Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 17 (1938)
- Issue
- 15 (14.4.1938)
- Date
- 1938-04-14
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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$r.15 * 3. Beiblatt .14, April 1938 ■ * Seite 13 >Das Extemporale** im Theater der Jüdischen Schulen in Berlin Von links nach rechts: Simon Sainsky* Max Ehrlich, Steffi Rosenbaum, Werner Hinzelmann Fot. Abraham Schiüstücke waren von jeher beliebt; dieses aber, das in zahllosen früheren Aufführungen bestens erprobte Lustspiel von Hans Sturm und Moritz Färber, ist von besonderer Art. Es will nichts beweisen; es will nicht moralisieren oder eine pädagogische Tendenz herausstellen; es bat auch beileibe, keine literarischen Ambitionen, es will nur, im Sinne einer lustigen Unterhaltung, „wirken". Und — man muss es den beiden Verfassern lassen: auf amüsante, theatermässige Wirkungen verstehen sie . sich. Das geht bei ihnen alles wie am Schnürchen. Aus einem einzigen Einfall zaubern sie ein Dutzend hervor. Eine Steigerung komischer Aengste und Verlegenheiten, die kaum noch zu übersteigern ist. So wird aus dem Lustspiel ein Schwank und aus dem- Schwank eine ins Unbändig-Heitere gewendete, spannende „Affäre". Risum teneatis, amici! Lachte man aber nur öber das Stück und seine vergnüglich gehäuften Schwanksituationen? Ehrlich gesagt (um ein Fleckfort ÄS SERTOS. W.50 Passaner Strasse 3. 24 92 31. Chemische Steinigung — Färben — Entflechten. improvisiertes Wortspiel aus dem sonst keineswegs klassisch geprägten Bühnendialog zu brauchen): der Hauptträger des Lacherfolges an diesem- Abend war — Max Ehrlich, den sich 'das Theater der Jüdischen Schulen von der Kleinkunstbühne als berühmten. Gast ausgeborgt hatte. Er spielte, mit dem ganzen Aufwand seiner unverwüstlichen (da wir einmal im Lateinischen sind) vis comica, die gewichtigste Person des leichtgewogenen Stückes, den Gymnasialdirektor: einen im Schulamt ergrauten, verknurrten, verknöcherten Sonderling, und er spielte ihn so. haarscharf in Maske, Bewegungen und charakteristischen. Details, dass man die unwahrscheinlichen Züge der Schwankiigur beinahe übersah. Besonders amüsant, wie sich die gewöhnheitsmässige Erregung des Cholerikers in kurzen,' quakenden Froschlauten äusserte ..... Neben Ehrlich, dem gastierenden Protagonisten, hatten die anderen Darsteller natürlich einen schweren Stand. Trotzdem konnte . vor allem Werner Hinzelmann, einer der Lieblinge der Jugendbühne, als schüchterner, in die Enge getriebener Oberprimaner mit vollen Ehren bestehen. Auch die vielseitig begabte Steffi R.os ejiba.um .als . jugendlich frische,- resolute- Retterin aus den Nöten des Extemporale machte ihre Sache "ausgezeichnet. Lortens Vater, dem verwitweten Oberlehrer, der dann als verspäteter Brautwerber . auftritt, suchte Simon S a i n s k y etwas mehr Farbe und Umriss zu geben als seinen bisherigen Gestalten; Lortens' künftige Stiefmutter spielte Rosa Cohn mit sympathischer Zurückhaltung. Sonst bewährten sich noch Jenny Boree in der Rolle einer ostpreusselnden Haushälterin und Hans Lüp schütz als Schuldiener. Regie: Ernst Rosenbaum, der die Aufführung mit Sorgfalt einstudiert hatte und offensichtlich bemüht war, das Stück nicht ganz ins Burleske entgleiten zu lassen. Dr. Hugo Lachmanski. Ottenbachs „Pariser Leben" im Kulturhund Mannheim