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Central-Verein-Zeitung · 1938-01-20 · 3 (20.1.1938) · page 15

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
17 (1938)
Issue
3 (20.1.1938)
Date
1938-01-20
Page
– (sequence 15)
Language
German
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8r. 5 * Beiblatt 20. Januar 1938 * Seit© 13 orfblafaGVrZeH'un Wer siegt: Berlin oder Südwest? Die Winterhilfsspiele des jüdischen Sports am 23. Januar Ereignisse besonderer Bedeutung werfen ihre Schatten voraus. Schon seit langem beschäftigt sich die jüdische Sportöffentlichkeit mit den Vorbereitungen zum Sonntag und mutmasst mehr oder minder fachmännisch den möglichen Ausgang der überall mit Spannung erwarteten Treffen. Auswahlspiele fanden statt, Sitzungen am „grünen Tisch" bestimmten die Mannschaften — und nun ist es so weit: die besten Handballer und Fussballer des Deutschen Makkabi-Kreises „Vienna*6 siegte weiter Nachdem sich im ersten Spiel, über das wir bereits in der vorigen Woche berichteten, die palästinensische F u s s b a 11 mannschaft gegen die Wiener Berufsspieler der „Vienna" mit einer 0:1- Niederlage recht gut aus der Affäre gezogen hatten, mussten sie drei Tage später in Haifa eine sehen höhere 0 :4-Niederlage hinnehmen, die in dieser Höhe schon vor der Pause feststand. Das dritte Spiel bestritten die Wiener gegen eine Tel-Aviver Stadtmannschaft, die wiederum vor 5000 Zuschauern mit 2:6 (2 :3) verlor. Auf Grund dieser für das am 22. Januar stattfindende Weltmeisterschaftsspiel besonders wichtigen Auswahltreffen sind nunmehr 16 Spieler nominiert worden, die vor dem Spiel noch einmal in einem achttägigen Trainingslager unter Leitung des früheren Wiener Trainers Pollak zusammengezogen werden. ülüülllülüll •westdeutschen Angriff das Leben so schwer wie möglich zu machen. Es ist jedenfalls „alles drin", wenn auch - die „Schild"-Elf nach der Papierform eine Kleinigkeit spielstarker eingeschätzt werden muss. Schmulewitz (Leipzig) leitet den Kampf, für den die Verbände folgende Einheiten vorgesehen haben: "Makkabi Berlin: Nathan (Hagibor); Deutsch (ISK), Singermann (Hagibor); Scharf (Hakoah), Kainz, Kaufmann (beide Hagibor); Gereon (ISK), Ende, Langsam (Hakoah), Hecht (ISK), Ringel (Hakoah). Schild Südwestdeutschland: K. Vollweiler (Stuttgart); E. Scheer (Stuttgart), Kaufmann (Karlsruhe); Eckstein (Frankfurt a. M.), Markiewitz (Karlsruhe), H. Scheer (Stuttgart); Dreifuse (Stuttgart), Eis -(Frankfurt a. M.), Ranzenberg (Karlsruhe), Goldscnmidt (Offenbach), F. Voliwefler (Stuttgart). M.F. ,,Scbald"-Südwest probte In Karlsruhe fand am 16. Januar ein Probespiel der südwestdeutschen Fussballer statt, das von zwei Auswahlmannschaften bestritten wurde, die aus den besten Spielern der Vereine Schild Stuttgart, TC03 Karlsruhe, Schild Heilbronn und Schild Frankfurt a. M. zusammengestellt waren. Im Spielverlauf ergab eich, dass das Kräfteverhältnis beider Mannschaften ziemlich ausgeglichen war. Nach einigen Umstellungen zur Pause endete das Treffen i : 1. B. K. # Zu den Wettkämpfen hat der Jüdische Kulturbund Berlin liebenswürdigerweise für die auswärtigen Teilnehmer Freikarten zor Kabarett- Veranstaltung am 22. Januar zur Verfügung