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Central-Verein-Zeitung · 1938-01-27 · 4 (27.1.1938) · page 15

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
17 (1938)
Issue
4 (27.1.1938)
Date
1938-01-27
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Nr. 4 * Beiblatt 27. Januar 1938 * Seite 15 poribl&tt ('.VrZeiiia Für die Jüdische Winterhilfe „Schilde-Mannschaften weit unter Form / Makkabi gewann im Handball 5:3 (1:2) und im Fussball 2:1 (1:1) Was die Verbände, Sportbund „Schild" und Deutscher Makkabikreis, allein bisher nicht fertigbrachten, ist am Sonntag der Jüdischen Winterhilfe gelungen, nämlich eine für die Wintermonaie recht beachtliche Zuschauerzahl von über 1500 Personen zu einer sportlichen.. Veranstaltung auf die Beine zu bringen. Das ist eine um so bemerkenswertere Festeteilung, als sie beweist, dass ein Interesse am Sport in jüdischen Kreisen schon vorhanden ist, dass es nur darauf ankommt, in passender Weise zu werben und zu trommeln. Jedenfalls konnte man insgesamt von einem vollen Erfolg der Spiele sprechen — in sportlicher, in ideeller und in SEssäH&Bsa&sfflsgBSHBSBsssa&asissB Palästina geschlagen 3 :1-Sieg der Griechen vor 10 OOÖ Zuschauern Das erste Ausscheidungsspiel um die Teilnahmeberechtigung . an der F u s s b a 11 - Weltmeisterschaft zwischen -den Ländermannschaften von Palästina und Griechenland fand am 22. Januar in T e 1 - A v i v statt. Vor etwa 10 000 enttäuschten Zuschauern endete das Treffen mit einem glatten 3 :1- (2 :1-) Sieg" für Griechen- . land. Schon in der 2. Minute gelang den Griechen 'der_ erste Treffer, dem bald darauf auch der zweite folgte. Dann kamen die Palästinenser etwas auf, und Neufeld verkürzte im Einzeldurchbruch auf 2 :1. In der 5. Minute nach der Pause stellten die Griechen schliesslich durch einen dritten Erfolg ihren Endsieg mühelos sicher. Das Palästinatram spielte weit unter Form. Das Rückspiel, das am 20. Februar in A th en durchgeführt wird, entscheidet nun endgültig darüber, welches der beiden Länder Gegner der Ungarn in der Vorrunde zur Weltmeisterschaft wird. flB3BB3BB3SSa89B3SSBSSB3BBBSHH9B materieller Hinsicht. Die Zusammenarbeit zwischen Jüdischer Winterhilfe und den jüdischen Sportorganisationen hat sich, - nimmt man den zahlreichen Besuch als Masssiab, durchaus bewährt. Sie möge auch überall sonst im jüdischen Sport in Deutschland die Grundlage gemeinsamer Werbung im Rahmen grosszügiger .Veranstaltungen werden. Es ist im jüdischen Sport selbst bei objektivster Betrachtung eine undankbare Aufgabe, Voraussagen zu wagen. Die Form unserer Sportler ist verständlicherweise zu schwankend, als dass man, wie es sonst einigermassen möglich ist, mit Aussicht auf Erfolg versuchen wollte, diesen oder jenen auf Grund des vorher gezeigten Könnens zu favorisieren. So auch diesmal. Wir hatten uns trotz aller Vorsicht und Objektivität Chancen sowohl für die Berliner „Schilde-Handballer als auch für die Fussballvertreter des südwestdeutschen „Schild" ausgerechnet. Diese Voraussage ging in Ordnung, aber nur bis zur Pause; denn nachher stellten die gegnerischen Makkabieinheiten dank eines prachtvollen Einsatzes gegenüber der enttäuschenden Kampfkraft der „Schild"-Leufe ihre verdienten, wenn auch überraschenden Siege sicher. Ein würdiger Rahmen — die ausgezeichnete