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Central-Verein-Zeitung · 1938-01-06 · 1 (6.1.1938) · page 15

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
17 (1938)
Issue
1 (6.1.1938)
Date
1938-01-06
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Nr. 1 $ Beiblatt 6. Januar 193* - Seife 15 / Gespräch mit einem Sportarzt Zu einem gesunden Sportbetrieb gehört eine geregelte sportärztliche Beratung und Ueberwachung, wie sie heute bereits überall anerkannt und mit bestem Erfolg in allen sportlichen Kreises durchgerührt wird. Wie steht es mit der s p o r t ä r z t - lieben Tätigkeit innerhalb der jüdischen Sportbewegung in Deutschland? Unser;¥i\-Mitarbeiter sprach über diese Frage mit Dr. Paul F r i d b e r g , dem Lr-iier der Sportärztlichen Beratungssteile des JugeudpHegedezernafs der Jüdischen Gemeinde I>rün. Dr. Fridberg, dessen in jahrzehntelanger Praxis gefestigtem fachmännischem Urteil wir 3&SS33£SG9SE83SSBBBSBßIBBB&ä93BSgB dm $&4teeke %#§§ küß dm ßdi&sksä* lUMmliäii Sonntag, 23, Januar Hasdoall: .Schild Berlin—Makkabi Südwesi- Fu'-sb??!: Makkabi Berlin—Schild Süd Westdeutschland. Sportplatz Berlin -Grüne w a 1 d. E i n - i r I {t s k a r t e n zum Preise von 0.80 bis 2.30 PM; Jugendliche 0,40 RM. Der Landesverband Südwesideutsebland des Sportfcsnßes ..Schild" hat zum 9. Januar 'ein Probespkd seiner F n s s b a ' 1 e r nach Karlsruhe angesetzt, um die stärkste Vertretung zum Berliner Winter-!u:fs5piel zu ernniroln. Während man in der A-Mann- -'•h.Mft hauptsächlich Spieler des Schild Stuttgart l'indet, rekrutiert sich die B-Mannscbaft vor allein aus rj°m TC 03 Karlsruhe- SS.gSS£E553SSE98SaSB9SSaB@&5S£SSS ohne weiteres folgen können, ist im allgemeinen der Ansicht, dass man im jüdischen' Sport viel ru wenig die Notwendigkeit regelmässiger sportärztlicher Tätigkeit erkannt hat. Er belegte diesen schwerwiegenden Vorwurf mit Zahlen: im letzten Jahre haben in der von ihm verwalteten Beratungsstelle 82 Sprechstunden stattgefunden, die 514 Personen, davon 384 erstmalig und 130 zur Nachuntersuchung, konsultierten. Seit dem Bestehen der Beratungsstelle, d. h. seit etwa vier Jahren, hätte man insgesamt überhaupt erst 1265 Sportler und 527 Sportlerinnen untersuchen können. Mit Recht fügte er hinzu, dass diese Angaben in gar keinem Verhältnis zu der grossen Anzahl der jüdischen Sporttreibenden in Berlin — nach neuesten Erhebungen etwa 8000 -— ständen. Obgleich er die lange Trainings-. Unterbrechung des letzten Jahres als stark beeinträchtigend in Rechnung stellt, glaubt Dr. Fridberg, aus jenen auffallend niedrigen Ziffern «hliessen zu können, dass der Zweck der sportärztlichen Beratung den Sportlern im einzelnen wie auch den Vereinen als solchen immer noch nicht klar geworden ist. Besonders seien Reihenuntersuchungen der jugendlichen Sportler, die wiederholt anempfohlen wurden, mit einer einzigen Ausnahme ausgeblieben. Und das stimme einen verantwortungsbewußten Sportarzt, zumal es im Reich kaum anders sein dürfte, sehr bedenklich. Warum überhaupt sportärztliche Untersuchung"*? Um eine möglichst gesundheitsfördernde Einwirkung der Leibesübungen 'auf den Körper des Sporttreibenden gewährleisten zu können. Dr. Fridberg führt hierfür zwei Beispiele an, die die Wichtigkeit sportärztlicher Ueberwachung. zunächst einmal aller Jugendlichen, klar und deutlich erkennen