Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 17 (1938)
- Issue
- 19 (12.5.1938)
- Date
- 1938-05-12
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 18 C-V^-Zeltung Nr 19 * 12.Mail938 .Tugendschutzgeseiz ausdrücklich vorgesehen sind. Von diesen Ausnahmen sei hervorgehoben, daes volksschulpflichtige Kinder nur beschäftigt werden dürfen wenn dem Unternehmer vor Beginn der Beschäftigung eine Arbeitskarte des Kindes ausgehändigt ist. Eine nur gelegentlich? Beschäftigung von Kindern über zwölf Jahren mit einzelnen Arbeitsleistungen erfordert eine Arbeitskarte nicht. Auch bei Aushändigung einer Arbeitskarte dürfen volksschulpflichtige Kinder über zwölf Jahren nur mit leichten Arbeiten im Handelsgewerbe, mit dem Austragen von Waren, mit anderen Botengängen und mit Handreichungen beim Sport beschäftigt werden. In Familienbetrieben ist auch eine Beschäftigung mit anderen Arbeiten zulässig, soweit nicht der Reiebsarbeiisminister die Arbeiten ausdrücklich als ungeeignet bezeichnet hat. Familienbetriebe sind solche Betriebe, in denen regelmässig nur Mitglieder des Familienhaushaltes beschäftigt werden, die mit dem Unternehmer oder dessen Ehegatten bis zum dritten Grade verwandt sind. Neben den sachlichen Beschränkungen für die Beschäftigung volksschulpflichtiger Kinder finden sieh auch zeitliche Beschränkungen, deren wichtigste ist, dass die Kinder nur in der Zeit zwischen S und 19 Uhr und nicht vor dem Vormittagsunterricht beschäftigt werden dürfen, und dass die Beschäftigung täglich nicht länger als zwei Stunden, während der Schulferien nicht länger als vier Stunden täglich, dauern darf. Kinder, die nicht mehr volksschulpflichtig sind, dürfen bis zu sechs Stunden täglich beschäftigt werden. Als Beschäftigung gilt sowohl bei Kindern als auch bei Jugendlichen jede Tätigkeit irj einem Lehr- oder Arbeitsverhältnis sowie jede sonstige Dienstleistung, die der Arbeitsleistung in einem Lehr- oder Arbeitsverhältnis ähnlich ist Daraus ergibt sich also, dass auch alle Lehrlinge, die Jugendliehe oder Kinder im Sinne des Gesetzes sind, diesem unterfallen. Ueber die Arbeitszeit der Jugendlichen wird bestimmt, dass grundsätzlich die 'tägliche Arbeitszeit der Jugendlichen acht Stunden und die wöchentliche Arbeitszeit 48 Stunden nicht überschreiten darf. Den Jugendlichen ist auch die zur Erfüllung der gesetzlichen Berufsschulpflicht notwendige Zeit zu gewähren. Die Unterrichtszeit in einer Berufsschule ist auf die Dauer der Arbeitszeit anzurechnen, die Erziehungsbeihilfe oder der Lohn ist für die Unterrichtszeit weiter zu zahlen. In gewissem, gesetzlich genau abgegrenztem Umfange kann das Gewerbeaufsichtsamt eine Mehrarbeit für Jugendliche über 16 Jahren bis zu zehn Stunden täglich und 54 Stunden wöchentlich zulassen. Dem Schutz der Arbeitskraft der Jugendlichen dienen die Bestimmungen, dass nach Beendigung der täglichen Arbeitszeit den Jugendlichen eine ununterbrochene Ruhezeit von mindestens zwölf Stunden zu gewähren ist, und dass bei einer Arbeitszeit von mehr als 4^ Stunden feste Ruhepausen eingelegt werden müssen, in denen für die Jugendlichen eine Beschäftigung im Betriebe nicht gestattet werden darf. Diese Ruhepausen müssen mindestens betragen bei einer Arbeitszeit von 4j4 bis 6 Stunden: 20 Minuten, bei mehr als 6 bis 8 Stunden: ^Stunde, bei mehr als 8 bis 9 Stunden: % Stunden und bei mehr als 9 Stunden: 1 Stunde. "Ebenso ist in der Regel eine Beschäftigung Jugendlicher in der Nachtzeit von 20 bis 6 Uhr verboten. An den Sonnabenden und den Tagen vor dem Weihnachts- und Neujahrsfest dürfen Jugendliche in einschichtigen Betrieben nicht nach 14 Uhr beschäftigt werden. Der durch