Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 33 (13.8.1936)
- Date
- 1936-08-13
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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•ms orobllchen Cnnfirrn »nk> Hut and) im Weneu Götze. gelang es. den Kaiser zu einer gemäßigte» Das Wenige, waS um die Juden unter der Re» rauhereAtihcmgigteitcn und Gewohnheiten als die reu Haltung zu bewegen (Holtzmann übergeht bei grerung Lttos des Großen, an denen tausend» Sklaverei beobachtet/ . Auch vnber die Bcivohnec Schilderung dieses Ereiguiüe? — S. 1*28 ff. — iqhriger Thronbesteigung, jetzt erinnert wird, gemacht er seineBeobndüniigeu: ... . . Eji-e bemer- Rmneu und Verdienst de? jüdischen Kanzlers). ichah, ist rasch au-? der „Germania. Iudaica", aus lenswerte EriÄeinung -ist. daß die - Brrvvhiier tun/ südliche GesclMstc in der bunten, unruhigen- Graetz und Tnbnoiv, auch au? Glbogen. heran?» Böhme» von dunller Haustarbe sind und ichw.m-.ch'i ü-ollerivelt des Mittelalter? darf nicht in der znleien: man ivird es ebenso ra'ch wieder ver- Häare haben: Rothaarigseir ist. unter iluuui selten." übliche» Schivarz-Weiß-Manier betrachtet und ge-' geüen. Aber weder die Schnittslache zwischen der Ibii-Inlubs Beeid,! bietet eritaunlich .viel: ellino» stl, rieben werden. Tie dürre Annalistik .zum Re- .-indischen und nichlnidiichen Welt noch die silbische logi'chc Auückilnüe icber die alten Runen, die er tckiarf von., den. anderen. Slaueii'Iaminlui muericheidet: au der Saale lui Halle! hat er eine in . iistiichem Bei,;!;[vi:iuMid)c; Salstiederei gesehen. -i>v. kennt mich die- Ehiunren.- olnie ihr Belenntiiis zum .IndentUm'i-W.. crwälgieii. . ' s ■ V' E?' ift rrüiiiinlid'. '.nie derja merhältuismäßsg I!hat innr '<! chilireiu entdeckte und erst etiva zehn, Fohrc iputcr ivirllid) allgemein' zuganglidie Seit die'cs Sainera'.iuchs ans stiduclic-r Jeder er'l neuridings in seiner ganzen Bedenlniig non den Hör» schcrn der verschiedenste» Gel'ielc ersannt. lind an-:-' gemünzt ivird. 'Rur einige neuere Arbeiten kannten wir hier erwähne,,. Jur die. histvriid>e Stellung der Teutjdien in Polen ist der' Iön-Ialnösche Reisebericht durch Braclinaun und Vogel. für bic weltgeschichtliche Piisitiöii der Tenl'chen in Böhmen und Biähren bar allem durch den heruhmteu österreichischen Historiker Alton? Tvpsch fin seinem umfassenden Bank ..'Versaiiniig.:-- und Wirtschatt?- geschichtc des 'Mittelalters". Wien" lllW. S. Ltü ft.) übcrzengeud verinertet worden... Bon der u'hriiüanisiernng. Böhinen?. seil dem Tod des 'päteren Landesheiligen Wenzel lgeit. hi? .zur Gründung de? Prager Bist,,ins durd, Lttv (um :>7>b. gibt Tvpicl> ei» gutes Bild: er hält es iür verschlt aus der 'RKchterinäliming der Tenljchen bei der Schilderung der bliilienden. Handelsstadt Prag . durch Jbn-Ialub. ans dei. Blaugel au Handelsbeziehungen gerade mit de» weüUchen Rachbani zu schließen. Kaiser Ci!» Iiat fidj jedenialls nun dein viel gereisten jüdischen Manne pecionljch i» ieinrm Hoslager (in Biagdeburg oder Merseburgüber die Westslawen tWenden, Böluiieir. und Bolen>. denen er jo iveienl liehe. sür das spätere* Reich euiicheidende. Gebiete abgernngen liat. beriet,ten laüen. Aber Ibrahnn bißt in seinem :lleiieberid>tnirgends ^diirchblicken. ob er, der. arabisch sprechenJude. Verstäiidni? inid politische? Urteil sür die. Taten und die großartige Machlpolitik de? Sachsenlaiier« - besessen hat. Zwei Welten standen lid, damals bei der laiserlielje» 'Andienz gegenüber, jede die andere achlmigsvvll anhörend. mit die eigene zn erweitern Und zubeseitigen. nicht »in den anderen zu beeinflnssen oder an seiner 11rteil?bild»ng teil- ^zn nehmen. L In die Zeit Cito? de? Großen fällt auch die Blüte de« Kalifat? von Eordova und die Wirksamkeit de? Leibarzte?. Finanzininister? und Kanzler? C h a S d a i i b 11 'S chapr n t (!