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Central-Verein-Zeitung · 1938-01-27 · 4 (27.1.1938) · page 13

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
17 (1938)
Issue
4 (27.1.1938)
Date
1938-01-27
Page
– (sequence 13)
Language
German
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fjr.ar 4. Beiblatt. Palästina-Umschau der C.-V.-Zeituilg Seite ft 27. Januar; 1938 Die Technische Kommission Die Zusammensetzung Die Bekanntgabe der Mitglieder der „Technischen Kommission" steht' bevor. Unter dem .Vorsitz von Premierminister Ckamberlain hat eine Besprechung eines Kabinettsausscbusses stattgefunden, der die Vorbereitungen für die in dieser .Woche stattfindende Kabinettssitzung getroffen hat Bei diesen Besprechungen war auch Kolonienminister 0 r m s b y - G o r e anwesend. Es wird daraus geschlossen, dass auch Paläslinafragen zur Sprache gekommen sind, und dass in der nächsten Kabinettssitzung die endgültige Entscheidung über die Zusammensetzung der neuen Kommission und den Termin ihrer Abreise fallen wird. Es heisst dass in dieser Kommission nur technische Sachverständige und keine politisch exponierten Persönlichkeiten sitzen werden. Insbesondere sollen ihr keine Mitglieder der Peel-Kommission angehören. Die Regierung werde Sachverständige in Finanz- und Venvallungsf ragen aus dem Kolonialdienst ausserhalb Palästinas in die Kommission berufen. Wenn dieser bisher verschiedentlich aufgetauchte Plan .verwirklicht werden würde, so muss man annehmen, dass die Kommission selbst nur detaillierte Vorschläge über die einzelnen Teilungs¬ und Kantonisienmgsmöglichkeiten machen wird und sich nicht auf eine bestimmte Teilungsart, wie es' die Peel-Kom«üssion getan hat, festzulegen gedenkt. Englische Stimmen G r e a t B r i t a i n in t h e E a s t bring* in. seiner Nummer vom 20. .Januar einen Artikel ..Die Juden und die Teilung". Er hebt hervor, dass jüdische Persönlichkeiten der verschiedensten Haltung wie Lord S a m u e 1, Stefan W i s e und Wladimir Jabot'.nski nach wie vor gegen den Teilungsplan seien und demgemäss ihre Propaganda gestalteten. Das ganze Palästinaproblem sei durch, die lange Dauer des Schwebezustandes so verworren geworden, dass der einfache Manu überhaupt nicht mehr wisse, wie sich die Zukunft Palästinas gestalten solle. Die Lage im östlichen Mittelmeer sei dunkel, aber die Feindschaft der Araber gegen die Teilung sicher. Trotzdem müsse man zur Zeit annehmen, dass die Teilung in irgendeiner Form ' verwirklicht werden würde. Wenn man den Sinn des Weisshuches anders auffassen würde, so lägen Trugschlüsse vor. Die Freunde des Teilungsplanes setzten ihre Bemühungen daran, den vorzuschlagenden Judenstaat unter Einschluß« Galiläas mit seinen 225 000 Arabern so zu gestalten, dass der nächste Zionisteiikongress ihm zustimmen könne. Arabische Forderungen Die auf die Seychellen verbannten Mitglieder des Obersten Arabischen Komitees haben zu dem neuen Weissbuch der englischen Regierung eine Erklärung veröffentlicht, die von ägyptischen Zeitungen wiedergegeben worden ist. Danach lehnen die arabischen Führer nach wie vor eine Teilung Palästinas in jeder Form ab. Das neue Weissbuch beseitige nach ihrer-Ansicht nicht die Furcht der Araber, von den Juden beherrscht zu werden. Zwanzig Jahre lang seien in Palästina Experimente von der englischen Regierung durchgeführt worden, durch die die arabische Bevölkerung ständig bedroht worden sei. Die- Araber könnten die englische Regierung nicht für unparteiisch halten, sondern erlaubten vielmehr, dass sie für die Juden einträten. Daher könnten die Araber auch kein Vertrauen in die Entsendung von Kommissionen nach Palästina haben. Sie müssten eine, Zusammenarbeit mit der neuen ..Technischen Kommission'' ablehnen. Ein ähnlich gehaltenes Manifest ist von dem arabischen Propagandabüro in