Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 17 (1938)
- Issue
- 18 (5.5.1938)
- Date
- 1938-05-05
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
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Nr. 18 * BeibTöff 5. Mai 1938 * Seife 1Z Vorgabeläiife / Mitte! zur Leistungsförderung Es fehlt die gleichwertige Gegnerschaft Wenn wir einmal die Situation miserer Läufer, namentlich die der MIttel- und Langstreckler, betrachten, so wie sie im Vorjahr gewesen ist und im Verlauf der diesmaligen Saison kaum anders werden wird, iässt sich klar erkennbar eines feststellen: der jüdische Sport in Deutschland, im „Makkabi** und im- „Schild", verfügt zwar in den Läufern über einige wenige Spitzenkönner, deren Leistungsniveau unseren Verhältnissen entsprechend als erstklassig zu werten ist, die nächsten jedoch, zumeist schon die Zweiten und Dritten auf jeder IlllllilliSIfllllllllllllllllllilfUIifSIIlIIIIIIIffllllllllllllllllllllilllllllimilUlII Makkabi-Termine Beginn der Meisterschaften In den nächsten Wochen beginnt auch der Deutsche Makkabikreis mit den Vorrunden zu seinen diesjährigen Meisterschaften im Handbaii und Fussbai 1. Am 8. Mai ist Hamburg Schauplatz der Treffen zwischen Makkabi-Düsseldorf, dem westdeutschen Vertreter, und Bar Kochba-Hamburg als dem nordwestdeutschen Meister. In Breslau bestreiten iudes Bar Kccbba-Breslau und Bar Kochba-Leipzig, die Repräsentanten Schlesiens und Mitteldeutschlands, ihre Vorrundenspiele. Der 15. Mai sieht in Augsburg Bar Kochba Hakoab-Berlin, den der Bezirk Berlin-Brandenburg entsendet, und ITTJS-München. den bayerischen Vertreter in der Makabimeisterschaft, "im Kampf. Die Mannschaften des ■ Bar Kocbba- Frankf urt a. M., die in beiden Spielarten den Titel zu verteidigen haben, sind in den Vorrunden spielfrei. Fussball-Zwischenrunde des „Schild" Während die Termine zur Zwischenrunde der Fussballmeisterschaft des „Schild" - Sportbundea »och nicht feststehen, sind die Paarungen bereits nominiert worden. Schild -Bochum, der Sieger über Frankfurt a. M., hat Schild-Hamburg zum Gegner erhalten. Schild-Leipzig muss sich mit dem Titelverteidiger Schild -Stuttgart ' auseinandersetzen. Als Austragungsorte dürften Hamburg und Leipzig in Frage kommen. iifiiiiEiiiiifiiifffiiiiiiiEiiiififiifiiiiiiifiiiuiiiziiiiifirfrfziif^iiiffiffifiiiiiiii Strecke, folgen bereits in gehörigem Abstand. Ein Beispiel: wer die 5000 Meter bei uns unter 16.30 Minuten zu laufen vermag, wird kaum viele Gegner finden, die ihn in gleichwertigem Kampf zum vollen Ausgeben zwingen können. Was ist die Folge? Der betreffende gute Langstreckler muss in jedem seiner Läufe vom Start weg führen und sich später, nachdem alle Mitbewerber mehr oder minder weit zurückgefallen sind, sein Rennen sogar völlig allein machen. Unter diesen Umständen dürfte er schwerlich kaum jemals eine bessere Zeit erreichen können, obgleich er dazu bei ebenbürtiger oder überlegener, sich gegenseitig antreibender Konkurrenz i Htm Mt$ Mf Sonntag, 8. Mai Berlin Gesellschaftsspiele IBC „Berlin" I- und auf Grund seines absoluten Leistungsvermögens durchaus imstande wäre. Vielleicht