Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 31 (30.7.1936)
- Date
- 1936-07-30
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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i : ri T- 1 ■ . * würden. In der WirBchaflsboratung wird die HpCi. stark zu OrientierungszweckeTE in Anspruch genommen. Ausserdem nimmt die starke V e r m i 11 Tu n es t ä! i e k e i t beim; Verkauf von Geschäften, Vermittlung von Partnerschaften,L <i.riindune '.von.... Existenzen usw. unvor-'' ändert ihren Fortgang. Dasgleiche sei von der Itechtsberalu np .und insbesondere der Dem tun 2 in Alija- und Kiiibürgerüncsangcle.gcn-.. heilen - XU sage,!. Die Fragen.- der!;i n■]\\ ir fschaftliidien Berntimg, den .Ifachsrham •und . Ansied-' h,in,' sind .iij einem , Sonde,•liericbt bHian.deit ' •tvor.den, vier uns leider nicht zugegangen ist. Di.ii. 'A r bei t-s -;un d D e r u f s b erat u n R in Tel-Aviv. Haifa und Jerusalem wurde von .5140 .■■Besuchern in Anspruch genommen, In Tel-Aviv und IJaifa -entfielen auf 3,3 Arheits-i suchende ein- Angebot, in ■.'Jerusalem' nur auf <S Arbeitssuchende, •DieA rbeitsangobole ' umfassen zuin grossenTeil die Ih-rufssparten für Hauswirtschaft, kaufmännisch,« . Angestellte, Bürokräfte und sonstige Arbeitsapge legen beiten. Für Frauen sei viel Hier als für Männer eine ■dauernde Besciiäfiigung zu finden, aber auch bei den Frauen seien höhere Ziffern der ständigen Stellen ‘zur erreichen, wenn mehr Dewerberinnen mit genügenden und dem Lande entsprechenden Fachkeniünissen vorhanden : seien. Das treffe besonder« für Büro- und Handelsangestellte hinsichtlich dex hebräischen. Sprache zu. Drei Vierte] der männliche» Arbeitsucliendi'ii pobörten zu den schwer einzuordnenden Fällen. In den Kolonien befinden sich 1054 Arbeiler der westlichen Alija, von ihnen gehören 1400 (mit Familien etwa 2400) zur deutschen Einwanderung. Die Arbeitslage sei hier den Winter hindurch sehr schlecht gewesen (überall hätten die Einwanderer'höchsten« zwei;'bis drei Tage in der. Woche gearbeitet, •meistens aber noch weniger), so dass Hilfsmassnahnien sozialer Natur hätten ergriffen werden müssen. Die Unruhen hätten die Aussichten auf Besserung in ■ Frage gestellt. Die aus Deutschland stammenden jüdischen Koloniearbeiter hätten aber in bezug auf ihre beruflichen Qualitäten einen sehr guten Ruf. Massnahmen zur Berufs u m s c b l c li t u n g wurden im letzten Jahr nur-moch in geringem . Umfange dnrehgeführt. Der Grund liegt in der gegenwärtigen Lage dp«'.Arbeitsmarktes und in fehlenden Subventionen für di»--Teilnehmer der’ Kurse. Tn'Zukunft will die HOC, stärkere Aufmerksamkeit einer geordneten planenden L e h r 1 i n g s a u s b i I d ti n g im ganze» Lande zuwenden. Für die Polizei konnten 10 weitere Anwärter vermittelt werden. Der Andrang zum Poliz.eidienst hübe meid nachgelassen, doch entsprächen die Bewerber, was Sprache und Landeskenntnisse betreffen, n ich t den Forderungen der nationalen Inslanzen. II. >V-i. Hafenstadt Tel-Aviv Von unserem *-Palästina - . Berichterstatter Tel-Aviv, Juli 1956. Dass der Regiorungsstastiker der Bedeutung Tel-Avivs als grössten