Damaskus, das besonders unter dem Einfluss des in Syrien lebenden Gross-Mufti von Jerusalem steht, "herausgegeben worden. Als Zentrum der panarabischen Bewegung und des unversöhnlichen Teils der Araber bezeichnet ein holländischer Berichterstatter die Militärakademie in Bagdad, an der angeblich auch Fauzi Kaukaji wirken soll, der 1936 die. arabische Aufstandsbewegung in Palästina geleitet hat. Der Rundfunk Inzwischen geht die Diskussion in der Presse über den Teiiungsplan in seinen verschiedeneu Modifikationen und' über eine vielleicht doch noch mögliche Verständigung zwischen Juden und Arabern weiter. Hierbei spielt neuerdings auch der Rundfunk eine nicht unwichtige 3ulle. Neben Italien und England wird demnach?!, nach einer Meldung der Palest i n e P r e s s e. auch der japanische Rundfunk arabische Sendungen bringen. Das Bemühen Japans um den vorderasiatischen Markt spricht auch aus einer Erklärung der japanischen Handelsdelegation, die in der hebräischen Presse veröffentlicht wird, und in der dem jüdischen Aufbauwerk hohe Anerkennung gezollt wird. Haarez veröffentlicht eine Unterredung mit einem Mitglied der Delegation,-in der es heisst. dass Japan bereit sei, die palästinensischen Zitrusfrüchte einzuführen, und in der die Juden in Japan als besonders loyale Bürger des Kaiserreichs gelobt werden. Das Blatt des Scheich Faruki, Al-Dscha m i a a 1 I? - 1 a m i a, das die Meinung der begüterten Araber widerzuspiegeln pflegt, glaubt, dass die Teilung unvermeidlich sei,'dass man aüf Hilfe von ausserhalb nicht rechnen könne und der Tatsache in die Augen sehen müsse, um noch möglichst viel zu retten. F e 1 e s t i n . das Blatt der Christen, bedauert, dass die Weiterverfolsum? des Tei- Jungsplans jede Möglichkeit einer friedlichen Verständigung unterbinde und glaubt, dass ein Ausgleich^ der jeder Teilung vorzuziehen wäre, noch immer im Bereich des Möglichen liege. Einen solchen letzten Versuch zu "unternehmen, sei die Aufgabe der neuen Kommission. Ganz im Gegensatz zu diesen Stimmen ist A-Dif aa der Meinung, dass das Weissbuch keine Möglichkeit auf Teilung vorsehe. Das könne man zwischen den Zeilen lesen, und das werde die Zukunft beweisen. Die Araber müssten nur fest bleiben und sich vor jeder Spaltung hüten, um ans Ziel ihrer Wünsche zu gelangen. Gericht und Terror Der Nachfolger des bisherigen Oberkomman- *diereuden der englischen Truppen in Palästina und Transjordanien ist ernannt worden. An die Stelle von Generalmajor Wawell ist Generalleutnant FI a i n i n g getreten. Er ist einer der jüngeren englischen Generalstabsoffiziere, die vor kurzem zu Generalen befördert worden sind. Am 21. Januar verhandelte'das Militärgericht in Jerusalem gegen die beiden orientalischen Juden Ephraim Brin, 39^Jahre, und Abraham Jakob, 17 Jahre. Beide wurden wegen unbefugten Besitzes eines Revolvers zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Meldungen, die in der Presse erschienen und von Todesurteilensprachen, müssen auf ein Missverständnis beruhen. Am 2. Februar wird das Militärgericht gegen 'den 22jährigen jüdischen Hilfspolizisten Ezechiel A 11 m a n n verhandeln, der im Jahre 1935 aus ßessarabien eingewandert ist und beschuldigt wird, am 27. .Dezember einen arabischen Omnibus auf der Landstrasse nach Jerusalem beschossen zu haben-Vor dem H a i f a e r ordentlichen Gericht wurde das Verfahren eegen den jüdischen Polizisten Mordechai Schwarz eröffnet, der angeklagt ist. einen arabischen Polizisten in der Nähe von Alhlit am 2. Oktober getötet zu haben. Das-gleiche Gericht verurteilte einen Juden, der im Juli 1937 Waffen ins Land geschmuggelt hatte, zu 1") Jahren Gefängnis. Die Stadtverwaltungen von Tel-Aviv und der Oberrabbiner Hertzog! der eine Unterredung mit dem High Commissioner halle, bemühen sich, um eine Entlassung der in Akko im