lässt sich diese fehlende Gegnerschaft durch die Einführung von Vorgabeläufen in gewissem Masse ersetzen. Zur Bekräftigung dieses Vorschlags ein zweites Beispiel: der Läufer, der für die 5000 Meter 16.30 Minuten benötigt, gibt seinen Gegnern, deren Bester etwa für rund 17 Minuten gut ist, eine Vorgabe von 100 Meter. Die noch Schwächeren erhalten, leistungsentsprechend mehr vor. In diesem Lauf wird der Malmann schon seine Not haben, wenn er an seine Vorderleute schnellstens Anschluss finden will. Er wird Runde für Runde sein Tempo halten müssen, ohne, wie er es vielleicht — in Führung liegend — getan hätte, hin und wieder Ruhepausen einzuschalten. Er wird immer so viel sportlichen Ehrgeiz entwickeln, um das Rennen siegreich beenden zu können und sich daher weit mehr verausgaben, als er es im Mallaui bisher für notwendig befunden hätte. Diese Beispiele sind der treffendste Beweis, dass gerade Vorgabeläufe im Rahmen unseres an sich beengten Wettkampfprogramms von wesentlichem Wert sein können. Denn sie zwingen den Spitzenkönner, der als Malmann startet, zum Kampf. Sie vermitteln Tempogefühl, Vertrauen zu sich selbst und — Routine. Das alles gilt natürlich sinngemäss auch für Mittelstreckler und Sprinter, die im Vorgabelauf viel seltener Hemmungen unterworfen sind und im Handicap Handball: Bar Kochba Hakoah I. 11H Uhr, anschliessend untere Mannschaften; Verbandsspiele Bar Kochba Hakoah 1. Jugend—„Maccabi" I, 10K Uhr, Hagiboc I—Maccabi Magdeburg I, 14 Uhr, Bar Kochba Hakoah II—ISK I, 17% Uhr, sämtliche Spiele: Sportplatz Grunewald. Fussbaü: Verbandsspiele Hakoah II—ISK I. 13% Uhr, Hafc-oah I—Hagibor II, 15H Uhr; beide Spiele: Sportplatz am Schäfersee. Kegeln: Zweite Ausscheidung zur .„Schüd"- Melsterschaft und 100-Kugeln-Einzelkampf der Sportkegler-Vereinigung, Alexandrinenstr. 106/107. Rheinland-Westfalen Fussball: Um den Dr.-Klopfer-Pokal Schild M.-Gladbach—Schild Düsseldorf, M. - G 1 a d b a c h , Platz am Alten Wasserturm; Schild Krefeld—Schild Bochum, Krefeld, Schildplatz; ITV 02 Köln— Schild Bonn, Köln, Fort Deckstein; Schild Aich«.n/Düren— Schild Neuwied, Aachen, Sportplatz Rote Erde. Tischtennis: Mannschaftsmeisterschaftsspiel Schild Meschede gegen Schild Herne und Schild Dortmund, Meschede, Schildheim. Südwestdeutschland Fcssball: ISV Offenbach I — Schild" Frankfurt a. M. I, Offenbacb a. M., Sportplatz am Nebenbahnhof, 16 Uhr; ITB Frankfurt a. M. 1—Bar Kochba Frankfurt a. M. I, Frankfurt a. M., Sportplatz am Bornheimer Hang, WA Uhr; Bar Kocbba Offenbacb 1—JJB Hanau l, Offenbacb;».. M., Sportplatz am Nebenbahnhof, H Uhr; Schild Frankfurt a. M. Jugend A—Bar Kochba Frankfurt a. M. Jugend A, Frankfurt a. M.. Sportplatz Sondershausener Strasse, 10 Uhr; Schild Heilbronn I—Schild Stuttgart I. S t u 11 g a r ( , Sportplatz Feuerbacher Tal. WA Uhr; TO 03 Karlsruhe I—Hakoab Karlsruhe I, Karlsruhe, ihre Leistungsgrenze viel eher zu kontrollieren imstande sind. Wie erfolgt die Vorgabe? Nach § 27 der leichtathletischen Weitkampfbestimmungen heisst es: Der Vorgeber hat das Recht, die erteilten Vorgaben bis zum Beginn das Wettbewerbs^ zu ändern, jedoch