Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 27 (2.7.1936)
- Date
- 1936-07-02
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Wann und wo finden Sie Rät? nea»en.Xas*an; -Jf und Hetwen Frankfan a. M. Stcinwne f», Zimmer T&*—77 (Tel.: 254 03), Montags, Miitwoehs, Freitags. 11—13 Uhr. Main. Aibinisti;. 12/11 (Tel. : 318 57). Montags, Freitags, 16—Id Uhr. Scblücbtern 2; Juli, Gemeindehaus. 15 bi» Die jüdische Auswanderung aus dem Rheinland D>er „Westdeutsche Beobachter" veröffentlicht einen Artikel über die Arbeit der Auswanderungsberatungsstclle für das Rheinland in Köln. Aus den Zahlen, die der Jahresbericht fiir.. 1905/36 der AuslvnndcrttngsbcrntnngsstcUe wiedergibt, ist zu entnehmen, das; 3957 Personen Auskünfte erhielten, Tie Zahl derjenigen, ' die 1934/35 beraten N'nrden. betrug demgegenüber nur 3137, die 33l>2 Auskünste erhielten. Die steigende Beratnngszahl, so schreibt das Blatt, geht fast ausschließlich ans die jüdische Abwanderung zurück. Nach den 'Nürnberger Gesetzen im vergangenen Herbst setzte erneut ein Hauptstrom der Palästinafahrer ciu. Im letzten Jahr erteilte die Kölner Beratungsstelle 882 Auskünfte über Palästina, wahrend cs im Vorjahr nur 390 waren. Zufolge des AraberaufstandeS ist aber die Abwanderung ins „Gelobte Land" in den letzten Monaten stark abgeebbt. Auch die neuerdings beschrankte Zulassung jüdischer Aerztc tat dabei ihre Wirkung. Bezeichnenderweise gehen die deutschen Ostjuden nicht in ihre Heimat zurück, sondern suchen ebenfalls in Palästina ihr Heil. Wieweit die häufige Umschulung der jüdisck)en Händler und Intellektuellen auf Landarbeit dauernde Früchte trägt, mutz sich noch erweisen. Tie Kölner-BeratungSstelle macht eS sich zur Aufgabe, auch die,jüdischen Auswanderer gewisienhaft zu beraten. Man kann annehmen, daß die Juden, die sich seit längerem dem Zionismus zuwandten, Deutschland schön verlassen haben. Der „Westdeutsche Beobachter" schreibt schließlich zu der Tatsache, daß die Zahl der AuSwandedüngSwilligen aus dem Handel zum Versiche» rungsgewerbe um über, 50i> gegenüber dein angegebenen Zeitraum des Vorjahres und die Zahl der Aerzte, die sich beraten ließen, erheblich gestiegen ist, daß diese Erhöhtmgen zweifellos auf jüdische Auswanderung zurückgehen. Das lasse sich auch von den angeblich Berufslosen sagen, da viele Jüdinnen, die in Deutschland im Haushalt leben, auf eigene Faust auswanderm. Zur möglichst vollständigen Erfassung der jüdischen Binnen, und Auswanderung hat der Preußische Landesverband jüdischer Gemeinden die Einrichtung einer Meldestelle für Binnen- und Auswanderung beschlossen, der von den ihm angeschlossenen Gemeinden alle Wegzüge von Gemeindemitgliedern (auch mindern und Minderjährigen) regelmäßig gemeldet werden sollen. Der Verband wird diese Meldungen den inländischen , ZuzugSgemeinden weitergebeii, so daß im Gegensatz , zu dem bisherigen Zustand eine genaue llebersicht über die Binnenwanderung gewonnen und daraus notwendige Folgerungen für die praktische Arbeit der Genreinden und Lrganisationen gezogen werden können. Ter Preußenverband hat sich mit den ihm nicht angeschlossenen außerpreußischen Verbänden zwecks Durchführung einer entsprechenden Regelung in . Verbindung gesetzt Bildungsarbeit des E.