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Central-Verein-Zeitung · 1936-08-06 · 32 (6.8.1936) · page 10

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936)
Issue
32 (6.8.1936)
Date
1936-08-06
Page
– (sequence 10)
Language
German
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HERREN-BEKLEIDENG Sandberg, Schottländer & Co. HERRENKLEIDERFABRIK GUTER MITTELGENRE Breslau Büttnerstr. 32/33 ■ <iute Paöform: HOHE» fiute Zutaten: M B Zwirnhosen, extra schwer..;..... BM 3.45 4.0S B B Qordhosen, das Beste. RM 3.95 4.45 4.85 B B Manchesterhosen (39Kiloware A 6.35) RM 3.75 5.75 6.35 B B Kinderseppeijacken.. ab RM 2.- B B Herrenseppeijacken, grOn in. grün Krag RM 3,95 bis 4.25 B B Blaue Drelljacken. RM 2.35 H B Nur -Nachn.-Vers. Nichtzusagend, anstandsl. zurück. B B *1. H.,Isenbere.HosentabrT Frankfurt.M'. Kaiserstr 65 B H.&M. JACOBSOHN —J Habe n & Li pp m an n WW Berlin C2, Kaiser-Wilhelm-Strasse 51 BB - - Telefon. 0.1 Norden" 4871 ■ H IRRE NKIEIDER FA B RI K Blumenthal & Kahn ■ . W.-Elberfeld ■ I Herrenklefider-Fabrik l KarlKalmsCo. 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Die Prämieneingänge aben eine Steigerung um etwa 50 Prozent zu verzeichnen Sie betrugen rund 246 n00 Piark gegen nur 166 000 Mark im Jahre zuvor. Die in der Bilanz ansgewieiene Präinienre'.erve hat sich von knavp 60 000 Piark auf etwa 127 uuO Mark erhöht. Bei einem normalen Perlan? 'rechnet die Berioaltu'ng damit. daß sich'die Prämieneingänge im laufenden Jahr auf. der gleichen höhe wie 1935 halten werden, während andericirs inu iveiteren Auswirkungen der eingeleiteten Lpärmaßnahnien zu rechnen sein lwür'ke.- Tie ..vsiltc". die eng mit einem großen denticlien Berncheriiiigskon.zcrn znsammenarbeitet. . untersteht als., selbständiger jüdischer Bersichernngsverein. der 21 unicht des Reichsanfsichtsamts für Privatversicherung. Die Wirtschaft in fremden Ländern Im Nahmen dieser Reihe. die über die Wirtschaftslage in wichtigen Einwaiweriiügsiaudern unterrichten soll, geben wir im folgenden dem Inhalt nach einen Artikel ivieder. den die ..Frankfurter Zeitung" unter der Ueberichrist „Wirtl'ckjaftsbessernng in Urngnah" ans Pivntevideo veröffentlicht. " Wir haben schon bei Beginn dieser Rubrik darauf hingewiesen. daß nicht beabsichtigt ist und sein kann, durch sie die Ansivandernngswilligen auf bestimmte Länder zu lenken oder gar das eine oder andere Land als-zur 'Auswanderung besonders geeignet hinziistellen. Wir wiederholen dies horche. um irrtümlichen Auffassungen vorznbeugen. noch einmal. Tie Neihe soll lediglich aligemein über die Wirtickkiitslage iw Ländern, in die eine Auswanderung überhaupt in Frage kommen kann, orientieren, ne soll einen Ueberblick gewähren. ans dein der einzelne den einen oder anderen wichtigen Gesichtspunkt für 'ich zu gewinnen vermag. Denn schließlich'nt vor jedem Answanderungsentfchlnß die Kenntnis der Wirtschaftslage und der Wirtschastsbedingungen des Landes, in das man sich zu wenden beabsichtigt, von außerordentlicher Bedeutung. Also, um e^ in zwei Worten zusammenzilsasien. diese Rubrik dient n i ch t der Empfehlung. sondern lediglich der Orientierung. Das. im Verhältnis zu seinen