Konzentrationslager befindlichen Juden bzw. um die Verlegung dieses Lagers in die Nähe von jüdischen Siedlungen. Die jüdischen Insassen des Konzentrationslagers selbst drohen mit einem Hungerstreik. Zwei Araber wurden am 22. Januar im Jerusalemer Gefängnis hingerichtet. Es handelt sich um Hussei n A h m a d. G h u 11, der während der Suche nach den Mördern des englischen Archäologen J. L. Starkey auf die untersuchenden ' Polizeibeamleu Schüsse abgegeben hatte. Abdel Kader Taha aus Hebron wurde hingerichtet, weil er während einer Haussuchung am 13. Januar auf britische Polizisten aus einem Gewehr geschossen hatte, das kurze Zeit zuvor aus der Polizeistation Dacharia gestohlen worden war. Ein drittes Todesurteil sprach das Haifaer Militärgericht, das in Nablus tagte, gegen einen Araber aus,» der ebenfalls auf Polizei truppen geschossen hatte und verwundet gefangen worden war. R a z e m Khaldi. ein Vetter des früheren Bürgermeisters von Jerusalem und Regierungsinspektor der arabischen Genossenschaften, wurde unter dem Verdacht, an aufrührerischen Umtrieben teilgenommen zu haben, verhaftet;und soll in das Konzentrationslager von Akko. eingeliefert werden. Trotz dieser drakonischen Massnahmen haben sich wiederum zahlreiche Ueberfälle ereignet. In Nablus kam es zwischen Araberbanden zu einer heftigen Schiesserei. D'e Angriffe galten dem arabischen Bürgermeister Toukan. Erst das Eintreffen von Truppen beendigte die Unruhen. In Jerusalem wurde in ein Auto, in dem sich fünf jüdische Beamte des Departements für öffentliche Arbeiten befanden, eine Bombe geschleudert, die einer der Mitfahrer auffangen und auf die Strasse werfen konnte, wo sie explodierte. Ein Araber wurde, verhaftet. Auf dem Wege nach Jerusalem wurde der Chauffeur eines Lastkraftwagens der Palestine Potash Co.. Isaak Fornbach, überfallen und schwer verletzt. Jochamiu MizrarM. der am 10. Januar in der Altstadt scliWer verwundet worden war. \<t?"ein^n Verletzung«?!! erleben. Von 25 syrischen Terroristen, die bei den Kämpfen., in Palästina verwundet wurden, sollen, nach Meldungen aus Damaskus. 25 im Sterben liegen. aiastmas Von un irtschart von aussen una von serexn -^-Palästina-Berichterstatter Tcl-Aviv, 11. Januar. Das junge jüdische Palästina hat von aussen immer ein. anderes BÜd geboten "als von innen. Der Gegensatz zwischen Prosperity und Krise, zwischen Frieden und Terror, der Gegensatz zwischen Licht und Schatten verschärft sich mit zunehmender Entfernung. Von draussen sah man während der Prosperity nur das Licht und übersah, dass es auch damals ein hartes Land des Aufbaus und des Kampfes war. Und heute? Der Terror fordert immer weiter seine blutigen Opfer und die Krise ihre wirtschaftlichen. Ein Ende dieser unglücklichen Epoche ist noch nicht abzusehen. Am Anfang des Jahres 1937 verlies» die Peel-Kommission das Land, der Streik war beendet, der Terror abgeflaut. Das Schlimmste schien überwunden. Am Anfang des Jahres 1938 sind die Terroristen wieder in voller Tätigkeit, die Wirtschaftskrise greift weiter um sich und eine neue Kommission rüstet sich zum Aufbruch nach Palästina, nur mit dem Unterschied, dass diesmal die Mandatsregierung selber davor warnt, schnelle Ergebnisse zu erwarten. Gewiss sind starke Gegenkräfte am Werk, Die Regierung bekämpft den Terror energischer und wirksamer als vor einem Jahre, und immer wieder entfalten sich neue Kräfte der Selbsthilfe und des Aufbaus in der jüdischen Wirtschaft. Und gerade in dieser Situation ist es besonders interessant, die verschiedenartigen Eindrücke, die dieses widerspruchsvolle Bild innerhalb und ausserhalb des Landes hervorruft, miteinander zu vergleichen. Schon bei dem einzelnen Juden fängt es an. Wer einmal im Lande sitzt, bleibt hier; im Gegensaiz zu der Massenflucht bei Ausbruch der Krise kann heute von einer Auswanderungsbewegung — trotz gelegentlicher Einzelfälle — nicht gesprochen werden. Zum Teil ist vielleicht diese Erscheinung mit der t Verschlechterung der Auswanderungsmüglichkeiten zu erklären, aber selbst die heute noch vorhandenen Möglichkeiten werden nicht annähernd ausgeschöpft. Viel deutlicher und beweiskräftiger aber ist ein anderes Beispiel, das eben jetzt vom wirtschaftlichen Forschungsinstitut der Jewish Agency untersucht worden ist: Die unterschiedliche Kursentwicklung palästinensischer Wertpapiere an der Londoner und an der Tel-Aviver Börse. Ende 1937 lagen die Kurse der in Tel- Aviv notierten Obligationen palästinensischer Unternehmungen im gewogenen Durchschnitt um 2.2 Prozent höher als zu Beginn des Jahres, die Aktienkurse um 'rund 3 Prozent niedriger. Die Schwankungen waren also minimal, und da der grösste Teil der in Tel-Aviv notierten Effekten aus festverzinslichen Werten besteht, darf man annehmen, dass.sich insgesamt das Kursniveau erhöht hat. Diese Bewegung, die das Forschungsinstitut bis Ende November verfolgt hat. setzte sich auch nachher weiter fort. In demselben Zeitraum aber ermässigteu sich die Kurse palästinensischer Wertpapiere, die nicht in Tel-Aviv, sondern nur in London notiert wurden, um 6.3 Prozent. Dabei spielte der innere W^rt dieser Papiere überhaupt keine Rohe, denn es handelt sich um drei Firmen, die vielleicht als die stärksten, erfolgreichsten und bestfundierleu Unternehmungen der palästinensischen Wirtschaft angesehen werden können. Und in der Tat haben gerade diese palästinensischen Werte der Londoner Börse ihren Kurs noch besser behauptet als der Durchschnitt aller Londoner Börsenpapiere; der Gesamtindex dar ' Londoner Börse sank in diesem Zeitraum um -7.8 Prozent, also stärker als der Spezialindex der palästinensischen Werte. Es spricht für das Vertrauen, das diese drei Unternehmungen — die Anglo Palestine Bank, die Ruthenberg-EIektrizitätsgeseiischaft und die Jerusalemer Elektrizitätsgesellschaft — in der City gemessen, dass diese Wertpapiere trotz der schlimmen Nachrichten aus Palästina sich besser im Kurse gehalten haben als der Durchschnitt aller Londoner Börsenwerte. Dass aber überhaupt Palästina in London niedriger notiert wurde als in Tel-Aviv, ist offensichtlich nur aus dem ..Genius Loci'' zu erklären. London hat die internationalen Börsenschwankungen des vergangenen Jahres mitgemacht, in Tel-Aviv aber sind, durch die ganze Struktur des Effekten- Clearing-Hauses, spekulative Einflüsse praktisch ausgeschaltet. Sehr wesentlich aber ist ein anderer Umstand: An der Tel-Aviver Börse sind vorwiegend nur die Aktien oder Obligationen zentraler Finanzinstitute, die sich mehr oder minder uitfer öffentlicher Kontrolle befinden, notiert, und i»s ist einer der wesentlichsten Aktivposten unserer Wirtschaft, dass diese zentralen Finanzinstitute auf einem starken. Fundament stehen. Zwar sind die Geschäftsberichte für 1937 noch nicht veröffentlicht, aber schon ein kurzer Ueberblick über die Lage dieser Institute — soweit bisher schon Aufschlüsse erhältlich waren — zeigt interessante Grundzüge der Entwicklung. An der Spitze des Kurszettels steht die Tochtergesellschaft der Anglo-Palestine-Bank, die General Mo r tg a ge-B a n k, das Zentralinstitut für städtischen Real- und Baukredit. Pfandbriefumlauf und Hypothekenbestand sind 1937 stärker gestiegen als im Vorjahr. Dabei beträgt der Pfandbriefumlauf kaum das Fünffache des eingezahlten Aktienkapitals von 450 000 LP, dem noch ein mehr-als zehnprozentiger Reservefonds gegenübersteht; die Deckung des Pfandbriefumlaufs ist also nach europäischen Massstäben sehr stark. Der Hypothekenbestand Gebrauchte Koffer RIETZE Berlin C2. Hoher Sieinwegl5 51 1788 stieg von 2,1 auf mehr als 2V2 Millionen.. Die äusserst vorsichtigen Beleihungsgrundsätze sowie der pünktliche Zahlungseingang