Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 17 (1938)
- Issue
- 17 (28.4.1938)
- Date
- 1938-04-28
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2277379-2278191-2278205--12792-2291662- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 17 * Beiblatt 28. April 1938* Seife 15 blB#^CmVrZei Disziplin .Sportliche Auswüchse sind zu verwerfen, ohne dass man das Für und Wider, die von allen Seiten stets zur. Verfügung gehaltenen Entschuldigungsgründe gegeneinander abzuwägen braucht Wer im sportlichen Wettkampf unfair handelt oder wer ausserhalb der Kampfbahn unbeherrscht gegen die sportliche Disziplin verstösst, mues mit aller Strenge bestraft werden. Das gilt in jedem Fall, ausnahmslos und ohne Rücksichtnahme auf die Person des Schuldigen. Im Gegenteil: je bekannter der Schuldige ist, desto schlimmer; denn er müsste noch eher wissen, dass sein Verhalten die Oeffentlichkeit im guten und schlechten Sinne beeindruckt. Das i>t oberstes sportliches Gesetz, und es muss in der jüdischen Sportbewegung um so unnachgiebiger gehandhabt werden, als die erzieherischen Werte der Leibesübungen gerade in unserem engen Rahmen eine bedeutende Rolle spielen. Die Kampfgerichte des jüdischen Sports und die ihnen übergeordnete Instanzen der Schiedsgerichte der Verbände bzw. des Reichsaus-?chusses werden deshalb bemüht sein müssen, diesen Tatsachen Rechnung zu tragen. Sie haben bei aller Objektivität streng und schnell zu strafen; denn eine gerechte Strafe, die der Tat auf dem Fuss folgt, vermag nicht nur den Schuldigen selbst zu bessern, sie wird vielmehr auch in weiteren Kreisen abschreckend wirken und denen die Augen öffnen, die es noch immer nicht gelernt haben, sich in die Gemeinschaft des jüdischen Sports einzuordnen. Und so muss es sein, damit eich die sportliche Haltung unserer •Jungen und Mädel den Idealen des fair p 1 a y, jenem in England, dem Mutterland des Sports, geltenden ungeschriebenen Gesetz, angleicht. Sie ist schliesslich die Grundlage zu dem Ziel: in gemeinsamer Arbeit aller eine besonders intensive körperliche und charakterliche Durchbildung und Schaffung einer widerstandsfähigen jungen jüdischen Generation zu erreichen. * Oft haben unfaire Handlungen auf der Kampfbahn ihren tieferen Ursprung bei Dritten, d. hbei denen, die als Zuschauer unverantwortlich nur den Sieg ihrer eigenen Mannschaft sehen wollen, nur die Fouls der anderen bemerken. Sie suggerieren dementsprechend ihre Meinung ihren Auserwählten und muntern sie geradezu zur Unsportlichkeit auf. Diese Art Publikum ist eine Gefahr für den Sport Ihre Unkenntnis sportlichen Anstandes demoralisiert schlimmer als alles andere. Diese Menschen eines Besseren zu belehren, ihnen beizubringen, dass eine würdig hingenommene Niederlage ehrenvoller ist als ein mit unlauteren Mitteln errungener Sieg, wäre schon eine lohnende Aufgabe. Sie obliegt in der Hauptsache den Vereinen, denen jene Zuschauer ihren falsch verstandenen Ehrgeiz zugute kommen lassen wollen. Eine disziplinierte Zuschauermenge kann einen entscheidenden Faktor im Sport darstellen. Es gibt in der Sportgeschichte Beispiele genug, die die Richtigkeit dieser Behauptung unter Beweis stellen. —n. Der Makkabi in Tel-Aviv Vor 15000 Zuschauern imMakkabiah- Stadion