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Central-Verein-Zeitung · 1936-09-10 · 37 (10.9.1936) · page 2

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936)
Issue
37 (10.9.1936)
Date
1936-09-10
Page
– (sequence 2)
Language
German
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** 1 A ^jlt . mue.sitwl‘ 1 I Mere o Seit 1872 MAch AM BERIINER RATHAUS «WOllE TRIKOTAGEN STRUMPFE über sei und bnfj num möglicherweise rijtr * nocfj schlimmere ststelle des Terrorismus erleben werde als früher. Die Juden feien be- -rcit, der- Palststinaverivaitinig in jeder Uik'iie bei der ^Wiederherstellung von Gesetz und Orduiiug behilflich zu sein. Obwohl man ihnen gelugt habe, daß die Araber nicht mit ihnen tziiuininenkommen wollen, würden sie weiter . versuchen, zu einer Verständigung über den Sci,ntz der jüdischen Rechte ohne geringste Beeinträchtigung der arabischen Rechte zu gelangen. Die Juden Palästinas würden bestimmt ihre Pflicht tun. Wichtig ist in dem Zusammenhänge auch eine Zuschrift D'r. Chaim Weizmanns an die „Times", in der er erklärt, er habe am .1. September dem Kolonienminister Ormsbh- Gore initgcteilt, die' jüdischen Führer, seien 1ederze.it-bereit, sich in einer unter der Leitung der englischen Regierung stehenden .Konferenz, mit den arabischen Führern über die bestehenden Differenzen atlszusprechen. Polnische Jüdenprobleme Ä. H. In einem umsangreichen Dokumente. das wir seiner Bedeutung wegen in der Palästina-Umschau dieser Zeitung wortgetreu veröffentlichen, begründet, die englische Negierung ihr Verhalten und ihre neuerlichen Entschlüsse, in der Palästinafrage. Iw ihm werden die großen Linien der englischen Politik wieder sichtbar, die, indem sie den-Völkerbund als die moralische Aussichts- Instanz der Weltpolitik anerkennt, in einem Verhalteil „n n p a r t c i i s ch e r G e r c ch - t i g k e i t> g e g e n über I u d e n u n d A r a b e r n" und in der Arbeit „f ü rFri eden und Fortschritt eines Lande s d a 8 beide n D dl k s st ä m m en so besoiiders t e u e r i st", gleichzeitig den Forderungen einer sittlichen Völkerordnnng und den Notwendigkeiten des British Empire zu dienen .glaubt. Hierin liegen Grenzen und Möglichkeiten einer jüdischen Nationalpolitik, die letztlich der Tatsache ent- K springt, daß sich drüben die Geburt einer Nation sozusagen aus dem Geiste der Diplomatie vollziehen soll. Wenn nur nur in -der Einheit von Land und Volk und Sprache das Wachstum einer Nation zu unverkümmerten Und wesenseigenen Kulturleistuugeu für möglich halten — und wir glauben, daß gerade eine jüdische Nation vor allem in der kulturellen Leistung und weniger in wirtschnsts- oder'machtpolitischen Erfolgenifjr Ziel sehen sollte—, und wenn wir diese drei Komponenten, auf denen Kulturschöpfung beruht, in Palästina auf ihre Unabhängigkeit von fremden Einflüssen hin prüfen, so wird uns die unendliche Bedingtheit des werdenden Palästina durch jene Kräfte bewußt. die aus dergleichen Jinpulsen Heraus einmal Länder so abgrenzen, daß sie zur Heimat von Nationen werden und ein andermal Grenzen in anderer Absicht neu zu ziehen bereit sind. Darum ist — ebenso wie die jüngsten englischen Beschlüsse in der Frage des jüdischen Palästina unr. einen - Z w i sch e n z u st a n d geschaffen haben, von dem wir hoffen, daß er in einen nicht ungünstigeren relativen Dauerzustand übergehen möge — in unserer Vorstellung ein nationales Palästina unr einer der vielen Zwischenznstände, aus denen sich unsere jüdische Geschichte zusammensetzt. ioenn' auch ein Zustand b e s o n d e r e r Art. D