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Central-Verein-Zeitung · 1936-07-23 · 30 (23.7.1936) · page 8

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936)
Issue
30 (23.7.1936)
Date
1936-07-23
Page
– (sequence 8)
Language
German
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IV. ‘I' e 1) ' r r;('J?rvIiiii nmr r?.brr in der Ti-> . kusswn mir ha-? H-iinDiiic ,,|ii>’,iu'vl)a;tui? zwi'dien Erwartung nnb Veiü-nnn hmmu'-?, -unter hem jer-c noch so nntf »nnvrr;;; »r leihen hnt. Ten tTal)cimiiclilicl'rnr!t . i» mir de» prvioiiüilii'H' ('•!»*' . drücken der Fwn''i''re»zrc!li>ehmr.r nidii ii.hirii't. Sic sind iiiMc-fvct genug. i:.ich...pr>iktUchen Uirml* ' «taten* 411 irm/int. jeden'all-? ivolleu sie wision, ^,was' heraii-?öilommen iil". - . „Herain-gekmiimen" J't .nun., ircilidf nioiirlirr* lei. Cli r-?. .»er hon rvi'.inhhi VlnU'rn-.lH'ii niirr übrigen heßelien knn-m. jil eine. zweite'Träge. ilivib* ' lüner. Sr. -S n-_m.ii ul. »>.ir gmih «ii,-!s der Hiirr.ei'e;. ■' frcimütin g:-:i:ig.;;i -erMui ». ' M»-er .n.’h lun-i dieser iinu'oi'iui\ -.1.1 r..ni>-!il■>: r'T>ivnho.• ii11h/sinnhi ■ . ' Ldleiidnr!' ^Inn i^arilio/inL,(';.i/vViii'nLr B.Hlv: ntit Rrniid'.in' daß .hsr?. die heile itviisereiis ' gewesen sei, die. siriemal-?. milgommhi. Iiöbe-.- Plan mufi svlihen in:(rio’fiiin''n 'Vgerlimgen lioiioniil'or bei? erforderliche '».im; kriiiicher Znriicklfalliing zu bevbadflen minon," hmm bloil't immer iwel, genug C'örinihiiit:!ivljn-v;u l>ermlüil,Iigen. riminlion deiden .Jttciifjmniiini Iii’^en drei nnnonlliilio IniV-'. . gefdjnli (in Üinni' linier nieherem ereignele sich ein Referat von S > e n«e m a n n iider die religiöse Silnalimi ui 'Halöilimi. da-:- nIeine rilelörisch und seie>i!iel> irnis^ nnsierordenliiche Viniimui bezeichne! werden ninii. Tionoiminn, der im Vl.ii'- trage der \Vor]*l. l'nion 'Bnliiiliiin Hereist hol. gab zunächst eine» liist na stellen Ilel'erblick iider die inenfchlnlie Sirnsrnr.de? Füel,nw. Sie unige seiner slarlen Iliieinlieiilielileil iil zunächstda? Fehlen einer eelilen ».e h i I 1 n. Ser lradilimielle Aiirgal'eickrei? der böemeinde ist einzelnen Fnßi- - tntivnen. wie der Eliema »adii-elw. dem ünibbinat oder priralen 'irei'en zngeleill. Iledrig dleidt also nur die Llenerlnne. Sie eriilierl allerding-?. oder nur der Fude oii-> Senlieiilond iil unbegnem "genug, siel) mich dem- Berblciö der Slenergelder. zu eilimdigen. Sie E'inrulitnng einer- ,.'>ieligion-?niile.rr!dil-?" ist nicht vorlionden. VIn den Schulen der Vlgnda und de-? VJii->fail]i inivh m-didi Tenoch. Viiiilmn und Gemara ..gelernt", siui den übrigen Schulen wird kl'en'ast-? Senoeli- und Haggada. gelernt, abe. uielil «st? religioie, sondern, nienotionole Literainr der BergangenHeil. Eilerri. die igren Kindern ordeullielieu 'Religibn-?ii>iIerrieHi erteilen lassen wollte», linden sie in-? Vln-i-lond. zum Seit n<rrl> Vtinerilo. geieliiell. . u trrste-Vlniolie zu einem religiösen Veden in feinet lil'erolen dnidiuiden entidreeliendeii chrstolt zeigen sich siet, zum V'eudiel in \xiija. Sort >>ot Dr. Elk. frillier lliolwiner in Stettin, eine-fleuie Gemeinde geiommelt.