Nachbarn — vor allem Argentinien und Brasilien — verhältnismäßig kleine Land Uruguay umfaßt eine Fläche von 178 000 'Quadratkilometern mit etwas tzber zwei Plillionen Einwohnern. In der .Hauptstadt '»Montevideo, die aus der aiidereu Seite der La Plam-Müiidiiiig etwa Buenos Aires gegenüberliegt, -lebten 1929 rund 469 000 Einwohner. An wichtigeren Städten im Jiinern des Landes sind noch Salto mit .20 000. und Pahsaiidu mit rund. 26 oiio Einwohnern zu nennen: In dem erwähnten . .Artikel wird zunächst . darum" hingeiviefen. dqß llrugnah gegenwärtig noch stärker unter der Krise lind den Krisenwlg'en leide als seine reicheren. Nachbärn Argentinieil und Brasilien, doch seien auch hier, erhebliche. Bessermigsmomente zu'.verzeichnen.' - Der 'Außenhandel zeige eine ständig fortschreitende - günstige Entwicklung, auch die Finanzlage des Staates.habe sich gebessert. 26 habe der Staatshaushalt im Jahre 4905 Zinn erstenmal feit vielen Jahren mit einem Ueberichuß - abgeschlossen. Trotz des auch im vergangenen Jahr und den ersten Monaten 1906 zu beobachtenden Fvrtschreitens der Jndiutrialisiernng habe sich der deutsch-uriiguahische Warenverkehr im Rahmen der zwischen beiden Ländern abgeschlossenen Berrechiiiliigsabkommen normal entwickelt. Uruguay habe 1935 überhaupt im Zeichen der zweiseitigen Handels- und Berrechnungsabkommen- sowie der Ende >904 eingeführten Einfnhrkvntrolle gestanden. Trotz der fortschreitenden Industrialisierung bestünden namentlich in folgenden Produkten günstigere Einfuhrmöglichkeiten: Gestanzte Enenwaren, pharmazeutische Produkte und Chemikalien. 'Aystreichfarben, Knöpfe (Stoff. Steinnnß). Truckfärben. Lederhandschuhe. Gummiwaren aller Art> Die heimische Industrie verfertige unter Berwcndüng eigener Rohstoffe. namentlich Schnhwaren. Wvllstone, billige .Konfektion. Teppiche. Lederivaren-. Wollgarne. Wollstosfmützen, Möbel, grauen .Zement. Sie produziere unter Berwcndung importierter Rohstoffe «mit Zollschntz» u. a. 'Jüiimt* ninnnvaren. billige Glaswarcn. Eisennnd^ Stahlmöbel. Konfektion (bessere und seine), Schirme, Strümpfe. Emaillewaren. Trikotagen. elektrische' Leitungsrohre und Kabel, sowie Tabakwaren. Dennoch sei das. Land mit zunehmender Kauskrait (die Spareinlagen hätten 1935 ersieblich zugenommen). ein zwar kleiner. aber , nicht gering einzuschätzender Markt. - blich in die Berlin, 4. August. Die Frage des Verhältnisses von Kursstand und Rendite der Dividendenpapiere ist gegenwärtig wieder sehr aktuell: in allen interessierten Kreisen, darüber hinaus aber auch in Wirtschaftsblättern wird das Thema eifrig besprochen. Der Grad der Aktualität, kann daran abgelcieu . werden, daß aus eine Bemerkung der-..Deutschen Bergwerkszeitung" Ende der vorigen Woche, die mengenmäßige Zunahme der Beschäftigung bei den Unternehmen der Montanindustrie (genannt wurden Hoesch, Klöckner und Gutehofinnugshütte) habe aus. den verschiedensten Gründen nicht zu einer entsprechenden Erhöhung des Gewinnes geführt. sofort am Sonnabend die F ra n ksur ter Börse (die Berliner Börse war an die'em Tage bekanntlich geschlossen) stark reagierte, und zwckr in einer , bemerkenswerten 'Abschwächung der Kurse von Montanaktien. Es