-V. in Oberschlesicn. Am 7. Juli, 2,'» Uhr 30. sprechen Rabbiner Dr. Ochs (Gleiwitz) und Bau rat a. D. Wolf f (Beuchen- . im Gemcindesitzungssaal in Gleiwitz. Niederwallstraße 9, über „Jüdische Altertümer in Palästina". Aus den Gemeinden Ter jüdische Schwimmverein in Breslau hat ein Gelände als Luft- und Sonnenbad für dre Mitglieder der Synagvgengemeinde Breslau ge- : pachtet. Verhandlungen über den Erwerb oder die Pacht eines'Schwimmbades sind noch nicht 'abgeschlossen. ' ■ In einer gemeinsamen Sitzung von^ Vorstand und Gemeindevertretung der Israelitischen Knltnsaemeinde M ü n ch e n fand die Neuwahl eine« NUtgliedes des Gemeindevorstandes statt. Auf Vorschlag der orthodoxen Fraktion wurde Felix F e u ch t w a n g e r in den Vorstand berufen. Der Vorsitzende der Synagogengemeinde. Lberstlandesgerichtsrat Tr. R e u m e y e r . erstattete einen umfassenden Bericht über die Lage der Gemeinde. In dem Teil des Berichts, der Schnlfraaen behandelte, wurde von Dr. Neumehcr mitgeteut, daß die jüdische Volksschule in München zurzeit 407 Schüler umfaßt. Im vergangenen Halbjahr sind gemeinsam mit der Mittelstelle für'jüdische Erwachsenenbildung und dem Lrtsring der Iugendverbände elf Schulungskurse für Iugendsührer durchgeführt worden. An Dr. Neumeyers Ausführungen schloß sich ein allgemeines Finanzreserat von Justtzrat Dr. Oesterreich. Die jüdischen Handwerker in Hannover veranstalten eine Ausstellung von Arbeiten, die von dem Stande der Fertigkeiten der jüdischeu Handwerker der verschiedenen Gewerbe Zeugnis ablegen sollen. Die Ausstellung wurde mit einer Kundgebung eröffnet. auf der der Vorsitzende des Zentralverbandes jüdischer Handwerker Deutschlands. Wilhelm Marcus, der Vorsitzende der Berliner Ortsgruppe des Vereins Louis Wolfs und der Vorsitzende der Lrtsguppe Hannover. Paul G o l d m a n n. sprachen. Hildesheimer-Gedächtnisfeier de» Berliner Rabbiner-Seminars . Am Jahrestage des Gründers des Berliner Rabbiner-Seminars. Esriel Hildesheimer, wurde die Gedächtnisfeier deS Rahbiner-SeminarS abgehalten, mit der die Entlassung der Absolventen Rabbiner Dr. Josef B o m b a ch und Rabbiner Josef D ü n - ner (Königsberg) verbunden war. In etner von persönlichen Erinnerungen getragenen Gedenkrede schilderte Rabbiner Dr. Esra Munk has'Leben . Esriel Hildesheimers und sprach dann über die Stellung des jüdischen Volkes innerhalb der vön Gott gesetzten Ordnung im Reiche der Natur und des Geistes. Nach dem von Lberkantor Apfel . vorgetragenen El mole rachamim sprach der Rektor des Seminars, Dr. Weinberg. zu den Entlassenen überhdie Aufgaben des Rabbiners in unserep Zeft. Diese Aufgabe erschöpfe sich nicht in der Arbeit 6er sozialen Fürfbrae und des Seelsorgers. Im Judentum gebe es auch nicht den Begriff des Mittlers, da jeder Jude unmittelbar vor Gott stehe. Vielmehr müsse der Rabbiner mit letztem persön- ' lichen Einsatz menschliches und religiöses Vorbild fein, damit seine Gemeinde in ihm das lebendige Beispiel von Messirat nefesch