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Central-Verein-Zeitung · 1938-01-20 · 3 (20.1.1938) · page 6

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
17 (1938)
Issue
3 (20.1.1938)
Date
1938-01-20
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Seite 6 C-V.-Zeitung Nr. 3 * 20. Januar 1938 Blick auf die Frauenarbeit in der Welt Mannschaft, ein alter, erfahrener Sarnmelhase von siebzehn Lenzen, "und vor allem — eine Menge alte Herren!" Alte Herren, so wird man belehrt, sind gut. Sind sozusagen das Beste, was einem vor die Büchse kommen kann. Denn die geben immer. Selbst nachher noch unten in der Garderobe, wenn alle anderen es schon eilig haben und davonstürzen. üeberhaupt: „Machen Sie sich über die Sammlung nach der Veranstaltung bloss keine Illusionen mehr! Was Sie in der Pause nicht reinholen, bekommen Sie nie!" Und: „Am besten ist es vielleicht, Sie stellen sich neben das Büfett, denn da greifen die Leute ja sowieso in die Tasche." Die Novize wird freundlich bemuttert und mit allerhand Schlachtplänen ausgestattet. ..Immer dem Strom entgegen gehen und nie mit ihm — sonst bekommen Sie ira Leben nichts." Und weiter: ,,,Informieren Sie sich rechtzeitig, wo Sie mal was gewechselt bekommen können. Manche leiden nämlich an chronischem Kleingeldmangei." (So...?) „Ja, und dann", dem Matador fällt plötzlich noch etwas ein, „müssen wir vor allem zusehen, dass wir uns ordeoilich verteilen." Sehr richtig! Man hat Abende in der Erinnerung, da sass mau mit seinem Obolus in der Hand da und niemand kam, und andere, da sich innerhalb von fünf Minuten sechs verschiedene Büchsenträgerinnen auf einen stürzten. „Also dann nehmen Sie vielleicht zunächst mal die Galerie und die letzten Parkettreihen, während wir anderen nach vorn gehen." Leiser Argwohn beschleicht das Herz des Neulings. Hat er ein gutes Revier bekommen? Und wird er einigermassen abschneiden? Der erste Teil des Programms zieht vorüber, aber er ist eigentlich nur mit halbem Ohr dabei. Denn schon fängt die Büchse an, ihm in der Hand zu brennen. Und kaum ist der Vorhang gefallen, stürzt er tatendurstig davon. „Alte Herren...", rekapituliert sein Hirn, „Büfett . . . Wechselgeld . . ." Und dann stürzt er sich, in der Verwirrung des Augenblicks, zunächst einmal auf den Oberkellner. Aber dann zieht allmählich Ruhe ein und Besinnung, und wie die Büchse freundlich klappert und der Ruf: „Für die Winterhilfe, bitte!" nirgends ungehört verhallt, da ist er stolz und glücklich zugleich. Und weil Erfolg Mut gibt, deshalb werden ihm die Grenzen seiner Reiches sehr schnell zu eng, und mit schöner Unbekümmertheit geht er daran, m fremdem Revier zu pirschen. Vergessen sind alle Abmachungen, alle guten Lehren. Er geht mit dem Strom und gegen den Strom ,er stellt sich ans Büfett und an die Treppe. Und überall klirren die Münzen. Die Gebefreudigkeit ist gross. ■ „Ja", wird man aufgeklärt, „wenn die Leute sich amüsieren, geben sie immer am meisten.** Schwerer und schwer werden die Büchsen in unserer Hand. Dank sei Thalia, die dieses' bewirkt» Und Dank auch einem Publikum, das auch bei Melpomene nicht schweigt Vera Craener. Haussammlung 'Es ist Pflicht eines jeden, am 23. Januar Gaben bereit zu halten, damit die Sammler der Jüdischen Winterhilfe nicht, vergebens kommen. Sammlerlesiümation erfolgt durch unterstempelten und unterschriebenen braunen Lichibildausweis. Für jeden Betrag erhält der Spender eine hellbraune Quittung mit Aufdruck des erhaltenen Wertes. Drei Monate Jüdische Winterhilfe Berlin 38 750 kg Lebensmittel, 32 S0O Büchsen Konserven, 41 000 Zentner Kohlen, 10 000 Zentner Kartoffeln, 48 673 Lebensmittelgutscheine und vieles andere hat die Jüdische Winterhilfe in der Zeit