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Central-Verein-Zeitung · 1938-05-05 · 18 (5.5.1938) · page 8

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
17 (1938)
Issue
18 (5.5.1938)
Date
1938-05-05
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 C-V.-Zeifong Nr.]8*5.Mai1938 'ORWS NOVELLE VON ALFRED MAYE8 [Fortsetzung und Schluss] Der Leutuant lächelt höhnisch -und zieht.den Helm fester au..„Ihr müsst noch viel lernen, Capitan, darfs Euch ja jetzt gewissermasse-n iu articulo mortis "sagen. Wünsche Euch einen guten Tag." Er will gehen. „Halt!" ruft ihm Tor res nach. „Ich hab1 dich wohl verstanden, Leutnant. Du hast recht und unrecht. Weiss Gott, dass ich den Tod nicht lieb'. Aber bin ich nicht ehrlicher als du. weil ich mirs gesteh*? Wenn du das Angst nennen willst, tu's. Den möcht ich seh'n, dem's wohl wäre in dem verdammten Loch. Mag sein, dass wir noch ein paar Tage Ruhe haben, aber dann, wenn der Admiral nicht da ist, steh' Gott uns bei!" „Und die Heilige Jungfrau und alle Heiligen", murmelt Bobadilla. Wieder vergeht ein Tag, und sie wissen, dass sie sich nicht rühren dürfen. Sie sehen nichts von dem Feind, aber wenn einer von ihnen sich zeigt, schwirrt ihm ein Pfeil entlegen. Sie richten sich auf die Belagerung ein. Jeder Mann ist"kostbar, jeder bedeutet einen Tag längeres Leben für die andern, wenn es zum Kampf kommt, jeder bedeutet ' einen Tag früheren Tod, wenn der Kreis geschlossen bleibt. Torres rechnet: sie haben Proviant für einen Monat. Sie haben Wasser für eine Woche. Der Weg zu dem Wasserlauf, der fünfhundert Schritt von ihnen mündet, ist der Weg des Todes. Torres geizt mit jedem Bissen, den er den Leuten gibt. Bobadilla rast wie ein Tier im Käfig. Er verlangt einen Ausfall. „Ins Leere?'* böhut Torres, „über den Sand in den Urwald, um sich abschiessen zu lassen wie ein Perlhuhn?''. „Zum Wasser!'* schreit ihm Bobadilla entgegen. Bobadilla lässt die Bernharde auf den Waldrand richten, als Torres um die Mittagszeit erschöpft, eingeschlafen ist. Das Krachen des Schusses lässt ihn auffahren. Die Kugel schlägt in das Schlinggewächs. Das Schweigen nach dem Schuss ist tiefer als zuvor. „Wer hat den Schuss befohlen?" schreit Torres, „es ist sinnlos, in Gottes weite Welt hineinzuknällen, ohne Ziel, ohne Not Vor ein Kriegsgericht lasse ich ihn stellen, wenn der Admiral zurückkommt. Durch die Spiesse wird er laufen!** Der Leutnant lacht: „Bis dahin haben, uns beide die Geier" gefressen oder die Krokodile." Die Männer, die um sie herumstehen, verziehen das Gesicht Torres fühlt, dass sie alle gegen ihn sind, dass sie nur darauf warten, ihm in den Rücken zu fallen, dass sie bedingungslos dem Leutnant gehorchen, wenn es nur gegen ihn geht Er hasst sie in diesem Augenblick, wie sie ihn hassen. Er sieht es kommen, dass es ein Kampf auf Leben und Tod sein wird, um nichts, nur wei) zwischen'ihnen der Jfass sieht, den keiner gewollt hat und der über sie hergefallen ist wie ein gewappneter Mann. „Es ist gut", sagte er, „ihr sollt euren Willen haben. Wieviel Mann brauchst du zum Ausfall, Leutnant? Mmm dir, was du brauchst. Ich warne dich zum letztenmal. Es ist Wahnsinn!" Von den sechs Mann, die zuerst aus dem Tor stürmen, liegen vier am Boden, den Federpfeil im Hals. Zwei taumeln zurück, Bobadilla und der Spielmann Inigo. Aber gleich hinter ihnen bricht es aus dem Wald hervor, klettert an den Palisaden hoch, bevor