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Central-Verein-Zeitung · 1936-08-27 · 35 (27.8.1936) · page 4

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936)
Issue
35 (27.8.1936)
Date
1936-08-27
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Der Fachmann für Gabardine-Mäntel BERNHARD BOHRMANN Herrenkleiderföbrik » Aschaffenburg. mc»u»ri'd>e .Q '.HuümLtrti y i»eht nd) m [uwot «adv de:: tuirtfdKifi'* -v:c ftnc und iK-.af«?-; 2»rt ifw.r landskavtta! irf.ifi .tronszwerae > .df:v.-;v.: dmutieiPc <?iversorauirg n.:i v Industrie. Gc.viv.ve 6 h i l e : 2?c,kcrer in der Terkstweilerun^ der Znt:: tiicvi-eukiuuv •:« der Schwerin! Industrie.V kere,Au»Sebnr::-.l» der Iu-d::-:-. meinen Ländern ri. dertrekene n Evi:? ^: ions: ne:. Kanada: vvrrindifnd^v. Berd rau wsa u re r - v. sti:. v ständig »u. Ä u >l rat i i cd e r B :: :i irzeugung erhöh:. Gerade die Euttvick.::: -g zeigt U'ptU um c:::'.ge. I.'.«r und Inkenüiar. ::aä3 denen - bewegt, '’tv.-ir.r;Be. dem »nitnu'äoi, d. und Etsenrndu'rrre d.?-> cbev japanischer» Ge-.::::!rrodukru »ür den 29el:me.rkl tut den leien-1.;'n knavv i-.-ri-:: 1927 bis V.--Ü iwi n.v. die liniens mehr al-> vordve:-; verfünfundz:r^»nn av.riti. v> gegen ist die Einsiidr ros, linier» faft au» den zehnte« Ten. ne. mehr als zwei Tri::el znrnckee fan auf den ‘’.'ul.gesiiiste:: y Tie &t«ii:hr r. k:rde a‘.v r.:.r: erden falkung der ::aeo.rel.:ger:e« Induur! ften Jahren «eameü wird veavv selbst. kr »-: dabei zu berv.cksi.r -Eisen» und Si.idlvredvltie:: zur - Ma'edinen und d:-e E:ettr:z:tut - . ze r'tntrred tn adfv. H;rr.•:e-iciate« to, - febc »ämeLl werter w.rB e Mai?t'ii t'cV*.: r'y 'Wo;' * ü ä: sich » n die ' e -. d >.: •> r : o ländern :: a'.-1 e?: ' >.: non E r : si o ünd d:e ö: <rtartü::ou- : ' de-.ne zumeist die Funktion d e 5 3? e r« : v ft’jfcjimflnnj. im Zusammenwirken dem Kavrralgeder oft. vor entscheidender Bedr-.-.7'.:ng geworden.. Tie Ma'chine bedient der angelernte Arbeirer Wichtig für die Lebensfähigkeu und den 2lusban ein5-7 Betriebe-? und aber die la u»m Ln n i i ch e n Ga Den; ttaifulatyi. Bi.av.zieriuig. vor allem Betrieb-?- und Verlriebsrr.urni'anrn. .idduiig sind Bedurimüe nicht.e:«- mai niebr zu wecken, trin Teil deso'ienen Be- .. d>-l.rw-7 wird ieirber iw Ausland .gedeckt. ' ,?«!m nu» dir eigene Fabrikation nn Lande ielbsr.uinu!; - leiten, entscheidet dann ziiinerst die Tüchtigkeit :m .- Beririeb. Kenntnis deri Tnrache -und.Ginge,voll- - iiung in die rixuen-Lebens- und .Wirticha-itsdedin-. aungen und zwar - ie I bü ne-r üän d I > du Borans'eüun. een. üo allein bedeuten die llnnchtchtunI. ' y VIII : - riu.m man »ich die Tendenzen der 'Ble.runrl- ’avi mit all ihren GeiepmäBigkeiten vor Augen. X-inn kommt man nach obickn'v lvinenichaitlicher llniersuchung zu diesen rToIgerungein Tie ^n- .dunriew'.rt'diaft in den Ileberseestaatcn be'indet »ich in »aü allen Zweigen an der schwelle großer A u -r d e b n u n g. Sie enthebt a u.» der breiten B a ' i 5 de? N o b n o i f -> u n d einer s ü r d i c A r bei t und -U o n - s u w. b e d e u l u n g » voll e n Bl a s i e n b e - o o l k e.r u n g in relativ d ri n n b e » i e d e l y i e n Gebieten. Tw Blaichimüernnq - und To.chni'iernng de? Brodnfnoiu-vrozenes baden da? .