den Frühschluss eintretende Ausfall an Arbeitsstunden kann auf die übrigen Tage derselben sowie der vorhergehenden oder der folgenden Woche verteilt werden. Für den Betriebsführer ist die Bestimmung dos § 23 ausserordentlich wichtig, die ihn u.a. verpflichtet, ein Verzeichnis der Jugendlichen mit Tag und Jahr ihrer Geburt und mit dem Tage ihres Eintritts in den Betrieb zu führen. In dieses Verzeichnis ist der gewährte Urlaub für jeden Jugendlichen einzutragen Ferner ist er gehalten, einen Abdruck des Jugendschutzgesetzes an geeigneter Stelle im Betriebe zur Einsicht auszulegen imd weiterhin einen Aushang über Beginn und Ende der regelmässigen täglichen Arbeitszeit und der Ruhepausen an sichtbarer Stelle im Betriebe anzubringen. Eine Verletzung der Vorschriften dieses Gesetzes, das am 1. Januar 1939 in Kraft tritt, ist mit Strafe bedroht Die Bestimmung des § 21 über den Urlaub ist jedoch bereits am 2. Mai 1938 in Kraft getreten. Max Goldstein. Offene Auslandsstellen genehmigt durch La Ddesarb ei tsamt Brandenburg. Gesucht werden: für Neuseeland für Konservenfabrikatioo mit Obst wirklich gut ausgebildeter jüdischer Fachmann als Fabrikleiter. Als Einkommen kämen landesüblich etwa 400 Pfd.-Sterl.-NZ in Betracht. Etwas Kapital oder Einrichtung wäre erwünscht. Ausführliche Bewerbungen nur auf Luftpostdünnpapier. Zeugnisabschriften und Passphoto werden ausschliesslich durch die Jüdische Gemeinde. Berlin SW 68, Lindenstr. 48—50, weiter/geleitet. Bewerbungen auf gewöhnlichem Papier werden nicht mit Luftpost befördert. MosUMüsse m§k Uds&m Erscheint -wöchentlich ohne Gewähr. Fcstschluss für Luftpostsendungen bei folgenden Postämtern: Berlin Sw 11; Frankfurt!Main BahnDOstamt 19 oder Flughafen; München Postamt 2 (Flughafen): Köln Flughafen. Einwurf bei anderen Posi ärmere oder in anderen Orten bis zu 1 Tag früher. Abkürzunsen: B. A. Buenos Aires: Boul. Boulogno; CW1>. 'CüerbouTs: 1-is.s. Lissabon. Ziffern rn Kammern — Posiscblusszeitpn. Seeweg nach Nordamerika An Hamburs: Bremen Cherb. N.-York IK. 5. (19) „Queen Marv" IS. 5. 23. 5. 19. 5. (39) „Bremen- 20.5. 21.5. 2ö. r>. Seeweg nach Südamerika Frankfurt Hamb. Boul. Ab Berlin Berlin Rio (Hi B. A. 31. 5. 18. 5. (20) 19. 5. (14) 19. 5. ----- 19.5.(18) 20.5.(8)' 21.5. 6.6. 10.6. Luftweg: ZusM. 1,50 RM für je 5 g (1.25 Brasil.) BerliD Frankfurt Köln B- A- •U 5. (12) 14.5.(141 14. 5. (IT) Fr. Luftp. ' 17. 5. IS. 5. s 1«. 5. (21) 18.5.(24) Dr. Luftp. 21.5. 22.5. Seeweg nach Südafrika Berlin Köln Southampton Kapstadt 17. 5. i (4) 17. 5. (211 19. 5. („Pretoria") 5- P- 18. 5. (14) 18. 5. (21) 20. 5. („Stiiling Cas") 4. 6. Kapstadt—Johannesburg (oder Pretoria) W Stunden Luftweg: Zuschlag 35 Pf für je 5 g Berlin München Brindisi Athen ] 13. 5. (10) 13.5. (13) 14. 5. (6) \ Laufzeit 14. 5. (fr 15. 5. (5) ( 7-9 Ts et? 17.5.(10) 17.5.(33) 18.5.(16) Seeand Landweg nach Palästina Berlin 13. 5. (16) 14. 5. (14) 5. (14) 17. 5 (16) München 14. 5 (9) 15. 5. (9) 16. 5. (9) 18. 5 (9) 19. 5. (9) Haifa 18. 5. 20. 5. 20. 5. 18. 5. (16) Luftweg: Zuschh Berlin 14. 5. (6)* 14. 5 (10) 17, 5. (6)* 5. (10) 5. (10i München . (13) via Belgrad—Istanbul Schiff 17. 5. ab Puans via Belgrad—Istanbul Schiff 19. 5. ab Brindisi via Belgrad—Istanbul 24.5. 10 Pf. für je 5 g; mind. 15 Pf. ~ ■ Athen 5. 5. (5) Brindi: 15. 5. (16) 17. 5. (13) 18. 5. (13; 18. 5. (16) 19. 5. (16) 18. 5. (5) 19.5.(10) 19.5.(13) 20.5.(16) * Halle/Lpz. FIugh.'(6) 15. 5. Lvdda 16. 5. Tiberias 18. 5. Lvdda 19. 5. Tiberiaa 20. 5. Tiberias 20. 5. Lydda. 21. 5. Tiberias ^/r^^fwpirfci^iiiw^iv^^-v* ^:~- 4 %<^^^ame^:llJBflM>li MI ll#lfS^ laftflwyG.m.b.H. 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