vom 1. Oktober bis 31. Dezember 1937 an die von ihr Betreuten verteil i. Die härtesten Wintermonate stehen noch bevor. Sie erfordern weit höhere Leistungen! Darum helft weiter! Spendet! Gemeinschaftsabend der jüdischen Jugend im Rahmen der Jüdischen Winterhilfe Der Jugendpfiegebezirk Charlottenburg des Jüdischen Wohlfahrts- und Jugendamtes Berlin veranstaltet am 29. Januar in Gemeinschaft mit der .Jüdischen Winterhilfe in den Räumen des Jüdischen Frauenbundes, Marburger Strasse 5. einen Oneg- S^habbiji mit Rabbiner Nussbaum. Beginn 29 ühr. Eintritt nur gegen Karten, die in der Jugendpflegeabteilung Charlottenburg, Bleibtreustrasse 2, am Dienstag'zwischen 18 und 20 Uhr erhältlich sind. Kochbuch für den jüdischen Haushalt und Grossbetrieh. Ausgabe B. Herausgegeben vom Jüdischen Frauenbund. Philoverlag, Berlin—Amsterdam. Die verschiedenartigen Gesichtspunkte, unter denen heute die jüdische Hausfrau eine Mahlzeit zubereitet, werden eingehend beleuchtet. Ob sie ihren eigenen Haushalt oder eine Gemeinschaftsküche zu führen hat, ob sie sich für Diät und Ernährungsfragen aller Art interessiert, ob sie jüdische Spezialgerichte oder Paiästinarezepte erlernen will, bis^ zu den Ausführungen über die Speisegesetze und den Gerichten zu den Jüdischen Festtagen besitzt man in diesem Buch einen sorgfältigen Führer und Berater. Selbst die Getränke, die in vielen Kochbüchern zu kurz kommen, sind nicht vergessen worden. — Dennoch ist die Darstellung klar und übersichtlich durch Vorwegnahme des Allgemeingültigen, das in Vorbemerkungen, Fachausd rücken, Mengenberechnung und Grundrezepten den einzelnen Ausführungen vorangestellt wird. Somit wird dieses Buch in seiner Vielseitigkeit der erfahrenen und in seiner Eindringlichkeit der lernenden Hausfrau in gleicher Weise gerecht, am meisten aber gewiss denen, die das sorgsam Zubereitete in wenigen Minuten verzehren, all den Männern und Kindern, denen man guten Appetit aber auch ein wenig Verständnis für die mühevolle Arbeit der Hausfrau wünschen möchte. M. S. Das Problem der Schaffung günstiger Arbeitsbedingungen und besserer Ausbildungsmöglichkeiten für Hausgehilfinnen beschäftigt augenblicklich die zuständigen Organisationen und Behörden in vielen Ländern der Welt. So ist in Schweden die Gründung einer Musterschule erfolgt, welche den jungen Mädchen die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten für eine selbständige Haushaltführung vermitteln soll. Es sind zwei Lehrgänge für Schülerinnen und ausserdem eine besondere Schulung gelernter Hausgehilfinnen geplant. Nach einer fünfjährigen praktischen Tätigkeit im Haushalt können in der Hauswirtschaft beschäftigte Frauen auch ohne Fachschulausbildung das Zetfgnis einer gelernten Hausgehilfin erwerben. Ueber die Untersuchungen zur Lage der Hausgehilfinnen in England^ haben wir bereits berichtet. In Neuseeland sollen Mindestarbeitsbedingungen und Mindestlöhne für Hausangestellte' festgelegt werden. Die Frauenvereine haben dort von der Regierung die Anerkennung von Ausbildungskursen für Hausgehilfen verlangt. In Irland ist von zuständiger Seite gefordert worden, dass die Berufsschulen sich mehr mit der Ausbildung der Hausgehilfinnen befassen und als ein Mangel erkannt worden, dass die Volksschulen diesem Problem zu wenig Beachtung schenken. In den Vereinigten Staaten ist geplant, mit öffentlichen Mitteln Ausbildungskurse für Hausgehilfinnen einzurichten. An denselben können Frauen teilnehmen, die Unterstützung beziehen oder Notstandsarbeiten verrichten. Für die Kodifikation des österreichischen Arbeitsrechtes wurde ein Ausschuss aus Arbeitgebern, Arbeitnehmern usw. eingesetzt. Der Arbeitsschutz, der Arbeitsvertrag, die Arbeitsverfassung und das