Mannheim
Compact Memory

Central-Verein-Zeitung · 1936-07-30 · 31 (30.7.1936) · page 20

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936)
Issue
31 (30.7.1936)
Date
1936-07-30
Page
– (sequence 20)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
87% known words query
IRI
…/2277379-2278137-2278168--11071-2291253
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

Aaslandsnachrichten Polen Die Angriffe auf Juden in verschiedenen Orten Polens dauern an. Am Kurort Ciechoczhnek wurde der zur Kur weilende greise Rabbiner von Zdunska-Wolja. Jssachar Beer, vom Kunstmaler- Gur s kr und einem anderen Huliaan bi^ zur Bewußtlosigkeit geschlagen und am Auge gefährlich, verletzt. Die Huligans wurden sestgestellt und. nach Aufnahme des polizeilichen Protokolls sreigelassen. Rumänien In einer Konferenz, an der Ministerpräsident Gheorghe T a t a r e s c u. Innenminister Jon I n» c u l e tz und Justizminister Valer P o p teilnahmen, wurden energische Maßnahmen zur Verhinderung judenfeindlicher Ausschreitungen, wie sie in letzter Zeit insbesondere in der Bukowina wiederholt vor- ' gekommen sind, beschlossen. Gleichzeitig hat das Unterrichtsministerium einen Erlaß herausgegeben, durch den es den Studentest verboten wird, sich politisch zu betätigen. Bisher sind alle Derfügüngen gegen die Studenten, welche als Angehörige der illegalen „Eisernen Garde"' und der National- Christlichen Liga Cuzas Hauptträger des verfassungswidrigen Terrors ,sind, auf dem Papier geblieben. Gerade Innenminister Jnculetz und Justizminister Pop haben aus ihren Sympathien für die Rechtsradikalen niemals ein Hehl gemacht. Tschechoslowakei Das tschechische' Handelsministerium gibt eine . Propagandabroschüre über die jüdischen Timkwür. digkeiten in der Tschecholslowakei heraus. Tie' Aktion wird von der jüdischen Kultusgemeinde in Prag vorbereitet, die einen Wettbewerb für die Broschüre ausgeschrieben hat. Die Frist endet am 31. August Die jüdische Kultusgemeinde hat . sich die eventuelle Kompilierung der eingelaufenen Arbeiten Vorbehalten. Ungarn In St ei na Manger ist es. nachdem eine Woche lang von Pseilkreuzlern judenfeindliche Aufrufe verbreitet worden, waren, zu Ausschreitungen gegen die jüdische Bevölkerung gekommen. Größere Gruppen antisemitischer Exzedenten durchzogen unter judenseindlichen Ausrufen die vorwiegend von strenggläubigen Juden bewohnte .Thoekelstraße. Zahlreiche jüdische Passanten wur- 'den schwer mißhandelt. USA Der Verbaiid der jüdischen Kriegsteilnehmer . Amerikas hat für die Zeit vom 4. bis 7. .September eine Reichskonferenz der jüdischen Kriegsteilnehmer nach Pittsburgh einberusen. an der über 1000 Delegierte und Gäste teilnehmen werden. Hauptaufgabe der Konferenz wird es sein,. einen möglichst großen Teil der in den. Vereinigten Staaten lebenden 250 000 Juden, die sich im Weltkrieg in die Wehrmacht eintragen ließen, zn erfassen und, wenn nicht schon alle, so doch wenig, stens diejenigen, die jiddisch sprechen und lesen? in die Organisation der jüdischen Kriegsteilnehmer einzureihen. Eine judenfeindliche Aeußerung des Vorsitzenden der Republikanischen Partei und Leiters der Wahlkampagne für den republikanischen Präsident- . schaftskandidatenAlfred L. Laudon, John Ha milton, hat zu einer gewissen Zerrüttung in den. Reihen der Partei geführt. Hamilton soll in einer Konferenz von Bankiers und Jndustriemagnaten der Wallstreet erklärt haben, er wünsche nicht, mit Juden in Berührung zu kommen. Tie übrigen republikanischen Führer beschlossen in einer-in New.?)ork abgehaltenen Beratung. John Hamilton aufzusordern, Erklärungen zu dieser Aeußerung zugeben bzw. von ihr abzurücken. Man