lassen: es ist bekannt, dass Turnen und Sport ein vermehrtes Wachstum des jugendlichen Körpers bewirken, dass infolge übertriebener und ungeeigneter Leibesübungen jedoch auch das Gegenteil, nämlich m Mm m$$ eine Wachstumshemmung, eintreten könnte. Man weiss, dass das Herz eines schwächlichen Jugendlichen durch Turnen und Sport in richtiger Dosierung gekräftigt werden kann; dabei ist allerdings auch in diesem Fall die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, dass man durch falsche, das heisst übertriebene oder ungeeignete Uebungen eine dauernde Schädigung des Herzens herbeiführt. Wie untersucht der Sportarzt? Er kennt neben der gewöhnlichen ärztlichen Untersuchung einige besondere Methoden, zum Beispiel die Prüfung der Lungenfasskrai't, die im richtigen Verhältnis zum Körper und zum Brustumfang stehen muss, mit Hilfe des Spirometers, die Feststellung, wie sich der Herzmuskel gegenübei gewissen Anstrengungen verhält, mittels der HerzJ'unktionsprüfung und eine kontrollierende Messung des Blutdrucks. Sie geben ihm die Unterlagen für das zu erteilende Urfeil über allgemeine Sporteignung sowie die im Einzelfall zu empfehlende Sportart. Das reicht jedoch nicht aus: der Sportarzt muss seine Untersuchungen regelmässig wiederholen, Sonntag, 9, Januar 1938 Berlin Fussbali: Hagibor I—Bar Kocbba Dresden .1, 1-1 % phr Sportplatz Grunewald: ISK I—Hakoab II, Uhr, Sportplatz am Schäfersee, vorher 1. Schüier::;:ii)nsch?.ften. KandbaSi: ISK I —Bar Kochba Hakoab II, 13.-20 Uhr. Sportplatz am Schäfersee: Hagibor I— Bar Kochba Dresden I, 13 Uhr, Triton I— Maecabi I, 103-4 Uhr, beide Spiele: Sportplatz Grunewald. Leichtathletik: Gemeinsame Waldlaufveranstaltung des Bar Kochba Hakoah und der ISG 33, Einzeluntf Mannschaftswertung, Sportplatz Grunewald, IVA Uhr. Südwestdeutscfcland Fussball: Bar Kochba Frankfurt a. M. I—ITB Frankfurt a. M. I, Frankfurt a. M„ Sportplatz Sondershaasener Strasse, 14^ Uhr: ISV Offenbäch I —Bar Kochba Offenbaeb I, Offenbäch, Sportplatz am Nebenbahnhof, 1434 Uhr; Schild Mannheim I—Bar Kochba Mannheim I, Mannheim, B.-K.-Sportpiatz. 1434 Uhr. Handball: Schild Frankfurt a. M. I—JJB Hanau I, Frankfurt a. M., Sportplatz Bucbrainweiher, 1334 Uhr; Schild Wiesbaden I—Schild Frankfurt a. M II, Wiesbaden, 15 Uhr, Schild Wiesbaden Frauen—Schild Frankfurt a. M. 1. Frauen, Wiesbaden, Sportplatz Lahnstrasse, 14 Uhr; Hakoab Frankfurt a. M. Frauen—Bar Kochba Frankfurt a.M. Frauej. Frankfurt a.M., Sportplatz Sortdcrsbausener Rtxnsse. IVA Uhr; Schild Mannheim I-Bar Kort.ha?v!annhe5m I. Mannheim, 10 Uhr- Schild Mannheim Frauen—Bar Kochba Mannheim F:\-mpn. Mannheim, B.-K.-Sportpiatz, 11% Uhr. um später 2n Hand der in der Karthotek verzeichneten verschiedenen Befunde den Einfluss der Leibesübungen auf das betreifende Individuum genauestens feststeilen zu können. Dr. Fridberg hält es für eine nicht ernst genug zu vertretende Forderung, dass den Vereinen seitens der ihnen übergeordneten Organisationen endlich einmal die bindende Verpflichtung auferlegt wird, die sportärztliche Untersuchimg in vollem Umfang in Anspruch zu nehmen, sowohl in bezug auf neueintretende Mitglieder als auch die sich im Training befindenden jungen und älteren Kampfsporti er. An einer genügenden Anzahl bewährter Sportärzte in alten Teilen des Reiches sollte sicherlich kein Mangel bestehen. Wir