ist in diesem Zusammenhänge; nicht von ausschlaggebender Bedeutung, vd und inwieweit eine svlüie 'Abschwächung von Dauer ist oder nicht: das wesentliche Viomenk licgt- .in der noch onenen s^rage. ob von einem Ptißverhälrnis zivischen -Kursstand und Rendite gesprochen werdernkaniueinerdr^ge.'dievielleichvdoänschonbald irgendwie einer praktischen Entscheidung entgegenreisen dürste. Es sei bei dieser Gelegenheit noch erwähnt, daß die ja in dieser Öinstcht zumeist. gut unterrichtete ..Deutickie Bergwerks? zeitnng" die 'Ausranung vertrat, daß bei doei'ch angesichts der besonders vorsichtigen Dividcndenpolitik höchstens mit einer Dividende von 0'--Prozent zu rechnen sei. während Glöckner vielleicht die Dividende um ein ganzes Prozent auf 4 Prozent erhöhen würde. Zum Thema selbst erklärt dasselbe Blatt, offenbar komme es namentlich den Großbentzern von Aktien, deren Zahl gewiß nichr unerheblich sei. ans eine hinreichende Berzinsung gar nicht an. Z-nr sie handele es sich, vielmehr in - erster Linie um Anlage des .^avitals in erstklassigen Aktiemvertcn. die außerdem noch die Wahrscheinlichkeit wachsender Erlrägnisse verbunden mit innerer Jestignng der Unternehmungen. bieten. Bie'Ueicht. so führtdie ..Bergwerkszeilung" weiter aus. crkläre^ sich gerade hierdurck) Wirtaebaft das neuerdings ivieder lebhafter gewordene Interesse für die Aktien der großen Niontangeiellschaiten. die nach der schnell überwundenen Abschivächnng teilweise sogar neue Rekördknrse erreichen konnten. Dann machte bald daraus dasselbe Blatt die erwähnten Mitteilungen über das Berhältnis von Kursstand und Dividende bei verschiedenen Unternehmungen der Montl-urindnstrie mit der Wirkung der Abwärtsbewegung an der Jrankinrter Börse. Was mm im allgemeinen gewisse Knrsrückschläge zum Beispiel 7'Anfang der .vorigen Woche änlangt, so dürften auch dafür solche und ähnliche Erwägungen, maßgebend gewesen sein. So erklärten tmter anderem am 61. Juli die sogenannten.,2-Uhr-Börsen-Berichte". es dürfe nicht übersehen werden, daß die Börse doch allmählich in ein Stadium trete, in dem sie eine Berstimmnng, die immer wieder einmal komme und kommen müsse, schwerer verlvinden dürste als noch vor kurzem. Eine vorsichtige Aus- >vahl scheine ihnen, nämlich den. ..2-Uhr-Börsen- Berichten", heute besonders vonnöten. In Bankkreisen spricht, man auch von Atempausen, die aber—mit— de^r—dur-cksaus—besr-iedigeitden—Lage reiftaller Jndnstriennternehmnngen nichts zu -tun habe, >vas sa auch schon chis den verschiedenen ' Geschäftsberichten hervorgehe: danach handelt es sich also tatsächlich um nichts anderes, als um die ,Trage, die schon eingangs erwähnt wurde. na.nlichZob und wie - erhöhter Kursstand mit der Rendite der Dividendenpapiere, deren Höhe wiederum der Ausfluß einer vorsichtigen Dividendenpölitik ist. ungefähr in Einklang gebracht werden kann. Inzwischen hat sich die Haussebewegung in Neiv-'))vrk fortgesetzt: sie ist auch spekulativer geworden. Jedenfalls sind die Jndnstriepapiere. aber, auch Eisenbahnwerle und. festverzinsliche Werte auf einen Punkt gestiegen, der seit 1931 nicht mehr erreicht worden war. Auch in London war in letzter Zeit im allgemeinen