Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 17 (1938)
- Issue
- 16 (21.4.1938)
- Date
- 1938-04-21
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 16 ».:21.April1938 C.-V.-Zeifung Seite 5 Jüdisches Leben - jüdischer Geist Kunstnachrichten SCHACH «ECKE Berlin Die hebräische Lehranstalt der jüdischen Gemeinde beginnt ihr neues Semester am 25. April. Es werden Neuanmeldungen für die Klassen von Anfängfern, Mittleren und Fortgeschrittenen sowie für die arabischen Kurse entgegengenommen. Es linden besondere Kurse für Jugendliche und für Lehrer statt. Auskünfte: Grosse Hamburger Str. 27 'Montag und Mittwoch 17.30 bis 18.30 Uhr) und 3\lepstockstr. 58 (Dienstag und Donnerstag 17.30 bis 18.30 Uhr). Mannheim Im grossen Saale des Kulturbundes fand die diesjährige Schlussfeier des Jüdischen Lehrhauses statt, deren ausserordentlich starker Besuch wohl vor allem auf ihren künstlerischen Rahmen zurückzuführen war. Keben eindrucksvollen Gaben von Orchester und Chor des Kulturbundes unter Kapellmeister Siuzheimer interessierte besonders eine Probe aus Hugo Adlers neuem op. 23, der biblischen Legende „Akedah". Musste bei der Wiedergabe dieser „Railade" auch an Stelle des Orchesters der Flügel treten, so \at dies dem musikalisch packenden Ausschnitt wenig Abbruch. Von den Mitwirkenden, von denen für den erkrankten Vertreter der Basspartie der Komponist selbst geschickt einsprang, sei an erster Stelle der tragende Bariton von Artur Cohn genannt, neben dem der Alt von Frau Weil-Elk und der Sopran von Marta Oppenheim das ihre zur nachhaltigen Gesamtwirkung beitrugen. Aus dem dann folgenden umfangreichen Bericht, den der Leiter des Lehrhauses, Professor Dr. Billigheimer, über die vielfältige Jahresarbeit erstattete, ging hervor, dass im ganzen 57 Kurse mit 550 Hörern und Schülern durch 22 Dozenten stattfanden. Davon waren 36 Sprachkurse, darunter 21 englische und sechs hebräische. Von den aus dein Lehrkörper Ausgeschiedenen würdigte der Redner besonders die Persönlichkeit Rabbiner Dr. Grünewalds. Von dem. was das Lehrhaus künftig plant, erwähnen wir eine Lerntagung für Jugendliche, Vorträge von Rabbiner Richter über die messianische Bewegung, eine musikalische Arbeitsgemeinschaft von Hugo Adler und Kapellmeister Sinzheimer wie Intensivkurse für Englisch. So. Freiburg Das Jüdische Lehrhaus versendet einen Arbeitsbericht über die Zeit vom April 1937 bis zum März 1938, dem wir das folgende entnehmen: an vier Abenden sprachen im Rahmen eines Vortragszyklus Dr. Arnold B e r n e y (Berlin), Dr. Max Dienem an n (Offenbach). Dr. Schiff (Karlsruhe) und Dr. Max Grunewald (Mannheim). Dr. Jakob Picard und Alfred Auerbach (Frankfurt a. M.) ia-«en aus eigenen Werken; über Palästinafragen referierte S. Sehachnowitz (Frankfurt a. M.), über jüdische Gebetauffassung sprach Professor Dr. B i 11 i g h e i m er (Mannheim"), während Dr. Frankenau (Freiburg'i über medizinische Probleme zur Auswanderung referierte. Einen Höhepunkt der Veranstaltungen bildete die Feier zum 75jäbrigen Bestehen der Synagoge. bei der Rabbiner Dr. S. Scheuermann die Festpredigt hielt und die künstlerische Umrahmung vom Synagogenchor unte-. Leitung und Mitwirkung von Oberkantor Z i e g 1 e r gegeben wurde. Sechs englische Lehrkurse unter "Leitung von Dr. Ilse Hamburger, ei^ hebräischer Kurs unter Leitung von Kantor K u f 1 i k und eine musikalische Arbeitsgemeinschaft unter Dr. K.a t z wurden abgehalten. Der Besuch aller Veranstaltungen war sehr gut. Gottesdienste in Berlin ALTER RITUS: Grunewald G., Heidereutergasse IL, Ka.iserstr. K., Köpenick K., Münchener Str. M.. Pcstalozzistr. Pe., Rykestr. R.. Thielsch-Ufcr Tu. NEUER RITUS: Fasanenstr. Fa., Friedenstempel Fr., Lcvetzowstr. Le.. Lirwk?nstr. Li., Lützowstr. Lü., Oranienburger Str. O., Oranienburg O., Prinzreecritenstr. Pr., Schmargendorf Sm. REFORM: Johannisstr. Jh., Joaehimsihaler Str. ~ J. FALKENBERG - Synagogen: Kaiserstr. Ka., Kaiserdamm Kd.. Prenzlauer Promenade Pz., Schönhauser Allee — Sä.. Trü'tstr. T. Freitag, 22. April Ansprache Besinn bzw. Predigt Baeck Goetz Oberländer Sonnabend, 23. April Sonntag (St.), 24. April Fa. 10 Fr. 10 G 9 H 8.30 J — JH. — K 9 Ka. 10 Kd. 10 Kp. 10 Le, 10 Li. 10 Lü. 10 M 9 0 10 Or. 10 Pe. 8.30 Pr. 10 K 9 Sm. 10 «ö. 10 T — Tu. 8.30 Ansprache Ansprache Beginn bzw. Predigt Begims bzw. Predigt 19.15 10 Galliner 19.15 Hamburger 10 Warschauer 19.15 9 Nobel 19.15 10 Berkowitx 18.30 Rosenthal __ — 10.30(SWGottechalk 19.15 10 Freier 19.30 Zimet 10 Loewenthal 19.30 Loewenthal 10 Süssmaaii 19.15 10 19.15 10 Jospe 19.15 10 Saloruonski 19.15 10 Nussbaum 19.15 9 Broch 19.15 10 van der Zyl 19.15 10 19.15 8.30 Ksinski 19.15 Graf 10 Baeck 19.15 10 Swarsenskr 19.15 10 Winter 19.15 Goete 10 Oberländer 39.30 Suberstem 10 Goetz 19.15 S.30 Jakohovit? Die englische führende Kunstzeitschrift „The Burlington Magazine" bringt einen Artikel aus der Feder von Max I. Friedländer über altniederländische Malerei. Hans Huth veröffentlicht ausserdem interessante Studien zur französischen Möbelkunst. * Im Salon der Humoristen in Pari», der alljährlich stattfindenden Ausstellung der Karikaturisten, zeigt Käte Münzer zwei wirkungsvolle satirisch© Bilder: „Conference" und „Le Veuf" (Der Witwer). Der früher in Berlin tätige Maler Joseph Oppeuheimer vollendete in London da* Porträt des Präsidenten Paui Krüger, das in der Residenz des Premierministers in Pretoria (Südafrika) Aufstellung finden wird. * In der „New York II e r a I d Tribun eu, Paris, findet sich ein Artikel über die älteste Synagoge Frankreichs, da-s Gotteshaus von Carpentras in der Nähe von Avignon. Dort lebten in unmittelbarer Nachbarschaft mit den Päpsten viele Juden. Die Päpste machten den Juden