iese Besonderheit liegt im den Chancen für die Lösung des jüdischen Teilprobleins ' ach der glücklichen wie nach der verhängnisvollen Seite, jenes Teilprvblenls. das da lautet: Wie ist es möglich, , solchen Inden, die sich in ihren Heimatländern nicht mehr halten wollen oder können, in Freiheit und Würde . zur Neugestaltung ihres Daseins in einem Lande z»l verhelfen, in,das hineinzugelangen sie einen Rechtsanspruch besitzen: und wie ist zu erreichen, solchen Inden, denen die Mitwirkung an dem kulturellen Werden ihrer Umwelt nicht mehr zulässig erscheint oder untersagt N'ird. den Raum für die Gestaltung ihrer eigenen Kultur zu geben. Diesem Teil Problem wird in erster Linie von den so Betroffenen, weniger aber von solchen Inden bejaht, denen ihre Geburtsländer - eciste Heimat bieten und,zu denen->ie deshalb im ungetrübten Empfinden gleichberechtigter Bürger gegenüber einein ihr Recht garantierenden Staate stehen.Und auch nicht von solchen Inden, die die Weite ihres kulturellen lind geistigen Daseins ininitten der großen Welt der Kultur und des Geistes schon um dcsientwillen nicht anfzugebeu bereit sind. weil sie sich in ihr als Gebende und Empfangende fühlen. Betrachtet man die Situationsverteilung der Jllden in der Welt, so ergibt sich — in Anbetracht der geringen Aufnahmefähigkeit Palästinas. erfreulicherweise —, daß die Zahl der Betroffenen unter den Inden die bei weitem kleinere ist. Jeder wird von Achtung vor den Pionieren erfüllt sein, die inmitten der politischen und wirtschaftlichen Fragwürdigkeiten eines jüdisch-nationalen Palästina den Versuch einer neuen Kultllrschöpfung unternehmen, deren Bestand von der Beständigkeit der Grundlinien des British Empire abhängt. Niemand ist, der nicht den heißen Wunsch hätte, daß . diese Beständigkeit ge- .wahrt bleibe und daß aus ihr große und edle Impulse in die Jndenheiten aller Länder und in ' die Kultur der ganzen Menschheit einströmen. Aber diese Hoffnungen * und Wünsche übertönen in sehr vielen Juden nicht das Gefühl, daß es einen jüdischen Kulturbesih gibt, der von den jüdisch-politischen Gegebenheiten in hohem Maße unabhängig ist, weil er sich durch alle Veränderungen Europas, und des Abendlandes hin in seinem Grundbestand ungeschmälert erhalten hat. Und in ihm fühlen sich, diese Juden auch deshalb beheimatet, weil darin auch solche jüdischen kulturellen'Kräfte enthalten sind, die unabhängig von dem Verlust der Voraus* setzungen, denen sie einmal ihren Ursprung verdankt haben, wertvoll bleiben. Und diese Wertbeständigkeit mag daran liegen, daß einst die Geburt unseres Volkes aus dem G^ist^er Ntzeligion erfolgt ist, und daß die WsrW-rdnung des Glaubens ewige Maßstäbe schafft. Es ist gewiß weder Feigheit, noch Bequemlichkeit, die die Ueberzahl der Juden in der'Welt davon abhält, sich mit einem Zwischenzustand zu identifizieren, von dem sie wünschen, daß er für die, die. ihn bejahen, zur endgültigen Lebensform werde, dessen Voraussetzungen sie aber um des von ihnen anders, ursprünglicher und ewiger erkannten Wesens des Judentums nicht anerkennen. Diese innere Spannung in der Bewertung unserer Wesensgrnndlagen ist so alt wie unsere Geschichte. Vielleicht ist unsere Geschichte nur deshalb ewig, weil diese Spannungcn in ihr eine Erschlaffung, ein träges Sichgewöhnen verhindert haben, die zum Untergang hätten führen müssen. So werten wir auch den neuen Zwischenzustand mit all seinen Ungewißheiten'und Unsicherheiten als Etappe jüdischer Geschichte in seiner Bedeutung über die Grenzen Palästinas hinaus. Da* Administrative Committee