das Geschütz gelöst werden kann, immer neu, in braunen Scharen, heulend, Pfeile schwirren, Trommeln, schrilles Pfeifen, nun sitzen die ersten auf der Mauer, nun springen sie klatschend in den Hof, ein paar werden zusammengehauen, aber jetzt sind sie zehn gegen einen, zwanzig gegen einen, nun schlagen sie wie Brandung des Meeres über ihnen zusammen, die sich zum Turm zu retten versuchen, zu dem Turm, auf dem der Wächter steht und neben ihm die Fahne. Luis de Torres, Diego Bobadilla, Antonio Laniez, Hernando de Herrera, das sind die vier, die übrig sind, eingesperrt in dem hölzernen Turm, den heulenden Haufen der Indios um sich her, in der glühenden Hitze des Mittags. Sie haben nocheinen Krug Wasser und drei Brote. Das ist alles. Sie haben zwei Hakenbüchsen, sie haben ihre Degen und sie haben die Fahne der Königin. Sie schieben die schweren Holzriegel vor die Tür. Herrera hält Wacht Die andern rennen die Treppe hinauf auf die Zürne. Unter sieb sehen sie die Indios und die toten Leiber ihrer Gefährten. Sie beissen die Zähne aufeinander und wissen, dass es ihre letzte Stunde ist. Und schon schwirren die Pfeile um sie. Aus fünf Wunden blutet Laniez. Dem Bobadilla reisst ein Pfeil den Helm ab. Sein Haar klebt auf der Stirn. „Diese Hunde", brüllt er, „diese Hunde!" Torres schweigt, schweigt auch, als er Laniez neben sich zusammensinken sieht. Und. nun tragen die Indios Scheite. Einer nach dem andern reisst das Holz von den Palisaden, läuft vor, trägt es an den Turm, läuft zurück. Bobadilla schiesst, trifft, schiesst wieder — aber es sind zu viele. Ein Holzstoss schichtet sieh rund um den Turm. Und nun züngelt die Flamme aus den Häusern, Rauch dringt ihnen in die Augen, Asche fliegt hoch, ein Aschenregen ist es, der über sie kommt. Wie Blei liegt das Meer. Kein Segel zeigt sich. Es gibt keine Hilfe. Es gibt nur den Tod. Torres starrt in die Ferne. „Wehr* dich", schreit Bobadilla, „wehr dich! Sie räuchern uns aus wie die Dachse. Verdammt, so krepieren zu sollen! Ich halt's nicht aus, Capitan. So rühr' dich doch, Kamerad, Torres, komm! Wir wollen uns eine Gasse hauen, wir können uns doch nicht hier braten lassen!" Torres rührt sich nicht. Er steht in der glühenden Sonne, in dem Regen von Funken und Asche, hört die Stimme des Leutnants 'wie aus weiter Ferne. „Sieht der Tod so aus?" fragt er. Es ist ganz still um ihn geworden. Das Schwirren der Pfeile ist verstimmt. Er spürt nur noch die Glut des Mittags und den Geruch des Brandes, der ihm ins Hirn dringt. „Feigling!" brüllt Bobadilla, und reisst die Fahne an sich, „ich lass mich nicht schlachten wie ein Kalb." Und poltert die Treppe hinunter, reisst den Riegel von der Tür und hinaus in die braunen Leiber, die vor ihm zurückweichen, die Fahne in der Linken, den Degen" in der Rechten, und hinein in die Flut, die über ihm zusammenschlägt und über Herrera, der ihm gefolgt ist. Torres hört das Brüllen, sieht, wie die Fahne sich rötet, sieht das Blut aufglimmen und verlöschen. Er ist allein, ganz allein auf der WTelt. Weit offen ist das Tor. Aber sie kommen nicht Sie jagen nicht ihre Pfeils auf ihn. Sie tanzen, um die Erschlagenen, sie reissen ihnen die Fetzen vom Leib, sie lachen, sie reissen da? Holz von den Häusern, reissen es von den Palisaden, schichten es, immer höher, immer enger um den Turm. Warum wehrt er sich nicht? Warum sucht er nicht den Tod wie Bobadilla, den er beneidet? Auf