Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 38 (16.9.1936)
- Date
- 1936-09-16
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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r Nr. 38 « 3. Beiblatt Vvv«v s.. v ->VSVH^ ^>V."\\\VVJ^ ^N-\^V'V"'V' 16. September 1936 ^v'vt'^v-S^'xt-^h••>> cn'v'SSsv^'^ x -x s'' Das neue Jahr und die mit ihm beginnende neue Spielzeit der Jüdischen Kulturbünde geben Anlass, eine Bilanz dessen zu ziehen,, was im jüdischen Bereich im letzten Jahr an kulturellem Schaffen geschehen ist*. Unsere Kritiker geben deshalb in kurzen Zusammenfassungen eine Rückschau und formulieren ihre Wünsche für das zukünftige Kulturschaffen. Mit besonderer Freude veröffentlichen \yir ausserdem Beiträge aus der Feder des. neuen Dirigenten des „Berliner Kulturbundorchesters, Hans Wilhelm Steinber g, und des Leiters des Berliner Jüdischen Museums, Professor Dr. Franz Landsberger, die programmatische Worte darüber »sagen, 'was sie in ihren Sondergebieten an Darbietungen zur Kulturförderung der Juden in Deutschland planen. D i e S c h r i f 11 e i t u n g. Bilanz des Schauspiels Von Dr. HUGO LACHMANSKI Zielst' mau die Bilanz auS den Darbietungen des S Ulan spiel - Nepertvirs der Berliner Knltnrbühne während des vergangenen Jahres, so erkennt inan deutlich die programmatische Absicht, einen weiten Bogen zu spannen von Werken, die der internationalen Kultur angehvren. bis zur selbständigen jüdischen Dramatik." Ter Weg führte von H e b b e l über S o P h v k l e s zu P er e z — wobei ersichtlich wurde. -das; jüdische Stoffe auch von Nichtjnden gestaltet werden können, wenn der Dichter sie — wie dies der Nachklassiker Hebbel in seiner „Judith" getan hat — tief, ans jüdischem Erdreich heranshvlt und ihre ivenn auch nur mythische Realität zum Sinnbildlichen der Idee steigert. Und ebenso erwies sich an dem allgemein menschliehen Stvsf der Eophvkleischen „Antigone", so düster und so fern auch, in Vorgang und Kolorit, das Werk des großen griechischen Tragikers einem Teil des Publikums erschienen sein mochte, gerade für uns Inden seine unvergängliche symbolische Kraft, und Bedeutung: als der vollkommenste dichterische Aufdruck des Gebotes der Nächstenliebe, der Erfüllung einer sittlichhumanen Pflicht, wie sie unserem-religiösen Bewußtsein als innerstes Lebensgesühl eiugepflanzt ist. Ter Lstjude Perez aber, dessen „Goldene Kette" vom alten Jahr in das neue' hiuüberlcitet, wurde, mit einem spezifisch jüdischen Thema, über Raum und Zeit hinweg zum Künder der Ewigkeitsidee des Judentums. - ) Jüdische Stoffe machen indes noch keineswegs ein jüdisches Theater aus (wie am überzeugendsten das Beispiel der Habimah zeigt die unlängst Schillers „Wilhelm Dell" zur Aufführung gebracht hat), und ein Publikum, das sich naturgemäß am liebsten au die ihn; vertrante Bühneutraditivn .innerhalb des Naumgebietes hält, auf dem es jahrzehntelang die. kulturellen Werte von Dichtung und Kunst in sich ausgenommen hat. wird mtv ganz allmählich und aus dem Wege einer systematischen Erziehung für einen stärkeren Anteil der volklieh-jüdischen Judaisieruiig des Spielplans zu gewinnen sein. I Sv hat denn die Kulturbühne nml) in ihrem drittel. Ja lue bei der Gestaltung ihres Repertoirs eine 'Hit Kompromiß augestrebt, indem es jüdische Autoren, die heute sonst nicht mehr'bei. tms gespielt werden können. in eiuigeu ihrer . bekaiilltesten Vertreter l,erausstellte. 