fürchtet, daß Hunderttausende jüdische Stimmen der Partei verlorengehen könnten, wenn Hamilton an ihrer Spitze bleibt. Auch Pater Charles E. C a u g h l i n . der Wahlleiter des dritten Präsidentschaftskandidaten. Lemke, schlägt eine judenfeindliAd^Note. an. Er erklärte, dem Kongreß müsse bas Recht der Währungsausgabe zurückgegeben werden, damit er für die Wohlfahrt, des Volkes und nicht die der Rothschilds wirken könne. ' Btich in die Zeitschriften Römische Kirche und Judentum In einem Aussatz „Römische Kirche und Judentum" („Wille^und Macht", 4. Jahrg., Nr. 32) äußert* sich Horst Pabel über die neuere Haltung der katholischen Kirche in der Juden-' frage: „Die Stellung der römischen. Kirche zur Judenfrage ist. nachdem sie erst 1918 durch die. Herausgabe des neuen kanonischen Kirchenrechtes eindeutig festgelegt war. im Laufe der letzten anderthalb Jahrzehnte, besonders aber nach der für das Deutsche Reich erfolgten Lösung der Judenfrage durch den Nationalsozialismus, einer bedeutsamen Wandlung unterworfen. Das Ergebnis dieser Entwicklung ist zunächst außerordentlich zwiespältig-, indem auf der einen Seite, -besonders in den Nachfolgestaaten, und hier wieder. besonders im heutigen Oesterreich, die Judenfrage von Monat zu Monat mehr an aktueller Dringlichkeit gewinnt, und dadurch die römische Kirche sich, allerdings mehr zu ihrem Leidwesen und gegen ihren Willen, gezwungen sieht, über- Haupt das Bestehen einer Judenfrage anzuerkennen und einer Lösung entgegenzuarbeiten . . . Auf jeden Fall aber zeigt, sich, daß die Juden- ■ frage der römischen Kirche heute denkbar ungelegen kommt. .War ihr Verhältnis zum Judentum während des Mittelalters bis in die Neuzeit hinein im wesentlichen bestimmt durch die Vorstellung, daß es das jüdische Volk war. das Christus ans Kreuz geschlagen hatte, so dringt in der neueren Zeit immer mehr die -' andere Anschauung von. der Auserwähltheit dcS - jüdischen Volkes durch, dem ja auch Christus entstammte. Demgemäß hatte sich auch im 19. Jahrhundert das Verhältnis Roms zugunsten des Judentums grundlegend gewandelt." im Sinn des Objektivismus (im Gegensatz zum Subjektivismus ' der Marburger). und die An- Hänger der von ihm begründeten Phänomenologie stellten sich prinzipiell auf den Boden der realistischen Erkenntnistheorie (im Gegensatz zur idealistischen der Marburger). Die Lebensphilosophie, diese noch immer im Vordringen begriffene Welt- Anschauung weitester Kreise, sieht im Neukantianismus nichts anderes als eine Verirrung Hypertrophierten Denkens. Zu ihr gehören Georg Simmel und Henri Bergson. Simmel hielt während der relativistischen Periode seinesPhilosophierenS diejenigen Vorstellungen für wahr, „die sich als Motive des zweckmäßigen, lebenfördernden Handelns erwiesen haben." Nach Bergson steht alles Denken, das das anorganische Starre.zu seinem Gegenstände hat, im Dienste einer praktischen Beherrschung der Erscheinungswelt: nur der Intuition gelingt es, das Wesen des Seins, die schöpferische Aktivität deS Lebens, zu erfassen. Faschismus und Rassenfrage Auf den Unterschied, der zwisckien dem Faschismus und dem Nationalsozialismus hinsichtlich der Rassepfrage' besteht, gehr ein Aussatz ' „Nationalsozialismus und Faschismus" ein. den der Direktor des Instituts . für - psychologifctie Anthropologie in Marburg. Professor- Tr. Erich Jaensch. in den Blattern des Raisenpolitische-n Amtes der NSDAP „Neues .Volk" (4. Jahrg.. Nr. 7) veröffentlicht. Professor Jaensch wirst eingangs die Frage auf^ob mau es'nicht als ein Symptom zu werten habe, daß in Rom vor einiger Zeit der dortige Oberrabbmer unter hohen . Ehrungen seitens des Staates zu Grabe geleitet