was wartet er, da es keine Rettung mehr gibt? Die Hitze wird immer unerträglicher. Er zieht sich den Koller ab, er hat den Helm von sich geworfen. -Er steht auf der Zinne und wartet auf den Tod. Aber der Tod kommt nicht. Die Indios fürchten den einzelnen Mann nicht, der vom Turm zu ihnen herabstarrt. Sie ziehen die brennenden Balken aus den-Häusern und werfen sie in das Holz. Prasselnd frisst sich die Flamme hinein und lodert hell auf. „Heilige Jungfrau!" will Luis de Torres rufen, aber das Gebet stirbt auf seinen Lippen, ehe es begonnen wurde. Er sieht sein Leben rückwärts, das Lager, den Admiral, die endlose Fahrt, die Kameraden in der Heimat, die Fahne, der er geschworen hat, die Jugendjahre in der Klosterzueht. Er hört den Gesang der Mönche. „Dies Irae*', will er schreien, aber er kann es nicht Er sieht sich als Kind, ein fremdes Leben, eine fremde Welt, und er weiss mit einmal wieder, dass er Jude ist, dass alles dies, das ihn hindert wie die andern den Tod zu suchen, aus seinem Blut kommt, dass es geheimste Dinge sind, die er jetzt, in dieser Minute des Sterbens wiederfindet, die er vergessen, aber nie verloren hatte. Er sucht mit fiebernder Eile, da die Flamme schon zu ihm hinaufleuchtet, auf diesen Scheiterhaufen, den er selbst sich erwählt hat, nach einem Wort, das ihn über diesen letzten Augenblick hinüberwirft in die Ewigkeit. Er versucht seine Lippen zu einem Wort zu formen, das er als Kind gehört hat und dessen Sinn er nicht kennt Und weiss es mit einem Mal. Es ist in ihm. Es hat keinen Sinn für ihn, aber es wächst aus seinem Herzen, wächst aus der Todesangst dieser Seele, die sich von dem Körper lösen will, als Zauberformel. Er brüllt es hinunter dieses Wort „Schema!", aus Qual, Rauch, Flamme, Vernichtung, dieses Wort ohne Inhalt, das zum ersten Mal in die Neue Welt hineinhallt aus der Verzweiflung dieses sterbenden Menschen, der es wiedergefunden hat „Schema" schreit er und kommt nicht weiter, „Schema" und immer wieder „Schema!" dröhnt es aus der Flamme, „Schema", stöhnt es aus dem Zusammenbrechen des Turmes, der in dem Feuerregen verschwindet. A* Js der Admiral im kommenden Jahre mit den Caravellen um das Kap fuhr und das. Geschütz lösen liess, Gruss.und. Ehre der ersten Stadt und Festung des Neuen Spanien, antwortete ihm nur das Echo von den Bergen- Er fand nicht einmal mehr die Stelle, wo die Siedlung gestanden hatte. Der Wald hatte sie wieder in seine Arme genommen. Jüdische Kundschafter Vor« Micha Michalowit? IV. . „Die Reise Benjamins des Dritten'' (Fortsetzung) Es tauchet! in dieser Geschichte noch mehr solcher Nester auf: Teteriwke, Glupsk — es deckt sich klanglich durchaus mit dem. was Mendale. iu seinem Zorn über dieses Menschenelend ohne Mass, damit bezeichnet Tunejaduwke. Teteriwke, Glupsk.. - Benjamin schildert das so: ,.Kommt ihr in Glupsk durch die Teteriwke-Strasse an, dann bequemt euch gleich, eine Pfütze zu überspringen, weiterhin eine zweite, noch weiter eine dritte, die grösste, in der sich, mit Verlaub, verschiedene Rinnsale vereinigen, die allerhand mitrühren, jeden Tag etwas anderes und je nach der Substanz, nach Farbe und Geruch Verschiedenes. Dadurch ist es leicht festzustellen, welcher Tag in der Woche gerade ist. Ergiessen sich zum beispiel sandführende gelbliche Bächiein, vom Bodenwaseheu herrührend, und bringen sie Fischschuppen, Geflügelfüsse, Hühnerköpfe, Haarbüschel mit