> 10 bis f>70). Wie e? dem indischen Staatsinan» gelang., einen schweren, zivischon den beiden mädstigen Herrschern de? Islam,-dem Kalisen Abdnrrahman lll., und des ehristlid,en Abendland?. Kaiser Otto I., ansgebrochrnen politisehen Konflikt anszugleichen, bleibt ein vielsagende? geschichtliche? Ereignis: da? arabische Spanien war ebenso wie daS christlickte große Reich Otto? daiiml? zn den maßgebendsten Mitglieder» der damaligen Bölkeraemeinsthasl einporgetvaehsen. Daß der Konflikt zwiscl)kn den beiden in regen, divlomatijdie» 'Berkehr miteinander stelieliden Bläd,ten keine We>idung zum Schlinunen naliin. diese? Verdienst erkennt die Geseliidite lshasdai ibn Schagriit zu: ,n Gemeinschaft mit de», Bischof von d'ordvvn imd den, kaiserlichen Bert roter, de», 'Abt Johanne? von. den zi) bringen, ohne zu konstruieren oder schon., zu redeu, bleibt die. bisher noch „»erreichte jlunst. Das August-Hef T,e Zeitfchriit „Ter. Morgen" gibt ihr .neues 'Helt^nls.eine-.Art. Sonderheft iu-r den ...S gort -- j n d-, s ch g es e h e „" heraus. Sie erweist damit von neuen,; daß sie keineswegs — wie unberechtigterweise gelegentlich geäußert ivird -- einen nur geisleswissem'chaftlid>en (sharaktcr habe und sich deir fragen und ,Forderungen de? Tnges durch eine Ncberhöhnng der aktuellen Probleme in die Sphäre des Rei,,geistigen und damit i» aeiiniiem Sinne. Zeitlosen nnd Isnzeitgemäßel, zn entziehen s»d>e. Zivar behandeln die Bersaiier in den einzelnen Beiträgen z» der Urage des Sports voneinander verschiedene Theinen, immer ivieder aber stoßen sie dabei ans die entscheidende Irage, bei deren Beantivortung sie nid)t unwesentlich in . ihren Meinungen divergieren: welche. Rolle spielt der Sport innerhalb des jüdischen Leben«' In ei nein Vorwort zu den üiitsäßen geben die Herausgeber ihrer eigenen Aniiassling -dahingehend ciiidentigen Ausdruck, daß sic sagen. Sbort innerhalb de? jüdischen Lebens -sei ..ein legitimes Mittel sozialer Grziehniig nnd ein notiveiidiger Kräfteausgleich, dodi nidjt mehr: er forint den jüdischen Bl e n s ch e n . nidit den j.ü d i s ch c n Menschen".. Ja seiner Betrachtung .über„Sport und '.Nationalität" belaßt sich Ha n s ü r i I s o n mit der I-rage. ob es berechtigt-sei, von „jüdisdiein. Sport" zn sprechen, so aste man von ..jüdischer Tichtnng" oder ..jüdisdier Musik" spräclie.. Gr konimt. nach einer sehr seinen fnltnrhistvriichen Anathse de? Begrisse« Sport, bei der er seiislellt. daß der Sport als Ailsdructsforn,. . de? incidernen Lebens ..ein Protest gegen die Terhiiisierung" (de? Lebens! sei. zu dem Ergebnis, daß man zu>ar von ^einer „jüdischen- Sportbeivcgilng" sprechen dürfe, nicht aber von „jüdischem Sport". Bon geivissen „Rativnalspielen" abgeiehen. sei der Sport in, großen ganzen etivas Uebernationalcs und llebergeordnctes, das „ich, mit eine», nationalen Beiivort veriehen