gestellt. Sport der Woche Auch am 16. Januar konnte der Spielbetrieb im Handball, Fussball und Hockey, wie schon seit einigen Wochen, nicht in dem Umfange durchgeführt werden, in dem er vorgesehen war, oder aber die wenigen Spiele, die man doch austrug, litten unter den ungünstigsten Bodenverhältnissen. Das ist natürlich bitter, zumal die Gefahr der Terminnot dadurch immer grösser wird. Nun scheint jedoch die „Eiszeit" vorerst und hoffentlich für diese Saison überhaupt beendet zu sein und die Beschaffenheit der Plätze der geregelten Weiterführung unserer Spiele nicht mehr im Wege stehen. und des Sportbundes „Schild" aus Berlin und Südwestdeutschland werben mit ihrem Können für die Jüdische Winterhilfe. Hoffen wir, dass das Berliner jüdische Publikum in besonders grosser Anzahl diesem Appell unserer Sportjugend folgt, denn nur so können die Veranstalter ihre ■ eigentlichen Bestrebungen, der Jüdischen Winterhilfe einen namhaften Betrag zuzusteuern, wahrmachen. Der Grunewald-Sportplatz, auf dem die Spiele bereits um 10% Uhr beginnen, ist in beste Verfassung gebracht worden und gewährleistet einen reibungslosen Verlauf der Veranstaltung. Zu einem der schönsten Handballspiele des jüdischen Sports kann das Treffen zwischen „Schild" - Berlin und Makakbi - Südwestdeutschland werden. Makkabimeister gegen Sportbundmeister — auf Makkabiseite steht die Einheit des Bar Kochba - Frankfurt a. M.', durch einen Mannheimer Bar Kochbäner verstärkt, und für den Berliner „Schild" kämpfen ISG 88 und IBC „Berlin" kombiniert, d. h. die frühere Meistermannschaft Man darf gespannt sein, wie sich die Technik und Durchschlagskraft der Berliner gegen den enormen Eifer und Einsatz der aufeinander eingespielten Frankfurter Makkabimeister durchsetzen wird. Berlin müsste sich eine leichte Ueberlegenheit herausarbeiten können. Dem Schiedsrichter Freund (Kassel) stellen sich folgende Mannschaften: „Schild" Berlin: Batavia (ISG 33); Wolff (IBCB), Chaim (ISG 33); Mundstock (ISG 33), Henoch (IBCB), Kögen (ISG 33); Chozen II, Chozen I (beide ISG 33), Dorfmann, Weinstock, Lewinschn (IBCB). Makkabi Südwestdeutschland: Hecht; Schliesser, Flörsheim; Strauss, Wellwarth, F. Vollweiler (sämtlich Bar Kochba Frankfurt a. M.); Althausen (Bar Kochba Mannheim), Gelbart, Speyer, Stein, Katz (sämtlich Bar Kochba Frankfurt a. M.). Im Fussball hatten die Berliner Makkabi Besetzungsschwierigkeiten. Czupper, Sperber, Kilkowitz sind noch gesperrt und mussten ersetzt werden. Ob sich, der neuformierte Sturm zusammenfinden wird? Hinten, vor allem in der Läuferreihe, erscheint die Elf dagegen stark genug, um dem erstaunlich einheitlichen süd- Süd wesiä eutschland Fussfeaüderby in Offenbach Im Pflichtspiel standen sich am 16. Januar die beiden Lokalrivalen ISV Offenbach und Bar Kochba Offenbach gegenüber. ISV, früher eine der gefurchtesten Mannschaften im Mainbezirk, hat durch Abwanderung besonders stark gelitten und liess zahlreiche Schwächen erkennen. Beide Mannschaften kämpften mit grossem Eifer. Mit 1:0 für den ISV ging man in die Halbzeit, bin die Bar Kochbäner immer mehr aufkamen und schliesslich noch 2 :1 gewannen. * Knapper als erwartet ging es im Treffen Bar Kochba Frankfurt a. M. gegen