dürfen die Vorgaben vom Vorkampf für den Endkampf nicht geändert werden.. Genaueres ist nicht gesagt Der Vorgeber hat also zweifellos ein schwieriges Amt; denn er muss über das Können derjenigen, die er einteilt, jeweils bestens unterrichtet sein. Im Prinzip scheint es zweckmässig, anzunehmen, das« der Malmann, wenn er gewinnen will, eine Leistung vollbringen . muss, die sein normales Leistungsvermögen um einiges übertrifft. Der Vorgeber kann mit seiner Einteilung, die auf dieser Erwägung basiert, nicht immer völlig das richtige treffen. Das ist nicht zu verlangen. Besser wäre es jedenfalls, er irrt eich zuungunsten des Malmännes, für den es ungleich wichtiger ist, sich im steten Kampf bis zum letzten Meter auszugeben und seine persönliche Höchstleistung zu überbieten, auch wenn er nicht alle Vorgaben einzuholen vermochte, als dass er schon auf halber Strecke wieder die Spitze nehmen und unangefochten als Sieger einlaufen kann. Damit wäre der Zweck der Vorgabeläufe nämlich verfehlt. Und überhaupt soll man über Irrtümern nicht den tieferen Sinn dieser Einrichtung vergessen. Derartige Wettbewerbe, die als künstlicher Ersatz für" gleichwertige Gegner ein wertvolles Mittel der Förderung unserer Läufer darstellen, nehmen zumeist einen besonders kämpf reichen und anregenden Verlauf. Sie werden deshalb auch bei in Publikum ihr Interesse finden. M. F. Sportbetrieb überall Jugendboxen in Mainz Mit einer wohlgelungenen Boxveranstaltung wartete Hakoah Mainz am 30. April auf. Zahlreiche Zuschauer hatten sich eingefunden und folgten mit grosser Anteilnahme den teilweise sehr spannenden Kämpfen. Die Kämpfe! waren gut organisiert. Die Paarungen waren oft etwas unglücklich gewählt, so dass zwei Kämpfe wegen allzu grosser Ueberlegenheit des Gegners abgebrochen werden nxussten. Leider war Schild Frankfurt a. M. ausgeblieben, so dass fünf Wiesbadener Böser ausfallen mussten. Das darf bei derartigen Veranstaltrungen nicht vorkommen. Zu bemängeln war fernerhin noch die überhebliche Art, mit der der Frankfurter Bar Kochbaner Neubauer seinen Gegner Wolff, der noch Anfänger ist, behandelte. Solche „Mätzchen" hat ein so gut veranlagter Boxer nicht nötig. Er sollte sie sich schnell wieder abgewöhnen. Sehr schön war es, wie sich die kleinsten Boxgrössen des Hakoah und des Philanthropin Frankfurt a. M. einsetzten, besonders Loewy (Hakoah) zeigte grosse Veranlagung. Ergebnisse: Fuld (Schild Mainz) — Grünfeld (Hakoab Mainz): Punktsieger Grünfeld; Kahn (Schild Wiesbaden) — Lilienfeld (Bar Kochba Frankfurt a. M.): Punktsieger Kahn (Wiesbaden); Fröhling (Schild Wiesbaden) — Czerner (Hakoah Frankfurt a. M-): Punktsieger Czerner; Goldschmidt (Schild Mainz — Würzburger (Bar Kochba Frankfurt a. >!.): Punktsieger Goldschmidt; Grau (Schild Mainz) — Frank (Hakoah Frankfurt a. M-): Sieger durch technischen k. o. Grau-, Ellinger (Schild Wiesbaden) — Nissauer (Schild Wiesbaden): Punktsieger Ellinper; Meyer (Schild Mainz) — Salomon (Hakoah Mainz): Punktsieger Mever; Wolff (Schild Wiesbaden) Frankfurt a. M.): Sieger durch bauer. _ - Neubauer (Bar Kochba technischen k. o. Neu- A. R. TC 03—Sportplatz, 16 Uhr; Hakoah Stuttgart I— Bar Kochba Mannheim I, Stuttgart, Sportplatz Feuerbacher Tal, 16K Uhr. Handball: Bar Kochba Frankfurt a. M. I—Schild Frankfurt a. M. I, Frankfurt a. M-, Sportplatz Sondershausener Strasse, 16 Uhr; Hakoah Frankfurt a. M. Jugend—Schild Mainz Jugend, Frankfurt a. M., Sportplatz Bornheimer Hang, 10% Uhr; JSV Offenbach Frauen—Schild Frankfurt a. M. Frauen, O f f e n b a e h a. M., Sportplatz am Nebenbahnhof. 