werden, dürfe. P a n l .')) o g i. M a her gibt unter dem Titel ^Geschichtliches" einen kurzen Abriß der historischen Gnttvicklung de? Sport? innerhalb de? Indenttlli,?. der erkennen laßt, daß die jeweilige Stellung und Bede,itimg der Leibesübnngen stark von den einzelnen Epochen und deren Inhalten bestimmt. ivurde. „Sportliche Jugend" ist eine Apologie der sportbegeisterten Jugend durd, Han? Martin -Schwarz, der sich mit temperamentvollen Worten gegen die Anti-Sportler lvendet. die er vor allem in-der älteren -Generation und unter den religiösen und traditivn?- betviißte» Btenschcn zn finden n,eint. Taß eine gewisse Skepsis gegen bestimmte normen des Lpvrt? und gegen die Auffassung, der Sport vor allem schaffe 'den Menschenthp. der den.Anforderungen des Lebens in dieser Zeit ge'vachien sei. nicht einfach mit der abgedroschenen Formel vom Sport al? ettoa? Uiigeistigein zu erklären ,st. geht au? den benwrkensivertcn Ausführungen von M a r G r i, n t hat über „Sport al? seelische Haltung" hervor. Ohne anzweiseln zn 'vollen, „daß. körperliehe. Leistiiiigsiähigkeit die Grundlage zur Lebeusstähigkeit überhaupt bilde", 'veist er doch nachdrücklich darauf hin. daß die Ertüchtignng de? Körper? nicht immer eine größere seelische Stabilität zur Folge habe. Grüuthal warnt st-igeiuvelt crichöp't sich üt dreier Pragmank und Anuali'Iik. - , cles »Morgen" vor. primitiven Kausalbeziehungen. Plandur'.e . nicht erwarten, daß körperliche Kra't. und ipori-' liche Tüchtigkeit/Eigenschaften: seien, dre sich aist . zede? beliebige Leli.ensgebiet übertragen '.legen. Im Gegenteil: bei der nluchk eine? Menschen in da? ihm vertraute sportliche Gebiet au? S-.chen vor - anderen Lebensaufgaben könne sportliche Betati» gung geradezu einer Verengung der Ge'amtlcbenshaltung Vorschub leisten. Er kommt zu .den, Schluß, daß für den Lebenskampf, der 'einer Aatur nach nie ende, und fn.r den kein? Spielregeln gelten. die Neber'chäkung de? Spor:? zu einer gefährlichen. Spiel nnd Ernst vermengenden Haltung führen könne, Tie Betrachtungen Griinthals über den Sport, die zugleich Bctrachtüugen 'über den erziehcrildKn Bstrt de? Sport? find, leiten üöer zu einen, Beitrag von Heinrich Kuh n . in dem der Ber- 'aüer von den von ihm aiigestelllcn erpcrimentellpshchologisdien Uuteriud>uiigen berichtet, die üd>c-r iür die-Grundlegung einer-.neuen jüdischen Päd-, a g o g i k von gewisser Bedeutung - sein könne',. T.i.e Tnrdisührnng einer Fragebogeii-Engnäte über die Beziehung j,ldi'cl>er Plenschen zur Lektüre laßt Kuhn n. a. zu dem Ergebnis kommeir. daß d:e Vistialikät bei den. Juden, vor allem aber frei den jüdischen-Jugendlichen, im Vergleich zur Umwelt verhältuisinäßig wenig entivictc!: ist. woraus -sich geringe Befähigung zl> bestimmten haudiverklid>eu Bernsen und im Geistigen imamchaulidie? Tenkeu iii-.d -Hinneigung zum -Theoretiich-Abstrakteu ergäben. . Beiouderc Beachning v-.-rd'cnen diesiual im . Morgen" die re:u l i t e r a r i i cr, e n Beiträge. Aebeir einein schönen >.üedielst von Jakob Picard ..'Ai, den Blond", das an da? Wort des kürzlich verstorbenen Icuitlcronredälteur? der ..nrank'urler Zeitung". Rudolf Geck, er- .innert, jedcr « Tidiier innsie eiuinfü in (einer Jugend ein Gedicht iider den Blond ichreidcu «Picard :st zivar längst a'ußercr Jugend entwachsen. hat sich aber dennoch die hü diu, jungen Menschen bezeichnende Ausgeschlvsienheir. eine — wenn dieser Ansdruck gestatte, ,st: ..inämstiche Jugendlichkeit" beivabrt». enthalt d«l? Heit einen weiteren lhriittien Beitrag: ..Palästina l'.'