>ndii'rrievrob!em weugevend entkomvnziert. Industrielle Beräligmig er'ordert beute mein mehr re'ilow llmschichiung. sondern Kultivierung kau»-' r. Mnr.rd'KCr Z-abigke:ten. ' Bach verbalkuie-masiig kurzer-.Amern zeit, nur -.-in ,Maschinen bedienen und selb'! wiederum andere d,rzu anlenen zu können, kann z. B. ein 'ci-einbaudler die sx-adrikatiou von Eiulegeioblen s. ir einen weiten Berbrauchermarkt auinebmen. M.iterialleuninisso sich auzueigneu. gegort obnebin zu den G>iben eine? tüchtigen Kaii»maune?. . Gben-'o iü es denkl>rr. dast ein Vertreter, vbue laoremug in den bandwerklichen Fertigkeiten der Bbotogravbie ausgedildet zu sein. d:e kau»-- ni.inni'che Auswertung der neu er»iinde>ien iudiiuriellen Bla'eub11dbei''telli111g er-olgreich über- ^uslands-^aehriehten?Zn solcher 5e:t Gin i.ibrizierter Artikel gewinnt erst dann seinen Wert, wenn er verkans?iäliig ist und vor - allem »emo Kundsciiast findet. Zu der Grschliesiung von Abiakmärkten tür neue und bekannte Produkte haben die Juden in T-onn'chland in mehr als iech-5 Zahrzehnten des Au-'baues der Zndustriewirischatt ihre organisaror-.-chen Gaben faft in allen Wirtschaftszweigen vü genug herviesen. Auch wenn viele von ihnen 'e'.bst nidn. direkt in der Zndustrie wirkten, kamen ne doch mit der Produktion in engere Berührung. T.is sä>i'it zusaiiimen mit ihren kattsmännischen Talenten die Vorbedingungen für Erinenzg r ü « d n n g eit j n 11 ehe r see. Tie Problem» s'ellung für die Auswanderung heisrt dann so: i ch r d i-e U rn » ch i ch t u n g i st d a s A l l - b eiIrni ttei für d ie k i nor d n ung in d i e ü b e r f e e i s ch e W i r t f ch a »t. f on d e r n »in wvbldurchdachtes Verhältnis z w i f ch em P r-o d u k t i v n s b e r u f e n (Land. Wirtschaft, Bergbau und Handrverk) und den künftig immer größere A°u s » sichren bietenden B e r u f-? g r u p pen Z n d u »t r i e u n d H a n d e l. Tikse? Verhältnis iü dem derzeitigen Stadium dieser unentwiekolten 'Volkswirtschrnen angemessen und würde gleich, zeitigden groften Anstrengungen der siberseeischen Lander selbst Rechnung tragen, diele Etappe so ra»ch wie möglich zugunsten einer modernen Volkswirtscht»st zu überwinden. Eine solche-Zusammenseyung der Eiuwandern» den nimmt zugleich auf die Eiiuvanderungsgeseke Nücksichr. die sich zurzeit — der immanenten Wirt« scha'isrendenz der dotres'enden Lcinder zuwider — ae.reu andere Beru'e als Landwirtschaft und Handwerk noch mehr oder weniger ad'gverren. Tie tür snd-.sdve Auswanderungspolrlik zubändigen Stellen sollten vtr'ucheif. sich von dem - n n r südi'chen Blickpunkt bei der Betrachtung - wirtüch-istlicher Gegel^enbeiten srciznmachen. um io ein unverzerrtes Bild,,der tayichlicheu ioirtschastlichen- Situation zu gewinnen. ' Frankreich Tie rvnalisniche Zeitung ...-Xelinn?e5ne.aiVo“ v‘t »ur Zrauzonsch-Marotto verboten worden, weih be'urchtet wurde, daß die'Verbreitung de? aggressiv indenteindlichen Blattes im Hinblick auf die durch die Ereigniüe in Spauisch-Marokko erzeugten Svaniningen zu . antijüdischeu. lind antisranzv- - . ii»cheir'Äsi^chreitun-genlführen' könnte.. Griechenland » Tw iudeitsreundliche EiuiteUung dey gogen-- wart,gen griediisel^u Regierung ist aiits neue durd, Erklärungen bekräftigt ivordeu. die zwei ihrer Mttgsioderi - -der- Unterstaatssekretar beim . Blini'terralsvrandenten Pa Pacht las. und der Ernahningsnuutsker. Bcal)acos, der jüdiscl)en Presse