'Böir sahen' also den Senior unter den jüdiiclieu Tranlatikeru Deutschlands. I.' u d w i g Iu l d a . mit seinem ehemals viel auigcsührten. illzwislhen sreilicll stark verblaßten .Lustspiel- „Jligeildfrelillde": nur sahen- A r t 1) it r S eh n i tz l e r. dessen spielerische Grazie immer noch mit dem vollen ütejz des llnverbrauclitell nurkt. a'il einein Eiuätler- .Abend, der seine ..Komteß Plizzi" mit dem ilnverwüstlicheu ..Abscliiedsiouper" .servierte, lind wir fallen -F r a n z 1)1 u l n;i r . den gesellähten Ungar.-jüdischer Herkunft. in seiner neuesten Komödie „Große - ViiHn'" vom rvnmiltischeu Ernst zu anmutigster Keiterteil l>instrebeu>- in einer.AnssührlUig. die sich, rveit über "das Dürchschnittsniveau erhob. A'ebeu diesenl Terzett namliaf ter j u di sei,er Autoren erschien, als dem moderilen »öelttheater zugehörig, der Ire Bernard Shaw mit seiner besiiliiticheu Komödie vom - verlorenen Vater „Plan kann nie wissen." und der uns bis dahin uubetauule Lstjude P e r e z -H i r s ch b e t u, der inmitten einer ileutrateu heiteren Wett den volltönenden Klang des Jüdischen aussteigeu ließ: in dem vvlksstückmäßigen Idyll „Grüne Felder". lim dessen dörfliches Milieu sich die Atmosphäre unverbildeter Frömmigkeit jüdischer Bauern behaglich aUsb'reitete. Dies,vielseitige Repertoir. das im Erlisten durchaus küustleriselie Haltung wahrte, uild. im Genre des Lustspiels zumeist mit Bedeutung auch gefällig war, wurde schauspielerisch , von. einem Elisemble" gvtragell, in dein es nach wie vor keine -sogenannten Stars gab. .wohl aber treffliche Eiuzelleistuugeü. die in mancher Hinsicht auch eine solide..erzieherische Arbeit erkennen ließen. Die Kulturllüyne tritt in das neue Jahr mit einem Programm.. in dem die jüdische Note stärker noch als bisver betmlt lvird. 'Ader lvir werden' innerlialv dieses Programms niellt bloß dumpfe WoNlöne hören. Die düsteren Seliaklen. die fiel,mver die Welt des Schaballtai J,'mi senken ive.rden.' lvird ein lieiteres südiselies Bolksstnek des Hiimvriste.u Sclfolem '?l!ecliem lvieder zerslrenen. lind aueli sonstivirdman bemülit sein, einemPuöliklim. das Iielite inelir denn je im Dhegter nach den Sorgen und Nöten des Alltags Erholung lvie Entspannng sucht. den" Bnlinenvorgang im Liclite einer iingetrnölen Jllnuon Zl> zeigen. -So wird ini Mittelpunkt des Programms Shakespeares „S ommernachts- -träum" stellen. der..-loenn auch oit gespielt undin Klar Reinliardls .blühender Inszenierungnoel) in unverweikter Erinnerung, immer noch seinen alten J,auberglaiiz ansstralilt und. uns wie aus J-Iügeln in ein helles, lustiges Reich der Wunder emportragt. Mein künstlerisches Programm Von Hans Wilhelm Steinberg Plein inneres Programm ist dadurrli gegekennzeälniet. daß nur künstleriseli .täligeu siidisäien Plenschen »ns lieule ganz besonders da zu konzentrieren liaben': wo nur als Inden für Inden etivas leisten können:' Wir haben den Slots so darzustelleu. nüe er durelp die Brille des perantivortnugsbewußten Interpreten gesehen, dureli den jüdilelien Neprodnzenten dem ikidiselien Hörer gebolen iverdeu muß. Die'es. innerlielie Bekenntnis zu dem. was Juden in -Kunstdingen zu -sagen haben, führt uns praktiteli aus zivei Plaße. wo die 'A'olu'endigleit und die P>öglielikeit. dieses Bekenntnis zu realisieren, bestellen: in den Jüdilelien . Ku-lturluind in Dentseliland und zum Palästina Lreliester. Im üialunen dieser Eiurielünngen