Zu einem grossartigen Erfolg wurde der in der Zeit vom 17. bis 20. April im neu hergerichteten Makkabiah-Stadion in Tel-Aviv durchgeführte 7. Kinuss des Makkabi in Palästina. Es war eine sportliche Veranstaltung, die an Stelle der verschobenen III. Makkabiah aalässlich des 25jährigen Bestehens des dortigen Makkabi stattfand und von dem grossen Interesse zeugte, das man den Leibesübungen im heutigen Palästina entgegenbringt Nach den Eröffnungsfeierlichkeilen und einem . Aufmarsch, an dem sich etwa 3000 Mitglieder des Makkabi beteiligten, begann die Fülle der sportlichen Wettbewerbe. In der Leichtathletik gab es einige neue Bestleistungen, so den Makkabi-Weltrekord von Grün (Makkabi Tel-Aviv), der den Speer 53,66 Meter weit schleuderte; palästinensiche Landesrekorde erzielten im Weitsprung Atter» mann mit 6,47 Meter, im Stabhochsprung Trachtenberg mit 3,40 Meter, die frühere "Berliner Bar Kochbanerin Liesl Czempin warf den Frauenspeer 29,40 Meter, während die 4 mal 400-Meter-Staffel des Makkabi Tel-Aviv 3.58,5 lief. Die leichtathleiischen Leistungen, von denen noch Weils 100-Meter-Lauf in 11,2 hervorgehoben zu werden verdient, litten beträchtlich unter dem starken Wind, dem das ungeschützt direkt am Meer liegende Stadion ausgesetzt ist, Daneben gab es ein Handball- Blitzturnier, das die durch ihre Deutschland-Tournee bekannte Elf des Makkabi Petach Tikwah gewann. Fussball-, Hockey- und Basketball spiele, Turnen, Massenfreiübungen und Vorführungen einer Moiorradgruppe vervollständigten das Programm. An den B o x kämpfen, die am Abend den gleichen Zuspruch seitens des Publikums hatten, beteiligte sich eine Mannschaft des ägyptischen Makkabi. Vor den Entscheidungen Sc&ild Frankfurt a. M. und JSG 33 zweimal im Handball-Finale Schild Stuttgarts Fussballer sehr stark In Köln Südwest—West Die südwestdeutsehen Vertreter des Schild Frankfurt a. M. trafen am 24. April in Köln auf die westdeutschen „Schilde-Meister. Für Westdeutschland bestritten diese Vorrundenspiele um die ..Schilde-Meisterschaft Schild Bochum (Fussball). Schild Bonn (Frauenhandball) und Schild M.-Gladbach Rheydt (Handball). Den Reigen der Kämpfe eröffneten die Handballer, wobei man schon nach wenigen Minuten feststellen konnte, dass M.-GladbachT in guter Form war. Die weitgezogenen Angriffe waren viel, gefährlicher als die des Gegners, der im Innenspiel sein Heil suchte. Beide Torhüter fanden Gelegenheit, sich auszuzeichnen; nur je einem Strafwurf waren sie nicht gewachsen. Danu warf Gladbachs ßechtsaussen ein wunderschönes Tor, und zur Pause führten die Westdeutschen mit 2:1. Die Frankfurter Mannschaft hatte nunmehr das Glück, da.«s der Wind ' stärker wurde. Allerdings stellte sie sich a.uch taktisch geschickter an als vor der Pause, und da sie in technischer Beziehung auch etwas besser war, Hess sie die Gladbaeher Elf trotz deren starker Läuferreihe kg,uin noch ins Spiel kommen, Durch Strauss (2) und Kelzen warf Frankfurt noch drei Treffer, die einen verdienten 4 :2-Sieg ergaben. Kurz vor Schluss wurde Stern (M.