-mit der er chotle-?dienst in feinem gemieteten Sool i,öu. Bedentiom ist, dosi getvisse Prvdleme, mit denen der 'religiöse Vil>erali->>nnij .in der Sioiporo seit Beginn . zn kämpfen l>otte. in 'siolöitino don nornlierei» üder- Holt sind. Sie 'siiiitim werden sott nirgendwo gebetet. Hinsietitliet, der Forderung noch dem (üe- 1>«t in der Vonde-.-iproche Iiot der Videroli-?mu-> in Palästina natürlich ans der ganzen Vinie ..gesiegt'. E» wird setdstderitöndliich mir -doedröiieli gebetet. Die Predigt von Sr. Elk freitiilj ift mit Rücksicht ans die zn Prozent an>? Einwonderern au8 Dentschlond deNelionden .gnliörer einstweilen noch deutsch n i'-d luchräiseli. 'Ser goeite ueiertog ist gesotten. Vln-z ortchohoren- -greise» iil »eiier.- ding-il der BorselNog getommeu. den zweiten -sveiertag zum S norti.ig;n erlloren. . llederlsonnt ist die Lrtlwdö-rie den V.iderolen - - deiondere in Tel-Aniv — zimorgekominen.. - ,\in iidrigen oder stellt sich in Polostuio ho.»immun, lierou-?. dos; esiemol? in. Dentschlond' kon'erdotid gewesene -.siomnen «ich in Polanino ol-? rodikotc Vtesormer eiiidiwden. .Bon solcl>en ..Vien LiberalenV ist zum Bei'die! oiiet, .die Trage der Erwochsenenbildnng und de-? Vel,rl,anse-r in Vtngriss genommen wor- >hen. - \n Jerusalem i't setzt durch Sienemoon? llnter'iiilznng die erste .Vlel.igione-setinle unter der Veitung de? lideroten Vtaddincr-? Sr. V.6 i 11) c l m ivorinol-z Dortmund), gegründet worden. Ein ..Vr-ood"-, dein ein englisetier .ende, ein rnüi'ener Sude und ein Tnde aii-A - Seiit-schlond aiigetiören. . wird ml, liuiitigdin nm die Seiiouniig eine-?, so'rt- 'etiriN.tieden chotterdienste?. demntien. v,u Sct-Vtow 'wird, non den Lrttiodoren. die dort.zum Seit im - .Zchnd.-Urei-r-."-. - zlisoinmeirge'osit. sind,, chdge'ed.en. her SzHoddot derschlaw,,. Er i't dort regntore-? - S nrro'iot tiir den ciirodaiidizomerisiiiiischeir Sro-'r: , ini! icn .-?x4-iiC'.f'rV‘n3ö:.V ^rt)tii.fi; V ltnS : -VtSa-bc53uiriitä^.-VV- - Schwierig ist. die retigow ,Trage in' den -Siedlium ' gen. So-? retigoie Bednrsnk-? toncht In-er .am. 'Nortuen und zuerst de, den .»Indern ans. VlUerding-? nimmt e-? zilweiten erstaunliche Tormen an. Ser Seder wurdezwar in diesem Totirc oerselnedentlich geliolten. oder da-? B!o»lschtonno eulliielt Trogen wie dieiel ..BVrrnin gidk'.e-; reich und orinV" „Vgornm in lein uTriede in der Bieltt" und dergleiichen inelir. Sie-Brocho wird grnnd» . solztich!uel,t geiogt. . - .Indessen, srnchtdore Vliisönge zu einer echten .religiöse»- Entwicklung sind dorliondem Sie verdienen Broclitiing und Ilnterslütznng. wenngleich eine-> »gewisi ist: So? liderole Tudentum in 'siolöitino wird ein gönzlich andere-? Ecsicht Hoben