verbrannten Hui'stücken mit, dann wisst ihr, dass es Freitag ist; ergreift Birkenbesen und Wasserschaff und eilt ins Bad! Seht ihr aber Eier-, Zwiebel- und Rettichschalen, Sehnen von Leber, Keringreste und grosse, ausgehöhlte Markknochen, dann: „Gut Schabbee, Juden, wohl -bekomm euch die Kugelspeise!" Sind aber die Rinnsale fast-ausgetrocknet--. Das also ist Glupsk. Und Glupsk ist wie Eabzansk. Und Kabzansk ist wie Tunejaduwke — es bleibt sich alles gleich, in Tunejaduwke ereignete sich eines Tages folgendes: Es'hatte zufällig jemand eine Dattel ins Städtchen gebracht — die Leute liefen zusammen, um das Wunder zu bestaunen. Man schlug die Heilige Schrift auf und bewies, dass Tamar — die Dattel hu Fünfbuch steht. Man denke, die Dattel, diese Dattel, stammt aus Erez Israel . . . Und nun erzählt Mendale, was da weiter geschah: Während sie auf die Dattel starrten? sahen sie das Heilige Land vor Augen — bald kommt man über den Jordan, hier ist die Doppelhöhle, wo die Erzväter ruhen, hier Mutter Habels Grab, da die Westwand, des Tempels — die Klagemauer . . . Bald wird man in den Wassern von Tiberias baden, den Oelberg hinaufsteigen, man wird sich mit Johannisbrot und Datteln vollessen und die Taschen mit Erde des Heiligen Landes füllen. Ach! seufzten sie, und die Augen standen ihnen voller Tränen . . . Und dann kam. so wird weiter erzählt, die übliche Unterhaltung über die verschollenen zehn Stämme aufs Tapet, wie glücklich sie in den weltfernen Gegenden leben, in Macht, Reichtum und Ehren, dann wurden die sagenhaften „Roten Juden'' hervorgeholt, die ..Mosessöhne'*, und Geschichten von ihren .fabelhaften Heldentaten erzählt Und hier bekennt Benjamin, dass es die Eindrücke aus jener Zeit gewesen seien, denen er seine späteren „Reisen" verdanke . . . Eigentlich müsste man diese ganze Geschichte hier nacherzählen, diese von himmlischem Humor durchsonnte Geschichte; lächelnd unter Tränen ist sie hingeschrieben und offenbart ein wunderbares grosses. Menscbenherz. Unter Kot und Unrat und Sümpfen von Schmutz findet es das Unvergängliche in der Seele des zertretenen kleinen Juden. Und Benjamin wird von einer wilden Sehnsucht gepackt, er will zu den „Roten Juden'4, er will die zehn Stämme wiederfinden, und so macht er sich auf den Weg, mit nichts als mit Gebetriemen, Taiüs und den schon sehr abgewetzten Kaftan für den Sabbat im kleinen Reisesack. Nicht einen Pfennig Geld, nicht einmal etwas zu essen — aber er will ins Heilige Land Er geht aber nicht allein, dieser Don Quichotte aus Tunejaduwke, er nimmt sich noch einen Sancbo Pansa mit, Senderl, genannt „das Weib", ein einfältig harmloses Männchen, das von seiner Frau dauernd Backpfeifen bekommt und selig ist, dass sich ihm eine Gelegenheit bietet, das geliebte' Herz zu einer „ewig Verlassenen" zu machen. Was die beiden nun auf ihrer Reise, erleben, bildet den Inhalt dieser unwahrscheinlich schönen Erzählung, die nun jeder selber lesen muss. Natürlich kommen -unsere „Weltreisenden" niemals über den weiteren Umkreis ihres Städtchens hinaus: die erste grössere Stadt, die sie erreichen., ist Teteriwke, und Senderl, das Weib, schwört Stock und Bein, die Stadt sei so gross, dass es sich hier nur imi Slambul handeln könne, sie seien bestimmt schon, in Stambul < . . Das Abenteuer endet damit, dass die Weltreisendeu sogenannten „Chapperu" iu die Hände fallen, Rekrutenfängero, die arme, kleine Juden als