Der Kulturbund Mannheim brachte Ottenbachs „Pariser Leben" völlig neu einstudiert als grosse Revue-Operette heraus. Dabei wurde das mit echtem Operettenschmiss unter Kapellmeister Max Sinzheimers Leitung spielende Orchester an zwei Flügeln von Otto R e p p e r t und Ilse Lion voll Elan unterstützt. Erfreulich, wie sich die von Otto Reppert komponierten Einlagen dem Ganzen einfügten. Ausgezeichnet die Besetzung der vier tragenden Partien mit Max L i p m a n n als famos singendem wie. spielendem Baron Gondremark, Trude Kant e r - Frankfurt a. M.. mit ihrem hohen, schlanken Sopran als aparter Helga, dem tonschön gebotenen Raoul von Leo Kronenberge r und Ilse Reis mit prächtigem sich auch im Ensemble sicher durchsetzendem Sopran als Metella. Richard Hirsch trat als wirkungsvoller Alfons hervor, Georg Reiss als belustigender Robinet. In kleineren Rollen die Marquise von Friedel Neu, als deren Nichte Henny H o f f m a n n , Erna Marianne L ö b als Paulette. Der Tanz war wesentlicher Faktor dieser Revue-Operette. Die alles belebende szenische Gesamtleitung von Ernst Rudolf Mayer gab dem Ganzen Auftrieb, Charme und Farbe, mit den Girls des Bewegungschores als Hintergrund. Den Erfolg auf tänzerischem Gebiet sicherten vor allem die Solistinnen Annemarie Fuss und die Frankfurterin Lulu Neumann. Zu all dem hatte Erich Marx die ebenso stimmungswie stilvollen Bühnenbilder geschaffen und Lore Meyer die aparten Kostüme. Jubelnder Beifall rief am Schluss alle führend Beteiligten immer wieder an die Rampe. Der so glücklich erneuerte Offenbach nlusste dreimal vor dicht besetztem Hause wiederholt werden. So. u. a. Lieder des verstorbenen Fritz Lissauer gewählt, die schwer zu singenden Pierrot-Lieder von Kowalski meisterte der Baritonist technisch ausgezeichnet, Gerhard G o 1 d s c h 1 a g begleitete die Sopranistin zu einigen seiner schon vertrauten Lieder, während im übrigen Teil Werner Baer als fürsorglicher Betreuer am Klavier wirkte. Kai. Das Jugendpflegedezernat der Jüdischen Gemeinde Berlin veranstaltete gemeinsam mit dem Reichsausschuss der jüdischen Jugendverbäiide einen Vortragsabend im Theater der jüdischen Schulen, der dem jüdischen Humor gewidmet war. Eine Jugendveranstaltung hat ihre eigenen Gesetzmässigkeiten, und ganz sewiss eine Veranstaltung, auf-der nur der Humor zu seinem Rechte kommt. Schon äusserlich: was solchen Abenden an Feierlichkeit abgeht, gewinnen sie durch die unverkennbare Spannung, mit der die Zuhörer allen Darbietungen folgen. Diese Zuhörer kommen fast alle aus den Betrieben, aus der Lehrwerkstätte oder wo sonst ihr Arbeitsplatz liegt. Das Abendbrot hat man bei sich, und in der ' Pause kommt der Magen zu seinem Recht. Auch die Künstler spüren diese besondere Atmosphäre einer Jugendveranstaltung, lauter und anhaltender kann ihnen für ihre Leistungen wirklich nicht gedankt werden. Von dieser Eigengesetzlichkeit jedes Jugendabends sollte allerdings auch das Programm Zeugnis ablegen. Dass in dieser Beziehung den Erfordernissen nicht. restlos Rech- Konzerte und Vorträge Zwei Veranstaltungen der Künstlerhilfe .der Berliner Gemeinde brachten Gesangsdar- bietüngen. Der Abend in der Joseph-Lehmann- ' Schule mit Liedern, Arien und Duetten bereitete den beifallsfreudigen Hörern angenehmste Unterhaltung. Erna. Jacobys ausdrucksreicher Alt, der grosse Sopran von Hildegard Lippstadt (Lindt). und der besonders in der Mittellage klangschöne Bariton von Hermann Salomonski kamen in abwechslungsreicher Vortragsfolge bestens zur Geltung. " Die Altistin hatte Neu eröffnet! Jüdische Gaststätte Renoviert! Cafe und Restaurant „Zum Wiener" Kommandantenstr. 