ol? do-? in der ganzen iidrigen Welt. So? Peierot Dienemonn-?. das »och dozn in den für englische Ertöt,rnngen gonz neilortigeil Vchtnnen. eine-? Lneg-Schoddatl, gespannt wor. sond ollerstörksten Beisoll.und größte-? Interesse. T»i < I ovorn i niLr Ho«ly tvnrde der Bor sch log einer Srncklegnng und Iledrrsetniiig gemocht und an-' genommen. ’. ■ V. ' Ser siorke Eindruck wiederholte sich am Sonn- ' tog dei der ir>>riml-'lo>>lo-('»iiforoneo nicht. Schwer zu iogen. woran'das log. Sos eznleitende Peiorot .-.von S i e ii e m ö ii n loor . ivieder onsgeezichnet. mel,r noch: es wor-gr.nndlegend. S,e»emonn lelirte dje troditionelle Tragestetlnng de? religiösen Liberotisinn-? — die in Vsiolirlirit nie--; mol-? die echte geivesen ist : ..Vsios von den religiöse» EöedoteN'bronche sich n i.cht zu linltensi" «in und irogte leinorseit-?: „Vsios l,ot der glöndige - Tn-do zu l,ollensi" Tur'autoritären Drdnnng dieser lideroleu Tröinmigkeit tvor freilich oncli im - En-nndsösiliche»' eine Ziesirtweiidniig .vonnöten. - - Sienemoiin vollzog sie durch die Preisgode der schlechlt,innigen Vlntoiiomie der menschlicl>en Beriinnrl. So-? - war nun freilich ->>ochvcrrot an der liderole» Senliveise nberdonpt. Vlder seltsoin. uiemond schien-' zunächst hogegen protestieren zu wollen. Später erlwben sich vereinzelte Stimmen, die Bedoiisen zu änsiern wogten, oder ernstlicher ^Wideritond wurde nicht geleistet. Hotte man den Sprung »der diese »tippe nicht bemerkt, oder wor dos schon Pesignotion. der e-? gleich iit, auf welchem Wege mg» den schiisienden Horen geietzliclier Eet'vrgensiejt erreicht? Erst bei den prok» tisriien .»onseonenzen. die Dienemonn o»-? dem 'sioitnlot der Hetervnomie zog. wurde Wider'prnch tont. Vltlerdings tiotte Sienemoiin seine Poirdorogode-vorsichtig verkleidet, »einesiolls kam es ihm nni eine Eliminierung der Berimiut iider- Iionpt an. Pein, an dem Wosirlieitsgeliolt^ der 'göttlichen Siiendornng bot ouch die Berimnrt isiren gemessenen Anteil. P'iin gut. aber .wo ist — so lautete auch uugcrähr die nachiolqcnde Frage von Seligmanu — dann die - Grenze zwiiä^n göttlickicr Eingebung und menschlick,er Erkenntnis? Wo. io könnte man sogar ivertersragen. bleibt dann „um Gottes willen" dsie.Heterouvmie, -die ja — streng genommen — will, dos; der Blenich Ecros; und nur Gcfos; sei siir die göttliche Guadeniullc. Selbst der radikaliic Viberaltsmu? bat, soiecn c-? ein religiöser und nicht ein politischer war. Niemals -die Beriunrst. a ir d i e .S t e l l e G v t t e s sesien wollen. Das -.-.ivar in der. sranzösischen .Pevolulivn. aber nicht im -liberalen Tndentnm der Fall. Vln-?. Bcsorgni-? vor solch politischer'Vlisimilativn -ans. die ent- - sri^eidenden Errnngenschasten religiös-liberaler Erkenntiu-?- Berzicht zu leinen, - ist..da?nicht auch - schon ivieder eine .Piicksicht ous -politischen -Mo- - t-ioen ober nickit gar -ein — Puickzmz? -Wenn aber Dienemann schon, eine Säkuloriialivn der religiösen Wabrbeitcnbesorgt, uit dann .