möchten diese Forderungen weitestgehend unterstützen, denn schliesslich sind die Tatsachen, die Dr. Fridberg seinen Ausführungen zugrundelegte, nur allzu verständlich, während das grundlos nachlässige Verhalten der jüdischen Sportler kaum verständlich erscheint. Es wäre schon eine lohnende Aufgabe, die der Reichsau sschuss bzw.' die Verbände in Verbindung mit den jüdischen Gemeinden zu vertreten hätten, wenn sie eine zwangsweise Durchuntersuchung ihrer Mitglieder in^die Wege leiten würden. Die Resultate sollten in ihrer Gesamtheit für den jüdischen Sport von grossem Nutzen sein. 1937/38 -chnees voi IBC „Berlin" schlägt ISK im Handball B:2 (1:1) Troiz ungünstigster Platzverhältnisse konnten die H a n db,a 11 - Verbandsspiele des Berliner Spielausschusses am 2. Januar fast ausnahmslos und einwandfrei durchgeführt wrerden. Im wichtigsten Spiel des Tages standen sich IBC Berlin" und ISK, dessen Mannschaft erst kürzlich im Endspiel um die Deutsche Makkabi- Meisterschaft dem Bar Kochba Frankfurt a. Mnur mit 5 : 6 unterlag, gegenüber. Die junge Elf des IBC fand sich auf dem ..Eisparkett" dank guter körperlicher und technischer Kondition ihrer Spieler weit besser zurecht, als der mit dreifachem Ersatz antretenden Makkabiverein. Wesentlich für den Spielausgang war jedoch, dass der IBC-Sturm ausgezeichnet zu kombinieren verstand und dadurch die gegnerische Hintermannschaft immer wieder überspielte, während Siegel und Mcdel beim ISK zu sehr auf Einzeldurchbrüche ausgingen. Der beste Mann auf dem Platz war der Mittelläufer der Sportbund- Slf, Max Henoch. Er und seine Kameraden verdienten sich für ihren prächtigen Kampfgeist ein Sonderlob. Man wird auf den weiteren Verlauf der Berliner Handballspiele gespannt sein müssen. Der IBC ist nun nach Beendigung der Hinserie überraschend weit vorn auf dem 2. Platz gelandet und als einzige Mannschaft noch in der Lage, dem mit einem Punkt führenden Bar Kochba Hakoah aus eigener Kraft zu erreichen. Der Spielverlauf ist kurz geschildert: bis zum Halbzeiisehluss stand es nach gleichwertigem Spiel 1 :1. Innerhalb von zehn Minuten hatten sich nach der Pause die ..Schwarzen" eine 3:1- Führung erkämpft, gegen die der nun aufkommende ISK mächtig anrannte — aber vergeblieh; denn als es ihm gelungen war. auf 2 :3 zu verkürzen, konnte Henoch für den IBC postwendend wieder den alten Abstand herstellen. Schliesslich erzielte Lieber trotz; tapferer Abwehr des ISK-Torstehers das 5:2- Endergebnis. — Heinz Mundstock (ISG 33) leitete ausgezeichnet. In den weiteren Spielen siegte Bar Kochba Hakoah I trotz stark ersatzgescb Wächter Mannschaft gegen den Kanuclub mit S : Ö, und bei den Frauen fiel es der ISG 33 I nicht schwer, den Damen-R.C. mit 12 :0 zu schlagen. Ergebnisse unterer Mannschaften: ISG 33 TU—Bar Kochba A.H. I 6 : 2; Bar Kochba IV— ISK II 22 :!; ISG 33 IV—Maccabi 1 (ISG 33 knniDflosV. Bar Kochba 2. Jugend—ISK Jugend 21 : 0; ISG 33 "4. Jueend—Ear Kochba 4. Jugend 2 :' 9; Katribor II—IBC Berlin III 0 : I. ~ F. Bayern Fussball: ISC Fürth Jugend—Itus München Jugend (Entscheidungsspiel um die bayerische Jugendmeisterschaft'; ISC Ftjrth I —Itus München I, Fürth, Sportplatz Karclinenstrasse, 13K Uhr. Rheinland-Westfalen Fnssbail: Schild Aachen/Düren—ITV 02 Köln, Aachen, Neuer Schildplatz; Schild Düsseldorf- Schild M.