Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 17 (1938)
- Issue
- 4 (27.1.1938)
- Date
- 1938-01-27
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
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Nr. 4 C-V.- Zeifung WIRTSCHAFT DER WOCHE Seite 17 27. Januar 1938 Banken in aller Welt IL In Südamerika*) muss in erster Linie die grosse Unterscheidung zwischen den nationalen nnd den ausländischen Banken gemacht werden. Fast jedes grössere europäische Land, ausserdem USA und Kanada, besitzen Auslandsbanken, die in den einzelnen Ländern des südamerikanischen Kontinents ihre Niederlassungen haben. Mit diesen ausländischen Banken, deren Pionierarbeit für die wirtschaftliche und bankmässige Entwicklung Südamerikas im allgemeinen anerkannt wird, beschäftigt sich zur Zeit eingehend die brasilianische Oeffentlichkeit, da hier die Tendenz zu einer Nationalisierung der ausländischen Ban- Pail! If nratirmifeiri Hypo^eben - Grundstücke lulll nUralKUlfaiU Gescbäftsverkäafe Im m o b 1 1 1 e n Berlin W8, Friedrlchstr 166. Ruf 120897 ken besonders stark ist, wobei aber bisher noch nicht endgültig festzustehen scheint, in welcher Form sie erfolgen soll. In Argentinien sind - ähnliche Strömungen zu beobachten, auch wenn sie dort zunächst noch keinen offiziellen Niederschlag gefunden haben. Die grössten dieser ausländischen Banken in den südamerikanischen Ländern sind die Bank of London and South-America, die Banque Francaise et Itaiienne pour l'Amerique du Sud, die Deutsche Ueberseeische und die Deutsche Südamerikanische Bank, die Banco Hollandez Unico sowie einige belgische Institute. Daneben arbeiten in Südamerika eine Reihe nordamerikanischer Banken, von denen die bedeutendsten die National City Bank of New York und die Royal Bank of Canada sind. Diese Auslandsbanken sind führend auf dem für Südamerika besonders wichtigen Gebiet des Bankgeschäfts, der Finanzierung der Ein- und Ausfuhr.* Ihre entscheidende Tätigkeit besteht also im Dokumentengeschäft und dem, was in den letzten Jahren ersatzweise an seine Stelle getreten ist. Ferner geben sie auch Kredite, und zwar vorzugsweise (wie alle Banken in Südamerika) Diskontkredite, aber auch solche auf anderer gedeckter oder ungedeckter Basis. Das Devisengeschäft hängt mit dem Dokumentengeschäft eng zusammen, und so ist es' verständlich, dass die ausländischen Banken in Südamerika auch auf diesem Gebiet eine sehr beachtliche Tätigkeit ausüben. 1 Je kleiner die Länder in Südamerika werden, desto grösser ist der Einfluss der jeweils vertretenen ausländischen Banken und je stärker man auf Mittelamerika zukommt, desto mehr überwiegen die amerikanischen und kanadischen Institute gegenüber den anderen ausländischen. Daneben bestehen in allen Staaten natürlich auch nationale -Institute, zum mindesten' eine Zentralbank, die meist jn den wichtigsten Plätzen des Landes Filialen unterhält. Berliner Biianz-lnstltut J. Friödländer 1902 als Sachverständiger gerichtlich vereidigt BERLIN W 35, lützowstraßelO Tel. 21 28 9G Buchführung» Bilanzen « Steuern In den grossen Ländern Südamerikas, insbesondere also in den ABC-Staaten (Argentinien, Brasilien, Chile), hat sich aber gerade in den letzten Jahren das einheimische Bankwesen 'besonders stark entwickelt, vor allem auch dadurch, dass neben die führenden hauptstädtischen Banken mit ihren im Lande zerstreuten Filialen ein sehr beachtliches Netz provinzieller und lokaler Institute getreten ist, die teilweise auch öffentlichem Einfluss unterliegen, oftmals aber auch nur sehr kleine Zwergbetriebe darstellen. Ein Vergleich aus Brasilien illustriert das Vordringen der nationalen Institute. In den anderen grossen Staaten dürfte es ähnlich