— wie auch in der Diskussion von »ellermann gefragt wurde — die von ibm berbeizitierte ..Antorität^ von ii ii t e n" an Stelle der Autorität von oben" nid)t ein bedeutend größere-? Pliiko. das cinzngeben nid,t immer nur von Pint, sondern ebenso sel,r von spekulativem Vcichtsinn zcngen kann? Es iit dnrdians bedanerlid,. daß die Diskussion aui diese Grundfrage so ivenig einging. und. ivcnn .'überhaupt, dann melir mit nnverbülltem Rcssenti»- nient als. mit grnndsätzlsid)ein Argnment. Mit pvlitisd,en Bergleid,cn ist. hier nidsi-? getan, -inid wird man and, der Diencmannsdien Tbese nirijt gerecht. Sie . Frage der Aiitoritat wird unter politisd^m Vtspekt allein nid,t voll eriaßt. Ihre volitiidier Viiedersdzlag ist nur eine Möglichkeit ihrer Eri'tenz. .Soweit sid) die. Sisknssivii an da-? Nererat hielt, galt sie mehr dem.praktisdi.cn Teil. Ticncmann batte folgende Forderungen an den frommen Fiideu gerichtet: da? Gebet am Morgen, da? Gebet bei der Mahlzeit, da-? Gebet am-Abend, die »eniitni-? der hebräisdien Sprache, die Feier des Sabbats und der Feittage, das Halten der Speifegesehe (aber sin biblisrher Esiiisadiheit, nicht mit mittelalterlid,er. Widsiigtiierei). die Bcsdincid'ung/ die religiöse Vsieihe der Ehe, che- Teilnahme am Geineiiidegottesdienst, die Teilnahme am Palastinaanfban. da-? Verncii. d. h. die Vlneigining sndisehen Wissen.? überhaupt, soziale Vlrbeit und Dienst am Toten. Plan -wollte nun .wissen, um? hierunter im einzelnen zu verstehen sei. Grvßtenteit-? verhielt inan sich abwartcud. Bon einer .Seite 'lProsienor Friß Heincmaiiii. v.orinal? Frankfurt-am .Main,'wurde der Wert der ganzen Fragirsletlniig überhanhsi i» Zweifel gezogen.. Dieser,.Pcssimismns ivar grundiäßtidier und sehr - ernster Patnr. Er vestritt die Zukunft des Zudentnm-? generell und die Möglichkeit, ihm durd, die Sisknision antignierter Vliitithesen, wie Viberalismns oder Srthodorie, die nötige Substanz' zu Verleihern.— Eine Vesonbere Stellung nahm, die anweseizde Jugend'au-? Deiitsd)land ein. für die S o tit nif rield und » elIerm an n zu Worte kamen, Ganz deuttid, sdsieden sich hier zwei - Vager. TaS eine, in dem zwar offene Bereitschaft zur Erkeimtni? herridsi, aber zugteid, das stärkste Piißtrauen gegen alle Bcrs.ndie —.der Situation zuliebe — in Eilmärschen eine Position im siüdischen cinzuholen. die bereits der Generation vor ihr verloren ging. Svld,e ..Borbelastnng" macl,t sdmellen Glauhen »»möglich. Diese Fugend kann mir glauben, was sie tut. nnd iiur tun. was sie glaubt. Fhr »ennzeiehen ist die-„ehrliehc. Un- - gläubigkcit". ein Wort, da? von de» „Werklenten", dem d)araktcristisdisleii Teil bicjrr Fugend, geprägt wurde. Fbr kann durch keinen, nnd, noch so verminderten Schuld,an Vlrnch allein geholicn werden." Ans der anderen -Seite aber ilehl jene Fugend, die znnad)st ail? den psl,d,ologisd)en Gründen.ihres 'Alter.