Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 17 (1938)
- Issue
- 17 (28.4.1938)
- Date
- 1938-04-28
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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SefrelS C-V.-Zeifung Nr. 17 * 28.ApriI1933 Reparattirhandwerker Für den jungen, ins Handwerksfacb eintretenden Menschen ' mag diese Bezeichnung irgendwie ein Gefühl der Unvollkommenheit, der ungenügenden fachlichen Ausbildung erwecken. Der in den Dingen des Handwerks Erfahrenere wird ihr bereits mit weniger Vorurteilen und mit mehr sachlichem und fachlichem Verständnis gegenüberstehen, und der Ausgewanderte, der sich drüben in Uebersee irgendwo eine neue Existenz aus dem Nichts zimmern muss, wird feststellen, dass ein tüchtiger und vielseitiger Reparaturhandwerker gerade in den wirtschaftlich noch weniger entwickelten Ländern ver- . hältnismässig schnell Arbeit und Verdienst finden kann. Das bestätigt eine ganz einfache Ueberlegung: Wenn wir z. B. an die Länder des südamerikanischen Kontinents denken, so wissen wir, dass der grösste Teil ihrer maschinellen und technischen Einrichtung aus Importen besteht; denn in den Ländern selbst werden zwar schon eine beachtliche Anzahl Verbrauchsgüter hergestellt, die Produktionsmittel oder technischen Apparaturen müssen aber noch in den meisten Fällen eingeführt werden. Jede technische Ausrüstung, mag sie nun, um einige Beispiele zu nennen, aus dem Röntgen-Laboratorium eines Arztes oder aus der Einrichtung einer feinmechanischen Fabrik, vielleicht aber auch nur aus einer modernen Nähmaschine, einer Schreibmaschine, einem Phctographenapparat, dem Spritzapparat eines Malers, einem Auto oder einem Motorrad bestehen, erfordert "Wartung und Pflege, und je feiner die Apparaturen sind, desto notwendiger ist der Spezialist, der sich auf sie versteht, sie im Notfall auseinandernehmen, reparieren und wieder zusammensetzen kann. Zwar wird man in den bedeutenden Städten auch der überseeischen Länder Vertretungen der grossen Konzerne finden, die diese Arbeiten ausführen, aber auch sie brauchen zuverlässiges, durchgebildetes Personal, das sie drüben nicht immer finden. Noch leichter wird es der gut ausgebildete Reparaturhandwerker in mittleren und kleineren Orten haben. Denn dadurch, das er auf Grund seiner Fachkenntnis und seines entsprechend ausgewählten Handwerkszeugs in den meisten Fällen in der Lage sein wird, die Reparatur an Ort und Stelle auszuführen, erspart er dem Besitzer Zeit und Geld und macht sich selbst dadurch unentbehrlich. Es erhebt sich deshalb die Frage, ob sich unsere jüdischen Ausbildungsstätten die Heranbildung dieses Berufszw?eiges der Reparaturhandwerker nicht in noch grösserem Umfange angelegen sein lassen sollten, als es heute geschieht. Durch seine Vielseitigkeit wird er es oft leichter haben, voranzukommen als der reine Fachhandwerker, der zwar vielleicht auf seinem Gebiet eine gründliche, aber doch mehr oder weniger einseitige Ausbildung genossen hat. Einige der handwerklichen jüdischen Lehrstätten haben sich dieser Aufgabe bereits auf Teilgebieten unterzogen; was fehlt, ist aber die Ausbildungsmöglichkeit in besonders schwierigen Arbeiten. Eine Nähmaschine, eine Schreibmaschine oder irgendeinen anderen einfachen Apparat wird zur Not jeder Handwerker, der den Schlosser- oder Mechanikerberuf erlernt hat, instand setzen können. Ob er aber ohne weiteres auch die diffizilen Apparate und ihre Arbeitsweise versteht, muss bezweifelt werden. Deshalb sollten sich die verantwortlichen jüdischen Stellen überlegen, ob nicht erweiterte Ausbildungsmöglichkeiten für solche Menschen geschaffen werden können, die sich in Uebersee dem Beruf des Reparaturhandwerkers widmen wollen, und zwar gerade unter dem Gesichtspunkt der Wiederherstellung besonders feiner und empfindlicher Apparaturen. Diese Ausbildung müsste etwra als Ergänzung zu der Grundausbildung als Schlosser oder Mechaniker erfolgen. Sie setzt allerdings voraus, dass Mittel und Wege gefunden werden, den "Ausbildungsstätten derartige Apparaturen zu Uebungszwecken zur Verfügung zu stellen. Da ihre Kosten meist recht hoch sind, kommt eine