Seine Gesellschaft will Schuldverschreibungen herausgeben, diedurch Transfervereinbarungen mit einigen europäischen Regierungen gesichert werden sollen. Sie soll vollkommen geschäftsmäßig und nicht philanthropisch geführt werden. Der. Zweck der Amerikareise des Herrn Cleja ist, die "Interessen der amerikanischen Juden für seinen Plan zu gewinnen. ionen von Arbeitslosen Von unserem »-Palästina-Berichterstatter Tel-Aviv, 19. Mai. Die Arbeitslosendemonstration in Tel-Aviv, von der in der vorigen Nummer berichtet wurde, verlief vollkommen unblutig, und ausser einer zertrümmerten Glastür kam auch städtisches Eigentum nicht zu Schaden. Nachdem sich die ersten 30 Demonstranten Einlass verschafft hatten, wurde das Rathaus von der Polizei abgeriegelt. - Die Geduld der Arbeitslosen, deren manche schon seit langer Zeit erwerbslos sind .und kaum irgendwelche Unterstützung erhalten, hätte vielleicht auch jetzt Doch vorgehalten, wenn die Stimmung in der Stadtpolitik sich nicht durch den Schulkonflikt, in dem die Arbeiterschaft sich von der bürgerlichen Mehrheit in ihren Grundrechten beeinträchtigt fühlt, verschärft hätte. Der gleichen Mehrheit, welche den Arbeiterschulen die Aufnahme in das städtische Schuloetz verweigerte, wird von den Erwerbslosen auch der Vorwurf gemacht, dass sie die Einführung einer -obligatorischen städtischen Sozialsteuer verbindert und damit die Gewährung ausreichender Erwerbslosenunterstützungen von Seiten der Stadt unmöglich gemacht habe. Der erste Redner der Erwerbslosen vor dem Stadtparlament schloss seine Ansprache mit dem Rialik-Wort: Wenn es eine Gerechtigkeit in der Welt gibt, dann möge sie sich bald offenbaren. Er schilderte, was die Arbeiterschaft von sich aus schon unternommen habe, um die Not in ihren Reihen ohne Inanspruchnahme anderer Kreise jährige Teilanleihe von 50 000 LP perfekt wurde und für einige Projekte die finanzielle Mitwirkung anderer interessierter Steilen gesichert wurde, so bei einigen Applanierungsarbeiten die Mitwirkung der Agency, bei den Erschliessungsafbeiten in der Nähe des Reading-Kraftwerks die Beteiligung der Ruthenberg - Elektrizitätsgesell-- schaff, für Strassenbauten der gesetzliche Beitrag der Anlieger usw. Ein Teil der Arbeiten wurde sofort in Angriff genommen. Der städtische Sozialetat wurde von 16 000 auf 26.000 LP erhöht; die Durchführung dieses Beschlusses wurde "dadurch ermöglicht, dass die freiwilligen Sozialzuschläge zu den städtischen Steuern, welche die Stadt, an Stelle einer Pflichtsteuer. schon vor einigen Wochen von ihren Steuerzahlern erbeten hat, befriedigend eingehen. Politisch ist keine Klärung eingetreten. Auch in P et ach Tikwa und in Cheder.a kam es zu Arbeitslosendemonstrationen. Sie dienten der Durchsetzung der Forderung, dass die arabischen Arbeiter in jüdischen Orangenplantagen durch Juden ersetzt würden. Es kam an beiden Orten zu Verhaftungen in Petach Tikwa wurden jedoch sämtliche. Verhafteten und in Chedera die verhafteten Frauen sofort wieder freigelassen. Auch der Schulkonflikt, von dem gleichfalls in der letzten Ausgabe der C.-V.