-?.,.sodann an? dem Zwang ihrer Situation nnd idiließlich.an-- dem Bedürfnis »ad, i i d) t b a.r c r e it iH i-. g u n g (unb zwar ' Selbsibchätigung .zum. Teil, ihrer Zugehörigkeit zur jildisd,en Gemeinschaft, uäd, Bsi n d N-Ii g-r'nst.'Religiöse Haltung , i't hier n.id,t erstes Motiv. Tw Protiration. iß. im-Gegeuleil dnrchan-? iiiwinheitlieh -und Pietatsächliche »onieanenz eiitzprediend eine li n o.r g.a n i-s.-di e. . Swier religio s e E r v r e s s i v n ' -?an »/?. der .his. Bedürfins zivgr echt, abersi-Pod,. bei deli.aller- .- - mctßen rmr durd) - deii Ztisall ,der. bezoiideren Sitnation.nach, dem Flidiichen - nnd..erst..reiht .nachdem Peligivsen an-?sd)lägt, hat .-die sonderbarsten Früchte gezeitigt. Er -führt dazu, däß^'man zwar die. »aidirnt beobaditet, aberden Sid'dnr noch nicht' kennt. gesd,wcige dcini^-daß man weiß. wie. nnd wo die »asd,rnt-Gebvte zn lesen sind. Dieser Fugend, die für die derzeitige religiöse Entivid- - hing anßcrvrdcntlid, thpisch ist. zn helfen amd sie aiiznlcitcii, .ist eine pädagvgitche. Frage ersten Nanges, die auch an die World Üni<m gel,t. Sb ihr mit de» Tieiicmaniisdien P.ichtliuien gedient iß. iß sehvii inenigcr fraglich. Sie strenge Svßematil dieser Fordernngen kann unter Umstanden . ein unorganisches Wachstum verhindern. Tic englische Fugend iß glücklid,cr. Was sie . uns durd, ihre slimpathisdfcn Sprecher Leslie Edgar und Phplli? F a c v b's sagen ließ, klang znversid)tlid,er und— g c s i d, e r t e r. Der »crlipinikt der »vnfereiiz lag vielleicht in 'ihrer sdivnungslvsen Analyse. Tic große Unsicherheit, die faß schon eine allgemeine zu sein scheint, würde sid>tbar. ES gab auch Unbeirrte (Stern- Berlin), und Warnende (Pchser-Berlin). der ciiien Rückfall in falsche Nomantik voranssah. Wa? aber diese »onscrenz vor allem anszcidincte von den ivcni.gcn abgesehen, die mit.präparierten Ateinnngen nnd präparierten Vlnimositaten anrückten, da? ivar die große Ehrlichkeit, mit der gesprochen.wurde. Da? falsche Pathos verging in dieser Atmosphäre. Planche schienen deprimiert nnd ciittansdft imd gaben ihren Gefühlen in lauter »läge Ausdruck. Ta? waren z. T. diejenigen. die mit „praktißchen Resultaten" daheim anrückcn .wollten. Wie überflüssig und n-ngerccht! VUid, eine Analyse tut einmal not. Bekanntlids iß cs nicht mvglid,. eine wirlsamc Therapie zu verordnen. solange die Diagnose nidß geßellt iß. Tie aber wurde diesmal gewissenhaft nachgehvlt.' VI. - . Rad, Sd,luß der Tagung fand die übliche Sitzung .des < Io vorn i ny Body statt, die - sehr weseiitlid,e Entsdilicßungen faßte. Unter anderem wurde besdjlvsieii. zum Änsbau de-? religiösen Leben? in Palästina Subventionen zn bewilligen, freilid, nnicr der Boransietznng, daß sie für eine Vlrbeit in religiöS-forlsehrittlsidiem Geiste verwendet werden. Den Daiik gcbülirt loiedcrnm den englischen Freunden, voran Lily Plontagne. der Heinrich Stern eine Dankadresse übcrreidße. Bei dieser sdilichteli Gelegenheit wurde eigcntlid, znm ein-' zigen 'Male.