Beschaffenheit des Spielfeldes auf dem Grunewaldsportplatz in Berlin, das begeisterte Mitgehen der jungen und älteren Zuschauer und das von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen faire und disziplinierte Auftreten der 22 Spieler — rundete den guten Eindruck, den schliesslich alle, Aktive und Zuschauer, mit nach Hause nahmen. Handball im Zeichen des Frankfurter Elans Mit den angekündigten Mannschaften stellten sich „Schild" Berlin und Makkabi ' Südwestdeutschland pünktlich dem Schiedsrichter. 2 :1 führten die Berliner zur Pause, um dann noch 3:5 zu verlieren. Wer hätte ' das gedacht? Nun, es musste so kommen, nachdem die Berliner Aussenläuter, die überhaupt nicht auf der Höhe waren, den Sturm weitgehendst unterstützen zu müssenglaubten, anstatt konsequent zu decken. Das war der wesentliche Faktor der Niederlage; denn aus dieser taktischen Unklugheit zogen nicht nur die Gegner Nutzen, unter ihr litten auch zwangsläufig die eigenen Stürmer. Mehr als einmal verzettelten sie ihre Kräfte, wenn sie an Stelle der vorn hängengebliebenen Läufer in der Deckung aushelfen mussten. Henoch als Mittelläufer und Dorfmann als Sturmführer wussten beim Schild am besten zu gefallen. Auch Wolff und Erich Chotzen gingen an, alle anderen spielten unter Form- Die Makkabileute waren nach der Pause überhaupt nicht wiederzuerkennen. Mit seltener Energie und geradezu verbissenem Einsatz kämpften sie um jeden Zoll Boden — und schafften es. Hecht im Tor, Flörsheim in der, Verteidigung und Mittelläufer Wellwärth waren die Stützen der Mannschaft. Der "Sturm pflegte ein ebenso wuchtiges wie unkompliziertes Spiel. Auffallend fernerhin auch Strauss, aber unangenehm, er spielte bei weitem zu unfair. Schiedsrichter Freund sah alles. Er liess jedoch dem Frankfurter harten Spiel, das sich namentlich im Klammern und Reissen der gegnerischen Stürmer offenbarte, zu freien Raum. Die Torfolge ist kurz angedeutet. ..Schild1' kom-.it durch Dorfmann zur 1: O-Führung. die .Stein bald darauf durch einen haltbaren Aufsetzer wettmacht. Hecht rettet mehrfach, bis sich wieder Dorfmann durchsetzt und eine Vorlage von Mundstock zum 2 :1-Halbzeitstand verwandelt. „Schild" hat'Pech, als gleich nach der Pause ein Strafwurf von Katz von der Mauer unglücklich ins eigene Tor abgelenkt, wird. - ffoe Umi Mki $ie$ Sonntag, 30. Januar Berlin Handball: Verbandsspiele u. a. IBC Berlin I — LSG 33 I. 15 Uhr; ündine I — ISO- 33 VI. 10K "Uhr; Maccabi I-ISG 33 III, 11K> Uhr; ISG 33 II — Kanuclub I. 12% Uhr; Bar Kochba I —Bar Koch^ ba II, 14 Uhr; Triton I —Bar Kochba 1. Jugend, 15K Uhr: sämtliche Spiele: Sportplatz Grunewald. Fußball: Verbandsspiele u. a. ISG 33 I —ISK I, 13 Uhr, Sportplatz Grunewald: Hakoah I —Hakoah Ix, 15 Uhr, Sportplatz am Sehäfersee. Hockey: Pflichtspiele JSG 33 I—JTK Grune- Sportplatz Grunewald; Hakoah I — Hakoah II, 15 Uhr. Sportplatz am Sehäfersee. Kockev: Pflichtspiele JSG II I — JTK Grunewald l'Wi Uhr; JSG 33 Damen — JTC Bar Kochba Damen, 11J4 Uhr:^ JSG 33 II —Bar Kochba I, 12K Uhr; sämtliche Spiele:. Sportplatz Mariendorf, Kaiserstrasse. Schlesien Fnssball: Endspiel um die niederschlesisch© Meisterschaft des Sportbundes (Vorspiel). Sportgruppe Breslau — Sportgruppe Neisse, Breslau, Sportplatz Krietcrn, 14.20 Uhr. Rheinland-WeitSalen Boxen: Ständiger Kleinring des LV West im Schild. Dortmund, Gemeindehaus Saarbriicker Strasse, 1G^ Uhr. Fassbali: Schild Bonn — TUSPA Krefeld (Schild), Bonn, Schildplatz: JTV 02 Köln —Schild Düsseldorf, Köln, Fort Deckstein; Hellmannia Minden—Schild Bielefeld, Minden, Sportplatz Bleichstrasse; Schild M.