erlebe. Die innere Sickierheit zur Erfüllung seiner Aufgabe als Erzieher und Führer finde er nur, wenn die großen Gestalten der jüdischen Vergangenheit ihm Vorbild bedeuten. Rabbiner Dr. Bombach zeichnete, deutsch ' beginnend und in klassischem Hebräisch fvrkfahrend. in Anlehnung an die erlebnisreiche Beziehung von Mose zu Israel die ewigen Ausgaben jüdischen Führertums. Er dankte den Dozenten und gelobte für sich und den mit ihm entlassenen Freund, stets im Geiste des Rabbiner-Seminars für das überlieferte Judentum wirten zu. ivollen. Prediger Tr. Hermann M. Saenger hat eine Berufung nach Melbourne in Australien erhalten. . Tr. Saenger.. der, in Genf. Paris, Cambridge, Breslau und Würzbur.g. romanische, englische und klassische Philologie . und an; Jüdisch-theologischen Seminar zu Breslau jüdische Theologie studiert hat. amtierte Kit Herbst 1933 an .der Berliner Indischen Kemeinde als Prediger. Tr. Säen» gcr etilstaiinnt einer Familie, in. der seit sieben Generationen in inliintcrbrvcheNer Folge vom Vater ans den Sohn die rabbinische Tätigkeit überkommen ist. Er beschäftigte sich-außerdein besonders mit der Schasfnng von Aiis.vandertingsiiwgltchkeiten. Wir . "haben erst vor einiger Zeit über einrn Vortrag berichtet. den er nnri) einer Amerikaretie, die er im Winter im Auftrag der Bcrli ner Jiidischen Gemeinde aiisgeslihrt hatte.' hielt. - "Die Berufung nach Melbvnriie, zu der Dr, Saenger zniiachst einen zweijährigen Urlaub von der Berliner Jüdischen Gemeinde erhielt. ist durch den World Union , for Progressive .hidaism in London erfolgt. Er wird auch in Melbourne in einer religiös-liberalen Gemeinde tätig sein, nämlich gn der Beth Israel Congrcgatwn. S€GM€fHI’[ie&E Schachaufgabe Nr. 70 von S. 3. Lcwmann (2. Preis im Budapestrr Zweier-Turnier 1933» Amtsjubiläum von Rabbiner Dr. Link. Wie >vir erfahren, .konnte Rabbiner Tr. Link von der „Chcwra Kadischa" 'vor wenigen, Tagen auf eine vierzigjährige Amtstätigkeit znrückblickcn. Tie große Wertschätzung, die er im Berliner öffentlichen Leben genießt, gilt seiner autoritativen, gewinnenden Persönlichkeit und , seiner warmen Hilfsbereitschaft gleichermaßen. .Möge es ihm noch viele Jahre vergönnt sein, für seine hohen Lebensziele wirken zu können. Au» den Familien Paul Simon (Stolp in Pommern'» beging am l. Juli seinen 75. Geburtstag. — Frau Johanna Gerschtowitz. geb. Klein (Freystadt in Westoreußenwird am 5. Juti 85 Jahre alt. — Frau Bertha Engel, geb. . Falck (Berliii-Wilmersbors) vollendet am 7. Juli ihren 95. Geburtstag. — Frau Julie Mark (Hamburg» feiert am 8. Juli ihren 9»». Geburtstag. — Sigmund Kahn und Frau Sara. geb. Müller, feierten am 22. Juni das seltene Fest ihres 55jährigen Ehejubiläums. Ein elfjähriger Lebensretter. Am 18. Juni rettete der erst elf Jahre alte Sohn Fritz des - Moritz "O p p e n h e i m e r ans Lad EHts ein I3sähriges Rtädchen unter eigener Lebensgefahr aus der fast fünf Meter tiefen Lahn. Tas Mädchen zog den Jungen inihrer Todesangst mehrmals unter das Wasser; er ließ sie jedoch nicht los, bis an die Nähe des Ufers. Auf seine Hilferufe sprang ein junger Mann hinzu lind konnte rechtzeitig verhindern, daß beide Kinder untergingen. Tem mutigen jungen Juden wurde der Tank des Bezirksrabbinats und der Schulbehörde ausgesprochen. U. O. B. B. Brüder und Schwestern treffen sich in Zoppot am Donnerstag. 