-Gladbaeb> des Feldes verwiesen. Die Leitung .durch Mars (Bonn) war überzeugend. Auch im Frauen spiel bewies Marx seine Meisterschaft. Die Mädels aus Frankfurt a. M. haben den .,Schüd"-Meistertitel zu verteidigen, und nach der in Köln gezeigten Form wird ihnen dies wohl auch gelingen. Flügelspiel und schnelle Ballabgabe waren vorbildlich. Bis zur Pause warfen die Halbstürmerinnen Seligmann (2) und Sichel sowie Anni Freund Tore. Mit 4:0 war natürlich alles entschieden. Zwar hatte Bonn in der 2. Halbzeit den Wind im Rücken, die Mannschaft war jedoch weder kräftig noch spielerisch reif genug, die Mädels aus Südwest ernstlich zu gefährden. Anzuerkennen war allerdings ihr riesiger Eifer. So glatt diese beiden Spiele verliefen, so unschöne Szenen gab es im anschliessenden Fussballspiel. Bochum hatte zuerst den Wind im Rücken und wollte ihn entsprechend ausnutzen. Die Vorlagen an die Flügel waren jedoch meistens zu scharf, und zudem war der Linksaussen sehr schwach. Glänzend spielten dagegen die Halbstürmer Alexander und Paul Levi. Durch einen 20-Meter-Stra.fstoss Alexanders und ein weiteres, sehr schönes Tor dieses Spielers lag Bochum 2:0 in Front, ehe etwas Zusammenhang in die Reihen des Gegners kam. Dann aber schoss auch schon Kl aber, Frankfurts Mittelstürmer, ein wunderschönes Tor, und durch Torwartfehler kam der Schild zum Ausgleich. Bochum verschärfte nun das Tempo und wollte besonders die Schwächen de« Torwarts ausnutzen, der jeden Ball fallen Hess. Dadurch kam dann auch Bochums 3. Treffer zustande. Als sich einer der Verteidiger zu einer schweren Unsportlichkeit hinreissen Hess, ereilte ihn der gerechte Platzverweis, und Frankfurt musste die kurz darauf beginnende 2. Halbzeit mit zehn Leuten durchstehen. Gegen das in guter Form spielende Bochum war dadurch kaum noch ein Sieg herauszuholen. Mit Bochums 4 :2-Führung war das Spiel, das nach mehreren Zwischenfällen und Herausstellungen schliesslich 6 :2 endete, entschieden. Weshalb die Leute aus Frankfurt a. M. mit Schiedsrichter Dr. Eichengrün (Gelsenkirchen) unzufrieden waren, ist unverständlich. Josef Gordon. Schild Stuttgart blieb im Rennen Schild Stuttgart scheint die Krise überwunden zu haben. In einem schnellen Spiel, das in Stuttgart stattfand, schaltete der alte Reichsmeister die F u s s b a 11 mannschaft des Schild Mannheim mit 5 :0 aus dem weiteren Wettbewerb aus. . Bis in die Mittagsstunden goss es in Strömen. Der lehmige Platz war dadurch aufgeweicht und sehr schwer bespielbar. Es wurde eine einseitige Angelegenheit für die Stuttgarter, die von der ersten Minute an drängten. Schiedsrichter Baumann (Hakoah- Stuttgart) leitete das Spiel hervorragend. Bis zur Pause stand es 1 :0 für Stuttgart. Später hatten die Mannheimer ihr Pulver verschossen. Die Läuferreihe war nicht mehr da, nur die Verteidigung arbeitete in Hochform und verhinderte manche sichere Torgelegenheit. Vor allem bewahrte der ruhig und sieher spielende Torwart Mannheim vor einer grösseren Niederlage. Die jungen Nachwuchsspieler Stuttgarts haben sich allmählich ins Mannschaftsbild eingefügt. Stuttgart drängte teilweise so stark, dass die Verteidigung über die Mittellinie aufgerückt war und „Barubula" Scheer sogar s^in Glück als Torschütze versuchte. Wenn auch das Spiel einseitig war, so war es von Anfang an spannend und zeigte technisch guten Fussbail. Behält Stuttgart diese Form bei, so wird es den weiteren Bewerbern um die Meisterschaft noeh manche Nuss zu