sein. Während sich die Gesamtaktiven der ausländischen Banken in Brasilien seit 1928 nahezu unverändert gehalten haben, sind diejenigen der nationalen Banken im gleichen Zeitraum um rund 45 Prozent gestiegen, das heisst sie haben sich fast um die Hälfte vermehrt. In Argentinien, Brasilien und Chile bestehen besonders eingehende Vorschriften über die Bankenaufsicht, der im allgemeinen alle privaten (auch die ausländischen) Banken, die handelsübliche Bankgeschäfte betreiben, unterworfen sind. In besonders starkem Masse haben die nationalen Banken in den grossen Ländern Südamerikas ihre handelsmässigen Kredite und auf der anderen Seite ihre Einlagen aasgedehnt. In einigen Ländern sind sie daneben auch direkte Beteiligungen an industriellen Unternehmungen eingegangen. Das trifft z. B. in beschränktem Masse für Brasilien zu, während in Argentinien gerade dieses Gebiet der 'bankgeschäftlichen Tätigkeit noch weniger entwickelt scheint. Hier ist es insbesondere ein altes Privatbankhaus, das eich speziell diesem in Mitteleuropa besonders *)' Vergl. den Aufsatz in Nr. 2 der C-V.¬ Zeitung vom 13. Januar, in dem das angelßächische Bankenwesen behandelt worden ist. umfangreichen Zweig widmet, die Firma Ernesto Tornquist y Cia, die deshalb — und wegen ihres grossen allgemeinen wirtschaftliehen Einflusses — im argentinischen Bankwesen und der gesamten argentinischen Wirtschaft, eine besondere Stellung einnimmt. In den meisten Ländern Südamerikas herrscht noch der Typ der gemischten Bank vor, also derjenigen, die sowohl das Beteiligungsgeschäft wie das reguläre Bankgeschäft (Kreditgewährung, Annahme von Depositen usw.) betreibt. Das ähnelt — im Gegensatz zu den angelsächsischen Ländern — mehr den mitteleuropäischen Gewohnheiten* und hängt letzten Endes damit zusammen, dass das Beteiligungs- und Finanzierungsgeschäft auf Grund der wirtschaftlichen Entwicklung der Staaten fast überall noch sehr erheblich hinter dem übrigen Bankgeschäft zurücksteht, und — wenn überhaupt — leicht nebenbei erledigt werden kann. Auch die Finanzierung von Industriebetrieben wickelt sich meist in der Form des Diskontkredits ab, eine Umwandlung von derartigen Krediten in Effektenanlagen gehört zu den Seltenheiten. In Brasilien sieht allerdings das neue Bankenaufsichtsgesetz, das noch nicht in Kraft getreten ist, aber dem vor kurzem aufgelösten Parlament schon zugeleitet worden war, eine schärfere Trennung in Banque de Depots und Banque d'Affaires vor, womit eine Angleichung ebenso an das angelsächsische System, wie vor allem aber auch an die in Frankreich üblichen Banktypen eintreten würde. Privatbanken im europäischen Sinne gibt es in den südamerikanischen Ländern nicht sehr viel. Neben einigen grossen Finanzhäusern mit wenig Kundengeschäft, die oftmals auch Vertreter von solchen ausländischen Bankengruppen sind, die südamerikanische Anleihen auf den nordamerikanischen oder europäischen Märkten herausgebracht haben, besteht ein Typ von Privatbankgeschäften, der etwa den kleineren deutschen Privatbankfirmen an die Seite gestellt werden kann. Sie machen etwas mehr Effektengeschäfte für ihre Kundschaft, ähneln aber sonst in vielem den bereits geschilderten grösseren Banken. Viele von ihnen haben sich in den Wirtschaftszentren der grösseren Staaten niedergelassen, andere wieder üben gerade in, den Provinzialhauptstädien oder in noch kleineren lokalen Distrikten bei der Kreditbeschaffung für Siedlungszwecke eine recht nützliche Tätigkeit aus, wobei sie sich allerdings mangels ausreichendem Eigenkapital und nicht genügender Sparbildung in den einzelnen Distrikten zum Teil an die hauptstädtischen Diskontaktienbanken oder auch an die ausländischen Banken