-Zeitung ausführlich die Rede war, ist noch nicht vollständig beigelegt. Im Anschluss daran beschloss der Arbeiterausschuss von Tel-Aviv, einen Proteststreik zu proklamieren. Der Beschluss wurde von der Exekutive der Histadruth gebilligt. Nach einem Artikel des ..Haarez" gibt es zur Zeit etwa .8000—9000 arbeitslose Juden in Palästina. In Tel-Aviv beträgt ihre Anzahl zwischen 3000—4000, in Haifa zwischen 1500 und 2000, in Jerusalem etwa 600 und in den Siedlungen über 2500. Die AngloFalestineBank im Jahre 1937 Erweiterte Wirtschaftsfinanzierung / Reservestärkung Das Emissionsgeschäft Von unserem «-Palästina-Berichterstatter SCflßiOßft&CO. ünfft den^tadin'*! ^fäscheresViktcnG,FrGnkfurfa.^. «w Inh. S. Scnömhal, Gatlectstrasse 13 / Tel. 32002 Herrenwäsche - Ffundwäscbe — erstklassigzo lindern. Durch Selbstbesteuerung wurde ein Fonds für Arbeitsbeschaffung und einer für Arbeitslosenunterstützung geschaffen; dieser, der Mischan, soll jetzt von der Stadt erhöhte Zuwendungen erhalten. Unter den Mitgliedern der Histadruth wurde, soweit wie möglich, umschichüge Arbeit eingeführt; manche Mitglieder arbeiten nur ein bis zwei Tage in der Woche, um eine möglichst grosse Zahl von Kameraden wenigstens etwas verdienen zu lassen. Die Zahl der Vollerwerbslosen in Tel-Aviv wird zur Zeit auf etwa 2000 veranschlagt, die der halberwerbslosen Kurzarbeiter dürfte grösser sein- Auf dem Arbeitsmarkt wird die- Konjunkturbelebung in eini- >~-gen- Industriezweigen zum Teil durch das Ende der Orangensaison wettgemacht. Zum Teil wurde ,_,di& schwierige-Lage dadurch verursacht, dass"die Verhandlungen mit der Regierung über die Ge- ' nehmigung der grundsätzlich längst beschlossenen Anleihe länger dauerten, als vorgesehen war, und dadurch der Beginndringlicher öffentlicher Ar- :- heilen "verzögert" wurde. Jetzt wurde dadurch eine Erleichterung geschaffen, dass ein Abkommen mit der Anglo Palestine Bank über eine vier- Tel-Aviv, 19. Mai. Die Anglo Palestine Bank, das zentrale Finanzinstitut der jüdischen Palästina-Wirtscbart und zugleich die grösste bodenständige Bank des Landes überhaupt, hat sich gerade in dem schweren Jahre 1937 als wichtige Kraftquelle für die Gesamtwirtschaft bewährt. Auf der Aktivseite der Bilanz erhöhten sich die verschiedenartigen, unmittelbaren Beiträge zur W-irtschaftsfinanzierung, wie Kundenkredite, Effekten, Wechseldiskonte usw., um mehr als 700 000 LP auf Wi Millionen LP. Daneben intensivierte das Institut denjenigen Teil seiner Arbeiten für die Wirtschaft und ihre Finanzierung, der nicht unmittelbar in der Bilanz einen Niederschlag findet. Auf der anderen Seite ist die Anglo Palestine _ Bank als grösste Depositenbank des Landes, von dem allgemeinen Rückgang" der -palästinensischen Bankdepositen nicht unberührt geblieben. Das Kreditorenkonto, das zum grössten Teil auf Depositeneinlagen der Kundschaft entfällt, ging von 7,42 - Millionen LP -im- Vorjahr auf - 6,84 Millionen LP, also um rund acht Prozent zurück. Der Rückgang der Kundeneinlagen, die in diesem Konto enthalten sind, beruht aber zu einem erheblichen Teil darauf, dass die Bank die Tendenz ihrer Kundschaft, ihre Depositenin gute palästinensische Wertpapiere umzuwandeln," also ..produktiv, zu.investieren, bewusst förderte. Auch in den Jahren der Konjunktur