knacken geben. E. H. ISG 33 kam auch im Fussball in die Zwischenrunde Die Mannschaften der ISG 33 und der Sportgruppe Breslau standen sich in Berlin in einem spannenden Treffen gegenüber, das unter Leitung von Schmulewitz (Leipzig) zeitweise recht hart, aber nicht unfair wurde. Die ISG 33 gewann nach torloser erster Spielhälfte noch mit 2 :1 und hat diesen Erfolg, durch den sie sich für die am 8. Mai in Leipzig stattfindende Zwischenrunde qualifizierte, ihrem einfallsreicheren Sturm zu verdanken. Eine gute Partie lieferte vor allem Schollack, der mit seinem sicheren Instinkt für Torgelegenheiten den entscheidenden Anteil am Sieg hatte. Trotz TJeberlegenheit der Berliner, deren Angriff sich immer wieder a.n der eisenharten, sicheren Breslauer Verteidigung festfuhr, ging es torlos in die Pause. Und erst, als die Gäste beängstigend zu drängen begannen, kam die ISG -33 durch Schollack zur 1 : O-Führung. Bald danach hiess es 1 :1 nach einem schönen Angriff der 'inken Breslauer Seite, bis Schoilak durch einen zweiten Erfolg den Sieg für die ISG 33 endgültig sicherstellen konnte. Dann fiel das Spiel ab, zumal beide Mannschaften durch Verletzungen einiger ihrer Leute gehandikapt waren. M. F. Schild Leipzig klar geschlagen Schon nach dem Spiel gegen den „Berlin" JBS gewann man den Eindruck, dass die Leipziger Handballer über ihr erstes Hindernis in der ..Schilde-Meisterschaft die JSG 33, kaum hinwegkommen würden, dass sie aber -nun mit 7 :2 so glatt geschlagen wurden, ist andererseits doch ein Beweis für das Können des Titelverteidigers. Das Spiel der ersten 30 Minuten liess noeh gar nichts von der schweren Niederlage ahnen. Scihild. kämpfte verbissen, erspielte sich sogar mehr Torchancen als die Gäste und schaffte bis zur Pause doch nur ein 1 :1. Wenige Minuten nach Wiederbeginn waren alle Hoffnungen dahin: JSG kam mit dem Wind im Rücken jetzt erst auf Touren, das Zusammenspiel klappte und für S. Blonski im Tor, der ganz Ueberragend-es leistete, gab es nichts zu halten. Leipzigs Mannschaft war in diesem Abschnitt nicht wiederzuerkennen. Dauerndes Umstellen der Elf erbrachte für sie lediglich noch einen Treffer: Den Berlinern gebührt 'mit dem Unparteiischen Epstein (BKH) ein vollauf verdientes Gesamtlob. Schilds Frauen erging es norb schlimmer, :ic mussten gar mit 11 :2 den Zwischen runden sieg den JSGern überlassen, deren Zusammenspiel und Schusskraft um Klassen überragte. k—n. Jüdische Weltmeister bestätigt In Rom fand kürzlieh eine Tagung sämtlicher Box-Verbände der Welt statt — mit dem Ziel, die überall verschiedenen Bestimmungen einander anzugleichen. Die Vertreter der für den europäischen Bereich geltenden IBU, des Britischen Boxverbandes (BBBC), der National Boxing Association der USA und der Boxkommission von New-York wurden sich einig, in Zukunft nur noch eine, in der ganzen Well gültige Liste der Weltmeister zu führen. In dieser Einheitsliste befinden sich auch zwei jüdische Boxer: Benny Lynch, der englische Meister im Fliegengewicht, und der Amerikaner Barney Roes, der nun schon seit drei Jahren in der Weltergewichtsklasse ungeschlagen Champion ist. Im übrigen wurde die Distanz für Weltmeisterschaftskämpfe sowie für alle Ausscheidungskämpfe und Vorentscheidungen auf 15 Runden