-GIadbach — Schild Aachen/Düren. M.¬ Gladbach, Platz am Alten Wasserturm. Handball: Schild Bonn Frauen—TUSPA Krefeld Frauen, B o n n , Schildplatz. Tischtennis: Mannschaftsmeisterschaft Schild Herne — Schild Bocholt,- Herne, Jugendheim, Bahnhofstrasse: Schild Duisburg—Schild Hagen, Duisburg, Lauterhaus: Gesellschaftsspiel Hakoah Essen — JSG Dortmund, Essen, Jugendheim Saarbrücker Strasse. Geräteturnen: Westdeutsche Schild Meisterschaften für Damen und Herren, 10 bis 12 Uhr, 14 bis 16 Uhr, Köln. Turnhalle Lützowstrasse (Eingang Linden- •trasse). Südwestdeutschland Fussball: Schild Frankfurt a. M. I—Schild Worms I, Frankfurt a. M., Sportplatz Buchrainweiher, WA Uhr: Bar Kochba Frankfurt a. M. I—JJB Hanau I, Frankfurt a. M., 14% Uhr; Bar Kochba Frankfurt, a. M. II—Schild Frankfurt a. M. II, Frankfurt a..M., 10 Uhr, beide Spiele Sportplatz Sondershausener Strasse; Bar Kochba Offenbach I— JTB Frankfurt a. M. I, Offenbach. Sportplatz am Nebenbahnhof, 14% Uhr; Schild Stuttgart I— Hakoah Karlsruhe I, Stuttgart, Feuerbachertal, U% Uhr; Schild Mannheim I—Hakoah Stuttgart I. Mannheim, BK-Sportplatz, 1434 Uhr; TC 03 Karlsruhe I—Schild Heilbronn I, Karlsruhe, 'TC-Sportplatz. 104 Uhr. Handball: Schild Frankfurt a. M. I—Schild Wiesbaden I, Frankfurt a. M., 15 Uhr: Schild Frankfurt a. M. Frauen I—Schild Wiesbaden Frauen I, Frankfurt a. M., 14K Uhr; sämtliche Spiele Sportplatz Buchrainweiher: Bar Kochba Frankfurt a. M. Frauen—JJB Hanau Frauen. Frankfurt, a. M., Sportplatz Sondershausener Strasse, 14 Uhr; Philanthropin Frankfurt a.M. Frauen—Hakoah Frankfurt a. M. Frauen. F-rankfurt a.M.. Sportplatz Borruheimer Hang, 11% Uhr: Schild Mannheim I— Hakoah Stuttgart I, Mannheim, BK-Sportplatz, 13% Uhr. Tischtennis: Turnierkämpfe Bar Kochba Frankfurt a. M.—Schild Frankfurt a. M., Frankfurt a. M., Kasino Neue Mainzer Strasse, 16 Uhr. Nordwestdeutschland Fussball: Internes Jugendturnier des Schild Hamburg, Hamburg, Lokstedt; Makkabi Rostock I— Bar Kochba Hakoah Berlin komb., -Rostock, Sportplatz des Makkabi. Boxen: Turnier der JTH04 gemeinsam mit Bar Kochba, Hannover, Turnhalle an der Bergstrasse, 20 Uhr. Bayern. Fussball: ITUS München I — PTG Augsburg I, München. Sportplatz Marbachstrasse. 14% Uhr. Leipzig. Fussball: Bar Kochba Leipzig — Hagibor Berlin, Sportplatz Dübener Landstrasse, 11 Uhr. Handball: Bar Kochba Leipzig 1. Frauen — Hagibor Berlin 1. Frauen, Sportplatz Dübener Landstrasse, 10 Uhr. _ Die Schwiinniabteilung der ISG 33 führt am 29. Januar anlässlich ihres vierjährigen Bestehens im Stadtbad Turmstrasse So ihre Vereinsmeisterschaften durch. Beginn: 20% Uhr. Dann 3 :2 für Südwest durch eine von Berlin angezweifelte Fehlentscheidung und in der Verwirrung ein viertes Tor durch Speyer. Als Katz einen weiteren Strafstoss zum 5 : 2 verwandelt, ist das Spiel entschieden, wenn auch Weinstock noch einmal auf 5:3 verkürzt und die Berliner im wütenden Endspurt bedrohlich vorankommen. Zwei unglückliche Lattenschüsse, aber keine zählbaren Erfolge sind die magere Ausbeute bis zum Schlusspfiff. Pechvogel