-- offiziell' de? l'O, Fahrestage? der Gründung der \Vo'rld Unioii gedacht nnd dabei zugleich dreier Menfdieii, die zn den Begründern, aber nidß mehr zn den Lebenden gehören: L n d - w i g B o g e"l ß e i-m .. L i v n e l F a c v b . F o - f e p'h. Le h m a » n. Sic haben ein weites Erbe hinterlasscn. Heinz Kellormann. der Hand durch die Lust, mae auzeigeii svliie: die Iliuerredung isit beendet. ° ui i'und^n die Cefdluhn .. T^ie eisernen G cbelle»' tun Fnsi- und Handgelenke waren'- zmn Glück für die sdniialen Xnabenglieder viel zn weit. V ic schnillen lüchl in das {\li'i|rii nnd vernrsachlen keine schmerzen, aber denned, war die S)»al süe die drei .»naben enkseizlich.- T)er enge Fram», niimiiielbae über dem Vcküssskiel ivar stoekdiinkel, und eine luierirng:, lidr seudnwai ine Lust berrsckwe darin. Sdavid bei eie heißUnd. baslig. Häjini fließ wilde Sherivünschnngen ans. fast wie ein aller Soldai, der drille aber, es ivar Fnda. krninnüe sich nur ftnnini in den Eisen. Bevor sie dnrd' rosie Fäiifte nach hier nnten gestoßen wurden, haue ei'.noch gesehen, loie mit If Übeln nnd Helehiiiesserii die sisieaieu in den Laderaum drangen. Eö sioären sehr viele. Flae Zahl ivar so groß, daß es nie inöglick, geioesrn loäre, sie zn beioälligen, >oie es ßeil Fnda oorgestelli Halle. Zinn hösrsten Llnbcil ivar sein irrsinniger Plan ansgesdUagen. Fsnda mußte die Zunge zioisdwn die Zäkne.nehmen, um nicht auszusd)reien vor Zorn und . . . Echam über sid, sell'fl. - . T?ie ^insiernis war nn^urdrdringlich. Es rasdielte uiiheimlid,. »„D'aS sind .Palten!" fsichrie Hajim, und eine maßlose Angst e r f ii LI i c dir »nahen. Als ganz unerwartet von oben,der malte Gchein. einer ÜVU lalernesin das stoekdnn'kle, tiese GesängniS hineinsiel,.und die Leitersprossen unter Drillen knarrten, schlug allen dreien das Herz noch ivilder, und die Angst lonei'S bis zn rineni.körperlichen Druck am Halse. Ftnn lonede ihr Ende kommen. Eie ioebrien sid, .nicht, als man ihnen die Eisen gelöst hatte. Halb betäubt stolperten sie über zioei sd'iüale Leitern nadz oben. Dann standen sie ans dem Deck, im Düittcltcil des Eeiüsses, liebe» dein Hauptmast. Die FUänner, die sie heratisgesübrr Hanen, waren sofort wieder verschivmiden.' lieber ihnen knatterte das mächtige Großsegel im Toind. Die Blicke der drei loanderten an denlsclhen entlang, und dann wieder hirrab: Eie glanhtcn, zn träumen . . . rings umher, ans drin Deck saßen, lagen oder standen die Gefährten. Zioisd'en ihnen aber bewegten ssich die FUalrosen lind gingen ihrer geioohnlen Besdfäsligung nach.'Ein Befehl lourde vom Eteuer gerufen, einige Fsränncr enterten in den B'anlcn nadi oben, klatschend fiel ein Eegcl in eine andere Ridwung. ^suda schloß die Augen, er öffnete sic wieder: er sah H.aS gleiche Bild. TT'cder, er, noch Hajim