ITB Frankfurt a. M. aus. Die ITB-Leute wehrten sich mit grossem Geschick, so dass es 10 Minuten vor Schluss noch 0 :0 stand. Erst dann kam Bar Kochba auf und siegte noch 4 :0. Weitere Ergebnisse F u s s b a 11: Schild Frankfurt a; M. II—IIB Hanau Ii 8:0; Bar Kochba Frankfurt a. M. Jugend A. — Schild- Frankfurt a. M. Jugend A 1:0; Schild Frankfurt a. M. Schüler—IIB Hanau Schüler 2:0. Handball: Bar Kochba Odenbach Frauen—ISV Offenbach Frauen 1:0; Hakoah. Frankfurt a. M. Frauen—Bar Kochba Frankfurt a. il. Frauen 4:0; Schild Frankfurt a. M. I—IIB Hanau I 3 : 0. _B. K. Bayern ISC Fürth—Hakoah Stuttgart 4 :2 Zugunsten der Jüdischen Winterhilfe hatte sich der ISC Fürth in Hakoah Stuttgart eine der führenden jüdischen Fussiballmannschaften verschrieben. Das unter der guten Leitung von Mandel (Nürnberg-) durchgeführte stets faire Spiel war überaus spannend und sicherlich eines der interessantesten, das man seit langem hier zu sehen bekam. Nach anfänglicher Führung der Fürther konnte Stuttgart bis zur Halbzeit ausgleichen (1:1) und kurz nach Wiederbeginn mit 2 :1 in Führung gehen. Ein wunderbares Tor von Wiederschein stellte dann für Fürth den Gleichstand her und zwei weitere Schüsse den verdienten 4:2-Sieg. Die Fürther Mannschaft verdiente sich ein Gesamtlob, während Stuttgart trotz allem seinen guten Ruf rechtfertigte. Fürth dürfte zur Zeit den besten jüdischen Fussballmannschaften in Deutschland zuzuzählen sein. ISC Fürth 1. Knaben—ISC Fürtb 2. Knaben 3 :2. __ R. ST. Rheinland-Westfalen Schild Bochum geschlagen Am 16. Januar freuten sich sämtliche Konkurrenten des Schild Bochum; denn in Aachen erlitt der Verbandsmeister seinen ersten Punktverlust. Die zweite Ueberraschung gab es in Düsseldorf, wo die Gastgeber von! Krefeld mit nicht weniger als 0 : 6 geschlagen wurden. Allerdings hatten sie viele Ersatzleute aufstellen müssen. In Bonn gab es den erwarteten 4:2- (2:0-) Sieg über die sich tapfer wehrenden Neuwieder, zudem ein 3 :3 zwischen den Schülern von Bonn und Köln. An der Westgrenze blies ein kräftiger Wind, den die Bochumer nicht richtig ausnutzten; denn mit einem mageren 1:0 ging man in die Pause. Die in guter Form spielenden Aachen/Dürener wussten sich später die Windverhältnisse viel besser dienstbar zu machen, schössen aus allen Lagen und machten den Angriff so stark wie möglich, so dass die Gatsgeber mit 3:2 einen durch die bessere Gesamtleistung verdienten Sieg behielten. J. G. Frauensieg des Schild Bonn Das Punktespiel der Frauen von Schild von Bonn und ITV 02 Köln musste als Gesellschaftsspiel durchgeführt werden, da die Kölnerinnen unvollständig gereist waren und sich einige Bonnerinnen ausliehen. Es gab einen schönen Kampf, den die Bonner Einheit schliesslich mit 2:1 gewinnen konnte. J. G. Makkabispiel in Krefeld Makkabi M.- Gladbach und Hakoah Essen trafen sich in Krefeld zum fälligen F u s s b a 11 - Meisterschaftsspiel. Man sah trotz starken Windes ein überlegenes Spiel der "M.-Gladbacher, die zum Schluss mit 13 : i gewonnen hatten. Im Tischtennis -Kiubkampf siegte M.