Konsumzentrums^ und grössten Handelszentrums des Landes noch nicht Rechnung getragen bat, beruht wohl darauf, dass er die .historische. Kontinuität, die Vergleichbarkeit mit früheren Jahren nicht beeinträchtigen wollte. Koch vor fünf'Jahren wohnten in dieser Stadt kaum fünf Prozent der gesamten Landeshevölkerung, heule mehr als ein Zentel der inzwischen wesentlich gestiegenen'. Einwohnerschaft Palästinas. Die neueste Errungenschaft und vielleicht eine der wichtigsten Zukunfts-Chancen Tel-Avivs ist die schnelle E n t w i c k l u n g d e s Hat e u s. Am Montag, dem 15.-.luli, hat der junge Hafen Tel-Aviv seinen bisherigen Rokonitag erlebt. Vier, Dampfer und ein Segelschiff ankerten vor Tel-Aviv, mehr als. 200 Tonnen Ladung wurden gelöscht, 120 jüdische Packer. Träger, Leichterführer und sonstiges seemännisches Personal, ohne die beim Ausbau der Hal'enanlagen tätigen Menschen sowie ohne die kaufmännischen Angestellten, die Bemalen und die Lastautol'ahrer, waren beschäftigt. Die Regierung hat durch Indienststellung eines besonderen Motorkutters eine ständige Verbindung zwischen dem Hafen- Tel-Aviv und gewissen, beule noch ausschliesslich in Jaffa sitzenden Aemtorn hergestellt, so dass die Schiffe, die bisher eine Reihe von Formalitäten in Jaffa oder Haifa erledigen mussten, jetzt unmittelbar nach Tel-Aviv fahren und dort vor Anker gehen können. Zwei Motorleichter. zehn sonstige Leichter und ein elektrischer Kran sind in Betrieb, an der Fertigstellung weiterer Läger- und Büroräume w ird gearbeitet. De eiserne Landungsbriicko i>t auf den Rat eines Mitgliedes der Hafenverwalfiing von Alexandria, den die Hafengesellscba'fi als Sachverständigen;' ■hiu-zugezogen hatte, auf zweihundert Meter verlängert worden, ein Vellenbrecher wird den Leichtern Wieviel Araber gibt es in Palästina? u n str e*m £. R— z-Berichter statt er llailn, 24. Juli 19561 Im Mittelpunkt der gegenwärtigen politischen Au-sprnche über Palast um „Mehl .-bekannt 1 ich die wachsende Grösse des -jüdischen Sektors ~ im Lande; von diesem Argumentwerden die arabischen Forderungen abgeleitet, wobei die; organi-. sierte jüdische Einwanderung der letzten Jahre weit im den Vordergrund geschoben wird. Von den amtlich festgestellten /nhlen. der jüdischen Einwanderung .ist. stets die Rede; diese Ziffern stoben natürlich auch. : in der ersten Reihe der Berichten die die Mandaisregiening an das en2ii-rho Kabinett '"und an den .Völkerbund berausgiht. Niemandwird du imponierende Muss dieser Zahlen bagatellisieren wollen, aller in dem Augenblick, wo sie nahezu zum alleinigen Ausgangspunkt für die geforderte Neuorientierung der 'Politik der Mandatsregierung werden solley — wenigstens nach den Forderungen der arabischen Führung —. ist es nötig, diesen Zahlen die Entwicklung der ■Un'Wenordnung au die i Seite zu stellen, die sich gleichzeitig im arabischen Sektor Palästinas vollzogen hat.. Leider ist es bei dem gegenwärtigen Stand der palästinensischen Bevölkerungsstatistik schwer, einen' einigerrnassen genauen Vergleich ' durchzufüiiren.