oder David verenden, was geschehen war ... Fjnda wollte sprechen, etioaS sagen. Die Elimmc seNte ans. Er sab die vielen bekannten Gesichter. Die drei wurden umringt. Erst rropseniveise fielen die ersten Tvorte, dann ergoß sich Nrdc und Gegenrede schneller und immersd'neller. Füir Fnda blieb still. .Plan redcre ans ibii rin, sprudelte dieses und jenes heraus. Unendlich viel halte man sich gegenseitig zu sagen. Das Fläiseleaten kam hinzu, durch loelehen Umstand sich ihre Lage trotz dcS FTlißlingcn ihres Planes so sehr oerändeit halte. Flehen dem Eackmit Eehissszioiehäeken ivar noch ein Gesäß mil einem nach Psesserniinz dnsteiiden, ersrischcnden Drnnk ausgefielli. Es >oar ängenschcinlich: man halte n'idüs Böses mit ihnen voe. Das Echiel'fal neigte sid, znm Gitlen. Einige ioollien diesen Umschlag mir dent von ihnen hezenglen .Plnr in Berhindnng Heingen, imd begännen, Fsuda hierfür Dank zn ivissen. . Ah.er an Fnda zerrte die Fliederlage ivie eine Eehmack,. Er überheß es Hajiin, von i'heein dunklen Gefängnis und den fchioeren" fesseln zn'erzählen und sudile sieh einen üuhigen Platz,'um die stürzenden Gedanken zn ordnen. ° Der Abend kam, und die Flacht. Ein neuer FTlorgen brach heran . . . der Sag vcrftrich, und ivieder kam eine Flacht und Den sünslen Dag befanden siel, die »siiaben ans dem Pirätensdüss. Eie loarcn-nicht ivieder ciiigrsperrr ivorden, ungehindert dnesien fie sich ans dem Deck beioegcn. Flur die Flächte' vc.r-' brad)ten sie in dem Laderaum; damit sie nicht'.ans dem I,arten Holz z„ schlafen braueiuen, hatte inan ihnen F?lauen gegeben. Eie reiehien nicht für alle, aber die »nahen ioechscltcn sid) ah. Die Reise von Eantander »ach Afrika ivar bei ranbem und trübem Toetter vor sid, gegangen.. Fetzt aber schien zu jeder Ellinde ain Dage eine loarme Eonne aiiö ioolkenloseni .Himmel: das -Echiff pflügte seit Da-gew die TEellen des Rlinelmeeres. -Die Earavelle ivar ein Flao, ein Bollfd,iss von großen Ausmaßen, sie konnte eine -ansehnliche Besatzung ansnehnien, und diese betrug auch.tatsächlich fünfzig .Vuun, nnd mehr. Der große FslannfsibastSramn lag im Fslittelsdüsfj und ivar »her eine kurze Sreppe zu erreichen.. Daneben ivar eine einzelne »ajüle süe de» 'Pilvren. Außeedem ivar noel, eine »aninier da, die des Echi.sssbanplmannS; diese ivar.im Borderleil unieehalb des Heekkaslclls Ein sierigee, aber immer schivächcr werdender TDind trieb das Ed,iss nur langsam vorivärlö. Aus jedem Fleck des Edüfscs waren die »naben anzurreffen. Flur vor den z/ajülen durften sie sid, nicht'aufhallen. Ebenso ivies man sic von dem vordersten -Teil des BugkasteUs lünioeg, ivo verdeckt unter Eegelküchcrn diebeiden großen Bombarden, die' Pnloergeschiitze, standen. DaS Fllcer ivar von der.' leichten Brise kaum gekräuselt, Fische sprangen hoch, und mit blanken Augen sahen es die »naben. zF-ortsetzunä foUjt.)

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