-Giadbach wiederum überlegen mit 6 :1. Tischtennis In den Spielen um die Bezirks-Mannschaftsmeisterschaft errang die Sportgruppe M. - G1 a d - ba.ch einen weiteren Sieg. Gegen ITV 02 Köln gewann der Tabellenerste mit 8:6 Punkten und 30 : 20 Sätzen. O. M. Die ISG Dortmund im Schild schlug im Punktespiel des Bezirks Industrie die Kameraden aus Duisburg mit 11:3. Zur gleichen Zeit holten sich die Hemer „Schildu-Leute einen 9:5- Sieg gegen Schild Hagen. R. B. Vor neuen Bestimmungen? Wenn der Internationale LeichtatH* 1 e t i k - Verband Ende Februar seinen diesjährigen Kongress in London eröffnen wird, so liegen ihm eine grosse Anzahl regeländernder Anträge vor. die von grosser Bedeutung zu sein scheinen. Es handelt sich da zunächst um eine Neuregelung der Rekordaner- . kennung, die jedoch so kompliziert ist und in dieser Form kaum angenommen werden wird, dass wir auf genauere Details nicht näher eingehen wollen. Interessantere Vorschläge kommen dagegen aus Amerika. Neben der Einführung von Startklötzen, die man fordert, um vor allem die Laufbahnen zu schonen, will man weiterhin einen Fehlstart bereits dann festgestellt wissen, wenn der Läufer vor dem ScJbuss aus der Ruhestellung geht, ohne die Startlinie überschritten zu haben. Dass auch für die Abschaffung der festen Marken beim Staffelwechsel plädiert werden wird, berichteten wir bereits. Neu ist wiederum der Antrag, der Mindestanlaufweiten für Sprünge, 15 Meter für Hoch- und Weitsprung, 38 Meter für Stabhoch- und Dreisprung, vorsieht. Dazu sollen einheitliche Bestimmungen für die Metallegierungen von Kugel und Hammer, sowie die Kurvenerhöbung der Aschenbahnen (im Massstab von 30 :100) ausgearbeitet werden. Die Amateurfrage, mit der sich der Verband bisher eigentlich stets beschäftigen musste, will man diesmal nicht aufrollen. Sie sollfür den Olympischen Kongress, der demnächst in Kairo stattfindet, aufgespart bleiben; denn dort strebt man eine Lösung an, die für sämtliche Sportarten massgebend sein wird. Gerda Göttlieb (Wien) erkielt die Marathon-Nadel Die junge, vielseitige Wiener Hakoabnerirj Gerda Gottlieb, die im vorigen Jahr auch in Berlin bei den Deutschen Makkabimeisterschaften als erfolgreichste Athletin startete, wurde dieser Tage in Wien mit der Marathon- Nadel ausgezeichnet. Die Marathon-Nadel ist seit langem die höchste österreichische Sportauszeichnung, die in jedem Jahr den drei absolut besten Österreichischen Sportlern verliehen wird. Gerda Gottlieb, die österreichische Rekordinhaberin im Hochsprung ist, hält zudem seit 1933 den Weltrekord im Hochsprung aus dem Stand und vermochte 1937 zum fünften Male hintereinander die Landesmeisterschaft im modernen Fünfkampf zu erringen. Neben ihr erhielten die Nadel Kaspar, der Weltmeister im Eiskunstlauf, und Proksch. der zur Zeit beste europäische Stabhochspringer. * Der nächsten Sitzung des Internationalen Box Verbandes der Amateure (FIBA) liegt ein Antrag vor. nach dem der Begriff des „technischen k.o." abgeschafft werden soll. Wird ein Kampf vorzeitig abgebrochen, und es bandelt sich nicht um einen Niederschlag, ist beabsichtigt, in Zukunft „Abbruch des Kampfes" zu verkünden Die Tischtennismannschaft der Sportgruppe Halle brachte es fertig, Schild Leipzig mit nicht weniger als 12 : 0 zu schlagen. Den Leipzigern muss allerdings ihre stark ersatzgeschwächte Mannschaft zugute gehalten