worden sei. So fern '-c-y läge die Heiligkeit des TodeS anzntasten. habe die Angelegenheit doch eine weltlickle Seite. Sie' werfe ein grelles Schlaglicht auf die. -abgrundtiefe Verschiedenheit -zwisclien dem ^nativnalsozialisti'chen mrd dem „ faschistischen vtaat. Das neue :>>o.in. ineiut.» .Jaeiijch. ist gewiß nicht'urelir das alte. .Aber das neue Rom legt doch Wert darauf, das alte fvrtznsetzen. Erbe seines Blutes und seine» Geistes, seiner Geschichte ,zpd Ilkberlieseriing zn sein. Um das neue Rom zu verstehen. wird man sich daher stets gegenwärtig halten müssen, wie das alte zuletzt gewesen ist, und ivie es endete. Zll diesem Zwecke greift Jaensch ans den bekannten Kiilturuiid Sprachforsci)er Viktor H e h n zurück, der vor. mehr als 50 Jahren in seinem Werk „Kultiirpflanzen und Haustiere in ihrem Ilebergang von Asien nach Griechenland und Italien" (die Meinung vertreten hat. das; das N'assengeinisch. der Eindrang orientalischen...-Blutes in die Bevölkerung des Abendlandes, eine der Ursachen für den Untergang des Römerreictn's gewesen sei. Hehn macht zivar Orientalen jeder Art hierfür verantwortlich: aber insbesondere bemerkt er: t.Wer behaupten ivollte. nicht die Germanen, sou- - dern die Juden hätten das römische R'eicl, zerstört, der würde in dieser Schroffheit der Worte zivar zuviel sagen, dennoch aber der Wahrheit .näher kommen als eS /Unkundigen' scheinen möchte." , Hieraus zieht Jaensch — von der Ebene der psychologischen Anthropologie , aus - seine Schlußfolgerung. Er wendet sich gegen die sogenannte „Formalsvzivlogie". ivie sie' besonders durch Georg Simmel und Leopold v. Wiese vertreten worden sei. Diese Soziologie habe sich die Gesellungsfvrmen. die Formen menschlichen .Zusammenlebens. gls rein abstrakte, vom Wesen der Menschen unabhängige Beziehungen vorgestellt. Dagegen vertritt die neue psychologische Anthropologie die Meinung, das; die Gesellnngssvrm in allererster Linie von der Wesensart der Niensclpn abhänge. Es gibt — Jaensch zufolge -- zwei immer wiederlehrende Hanptfälle menschlichen Zusammenlebens, denen sichalle Einzelerscheinnngen unterordnen: Gemeinschaft und Gesellsck>rft, Gemeinschaft ist eine natürliche, mit starkem Gefühl erlebte Bindung der Menschen. Die Gescll- ^Vesenshestimmung jüdischer Denker In einem Aufsatz „Subjektive Wahrheit oder objektive Wahrheit?" („Der katholische Gedanke",- 9. Jahrgang. Nr.-2) gibt der Würzburger Philosoph Hans P f e i l einen subtilen Ueberblick über die verschiedenen Lösungen des Wahrheitsproblems im gegenwärtigen Denken. Dabei interessiert uns namentlich die Stellung, die er den beteiligten jüdischen Philosophen zuweist. Die Marburger Schule, vor allem ihre Häupter H e r m a n n C o h e n und Paul Natorp, hat — wie Pfeil darlegt — aus Kants Transzendentalphilosophie alles Metaphysische und Psychologische ausgemerzt und . nur das Erkenntnistheoretisck^ beibehalten. Für die Marburger gibt es kein Sein ohne Denken. Alles Sein ist ein Produkt des Erkennens, und alles Erkennen ist ein schöpferisches Erzeugen und ewig fortschreitendes Bestimmen von Gegenständen. Zu der der Marburger wesensverwandten südwestdeutschen Schule des Neukantianismus. gehört der früh verstorbene jüdische Philosoph Emil Lask. Andererseits stehen wiederum jüdische Denker gegen den Neukantianismus in Front. ' Tie vorherrschende Stellung:, die der Neukantianismus noch vor etwa zwei Jahrzehnten innehatte, hat er inzwischen an andere Richtungen abtreten müssen. Ebmunb HusserI untersuchte das Phänomen der Erkenntnis und gelangte zu einer Beschreibung Die Judenfrage in der deutschen Geschichte Der Leiter der Forschungsabteilung für die