ül'ergeben haben. " Tie neue Regierfing. erklärte Minister MaHa« cos. mackio keinerlei Unterschied zwischen den Bür« gern. Tie Juden könnten das größte Zutrauen zu der nationalen Regrerimg Haben. Rumänien Tie nationale Bauernpartei RiMtäiiieiis ZAationalzaranisleiil. die sjchu» der lepten Zeit energisch für den Schuß der konstitutionellen und -demokratischen Freiheiten eiugeseßt und gegen die iudenseindlicheu Strömungeü Stettung genommen har. -führt eine Kampagne .zur Aii'klärimg der össeutlichen Bleinuug mit dem Ziele durch, die Macht im Staate wiederzuerringen. Tie Kam- »vigne ivnrde mit einer Rede de-? Geiteralsekretärs der Partei, de-s früheren Finanzministers Virgil Madgearu. eröünet. Tieie Rede hat starkes Au»seheit'erregt. einerseits -wegen der schonungslosen Kritik, die Madgearu an der Negierung und ihrer nachsichtigen Haltung gegeiiühcr den auf einen llmsturz hindrängenden Nechtsparteicn übt. andererseits aber auch, iveil aus gewissen Andeutungen zu eutnehmen ist, daß selbst die national« zaränj'tjsche Partei von antisemitischen Tendenzen, insbesondere aus wirtschättlichenr Gebiet, nicht völlig frei iü. Aut der Strecke Larapciü—Adancata wurden mehrere jüdische Neiseude von Anhängern der Euza.Goga-Partei Überfällen und schwer mißhandelt. Tas gleiche Los ereilte eine Reihe anderer Personell, die nici>t in der Lage waren, nachzriweisen, daß sie keine Juden sind. Tschechoslowakei : . In, Bad ^S t u b e n fand am Samstag lind Sonntag unter .zahlreicher Beteiligung bon Delegierten aus allen Teilen des Landes ein Kongreß des Zentralkomitees der Jüdischen Partei in' der Tschechoslowakei statt. Nach Reteraten des Abgeordneten Tr. A. Goldstein und des Vizepräjf«. deuten der Partei. Tr. M. Weiner, über de« jüdisci)en Weltkongreß, beschloß der Kongreß einmütig, sich den vom Weltkongreß-.angenommenen Resoiutionen unterzuordnen und sich dom Protest gegen den ungenügenden Schutz der Juden in , Palästina anzuschließcn. Zypern „ Die Regierung in Zypern hat ein Gesetz über die Zulassung von Aerzten erlassen, das einen ' Numerus clausus in der LPeise vorsieht, daß der Gouverneur jeweils am Ende eines Jahres die Zahl der in den einzelnen Vierteljahren des folgenden Jahres ziizulassenden Kandidaten festsetzt: wenn die'Zülassungsgemche diese Höchstzisser übersteigen. kann der Medical Council die Kandidaten -yiner -Prüiung unterziehen und unter ihnen eine Äuslest treffen. Damit ist die Regelung der Zulassung von Aerzten in Znpern analog der in Palamna er»olgt. Das neue Aerztegesetz hat di? gleiche Tendenz wie das kürzlich in Kraft getretene Eimvanderungsgefeß, durch das nur in beschränktem Umtange eine Einwanderung nach Zypern erfolgen kann'. N'irtschaft unter den Juden veranstaltete zu Ehren des Leitungsmitglieds der New-Porker Almalgamatcd Bank Adolf Held, der soeben von einer Studienreise durch Birobidsckian und die jüdischen Kolonien in Siidrußland zurückgekehrt »sh einen Empfang-.. Adolf Held sprach über, seine Beobachtungen und stellte fest, daß an die Stelle der früheren eiwas künstlichen Kolonisationsarbeit siir . Birobidschan. in dem damals dcklassierte/ und schisfbrüchige. Elemente eiugewandertoscien. »um« mehr ein gestmder Zi>z»ig von Siedlern aussen . Kleinstädten im europäischen Rußland getreten sei. - Tie Regierung mache ernste- Anstrengungen, die ' fernöstlichen Gebiete durch Erhöhung der Zahl der jüdischen Siedler lind Hebung des Lebensstandards in Birobidschan zu bevölkern. Wem» das Aufbauwerk in Birobidschan auch Förderung verdiene, so sei es doch wesentlich, keine Hoffnungen z»i? erwecken, die sich nicht verwirklichen lassen. Für die nächste Ankiinft müsse sich die Arbeit darauf beschränken, drei- bis viertausend Juden in Birobidschan, anzusiedeln. Vom Gaststätten-Gewerbe Zwischen dem Reidis'remdeuvei-febrsverlvud und der W:rl»dxi»isgriipve <öv»ti»'tation- und Be- 'verbergungs.iewerbe in laut Tagespreise eine Perkrn-bariiiig über die Anstellung von UinerlunNs. . verzc'.chiN'st:»-. ab.zeschloüen .worden. Tie Fadigruvve Benerbergungsgewerbe imrd jedem Beberbergungsvetrieb Fragebogen uberseudeu. Es ist d-.e'Ausstellung eines 'Ne:chsuiirerku-u'lsverzeich. nines »oivie eine'llniergliederung in GebielsunterliN'.ststvrzeichms'e vorgeielven. Tabei werden ge- '.oero.idv Betriebe uaoa den Gruppen: Hotels.. Ho; ize und -Ga'sthö'e. Fremdenherme. j ü d i s di e Hau» er erstistt. In die l!nterfrin»rsverzeidmisse der Srte in denen die Znnmerzahl des Beherberguugsgewerl»es zu gering für den normalen Beiu.lx-rzuistrow. ist. können auch - die Privakzimmer- Vermieter als besondere Grnpr'e in ein gemein« 'av.'-tl-.dvs llnterkunnsverzermnis ausgenommen ux'rden. Ta-5 Verzeichnis wird u. a. die Nlinde'i- - und HochstvreiH siir Betten. Frühstück. Vollpension Birobidschan Tie ..B erki n e r B ö r s e n - Z e 11 it tt g" nreldeti Tas—Organ - der polnischen -Militärlreise ..Pollka Zhrojna' beschäftigt sich in einem im:- »a»'ende»i Artikel mit der Judenfrage in der Sowjetniiiot» und den llrsachen, die zur Grüiidung des jüdischen, autonome'., Gebietes Birobidschan ge'ührt habeni' .'.Virobidsckiiin ist so gelegen, daß die Javaner, wenn sie sibirisches Gebiet betreten - füllte«, es nicht umgehen könnten. Und in einen, solchen Fall soll noch Berechnungen der Sowjetregiernng au» der ganzen Welt ein lauter Protest gegen den ..llebersall auf den jüdischen Natioualfiaat" folgen, und die jüdischen Mittelpunkte in allen Staaten sollen dann mit Hilfe ihrer durchaus nidst geringen. Einslüsse die öffentliche Meinung der ganzen Welt gegen Japan mobil- Madien. Eine Gegenaktion iM Rücken der nicht- - bol'diewiftisichen Staaten und die Verteidigung Sibiriens mit Ansspitslen der Birobidschanfrage ist die'außenpolitische und militärisck)e Seite der sehr verzivickten jüdischen Frage iu"der Sowjetuuion und der nicht minder komplizierten und vielglei'igeny.hloskauer Politik gegenüber den eigenen und den ausläridischen Juden." - * Tie Zentralverwaltung-der Gesellschaft TRT zur Verbreitung des Handwerks und der Land- Nachrichten aus Polen Tie bevorstehende Neu wähl der Leitung und Repräsentanz der Marsch au e r I >"> d i s ch en Ge m e i n d e wird um», der Warschauer jüdischen Bevölkerung mit außerordentlichem Interesse ertvartet. Bisher sind zu dieser TÜahl nicht weniger als 41 Wahlvorschkäge . — drei bloß fiktive Listen nicht miteingerechnet mit einer Gesamtzahl von etwa 4000 Kandidaten angemeldet worden. Tie allgemeine A u? wa n de r ,»n g auS Polen hat sich im ersten halben Jahr 1986 gegenüber den, entsprechenden Zeitraum des Borjahres von 31402 Personen auf Nti 124 Personen erhöht. Tie Auswanderung nach