werden. — Bar Kochba Leipzig brachte mit annähernd 100 Meldungen seine J u - g e n d meisterschaft zur Durchführung. K—n. ¥m Sied Mui Sk§ Sonnabend, 22. Januar Südwestdeutschland Turnen: Werbeveranstaltung des Schild Wiesbaden, Wiesbaden, Sportsaal Augustastrasse, 20 Uhr. Jahressportfest des Schild Stuttgart, Stuttgart, Grosser Saal des Siegle-Hauses, 20 Uhr. Sonntag, 23. Januar Süd Westdeutschland Fnssball: JJB Hanau I—Bar Kochba Offenbach I, Hanau. Sportplatz am Nebenbahnhof, 13% Uhr; JSV Offenbach AH—Bar Kochba Frankfurt a. M. II, O f f e n b a c.h , Sportplatz am Nebenbahnhof, liii Uhr; Hakoah Stuttgart I—Schild Heilbronn 1, Stuttgart, Sportplatz Feuerbachertal, 1434 Uhr, Hakoah Karlsruhe— I—Bar Kochba Mannheim I. Karlsruhe, TC 03—Platz, 14J4 Uhr. Handball: JJB Hanau Frauen—Bar Kochba Offenbach Frauen, Offenbach, Sportplatz am Nebenbahnhof, 15J^ Uhr; JSV Offenbach Frauen- Bar Kochba Frankfurt a. M. Frauen, Offenbach, Sportplatz am Nebenbahnhof, 10 Uhr. Turnen: Turn- und Sportschau des Schild Frankfurt a. M., Frankfurt a. M., Grosser Saal des Saalbaus, 16 Uhr. Rheinland/Westfalen Boxen: Werbeveranstaltung des Landesverbandes West im „Schild", Krefeld, Gemeindehaus Bleichpfad, 20 Uhr. Fussball (Punktespiele): Schild Neuwied I— Schild Bochum I, Düsseldorf, Sportplatz Reisholz; Hakoah Köln—Hakoah Essen, Köln, Sportplatz Deckstein; Pokalspiel Makkabi M.-Gladbach— Makkabi Düsseldorf, M.- Gladbach, Platz am Alten Wasserturm. Handball (Punktespiele): Schild Aachen/Düren— Schür Düsseldorf; Schild Aachen/Düren Frauen- Schild Krefeld 1. Frauen, Aachen, Sportplatz Rothe Erde. Tischtennis: Turnier des ITV 02 Köln, Köln, Turnhalle Lützowstrasse. Turnen: Schauturnen des ITV 02 Köln, Köln, Turnhalle Lützowstrasse (Eingang Lindenstrasse 78). Mitteldeutschland Tischtennis: Bezirksmeisterschaften des Makkabi, Leipzig, Turnhalle Gustav-Adolf-Strasse 7, ab 10 Uhr. Fassball: Schild Leipzig I— JSG 33 Berlin I. Leipzig, Sportplatz Thekla. Handball: Schild Leipzig I und 1. Frauen- Schild Magdeburg I und 1. Frauen, Leipzig Sportplatz Thekla, ab 12 Uhr. * Die Reichsmeisterschaften des Sportbunde!» „Schild" im Turnen sind auf den 20. März ver legt worden; dementsprechend wurde auch dei Meldeschluss bis zum 28. Februar verlängert. Die Skimeisterschaften des Deutschen Makkabi kreises finden aus technischen Gründen zum an gesetzten Termin vorerst nicht statt, dagegen sind die Turn meisterschaften des Makkabi auf den 6. März verschoben, und die Tischtennismeisterschaften auf den 12. und 13. Februar vorverlegt worden. Hygiene im Sport Einer der wesentlichen Grundgedanken des modernen Sports stellt im Rahmen der allgemeinen körperlichen und charakterlichen Ertüchtigung die Pflege der Hygiene dar. Wenn wir auch wissen, dass sich diese Tatsache gerade in unseren, mit den bescheidensten Mitteln aufgezogenen Sportverhältnissen nicht immer in vollem Umfange verwirklichen lässt, glauben wir doch, eine gewisse Mindestforderung in jedem Fall als selbstverständlich voraussetzen zu dürfen. Der Sportler muss für sich ein besonderes Mass. an Sauberkeit in Anspruch nehmen. Vor allem hat er nach jedem Wettkampf und nach jedem Training peinlichst auf eine intensive Säuberung