44 a Nä'ne Moritzplatz Tel. 67 27 64 Inh. Seiig Moritz . Angenehm. Aufenthalt! Geöffnet von 8 Uhr früh. nung getragen worden war, störte die gute Laune der Zuhörer. nicht. Und hier liegt eine Gefahr: dass nämlich die ausführenden Künstler sieh von dem Jubel eines sehr beifallsfreudigen und nicht allzu kritischen Publikums mitreissen lassen. Alexander ModIi, der besonders anhaltend gefeiert wurde, ist dieser Gefahr zweifellos erlegen. Dass sein Lied „Jojne, spiel mir ein Li edel" von einem nicht kleinen Teil der Zuhörer mindestens so heftig abgelehnt wurde, wie es der andere Teil beklatschte, muss gesagt werden. Auch Ma.x K o n i n s k i bewegte sich kurze Zeit in der angedeuteten Gefahrenzone, wenn er auch im übrigen durch den vollendeten Vortrag mehrerer Erzählungen erfreute. Es ist zu hoffen," dass die" genannten Organisationen solche Jugendveranstaltungen, für die ein ausgesprochenes Bedürfnis vorliegt, oft wiederholen werden, aber die Erfahrungen vergangener Abende dabei berücksichtigen. Günter Friedländer Das jüdische Musikleben in Stuttgart ist dadurch gekennzeichnet, dass dort ein grosser, ungefähr 200 Menschen umfassender Sing- und Instrumentalkreis jüdischer Musikliebhaber. besteht, der von Karl Adler begründet wurde und von - ihmzusammengehalten wird. Dieser Chor ist die tragende Stütze aller musikalischen Veranstaltungen der Jüdischen Kunstgemeinschaft. Als besonders beispielhaft geglückt konnte man einen Abend ansehen,' in dem der Sing- und Instrumentalkreis unter der impulsiven Leitung von Karl Adler die „Tageszeiten" von G. Ph. Thelemann zur Aufführung brachte, ein . Alice Berend In: F 1 o r e n z, das sie liebte und wo sie am 30. April den 60. Geburtstag zu begehen gedachte, ist sie nach längerer Krankheit gestorben. Ein Leben wurde beendet, dem mancher schöne künstlerische Erfolg, aber nur verhältnismässig wenig" persönliches Glück beschert war. Alice Berend hatte den Blick für die Menschen, die um sie waren, und für die Verhältnisse, in denen sie standen. Und mit den Gaben der klaren, scharfen Beobachtung und der innigen Einfühlung verband sich ihr die der Formung und Gestaltung. Schon in dem Bändchen „Allerlei Poeterei", in dem sie 1901 debütierte, und in den folgenden anmutigen Kinderkomödien („Das neue Kindertheater") findet sich in den Anfängen, was später ihren Ruf begründen, ihr die immer breitere Lesergemeinde zuführen sollte: jene im Kern realistische, in der Darstellung poetische Betrachtungsweise, die den Reiz des köstlichen Alt-Berliner Bilderbogens „Spreemann & Co." Mldete, und die zum Beispiel den Romanen ..Frau Heinpels Tochter", „Die Bräutigame der Babette Bamberling" und „Mathias Senfs Verlöbnis" diese besondere Anziehung verlieh. Heiterkeit und Ernst, die beide in Alice Berend beschlossen waren, gaben auch ihren Werken die Prägung. Ihre-Entwicklungslinie strebte zuletzt von der solid untermauerten Publikumsbasis fort in die Bezirke der höheren Literatur; in diesem Zeichen entstand u. a. das wertvolle Buch „Der Schlangenmensch". Leben bedeutete für sie erleben. Sie