vollzog sich laufend ein solcher' Umwandlungsprozess, aber auf der anderen Seite wurde immer neues Kapital importiert, das zunächst in Form von Bankdepositen auf Anlage wartete. In diesem Jahre war die Investitionstätigkeit zwar auch recht rege, aber der neue Kapitalimport geringer. Gestiegen sind dagegen zwei andere wichtige Bestandteile dieses- Sammelkontos: die Guthaben von Krügen, abgefasst und vermutlich diktiert von Hoscha'jahu von Kirjat-Jearim an seinen Vorgesetzten, den* Festungskommandanten Ja'¬ usch. Obwohl die Reihenfolge der Briefe, d. h. das Datum ihres Eingangs, nicht feststeht, so ergab sich doch eine Verbindung der Briefe untereinander aus dem Inhalte selbst. Es werden nur zwei Gegenstände behandelt: das tragische Schicksal des Urija und die letzte Verteidigung der Südwestfront mit den Festungen Lachisch und Aseka sowie einer kleinen offenen Stadt, die sich nur eben durch Gräben schützen kann. Hier, wahrscheinlich in Kirjat-Jearim, wird ein Aussenposten von Hoscha'jahu verwaltet, der vom Feinde weniger beunruhigt, offene und geheime Botschaften von Lachisch und Jerusalem empfängt und weitergibt; für ihre Beachtung und Vermittlung haftbar ist, auch die Feuersignale zu bedienen' hat. Es scheint sogar ein kurzer Kriegsbefehl in Brief 13 vorzuliegen. „Auf! ans Werk; Semachjahu soll Schanzen aufwerfen3'* Es ergaben sich durch den Befund der Ausgrabung Beweise dafür, dass Lachisch innerhalb von zehn Jahren zweimal von den Babyloniern erstürmt und in Brand gesteckt wurde, 597 und 588 vor der üblichen Zeitrechnung. Die Tragödie des Urija ereignete sich höchstwahrscheinlich erst unter Z e d e k i a, dessen Name in Jeremia 26, V. 21 an Stelle von Jojakim einzusetzen ist, wieder Zusammenhang mit Kap. 27, V. 3 ergibt Rettungsversuche für Urija sind deutlich. Es scheint, dass Ja'usch zwischen seiner Frömmigkeit und seinem Vasaliengehorsam schwankte, dagegen der schlichtere Hoscha'jahu durch Ungeschick alles verdarb. Seine Beteuerung bei dem lebendigen Gotte, kein Geheimnis verraten zu haben, wiederholt sich in mehreren Briefen, einmal in der feierlichen Form: so wahr der Ewige dein Gott lebt! Der wirkliche Verlauf dieser Dinge •und eine etwaige Schuld der zum ersten Male in Israels Geschichte auftretenden Männer wird begreiflicherweise dunkel bleiben. Ja'usch und vielleicht auch Hoscha'jahu sind kämpfend auf ihren Posten gefallen. Gedaljahu, dessen Siegelring gefunden wurde, mag königlicher Zivilverwalter in Lachisch gewesen sein. Seine Frömmigkeit und sein politisches Bekenntnis führten ihn an die Seite Jeremias, also auch Urijahs. Sein späteres Schicksal meldet uns die Schrift. Noch heute erinnert ein Fasttag an sein tragisches Ende. Reicher Nebengewinn für die gesamte Bibelforschung In Lachisch ist es der Wissenschaft des Spatens zum ersten Male gelungen, auf biblischem Boden selbst ein neues Kapitel zur Ergänzung der Heiligen Schrift zutagezufördern, das in Harry Torczyner den kundigsten Deuter gefunden hat. Grossen Zuwachs empfangen von den nach zweieinhalb Jahrtausenden ans Licht gehobenen Lachisch-Briefen fast alle Zweige der Bibel-orschung. Die althebräische Schriftkunde ist um eine Rubrik