festgelegt. Ausgenommen sind England und die Länder, in denen das Gesetz Kämpfe von über zehn oder zwölf Runden Dauer verbietet. In der Frage des Kampfabbruchs bei Tiefschlägen kam man zu dem Ergebnis, dass in Amerika, wo der Tiefschutz obligatorisch ist, auch künftig kein Abbruch zugelassen zu werden braucht, dass dagegen die anderen Verbände nach wie vor Disqualifikationen von Boxern aussprechen können, die sich Tief schlage zuschulden kommen lassen. Im übrigen wurde den einzelnen Verbänden in der Anwendung ihrer eigenen Regeln weitgehendst freie Hand gelassen. Als Europameister der Federgewichtsklasse bestätigte die IBU ausserdem Maurice H o 11 z e r (Frankreich). * In der amerikanischen Box-Zeitschrift „The Ring", die alljährlich Ranglisten in den verschiedenen Gewichtsklassen aufstellt, nimmt Max Baer.im Schwergewicht hinter Joe Louis (als Weltmeister) und Max Schmeling den dritten Platz ein. Man scheint also auch in Amerika mit einem ernsthaften come back des einstigen Weltmeisters zu rechnen. des Bar Kochba über die Jugend der ISG, die bis zur Pause noch mit 6 :2 in Führung war. Weitere Ergebnisse: IBC Berlin II—ISG 33 A. H. 8 : 2: IBC Berlin III—Bar Kochba V (IBC kampflos); IBC Berlin 1. Jusend—ISG 33, 2. Jugend a : 7; Taubstummen I—ISG II V 3 : 6; ISG 33 IV—Bar Kochba III 6 : 10: ISG 33 VII—Hapibor 31 7:3; Bar Kochba -I. Jugend— ISK Jugend 4 : 3: IBC Berlin 1. Knaben—Bar Kochba 1. Knaben 5:5; ISG 33 2. Frauen—Bar Kochba 2. Frauen 8 : ü; ISG 33 5. Frauen—Bar Kochba -1 Frauen 3 : R. M. F. Fussball-EnrebEisse: Hasribor 1. Schüler—ISG 33 I Schüler 2 : 0; Hasibor 1. Jueend—ISG 33 2. Jucmk 7:1: Hakoah 1. Jugend—ISK 2. Jugend 5:2; iSK 1. Schüler—Ha gibor 2. Schüler 6 : 0. Berliner Verbandsspiele IBC ,3erlin" schlug ISK 10 :7 In einem interessanten Eandballkampf standen sich am 24. April die beiderseits ersatzgeschwächten ersten Mannschaften des IBC „Berlin" und des ISK gegenüber Mit 10 :7 gewannen die IBCer und sicherten sich damit endgültig den ehrenvollen zweiten Tabellenplatz in der ersten Klasse des Handball-Spielausschusses •hinter dem Bar Kochba Hakoah, während sieh ISG 33 und ISK noch um den dritten Rang auseinanderzusetzen haben. t>er IBC war tatsächlich' überlegener, als os das Resultat besagt. Allerdings spielten die ISKer nur mit 10 Mann. Zur Pause stand das Spiel, stets leicht im Zeichen des IBC, 4:2, dann bauten die „Boxer" diese Führung nach sauberer Angriffsarbeit ihres Sturmes aus, Hessen aber zum Schluss wenig Ehrgeiz erkennen, so dass Siegel und Model für den ISK auf 7:10 zu verkürzen vermochten. Das Spiel, das Perls (B. K. - H.) leitete, war stets fair. # Von den übrigen Spieien interessierte der S : S-Sieg von ISG 33 III über die ersatzgeschwächte Bar Kochba-Jugend, und der 8 : 7-Erfolg der Alten Herren Südwestdeutsckland Fussball im Maingebiet Die unvollständige 1. Mannschaft des JSV Offenbach schlag die ersatzgeschwächte Ia-Mannsehaft des F r a n k furter Bar Kochba mit 2:1. Ein schöner Erfolg für die Offenbacher, deren Verteidigung besonders gut war. Nach ziemlich ausgeglichenem Spiel (Halbzeit 1: V) wurde das Führungstor durch einen indirekten Freistoss erzielt. Bar Kochba Frankfurt a. M. T. war Schild Worms jederzeit überlegen. Worms musste trotz guten