* Seit 1931,'«eit fast fünf Jahren, ist keine Volkszählung durcbgeführt-.,worden, und in diesem Jahrfünft .gerade’hat-sich die entscheidende Ausdehnung des jüdischen. Sektors vollzogen. Es kann keinem Zweifel unterliegen, dass die zur Entscheidung drängenden, politischen,., wirtschaftlichen und sozialen Fragen des Landes ein objektives■ Bevölkerungsbild.-, dringend erforderlich »machen; das neu errichtete statistische, Stnnisnmt sollte sich mit Beschleunigung dieser Aufgabe unterziehen, die in gleicher Weise den Interessen der Mandatsregierung, des jüdischen und des arabischen Volksteiles dient. Bis zur Durchführung eines neuen Zensus ist man auf Schätzungen angewiesen, . wenigstens was den Status der Bevölkerung anbelangt; besser ist es mit den Ziffern für die natürliche Bevölkerungsbewegung, bestellt. Die Grösse des arabischen Sektors in Palästina Hir den Status der Bevölkerung seit der Uebernaliino des englischen -Mandats über Palästina liegen zwei Zahlungen vor. die weiter zurückliegende' für den Herbst 1922 und die neuere für den Uertvsf >951. Bei diesen Zählungen wurde’ innerhalb der nichtjüdischen Landesbewohher ... nach religiösen Merkmalen unterschieden, die in Palästina im allgemeinen" zur begrifflichen Abgrenzung des arabischen Sektors aiisreichen. lis wurden die Mohammedaner gezählt/die Uhristen und schliesslich als Sammelrestgruppe-die „Anderen'', IviMenon es sich im . wesentlichen um Drusen handelt. Diese nichtjüdiselien : (»nippen und die Juden sind als „sesshafte Bevölkerung'’ zusanunengefasst. zu der sieh noch die Noiuaden Palästinas gesellen. Innerhalb der nicht jüdischen religiösen Gruppen Pa-' lüslinas sind fast ausnahmslos sämtliche Mohammedaner — sowohl die sesshaften wie die Nomaden — arabischen Volkstums.' Anders bei den Christen, liier gehört ein grosser Teil zu den europäischen Nationen, unter denen Engländer und Deutsche mit ihren vielen Kolonien in den ein/ehum Teilen des Landes die liaupllnenge stellen. Die griechischen, die armenischen l hnsteu und eine weitere Anzahl kleinerer christlicher Sekten fallen '.•iftenimässig nicht sehr stark ins Gewicht. Fs dürfte nicht zu hoch gegrifteu sejn, wann» man innerhalb der Christen Palästinas etwa die Hälfte der fesigestellten Ziffern dem arabischen Volkstum zmvehnet; besondere in den angrenzenden Teilen des Vorderen Orients, am stärksten in Syrien, sind grössere teile der arabischen Bevölkerung zum Christentum übergetreten. Bei der vorher erwähnten ■ Restgruppe der ..Anderen" handelt es sich im,, wesentlichen um Menschen, die dem arabischen'' Volkstum zugehörig sind. Es handelt sich, wie erwähnt, zwar hier hauptsächlich um Drusen, die sich.sollet aber zum arabischen Volk Zugehörig bezeichnen, wenngleich'es sich um ein arabisches Mischvolk handeln dürfte, dessen Herkunft nicht auf die gleiche Urquelle zurückgohen muss wie bei der Kernmasseder Araber. Mit dieser Abgrenzung dos arabischen Sektors innerhalb der nichtjüdischen religiösen Gemeinschaft in Palästüna ergibt sieb das nachfolgend dargestellte. Bild von seinem Umfang innerhalb des palästinensischen Mandatsgebietes: Grnjipen der arabischen Zensus vom Bevölkerung Oktober 1922 Novbr. 