-Giadbach. Düsseldorf, Schildplatz; Schild Bochum—Schild Bonn, Gelsenkirchen. Sportplatz Hohenfriedberger Str.; TUSPA Krefeld- Schild Neuwied, Krefeld, Neuer Schildplatz. Tischtennis: Schild Herne—Schild Hagen, Herne, Jiigendheim Bahnhofstrasse; Schild Duisburgburg—JSG Dortmund, Duisburg, Lauterhaus. Bosen: Grossveranstaltung der Hakoab Essen mit Boxern aus sämtlichen ,.Schild"-Vereinen Westdeutschlands, Essen, Jugendheim Saarbrücker Strasse. Der Sportbund^ „Schild" hat für das Jahr 1935 wiederum einen Ehrenpreis für denjenigen Verein ausgesetzt dessen Mitglieder bis zum 1. Oktober 1938 prozentual die meisten Leistungsabzeichen erworben haben. Die Träger der beiden im Jahr 1937 erworbenen Abzeichen in Gold sind: Lili Henoch (ISG 33 Berlin) und Ernst Prager 'Sportgruppe Hindenburg). Der Jüdische Box-Club „Berlin" veranstaltet am 16. Januar auf dr-m Sportplatz Grunewald ein gut besetztes H a n d b a 111 u r n i e r. Die J'u-Jitsu-Ahteiiur.g des JBC „Berlin" beginnt am 17. J.inuar in dfr Turnhalle Oranienstrasse ISO einen r.6uen AiJärnjevkurfus--. Nähere Auskünfte erteilt das Sekretariat, Brr':iu-\Vilmer?dorf, Kaiserallee 157 (Lax), Tel.: 96 69 SO. Tabelle der 1. Klasse des Berliner E&nclball-Spielausschusses: Rar Kochba I 7 6 1 — 13: 1 Punkte IBC ..Berlin-'I 7 6—1 12: 2 „ ISG 331 S 6—2 12: 4 „ 1SKI 7 4 1 2 9: rS „ LSG 33 II 7 2—5 4:10 „ Bar Kocbba. II 7 2 — 5 4:10 „ Kanuclub I 6 1—5 2:10 „ Hagiborl 7--7 0:14 „ Süd wesid eatschland Schild Dortmund in Frankfurt erfolgreich Schild Dortmunds Fuss baller hatten am 2. Januar eine Reise nach Frankfurt a. M. unternommen-., und waren bei Schild Frankfurt a. M. zu Gast. \m Spiel der 1. Mannschaften sah man ein technisch schönes Spiel und trotz des schweren Bodens wunderbare Kombinationszüge des westdeutschen Sturmes. In der Hintermannschaft hatte Dortmund in Vogelsang den besten Mann. Die Frankfurter Mannschaft traf hier auf einen Gegner, den sie in dieser Form nicht erwartet hatte. Das Resultat des Spieles: 1:0 (1:0) zugunsten Dortmunds spiegelt den fair durchgeführten Kampf gerecht wieder. Die 2. Mannschaften beider Vereine treimten sich mit 5 :0 für Frankfurt a. M. B. K. Pflichtspiele im Main-Bezirk In Offenbach, standen sich im F u s s b a 11 die rrsten Mannschaften von Bar Kochba Offenbäch und Bar Kochba Frankfurt a. M. gegenüber. Offenbäch spielte mit grossem Eifer, aber gegen die Technik des Makkabi-Meisters hatten sie nichts zu bestellen. Bei ^irem Halbzeitstand von 4 : i endete das Treffen mit 9 :2 für Frankfurt a. M. In Hanau kämpften JJB Hanau und Schild Worms um die ersten Punkte. Trotz allen Einsatzes der tapferen Wormser Mannschaft blieb Hanau mit. 5 :1 Sieger. # Weitere Ergebnisse: Bar Kochba Frankfurt?.. M. Tugend A—Bar Kochba Offenbäch Jugend A 2:2 H: D; B.-ir Kochba Offenbäch Schüler—Bnr Kochba Frankfurt a. iJ. Schüler 0 : 5 (0 : l'i; Schild Frankfurt a. >[. Jugend B—Bar Kochba Frankfurt a. M. Jusrend 3 4:0 (1:0): Hakoah Frankfurt a 31. Jugend B—ITB Frankfurt, a. M. Jugend B .3:1 (3:0); Hakoah Frankfurt a. M. 1. Schüler I—IIB Frankfurt 3. M. Schüler 2 : 1 (0 : 0). Auch im Handball stritt man tanfer. In Frankfurt a, M. spielte die Meistermannschaft Bar Kochba Frankfurt a. M. I sesren Schild II. Man erwartete hier einen haushohen Sieg der Bar Kochbaner, aber — die Schild-Sportler kämpften mit seltenem Eifer und gaben sich erst beim Schlussofiff