verschiedene Schenkungen. Wertvolle Kultgegenstände sind noch heute in Carpentras zu sehen, auch die Backstube für die Mazzot hat sich in einem Hause im Umkreis des Tempels erhalten. * Anthony de R o t b s c h i I d hat der National; galerie in London ein Bild von van Dyck „Der Abbe Seaglia" geschenkt. Das Bild stammt wahrscheinlich aus dem Jahre 1634 und ist eines der berühmtesten Porträts des Malers. * A g n e w , T h o s. & Sons veranstalten in ihren Londoner Räumen eine Ausstellung von Gemälden und Zeichnungen des französischen Impressionismen Canaille Pissarro. Aus den Familien Jacob G utbm an n (jetzt Wiesbadenj, früherer Vorsitzender der Ortsgruppe Eich/Kr. Worms des C.-V. und Kultusvorsteher der vereinigten Gemeinden Eich und Hamm, feierte am 3. April seinen 70. Geburtstag. — Carl Cohn (Berün-Schöncherg; bet'ing am 14. April seinen 85. Geburtstag. — Leopold S c 1 i g ni a n n (Habitziieim/Odenw./Hesen), der fast 50 Jahre Musiklehrer in Frankfurt a. M. war und dem Orchester der Museumsgesellschaft 30 Jahre angehörte, feiert am 23. April seinen 70. Geburtstag. — Martin M a n d u s (Berlin-Neukölln) wird am 23. April 75 Jahre alt. — Amalie Adler (Essen) begeht am 24. April ihren SO. Geburtstag. — Josef Singer (Ziegenhals/Oberschi.) vollendet am 24. April sein 80. Lebensjahr. — Sanitätsrat Dr. Oskar Wienskowitz (Dresden, früher LöbaulSa.) feiert am 24. April seinen 80. Geburtstag. — Eugen Silberstein (Berlin- Wilmersdorf) wird am 26. April 70 Jahre alt. — Ferdinand Oppenheimer (Ober-Ingelheim) begeht am 29. April seinen 70. Geburtstag. — Hermann Gerson und Frau Henriette (Berlin, früher Schwerin a. W.) feiern am 28. April ihre Diamantene Hochzeit. Willv Samson, Inhaber der Firma J. Samson Söhne. Edox-Schuh K.-G.. Essen, feierte am 17. April sein SOjähriges Kaufmannsjubiläum. Er übernahm die seit 127 Jahren bestehende Firma von seinem Vater. Seit Jahrzehnten ist Willy Samson Mitglied des C.-V. Am 1. April verliess der langjährige Vorsitzende der Gemeinde und der C.-V.-Grappe Z i e 1 e n z i g, Adolf Cohn, Zielenzig, und siedelte nach Berlin über. Schachaufgabe Nr. 119 von Paui Rosenblatt (Berlin) (Wiener Schachzeitung 1938) W", 'W, W/4 Wm m'*M, * $L 'sS^A, **'- /ÄJI &;Ü /W, '?WJ> &t m M ü HU/y///< * *' & /$, y ki f§?M±t!'Hk % 3% , /, # a f ' Matt in drei Zuren. Weiss: Ke7. Dd3, Th2, Ldl, Sfl, Sg3, Bc7, d6, b.3 Schwarz: Kf3, De2, Tb2. Tc2. La2, Le3, Sgl, BaT, d7, d5, f-i, f2, h5 * Schachaufgabe Nr. 120 von Paul Rosenblatt (Bei'liji) «Denken o. Raten 1928) '35. (13) ff /'S " . / W /, i f% Im im /> SÄO*/ ' / - *J' M % % # A 7 6 7 W üfe Matt in zwei Zügen. Weiss: Kh7. Dd4. Te4, Tg5, Ld5. Sfl ( 6) Schwarz: Khl. Tai. Tdl, Lbl, Lb2, Se7, BaG c3. f7, f2 HO) * Weitere richtige Lösung von Nr. 118 ging noch ein von Martin Hirsch (Grottkau). Voranzeigen WEITERE VEREINS - SYNAGOGEN: Berliner Strasse 91 (Hohenschönhausen), 22.: 20 (Meyer). — Prinzenallee 87, 22.: S.30 (Alexander) und 19.15: 23.: 8.30 <Alexander); wochentags 7 und 19.30V — Schönhauser Allee 98 (Tiferes Isroel), 22.: S.30 und 39.15: 23.: 10 <Rosskamrn\ — Schulstr. 