2. und 16. Juli und 6.mnt> 20. August, im Savoy Hotel. Südstraße 12—14. Auskunft erteilt Br. Dr. Reach. Telefon 22028. Vas Intsruativvale 8odaeüturuier in Xottlngliam Der britische Schachbund hat für August ein internationales Turnier in Nottingham ausgeschrieben. an dem der jetzige und drei frühere Weltmeister teilnehmen, nämlich Tr. A l j e ch i n , CaPablanc a , Dr. Lask er und Professor Euwe. Weiter haben fest zugesagt: Bo tw i n n i k (Rußland). F l o h r (Tschechoslowakei), Fine (USA), Stahlberg (Schweden), Spielmann (Oesterreich) und Dr. Tar tato io er lPolen). Bier-Preise von 200. 150. 100 und 75 englischen Pfund kommen zur Verteilung. Gespielt wird vom 10. bis 28. August. Matt-in zwei Zügen Weiss: Kh6. Da6, Te6, Tg5, Lh8, Sdö. Sf3 ( 7) Schwarz: Kc5. Dgl, Tc7. TK3. La8. 8g2. Ba5, c3, e2. h7, h4 UL Lösung der Aufgabe Nr. 68: 1. Kf7—e8 (Zugzwang.». Lösung der Aufgabe Nr, 69: 1. Tgl—all b3—b2 oder beliebig, 2. Dh7—bl, und 3. Dbl--hl hzw. Dbl— h7 matt. — Es scheitert 1. 67—d8 Doder S an Sa6—h4! 1. Dh7—bl, um Di l— el folgen zu lassen, geht nicht wegen b3—61,2. gefolgt von 1»2—bl+l 1. Tgl—el scheitert an Kf3—g‘2,. da auf 2. Dh7—elf f4—f3 folgt' Richtige Lösungen der Aiisgaben^Nri 68 und 69 aingeit ein von: Gottfried Gumbel (Stuttgart». Hairs Steinbcrger (Bayreuth). S. Roscnmann (Altcnburg». Max, Pniower (Hindcnburg), Hermann Speyer. M. Sternberg (Fronksnrt a.'Main), Tierarzt Blar Kosch» minski (Landsberg». Dr. med. Oster (München). Kantor D.. Cohn (Koblenz». Gerhard Lewisohn (Duedlin- Weitere Lösungen von Rr. 68: Michael Levy (Kreseld». Tr. med. Hans Schlesinger iMannheimb Tr. Ernst Boehm (Breslau). Rabbiner Tr. Tänzer (Göppingen». Karl 'Rutzbaiim, «Rheydt». Siegmund 'Austerlitz (Gießen». Louis Wertheim <M.-Gladbach». Jacob Baumann (Köln», Gerda Loewkowitz (Kon« stadt». Tr. Lothar Seewald (Hachenburg). HanS Cohn. Willy Michaelis,. Tr. Hr-rbert E. Hirschberg (Berlin). Tr. med. Schumacher (Hamburg). Frau. Tilde Adler (Landsberg». Schachaufgabe Nr. 71 > Tie folgende Stellung entstand in einer Pärtre. die vor vielen Jahren Herr Karl Bechhöfer. Nürnberg. der die weißen Steine hatte, spielte: 1 Weiss: Kh2. Df2. Tb6. Le2. Bg3. Schwarz: Kh8, De4, ,Tc2. BgT, h6 (5» Weiß ist am Zuge. Sein Läufer und seine Tam« sind bedroht. Wie zieht Weiß, um den Läufer zu behalten und durch dieses Uebcrgewicht das Endspiel zu gewinnen? Tchachbrieskasten. Dr. L. S. (Hachenburg). In der Ausgabe 67 solat auf 81,7—f8 das Matt durch täten in Kompositionen von Minkowski., Rosenblatt u. a. m. übcrzetigend unter Beweis stellte. Zu Eingang des Abends brachte der begabte Organist H. Dusch — der. Begleiter sämtlicher Darbietungen — ein stimmungsvolles Lrgelvorspiel „Mauze Schabbät" des Kölners Felir, Gut. Dela Li pinskaja bot'im Jüdischen 'K u lt u r b u n d Düsseldorf auch einige „reizende Neuheiten". Ihr Vortrag ist so sein, daß wir fasziniert