lmbeu ivir den Plenselien. auel> denen, die bisher loenig davon uuißten.. jüdiielie- Stoffe nahezilbringen: darüber l>inans aber ihnen alles und immer wieder das zu geben, lvas es in der Hßelt an Zlöesent. liellem. Euüg-Güliigem. an etl,isehen 'kPerke» in der.Kunst gibt. Die Plensel>eü. die durch eine ichieksalhasle Zeit im Kulturbund znsammeugesiihrt sind, zeigen stärkste Bereitseliast. Kunst Zli empfaugeu. und sie sind heute ' lvilliger. anrtl kyenarliges auszunel>men. als sie es irülier lvareu. da sie auelz im Neuen die Könkretisierniig ihrer Sehusnchke des Sueliens und ppanderus linden wollen. Diese Ausnahmebereitsetlast gibt den klinstleriset, Seliassenden und Nachsetlaffeiideu neue Spanilkräst und schasst ihnen täglich wieder das neue Sprniigbrett zu tiesgeliender kiinstleriselier ppjrksamkeit." Es gibt ' erst lveni.ze . speziiiscll jüdische . Plusiklverke. die das jndiselie Seliiäsal darsiellen. 'Aber wir smlien aus dem 'Porliandeneu und Eiitstel>endeu die Höerke lieraus. die uns seliieksall>ast mit jndiseliem. Wesen verbünden zu sein frlieinen. - B.'ur ivolleu den -'-'Aukoren Anreger sein..all das knnstleriseh zu shinboliiirren oder zu verwirkticlien. lvas uns jüdische 'Nenfctien l,ngel,t. Desl,alb .wollen wir im J-rühjalir das große anspruchsvolle Lratoriüm s.Die H,ig,idal>" in 'Berlin anssnl)ren. das von 'Klar 'Brod di.chteriscli gestaltet und von Pank' lessau vertont ist. Diese beiden Autoren liaben das darzustellen versucl>t. ums poin judisck>e>l Künstlerverlangt lvird. Es jpricl>t in neuen. Gedallken ämd neuell Tönen.- und darum lvird es die Reso-. lialrz siudeu.. die es verdient, llnd weluz ich daran gehen Null. PAalilers ..Lied von der Erde" aufzusül,reu.. so deslialb. lveil-es. ein 'BZerk lvestliclser Kultur, doch zum.'Ursprung lviederum den Plaiin init der elvigeli Selmsuclit t,at. Docli soll bei allem, lvas lieu ist. nie vergessen sein, daß der K u n st >ö e r t des 'Böerkes immer der '.»laßstabgur.die Ausw'al)k bleiben wird, ausschlaggebelid sogar über jede Idee liinans. lieber das Pal.ästiüa-Lr.chester ist bereits ' au anderer Stelle von mir eingel'.end be-' richtet nwrd'en.. so dach >ille Dwtail-:-. loie mal)' dessen kvrundnngsideen und JielE als be- W!r lesen Maro Aurel, aber kür wen? Von Friedrich Brodnitz Tie Bergwiefe ist mit-bunten Blumen überschüttet. Die Talkust. die, in der Souue fliuzmerud aufsteigeud. den .Duft frischgelnähteu. Heus hiilaufträgt, mischt sich Ulitdeu Stößen des, trvckeueu Hötieuwiudes. '. Hinter, dliut'leu Tailileu stehen die eiupvrgestreckteu Hände rötlicher srelseugipsel. Wir sitzen auf der Wiese, noch schneller atmend vom steilen Au'tieg. Das Auge kaiür die Fülle der Farben und Formen kaum bewäl- - tigen, der sclnveigeud-eruste Frieden dieses Bildes läßt nicht nur das Wort, auch die Geda.nkcu verstuinilieu. Aber nicht lauge und das grübelnde Nachdenke':., beginnt lvieder. '/Man kann sich, lvemi man ehrlich gegen sich selbst ist. durch' llleisen ilicht entfkieheil. Ten natlirempfindkichen '.'Nemchen kann die Große eines Landschastseiildrnckes zutiefst ailrühren ' uird. umwandelu.. sie wird'ihm aller auch unweigerlich den.Gegensatz zwischen der ruhenden Harmonie, diejede Gegebenheit der 9igtur trotz allen Kampfes des Belebteu anszeichuet, lind seinen eigenen Tissouauzeu vor Augen Führen. Alle Sorgen und-Kümmernisse. die eigenen lvie die der Gememschast. der iilan angehört. Leiden und