Schlichtungswesen werden Gegenstand der Kodifikation sein. * In der südafrikanischen Union stellen sich der Durchführung einer Krankenversicherung ausserordentliche Schwierigkeiten entgegen. Es fehlt dort an Einrichtungen zur Gesundheitspflege, auch der Mangel an Aerzten in den Land- und Eingeborenenbezirken wirkt erschwerend. Hingegen will man versuchen, wenigstens in den städtischen Bezirken eine Kranken- und Mutterschaftsversicherung in die Wege zu leiten. * Auf Anordnung der Krankenversicherung muss in Chile jeder vor Aufnahme irgendwelcher Beschäftigung sich einer Untersuchung hinsichtlich seiner körperlichen Eignung unterziehen. x In Nordamerika ist durch ein Bundesgesetz der freiwillige Arbeitsdienst um weitere drei Jahre verlängert worden. Die Höchstzahl der Teilnehmer ist auf 300 000 festgesetzt worden. H. St. Ruhet will Bonbons! An einem dieser nebligen Tage treffe ich sie draussen in den Bahnhofsanlagen, unweit der Strassen, wo bei uns die meisten Juden wohnen: Den alten, jüdischen Mann und seine kleine, dreijährige Enkeltochter. Sie gehen da beide miteinander spazieren: Der hagere, grosse Alte, eingeknöpft in eine saubere, warme Joppe, mit seinem langen, schwarz-grauen Bart, und mit seinem klugen, guten Gesicht. — Und das kleine Mädchen, zierlich, schmal, aber das braun-blasse Gesichtchen rundlich und die grossen, dunklen "Augen schelmisch leuchtend unter seidigen Wimpern. Ein braunes Wintermäntelchen hat es an und ein braunes Samtkäppchen auf, unter dem die dunklen Lockenringel hervorkommen. Kaum hat sie mich gesehen, da läuft sie auf mich, die sie ja gar nicht kennt, zu, hebt die Händchen empor und ruft: „Bonbons, Bonbons!" Der Alte geht ihr mühsam nach, ist ganz ausser sich vor Verlegenheit und stammelt: „Entschuldigen Sie, meine Dame . . . Rahelchen, mein Goldkind, du sollst doch nicht... die Tante hat doch gar keine Bonbons . . ." „Doch", sage ich--und ziehe aus meiner Handtasche ein kleines Pappetui mit Schokoladenzigarren, das ich eigentlich dem Söhnchen meiner Freundin mitnehmen wollte. „Sieh mal, Rahel, zwar keine Bonbons, aber--- —" „Sokolade''' sagt Rahel verständnisinnig. Sie hebt sich auf die Zehenspitzen ihrer festen Schuhchen, angelt mit den Händen und bittet mit den Augen--und als ich ihr das kleine Etui'gebe, öffnet sie es, zieht mit strahlendem Lächeln eine Schokoladenzigarre heraus, dreht sie in den Fingerchen herum--und beisst dann lachend das Mundstück aus weissem Zuckerguss ab. Der Grosspapa sieht ihr, fast ebenso strahlend wie sie selbst, zu. Dann aber besinnt er sich auf seine Erzieherpflichten und sagt, zu mir gewendet, entschuldigend: „Sehen Sie, meine Dame, wir haben warme Sachen bekommen und Kartoffeln —■ — und Briketts — — ja, die Juden sind gut zu einander --ja, das muss ich sagen--meine.' Tochter ist Witwe und es sind ausser dem Rahelchen noch zwei andere, grössere Kinder da--ja--und wissen Sie, Bonbons oder sonst so Süssigkeiten--dafür langt es nicht immer!" Rahel hat sich während dieser kleinen Rede .ihres Grossvaters damit beschäftigt, die erste Schokoladenzigarre zu vertilgen. Dabei ist ihr aber nichts entgangen: Weder die Verlegenheit des alten Mannes noch das Lächeln, mit dem ich sie ansehe. Sie weiss ganz genau, der kleine Racker, dass keiner von uns beiden etwa auf sie böse ist. „Sokolade!" sagt sie noch einmal mit dem Brustton tiefster Befriedigung, während die zweite Zigarre daran glauben muss. Dann mache ich mich auf den Weg. Als ich mich noch einmal umsehe, zieht der Grossvater tief den Filzhut und verbeugt sich und Rahel. in der einen Hand die Pappschachtel, in der andern eine dritte Zigarre, winkt — — und macht mit ihrer drolligen, kleinen Gestalt eine Bewegung, die man