suchte das Erleben, aber es bot sich ihr ebenso selbst an. Berlin, wo ihr Vater, der Spross einer angesehenen Hamburger Kaufmannsfamilie, sich niedergelassen hatte, wurde am 30. Juni 1878 ihr" Geburtsort. Hier besuchte sie die Schule. Sie wird die Gattin eines schwedischen Schriftstellers, der unter dem Pseudonym »Hertz" schreibt In zweiter Ehe ist sie mit dem Maler Brainlinger verheiratet Nach Irrungen und Stürmen die Ruhe in Florenz — nun die Ruhe des Todes. Alice Berend ist in das Meer des Vergessens getaucht, wir jedoch, werden sie nicht vergessen. Wir sehen sie, wie Lovis Corinth, der Mann ihrer Schwester, Charlotte Berend, sie in einem Bildnis festgehalten hat, und wir hören sie aus der Fülle und Mannigfaltigkeit ihrer Werke. Richard Wilde Theater* Musik, Fi!m Oskar H o m o I k a spielte im Londoner Savoy-Theatre in einem neuen Bühnenwerk „Power and Glory" von Karel Capek. englische Version von Paul S'elver und Ralph Neal, eine Donpelrolle. * . - Die dreiaktige hebräische Oper „The Pioneers" („Heehaluz") von Jacob Weinberg, die auf dem internationalen Musikwettbewerb der Sesqui-Centennial Association in Philadelphia den ersten Preis von 1000 Dollars erhielt, ist soeben im Verlag der Transcöntinental Musie Company (Dr. Josef Freuden-tbal), New York City, erschienen. — Im gleichen Verlag erschien ein Streichquartett sowie ein Cellokonzert des palestinensisehen Komponisten Julius C h a j e s. * Bruno Walter gibt Ende dieses Monats mit der Philharmonie in Budapest einen Beethoven-Mozart- Abend. * Fritz K r e i s l e r spielte in London zugunsten des Hilfswerkes für blinde Kinder. * In Paris dirigierte Eugen Szenkar die 5. Sinfonie von Tschaikowsky. Die Kritik bezeichnete die Wiedergabe als vollendet und hinreissend. * Jehudi Menuhin setzte seine Konzertreise durch die Städte Frankreichs und Englands fort. * In Budapest fanden mehrere Konzerte des Cellisten G-regor Piatigo-rski statt, deren durchschlagenden Erfolg die ungarische Presse rühmt. # Isidor Achron, der bekannte amerikanische Geiser, gibt in Paris einen eigenen Abend. * •Im Budapester Stadttheater veranstaltete der bekannte Operettenkomponist und Dirigent Paul Abraham drei Jazzkonzerte, zum Teil mit eigenen Schlagern, die den lebhaftesten Zuspruch des "Publikums fanden. * In dem neuerrichteten „Teatro deUe Arti" in R ö m dirigierte Kapellmeister Richard Falk die von ihm bearbeitete komische Oper von Pergolesi „II maestro di musiea" vor auserlesenem Publikum. Die Aufführung, zu der. die Königliche Oper ihren gesamten Apparat zur Verfügung gestellt hatte, war von durchschlagendem Erfolg. * Von Castelnuovo-Tedesco werden demnächst in Florenz neue Duette von dem amerikanischen Sängerpaar Hall Clovis und Eleanor Steele zu Gehör gebracht werden. # Im San-Carlo-Theater in Neapel wurde die Oper „Macbeth" des amerikanischen Komponisten Ernest Bloch zur italienischen Erstaufführung gebracht. * Ernst K r e n e k spielte in London sein eigenes zweites Klavierkonzert. * Jean Benoit-Levy dreht in Paris einen neuen Film „Le Grand Reve". * Ernst L u b i t s c h hat in New-York für Paramount einen neuen Film „Biuebards eigth Wife*' („Blaubarts achte Frau") nach' einer Komödie von Alfred S a v o i r fertiggestellt. * Bruno 'Franks „Sturm im Wasserglas" („Storni in a teacup") wurde von Alexander Korda in New- York als Film