10% Uhr; Bar Kochba Offenbach Frauen—JJB Hanau Frauen, Offenbach a. M., Sportplatz am Nebenbahnhof, 10^4 Uhr; Hakoah Frankfurt a. M. Frauen—Philanthropin Frankfurt a. M. Frauen, Frankfurt a. M., Sportplatz Bornheimer Hang, 12 Uhr. Schlesien Fussball: Sportgruppe Breslau — Sportgruppe Neisse, Breslau» 15 Uhr, Sportplatz Knetern. Leipzig Handball: Bar Kochba Leipzig I und Frauen- Bar Kochba Dresden I und Frauen, Sportplatz Deutscher Landstrasse; Schild Leipzig Frauen- Schild Chemnitz Frauen, Sportplatz Thekla. Fussball: Bar Kochba Leipzig I—Bar Kochba Dresden I, Sportplatz Deutscher Landstrasse; Schild Leipzig II und Jugend—Schild Chemnitz I und Jugend, Sportplatz Thekla. NordwesMentschland Tischtennis: 4. jüdische Meisterschaften Nordwestdeutsehlands, durchgeführt vom Bar Kochba Hannover, Hannover. * Die Berliner jüdischen Kegler haben ein neues Heim gefunden. In den Kellerräumen des Kulturbund-Theaters, Kornmandantenstr. 58/59, werden zur Zeit nach den modernsten Richtlinien des Bahnbaus vier Doppelbahnen (8 Bohlenbahnen) fertiggestellt. — Die Sportkegler-Vereinigung weiht die neuen Bahnen am 15. Mai mit der Austragung des F e l i x - H o r - w i t z - Wanderpreises ciü. S'tartberecbtigt für diesen Wettbewerb sind die Kegler des Bezirks Osten der SKV. Schild-Tischteams in Krefeld Vor über 100 Zuschauern wurden in Krefeld die Tischtennis-Einzeimeisterschaften des Bezirks Mittelrhein ausgetragen. ' Elf Stunden dauerten die Kämpfe in t sieben Klassen. Sie wurden ein grosser Erfolg für den Tischtennissport und den Schild Krefeld, der allein drei Meister stellen konnte und in drei weiteren Klassen einen Vertreter im Endspiel hatte. Der Mannschaftsmeister M.-Gladbach hatte viel Pech und konnte nur zwei 1. (u. a. Katz/Rothschild im Herren- , donpel) und 2. Plätze holen. Von den,Vorjabrsmeistern behauotete sich nur Rothschild "(Köln) im Einzel der Herren-A-Klasse. Erfreulich war die Leistung der Krefelder Mädel, von denen die blutjunge Dahl das Dameneinzel und mit der gleichaltrigen Traub auch das Damendoppel holte. R. B. Hakoali Köln — Makkabi 3L-GIadba«h. 4 : 2 Wer die kürzlich erfolgte F u s s b a 11 - Niederlage des Makkabi M.-Gladbach gegen die Essener Hakoah für einen Zufall gehalten hatte, wurde in Köln eines anderen beiehrt. Auch hier konnten •die Gladbacher nicht gewinnen. Das Spiel, das zeitweise einen zu harten Charakter trug, wurde von Hakoah Köln verdient i : 2 gewonnen. R. B. Neisse siegte hoch Zum Fussball - Rückspiel weilte Sportgruppe Neisse in Ellguth-Steinau bei der Mannschaft des dortigen jüdischen Lehrgutes und blieb ^gegen die untrainierten Gastgeber, die einige gut-e Einzelkräfte