der Jewish Agency tagte Das Administrative Committee der Jewish Agency Imt am 2. September seine politischen Beratungen Init einem umfassenden Bericht des Präsidenten der Jewish Agency, Tr. EHaim W e i z m a n.n . über die letzten Entwicklungen in der politischen Lage in Palästina begonnen. Im Mittelpunkt der Darlegungen Weizmanns standen die Mitteilungen über seine Unterredung.mit dem, Kolomenminister O r m s'b h - G o r e. Die 'Ansfühnngen des Präsidenten der Jewish Agency machten einen tiefen Eindruck auf die Tagungsteilnehmer. - An der Sitzung nahmen vierzig zionistische und nichtziönistische Mitglieder.ches Administrative Committee teil;'sie wurde Von Professor Herbert Speyer (Brüssel) geleitet. Die dem polnischen Außenministerium nahestellende „Polska Jnsormacja Polityczna" bespricht. wie die „Deutsci)e Wochenschau" mitteilt, im Zusammenhang mit dem'Weltkongreß der Jrwen in Genf die Frage der jüdischen Auswanderung aus Polen und schreibt u. a. folgendes: Tcks jüdische-Problem in Polen wie auch in anderen Läude-rn ist verkiiüpst .mit der sozialberuflichen .Struktur der jüdischen Bevölkerung,. Es ist somit zum großen Teil eine wirtschaftliche Frage. Polen ist' ein relativ, übervölkertes Land. Neben der Aebervölkerung des Dorfes besteht das Problem der fehlerhaften Struktur, des Handwerks und des Handels, sowie der. Uehxrschuß an finanziell ungesunden kleinen Werkstatten. Dom H a n bet und der Der mit t t u n g alier leben in Polen 40 Prozent Juden. Sehr groß ist sicherlich auch der Prozentsatz der Juden in den freien Berufen. Zählt man noch den ziemlich hohen Prozentsatz der beruflich Passiven unter den Juden hinzu, so ist es klar/daß von der seit Jahren andauernden Krise, die naturgemäß in erster Linie die sozialen Schichten erfaßte, die nicht aus gesunder ökonomischer Basis standen, ganz besonders die jüdische Bevölkerung betroffen worden . ist,, unter der sich nach jüdischen Angaben e ine M i l l i o n Me n s che n m i t ungesunder E xi st nzba si's best n de n. — Als Land, das kein Kapital besitzt, muß Polen wenigstens eine teilweise Lösung seiner Völkerprobleme auf dem LLege der Steigerung der Auswanderung suchen. Dieser Grundsatz bezieht sich auch auf die Juden, und die Juden in Polen erkennen dies auch. Jüdische Verfasser von diesbezüglichen Artikeln berechnen, daß. um die jüdische Frage in Polen zu lösen, jährlich 100 000 Juden aus Polen auswandern müßten. Die Steigerung der' jüdischen Auswanderung aus Polen hängt jedoch nicht allein vynv Willen der Auswanderer ab, sondern in erster Linie von dem guten Willen der Lander, die genügend Raum haben, inn Auswanderer aufzunehmen, sei es als Ansiedler, als Handwerker oder Kanfleute. Die Hoffnungen der Inden sind, natürlich vor allem auf Palästina gerichtet. Ganz abgesehen von der politischen Lage, die gegenwärtig in Palästina herrscht, erscheint die Steigerung der jüdischen Auswanderung nach-diesem Lande zu einem llmfange, wie ihn wirtschaftliche Rücksichten erforderl ich machen würden, wenig wahrscheinlich. Die jüdische Auswanderung muß daher nach netten, wenig bevölkerten Gebieten gelenkt werden, die es zweifellos in den überseeischen Ländern gibt. In dieser Richtung müßten sich die Bemühungen der jüdischen Organisationen bewegen, die die politischen und wirtschaftlichen.Interessen der Juden in den Ländern vertreten, in denen noch freie- Ansitzd lungsgebiete vorhanden sind. Der jüdischen Einwanderung sollten vor allem, diejenigen Länder Tür und T»r^öffnen, denen an der Lösung der jüdischen Frage gelegen ist. _ * Dankenswerterweise veröffentlichen die „Blätter des Iiddis che n wissenschaftlichen Instituts" zu Wilna („Jiwo- Blätter") in ihrer Jamiar-März-Nummer eine Untersuchung, in der an Hand von acht Tabellen Jakob L e st sch i n s k p (Warschau) die Bewegung der jüdischen Bevölkerung in Polen für das Jahr, zehnt 1021—-1031 behandelt, das heißt zwischen den beiden letzten Volkszählungen Polens, und dabei Streiflichter auf ihre-wirtschaftliche Lage wirft. Vornehmlich bezieht er sich auf die Zahlen von sieben Woiwodschaften. In ganz Polen betrug die Zahl der Juden 1921 bei. 27 176 717'Gesamtbevölkerung 2 845 364, d. h. 10,5 Prozent: 1931 bei 32 133 500 Gcsamtbevölkerung 3 100 000, d. h. 9,6 Prozent:' (1935 bei 33 800 000 Gesamtbevölkerung 3.150 000, d. h. 9,3 Prozents. 1921 machte der Anteil der Inden in den er» wähnten 7 Bezirken, in denen 46 Prozent aller Juden Polens wohnen. 12,5 Prozent, 1931 nur 11,5 Prozent aus. In den Dörfern und in . Gemeinden mit weniger als 2000 Einwohnern wohnten 1921 29.3 Prozent. 1931 nur 26,7 Prozent aller Juden. Ihre absolute Zahl fiel um 8,8 Prozent. Die Abwanderung in die Stadt wog-dennatürlichen Zuwachs ans und darüber hinaus 8000 Seelen. Besonders groß war der Abfluß in den galizischen Woiwodschaften. nicht bedingt durch ökonomische, sondern durch politische, für die Juden unleidliche Verhältnisse. In der Wilnacr und Polesier Woiwodschaft hingegen wuchs, sogar die dörf- Iid}C und kleinstädtische jüdische Bevölkerung, aber nicht etwa infolge günstigerer wirtschaftlicher Lage ■ -- es herrscht dort allgemein bitterste Armut —, sondern weil keine Abwanderung stattfand, einfach ans dem Grunde, „>veil nichts da war, lvölsin man laufen konnte". Warf chau und Lodz, die zwei größten Städte Polens, spiegeln zwei, wichtige Erscheinungen wider: am schwerstenist -die jüdische Position da, wo sie den organisierten Regierungsapparat gegen sich hat; besser ist die.Lage-ür_den. Zweigen der Wirtschaft, in der private undindividucllc Initiative die Hauhtrolle spielt. Für die Hauptstadt Warschau sprechen folgende Zahlen: ... 1781: 3 532 jüdische Seelen, d. h. 4,5 Prozent 1810- 14 061 jüdische Seelen, d. h. 18.1 Prozent ]8^>.- 127 917 jüdische Seelen, d, h. 33.4 Prozent - 1897: 219 128 jüdische Seelen, d. h. 32 Prozent 1914: 337 074 jüdische Seelen, d. h. 38-1 Prozent : 1917: 343263 jüdische Seelen, d. h. 41 Prozent 1921: 310 322 jüdische Seelen, d.'h: 33.1 Prozent - 1931: 352 659' jüdische Seelen, d. h. 30,1 Prozent .. 1934: 354 00>)-jüdische Seelen. d..h. 29.5 Prozent-.. . .. der Bevölkerung.- Außer in der kurzen Unterbrechung von 1882 - bis-1897 stieg also der jüdische Anteil absolut und relativ bis zum Kriegsende. Der Rückgang 1882 bis 1897 erklärt sich aus dem Zustrom polnischer .. Arbeiter infolge, der hastigen Entwicklung der Großindustrie. Der mit Kriegsbeginn einsetzende Abfluß eines Teiles der Juden wurde durch den Zustrom der jüdischen Flüchtlinge bei weitem ans- . gewogen. In dem Zeitraum 1931—1981 nahm zwar die Zahl der Juden zu. aber prozentual ab. , Von da an ist der Rückgang stetig.' Im Zeitabschnitt 1931—1934 waren % bis % aller von Wacschcm Auswandernden Juden; 1934 betrug ihre Zahl 2994. Für Lodz gestaltet sich das Bild folgendermaßen: -1793: 11 Juden, d. s. 5,7 % der Bevölkerung 1864: 8 463 Inden, d. j. 21 der Bevölkerung 1910: 166 628 Inden, d. s. 40.7 % der Bevölkerung 1921: 156 155 Juden, d. s. 34.5 % der Bevölkerung 1931: 224 144 Juden, d. s. 37 % der Bevölkerung Die letzte Zunahme nach der vorangegangenen Abnahme war eine Folge des intensiven Zustroms