Neuanschaffung kaum in Frage. Man bliebe also entweder auf Spenden aus dem In- oder Ausland oder auf die Beschaffung mehr oder weniger veralteter Modelle angewiesen, wobei es in dem letzten Fall vielleicht vertretbar. wäre, inzwischen eingetretene Verbesserungen den Schülern auf theoretischem Wege nahezubringen. Wenn sie einmal den Grundaufbau verstehen, sollte die Möglichkeit dazu nicht ganz von der Hand zu weisen sein. Wir glauben, dass bei den vorhandenen Schwierigkeiten-' in der Berufswahl für junge jüdische Menschen der Gedanke, in weit stärkerem Masse als bisher Reparaturhandwerker heranzubilden, einer ernsthaften Prüfung wert ist, um so mehr als die' Aussichten für die Berufsausübung auf diesem Gebiet in den überseeischen Ländern, die noch keine bedeutende eigene feinmechanische oder Produktionsmittelindustrie aufgebaut haben, recht günstig zu sein versprechen. hw. Seeweg nach Südamerika Berlin Frankfurt Boul. Cherb. Liss. Rio B. A. 28. 4. (22) 29. 4. (8) 30. 4. 3. 5. 16. 5. 20. 5. 30.4.(22) 1.5.(8) 4.5. 19.5. 25.5. 5.5.(18) 6.5.(8) 7.5. 23.5. 27.5. Luftweg: Zuschl. 1,50 RM für je 5 g (1.25 Brasil.) Berlin Frankfurt Köln Rio B. A. 30. 4. (12) 30. 4. (11) 30. 4. (17) Fr. Luftp. 3. 5. 4. 5. 4. 5. (21) Berlin 4. 5. (14) 4.5.(24) " Dt. Luftp. Seeweg nach Südafrika Köln Southampton 4.5. (21) 6. 5. („Arundel C") _ Kapstadt 20. 5. Kapstadt—Johannesburg (oder Pretoria) 30 Stunden Luftweg: Zuschlag 35 Pf für je 5 g Berlin München Brindisi Athen \ 29.4. (10) 29.4. (13) 30.4. (16) \ Laufzeit 30/4. (6) 1.5. (5) { 7-9 Tage 3/5. (10) 3.5 (13) 4.5. (16) ) See- und Landweg nach Palästina Berlin München 29. 4. (16) 30. i. (9) via Belgrad—Istanbul 30. 4. (14) 1. 5. (9) Schiff 3. 5. ab Piräus 1. 5. (14) 2. 5. (9) via Belgrad—Istanbul 3. 5. (16) 4. 5. (9) Schiff 5. 5. ab Brindisi 9. 5. Luftweg: Zuschlag 10 Pf. für je 5 g; rrimd. 15 Pf. Haifa 6. 5. MadseidihsB m$k IMeme Erscheint wöchentlich ohne Gewähr Postschluss für Luftpostsendungen bei folgenden Postämtern Berlin S\V 11; Frankfurt!Main Bahnpostamt 19 oder Klughafen, München Pestamt 2 (Klughafen): Köln Flughafen Einwurf bei anderen Postämtern oder in anderen Orten bis zu 1 Ta° früher. Abkürzungen: B. A. Buenos Aires; Boul. Boulogne; Cherb. Cherbourg; H Kamburg; LH Lo Havre; Liss. Lissabon. Ziffern in Klammern Postschlusszeiten. Ab Seeweg nach Nordamerika An Berlin Hamburg Bremen Cherb. N.-York Berlin 30. 4. (6)* 30. 4. (10) 3. 5. (6)* 3. 5. (10) 4. 5. (10) 5. 5. (6)* 5. 5. (10) München Brindisi . (13) 1. 5. (16) 30. 3. 5. (13) 4. 5. (13) Athen 1. 5. (5) 4. 5. (16) 5. 5 (16) 1. 5. Lydda 2. 5. Tiberias 4. 5. Lydda . 5. 5. Tiberias 6. 5. Tiberias 6. 5. Lydda 7. 5. Tiberias 2. 5. 2. 5. (19) ..Bremen" 3. 5. 3. 5. (17) „Manhattan" 4. 5. 5. 5. (8) „Deutschland" 3. 5. 4. 5. 4.5. (H) 5.5. (LH) 5. 5. 6. 5. 13'. 5. Luftweg: Nachbr'mgeflug Köln — Cherb. („Mit Luftpost ab Köln zum Dampfer.") Zuschl. 15 Pf. .für je 20 g Berlin Köln Cherb. N.-York 3. 5. (22) 4. 5. (10) Flug zui „Bremen" 4. 5. 9. 5. 5. 5. (13) 6. 5. (16) Halle/Lpzg. Flugh. (6) .* Zur Beschleunigung der Postbefordcrung nach Amerika finden ab 4. Mai regelmässig Luflpost- Nachbringefliige von Köln nach Cherboufg zum Anschluss an die Fahrten der Dampfer „Bremen" und ,.Europa" statt. Die Sendungen müssen die besondere Aufschrift tragen ..Mit Luftpost ab Köln zum Dampfer" und. im Falle der "Weiterbeförderung über New-York hinaus nach nord- oder roittelaraerikanischeh Ländern, „Mit Luftpost ab New-York". Der Luftpostzaschlag für den Nachbringeflug Köln—Cherbourg beträgt 15 Pf. für je 20 g und für die Flüge ab New-York innerhalb der USA 10 Pf. für je 5 g (mindestens 15 PL). Die Flüge werden in diesem Jahr bis zum 14. Oktober durchgeführt WASCHE Willy Sllbermann Speziallaorikation von Schürzen» Kitteln, Serrlerkleldern Berlin W 15, rartserstrass« 32. ~" ™~ —I Ldern Ig 92 25 79 Stefiiberg & Me£nraf§i ESSEN Herren-Wäsche- und Berufskleider-Fabrik SEIDEXER WÄSCHE BERLIN €2 Klos&erstrasse 20 FABEIKATIOX Cbrsef$,(hrse!eifes!Büsfenhdlfer ] Bezugsquellennachweis durch die Fabrikanten : H.Gutmann Söhne Stuttgart" S. 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