Judenfrage im Reichsinstltut für Geschichte des neuen Deutschland. Wilhelm Grau, hat in „Vergangenheit und Gegenwart" (26. Jahrg.. Nr. 4*5) der maßgeblichen Zeitschrift für Geschichtsunter, richt und politische Erziehung einen umfangreichen Aufsatz „Tie Judenfrage in der deutschen Geschickste" veröffentlicht, indem er Richtlinien für a>ie Behandlung des Themas im Geschichlsnnterricht der deutschen Schule aüfstelltl Bon seinen Ausführungen, in denen er eine rechtfertigende Argumentation der nationalsozialistischen Juden- Politik'für das gesamte Stoffgebiet unternimmt, dürften besonders folgende interessieren: „Die führende Anteilnahme jüdischen Elements am Bolschewismus. der Juden Verantwortung am deutscheu Elend von 1918. ihre zersetzende Tätigkeit-im deutschen Kulturleben, wie sie besonders in der Nachkriegszeit sich entfaltet hat. haben der Emanzipation eine Richtung gegeben, von der auch ihre Ahnherren, die Lessina. Dohm und Humboldt, erschauern, würden. Was soll es bedeuten, wenn diesen zerstörenden Kräften einige Namen von Gesittung,.wirtschaftlicher Leistung. von Ordnungssinn und wertvoller Erfindertätigkeitgegenübergestellt werden? Sollen diese der Achtung würdigen Juden das deutsche Volk veranlassen, eine große Sünde gegen die Natur nicht wieder gutzumachen, sollen diese verhindern, allein dadurch, daß sie da sind, daß wir Deutsche wieder zu uns selbst finden? Wir Deutsche können den Juden nur anerkennen als Glied seines Volkes und seiner Raffe, nie mehr aber als Vertreter deutschen Wesens. Weil jedoch in der Emanzipation dem deutschen Volk die Preisgäbe seines völkischen Wesens und seines nationalen «taates zugedacht war. damit der Jude als Jude in den deutschen Lebensraum herrschend einziehen könnte, weil der Begriff.der Menschheit und des. Menschen von führenden jüdischen Emanzipationstheyretikern am Beginn der Epoche schon bewußt gegen alle spezifisch deutschen Lebenswerte eingesetzt worden ist. weil des Juden dissenteS Sein zum schicksalhaften Sinn seiner abendländischen Existenz gehört, darum' wurde jetzt ein ganzes Nein gesprochen." jdjaft dagegen ist nur gestiftet oder gegründet, ähnlich wie ein Verein oder eine Aktiengeselljchast. Die Fähigkeit zur Gemeinscktaft verschwindet bei sehr verschiedenartiger Rassenmischung und bei bestimmten chronischen Krankheiten, wie etwa Tuberkulose. Ein bestimmter MenschentypuS. für den die Pshchologiscize Anthropologie die Bezeichnung „AuflösungStypus" eingeführt hat. befördert den Verfall der Gemeinsamst. Wo dieser Typus vorwaltet. Hab der Staat den Charakter der Gesellschaft und ist aufs weiteste entfernt von natürlicher Gemeinschaft. Der ausgeprägt liberalistische Staat ist ein solch ausgesprochener GescllschaftSstaat ohne natürliche Gemeinschaft. Er kann die rassisch verschiedenartigsten Menschen in sich aufnehmen. Der völkische Staat dagegen ist Gemeinschaftsstaat. Er hat zur Voraussetzung, daß die Volksgenossen seelisch, ja körperlich-seelisch. in den wesentlichen Beziehungen gleichgeartet sind. Der Faschismus — so folgert Jaensch — steht nun an einer schicksalvollen Wegkreuzung. Der faschistische Staat ist ein mittleres ißebildc zwischen Gemeinschaftsstaat und Gesellschgstsstaat. Er schillert zwischen beiden., sielst gewissermaßen aus der Kreuzung beider.