Ausgaben. Erfolge und Niederlagen lind das fchlimlnste Leiden der Menschen unserer Tage, die Vereinsamung. sie alle' können vorübergehend . zum Sehioeigeu. gebracht werden.' Daun aber kvnnueu üc. beinahe noch verstärkt, lvieder. Die scheinbare Ruhe dieser Berguatur begiuut Zli guäleu. . eigenes Nachdenken ' will nicht Helsen. So muß das Denken-eines Anderen eipspriugcu. Wir ziehen ein dünnes - Büchlein ans der Tasche, das - uns hierheranf begleitet, des römischen Kai'ers Nlare Aurel Sclbstbctraclilungen. Ein Buch, das man nicht hernnkerlcsen kann. Einige seiner knappen Aphorismen, durch etwas eigenes Nachdenken verankert, sind schon eine gute Gabe ruliiger Lebeusbetrachtuug. Pia'uch Banales t'aun überlesen lverden. 'Aber dann stellen da Sätze, aus denen, die gesamiuelle Lebenshaltimg einer Welt spricl)t. Kein Bücl) eines Stlibenllockers. der, hinter dem Sclireib- 'tisch Gedankentetten t'onstrniert. 'Aber das- Buch eines werktätigen- und - dabei--lebeus-, weisen Philosophen: "geschrieben im uäclil- .liehen Jel.-t des »Aililärlagers, den hallenden Tritt der Wachen-', i'm Lhr. den zuckenden ktbidersclieiu der Lagerfeuer vor Aligeu. Das Buch eines '»lanues.'der den Krieg verachtete, der aber Kriege iüllrle. iveil sie notwendig lvareu. Das Buch'eines-römischen Imperators. der die Weite und Pas Ethos'griechischer - .Philosophie in sirl> aufgeuouuueii hatte. Keines der gedaukeiistärksteu .Bücher'' der Antike, aber eines der Mleuiclilich. eiudrucksvollfteii. Ein verläßlicher Gefährte für eiu- . same Gänge. Soloeit iväre alles in guter Lrdnuug. der < Pieuich. die Landschaft, das Buch. Aber eine neue Frage.drängt fid) auf. Daß sie gestellt lvird.' iil tppi.sch für die Pleuscheu der '/„Zchvisclieilgenerativil". Einer Generation, die.- .im westeuropäi.scliem Bilduugserlebuis ausgewactlseu. den llmbrucli unserer Tage lvacl) und verstellend initerlebt liat. die für die 'lieramvaäi'ende Jugend eine neue Form der; Lebensgeslaklnng als uotivendig erkennt und bejallt 'nnd nclp als Niilller zwischenaltem - Kulturgut und der Erneuerung aus dem Er- . leben der Feit fühlt. Als. Nleusch dieser Jiviscliengeneraliou tragen lvir uns l>ier nun Mieder: gut. ipir -leü'n noch den Marc Aurel. ' Aber ist das richtig so. richtig für lins als lebendigejüdiukle' Nleusä,eu' unserer Tage, richtig, wenn mir au die denken, die nach uns kvmiueuk ' Wir ver'nchteu cilunal vor zwei Jahren in -diesen Blärieru. den geinigeu Standort und die - Aistgabeu der - Jivischengeueratiou zu zeichnen. Ucberlegeu wir einmal^ was dic"'e zwei Jahre bestäligl und was sie uns'gelehrt haben. Begimieu wir', mit uns selbst. e!>e wir uns fragen, ums lvir anderen mit unserer Haltung geben löiiii'leu. 'Böir lesen also den '»larc '.'lurel. -'War denken' dabei niclil nuran das Bändclien. das diesen Namen tragt. 'Böir leien - inliner nocl> alle die großen 'B.-ertc der griecliischen n'ndrömiscllen Klassik, die uns lvieder als die Grundlagen enropai>cl>er Kultur ersclieinen. seit lvir vergessen haben:-daß sie ii'ir uns einmal aui der Scl>nle der Anlaß, für grammatitalisclie Lnälerei mären, 'köir leien sie jctzk niclil nur. iveil ne uns heiser und tieier als manelles Modelmcll l^iniiel>Ie» zum '-kH'.rsläudnis gegenwärtigen- Gesclieheus bie- . teu. 'Böir lesen sie'vor allem, lveil sie untere geistige Heimat gemaedeu lind. 