7. 22.: 9.30 rAdler» tmd 18.30: 23.: 9.30 (Adler). — Spandau, 22.: 18 und 19.30; 23.: 10. — Stierstr. 21, 22.: 9 und 19.15; 23.: 9 (Winter). — Zweites Waisenhaus Pankow, Berliner Str. 120/121: Liberaler Gottesdienst, 22.: 10 und IS Uhr; 23.: 10. Jawne, anerkannte private jüdische Oberschule, Köln. Die Schule wird mit behördlicher Genehmigung wieder zur Vollanstalt ausgebaut, nachdem sie in den letzten Jahren keine Oberstufe mehr hatte. Mit Beginn des neuen Schuljahres wird der Jawne eine weitere englische Oberklasse zur Vorbereitung auf das Cambridge Schoo! Certificate angegliedert, in die Absolventen der 6. Oberschulklasse aufgenommen werden. Berlin: , v 25. April. 20V* Uhr: Künstlerhilfe der Jüdischen Gemeinde. Johanna Meyer und Lotte Schwarz (Rossnbaum) „Frauengedankea und Frauengespräche". Klubheiui des Jüdischen Frauenbundes. Marburger Str. 5. 26. April. Uhr: Künstlerhilfe der Jüdischen Gemeinde. Streichquartett Richard London, Leopold Leiserowitsch, Kurt Burchardt, Rudolf Hess. Bora Bernstein (Börner) (Lieder). "U. a. Uraufführung Pastorale für Streichtrio von Richard Altmann. Klubheim des Jüdischen Fraueubundes, Marburger Str. 5. 27. April, 20V* Uhr: Künstlerhilfe der Jüdischen Gemeinde. Lieder, Arien und Duette Paula Salomon (Lindberg) und Kurt Rahmer. Am Flügel: Bise Rahmer. Hauskonzert hei Weisstein, Kurfürstendamm 163/64. 28. April. 2fl!/4 Uhr: Künstlerhilfe der Jüdischen Gemeinde. Lieder- und Arien-Abend Else Horwitz (Jansen). Begleitung: Dr. Arthur Wolff. Kiuhheim des Jüdischen Frauenbundes, Slarburger Str. 5. Frankfurt a. M.: 27 April, 20V: Uhr: Grosses Benefizlconzert der jüdischen Tonkünstler Frankfurts zugunsten des Kassenfonds der Mittwochkonzerte. Mitwirkende: Erna Gross (Sopran), Piiula Lovi (Alt), Hans Asspnheiro (Bariton), Theo Ratner (Violine). Alice Rosenbaum (Klavier). Lii'y Sclnvarz-Maverhoi'fr (Klavier^, Dr. Willy Salomon (Klavier), Wolfgan? Bretschneider (Violoncello). Siegfried Würzburger "(Orgel), Martha Sommer (Orgel). Westendsynagoge. -HOTEIIS^^ r BAD NAUHEIM ianaterium Dr. Scboenewald lCZ und Sio'twechse/krankhelten. Alle Diätkuren. I Keim Dr.Fritz M. Meyer.Berlin-Wilmersdorf,GGntzelstr.57 1 Angst-, Zwangs-, Sexuai- Meorose / Schlafstörung Sprechstunde und Kiinik £ Das Jüdische ICyrh^spifal Em Seeu. Solbade K©L©£RG (OsSse^ nimmt ab 12. Mai ds. Js. Erholungsbedürftige auf. Pensionspreis für 4 Wochen einschliesslich Solbädern ui.d ärztlicher Behandlung: R» 77.— für Kinder bis 13 Jahre BX OS.— Jür Kinder über 13 Jahre 1 , , und tür Er-wacüsene. ■ Besonder« gute Erfolge d. 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