anlehnen. Ein wirkliches B ö r s e n g e s ch äf t gibt es in Südamerika nur in recht kleinem Umfang. Da auch, wie gesagt, im Verkehr zwischen denBanken und ihrer industriellen Kundschaft der Diskontkredit vorherrscht, verliert die Börse ihre Bedeutung, die sie in anderen Ländern zur Vermittlung langfristiger Kapitalanlagen in -Aktien¬ oder Anleiheform hat. Soweit zum Beispiel in Argentinien börsenmässige Umsätze erfolgen, sind' sie sehr gering, in den anderen Ländern spielen sie fast keine Rolle. Es gibt zwar auch in Südamerika, wie überall, Leute, die Börsengeschäfte machen, aber diese arbeiten meistens an den ausländischen Börsen, und zwar direkt mit den dort zugelassenen ausländischen Banken oder aber auch über,deren südamerikanischen Vertretungen. Die Investmentberatung, der — wie aus dem ersten Artikel hervorging — in Nordamerika eine sehr grosse Bedeutung zukommt, spielt daher auch in Südamerika eine verhältnismässig geringe Rolle. Eine gewisse Bedeutung hat in einigen wirtschaftlich stärker entwickelten südamerikanischen Ländern das Hypothek enbarikwesen. Es würde zu weit führen, wenn wir auch hier auf Einzelheiten eingehen wollten. Erwähnt sei nur, dass sich die Hypo-' thekenbanken in Südamerika neben den übrigen Bankengruppen oftmals auch dem Spargeldgeschäft widmen, darin aber nur eine untergeordnete Rolle spielen. Grosses Interesse zeigen für Spargeldanlagen zum Teil auch die Nationalbanken (Zentralbanken,), dann vor allem natürlich die grösseren Diskontbanken und die ausländischen Banken. In Argentinien besteht ausserdem ein Institut, das sich speziell der Anlage von Spargeldern widmet, die Nationale Postsparkasse. Zu beachten ist jedoch, dass die Bezeichnung Sparkasse (auf Spanisch: Caja de Ahorros) keineswegs überall geschützt ist, so dass man gerade in Südamerika an diese — meist nur Abteilungen anderer Banken darstellende — Betriebe nicht den gleichen Massstab anlegen darf, wie man ihn aus europäischen Ländern gewohnt ist. Abschliessend sei schliesslich noch an eine besonders in Argentinien vertretene Art bankgeschäftlicher Tätigkeit, die L o m b a r d a n s t a 1ten, erinnert. Sie stellen eine Art Pfandleihe dar, haben aber auch einige darüber hinausgehende Aufgaben zugewiesen bekommen. Sie üben ihre Tätigkeit naturgemäss in erster Linie in den grösseren Städten des Landes aus. Es ist nicht leicht, das Bankwesen wirtschaftlich so verschiedenartig entwickelter Länder, wie es die Staaten Süd- und Mittelamerikas sind, in einer kurzen Darstellung unter einen Hut zu bringen. Es konnten hierbei in erster Linie nur die grossen Länder und die hauptsächlichsten Typen bankgeschäftlicher Tätigkeit berücksichtigt werden. In den kleineren und industriell noch nicht so stark entwickelten Staaten liegt das Hauptgewicht bankgeschäftlicher Tätigkeit, soweit keine ausländischen Banken oder ausländische Unternehmen, die nebenbei bankähnliche Aufgaben erfüllen (zum Beispiel Eisenbahngesellschaften), vorhanden sind, meist bei den nationalen Zentralbanken. Sie besitzen Filialen in den wichtigeren Provinzorten, so dass sich ihre bankgeschäftliche Tätigkeit dann praktisch über das ganze Land erstreckt. Das schliesst natürlich nicht aus, dass daneben Institute bestehen, die den in Europa bekannten Privatbanktyp kleinsten Umfanges ähneln, ohne allerdings überall dessen hohen Standard zu erreichen. Als Kuriosum sei schliesslich noch vermerkt, dass auch in den grösseren Staaten die öffentlichen Zentralbanken nicht, wie in Europa, ausserhalb der Konkurrenz mit den übrigen Banken stehen, sondern sich sehr aktiv an der Kundenwerbung beteiligen, und auf einen erheblichen eigenen Kundenstamm im Kreditwie im Einlagengeschäft