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Central-Verein-Zeitung · 1936-09-16 · 38 (16.9.1936) · page 12

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936)
Issue
38 (16.9.1936)
Date
1936-09-16
Page
– (sequence 12)
Language
German
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■ . . ' .. |S6‘ ■ ftenn mnn feUiftfinttfl finen ^«ratfofif einfau»on geästen war und wir beim Kürzten einen Mutti ist SO nervös i mnßre? War er lueMidit VA ü'uu'm Innern, dvch^ ivi'luo? indien mirttnu Iclutt mtai r:u pcmlr.^'. - nuiit .U'lb oMUifl. tn>cr iorqtet ihr-auch. t»fl&?Jint. . :iic!ipgctäl).rti\ ine man Me beten .0 icvtuilicu mnaMi ^-jR. Kannst 5u. icKion bLs-lOO^älnlan " Ndn-nu.i'.-bU 93 - " Vllckr \5a3ahltTTLuLttL ruckt -flr die O.V: ZeLLurtg! BESTELLZETTEL für die, weiche die C.-V.-Zeitung noch nicht lesen. Senden Sie mir bis auf Widerruf die C.-V.-Zeetung 99 Pfennig für Oktober, November, Dezember, zahle ich bei Vorlage der Postquitlung an den Briefträger. Die beiden letzten Se-ptembernummern werden mir kostenlos nachgeliefert. N m e : Crt: __ Ausschneiden und mit 3 Pfg. franWiört (oder un frnn^iT), .enden on: C.-V.-Zeitung, Vertrieb^ Berlin W-t5. Emser Strosse 42. J 2, Oliva 8141 3\u>. Uiui> )tci)t qait', nahe jt'iit bei der 'Uaitn'v. eicht ya ihr auj. siebt über sie. bin- .nvi, ift. iitioiv uu'it -fort, in der Ferne. bei. seiner Avvcit. seinen Träumen. 2bie greUe» Licin blendet die Ziitnnsl ihn. - . Roch weist die Rlutler.tein "Aßort zn sstgen. Tie spurt den '.nein des Kindes: seine Ungeduld. »ein' Erwarten. . sie siebt seiiie . Äugen. seinen MUiiüi>; sein strahlende», junges Gesteht, Ta ist ibr. al» - verwandelte^ sieb Moßlich das verlrauie "Autlist. Peter ist fort. Ein Mann fU'tfi vor ibr, dessen, Kindheit erlosch in dein Wirvel van Wolhcntraßcrn und Hörsälen. Wie altem die Wuttcr. jeßt ist. Grenzenlos allein. Wa» ist geschehen! «io tut ibr alles jo weh. Ler- Kops und die Brustimd der Leid, ilnd die "Anaen.find io schwer.- Und satten sasr zv-, sie bat Mnlw, sie ossen zn iial-ken. . - Endlich. -wie.-ans weilen fernen znrückgekelnt. sinder Renale IaeoDv die KraN, dem .immer noch erloartnilgsvoll vor_j11 r stellenden '.’lntu'ovt w qel'en an' (eine Frage. beite, aher czawz-denUist'. U'iu'iit ha- . B-cnn c--> aut in tut' dielt. Peter, lochten wir das Vtruvi't't anneiv.nen. sicher ist es ein o.ro'bes-Ev.net. eine seueue-Gelegenheit. die ',1'iintaln'hic’ Bärbel foimnt stunncr, wo der vierjäbrige Bubi mitleinen Ban-. Iwr.e.ri! 'viel!. Bardel Ipnt >on Fmgcr nu den ."wiid- >ind tagt 'tü'iern'd zn denn kleinen Bruder:. .rBnoi, g a n z l c i s e 'enr. —; —- SUfutti: nt. linit? inieder mal ton nervös!" —?lbctob.er nun -die - Tncle de» d'jclto ift oder die Tatsache, das; Bubi» dan.aee.hen nun gerade vor lainer Ang'l beiond.'r» ui-qctdjtcft ‘ fntb.'v . ha'utt,'. padanz. eine Telunde uiiVtr hilft der große Turm. den er-gebaut hat. -„nt Gepolter, ziiiammen. Und da in auch schon d-ie klem'e, schiiialc. abgeipannte Mutti, die sich in der ".'Ritte. eines langen, .Milh'ciinen Tage» eine . Viertelstunde aus der Couch au°streckeir.und an», riihen wollte .i . .imd cl)? Bubi cs sich' versteht, hat er cstnen Klap« aus die Hände weg, der sehr ivel) tut. Bubi brüllt . . . iindBärbel heult, teils au» Mitleid mit "dem Bruder, teils in einem