und zutiefst angcrülirt sind ob so großen, kinzigartigen Könnens. Sie führt uns im Wechsel der Mimik und Gesten durch Gefilde der Schönheit , und Anmut, der Vesinnlichlett und Keckheit, der , Naivität und Pikanterie. Itzattcr Laitaj wirkte wieder als famoser Begleiter und Solist. Die Mitglieder des Jüdiielieii Knlttirbtindes Tüsieldorf wurden mit der 'Ausführung des an dieser Stelle schon mehrfach besprochenen Lnstspiels „M c i n e S el> w e si er und i di" durch das Hamburger Ensembl.e nicht enttäuscht. Die , Gäste stellten das Spicldien. dessen Btnsik mit den bekannten Schlagern prickelnd dahiniiießt. flott „ und mitreißend heraus. Das Publikum amüsierte sich köstlich und dankte dem Gn'etnble mit.reichem, Beifall. J. 0. " Im Jüdischen Kulturbund für Ostwestfalen, und angrenzende Gebiete,und zwar Bielefeld. Detmold, Hamm. Herford, Minden. Münster, Oldenburg, Osnabrück, Paderborn und Rheda sprach Tr. Anneliese Landau «Berlii») itber „Felir Mendelssohn und seine Zeit". Sie behandelte, die Werke von Felir Mendelsiodii. Fatum Mendelssohn. Schmnann und Chopin in dem .ihr eigenen liebenswürdigen Plandertonund vermittelte den Zuhörern ein.en lebendigen Eindruck von Her Zeit der Romantik..und ihrer Musik. Tie gut ansgewählteii niiisikalischen Beispiele wurden von . " Wvlfgang Rolö (Berliii) meisterlich wiedergegeben!' Beide Künstler ernteten überall reichen Beiiall. - '^Im Leipziger K ul t ri x b n n d erschien Eh ein jo W i n a w e r m i t ( e i n e,n ' 3 0 'Sjt.,tt ger n . einem disziplinierten und atisgewogeneit Klangkörper. den er nach bertihmten Btn'tern in allen Künsten des Männerchvrgeianges brillieren laßt) Glücklich paart sich mit seinen Oualitäien als stiggestiver regens »'hori (eine treüsichere niid einsichtige Bearbeitung der veridiiedenen N'timmern . atts synagogalem. .chaltiziichem und osisndtichem PFlien. deren tniler»d)iedlicher Siiinmiings^tz^it dttrchauS erschöpft wtirde. — Jenny Be r n st e i n- S-chasser »nd Otto B e r n st e i n gaben einen R'ezitalionsabend. Frau Bernsteins Borlragsfolge war nicht sehr geschickt gewählt: das Pathos eines Psalms oder eines aedankenichtveren Gedichtes von Bialik liegt ihr nicht, ein paar Ptärchen von Andersen waren petits riens. lind Scholem Alejchem ivirkt in Tentsch recht verwässert. Otto Bernstein, ist ein nteisterlicher . Sprecher: die Szene van, Josephs Geburt atts Thomas Manns „Geichich- . tcn Jakobs" war ber Höhepunkt des Abends. — Ausgiebig ainnsierte sich das Pnbliknm an dem „Heitereit Abend", den Blax Ehrlich mit feinen Helfern bestritt.. —z. Das Schanspiclenseinble des Jüdischen Knltnrbnndes Hamburg (Künstlerische Leitung: Tr. Hans Buxbaum) gastrcrte auch in Dresden mit. - dem Lustspiel „Bketne Schwester und ich". Btan kann fidi freuen, daß uns durch eine so famose, flotte Ausführung., ein heiter-vergnügter Unterhaltnngsabend beschert ivordcn ist. Reben den bereits nach der Berliner Aufführung an dieser Stelle gewürdigten Vertretern deG Hauptrollen sei als neuer Vertreter des Schnhivarenhändlers Frloiel Kurt Appel hervorgehvbcn. der durch fein komisches Spiel besondere Lustigkeit