bereichert. Samariianisclie Schriftzüge, wie sie noch heute gelten, und diejenigen der Briefe von Elefantine haben grösste Verwandtschaft mit der Lachisch-Schrift; man vergleiche David Diringer, L'Aifabeto nella storia della civiltä, Firenze 1937. Letztere ist ein gewandtes Kursiv, in dem - wir uns alle vorexilischen, hebräischen Schriften geschrieben denken müssen, vor dem Uebergang in die aramaeisch-assyrische (Quadrat-) Schrift. Viel lernen wir sodann für die Schreibung und vermutliche Lesung des klassischen Hebräisch zur Zeit eines Jeremia. Nicht minder reich ist der Ertrag für den Sprachschatz, die Grammatik und die Syn-. tax. Redewendungen, Gruss- und Schwurformeln treten auf, die bisher unbekannt waren. Anderes wird in ungewöhnlichem Sinne gebraucht So setzt sich Torczyner in grossem Exkurs dafür ein, dass wir Pikkeacb, den Hellsichtigen, als volkstümlichen Namen neben Nabi, Hoze und Ro'e zu buchen haben. Wichtige Aufschlüsse erhält die Altertumskunde; wir lernen z. B. ein Bet-refet als Herberge und Mass'ot (bisher nur in der Mischna) als Signaltürme kennen. Es ist hier nicht der Ort, auf Einzelnes einzugehen oder kritischen Bedenken gegen die in sich geschlossenen Annahmen Torczyners Raum zu geben. Noch sind manche Lücken und Ungewissbeiten vorhanden. Gesichert ist aber'auch z. B. seine Heranziehung der zahlreichen Namen der Briefe in Verbindung mit dem Gottesnamen Jahu zum Beweise des grossen, religiösen Erfolges der Reform des Josia. Alles in allem wahrlich genug, um einem Gelehrten wie Torcyner Glück zu wünschen zu seinem Werke, dessen Vollendung der verdienstvolle mit der Wiederentdeckung von Lachisch fiir alle Zeit verknüpfte J. L. Starkey nicht mehrerleben sollte. der Tochtergesellschaften beim Mutterinstitut erhöhten sich um mehr als 100 000 auf knapp 440 000 LP. Gestiegen sind auch die ebenfalls hier verbuchten Sonderrückstellungen und stillen Reserven. In diesem Konto steckt der gesamte Reingewinn des Geschäftsjahres .— einschliesslich der Rückstellung für die endgültige Dividendenzahlung sowie die britische Einkommens¬ und Verteidigungssteüer, welche die Bank. bzw. ihre Aktionäre als eine in Lohdon registrierte Gesellschaft englischen Rechtes zu tragen hat — natürlich abzüglich derjenigen Beträge, die schon vor dem Bilanzstichtag als Interimsdividehde ausgeschüttet worden sind. Hier steckt aber auch die Sonderrücklage für unvorhergesehene Fälle, der aus dem vorjährigen Reingewinn 20 000 LP und aus dem diesjährigen sogar 25 000 LP zugewiesen wurden. Dabei.ist.zu.beachten, dass diese Rückstellung nicht etwa einen akuten Abschreibungsbedarf für Ausfälle an Aussenständen oder Wertminderung an Effekten darstellt. Vielmehr sind sämtliche erforderlichen Abschreibungen schon vor Verrechnung des Reingewinns vorgenommen worden. Die Zuweisungen zu der erwähnten Sonderrücklage sind also. als echte Reservenstärkung zu werten. Neben dieser Sonderrücklage besteht noch ein offener Reservefonds von unverändert 218 643 LP, das sind mehr als 25 Prozent des eingezahlten Aktienkapitals von S60854 LP. Im übrigen erscheinen auf der Passivseite noch Akzepte leicht vermindert mit knapp 177 000 LP. Auf beiden Seiten der Bilanz