nod; völlig uuklaren Auslehnuugsgesichl gegen die sonst so geliebte Mutti. mit. - Als der Bali nach -Hause kommt, siudet er eine müde und verdrießliche Frau und zwei ganz verschüchterte Kinder vor-, "Run ist der Vati ja auch reichlich müde . . . aber er sagt: ..Pciitli. bleib' inal liexzen, icf, bringe alles zum Abendbrot herein!" Ztl Bärbel und Bubi säxzt er-: „Heltt mir mal, Kinderchen.!" Ta nt daun gleich die Ttiminung ein bißchen heiterer nnd uiibe'chwerter! Alsdann Bärbel nnd Bnbi sdilnsen, sagt Vtutti schuldbeivußt: „Ich habe deii jungen ganz niigerexltl geschlageiih btch ioar bloß io nervo» heule, bri, konnte einfach nicht anders!" — Und Bäti antioortet: ..Viach' dir nielft zuviel Tvrgeii. drüber. . mein viebeS! Aber in Zukiinfl nimm dich, wenn e» irgend geht, znsammen imd strafe die Kinder nicht Ütv jede kleine, unbeabsichtigte luigeschidlichleit und sür jedes bißchen varm. Tie verlieren ’ in fon't das Vertrauen zu dir. deiin ne fühlen ieltr iielier heran», ivaiin ne Ttrate v e rd! e n e ii und ivann tio nur die Nervosität der ..Ctroßen" V.utli hat e» lieh aemerkt! — lind obwolil sie. tote vieie unterer AlUNi» ttenle. loirklich ein aerttilelie» Blaß von nngeivohu.Ier Arbeit an jedeni Tage zu beivät.tigen und elgenllieh allen Grund zur A'e.rvoiitat hat . . . nach ein paar B'oehen sagt Bubi auerkeuiiriid: - --..Biutti. du wart! aber seht.lauge nicht mehr - I.i.-i-? Lx*.\\ inhock (KüHi-üsbon* i. Pr.). Buntes Kochbuch - Von Elsa Oestreicher Wo lernt mau kochen? Gewiß eine keini'che ^rage. Blau sxliiägt ein "Adreßbuch au'. c4 gibt ein Braneiteuregitter.. eine töeibaudi und sonstige TteUeu, wo mau sich nach der geeigneten Kochsätiitr erkundigen kaiiii. Nein, so ist daS „ioo" diesmal nicht gemeint! 2üo lernt man kodteu k Ich,möchte niit {Viilftnff sagen: schon als B.'ägdleiit klein, an der. Mutter 'Hand. Teid ihr nicht allestolz und von enerm Wert durchdrungen geioesen, als ihr ..helfen" durftet, eine 'Mohrrübe td,rappeii oder aus einem Best Teig, allerhand Vlajicheii aiis'techeii oder «Iigureu formen dnr'iel-.'- Und tonnt ihr euch erinnern, uhe. ans dem Tpiet io uact, imd nach Criitl ivurde. >oie fchtver die Berantivortung war.;t gelb geiiug. oder iorqtet tcr den Bl-nmenkohl beanüandcn konnte-, ioenn - , aus fci.'itcr .ion't strahlenden, e Weiße vorwitzig einige grüne Blättchen iserarisragtetiU,nd dann hatte inauäür sein Kränzchen, zu-deui der Kuchen iiiöglichtt ielbtt gebacken iein mußte, die Tchnitten von .eigener'vniTÖ belegt'. Tnnn kam die Taiiz- - stunde. .Tas' allwöäie>ttlid;e Kränzchener'ubr 'eine Crweilerüug. durch, die ..Herren" Jungen».. : Und^ da hieß es bei meiner klugen IHutter; ja.- wenn ihr Gatte haben wollt, mußt ihr auch selber - kochen, ihr könnt nicht vom Bladcheu verlange», daß e-ch. abgearbeitet vom Tage, noch abeud-r sür eilre dilniiuen Bengels, kocht. .-Jawohl,-.