Wert legen. In Argentinien zum Beispiel vereinigt der Banco National zwei Drittel des Diskontbankgeschäfts und der Banco Hipotecario Nacional fast neun Zehntel des Hypothekenbankgeschäfts auf sich. H.W—1. Neue Länder — Neue Masse Viele Grundbegriffe, die bisher zum ABC des wirtschaftlichen Denkens gehörten, verlieren für deri Auswanderer ihre Gültigkeit. So wie er in den Massstäben der Währung und des Geldes umlernen muss, so muss er sich auch in vielen anderen Dingen des täglichen Lebens mit neuen Tatsachen vertraut machen. Das gilt für den berufstätigen Kaufmann ebensosehr wie für den Handwerker und auch für die Hausfrau. Wir denken dabei zum Beispiel an das grosse Gebiet der Masse und Gewichte, das — obwohl das metrische System schon in vielen Ländern offiziell eingeführt ist — noch manchem manche Nuss zu knacken aufgeben wird, zumal in einer Reihe von Staaten im täglichen Verkehr die alten Bezeichnungen neben dem metrischen System ein starkes und beharrliches Eigenleben führen. Ein Meter — ein gangbarer Begriff, und doch denken nur wenige daran, was er bedeutet. Ein Meter ist der vierzigmillionste Teil des Aequators. Darauf bauen sich alle anderen Einheiten des Systems auf. Und dieses System gilt in fast allen europäischen Staaten (mit der wichtigsten Ausnahme von England und seinem Empire), in den meisten mittel- und südamerikanischen Ländern und — hier ist es offiziell noch nicht eingeführt, wird aber inoffiziell benutzt — in Kanada und auf den Philippinen. Das wichtigste nichtmetrische System ist das in England und seinen Dominien sowie in USA übliche, aber auch für Südamerika muss man sich an einige neue, noch immer umlaufende Begriffe. gewöhnen. Um die Darstellung nicht zu unübersichtlich zu machen, wollen wir uns heute nur mit den Längenmassen beschäftigen und die anderen• Masse späteren Uebersichten vorbehalten. In den angelsächsischen Ländern wird man sich mit dem Begriff der „Mile" vertraut machen müssen. Eine Mile (nicht Seemeile) 1760 Yards 1609,34 Meter. Und die unteren Einheiten: Ein Yard (der 3 Feet enthält) ist 91,4 Zentimeter und ein Inch (das einem' englischen Zoll gleichsteht und sich in 12 Lines unterteilt) entspricht also 2,54 Zentimeter. Nun folgen noch zwei Spezialausdrücke und dann dürften die wichtigsten Grundbegriffe für die angelsächsischen Längenmasse komplett sein: 2 Yards (gleich 1,83 Meter) werden ein Fathom genannt und ein Foot (Mehrzahl: Feet) entspricht 12 Inches. Für USA ist auf dem Gebiet der Längenmasse vielleicht noch ein Begriff von Wichtigkeit, der Rod, der gleich 5 Yards ist und also etwa 4,57 Meter entspricht. In Süd - und Mitte lamerika gilt, wie bereits gesagt, seit längerer Zeit in erster Linie das metrische System, und es wird dem Einwanderer darum auch nicht zu schwer werden, sich auf diesem Gebiet in den Ländern dieses Erdteils zurechtzufinden. Aber auch hier werden im täglichen Leben noch manchmal die alten Begriffe angewandt. Es ist allerdings an dieser Stelle unmöglich, sie alle anzuführen, denn während sie auf dem Gebiet der Längenmasse noch, einigexmassen übersichtlich und gemeinsam waren, gab es vor allem bei den Körper- und Hohlmassen früher so viele verschiedenartige Bezeichnungen, dass man sie unmöglich alle aufführen kann. Etwas besser sah es dann wieder bei den Gewichts- und Flächenmassen aus. Da Steuertermine im Februar 5. Februar: Abführung der einbehaltenen Lohn-, Bürger- und Wehrsteuer für Arbeitnehmer (ganzer Januar .bzw. zweite Januarhälfte). 10. Februar: Bürgersteuer gemäss Steuerbescheid. Umsatzsteuer für Monatszahler. 15. Februar: Vermögenssteuer-Vierteljahresrate; Grundvermögens- und Hauszinssteuer für Februar; Gewerbesteuern. 