äst" von Bl. B e n - G a vric c. In ihrer unientimentalcn Sauberkeit ist d.icie Verswlge ein erschütternde? dichterisck)e? Toknment der jüngsten Ereignisse in Palästina. Besonders nachdrücklich sei auf das Proiastück unter den litc cari'ck)en Beiträgen Gerwiesen: „Ter H,md Onip" von M a l a L a a ' c r. Bei dein erschreckenden Blairgel an wirklich begabten, dichterischen Radiivuch? — in einer „ciitrcichen Glosse über „Tie sogenannte Konjunknir" weist L. H. a. daraus hin. daß dre Indisdie Buchvereiingung durch Preisausschreiben an, Antorensuche gelten muß — ist e? schon notwendig, die wenigen, die etwa? können, und die daöei eigene und originelle Weg« gehen, dör Oes'entlichkeit. anzuzeiaeN'nnd iür sie zu werben. Zu ihnen gehört Mala Laaier. von der auch die ..E. B.- Zeitnng" gelegentlich Gedichte und Prost, verö'- iei,tlid>te. Ihre kigentümlid)e Erstihluna von dem ..Hiind Osi-ip" ist eine rvnnderbar starke Vision der Stadt Präg drest-r Stadt de? Golem und des Rabbi Loeb. die sie und wir mit ihr als das ..Grenzgebiet der Reichs Tod, und £?bert" emps Ter Lenarrike! .des Hestes von H). M: ..Autori» tät mch -Freibei," hat die. diesjährige Tagung der \\ <<rM l *.:o,i rr imoc-T ‘ v»' Gegeunar,d. bci der d:c,cbcrden -Be.-n'".-- <n u re.- Grcnzsii und Bcr.ihru '. p K ' ' " '' - ' dc-rstirörlerungen standen. Tc.. ,.e...r^. volleil Beitraaende? Hestes Kien ein Auuast p u d w i a T e st ' n i ' « , i i seiZllngsvrobtcme - .infamv.n des Er'a>er-ao„..- de» B.uber'che-.i P'äl-menvcrdeurschung- und de-: drstten - aung'der'. Persönlichkeitde« Historiker? Ästred Stern durch-H an nsRei-ßnen erwähnt, Ta? A.üau'thest des - „Bc.orgen": voll .guten Lcie-'stvi-ic?. votl guter: Anregungen. - *Auch oder iuelmehrcherade der Sporicnthusiast zotlre zur ' Lektüre -r^ie-ies Heiles - „starren".. /- 7 ... Heim Bergzrün. Hermann Senator Zum 2'■>: Todestag des gTO?« er K l.i n i k e r s Von Professor H- Strauss (Berlin) 2a? Ende des vorigen Jahrhunderts stellte eine Blütezeit - für die mediziiiisaie Fakultät an der Berliner Universität dar. Zu den Männern, die der Berliner Schule ihr besondere?-Geprä-ge und ihren Glanz verliehen habe-ii. gehörte Hermann Senator wurde im I,abre lW-t .in Gnestw geboren. Time daß er ATsisieut gewesen war., hat er sich durch sinnen eisernen Fleiß und ''eine hohe ärztlicktc Begabung sowie durch rastlose? Streben nach/ BervoiStommurmg diejenigen Eigenschaften und Zähigkeiten erworben, die ihn später zu einem führenden Kliniker und gestnerten Lehrer gemacht habeli. ö" seiner Sludieiizeit stand er unter dem Einfluß de? großen Physiologen Johanne? st! ül-ler sowie der Kliniker Schön lein und Traube. 'Rach 'einer im Jahre 15-'G erlangten Approbation gründete er im Zenrrum Berlin? eine Prari?. die ihn bald zu einem ebenso beliebten wie erfolgreichen Arzt machte. Gern erzablie er von dieser Zeit, in der er die -.Leiden und Freuden de? viel beschäftigten Praktiker? ' zu erleben Gelegenheit harie.Z Trop seiner anstrengenden Prari? war er so eifrig wissenschaftlich tätig. Turch diese Lcistnngen erwirkte er. daß er sich im Jahre 15EL für innere Bkedizi!, und Staatsarzneikünde an der Berliner. TIniversität