des ganzen Körpers, am besten durch eine heisse Dusche, Sorge zu tragen; denn es kommt schliesslich darauf an, die mit dem Schweiss abgesonderten Giftstoffe von der Oberfläche zu entfernen, damit die Haut wieder frei atmen kann. Deshalb sollte man besonders darauf achten, dass jede Sportstätte eine wenn auch nur primitive Bademöglichkeit erhält. Eine wichtige Rolle im Leben des Athleten spielt die Massage, deren Wert für die Stärkung und Abhärtung des Körpers schon seit frühester Zeit bekannt ist Es gibt zwei Arten von Massagen: die vor der sportlichen Betätigung als sogenannte Vorwärmemassage und die nachher, deren Zweck es ist, dem Körper die Ermüdungsstoffe» zu entziehen. Man lässt nach dem Wettkampf am vorteilhaftesten einen Tag verstreichen, ehe man zum (stets gleichen) Masseur geht, der je nach der betriebenen Sportart und der Konstitution der beanspruchten Muskeln seinen Mann zu behandeln weiss. Vor der Massage oder besser gleich nach der sportlichen Betätigung wird ein heieses Bad immer gut tun. Die Vorwiirmemassage ist im Gegensatz dazu naturgemäss erheblich leichter; sie hat ja auch nur die Muskeln auf die folgende Anstrengung vorzubereiten, vorzuwärmen. Obgleich diese letztere Massage oft eigenhändig vorgenommen wird, ist Vorsicht bei jeder Massage am Platze. Sie muss verstanden sein, sonst kann sie sich eher_ ins Gegenteil auswirken. Geradezu schädlich ist sie sogar, wenn ein Sportier, der es nicht gewöhnt ist, sich erstmalig massieren lässt und bald danach zu einem Wettkampf antreten muss. Schwitzbäder sind bei Aktiven vieler Disziplinen, vor allem bei Boxern und Ringern, , sehr beliebt, um schnell noch eine für den Wett- ' kämpf notwendige Gewichtsabnahme herbeizuführen. Die Folgen derartiger Gewaltkuren, von denen, ausgenommen bei Erkältungen, dringendst abgeraten werden muss, besteben darin, dass das Gewicht zwar innerhalb kürzester Zeit'erforderlich reduziert ist, dass die Gesamtkonstitution jedoch ebenfalls gewaltig leidet. Und das ist der „Haken", der sich später natürlich sichtlich auf die Leistung im Wettkampf auswirkt. Ein nicht zu unterschätzendes Kapitel der Sporthygiene ist die F u s s p f 1 e g e; denn in den meisten Sportarten kommt der Fussarbeit eine wesentliche Bedeutung zu. Man achte vor allem auf gut sitzendes Schuhwerk. Bei zu Meiner oder zu grosser Fussbekleidung entstehen allzu leicht Druckstellen auf der Haut, die binnen Kurzem zu Blasen oder noch schwereren Verletzungen werden können. Aber auch passende Schuhe, namentlich Rennschuhe, erzeugen Druckstellen an den Füssen. In diesen Fällen sind sofortige Abreibungen mit Alkohol oder überhaupt vorbeugend Abreibungen mit Alaunlösung, um weiche, empfindliche Haut schon im voraus zu härten, zu empfehlen; sie werden vor mancher Enttäuschung schützen, zumal schon das blosse Sichunwohlfühlen Hemmungen in der Kampfkraft eines Sportlers auslösen. Auf die Notwendigkeit stets sauberer, Kluft, sei es im Wertkampf oder im Training, braucht in diesem Zusammenhang wohl kaum hingewiesen werden, wohl aber auf die unerhörte Wichtigkeit geregelten Schlafes, dem wir späterhin einen besonderen Beitrag widmen wollen.

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