findet sich schliesslich noch der Posten Garaniien, Indossamente usw. auf Rechnung von Kunden, der sich um beinahe 120 000 LP, auf fast eine halbe Million, erhöht hat, ein Zeichen, dass sich das für Palästinas Aussenhandel so wichtige Akkreditivgeschält stark bei der Anglo Palestine Bank konzentriert hat. - Gehen wir zur Passivseite über, so erscheinen die Barmittel, also Kasse und Bankguthaben, mit einem unverändert hohen Stand von 1,06 Millionen LP. Der grösste Teil der flüssigen Mittel erster Ordnung wird aber überlief erungsgemäss nicht in bar angelegt, sondern, aus Gründen der Risikoverteilung und der Liquidität, in britischen Staatspapieren oder staatlich garantierten Werten, die in der Bilanz — unter dem Börsenkurs des Stichtages — mit 2,16 Millionen bewertet werden. Gegenüber dem Vorjahr hat dieses Konto einen Rückgang um rund 1.3 Millionen LP erfahren. Die Bank hat also einen Teil ihrer ungewöhnlich - hohen Liquiditätsreserven aus dem Ausland zurückgerufen und zu "produktiven Anlagen verwandt. Die Deckung der gesamten Kreditoren und Akzepte durch flüssige Mittel erster Ordnung beträgt immer noch 46 Prozent. Würde, man bei der Liquiditätsberechnung aber die im Kreditorenkonto enthaltenen Rücklagen, Guthaben der Tochtergesellschaften usw. abziehen, so käme man zu dem Ergebnis,' dass mehr als die Hälfte der echten Kundeneinlagen in flüssigen Mitteln erster Ordnung bereit liegt. Wechsel und Schecks, die sich von 534 000 auf 682 000 LP erhöht haben, können in Palästina, obwohl die Bank zweifellos nur gute Wechsel diskontiert, nicht als flüssige Mittel erster Ordnung gerechnet werden, da Palästina keine Notenbank, also auch keine gesicherte P.ediskontmöglichkeit besitzt. Ausser dieser Wirtschaftsfinanzierung in Form des Wechseldiskonts stiegen auch die eigentlichen Ausleihungen an die Kundschaft um rund 400 000 LP auf 3,01 Millionen. Weiterhin erhöhten sich die Investierungen der Bank bei ihren Tochtergesellschaften um rund 150 000 auf 374 000 LP. In erster Linie enthält dieses Konto Aktien und Pfandbriefe der General Mortgage Bank, deren Emissionen durch die Anglo Palestine Bank übernommen und dann ans Publikum abgesetzt werden; die Bestände der Bank an diesen Wertpapieren sind also zum guten Teil nur Durchgangsposten. Schliesslich vergrößerte sich auch der Bestand an anderen palästinensischen Wertpapieren von 498 000 auf 532 000 LP. Auch hier handelt es sich zum guten Teil um Fälle, in denen die Bank, zum Teil gemeinsam mit anderen Bankfirmen, palästinensischen Unternehmungen bei der Kapitalbeschaffung durch Emission von Wertpapieren behilflich war. Auf diesem Gebiet lie<zt auch ein wesentlicher Teil der Arbeiten, welche die Anglo Palestine Bank „aussertasten sich auf Aetherweilen durch den Raum, um bei günstigem Empfang die Ferne nah, die Weite im eigenen Umkreis zu empfinden. Unabhängig von der Stunde und der Atmosphäre jedoch empfangen Sie umfassende Berichte aus der ganzen jüdischen Welt durch die ALLGEMEINE ZEITUNG DES JUDENTUMS Senden Sie mir bis auf Widerruf die -C- V.¬ Zeitung, 33 Pfennig für Juni zahle ich bei Vorlage der Postquittung an den Briefträger. Die letzte Mainummer erhalte ich kostenlos. Name: Ort: _ Strasse:. Ausschneiden und mit 3 Pfg. frankiert (oder unfrankiert] senden ans C-V.