Haussestimmnng z» verzeichnen. Hingegen ist die Pariser Börse stark von den Ereignisi'en in Spanien beeinflußt. . n. Gebrüder Lev! / Stuttgart Stuttgart-W., Büchsenstraße 102 Filiale Hamburg: Martin Schlesinger. Bergstraße 14 Einlegesohlen- und Filzwarenfabrik Martin Hauer*» Wwe. Nürnberg 17 Alle Sorten Einlegesohlen - Filze olIorArt Vertreter «Ir verschiedene Bezirke gesucht Westheimer A Co. Hanau a./M. A nzeiRcnu hiuu Dienstag Lederabfälle Jeder Art kauft und verkauft Reinhold Griin.Berlin C 2.Keue Friedrichsir.3c Gebrüder Gallinger Nürnberg Spez.-. alle Sorten Schafleder Anzeigenwerbung - beste Werbung/ W.Gottheiner | Schuhfabrik Breslau, Stein auerstr.l 2 a I Spez.: Berufsschuhwerk fl. Markus Cohen Schuhwaren- Grosshandluns Bremen, Georgstr. 44 Verlangen Sie meioen ^.ata KARTONAGEN J Bindfaden, Verpackungs- ' Materialien aller Art Sächsische Papierrollen-Fabrik Jacob David, Dresden Packpapiere in Rollen und Bogen mit und ohne Druck C.-V.- Zeitung Berater FRIEDRICH BARICII . Einschlagpapier und Tüten aller Art. 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Die Erinnerung des Beklagten gegen den Kostenfestsetzungsbeschluß hat. das Amtsgericht aus folgenden Gründen znrückgewiesen: Der Kläger habe das Recht der sreien Anwallsmahl': Es fei ihm überlassen. einen Anwalt seines Berlrauens mit der Durchführung des REsslreits zu beauftragen. Daß er sich zunächst än einen arischen Rechtsanwcklt gewandt habe, hätte ihm nicht verwehrt werden können. Dieser Anwalt habe aber die Vertretung im Hinblick aut die neuen Bestimmungen betr. Uebernahme von Prozeßvertretungen seitens arischer Anwälte gegenüber Richtaricrn niederlegen müsien. Rach § 91, Abs. 2. Latz 2 ZPO seien der obsiegenden Partei auch die Kosten mehrerer Anwälte zu erstatten, wenn in der Person des Prozeßbevollmächtigten ein Wechsel-notwendig sei. 'Rotivendig im Sinne des d 91, Abs. 2, Latz 2 ZPO sei der''Anwaltswechsel, immer dann, wenn er weder von der Partei noch von, dem Anwalt verschuldet worden sei. Das Gericht habe keine Bedenken.' im vorliegenden Falle die lllotwendigkeit des Anwaltswechsels zw bejahen, zumal die getroffene Anordnung' betr. Bertretungsbeingnis für den Prozeßbevollmächtigten des Klägers bindend gewesen sei: weder der Kläger persönlich noch ein Prvzeßbevöllmächtigter habe den Wechsel verursacht. Der Begriff der „guten Sitten“ Das R eichsgericht hat in einer neuen Entfcheidung einen Verstoß gegen die guten Sitten gemäß § loS Abs. 1 BGB ohne Hinzutreten anderer Umstände bereits dann für vorliegend erachtet, wenn ein Geldgeber plannräßig zur Erlangung übermäßiger Vermögensvorteile das vorauszusehende fortdauernde Kreditbedürsnis eines wirtschaftlich sckvvachen Lchnldners durch drückende, seine Existenz gefährdende Schnldbedingnngen für sich ausnutzt. Ein solches Geschäftsgebaren erblickt es in dem Berlialten eines Geldgebers, das unter Ausnutzung der schwierigen Lage des Geldmarktes einen kreditbedürftigen Schuldner zur Annahme eines Kredit? unter von vornherein nicht erfüllbaren harten Bedingungen gegen Hhpothekenbeleihung für ganz (Fortsetzung 3. Beiblatt 4. Seite.)

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