1981 Sesshafte Mohammedaner . ca. 48t» 000 695 000 Noniadcn-Mohammedaner . 60 000 66 500 Christen1).. 85 500- 44 500 Drusen und „Andere“ . , 7 500 .1.0 000 - Arahische. Bevölkerung in Palästina Insgesamt . . 539 000 816 000 Anmerkung zur Tabelle; ') Die Gesamtzahl der Christen hcti’ig bei der Volkszählung von 1922: 71 464 und Lei der von 1931: 88 907. Von diesen Zahlen wurde* die Hälfte als zum arabischen Volkstum gehörig eingesetzt. . Da die Gesamtbevölkerung des Mandatsgebietes Palästina einschliesslich der Nomaden im Jahre 1922 rund 710 000 Menschen betrug und 1951 rund 1035 000/ eo bedeuten die vorstehenden Zahlen also, dass der arabische Sektor des Lande« itn Jahre 1922: NJ Prozent und 1931: 79 Prozent der Gesamte bevölkerung ausinachte. 1936 liegt er bei etwa 68 Prozent. Denn für 1936 wird die Bevölkerung Palästinas auf 1370 000 Menschen geschätzt, die «ich auf die einzelnen Gruppen in" folgender Weise verteilen: Juden . . . . . ... .... . 400 000 Arabische Bevölkerung (Sesshafte und Nomaden, Mohammedaner ü. Christen) 920 000 Christen (nicht arabischen Volkstunis) 50 000 Gesanitbevölkcrung 1936 . . . . .1870 060 Betrachtet man die absoluten Werte innerhalb der letzten vierzehn Jahre, also von 1922 bis 1936, so ergibt sich, das« der arabische Bevölkerüngssektor von 590 000 auf 920 000 angewnehsen ist, also einen Zuwachs von 330 000 Menschen in knapp 1)4 Jahrzehnten erfahren hat, während die Zahl der Juden von 85 000 im Jahre 1922 auf 400 000 (1936), also um 315 000 gestiegen ist. Damit ist klargestellt, dass trotz der gesteigerten jüdischen Einwanderung bis zum Jahre 1935 dem absoluten Umfang nach der arabische Sektor . absolut stärker angewachsen ist als der jüdische, und dass er auch quantitativ 1936 noch weit mehr als doppelt so stark ist wie der jüdische Volksteil. Die Gründe für das Wachstum des arabischen Sektors einerseits und des jüdischen . andererseits sind jedoch sehr verechie- ’Aus den vorstehenden Zahlen steht hervor, dass die allgemeine Sterblichkeit bei den Arabern noch um das Einundeinhalbfache hoher ißt als bei den Juden Palästinas-. „ . , Dass die Ursache dieser starken Unterschiedlichkeit sehr wesentlich auf hygienischem . Gebiete liegt/ gellt aus den nachfolgenden/ Reihen für die Säuglingssterblichkeit der beiden Bevölkerungsschichten hervor: Auf 1000 Geburten kamen Todesfälle von Kindern unter einem Jahr Jahr bei den sesshaften Arabern’ bei den Juden mohammedanischen Glaubens 1925 . . 2"". - - ' M 1927 . A 217. 1L> 1929 . , ' . 2'>5 , ■ h , ■. 90. . 1931-. . 1'7 81 1933 . , 1-7 ' . .80 1935 . . . ca. .150 ca. ,;> ' - . Bei der arabischen Bevölkerung stirbt also jetzt, noch durchschnittlich jedes, sechste;bi« siebente neugeborene Kind noch vor' Vollendung de« ersten Lebensjahre«, bei den Juden etwa jedes dreizehnte. Diese ausserordentlich grosse Säuglingssterblichkeit bei den Arabern vermindert natürlich den bevölkerungspolitischen Erfolg der bei ihnen vorherrschenden "grossem Geburtenfreudigkeit; Und dennoch hat der natürliche Bevölkerungszuwachs auf der . Grundlage der hohen Geburtenzahlen ein so beachtliches Ausmass, dass er bei der arabischen