Vcllweiler . Fussball steht im jüdischen Sport leistungsmässig weit unter dem Können unserer Handbalier. Diese Gewissheit vermittelte erneut die ■ Begegnung zwischen Makkabi Berlin und „Schild*' Südwest. Ais Schiedsrichter Schmulewilz (Leipzig),' dessen vorzügliche Leistung ein einwandfreies Spiel gewährleistete, das Spiel anpfiff, konnte man folgende Aenderungen in den Mannschaftsaufstellungen registrieren. Beim Makkabi fehlte Kaufmann, für ihn ging Ende in die Läuferreihe und der junge Hakoahner Rohrstock (für Ende) auf den halblinken Sturmposten. «.Schild" Südwest ersetzte Mittelläufer Markiewitz durch dessen Klubkameraden Engländer. Die Gäste begannen „ganz gross". In der ersten Halbzeit zeigten sie. dass sie Fussbali spielen können. Man gab dem Makkabi allgemein kaum eine Chance. Uni so unverständlicher wirkte nachher ihr Versagen, ihr lasches Spiel, das den Berlinern überhaupt erst gestaltete, aufzukommen und dann allerdings über sich hinauszuwachsen. Trotz des unleugbar verdienten Sieges hatte der Makkabi eine gehörige Portion Glück: denn beide von ihm erzielten Tore waren mehr oder minder Zufaliserfolge. Namentlich der zweite Treffer, den . Vollweiier, der sonst ganz ausgezeichnete Torsteher der südwestdeutseben Mannschaft, auf dem Gewissen bat — Rohrstock setzte geschickt nach, als Volhveileiden abrutschenden Ball nicht sicher zu fassen bekam — resultiert aus einem derartigen Zufall. Vor der. Pause halte Ende, der mit. Rohrstock, Kanis und Hingel seiner Mannschaft den Halt gab, den zuvor vom jüngsten VolhWiler auf Vorlage, von Goldschmidt eingeschossenen Ball im- Anschluss an eine Ecke ausgeglichen. Beim Schild verdient neben dem Torsteher Vollweiier, der sich lediglich das Posieren und das zu weite Herauslaufen aus dem Tor abgewöhnen niiisste, noch ,,Bambu!n" Schee/-, der Verteidiger, erwähnt zu werden. Diesen beidon halle es die Sirbild-Elf zu verdanken.- dass die Torspanne nicht noch uägünsliger ausfiel. ' Manfred Friedmann. Turn- und Sportschau des Schild Frankfurt a. M. 1500 Zuschauer sahen eine mustergültige Leistungsschau Vielseitig und vollkommen waren, wie schon so oft, auch diesmal die Darbietungen dieser grossartig gelungenen Veranstaltung. Erstaunlich ist es,"wie der Schild Frankfurt a. M. trotz der Abwanderung seiner Besten in jedem Jahre die Leistungen nicht nur auf gleicher Stufe hält, sondern eher noch übertrifft. Der riesigen organisatorischen und sportlich vorbereitenden Arbeit wurde der Erfolg nicht versagt. Im ausverkauften Saalbau sahen annähernd 1500 Menschen eine mustergültige Leistungsschau aller Abteilungen, die nur ein Sportverein auf einer Bühne auftreten lassen kann. Vielseitig war das Gebotene, tatsächlich eine Spitzenleistung des jüdischen Sports, die nicht hoch genug anzuerkennen ist. Einzelne Darbietungen des umfangreichen Programms hervorzuheben, hies.se andere zurücksetzen. Darum begnügen wir uns mit einer Aufzählung. Z.u Beginn der Vorspruch eines aktiven Sportlers, dem der disziplinierte Aufmarsch sämtlicher Abteilungen folgte. Gute Leistungen der Kleinsten auf - der- Schwebekante und der Grossen mit. Sprüngen am Federbrett. Einzig im judischen Sport die ausgezeichnet geleitete Radsportabteilung. Imposant die Fechter, die Schulfechten zu Acht zeigten. Neuartig und gut ausgedacht die gestellten