llebersee ist von IE869 aus 12 299 Persouen ziirückgegangen. Dieser Rückgang entfällt ausschließlich auf Palästina und die Vereinigten Staaten. Die Auswanderung.nach Palästina ist von 12635 auf 6234 und die Au?» wanderiing nach den Bereinigten Staaten von 759 auf 410 Personen gesunken. Nach den anderen überseeischen Ländern ist dagegen eine kleine A»,- ^nahme der Auswanderung sestzustellen. In' bemerkenswerten» Ausmaß. und zwar genau in dem Verhältnis, wie sich die Auswanderung verkleinert hat. hat sich die Rückwanderung nach Polen erhöht. Wie der.Pölkische Beobachter" meldet, machte im Rahmen einer Studienreise durch Polen die Reichsgriippe Junge Rechtswahrer in» Nationalso.zialistiichen Rechtswahrer-Bmid einen Gegenbesuch bei der Organisation der polnischen Iu n g j u.r.i st e n. Ter Zweck dieses Besuches war. die seit Jahresfrist bestehende.Fühlungnahme der jungen Rechtswahrer beider Länder zu vertiefen und Richtlinien für die weitere Zusammenarbeit festznlegen. Bei der Zusammenarbeit' spiele, wie in dem Bericht de8 „Völkischen Beob- . achters" ausaeführt wird, neben, der. Stellung Polens als östlichsten Exponenten der westlichen Kultur auch die Iudenfrage eine Rolle. Die Jugend Polens stehe diesem Problem mit wachen Sinnen gegenüber und versuche, sie zu ihrem . Teil zu losen. Bezeichnend sei die Tatsache, daß der polnische Junqjuristenverband keine Juden als Mitglieder aufnimmt. Maßgebend für die Aufnahme sei nicht die Frage des Religionsbekenntnisses, sondern die Geburtsurkunde. Das Gericht in Baranowicl verurteilte 20 jüdische Bürger, darunter 17 Mitglieder de8 Hachscharn-Kibbuz „Schachria". wegen Niederlegung der Arbeit am Tage des Protestes gegen die Pogrome in Przhthk zu längeren,Gefängnisstrafen. Einer erhielt ein Jahr, einer acht Monate, einer sechs Monate, sechs erhielten je vier Monate und elf ie drei Monate Gefängnis. Tie Reihe von Ermordungen ganzer jüdischer Familien, die isoliert in oft. . g a l i z i s ch e n Dörfern lebe»», ist um weitere Fälle erweitert worden. Inden» Dorf Raczince. Kreis Zalesezpli. drangen Banditen nachts in da8 Haus des südischen Krämers Leib Kami! ein und töteteü ihn, feine Frau und seine beiden Kinder auf bestialische Weise. . Im Torte Tulsl, Ostgalizien, wurde das jüdische Ehepaar Jona und Ehauna Diamaud von HuliganS buchstäblich abgeschlachtet und dann mit Petroleum übergosien und verbrannt. Man vermiltet. daß judenfeindliche ukrainische Terroristen die Täter waren. In Bialvbreeg.haben Huligans in Dutzenden . jüdischer Wohnungen die Fenster einqeschlagen -und, Passanten mißhandelt. David Zucker, wurde schwer verletzt.. Der Deutsche Gemeindetag weist darauf hin, daß vielfach in porhandenen Darstellungen der GeschiMte -deutscher Städte wichtige -Fragen, u. a.. auch die Stellung der Inden, nicht.beachtet worden seien. Es lei notwendig, daß die Geschichte aller deutschen Städte von neuem erforscht werde. Es soll ein Deutsches .Städtebuch heransgegeben werden, das die Geschichte aller Gemeinden umfaßt, die vor dem 1. Januar 1936 Stadtrecht, städtische Verfassung oder die amtliche Bezeichnung als Stadt erhalten haben. ^>mmer-^7diliiß-^erkaul *} Lso.dcshu'ter Lcioco- «od Gcbildwcbcre4 F. V. GR.ONFELD Lei1p?i£cr Straß* ro-rr K.orfürttcodamm xij!^S.

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