mit etwas Phantasie für einen Abschiedsknix halten kann. Kleine Rahel, hat nicht auch mancher von uns „Grossen", von uns erwachsenen Menschen Sehnsucht nach ein bisschen Süssigkeit, nach ein bisschen Freude über die gewiss dankbar anerkannten praktischen Geschenke und Gaben unseres Lebens hinaus? — Möchten wir nicht auch manchmal — neben warmem Kleid und Haus--„Bonbons und „Sokolade?" — Nur haben wir nicht mehr den Mut, so frisch und keck darum zu bitten, wie du! Lise Lewinneck (Königberg i. Pr.). mnm Neuheiten Aegypten. Zur Feier der Aufhebung der Kapitulationen erschienen drei hochrechteckige Marken zu 5, 15 und 20 Mill., die" in der Mitte das Bild der aus dem gleichen Anlass gedruckten Gedenkmünzen zeigen. Balkan-Entente-Marken mit den Wappen aller vier Mitgliedsstaaten sindVesp. werden in Kürze von diesen ausgegeben. Das eigene Wappenschild kommt zuerst, die übrigen folgen, je zur Hälfte durch das vorhergehende verdeckt (Querformat). Die Wertstufen sind: Griechenland 6 und 8 Dr.. Rumänien wohl 7.50 und 10 Lei, Südslawien 3 und 4 Dinar, die Türkei 8 und 121/2 Kurus, alle in grosser Auflage. Belgien. Die diesjährigen Wohltätigkeitsmarken zugunsten der Tuberkulose-Bekämpfung zeigen das Bild der kleinen Prinzessin Josephine Charlotte auf den gleichen acht Werten, aber in teilweise geänderten Farben, wie die vorjährigen Marken mit dem Kronprinzen Baudom. Belgisch-Kongo. Die neue Wertstufe zu 1<2 Fr. schwarz trägt das Bild der kursierenden 3 Fr. 25 (Okapi) und die 2% Fr. blau das der 2 Fr. (Negerdorf am Fluss). Brasilien. Auch die Flugpostmarken zu 3000 und 350 Reis erhielten das neue Wasserzeichen (vgl. „Briefmarkensammler" in Nr. 32)/ Für den Fremdenverkehr soll eine im Erscheinen begriffene Bilderreihe werben; di<a 200 und 2000 Reis zeigen im Querrechteck den Monroe-Palast in Rio de Janeiro, die 300 und und 10 000 Reis im Hochrechteck Palmen des Botanischen Gartens daselbst. — Zur 200-Jahr-Feier .des Staates RioGrande do Sul wurde eine 300-Reis-Marke mit dem Bilde des Brigadiers Silva Paes ausgegeben. Britisch-Indien. In Nasik-Druck (Wz. Stern mehrfarbig) erschien als Schlusswert mit Kaiser Georg V. für die Frei- und Dienstmarken noch der 6-Annas-Wert. Von der im Erscheinenbegriffenen neuen Reihe mit Georg VI. im Krönungsornat zeigen die niederen Werte ein Brustbild im gotischen Spitzbogen mit Inschrift „India Postage", die querrechteckigen Marken von 2 bis 12 Annas links (% des Markenbildes) posigeschichtliche Darstellungen und rechts ebenfalls ein Brustbild, die Rupien-Werte das Bild Georgs VI. ähnlich den bisherigen hohen Wertstufen mit Georg V. — Zur Kaiserkrönung im nächsten Jahre sind Sondermarken zu erwarten. Die neuen Marken mit Georg VI. kommen auch mit dem Aufdruck „Service" als Dienstmarken heraus. Bulgarien. Drei neue Freimarken zu 1, 2 und 4 Lewa tragen das Bild der vierjährigen Prinzessin Maria Luise, eine weitere 2 Lewa das ihres Vaters, König Boris, in Generalsuniform. Burma erhielt durch Aufdruck auf Britisch-Indien eine Dienstmarkenreihe, 14 Werte von 3 Pies bis 25 Rupien. Danzig. Die endgültige Freimarke zu 8 Guldenpiennig ist in gelbgrün erschienen, weshalb die lO-Pi.-Marke in smaragdgrüner Tönung verausgabt wurde. — Von den beiden Gedenkmarken zur Gründung des Danziger Dorfs in Magdeburg zeigt die 25 Pf. die Hakenkreuzflagge und das Danziger Wappen im gewöhnlichen Format, die 40 Pf. das Danziger und Magdeburger Wappen im kleinen Querformat. Der Zuschlag von 100 Prozent kommt der Danziger Wirtschaft zugute. — Beide Marken untereinander zeigt ein Block mit der Zweckinschrift „Danziger Leistungsschau" (oben) „1937" (zu beiden Seiten) mit stehendem Wz. „kleine Maschen", welches die 25 -f 25-Pf.