-sie sagte ivirklich Beuget», oder .Jungen», .und. ioenn auch -heute aiis ihnen.Professoreu und. Blauuer in "Amt - und Würden geivorden sind, damals galten bei Mutter Abiturienten, selbst Studenten sür ludu-? anderes. Was diese kluge Frau erreick)en wollte, erreichte sie: wir ' lernten kochen! sie gehörte nicht Zli den Ainttern. die stets sagen: ach. laß man, ich maclie es schon selbst, sie regte «irr an. und dann schleppten wir alle mit vereinten Kräften am sonntag in aller Frühe die Körbe mit falschem Hasen oder. Bonletten und Kartoffelsalat, eigene „Handarbeit", bis zur Tampsbahn, und dann in den Grnnewald. Und. welche Fülle von Kochstunden bietet da» Leben. Beim Kauf muß man so lange beim Schlächter .stehen, da sieht man zu. wie der Äteister eine Keule aufhant. wie er die Knochen anslöst. Alan horcht, ivas die ändern sorderm lernt die einzelnen vorteilhaften stücke kennen und wie sie zu verivenden sind. Beim Lvildhändler sieht man das Häuten, spicken: uüd ist'erstaunt, >vie er mit einer geioöhntichen Kneifzaiixge da» Bürkgrat eine» Büclens mit Leichtigkeit äbkneiit nnd wie er ans den Putenbeinen-die sehnen entfernt. "?lm Fifchfiaiid >o,ill eine Kän'erin einen Hecht zum'Füllen, er soll aber von oben ansgeiioinmeii loerden. oder eine Potzunge, die gehäutet werden soll. Und da ist noch der Hering»- stand. wie leiclit geht hoch da» Filetieren eine». Hering» vor sich, wenn man den.-richtigen Griff gesehen hat. Th. da gibt'» noch eine Bt-enge zu lernen. Tas sind aber doch erst die eigentlichen "Vorbereitungen zum Kochenlernen, Aber, wenn einer eine Peise tut. dann kann er iva» erzählen. . "K-ie wnndervvll seluneä.ledamals' in' FraiilfnA'" eine Kastanien'peise mit. seblagiahne. .Gs ist''ja - bekannt, daß es bei Großmüttern immer besser sänneekt: aber das „Bettch'e" zeigte einem auch io herrlich da» spargelichälen., verriet arich nebenbei., daß fein blankes Kupfer vor allem mit „Knoche mehl geputzt iei, was bei ilzin gleichbedeutend mit einem gewissen Kraftc-lnsivand >var. Und Vater war dann stolz ans seine "Aelteste. alS sie seine heimatlichen Gerichte selbst Herstellen konnte, 'dazu -gehörte auch'der'bei Tisch anznmachende tägliche salat mit Borretsch, damals natürlich selbst gezogen. lind dann kam der Lheftand. Und die Pezepte wurden auch mir der Feit immer internationaler. Eiiie liebensivürdige Testerrcicherin verriet mir auf dem Wege zur schmittenhöhe ein fabelhaftes Koch, blich, als sie von der Vorliebe meines "heanncs sür ihre Küche Hörle. Auf dein Wege'zmn Tbermädelejoch gab mir ein junges säch'isches Lehrerehepaar - ein Pezepl zum .Ginlegen-von Pilzen, als/Fleisch.' beigabe. Ans dem KaiierjocH," da das Wirtshaus Lind niemand konnte.so schonesal"b'.ir.ier "Aoclerlnmachen, wie die liebenswürdige Tt-irii-u in siegsdorß -Ka''cekocHen muß man aber noch gui der:F'lginoiidhhülte. gelerin haben. Ta stand e:n ' großer eiserner Top', ans dem Herd, -voll Wä''cr: c-r kam hinein viel aus einem-Paket, das da» Bild von Andreas Hoierzierte, nnd wenig cniS einem Tulchen. - Ta» Ganze wurde,'tüchtig gerührt nnd daiiii deii Gasten iir Gotte» Herrlicher Palnr -vorgeß'Nt. Ta stand Wer bernhinte Professor ans "Bnen auf. machte vor seiiler Tasse mit ernilem 3?.tief eine nese Verbeiignng nnd sagte nur: "Bille, sehen -sie sich! ' -Tiefes- Bezepl habe icl, iiiehl»b'eriwmmci!. aber in Hohenaichan halte ich. keine Piche-, - bis, mir der -Üüirt seine spinatköp'schen , verriet. INI-,' wurde in Admont der tüchtigen -Tüirtstochter" da» Pezrpt für eine Hiin.iadhtorte und - Moeeaeremesclinitteii abgeiiommen. Aach anstrengender Tour 'kam'mein' einst . nach sterzing, froh, mal wieder ctioas Reelles zum tzssen zu, bekommen. Es reizte ein Boeuf ä la Frankfort — und was war'»k Unser lieber, guter Schmorbraten mit "Würstchen ' durchzogen. Auch ein 2'b>irstsalat. am Acillstädtersee. abends.im kühlen "Wirtsgarten verzehrt, war eine neue Errniigeiischast: ein herrlicher Teepnnsch vereinte uns zn mancher fröhlichen stunde in Hagrain, nnd so o't er Rachfolger findet, denke ich der lustigen Münchener Peisesrennde. Und so gäbe es noch viel'zu berichten, nicht mir von Pezepien an» diesem dimien illniirierteii Koch.