jüdischer Industriearbeiter. ■ In den Städten Ostgaliziens und insbesondere in den drei größten: Lemberg. StaniSlau. Przemysl betrug der. Anteil der drei Nationalitäten: Städte überhaupt Größte Städte Anteil 1921 1931 1921 1931 Zuwachs Juden 38,4 % 33,9 % 37.2 % 33,5 % 18 % Polen 39,2 % 41,8% 47,7 % 48,4 % 51 % Ukrainer 21,6 % 23,3 % 13,5 % 16.3 % 29.2 % In seinen allgemeinen Schlußfolgerungen führt der Verfasser aus: Im ganzen 19. Jahrhundert hat daS Wachstum der jüdischen Bevölkerung in den Städten Polens prozentualiter diejenige der nichtjüdischen Bevölkerung übertroffen. Mit dem Aufkommen der Großindustrie und, im Zusammenhang damit, mit dem Zustrom großer Arbeitermassen ist die Ueberflügelung verlangsamt, zum Teil ganz abgestellt worden. Bei organischer und freier Entwicklung konnte die jüdische ■: Masse ihre ökonomische und auch ihre nationalkulturelle Position halten, wenn auch in etwa? ge- . schwächtem Maßstabe. Die Situation mußte sich, mit dem Moment ändern. al8 die Konkurrenzbcdingungen aufhörten, für alle gleich zu fein im Kampfe um Markt und Arbeitsplatz. DaS vollzog . sich mit dem Beginne des Krieges. ES entstand eine ganz neue Situation. Der Staat würde de größte Unternehmer und Arbeitgeber und B Herrscher des Kreditapparats. Durch Monopr und. Konzerne mit staatlicher Mehrheit wirkt diese Tatsache direkt auf das ökonomische Leben. Durch Export- und Import-Lizenzen, Devisenverteilungen, Handwerkergilden und Handelsregle-. mentierung wirkt sie indirekt auf Äe Seiten des wirtschaftlichen Lebens. , Die jetzige ökonomische Macht in den Händen der NachkriegSregierung ist den befreiten Völkern sehr zu Nutzen gekommen bei der Durchführung der Nationalisierung der Städte, welche in einigen Staaten fast ganz in den Händen nationaler Minderheiten gewesen waren (Kowno, Riga u. a.). Durch Monopolisierung der Bcamtenstellen für die nationale Mehrheit, durch Bergrößerung des . Anteils der Mehrheit an den freien Berufen, am Handel, am Handwerk wird die Nationalisierung aus organisierte Methode und zwar, in einem Tempo durchgeführt, die der nationalen Minder», heit nicht die Möglichkeit läßt, sich anzupassen. Die weitere Entwicklung bei den gegebenen Be» dingnngen muß noch tiefergreifende, für die Juden ungünstige Resultate zeitigen. M.A. D o b ry . durch dessen Vermittlung der ukrainisch, deutsche Wirtschaftsvertrag von 1918 znstandckam. ist in Paris im Alter von 68 Jahren gestorben. Tie mit dem Abschluß des Vertrages unzufriedene ukrainische Regierung ließ seinerzeit Abraham Tobry entführen. Tie Folge war ein nufsehenerregender Prozeß, in dem der damalige ukraini^, sche Ministerpräsident Goliibowitsch des Menschenraubes schuldig befunden wurde. Ilaiililscln-iMcitor: 1>r. .Alfred H i r s c li b er c; ■ ■Sföllvertreter und verantwortlich für dio Aufnahme von’ Bildern: vr Margarete Kdelhcim. Verantwortlich für Sport.: Dr. Ernst 0. Löwenthal, sämtlich in Berlin. Kür Riicksendunc:' unverlangter Einsendungen, ist .Freiumschlag boizufugen. Leiter der Au- . zeigen-Abteilung und verantwortlich für den Inhalt der, Anzeigen: Friedrich Näthan; Berlin. DA II. Vj. 40000. Pi. 5. Verlag: Jüdischer Centtal-Verein e V.; - Börlin W 15, Emser Str. 42. Druck der Buch- und Tiefdruck Gesellschaft mbH, Berlin SW 19. DAS SPEZIALHAUS für Stoffe Wäsche Kleidung Teppiche Gardinen Möbel Ausrüstung für Palästina und Übersee SdurlfUidte Anfragen an die Übersee-Abteilung / Telefonisdie Verabredungen unter £2 0011 BERLIN C 7 SPANDAUER KON IGSTR. 1*3 S® MI

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