Bevölkerung in den letzten Jahren etwa bei 25 auf das Tausend der Bevölkerung gerechnet liegt, eine Quote, die in Europa nur in Weiss* russländ und in den östlichen Teilen der Sowjetrepublik erreicht wird, und in ähnlicher Höhe in Asien auf Formosa, sonst in. keinem Die Ursachen für das starke AVaclisen der arabischen. Bevölkerung in Palästina Die wesentliche Ursache für die Vorgrösso-' rung der arabischen Bevölkerung in Palästina ist die n a t ü r 1 i e Ire B e v ö I k e r u n g s - Zunahme, in geringerem Fnifange wirkt die Einwanderung. Genau umgekehrt ist es bei dem jüdischen Sektor. ' liier Messt der Haupt-' ström aus der Einwanderung, .weit dahinter zurück bleibt die uatarheho Wvöikenmgszunabme'bei den Juden. Für die natürliehe Bevölkerungsbewegung liegen genaue, amtliehe Zahlen vor, die uns -vielfache Erkenntnisse vermitteln. Zunächst die. dass sich die arabische B e v ö 1 k e r u n g P a 1 ä s > i n a s bis zur Gegenwart eine 1r u c h t b a r k e i t. erhalten hat, d ie n ur w e nig e Ve r g 1 eiehe in d or \\ e U ü b e v h a u p ,t h a!. Die G e b u r t e n - rate, der s e > s b-a-ft e.u - moh n nune- «Ea ui scheu A-raber. aho der Hauptmasse der. arabischen Bevölkerung Palästinas, zeiH auf . je BW der Bexölkerung folgende Entw icklungsi'ch'eren Ha fi'n geb, . Mehrere Gehurt ländische Schiffahrtsees. -llsciiäft haben bereits cii auf 1090 Personen hei dt einen stiimii iverkehr nach 'Tel -Aviv Arnhem eingerichtet. Mw. ihre regelmii ss,ge» l.i iv X. i. der Bc\ i'lki'nmg dumpfer von Jaffa »; ich Tel Hegt. nachdem '.dir ' Konzern 1 und Ansladen, die u rsprijnglicli auf w. ige Ware n be-' schränkt, wai ■. nüimi'elTr' ohne F. -chränUun g auf alle Ware», i im Rahmen des tec •-.eh Mug! leben. Di ie Pass M »'ii n d'-e>.: Zahlen - mit »ter ■Reedereien haben den i Antra gestellt.■ ■ inte r;i a t i o n a! >' n G e lui r t e u > t a t i Stil» Vollendung der 'iH.'tcn so fosl.-usleileu. dr nahmen auc h Tour ist e E k o : » e m 1. a n d , e. für das 'amtliche s1 Tel-Aviv ein i- und aus.- schiffen sein* Ang., bt-a xc •vlicgciv, dorarlig lioh Der 'High i Commissioner statt» burten.-ahlc Hebt werden. Am nä zum ersten» >al in. BegT kommt > Jen; iirabisclren Geburten •.■•.nhlen steu Beamten des- Landes dem Hafen Tel-Aviv einen offiziellen Besuch ab. bei dem er sich sehr anerkennend über das Gelm-riote äusserte Dieser Besuch brachte die endgültige Anerkennung des Hafens, die vorher noch nickt als gesichert .galt. Es wurde bei-dieser Gelegenheit auch erklürt, .dass 'i'ellviv.,schon in.Her - kommendetr- Saison anderthalb Millionen Kisten Citfusfrücht« verschiffen könne, das wäre beiniilte die Hälfte der im Vorjahr über Jatta exportierten Menge. In den soeben vorotfenthchlen neuen Richtlinien über die Kontrolle des Orangenexports., die allerdings sehe» viel friiinr redigiert zu sein scheinen, wird freilich. Tel-Aviv noch nicht als Orangenhafen erwähnt. Palästinas o.;o;enigo Aegyptens, v.o 1932 eine Geburtenimer von 41 v. ■ 'Tausend festgestellt wurde, ln dem asiatsebon Tod Russlands ist für’!' « i i. ' urlou.-ilfer von 43. V. 'Tausend fest gestellt, auf Form.'sa von >T. v. 