hahilitiercrkonntc. Ter Feldzug 1570 71. in dem er ein Lazarett -leitete, ermöglichte ihm die Leitung einer großen ** Krankcnabtcilnng: Infolge de? Vertrauens der Kaiserin Arrguna wurde.Hermann Senator I57-"> zun, dirigierenden Arzt au: Augusta-Hospital iu- Berlin berufen.. In, gleichen Jahre wurde c: z>::u Ertraordinarin? an derBerlinerUniversiiät beiör derl und erhielt nach dem Tode von Walde nb il r g im Jahre 1551 gleichzeitig die Leitung einer Eharitö-'Abteiln'ng. wo er Kurse abhalten 'konnte. Al? in,.Jahre 1555 nach dem Todevon Jose, MeV er die Berliner medizinische Universitäts- Poliklinik neu zu be'eßen war. wurde. Senator in dic'e Stellung berufen, wobei gleichzeitig feine -Eliaritö-Abteilungunter Vergrößerung der Beltcnzalil zur medizinischen Klinik erhoben wurde. Tiefe Gründung erfolgte unter eigenartigen Umständen: Ta kurze Zeit vor Bern Ableben von Ipfei ''Rener'-den Poliklirnkern Tr: Preußen da? Recht au*' das Anssteheu von Praktikantenscheinen entzogd:* Der stSchissohaliplniaiiii verliest dasIOeck, cs gab nichts anderes zu tun, als abzuivarle». Oie INaniisck'ast verkroch sichern die Echlaszellp.», u>» iiicbt über Oec-k gespült zu iverden. Ikrit drei Ilrann hielt der Zstlvt de» E leuerbalkru. Die Minil'n, ivarc» alle, bi? aus einen, i»i Laderaum. Die Dur über lbueii ivar gesebivssei, ivvrde». Alle glaubten, dast sie in der »ächsten Dekliude ,nil>a>lit drin ei,gen dunklen Iramn, in den sie. gesperrt ivaren, »iid der just nnlcr ibnen bald hob, bald senkte, in die Tiefe -es -INeeres gerissen ivürden. Nach, einer i? tiiiide — für die .Knaben ivar es eine Eivjgkeit --- kam dnrcl, die t?cbarten ein matter Lichlschei». Da? (Gewitter verzog sich, aber der t?turin hielt an. und die Caravelle flog mir grvstter (Kejchwjndigkeit iveiler vor ibn, her. i^roödei» verliest Kgsiin da? c?lener. Cr batte zwei Nränner gerufen, die seine Cteile einnebine» liiilsttett nnd begab fick, in seine Kajüte. Der verliiiglückre Knabe lag ans dein Lager des Piloten, fein Oberkörper bing weit hinaus,-der.Kopf fast bis Zinn Boden. Er ivar durch die Beivegung des EchiffeS binauSgeschleiidert. Kasiin betrete de» Knaben, der iininer noch nicht bei Bcivustisein Als Kasnii ivieder anss Deck kam, k.larie es aus, daS stlceer abcr blieb weiter ansgepeitscht. Er überzeugte sich, dast die Ncän- „er am Elener dieses halten konnten und eilte ahcrmäls in seine Kajüte. Da.S Befiiidrudes Knaben - harie sich -.verschlechreri. IBen» er auch durch dru Ncatrosen sestgebalten rourdc, so waren die fvrlwäbrenden, nnänsbvrlichen Beivegungen dcS Schisses, das , Gleiten, 'Fallen, Sleigen nnd Sinken dem Zustand des Töernnglückren, dessen G birn zioeisellos durch den Fall eine starke Erschütterung davonzelragen batte, höchst nnzurräglich. Der Piiot .fuhr sieb mit der Hand über sein Gesicht. Ec beugte sich über de» Dbnmächligen. Er rüttelte ibn. Das Aechzrn -verstärkte sich nur. Er gost ihn, TLasier ins Gesicht. Der Knabe kan, nicht zum BeN'nsttsein. Kasim ivar sehr unruhig und be drückst, .er lilt geradezu. . Und Ivieder lief rr aus? Deck. Der Wind batte die gleiche Stärkc, ein.Wett.