mit 1:3 geschla.cen. — Schild Frankfurt a." M. 1. Frauen siegte gegen Bar Kochba Offenbäch Frauen mit 10 :1 ganz überlegen. B. K. Städtespiel In Stuttgart Am 2. Januar traten sich bei herrlichem Winterwetter die beiden Kombinationen Hakcah- Schild Stuttgart und Hakoah-TC 03 Karlsruhe in einem F u s s b a 11 spiel zugunsten der Jüdischen Winterhilfe gegenüber. Das spannende Treffen hätte eine grössere Zuschauermenge verdient. Es ist ausserordentlich bedauerlich, dass die Arbeit der Vereine, die durch Propaganda und durch Heranziehung kampfstarker Gegner ihr Möglichstes tun, nicht mehr Unterstützung hat. Stuttgarts Elf fand sich von Anfang an besser mit. den. durch den hohen Schnee veränderten Platzverhältnissen ab und zeigte wunderschöne Kombinationszüge. Bis kurz nach Halbzeit (3 :1) hielt ihre Ueberlegenheit an. Aber auch Karlsruhes Mannschaft ist bei jedem Durchbruch gefährlich, so dass einige leichtsinnige Fehler des Stuttgarter Torwart.« Karlsruhe zum Ausgleich verhaifen. Der Abpfiff des ausgezeichneten Schiedsrichters Burckhardt *'Hei!bronn,i beendete beim Stand von -4:4 ein herrliches, stets fair durchgeführtes Treffen. Besonders hervorzuheben ist, dass der junge Nachwuchsspieler des Schild Stuttgart, Fritz Voliweiler, sämtliche vier Tore schoss. Stuttgart. A. H.—Karlsruhe A.H. 4:2. Rheinland-Westfalen Schild Bonn m grosser Form Die Meisterschaftsspiele der „Schild" - Fuss - b.aller vom Mittelrhein ergaben am 2. Januar einen überraschend hohen Sieg von Bonn in M.-Giadbach /Rheydt. ein Unentschieden in Düsseldorf und den kampflosen Punktgewinn von Bochum, da Krefeld von den Punktspielen Ergebnis und Forderung Ein Kalenderjahr liegt hinter uns. Was hat es dem jüdischen Sport gebracht? Blättern wir in den Berichten über die Veranstaltungen des vergangenen Jahres, so lässt sich zweifellos insgesamt ein S t i 11 s t a n d in den Spitzenleistungen fast aller Disziplinen feststellen. Doch scheint uns das nicht so wesentlich gegenüber der Tatsache, dass die Befriedung der Sportverhältnisse zwischen Makkabi und „Schild" einerseits wie zwischen Reich sau sschuss und Laudesverband Bayern der jüdischen Turn- und Sportvereine (ITUS) andererseits erfreulich weit fortgeschritten ist. Desgleichen dürfte die im letzten Monat erfolgte Konstituierung der sportlichen Schi edsgerichts'barkeit von Nutzen für die Zukunft des jüdischen Sports sein. Schliesslich aber hat uns das Jahr 1037 die Erkenntnis gebracht, dass der jüdische Sport infolge der immer mehr zunehmenden Auswanderung seinen Uebungs- und Wettkampf beirieb grundlegend umgestalten musste. Es kommt nun einmal in der Hauptsache darauf an, eine gesunde Breiten- und Jugendarbeit zu unterstützen. Eine vernünftige Werbung durch Förderung der Spitzenleistungen kann allerdings hierzu wesentlich beitragen, zumal .ohne sie eine gesunde Sportbewegung überhaupt undenkbar wäre. Vorbereitung auf die Zukunft durch körperliche Ertüchtigung und Vermittlung jüdischen Gemeinschai'iserlebens war das Ziel der jüdischeu Sportbewegung 1937; das wird es in noch verstärktem Masse' auch in diesem Jahre sein. Diszipliniertes, fairstes Verhalten der einzelnen Sportler wie der Verbände untereinander sind' die Grundpfeiler jeder künftigen Arbeit für den jüdischen Sport. Wir wollen hoffen, dass diese Gedanken stete alle Handlungen jüdischer Sportler