- Marke sonst liegend aufweist Ecuador. Hier erschienen neue Freimarken zu 2 c (Anden), 5 c (Inka Atahualpa), 10 c (Hutflechte-, rei), 20 c (Küstenlandschaft) und 1 Sucre (Goldwäscher), dann Luftpostmarken (Kondor im Fluge über die Anden) zu 10, 20, 70 c, 1 und 2 S., ferner beide Reihe.i mit Aufdruck „Oficial" als Dienst- und Luftpostdienstmarken. Frankreich. Zum 150jährigen Bestehen der Verfassung Mer Vereinigten Staaten von Amerika erschien eine querrechteckige 1,75- Fr.-Marke, auf der sich „La France" und „L'Amerique" vor einer Tafel mit der Zweckinschrift die Hände reichen. — Von den durch die Portoerhöhung bedingten Farbänderungen und neuen Wertstuien sind verausgabt: 30 c dunkelrot, 35 c grün (Säerin, Vollgrund); 55 c lila, 60 c gelbbraun, 65 c (bisher lila) ultramarin und Provisorium 80 c auf 1 Fr. (alle im Muste- „Friede", in dem noch Werte zu 75 und 80 c bevorstehen); 90 c dunkelgrün, Querreehteck mit der Alpenstrasse über den Col dTseran in Savoyen (zur Eröffnung dieser Strasse). Die erwähnte 65 c ultramarin erhielt auch den Aufdruck „F.M." (Soldatenfreimarke). Die alten Marken zu 1Iz auf 1 c und 45 c in allen Mustern wurden am 20 September vom Schalterverkauf zurückgezogen. Griechenland. Die neue Markenreihe, zu der die bereits erschienenen König-Georg-Marken zu 1, 3, 8 und 100 Drachmen gehören, bringt im übrigen Darstellungen aus der Mythologie der alten Helenen und umfasst weiter die Werte zu 5, 10, 20, 40, 50, 80 Lepta, 2, 5, 6, 7, 10, 15 und 25 Drachmen. Irland. Die endgültigen Höchstwerte zu 2/6,5 und io Sh. zeigen den irischen Schutzheiligen St.' Patrik im Hochrechteck. Island. Die kursierende 1-Eyr- Marke (König) erschien auf Papier ohne Wz. Italien. Auf die Reihe zur 2000- Jahrfeier des Geburtstages des römischen Kaisers Augustus (10 Freimarken im Hochformat 5 Luftpostmarken im Querreehteck) folgte eine Künstlerreihe von 10 Freimarken, von der je 2 Werte Giotto, Leopardi, Pergolesi, Spontini und Stradivari (jeweils Bildnis tmff Name) ehren. Kostarika. Die Dienstmarken im Wappenmuster (Wappen und Wertziffer schwarz) haben die Farben resp. Wertstufen geändert; die neue Reihe umfasst 13 Werte von 2 cent. bis 10 Col. Liechtenstein. Weitere Werte der neuen Reihe zeigen die Ruine Waldhaus Schalun (3Rp.), Masacha am Triesenberg (5 Rp.j, Hochgebirgslandschaft (15 Rp-), Kirche von Benden mit der Wehrbrücke über den Rhein (20 Rp.), Alpenmädehen vor der Kapelle im Steg (25 Rp:), alle Hochformat; im Querreehteck Bauer vor den Berge* (30 Rp.), Ruine. Schellenberg (40 Rp ) und Grenzstein am Lutziensteig (1 Fr.). Mit dem bekannten Dienstaui'druck erschienen bisher 10, 25, 30, 50 Rp. dieser Reihe. Vermischtes Die Preisgestaltung am Briefmarkenmarkt und die Katalogpreise werden immer noch in den Fachzeitungen besprochen. Zur Zeit kann man jedoch den Handelswert mit Yz Michel annehmen, bei Deutsches Reich netto nach Wrona rechnen. Beim Senf soll man mit 50 bis 60 Prozent Rabatt auf den Handelswert kommen, was indessen mit der Rechnung nach anderen Katalogen nicht übereinstimmt. Beim Tausch entfällt am besten jede derartige Berechnung, wenn beide Partner den gleichen Katalog als Basis nehmen. Die nächste SSrieixMurhem ^Eehe erscheint in ca. 4 Wochen. Ankauf VIKTOR WEISS BERLIN W 9. Potsdamer Strassa 26 Näh* Potsdamer Plate T..W 2! 2901 Kataloge, Alben, Nachträge 1938 fetzt bestellen, sowie Blocks EqIiicIS Berlin. Hektorstrasse 2, pt. rälllui, Geer rindet "1893. Tel. 97 10 84 Ankauf — Verkauf 10-14 Uhr nnd ab 6 üar LUDWIGMEIER Berlin W 5fl. Achenbachstrsße 6 / 245250 S:^l BRIEFMARKEN wol? Grosse Auswahl in Neuheiten: Berlin O. 27 Alt-Europa und Deutsches Reich Holzmarkisix.68. TeL592103

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