Torwarts eine ziemlich hohe Niederlage von Ö : 7 (0 : 4) hinnehmen. Weitere Erzebnis.se: Bar Kochba Offe.uWh I-.fTR Frankfurt a. M. 17:3; JJB Hanau II—Sc hü d Frankfun a. M. II 4:4; Schild Heilbronn—PTG Augsburg 7 : 1. * Im Handball unterlagen die Frauen des JSV Offen bac h dem Schild Wies b a d e n mit 1 : 3. nachdem es bei Halbzeit 1 :1 gestanden hatte. Die Wiesbadener Torhüterin zeigte ein ausgezeichnetes Stellungsspiel und hielt sicher. Weitere Ersebnisse: JJB Hanau I—Ba.r Kochba Frankfurt a.. M. I 4 : 14; Hakoai Frankfurt a. 31. Frauen—Bai Kochba Offanbach Frauen 6:0. L. B. Hakoah Stuttgart gewann 2 :1 In Stuttgart trafen sich Hakoah Stuttgart und TC 03 Karlsruhe zum fälligen Verbandsspiel in der Arbeitsgemeinschaftsrunde. Mit 2; 1 konnte Hakoah Stuttgart nach leistungsarmem Spiel als glücklicher G-ewinner den Platz verlassen E. H. Bayern JTVS Nürnberg schlug JSC Fürth Nürnberg hatte eine ausgeglichene und besonders flinke F u s s b a 11 - Mannschaft zur Stelle, die durch ihr technisch ausgezeichnetes Spiel den 6 : 0- Sicg durchaus verdiente. Fürth musste infolge Spielerabwanderung einige Jugendliche einstellen, die sich natürlich gegen die mit allem körperlichen Einsatz spielende Nürnberger Verteidigung nicht durchsetzen konnten. Zu allem Unglück verlor Fürth schon in der 1.. Halbzeit seinen besten Spieler durch Verletzung, so dass die Mannschaft den Rest des Spieles mit 10 Mann bestreiten jmisste. Mit 4:0 siegte die Fürther Jugend über die Jugendroannschaft des Nürnberger Vereins und holte sich dadurch verdient und ohne Punktverlust ('Torverhältnis 17 : 1) auch in diesem Jahr die jüdische Jugendfu^sballmetsterschaft in Bayern. ITYS Nürnberg Knaben—ISC Fürth Knaben 2 :1. R. ST. Nordwesidetstschland BK Hamburg wurde Meister In Hamburg wurde der F u s s b al 1 meisler des nordwestdeutschen Makkabikrelses ermittelt. Zum Kampfe stellten sich Makkabi Rostock, Makkabi Altona und Bar Kochba Hamburg. Erwartungsgemäss setzten sich die Hamburger Bar Kochhaner durch, wenn ihnen auch der Sieg sehr schwer gemacht wurde. Im ersten Spiel trafen sie auf Makkabi Altona. Nach einer Pausenführung Altonas von 1:0 gewannen sie schliesslich noch mit 3 :1. Makkabi Rostock musste anschliessend den Hamburgern den Sieg mit 2:1 (1 : 1) überlassen. Im Schlussspiel besiegte Makkabi Altona die Roslocker mit 2:0. II. Fdler. Hockey in Köln Hakoah Köln—Bar Kochba Frankfurt a. M. 4:0. _ B. Schulsport Als Termin für die Jab ressporikämpfe der jüdiseben Schulen in Deutschland, die die Schulverwaltungen der Reichsvertretung und der Jüdischen Gemeinde Berlin auch in diesem Jahre wieder in Berlin durchzuführen beabsichtigen, ist der 12. September vorgesehen. Die genauen Ausschreibungen sind bereits ergangen. In den einzelnen Altersklassen werden diesmal im Gegensatz zum Vorjahr keine Einzelwettbewerbe, sondern nur Dreikämpfe ausgetragen. An den Endkämpfen, die die besten" Schüler und Schülerinnen in den leichtathletischen Disziplinen ermitteln sollen, sind die jeweils Besten der neun Bezirke teilnahmeberechtigt Sie müssen sich bis 14 Tage vor den grossen Schulferien aus den Schulsiesern qualifiziert haben. Die Berliner jüdischen Schulen führen ihre Ausscheidungen allerdings erst am 3. oder 5. September durch.