massgebend bestimmen, mögen. —n. * Es ist vielleicht von symbolischer Bedeutung, dass die erste grosse Veranstaltung des jüdischen Sports im Jahre 1938 im Zeichen einer gemeinsamen Hilfeleistung zugunsten der Judischen Winterhilfe steht^Wenn~"am 23. Januar die besten Handballer und Fus;balier der südwestdeutschen und 3erliner Landesverbände des Sportbundes „Schild" und des Deutschen. Makkabikreises in einwandfreiem Wettstreit ihre Kräfte messen werden, dann sollte das eine günstige Prognose für die Entwicklung der Zusammenarbeit in den kommenden Monaten sein. zurückgetreten ist. Bochum hat jetzt fünf Punkte Vorsprung und seilte bereits sicherer Meister sein. Düsseldorf—Aachen/Düren 2:2 (1:1). Auf teils vereistem Boden und bei Schneefall riskierten die Spieler wenig, und so gab es eine ritterliche, aber langsame Auseinandersetzung, die gereehterweise unentschieden ausging. Im zweiten Teil hatten die Gäste mehr vom Spiel. Simons (M.-Gladbach) war ein ausgezeichneter Leiter. M.-Gladbach/Rheydt—Bonn 1:7 (1:2). Die Zahlen befeuchten eindeutig den Spielverlauf. Nach ausgeglichener 1. Halbzeit erreichten die Bonner trotz glatten Bodens eine bisher kaum gezeigte Form. Da nutzte alle Aufopferung und Einsatzbereitschaft der gast geben den Verteidigung wenig. Besonders die Angriffsreihe der Bonner arbeitete prachtvoll zusammen. Stets fair kämpfte man unter Leitung von Wolf (Holten'. ^Vettere Ergebnisse: Schild M.-GIadbach,'Rhcvdt II—. Bonn II Ü :2. M.-Giadbach,'Rhevdt 2. Schuler—Bonn Schüler 0:6: Schild Düsseldorf II—Schild Aachen/Düren II 0:1; Schild Düsseldorf Schüler—Schild AachenJDüxen Schüler 2 :!. _ J. G. N crdtveside-j.tschiand Nur ein Freundschaftsspiel In H a m bürg wurde das Jahr mit einem interessanten Freundschaftstreffen eingeleitet. Eine kombinierte F u s s b a 11 - Elf des Schild' Kamburg: trat gegen eine Mannschaft von Makkabi Altona an. Die Schildleute waren * in technischer Hinsicht den um 10 TJann starken Altonaern überlegen und trafen vor Halbzeit zweimal ins Schwarze, während die Altonaer durch einen Hand-Elfmeter ein Tor erzielten. Nach der Pause zogen die Hamburger auf 6 :1 davon, und erst in den letzten Minuten gelangen den tapferen Makkal-i-Lcuten zwei weitere Tore, die das Ergebnis auf 6 : 3 milderten. Der Kampf wurde ausserordentlich fair ausgetragen. P. H. Mitleid eutschland Kandball: Bar Kochba Leipzig I—Bar Kochba Hakoah Berlin I—Bar Kochba Leipzig 1. Frauen— Makkabi Chemnitz 1. Frauen: beide Spiele: Leipzig. Delitzscher Landstrasse. Fussball: Bar Kochba Leipzig I—Bar Kochba Hakoah Berlin I, Leipzig, Delitzseher Landstrasse, ab 10 Uhr. Tischtennis: Bar Kochba Leipzig—Bar Kochba Hakoah Berlin, Leipzig. Turnballe der Höheren Israelitischen Schule. 16 ühr. Auf dem Gebiet der jüdischen Gesundlieitsfürsorge hat die R e i c h s v e r t r e t u n g der Juden in Deutschland (Abteilung Zentralwohlfahrtsstelle) mit Wirkung ab 1. Januar eine neue einheitliche Regelung geschaffen. Organ der Gesundheitsfürsorge in den verschiedenen Fürsorgebezirken ist der ehrenamtliche Bezirksarzt. Ihm obliegt die Aufsicht über die Anstalten, Schulen. Berufsausbüdungsstätten. Kindergärten und Horte seines Bezirkes. Er wirkt ausserdem bei der Verteilung der Mittel für die Tuberkulose- und HeiikureufäÜe seines Bezirkes mit.

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