besitzen, überlegen mit 7 : 2 (5 :1) siegreich. Die spielstarke Tischtennis- Mannschaft des Lehrgutes dagegen siegte gegen die der Neisser, die den Gegner "unterschätzt hatten und ersatzgeschwächt angetreten'waren, überraschend mit 8:1. _. Dul. Wer ist Jugendlicher? Für den Bereich des jüdischen Sports sind die diesjährigen Jugendjahrgänge folgendermassen bestimmt worden: zur Jugend A gehören alle Jugendlichen, die den Jahrgängen 1920 und 1921, zur Jugend B alle diejenigen, die den Jahrgängen 1922 und 1923 angehören. Allgemein gültiger Stichtag ist jedesmal der 1. Januar. _ Bei den ungarischen Tischtennis-Meisterschaften, die kürzlich in Budapest zur Durchführung gelangten, kam Altmeister B a r n a zu einem dreifachen Erfolg. Er gewann das Herreneinzel, dazu mit Boros das Herrendoppel und mit Frl. Beregi das Gemischte Doppel. Das Dameneinzel holte sich die Rumänin A d e 1 s t e i n. Einen neuen Erfolg errang der französische Autorenn fabrer Rene Dreyfus in C o r k^ (Irland '. Er gewann dort auf seinem"" De'avase-Wagen ein Rennen, das über eine Strecke von S23 Kilometer ging, vor dem siamesischen Prinzen Bira. Sein Rekorddurchschnitt betrug 150 Stunden-Kilometer. Beim- Internationalen Tennisturnier in Rom kam der italienische Spieler Levi della Vida zu einem schönen Erfolg im Herrendoppel. Er bestritt diesen Wettbewerb mit seinem Landsmann Bossi und schlug im Endspiel das Paar Maneff— Palmieri nach hartem Kampf. Auch in diesem Jahr wird ..Laszi*' Hecbt der tschechoslowakischen Davis-Cup-Mannschaft angehören. Unter Leitung Ramillons bereitet er sich intensiv auf die schweren Kämpfe der Saison vor und soll schon in ganz ausgezeichneter Form sein. Angriffe auf den Torwächter Im Kölner Vorrundenspiel um die Fussballmeisterschaft des Sportbundes zwischen Schild Bochum and Schild Frankfurt a. M. gab es einige Zwischenfälle, die erkennen Hessen, dass die Bestimmungen: wann ein Torwächter angegriffen werden darf und wann nicht, nicht allen unseren Spielern restlos klar geworden sind. Die den Torwächter betreffende Regel 8 der amtlichen Fussballordnung besagt im Absatz 2 •wörtlich folgendes: „Der Torwächter darf nicht gerempelt werden, ausser wenn er den Ball hält, einen Gegner hindert oder seinen Torraum verlassen hat." Die Regel erlaubt also das Rempeln des Torwarts — wenn es fair geschieht. Im Torraum jedoch nur unter der Bedingung, dass der Torloveiitt Ludwig Steinmetz \ Nürnberger Srr 56 [neben Woolworth! & Wächter Im Besitz des Balles ist, während er ausserhalb des Torraums, d. h. im Strafraum oder im freien Feld, wie jeder Feldspieler angegangen werden darf. Wann ist nun der an sich „regelrechte" Angriff auf den Torwächter unfair? Wenn der gegnerische Stürmer nicht, wie es vorgeschrieben ist, mit angelegten Armen rempelt, wenn er mit den Händen stöss: oder den Torwächter anspringt. In derartigen Fällen hat der Schiedsrichter unverzüglich einzugreifen, wie er überhaupt bei Angriffen auf den Torwart besonders umsichtig und streng -sein muss; denn dieser hat im Augenblick, wo er sich auf einen Scbues konzentrieren soll, sowieso nur wenig Möglichkeiten, sich