Ersatz für reiche, von welchen sie bestochen sind, den Militärbehörden zuführen . . . Aber das macht der liebe Gott nicht mit. Er wird so böse über diese ausgesuchte Niedertracht, dass er den Himmel mit schwarzen Wolken bedeckt, dass er Donner nnd Blitz auf dieses Gesindel niederfabren lässt; denn er ist ein guter Gott, und er darf die, die ihn lieben, nicht allzu sehr enttäuschen . . . Und so kommen Don Quichotte und Sarcbo Pausa. Benjamin der Dritte und Senderl, das Weib, noch einigermassen mit heiler Haut davon. Und wie alle grosse Dichtung, bewegt sich auch diese auf der schmalen Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit. V. Gaspar da Gama An den weltverändernden Entdeckungsfahrten der Portugiesen sind Juden in mannigfacher Beziehung in hervorragenden Masse beteiligt gewesen. Als Columbus seine Fahrten vorbereitete, waren Fernando und Isabel, die spanischen Majestäten, von" äusserster Zurückhaltung bei der Bewilligung von Mitteln und würden Luis de Santangel und der Schatzmeister Gabriel Sanchez, bochangesehene und beliebte Ratgeber der Krone, sich nicht mit ihrer hohen Beredsamkeit, aber auch mit persönlichem Einsatz für den verwegenen Genuesen eingesetzt haben, wer weiss, ob sein Unternehmen überhaupt zustande gekommen wäre. Natürlich gibt es aber anch so etwas wie eine vom Instinkt her geleitete kluge Voraussicht möglicher Entwicklungen. Gabriel Sanchez und Luis de Santangel waren Marraaen: Zwitterwesen mit dem schweren Schicksal immer auf der Hut sein zu müssen; die schlimmen Ahnungen, die ihre Gemüter verdüsterten, machten sie beweglich. Demi der beizende Rauch der. Scheiterhaufen, welche die Inquisition im Jahre 1481 in Spanien angezündet hatte, frass sich in ihre verängsteten Seelen ein. Was lag da näher, als jp.de Möglichkeit zu ergreifen, Neuland für die Vertriebenen zu entdecken, zu welchen möglicherweise eines Tages auch sie selber gehören würden .... Am 30. April des ungeheuren Jahres 1492 wurde, unter schmetternden Fanfaren, in. den Städten Spaniens verkündet, alle ihrem Glauben noch anhängenden Juden hätten innerhalb dreier Monate das Land zu verlassen. Am gleichen Tage erhielt Christoph Columbus den königlichen Auftrag, seine beabsichtigte Fahrt zu unternehmen. Alle seine Forderungen seiea ihm bewilligt. Jahrelang hatte man ihn abgewiesen, nun ging man bereitwilligst auf alles ein. Wir. wollen hier mir, in ganz grossen Zügen, die sichtbaren Zusammenhänge andeuten. Am 15. Februar 1493 schrieb Columbus während seiner Rückfahrt — er hatte die Azoren bereits erreicht — und im begreiflichen Rauschglück über seine vom Erfolg gekrönte Fahrt an Luis de Santangel und Gabriel Sanchez Briefe in spanischer Sprache, worin er ihnen von dem Triumph, den Gott ihm verliehen habe, Mitteilung machte. Sie also benachrichtigte er zuerst. Von ihnen erst erfuhren es Fernando und Isabel, die spanischen Majestäten, (Fortsetzung folgt.) In der künstlerisch sehr tätigen Vereinigung „Gruppo Italiano dell'Ex Libris E Bianco Nero'1' in Mailand stellt der ans Berlin gebürtige Maler Michael Fingesten eine Fülle seiner gebrauchsgraphischen Arbeiten aus. Professor Abraham B red ins der bekannte holländische Ennstforscher, entdeckte in Privatbesitz ein signiertes Gemälde von Ja.n Venneer. über das der Gelehrte in der englischen Zeitschrift „Burlingnoai Magazine" berichtet.

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