-ruinschlaa war ausgeschlossen. Er kan, zurnd in die Kajüte. Bus den, gsisch lag eine Seekarte. Kasim nahm sic zur Hand und betrachtete sie.!Sein Gesicht erhellte sich; unvec füglich ging er aus der Kammer und verschwand dieses Mal m den unteren Schisssräumcln Als er nach einiger Zeit wicdc: auftauchtc, begab er sich zum Schiffshauptmann. „Es ist nötig, das Schiff zu. kalfatern!" sagte er. „Das Wasser dringt an vielen Stclleu durch die Fugen!" Der Echiffsbauptmann roa die Stirn hoch. Kasim übersah das: „Wir müssen Linvsa anlansen. Wst-nic das 'Wetter uns nnsti zu sehr abgetrieben hat, ist die Zjnsel nur fünf oder sechs stTeilen entfernt. Sie ist Unbewohnt, die tiefe Bucht schützt gegen Sturm nnd Sicht. , „Wenn wir Linvsa anlansen, werden wir die Brigantine verlieren", sagte der Schisssbauptinann mißmutig, „Es ist unklug, sich zn ichivächen!" - . „Das Kalfatern ist mmmgänglich!" beharrtc Kaum. „Wie kange.wird die Arbeit dauern?" „Einen Tag!" Talib sann nach: „Es muß schneller, geben! ... Steuere Linvsa an!" besaßt er. . ln der Bucht von Linon Äm späten Nachmittag traf das Schiff in der Bucht von Linosa ein. Sobald die Äorgebirae zu beiden Seiten paiüer: waren, wiesen die Dellen keine Schainnköpse mehr ans. Es war eine 'offene Bucht,, die tief in die Ifnsel einschnnr.? Ich Id's dämmerte, als esdem Nrastmeist-co cinilci. die Tür'zmn paderamn zik öffnen. Schwindelig und durchaefchüttcl: Bon de: furchtbaren Fabrt stiegen dre Knaben nacheinander in« .Treie. Sei: einer Woche faben sie znm erstenmal Land. Nackt rasten d:e Bergselien der Isnsel empor, klnrer ibnen aber breitete sich eine nvpige. unbekannte. Vegetation, ans. Alle Knaben laaen über der Schiffsbrüstung und blockten voller Sehnsucht hinüber. Der Anker war noch nicht gefallen, als Kasim wieder n, die Kajüte eilte. Er machte den Versuch, dem Knaben eine Arznei emzüflöpen. Die Lippen Hcacob« öffneten sich, er nabnt eincae Tropfcir zu sich. Kasim lächelte! Am andern worgen stand aus. dem Ncitteldeck ein großer Keuel. in dem Pech siedend gemacht - wurde. Die beiße Ncaü'e iogndcrie in Gefäßen von Hand, zu .Hand.bis in den Schsttsruntpr rvo die I-catroien imi Abdichien i beschäftigt waren. Aber all:» eifrig ivurde die Ausbesserung nicht betrieben. Der Pilot batte die Anslich; dein ITaitinentcr übergeben nnd diesem anempsobien. sich.nicht zu übereilen.- Er:batte dntchblicken lauen, daß es nicht auf einen l'alben Tag oder länger aitkänte. Auck^ ein Boot ivar ansgcfctzt. Fm Holzenuern ruderte man damit Sistnvasi'cr ans einem Flüßchen, heran, nn: den ausaelaufenen Trinkivasi'ervvrrat zu etaanzen.' - I'vfeph und -Inda barten noch nick", ivieder miteinander sprechen. Unmittelbar nachdem Ioi'cpb seine Geschichte ZU Ende gebracht batte, war das Unglück Mit Iaevb geschehen, und dann begann sofort der Sturm. - s^tida wußte auch nicht, was er Zoscpb sagen sollte.' Wenn er ibn mir sah. fühlte er sem -Herz ^.rotz des Verbotes bielieii -sich dauernd cintge Knähen vor Kajints Kajüte auf. rpo:v:e sich die Tur öffnete, versuchten sie, einen Litck zu erba'chcn. Wenn sIarob nur geahnt barte, wie .febr man ueo mit ibn,.beschäftigte, wieviel man an ibn dachte und von ihn, sprach, er wäre glücklich aeiveien, :v.:e noch m,- :n seinen: Leben. Auch die Gebete wurden ivieder ZU den bci'nmmüN*°Zrt7-ei, und mit Aufmerksamkeit gesprochen, und David versäumte nicht, jedesmal die .Bitte um Genesung eines Schwerkranken" daran zu knüpfen. Aber sIgcob lag nvw immer reaunaslos. Bon Zeit zu Zen . träufelte ibn, Kaum die Arznei eint rr rübrte sich nicht von den: Lager bmwea.