-Wege und hat die Nlöglichkeit. ans dem einen oder anderen von ihnen weiterzugchen. Er schließt völkische, bündische Elemente in sich, und ans ihnen beruht die zweifellos vorhandene Verwandtjcl^st mit dem NativnalsoziakisnplS. Aber er hat aus der anderen Seite wieder sehr viel vom Gescllschastsstaat. Wie ein GesellscixiftSstaat vermag er die Juden und überhaupt Frcmdvölker ohne jede Schwierigkeit in sich ausznnehmen — ganz wie einstmals das röiuiiä^ Weltreich, „Nach ivelcher Seite", fragt Jaensch. „wird er sich endgültig' wenden und Weiler entfalten? Wenn er/mit seiner starken Vitalität und Dynamikdanach strebte, als Geseltscl^stSstaat weiter zu wachsen, und sich auszudelwen: nicht allein die Juden, sondern die yerschiedensten Völker überhaupt in sich aufzunehmen, sich einzugliedern und zu assimilieren. ähnlich dem Imporiuin Romano,»? — Ist die hohe Ehrung eines Repräsentanten dcS Jndentuins ivirklich nur eine Aeußerung oder Geste der Menschlichkeit...? — Wenn dem Faschismus die Tendenz innewohnen sollte, sich zu einer großen Gesellschaflsmacht ausznweiten und auch andere Völker in sich einzubeziehen, dann müßte er vor allem mit dem Judentriin paktieren. Denn dieses ist über die ganze Erde verstreut., hat überall entscheidende Schlüsselstellungen inne und ist zugleich der erklärte Feind des echten Gemeinschaftsstaates. Es wäre für einen Gesellschaftsstaat. der sich über andere. Völker aiisbreiten will, in der Tat der tauglichste Schrittmacher." So schildert Professor Jaensch die historische Rolle des Faschismus: da aber seine Ansicht au,' eine These Viktor Hehns zurückgreift, dürfen wir vielleicht unsererseits an Viar. Weber erinnern, der die Anschauung vertreten hat. daß nicht rassische, sondern wirtsct)astliche und soziale Ursuchen den Untergang des Römerreichs herbeigcsührt hätten.- > I 1'. Gestaltungsfreiheit und Theorie Dex „Völkische Beobachter" veröneutlichte kürzlich einen AuSzug aus einen; Buch von Dr'. Fritz Non u e ii b t u di: ..Die dynamische Wirtschaft". ' erschienen im Zeutralverlag der NSDAP, Der?chtionalso.zialismus. führt der Verfasserdarin, aus. verstchte um der Gestallnugssreiheit willen . aus D li eor; e. Glaube an die Znluust. Streben zur Zukuuit und die " Zukuufl..->eluin>cl,t der-, uordl.st4ie.u--.Naüe - sei ein und/das'clbe. .?ie Dbeorie mit ilne-.u ciusgemalteu Bilde ziehe d.,e Zukuyfl.;n die Gegen-, wart hinein. Wer dies Bild haben muß. lo.uue/ die Ferne der Zukuuil »iäu ertragen. Indem Per. Natiönalionalismus auf die -.Theorie peizichte. l"e, lveiie er deii-'Ninl derinndiulien Ralle zur Ferne und das Zstlralien-zn seiner/Schöpferkralt. Hierin liege auch der äiarakteristifche Unterfchied zwisäien der j ü'd i s che n und n v r d i s äi e n llkall'e. „Der ■ schöpserisclie nordifche Nleiiich geht am Ende seines Schöpfertilms in die Ilnendliclikelt ein./ und geht dabei über die Theorie hinans. Dagegen ist der Jude süchtig „ach der Theorie. Er leugnet., daß es hinter der Hoiizonllinie noch ein Ili,bekanntes gäbe. Er zieht die Hörizontlinie nach mit einem ganz dicke» Pinselstriä,. »in eine Schntzivelir geaen die.Unendlichkeit .zu.sck>i.s(en. Dieser dicke Pinselstrick; ist die Theorie... liveil der Jiide die Iliiend. lichkeit nicht ertragen kam,, ioill er sie ertränke». Wie der Norde über die Horizontgreiize stim» niimgslliäßig hinansgeht und zmii Pihstiler >oird, zieht der Jude die Horizontgreiize. moglickist eng znsanmieii und snclit den llladins, des Horizentkreiies zu verkürzen: er ioird Platerialist. Für . den hiorden längt die /bstrklicl,keil an. >oo die Stosllichleit ansliorl »»d die Ilnendliclikeit beginnt, bei dem Inden dagegen fangt sie an. ivo die Unendlicl)keit gebannt . ilt und die Stosslickikei^ anfängt. List'nii der..Norde unpraktisch ist. so hat sein Handel» doch eine Peripellive. d. h. Beziig «ml die Unendliclireil. d. h. Schicksal. Er ist gerade dort. >oo er nnpraktiich ist. das Gegenteil von banal, Lüenii der Jude iinpraktiich »st. ist er zu praktiscl, ge.ivesen und zn banal, er hat zn