Figuren der Fussb.aUer (Einwurf und Angriff), der Handballer (Straf- und Torwarf), der Hockeyspieler (Bully nr.d Strafecke) und der Leichtathleten (Wurf. Stoss, SiarD. Schön für das Auge und leistungsmässig ausgezeichnet, die S'tabübnngen und später die Ballgymnastik der Frauen. Fallübungen und Abwehrgriffe der Judo- Abteilung, ein Barrenturnen der Mädchen, eine tän- ' zerisch sowie rhythmisch vollkommene Sprunggymjnastik sowie ein Boxkampf zwischen Reichsmeister Langmann und dem westdeutschen Meister Waldhorn T (Dortmund), den Langmann als überlegenen Punktsieger sah, beschlossen "den 3. Teil de?' Programms. Nach der Pause gleich abwechslungsreich: Turnen der Männer am Hochreck und der Frauen am Barren, Trockenski der Wintersportabteüung. ein gut gelungener Damenreigen, ein Judo-Kampf zwischen Reichsmeister Grünewald und Gutheini, sowie zwei hervorragende kleine Akrobatinnen hielten die Zuschauer auch im zweiten Teil de* Programms in andauernder Begeisterung und Spannung. Durch dic^e Großveranstaltung hat Schürf Frankfurt a.M. seinen Ruf als vielseitigster und tätigsier jüdischer Sportverein erneut gefestigt. A.K. Auch Schild-Stuttgart warb mit Erfolg Der grosse Saal des Gustav-Siegle-Hauses war voll besetzt, als am 22. Januar Schild Stuttgart seine Jahresveranstaltung unter dem Motto: „JSV Schild, in Klang und" Bild" zur Durchführung brachte. . Es war erfreulich, das? die Gemeinde so regen Anteil an den Bestrebungen des Vereins nahm. Die turnerischen Vorführungen standen auf hoher Stufe. Wanderspiele der Knaben und Reigen <lrr kleinen Sportmädel waren von belebender Frisch.-. Die Fechtriege, Stabübungen der Männer und Keulenschwingen der Mädel zeugten von ernster Vcrcinsarbeit. Die Barrenriege der Frauen zeigte gute« Können. Hervorragend die Riege der Männer, die sieh an zwei Pferden und am Hochreck produzierten: ein Glanzstück: die beiden Meister Schnitzler (Stuttgart) und Fink (Göppingen). Diese turnerischen Vorführungen wurden von unterhaltenden Darbietuneen umrahmt. E. H. * Zwei Sporrwerbenbende. die vorzügliche Breitenarbeit aller Abteilungen verrieten/ veranstaltete Schild Wiesbaden in seinem vollbesetzten Sportsaal. Das disziplinierte und abwechslungsreiche Programm, von Sportlehrer Hauser tadellos einstudiert, wurde auf dem zur Verfügung stehenden kleinen Raum mustergültig zur Vorführung gebracht. Ein schöner Erfolg für den Schild, der in Wiesbaden die gesamte jüdische Jugend in seinen Reihen hat. A. R. Einige Fussballspiele. Auf schwerem Boden trug Hakoah- Stuttgart das fällige Verbandsspiel aegen Schild IT e i 1 b r o n n aus. - Hakoah hatte reichlichen Ersatz eingestellt. Dementsprechend stand das Spiel auch auf keiner hohen Stufe. Ergebnis: 3 : 2 für Hakoah Stuttgart. E.H. Ohne «ine in Berlin weilenden Spieler bestritt der T. C. 03 Karlsruhe ein Freundschaftsspiel gegen die Sportgruppe P f o r z h e i rn , das der Turnclub mit 3:1 Toren gewann. Infolge der durch Auswanderung bedingten SiyoierreYhisie hat sich die Pforzheimer Spurt-ruppe aufgelöst, und ihren Sportbetrieb dein TC 03' Karlsruhe angeschlossen. K.W. Die beiden Makkabivercine von K a r 1 s r u h e und Mannheim eröffneten die Pfliciitspieio ' der Arbeitsgemeinschaft. Hakoah ^Mannheims Können genügte, um mit -:0 Toren den Sieg davonzutragen. _ K.W. Rheinland-Westfalen Achtungserfolg für Neuwied Im Anschluss an eine Tagung der westdeutschen Fussballschiedsrichter des Sport^unries Schild in Düsseldorf, die einen überaus fruchtbaren Verlauf nahm', sollte das MeisterschafisspieLJBochum gegen Neuwied durchgeführt werden. Leider kamen die Neu wieder durch ein Missgeschick so spät an. dass nur noch 50 Minuten gespielt werden konnten. Im Freimdsdiaflsireffon mussien sieh die Bochumer trotz aller Feldüberlegenheit, mit, einem. 