herausgebracht. Alexander Korda und seine beiden Brüder Zolten und Vincent Korda haben einen neuen Film „The Drum" vollendet, der in London herauskam. * Bei Warner Brothers wird ein Film hergestellt, der das Leben Chaim Solomons, des amerikanisch-jüdischen . Finanzmannes, schildert. Neue Schallplatten Walter G o e h r dirigiert auf Columbia-Platten DX 807—809 Bruchs Violinkonzert g-moll, das von A. Campoli gespielt wird, und mit dem Londoner Philharmonischen Orchester Bizets I. Sinfonie, Ignaz Friedman spielt auf Columbia Rubinsteins Valse Caprice und Paderewskis Menuett (DX 779), ferner Chopins Impromptu Fis-dur und Notturno Es-dur op. 55 2 (DX 781). EL Fr. H e i f e t z und Rubinstein spielen Francks Violinsonate auf His Masters Voice-Platten (DB 3206-08). _ Jüdischer Kulturbund Berlin Wochenplan. Theater in der Kommandantenstr. 57, 20 ühr: „Delila": 17. April (Abt. 4. 14), 18. April (Abt. 3, 13),l 19. April (Abt. 2,. 12), 20. April: fällt aus. Kulturbundsaal Kommandantenstr. 58/59, 17. und IS. April, 20.15 Uhr: Kleinkunstbühne „Warum lügst du, Cherie?"; 20. April: Konzert fällt aus. * Zum ersten Male kommt demnächst ein Zeitstück zur Aufführung. Bat D o r i, die Autorin des „G e r i e h t s", unternimmt es, das jüngste Geschehen in Palästina auf die Bühne zu transponieren in Form einer Szenenfolge (Bearbeitung: Herbert . Friedenthal). Das Stück, das in den Unruhetagen 1936 in Palästina spielt, erfordert von Regie (Fritz W i s t e n) und Ausstattung (Heinz C o n d e 11) einen neuen Stil — die Distanz zwischen Bühne und Zuschauerraum ist geschwunden. Die Erstaufführung am 4. Mai soll einen Rahmen erhalten, der dem künstlerischen und jüdischen Ereignis gerecht wird. Der Kulturbund wird die Festaufführung unter das Motto „Lebendiges Palästina" stellen: neben einer feierlichen Umrahmung sind Ansprachen von Dr. Michael Traub und Dr. Kurt Singer vorgesehen. Der Reichsverband der jüdischen Kulturbünde in Deutschland teilt mit: Auf Grund mehrfach durch das Sonderreferat Rkw. Hinkel beanstandeter Einzelfälle geben wir folgendes bekannt:" 1. Sämtliche jüdischen Musikpädagogen müssen sich in ihren Beruisankündigungen des Zusatzes „Mitglied des Reichsverbandes der jüdischen Kulturbünde in Deutschland" bedienen; Insofern jüdische Musikpädagogen noch nicht Mitglieder sind, wollen sie sich sofort an den Reichsverband der jüdischen Kulturbünde in Deutschland, Berlin SW 68, Stallschreiberstrasse 44, zwecks Aufnahme wenden. 2. In letzter Zeit sind wiederholt Veranstaltungen mitkünstle Tischen Umrahmungen (z. B. Musik, Theaterspielen, Sprechchor, Rezitation) angekündigt worden. Die Ankündigungen haben zu behördlichen Nachprüfungen geführt, und das Ergebnis hat gezeitigt, dass eine Anmeldung; der künstlerischen Umrahmungen überhaupt nicht stattgefunden hak Es wird letztmalig darauf hingewiesen., dass sämtliche künsterischen Umrahmungen von Veranstaltungen aller Art durch den Reichsverband beim Sonderreferat Rkw. Hinkel'anmeldepflichtig sind. Die Anmeldung mit genauem Programm muss vier Wochen vor der Veranstaltung beim Reichsverband der jüdischen Kulturbünde in Deutschland, Berlin SW 68, Stallschreiberstr. 44, erfolgen. . KP f) F M Indischer Buchvertrieb Martin Salomon ™ 90 h K I BERLIN.CHARI.OTTENBURG, DAHLMANN.STRASSE 8 . RUF: 96/1141 Bücher - Ritualien - SchäHpläiten VERSAND. IN- UND AUSLAND