'Tausend, die übrige» asiauscuen Zahlen bleiben stark selbst hinter—diesen—-veiatiT—hohen Worten zurück. K e i n 1. a ii d K u r o p a s ’k o ui m t a u c h n u r im entferntest e >, a n d i e G> o b u r t e n - k r aj t der a r a b i s c hon Bevölkern n g Palästina s h e r a n. Für die j ü d i s c!i e B e v ö l k e r u n g P a 1 ä s t •: ,i a s >t festzustellen, dass sie im Vergleich md J.em ärat'i-clnm Yolksteit eine e>- h e b 1; c ii g e r mj. g e r o G cburlc n z i ff e r Httket aufzuweisen hat. Für die entsprechenden Jahre ergeben sich hei den Juden in Palästina folgende Geburtenziffern: ' . Geburten, auf 1000 Personen bei den Juden - , ' >925 ... 33 v. T. der Bevölkerung 1927 ... 35 „ ' .. Am Rande sei vermerkt, dass die jüdische Geburtenziffer in. Palästina im Vergleich mit derjenigen der jüdischen Bevölkerung anderer Länder weit an der Spitze'marschiert, «ie liegt höher als in Polen, wo eich die jüdische Geburion.Uraft im Verhältnis zu anderen Ländern noch in besonderer Weise erhalten hat. Aber selbst in dem jüdischen Zentrum Osteuropas liegt die jüdische Geburtenziffer nur. nahe bei 29 auf je 1000 Personen der jüdischen Bevölke- Die grosse Bedeutung der arabischen-hohen Fruchtbarkeit für den arabischen Sektor in Palästina geht aus W’enigen absoluten Zahlen hervor. Bei . den sesshaften Mohammedanern arabischen Volkstums, also, wie erwähnt, der Majorität der arabischen Bevölkerung Palästinas, wurden in den zehn Jahren, von 192.6 bis 1935, .rund IkiO 000 Kinder geboren! Demgegenüber .ist eimT.nhl von rumi 70 000 jüdischen Geburten in der gleichen Zeit festzustellen. ’ So gross die natürliche Vermehrung des arabischen Volksteiles auch ist, so hält jedoch die natürliche Bevölkerungszunahme deshalb M’t Sfüritt ■ damit, weil insbesondere die ä II g H n g s s t e r b 1 i c h k e i t bei den arabischen Volksschichten noch eine ausserordentlich hohe ist. weit höher als bei den Juden Palästinas. Die nachstehenden beiden Reihen ermöglichen einen Ueberblick über die all gern e ine S t e r b e z i f f e r. danach folgt die besondere Säuglingssterblichkeit. Auf 1000 Personen der Bevölkerung kamen Todesfälle Jahr hei den sesshaften Arabern bei den Juden mohammedanischen Glaubens >925.. . - 31 15 >927 . . ( 33 13 >929 . . 28 11 1931 . , 26 10 1933 . . 24 9 Lande oder bei keinem Volke, dessen Geburtenüberschuss durch die Ergebnisse der internationalen Statistik bekannt 4M. Die Folgedes arabischen Geburtenüberschusses in Palästina ist sichtbar und zahlefnmässig greifbar: in dem letztvergr.pgenen Jahrfünft bis zur Gegenwart von 1936 sind innerhalb' des arabischen Sektors in Palästina rund 100 000 Kinder (hunderttausend) mehr geboren als die arabische Bevölkerung trotz der hohen Sterb- ■ lichkeit Verluste an Todesfällen aufzuweisen hat! Hierin liegt die Hauptquelle der ständigen Zunahme des arabischen Menschensektors in Palästina mit der der jüdische natürliche Bevölkerungszuwachs in keiner Weise sich vergleichen kann. Denn bei den Juden ist der Geburtenüberschuss in der gleichen Zeitspanne nur etwa 25 000 Köpfe hoch, er bleibt um rund 75 000~hinter dem