1:1 (1:1) ■ begnügen .— für Neuwied ein beachtlicher Erfolg. Ein Schauturnen wickelte der 1TV 02 Köln vor etwa, Müll Zuschauern ab. Ks kam dem Verein, darauf an. einen Querschnitt durch die Breiienarbeit aller Abteilungen zu geben. Die Veranstaltung wurde im ganzen ein voller Kri'olir. O. Jf. Tischtennis: Schild M.-Oladhach/Rhoydl-n'V (••> Köln 8 : (i; Vier-Städtc-Kampf zwischen Herne, Düsseldorf, Duisburg- und Krefeld: Sieger Sportprüiipe Herne. _ R.B. Mitteldeutschland Winterhilfsspiele in Magdeburg Vor etwa 300 Zuschauern, die der Jüdischen .Winterhilfe einen recht erfreulichen Beitrag eingebracht haben werden, spielte Hagibor Berli n. mit zwei H a n d ball mannschailen ge^en Schild und Makkabi Magdeburg. Schild Magdeburg trat gegen Hagibor I an. Der Kampf war ausgeglichen, wurde allerdings 7,\nn Srhiuss reciir hart. Die Berliner gewannen mit — Makkahi Magdebiug hatte die Hagibor- Reserve zum Ueirner und siegte klar überlege« mit 11 : 0. JSG 33 in Leipzig geschlagen Schild Leipzigs 1. Fussb allein brauchte eine ganze Stunde, um gegen .ISG 33 Berlin ihr Führungstor zu schiessen. Dann allerdings fielen in kurzen Abständen drei weitere Treffer, zumal, der Gast glaubte, durch Debatten -mit dem wenig befriedigenden: Schiedsrichter und durch unfaire Mätzchen «ein spielerisches Minus auszugleichen. Reim. Stande von 3 : ü kam Berlin zu seinem verdienten, aber venneidbaren Ehrentor. YVoilrrc Ergebnisse: £ritiid L<>ijv.:g 1!—Schtlrl P:-«?- (fr« I Z ■ 0; Syhüd Leipzig 1. Knaben—skhiid Chcmniiz Das Handballspiel" zwischen Schild Jen», und Schild Dresden gewannen die Jenaer nach, liartcn Ka nun" mit 4:2..— Schild Leipzig 1. Frauen hohesich mit einem 3 : 1-Sieg über Schild Dresden zwei werlvolle Punkte. K—n. ' Makkabispiele in Dresden Die. beiden Makkabivercinc aus Dresden und L eil) zig begegneten sich in drei Rundenspielen, von denen Leipzig zwei für sich verbuchen konnte, während die Dresdener Frauen wenigstens ein Unentschieden retten konnten. Ergebnisse: F nssball: BK Drrsdfn I-BK T.<?ipz\z J 1 (1 : 1): H a n rl b all: BK Pn-sden 1-BK Litzisr 1 : ir» (1:7): ..BK Dresden l. Frauen—BK Leipzig 1. Fnuou 3 :3 (0:3)._ K. J. Xordwcstdeutsvdie Ergebnisse Fussball: Schild Hamburg I —Schild Bremen 1 3 :1 <1 : 1\ P. H. T i s clitc )) n i s Bar Kochba Hannover—JTH/ü-l- Hannover "2o : 18. Berk. Der Deutsche Makkabikreis beabsichtigt, das im Dezember vorigen Jahres abgebrochene'Endspiel um die M a k k a b imeistersc h a f t im Fussball doch noch einmal zu wiederholen. In Aussicht genommen ist der 27. Februar als Austragungstermin. Bar Kochba Hakoah Berlin und Bar "Kochba Frankfurt a. M. als Endspielparüner werden an diesem Tage Gelegenheit haben, den schlechten Eindruck der letzter! Begegnung durch eine einwandfreie und faire Leistimg zu verwischen.

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