-Zeitong. Vertrieb, Berlin W15, Emser Strasse 42. Te1ef.s 92 81 41-45 halb der Bilanz" für die Wirtschaft geleistet hat Dem-"von ihr ins Leben gerufenen „Securities Clearing House", der Börse von Tel-Aviv, lässt sie ihre ständige Fürsorge angedeihen. Der Effektenverkehr, der eine immer bedeutsamere . Rolle in;der Wirtschaftsiinanzierung spielt»;,hai sich erheblich erweitert und verfeinert Gerade in letzter Zeit sind nennenswerte Kurssteigerungen zu verzeichnen, welche die lebhafte Nachfrage des Publikums widerspiegeln. Seit Jahresbeginn konnten allein 200 Ö00 LP -neue fünfprozentige Pfandbriefe der General-Mortgage- Bank abgesetzt werden, und die Finanzierungsgesellschaft für öffentliche Arbeiten Bisur hat eben jetzt 40 000 LP neue Debentures verkauft. Daneben widmete sich die Bank in erheblichem Umfang auch den Kreditbedürfnissen der steigenden Zitrusproduktion, der gemischten Landwirtschaft und nicht zuletzt der Industrie, die sie auch durch betriebswirtschaftliche Untersuchungen, durch Ausfuhrförderung und durch Anregungen zu organisierter Zusammenarbeit . innerhalb bestimmter Branchen unterstützt Der Reingewinn des Geschäftsjahres erhöhte sich von 107 000 auf 108 000 LP. Die 611000 LP Stammaktien „A" erhalten eine Gesamtdividende von 10 Prozent (i. V. 10,6 Prozent), die 250 000 L? Vorzugsaktien ihre feste Dividende von 434 Prozent. Auf neue Rechnung werden wieder 10 000 LP vorgetragen. Herbert Friedenthal: Ein Schiff unterwegs. Joachim Goldstern, Jüdischer Buchverlag, Berlin 1938. Diese „Geschichte einer Ueberfahrt" zeigt deo ehemaligen Rechtsanwalt Zehden an Bord eines italienischen Dampfers, der Palästinawanderer und Touristen, Heimatsuchende und Globetrotter durch das Griechenmeer über Rhodos und Cypera nach Haifa bringt. Die Reise von Europa" nach Asien schenkt dem Mann, der ein neues Leben beginnen muss, das Versprechen eines grossen Glücks. Er gewinnt die Liebe einer Frau, die aus einer zerbrochenen Ehe und vor sich selbst flüchtet. Mit ihr könnte er noch einmal den Zauber und die. Fragwürdigkeit der Welt erleben, die einst seine Welt "war. Aber die Ankunft in Palästina zerstört den Traum. Das gelobte Land ist ein hartes Land. Es fordert viel. Die Liebenden zwingt es zum Verzicht. Unter den Büchern, die das Geschick unserer jüdischen Gegenwart bebandeln, ist kaum eines, das der Tragik und der Grösse seines Gegenstandes gerecht wird. Noch keinem von uns gab ein Gott, zu sagen, was wir leiden. Vielleicht bedarf es dazu der Distanz, nicht nur der zeitlichen. Auch Friedenthals Büch kann also noch kein gültiges Dokument unseres Erlebens sein. _ P. M. Das Palästina-Orchester dirigiert im Sommer vier Wochen lang Jascha Horenstein. Unter seiner Leitung Jinden hauptsächlich Konzerte im Freien statt. Für die Wintersaison sind Konzerte anter Monteux, Szenkar und Dobrowen vorgesehen. An der Spitze der Solisten steht Haberm a n. Besehwerden über das Ausbleiben da C.-V ~Zeiiungt Umleite* wünsche sind stets dem zuständigen Post* amt (Zeitungssielle) zu unterbreiten. Die Bc* zugsgebühren sind an den Briefträger zu zahlen.