im arabischen Sektor zurück. /Anders liegen die Dinge bei der zweiten Quelle der Bevölkerungszunahme, bei der Einwanderung. Die Zahlen der jüdischen Einwanderung sind ■ bekannt bzw. werden regelmässig von der Mandatsregierung bekanntgegeben. Nicht bekanntgegeben aber wird die arabische Einwanderung, sie konnte auch nicht bekanntgegeben' werden, denn sie vollzog sich im wesentlichen unter illegalen Voraussetzungen. Zu Tausenden und aber Tausenden sind au s d e n W ii s t en des benachbarten Syrien, des Hau ran und Tran»- Jordaniens arabische Familien zugewandert, nur in einem Bruchteil der Fälle konnte das Faktum der illegalen Einwanderung behördlich. festgestellt werden — aber trotzdem, die Zahl der anhängigen Verfahren gegen illegal eingewanderte Araber geht in die Tausende, ein Beweis, dass ein Mehrfaches von; dieser Zahl den ganzen Umfang der illegalen arabischen Einwanderung darstellen muss. So ergibt sich als Gesamtbild eine ständige, sichtbare Ausweitung der arabischen V q.1 k ss c h i c h t e n Palästinas — auch in den Jahren, in denen die jüdische Einwanderung die höchsten Ziffern erreicht hat. Die .starken'natürlichen Quellen, die aus dem ^breiten arabischen Bevölkerungsplateau Tag um Tag hervorströmen — werden doch t ä g 1 i c h w e i t mehr als 100 arabische Kinder 1 n Pa 1 ästina geboren! — sichert dem arabischen Sektor eine quantitative Vorrangstellung, die für . einen langen Zeitraum hinaus jede Befürchtung für eine Majorisierung durch andere Volksschichten gegenstandslos erscheinen lässt. Selbst wenn die jüdische Einwanderung in gleichem Umfange wie-/' 1935 förtdauern würde, so wäre das gegenwärtige quantitative Uebergewie.ht der arabischen Volksgruppe einerseits und die absolute Quantität ih-r-es täglichen Geburtenüberschusses so gross, dass es .pochweit mehr als eines Jahrzehnte bedurft hätte; ehe an eine zahlenmässige Parität zwischen jüdischem und arabischem Bevölkerungssektor hätte: gedacht werden können. Auf die kausalen Zusammenhänge zwischen der jüdischen Einwanderung mit ihrer wirtschaftlichen und kulturellen Intensivierung des Lebeüs, des Landes und. den ökonomischen / Existenzmöglichkeiten vielköpfiger arabischer '. Familien kann hier nicht eingegangen werden; es sei nur darauf hingewiesen, dass Geburtenzahl und Geburtenüberschusa in den ä.u ss e □ p al äs t inensiechen Staat e n des Vorderen Oriente nicht Un entferntesten an die Stand.ardzif ferndesarabischen Sektors in Palästina heranreichen. Das Bild über die Grössenordnung der arabischen Volksschicht in Palästina muss unvollständig bleiben, wenn nicht seine quantitative Position i n i e r h a 1 b* der „m o h a m m e d a n i s.e h e n“ u n d' J e r „a rabischen \V eit“ abgegrenzt wird. Der Aussebnitt, Mgn."d1e Araber " Palästinas innerhalb des Islams, innerhalb der arabischen Sprachgemeinschaft und schliesslich'als Teil des arabi- Sghen Volkstums darstellen, wird — in quantitativen Massstäben — in einem nachfolgenden Aufsatz dargestellt werden. Die Fortsetzung der Aufatzreihe „Jüdische Jugend im Alltag Palästinas" fallt in dieser Nummer aus raumtechnischen Gründen aus.