von seilen der Kundschaft führten dazu, dass Ausfälle und Rückstände nicht zu verzeichnen sind, so dass eine gute Verzinsung der Aktien, die zur Zeit erheblich über pari stehen, gesichert erscheint. An zweiter Stelle steht die Palestine Land Development Company, die P. L. D. C.. das unter öffentlicher Kontrolle stehende Zentralinstitut für" Bodenerwerb und Boden ersch Ii esisung, das unter strenger Ausschaltung aller spekulativer Transaktionen Böden für die jüdische Siedlung erwirbt und erschliesst, Um sie dann im geeigneten Zeitpunkt au die eigentlichen Siedler oder Siedlungsinstanzen abzugeben. Im Jahre 1937 hat die Gesellschaft auf diese Weise Bödmen im Werte von rund einer Vierteltnillion mit angemessenem Nutzen, der die Verzinsung des eingezahlten Kapitals von rund 290 000 LP sichert, verkauft; neben dem Kapital besteht noch ein offener Reservefonds von 105 000 LP. Darüber hinaus aber hat die Gesellschaft durch vorteilhafte Neuerwerbungen ihren Bodenbesitz weiter um rund 70 000 auf 400 000 LP vergrössert. In der Bilanz wurden, die Böden, die insgesamt nur mit 50 000 LP belastet sind, unter den heutigen Marktpreisen eingesetzt: sie liegest durchweg im unumstrittenen jüdischen Siedlungsgebiet. Die^, erheblichen Neuerwerbungen.konnten ohne Aufnahme fremder Mittel durchgeführt werden, da auf die Forderungen der Gesellschaft — die übrigens grundsätzlich gesicherte Forderungen sind — erhebliche Sutmnea eingegangen sind. Von dem Hule-Engagement hat sich die Gesellschaft finanziell weitgehend entlastet, und zwar durch den bekannten Optionsvertrag mit dem Konsortium' ICA-Keren Kajemet. auf den die P. L. D. C. bereits eine erhebliche Anzahlung empfangen hat. An dritter Stelle des amtlichen Kurszettels . steht die B i z u r L t d., eine Gründung des Keren Hajessod und des Arbeitsbeschaffungsfonds der Schweiss-ßpparate „JupBter" »iieh 7.\ivsi J.iiteii und für Trental-Arbeiten Dr. Ems* Moritz«* <"<>.,B8riin WSO, Schwäbische Str. II Hisiadrut. Aufgabe der Gesellschaft ist die Finanzierung von öffentlichen Arbeiten insbesondere Strassenbauten, sowie die Mitwirkung an der Finanzierung von Bau- und Vorbereitungsarbeiten für Gruppensiedluogen in Stadt und Dorf. Ihr Grundsatz ist aber, keinerlei Nolstandsarbeiten zu finanzieren, sondern nur solche Projekte, die sich als wirtschaftlich produktiv erweisen, also unmittelbar die Wirtschafts- und Zahlungskraft der betreffenden Siedlung erhöhen und damit aus sich heraus eine Gewähr für pünktliche Verzinsung und Tilgung des-Darlehens geben; der Sinn dieser Vorschriften leuchtet ein. wenn man z.B. bedenkt, dass die Anlage einer richtigen Strasse nicht nur die Absatz- und Bezugsmöglichkeiten einer Siedlung entscheidend beeinflusst. sondern dass allein die Verbilligung des Transportes durch geringere Abnutzung der Wagen oft mehr ausmacht" als der Anleihedienst. Abgesehen aber von einer so fundierten Solidarhaftung der kreditnehmenden Gemeinden usw. fordert die Bizur noch zusätzliche Sicherheiten in Form von Bankbürgschaften. Hypotheken auf wertvolle Grundstücke, Verpfändung von Wasserwerksei«nahmen und anderen Werten. So wird es erreicht, aus der Finanzierung einer Strasse, die ja an sich kein realisierbares Pfandobjekt darstellt und anderer öffentlicher Investitionen, eine privatwirlschaftlich fundierte Anlage zu machen und ein besonderer Kreditausschuss von Vertretern der Banken und der Öffentlichen Institute sorgt dafür, dass bei jeden- Beleihung die Grundsätze, bankmüssiger Sicherheit eingehalieu LEISTUNG ENTSCHEIDET IM Berlin W 15, Kurfürstendamm 216 (Bah hof Uhlandsuaße) mm Beginn: Montag, den 31. Januar 1938 WINTER-SCHLUSS - VERKAUF Berlin W 50, Teuenfzienstraße 11 (an der Gedächtniskirohe) Einziges jüd. Schuhgeschäft in der Tauentzienstr. mm

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