- buch, das das Leben bietet, von Handgriffen, die man abgucken kann, wenn man nur ein bißchen die Augen aufhält! - „ - siel, dir Violen, ansgeivalni hat. uh Din slviz. das; man dich e'.hlo's'enen Atigon., t'üszl' sie ir'-.x'ier "VovcDen von jenem Fe'--' Di» zur VU'roi'o. st v schnell war .ligen lai'en. oorbereilen .nnd v i'vcclegen, ob. sie äNcch Ilicchls r. lva» ihr Ia-nae dort driiben 'ürde. "Aber schließlich war alles vier aevaett. die loßloi? Beliiche - und "st-crivaudlen vorbei — nnd ud stvuu 'iüeu allein einander seueli leinen "Abenden, indenen muer "''.ürjam. die' Jüngste, e gehen -ße. 'niileinander. lelzlel, nien'.e'nr lviederlwlen iverden. >ger:eMc" üoerden novli einmal De- 'ge der stvnast wrd' ja io.lange- - l-eüle "'lacht, da» da» Bäaelic'ii' der stnaehe die "?lller- . das der Junge on. '"nr die .PimNor'. ßi'iod, uDeritandon. n ordnenfijhlt ne gS'.nn,. "V,stinn nürd odor'eneii' "Bbann N'i-eder bei - ihren »ehreiblhie. Tas ist. ie Fehstn. . Porti, noeli". deiikt l i-ant.'n im £clilaf das -r toi^oauhait. daß e» . Kindervest d.'. .st die stj n n er stund l Kind mit io nn.g,c sener Br-ie' von- Beter ans- Amerika kam. „".Putter, es ist mir gelungen, auch sür Mirsam einen Freiplast zn finden. Tie Verwandten meiner Püegeeltern wollen sie ansnetimen. Hu sechs bi» acht Monaten denke ich. wird e» so weit sein. Tann cmnmen sie nach Europa lind ivollen Tich anünchen tind "Mirjam gteieli mitnehmen. Tenn ich habe gesagt, daß n'niere -kleine selnvester die große Reise noch nicht attein antrelen kann. — Beutler, cs wird so gut sein für Beirjam. sie wird hier vorivcirlskommen, ne hat alle Pcöglirlikeiten. Und ich bin ja ganz nahe bei ihr nnd kann nach, ihr sehen und anspassen. "Ach. irl, freue.mich 'schon io. wenn Pcirjam erst Hier ist!" Al» die Bcntter dielen Brief gelesen hatte, sielen Hände nnd Kops zugleich mit diimpiem schlage ans die Tischplatte. Norli war ")Air- .jam in der sAmte. In zwei snmden er't 'würde sie z'.irürkkom'men. Ganz allein war sie seht in der LLvhnung,. so allein würde ne in Intiin't im'l'ner sein, wenn auch ihr lohte» Kind! ihr Jüngste», von ihr gegangen sein Einen Angenbtirk iit e» der Bcntter. als liiüßle ne schreien,- laut und gellend, al» mnßle l'ie sich ivellren gegen die 'u rein Da. re "st.na! eine» stelneliat». das ihrein Kind 'nach dem andern raubt. Trei Kinder halte ne geboren. svnnderv.oll war die stunde der Ge- Dnr: gen'e'en, troß aller schmerzen.'die ne 'durelneid-xn mußte, "lvie reich ivar ne mir ihren Kindem.- Wiebiet Glück brachten:fie ihr jeden Tag an'» neue. . Bi» dann mir einem -schlage Nest altes ver.ioandelt halte. "Aber sie tonute nicht» .l-nn. sie nw.r nntaliig. dem schickial Einhalt zn gebieten. Ihr Herz, mußte sich abfinden lind die'en nie endenwoltenden schmerzder Trennu'.ig - und .des ,'Ab'chie'dnehmen» ertragen. Ach. dankbar mußte sie sein, wenn, ^ste' e» reehGEedmlne. daß" ihre Kinder Bcenschen ge'nnden batten, die sür sie sorgen ivoltlen. daß es Arbeit gab für. ne und die Fren.de-der -Verwirklichung. 