20. Februar: Abführung der einbehaltenen Lohn-, Bürger- und Wehrsteuer für Arbeitnehmer für die erste Februarhälfte. Ausserdem sind bei den von den Jüdischen Gemeinden erhobenen Gemeindesteuern die Vorauszahlungen für 1938 an den in den einzelnen Veranlagungsbenachrichtigungen aufgeführten Terminen zu leisten. alle diese Bezeichnungen aber nach Einführung des metrischen Systems nur noch gelegentlich vorkommen dürften, beschränken wir uns auf einige Grundbegriffe. Der eine ist bei den Längenmassen V a r a, der andere L e g u a. 1 Vara (in Mexiko, Guatemala, Chile, Kolumbien, Peru, Bolivien, Paraguay, Uruguay) ist etwa 84 MEG Maschinenfabr. Erich Gimpel Aufzüge - Heizungen * Berlin SW. 29, Sammeln. 66^ 75 bis 85 Zentimeter, während er in Brasilien 1,10 Meter entspricht. Auch hieran ist übrigens der unterschiedliche spanische und portugiesische Einfluss in Südamerika zu erkennen. In den Ländern, in denen vorherrschend spanisch gesprochen wird, entsprach die Länge der Masse meist den früher in Spanien üblichen, während in Brasilien, das sich ja auch sprachlich an Portugal angelehnt hat, der früher in Portugal angewandte Massstab galt. Nun zum Legua: In Argentinien war ein Legua 5000 Meter, in Mexiko nur 4190 Meter, in Paraguay (= 5000 Varas) 4192 Meter und in Uruguay gleich 5154'Meter. Schon an diesen wenigen Beispielen zeigt sich, welcher Segen für die neu ins Land Kommenden die Einführung des. metrischen Systems bedeutet, durch das der Wirrwarr von Bezeichnungen beseitigt und auf den fast in der ganzen übrigen Welt üblichen Massstab zurückgeführt wurde. In einer späteren Darstellung werden wir uns noch kurz mit den Körper- und Hohlmassen, sowie mit den Gewichts- und Flächenmassen vor allem in den angelsächsischen Ländern befassen. hw. Franz Ullstein 70 Jahre Es ist fast überflüssig, den Lebensweg dieses Mannes zu beschreiben, der als dritter Sohn Leopold Ullsteins am 16. Januar 1868 in Berlin geboren wurde. Er war von den fünf Söhnen, die das Erbe des Gründers im Jahre 1899 antraten, vielleicht der aktivste. Sein besonderes Interesse galt der Entwicklung des Zeitungsverlages. Aber AI fDADBED Richard Karo. Berlin N055, £%Es I PftfBEK" Greilswaider Str. 96 . 53 52 82/83 GROSS HANDLUNG Einstau) pf . Garantie. auch in allen anderen Zweigen des Unternehmens, aus dem die Familie Ullstein bekanntlich vor drei Jahren ausgeschieden ist und das seinen Namen vor wenigen Wochen in „Deutscher Verlag*' änderte, machte sich seine eigenwillige Persönlichkeit bemerkbar. Die Produktion des Buchverlags hat er wesentlich mitbestimmt und an den grossen Erfolgen, die auch dieser Teil des Verlages mit einer grossen Zahl seiner Erscheinungen erzielte, war er hervorragend beteiligt. Ihm, der beim Eintritt ins achte Jahrzehnt nach arbeitsreichem Schaffen zurückgezogen lebt, wünschen wir noch viele Jahre der Gesundheit. Schwarz-München Wenn der Uebergang des Restaurants Schwarz in München in neue Hände an dieser Stelle erwähnt wird, so deshalb, weil es für zahllose Menschen ein Begriff geworden ist. Wer im Laufe des Menschenalters bei Albert und Flora Schwarz einkehrte, verspürte sofort den besonderen „genius loci". Es ist schwer, zu entscheiden, wovon der Weltruhm des Restaurants herrührte: ob von den erlesenen kulinarischen Genüssen, die man dort zu bereiten wusste, Magister Kirsch der guteMkör, Magister M ünchen VII ob von der einzigartigen künstlerisch-geistigen Atmosphäre oder davon, dass eine Fülle „Prominenter" hier ihr Stammlokal und eine Reihe jüdischer Organisationen Raum für ihre Veranstaltungen fanden. -im. Aeusserste Preise für Teppiche Gardinen 0 Läufer TEPP ICH HAUS ZENTRUM Berlin €2, Spandauer Strasse an der Königstrasse 28