'AHül lvie au illmm lernen tonnten.'daß alt das^ lvas uns beiclnvert und bedrückt. Sorgen, und A'öte der Gelneinscliail. Geiväl,rlesund 'Versagtes chi persönlichen.Erleben, nur die. zufällige lf»estalt eines allilemeimimmsclilicllen, im Kern sich immer gleichen. Geschellens'^ ist. V>gir lesen niellt nur diele 'WH'rleder "allen "Kla'nter. Um Gottes ivilleu. lvir sind ja keine Altphilologen..- 'Bur leien -.immer iunl) die Werte all der Großen,- deren Denken und. Gestatten.nniere abendlandisclie '^ßelt'geformt llül. Bielteiclil. mit etwas melir'Auswahl als fvutu'v. denn in geistig Nngeiietierlercr Si-luarion 'sehär-it t'icij der Sinn für das Bleibende und-'Eelile. Planchen Büchern gllerdiicgs. die uns 'ri"ii>er lieb'waren, gelsen uur jclü ans dem Düege'. Bor mai^i>e>n BHut. dns- 'in -unserem -Geburlstaiide entstand, l,alt-uns" eine Art Scheu, ein deutlich spürbares Spailu'nngsverl,allni-s zurück. Aber lvir' lvehren uns dagegen, daß man daraus gru.ud-' säßliUie E rtennlnine ableiteu ivill. D a. mo —veiu-es- - E-mpündeu—ollm—D-iili-'-ü.-lsinx-i d, s ' -Wortes' luii'tleriiclle F-orül lvird. Ivo das' (^egeiiila-ndliclie abiallt. in der Prunk, hak ücli nichtsgeändert. Bach. Plozart.'Beethoven, aber aucl> Bruckner sprechen uugeulindert-'zu -uns. Daß voir jiidisrhe Büclier lesen, ist.selbü-- verüaiidlich. Daß lvir uns bemühen müncu. und bemühen, die großen Lücken jüdischen LLisseus. die gerade unsere Generation auizulveisen hat. und) K rät len auszusulleu..verstellt fid) so scl,r von selbst, daß es taum betont lverdea muß. Uns uutersclleidet aber auci) von einer sri'll,ereu Generatioil die Ertenntins. daß sn.EUnjcre Jugend jndisclies 'Walseiisnnd Lebensgnt melir als pöiüensüoii sein - muß. daß cs die sorui.eude Krait illres Lebeusgei>U>ls und il>rer Lebeusgestaltuüg sein lvird. ' Aber das llat »ichls. aber aucii'gar uicllls zu tun mit der'Frage imcli der Gestaltung im- . icces eigenen Lebens. 'Bur ivotleli -und werden >üdiscl>e Bnel>er lesen, im übrigen' aber iiucl, ntdjt jede-', das man um:, heilte als jolclfe anpreist. Wir liaben Uns zu lange um wer!endes Urteil bemiiht und es auäi früher abgelelint» - jeder 'Nenersel>einu-ng der Plvdo ivillil) zu folgen, um uns fetU' verpflichtet zu . füllten, von jedem -Buche Kenntnis zu iielililen. das eine riilirig..t'.emnlite Konjunktur, oft innere Notwendigkeit, zu Plartk . 'Bgah-rsclieinliUi -uurd es letzten .'Eudes nur ein -Buch-sein..das »>>'-> Heimat indischen' 'l^rlehens lmten. taiim n.u>ere ZtHbel-, in der :Unergr-i'indl-icl>teit ili.res 'Aiirines. der. I,arten , tz!navv!>eit ilirer Dpraehe. 'der ll'uansßiiops. barteit-il,res gleiclmi-Iiatten E">e'Üie!,e.ns'und- .ilirer ' 'Berülmio!zenlleik ' init -der Geschiältc . unseres 'iHütes. Die lvird zu uns sprecheri. tieier. be>cmderer Und cindringlirl>er oftals zu den 'JH.t'ititiji'st nndercr Voller, aber lvir lverden. ancl). nie!,t mn-grüen könneil 'und - , loollen. das; sie zu allen Großen der abendländisUlen 'Bgel-t gesproclicm. l,at. Wenn^lvir sie leien, rirljtig leien mit dentruder BedaUltiamkeit. spüren lvir.. lvie Erinne.ri.ingeil'. Bin-' düngen und Kräfte entbunden werd-m. die in nm'-. aber auch in linieren Eltern verschüttet gcrnllt l,alten. F>ll>er sollen mir de-Aiald d i e B-tlo11ncp-.-1oect^trnsgebrir; die nn-Dbisher er» ' sültt hat? - Stellen wir hier noch einmal untere Ri» nho t*7 BQthtidla.MartintalainsD D U I. II H | f BERLIN NO 43 E 3 2635 dE HM ■■ HM ■ ■ Neu« König,fr. 79, ptr. Zwischen Aloxan derpl a\z und Königifor.