2star nicht ihv Leben langst schon.in dem Leben der stinder erlo'cheii I Halte sie denn ein Recht, das Glück ihrer Kinder zn beweinen? Noch sechs bis acht Monate, hatte Peter geschrieben. Eine schmale Frist ward ihr gegeben. -Sekunden nur, für die Liebe, die a>is Nnendliccit'eitell bestellen will., so würde sie auch Bcirjam. ihr Jüngste», chr schelmen-, kind. mit den strghlenangen lind dnntten Locken hergeben 'müssen. Beit ihv hatte sie . von den Brüdern gesprochen, ihr hatte sie er- - zeihlt von jenem seligen Einst. Und das Kind hatte zm.Zehort, hatte gefragt, verstanden. . hatte die "Arme nrn sie gelegt: „Mutti, aber ich bleibe bei dir". Tunte nr die Worte einer zehnjährigen Ernst-nehmen! durfte ne sich zri helfen snehen. indem'sie dem Kinde die. Hilfe nahm, die sich ihm für ein künftiges Leben bols ..Es darf nicht sein. Ich darf nicht dcnkeit. wie weh. cs tut. "Acntter zri sein ohne Kxinder." Und Renate Iacobh erhob siech, gewaltsam' so die Gedanken unterbrechend. Langsam, unendlich-. langsam und 'müde waren ihre Bewegn-ngen. , sclilasi hingen "Arme nnd Hände an ihr 'herab. Iv'eph und Peter und ".'Airjam fort. Wie wiirde sie tveirerleben können in diesem verödeten. Tränen sielen ans ihren Angen. Ihr Herz roar io nniiid-. io loehe vor schmerzen. Und es" war heute tlu* -H». Geburtstag. Er fetiien uw da» Ende des Leben» "gl sein.' sie wischte steb über die "Augen. ..-sie wollte--nicht weinen. Tav'er wollte, ne sein, „Immer bringt Liebe Leid ", veri-nchte sie' steh zn trösten. "Aber da , war ihr. als lzörte ne. eigentümlich nahe an ihrem sthr. eine stimlne den saß vollenden: . und Glück". Und plößlich. wie in seltsamer Eingebung, 'ab die RAiiier liniter Wolken und A'ebel'n die Gestellten ihrer Kinder-ans sich zntoinmen. sie riesen ne, sie winkten ihr. Langsam ging sie. Rennte Iacobh. ihnen enl- - gegen, näher und näher, bis sie ganz dicht vor ihnen stand, vor ihren drei großen, erwachsenen Kindern. sie'nahmen sie.bei der Hand, sie führten ne. sie gingen zusammen. Tie Rentier war heinigekehrt zn ihren Kindern. ..Taraus will ich warten", flüsterte die selmnende mit seligem Lächeln vor sich hin. Und in ihren Ancgen bogeinn ein Licht zu leuchten, da - niemehr erlosch. 10 Jahre jüdisches Pf lege wesen Im Geineindehäns der simagociengelneinde Elberfeld arbeitet feit zelm Jahren die Pflege- - .stellen-- und Astöplionszentrale des Jüdischen Frauenbundes nst'ter der Leitniig von Klara s ain u e l. Tie Zentrale war iin Iahie Iit’ tu Form einer "Adepilonsvermittliingsstelle von der iiizivi'clieir versiorbeiien Lina "M o » ii e i in ge- -gründet worden, nnißte aber im Lause der Zeit ihre, Arbeit auch ans die stiermittlnng von Püeczestellen ansdelnien. da bei iveitem nicht jede» zur Adoption gemeldete Kind auch dafür geeignet ivar. Ta die Interenen der Adoptiveltern in gleichem Mas; zu berücksiclitigeii sind wie die de» zu adöp» tierenden Kinde», konnte" inan hänsig eine Adoption nicht empfehlen oder ilicht verantworten,- Iüdi'che Pslegeitellen in Großgemeinden standeii mir sehr vereinzelt zur Versiigniig und in Kleinstädten oder allf^deiii Lande könnten sie erst durch- Verbindniig mit' anderen Organisationen, besonders