zu schüizen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass faire Angriffe auf den Torwächter durchaus den Regeln und dem Sinn dieses Kampfspiels entsprechen Jede Chance, zu Torerfolgen zu kommen, soll wahrgenommen werden, also auch die des Angriffs auf den Torwächter, die besondere Aussicht auf Erfolg auf glattem und glitschigem Boden, bei Eck- und Fiankenbällen sowie bei direkten, scharfen Schüssen hat. Die Engländer sind im übrigen hierin Meister. Ihre Angriffe auf den „letzten Mann*' scheinen so hart (trotzdem stets fair), dass namentlich die mitteleuropäischen Fussbalispieler und Zuschauer von ihnen oft unangenehm überrascht sind. Welche Möglichkeiten,, eich den körperlichen Angriffen der gegnerischen Stürmer zu entziehen, bieten sich dem Torwächter? Der Torwächter tut gut, jpden Ball, den er nicht fangen kann, und bei dem auch nur die geringste Gefahr einer Rempelei seitens des Gegners besteht, zu fausten. Damit nimmt er dem Angreifer von vornherein die Berechtigung zu rempeln^ denn in dem Augenblick des Faustens ..besitzt" er ja nicht den Ball. Das Angehen wäre demnach regelwidrig. Natürlich kommt es dabei auch auf sicheres, überlegtes Fausten an — am besten mit der vollen vorderen Fläche möglichst beider Fäuste, weit weg in der Richtung der Seitenlinien. Es sei für jeden Fussball-Tarwächtern eine goldene Regel, den Ball so schnell wie möglich aus Tornähe zu schaffen. Man provoziere nicht leichtfertig die gegnerischen Stürmer durch unnötig langes Festhalten des Leders. M. F. Feierstunde des Blternhilfswerks Die jüdischen Schulen, dem Elternhilfswerk für die jüdische Jugend eng verbunden, zeigen sich stets gern bereit wenn es gilt, den Werbeabenden dieser Institution den künstlerischen Rahmen zu leihen. So hatte sich diesmal die Jüdische Privatschuie Dr. Leonore Goldschmidt zur Verfügung gestellt, mit Chor und kleinem Orchester die Feierstunde des Elternhilfswerks zu verschönen. Unter der Stabführung von Julius Goldstein, des ausgezeichneten Musikpädagogen -dieser Anstalt, erklang eine von ihm zusammengestellte Schul- Uj}$ Malermeister ösksr Szfvssrscsuer £5<r>rUa V*!i>. Pariser Str. 50. 02 15 87. Ersikl Eef kantate „Von Morgen und Abend1'. Rechtsanwalt Fritz Schwarz, der Vorsitzende des Elternhilfswerks, warb mit warmen Worten neue Freunde für dieses schöne Werk, das es sich seit Jahren angelegen sein lässt. Kindern minderbemittelter Eltern . den Besuch einer höheren jüdischen Schule zu ermöglichen. Dann sprach, in sinnvoller Ergänzung hierzu, die Leiterin der Schule, Dr. Leonore Gold- Schmidt, über die „Arbeits- und Lebensbedürfnisse des jüdischen Schulkindes". Die Erfahrungen der letzten Jahre, so führte sie aus, haben uns gelehrt, dass auch heute für eine grosse Schicht Jugendlicher die Möglichkeit der höheren Schulausbildung notwendig ist. Nach Wiedergabe von interessanten Einzelheiten über die seelische Verfassung der jüdischen Schuljugend unterstrich sie. vom Standpunkt der Schule aus, die Forderung des Vorsitzenden, das Elternhilfswerk nach, besten Kräften zu unterstützen. V. G. T.pp^r^r.*:teppichhaus Zentrum 88"1,!^s:räse28