eng gesehen, hat sieh zn sehr ans die Einzeltatsachen konzentriert imd übersehen, das; sie iin Ziisamnie»- hang mit anderen stehen. Der Norde ist iinprak. tjsch, iveil er die, Einzeltatsachen über den. Znsailliiienhang mit anderen libersieht/ der Jude stit iinpMktisih. iveil ec »ber die Einzeltatsache ihre Zlisanimenliänge niclit beackitet. Tstn- Jude handelt, ivo er linbraktisch ist. gcnan ivie der Teuiel i»; Volksinärclien. Er ioird übertölpelt, „'eil-er zu materialistisch ist und den weitere,, Z„!a»ime»- hang vergißt. In diese» Volksmärckii'i, driickt -sich daS Selbstgefühl einer Raste ans., die in ihrer Fernesehnsncht den Schnittpliiikt der Parallelen, die mystische Einheit aller Zpsainmenhänge in sich hat. Weil der Bane.r-Zniannnenhänge sieht, die der Teufel übersieht, übertölpelt er den Tensel. Wie kommt eS. daß der Jude nickit spießig ivirkt, während die Spießigkeit .un Deutschen, wo sie sich zeigt, tinerträglich ist? Weil der Jude keinen Verrät begeht, der Dcutsck)« aber sehr, wenn er Spießer ist." . II. B—n. Jüdischer Schachmeister siegt im Weltturniar Auf dem Well-Säiackiliirnier in Bad Podiebrad blieb der tschechvsloivakische. Meister Flohr mit 13 Pinikten Sieger, nackidem er den Weltmeister Dr. Aljechin in der letzten entscheidenden Partie geschlagen hatte. Aljechin wurde mit I-'' » Pniikten Ziveiter. Der Zahnärztekongress in Wien?ln dem I li t e r II a t i o n a len Zahnä r z t e k o ii g,r e ß in /'>/ > e n . iiber deir nur schon in der Vvrivöclngen Ast>»i»>cr beciclget haben, iiehmen zahlreiclie bedeutende;>ldl'sthe Zahnärzte aus fast allen Laii-dern -teil. So besmden sich unter den anierikanischen Koii-- greßteiinehuiern der Neiv-Yorker Proiestoc Diamand von der Eoln'nibia. Universität, und Dr. Jicael S cki o n,r ans Chicago, der als einer der hecvorrageiidnen Vertreter der zahnärztlicheii Listiienschaft gilt. Der 'Vstener Universttätsproie'ior Dr/ Bernliard G.ottl,eb. Leiter des wisteiisck>astIickieii,Laboratoi-i>im^ des Univ.'rsttäts-Jnslilnls f-iic Zahiiheilkiiiide nnd Gründer der ersten pal>>stiiie»nscl,e» Heilnnltelfal'cik „Hillel" in Haiia. ist als einer der , drei Träger des „Vkiller-Preises" aiiserfelien. einer von den» seinerzeit „ach .Amerika ansgeioanderten dentstlie:» /'lrzt D. /»liller gestifteten liohen mternationalen /'lliszeickiiumg - für beionderezahnärztllckie Forschnngen. der alle fnnf Jahre, diesinal. anlaßlich des Asteiier /Kongrestes, dnich die l-'est.S.->!>,»„ -Noiitairo. 1nt,>riu>t-io!u>I>>. hervorragenden. Zahnärzten verliehen ioird. Palastuia' hat zn dein Kongreß eine 20 Aerzte zählende Gruppe entsandt. 1" 'Die.- f t fl n z ö k i s ck, e Deri,ial.olog>fche Gesellschaft . zu' Paris hat Proie"or Dr.' med. . A: Bilschke. Berlin, zu .-ihrem Ehrenmitglied - ernani». filt-iter: Or A l f r «•“iRcn Äh-.eilur.K un i vrräut\vnrl!i cd HtnctibtrR; i> filr >,!<> AnfnuSm* illl's-n Lrltct* drr Anoh fnt dun ^Inh»U dfr 40 000 -PI 5 V>:!.ij-. C«'n-.ri!vfrrin dottt*fb. rnircer iüduchrn OUulwns , V, Btrhii W1S Emter Stras-o ll Dtnck i!.-r Huch uni Tufdruci üowlt- •chift mbH. Berlin b\V IS HUGO JAC OB nSSEschäftsfohrer der FIRMA: INTERNATIONALE S AMMEL- END ÜBERSEE - TERKEDRS - G M B II (FROHER IN FIRMA JACOB & VALENTIN) Frachtagentur der London * North Eastern Railway für den Schnellverkehr Hoek van Holland-Harwich. — Ablieferung binnen 20 Stunden ab Sarlin Um z ü g o nach England ohne Umladung In Föhrbootwagen. Expedition von R e BE RLIN NW 40, HEIDESTRASSE 73 . (Nahe Lehrter Bahnhof) Ferntprecher Sammel Nummer C 5, 47)8 täglichen Ladlung«dien«t. Umzüge noch dem Auiland und Obenee in liftvan»

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.