mit dem Lehrerverband. gesunden werben. Run konnte man die jüdischen Kinder, die in PslegesteUen ilntergebracht werden sollten, je nach Eignung iit ein jüdisches Heim oder eine jüdische Familie geben nnd war nicht mehr ans die zuvor in "?lnsprnch genomlneiie Gastfreillidschaft christlicher Heime oder Faliiilien 'aiicgewieseii. Atlmcäh« lich ging-man dann daran, die bislang in christlicher Umgebnng ansgeivachsenen jüdischen Kinder ailssfndig zn. inacheii und sie — natürlich möglichst unter Verineidnng aller Härten — in jüdische', Umgebung zu verpflanzen. - r Tie "Arbeit der Zentrale, der medizinische nnd iiirniiidK' sachverständige als "Berater zur Ver-- . siigniig stellen, und zn deren Vorstand Vertreter aller in Frage kommendeii jüdischen Verbände ge- Ilören, ivurde besonders-durch-Berta Pappen» heim gefördert, die.'sich-von jeher sür zentrale -Kiiiderichülzarbeit eiin'ehle. Lanfende Kontrolle der. Arbeit wird dnr,ä> nniinter-brocheiie Verbindung mit den Vertraneuspersone11 in Tentschläiid -nnd i»i.-Ansiande - geivährleijic'.t. In Tenlschland sind e» Bnndes'raiien. Rabbiner oder Lestrer. Tie ansländischen slellen kommen allerdingsstin erster Linie s>">r Adoption in Frage. Handel! es sich tim die Unterbringung eines sänglings-oder Kleinkindes, sostürd in der "Hegel von der.-Zentrale die.Ilnlerbriugnng in einem Heim enivsechlen. da die hpgienischen nnd pflege- . rischen Rolwendigkeiten dort bester als in einem Privatbciusbalt ersülll iverden lönnen. Tie» wird auch de» znständic-ieii Behörden, die sich um Unterbringung eine» Kleinkindes bemühen.' immer wieder Ilargemacht. Bei seinilpflichligen Kindern muß ' beute besonderer Wert daran' gelegt iverden. daß 'ich am Trt eine indische schule befindet.. Auch nir die 'chnle-nUa'i-enen schüv.Iinge arbeitet die Zentrale weiter und bcmübl steh um Beichassimg geeigneter Lebrilellen. bei besonderer Eignung auch um Unlerbringicng in Hachseharastellen.' ' In vielen Fällen wird -Adoption des geineldelen Kindes-gewünscht., Verhandliinge» darüber iverden aber erst eingeleitet. wenn sestgestellt ioorde» ist. ob da» Kind Hach Peranlaginig. Herklinft und Gesundheit zur Adoption geeignet ist. Ans zivingeiiden-Gründen'werden immer wieder. iinentg'elltsche PslegesteUen gefordert, Aber ivenn auch die -Zahl der zur An'nahme eines Kinde» bereiten P'legecllern im c-illgemeineii größer ist als die Zabl der gemeldeten-Kinder. und wenn amh die 'nr die An'nablii'e eiste» P'legelindes gezahlten Pflegesälze meist kaliin den bloßen LebenSiinlcrbalt decken, 'o kann doch bei den materiellen Verhältnisteii in der gegenwärtigen Zeit' kaum einer Familie die völlig entschädignngslose "Anfnahine eines Pflegekindes zugemiKet werden. Eine Anzahl schüßlinge der Zentralevsi'.id in ansländischen Heinie» kostenlos aiisgenommei, ioorden: hier muß besonderer Tank dem Gertriide-Iaeobiohn-Trpliaiiage in Glasgow .und den Waisenhäli'ery in Utrecht. 'Aliisterdam und Tein Haag abgestattet werden, die sich liebevoll dieser Kinder aizMwüinien haben. - Gleicher Dmik mber -gebührt - den. in nnd mit der Zentrale unermüdlich und anfop'erimgsvoll Arbeiteriden. Uede Israel. Ernst Lochner ft Horkheimer Frankfurt a. M./ - Liebfrauenberg 39 I. Original englische Herrenstoffe V

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