vertirsachte. E. B. . Tie Jüdische Kulturgemeinjchaft Schwarzwald. der Juden atts etwa zehn Gemeinden des '2r'ürtle>nbergisd>en Schwarzwalds und Hohenzolterns angehören, hat in der letzten Zeit eine regere Tätigkeit entfaltet. Kürzlich musizierte das, Orchester der Stuttgarter Knnstgemeinschaft in Haigerloch (Hvhenzollern) tintcr Lettring von Direktor Karl Adler lind Kapellmeister Karl H a a s. Edith H e r r tt st a dt - Lettingen war fiir einen N'achwutag gewoirneii. Die Künstlerin rezitierte mit einer Meisterschaft, die auch den letzten Hörer zum stärksten BRiterlcbcn hinriß. Theatet1, Musik und Film Im Covent Garden Opera House in L o n - d o n -findet am 28. September eine Anssführting des „König Oedipns" von Sophpkles stakt, deren Inszenierung Max Reinhardt , über- . nominen hat. - Das Stadltheater in R e i ch e n b e r g wtirde für drei Jahre an den irüheren langjährigen Inteirdanten der Bereinigten Theater in Breslau. Paul Barnah. .einen Neffen von Ludwig Burnay. verpachtet. , „The Rov David“, das von Sir James Barrie für, Elisabeth B e r g n e r geschriebene Bühnenstück. >vird nunmehr im Herbst im King's Theatre in Edi n b u rgh u r a n f g e f ü h r t. . Im Embassy* Theatre in Sott t» n n wird mit großem . Erfolg 'Arth ti r Schnitzlers „Proseisor Bcrnhardi" mit Abraham Sofa er in der Titelrolle und in der Regie von Heinrich Schnitzler gegeben. Ein neuer Chopin-Spieler. Jakob Gi.mpel, erregte bei seinem Auftreten in Wien beträcht- 1 iciie« AnEehen. Die Wiener Presse rückt ihn schon heute in hie Rahe von Rudolf Serkin und Wladimir Hvrowitz. - In der Staatsoper Wien gastierte Kammersängerin Vera S ch >v a r z. als Gräfin in der „Hochzeit des Figaro". Bei seiner ersten Koirzertfahrt atif dem Koniincnt kam das Londoner Rttndfunkorchester nach Listen. Es dirigierte Adran Boult. Au? dem Programm stand tt. a. ein Werk von Arnold S ch o n - ,b"e r. g . Variationen für Orchester op. 31., Doch ivar der Erfolg gering, da das neue Werk kaum verstanden ivnrde. Trotzdem wurde, es in der Presse als das bemerkenswerteste Stück des Prograinins hingestellt. ' Bruno Walter dirigierte zivei Konzerte in R o in: Im zweiten (im Augusteum) spielte er ein Ooneerto grosso, das er selbst vom Klavier aus Ein Orchesterkonzert unter Molinarr in Rom brachte als Neuheit ein Cellokonzert von C a st e l » n n o v o - T e d e s c o . das seine Uraufführung unter Tyseanini in New-Pork erlebt hatte. Solist war beide Male Gregor P i a t i g o r s k y . denn da? Konzert rtiitf) gewidmel ifl. Das Stuck ist dret- »ätzig und hat weit ausgesithrte Kadenzen. Die Kgl. Oper in R o m hat Erich Wolfgang K v r n g o l d s Oper „Die tote Stadt" zur Aufstihrung angenommen. Aus Anlaß des 50: Todestages Franz Ltizts tand in K t s in a r t o n (Ungarn) unter großer offizieller Beteiligung und in Anwesenheit des österreichischen Unterrichtsministers Dr. Pernter eine eindrucksvolle Feier statt, bei der Moritz R o s e n t h a l Lisztsche Kompositionen zu Gehör brachte. Ter neue Grace-Moore-Film „The Xinx stspg out" (Atusik von Fritz Kreisle r) ist rn Amerika mit Begeisterung ausgenommen worden. . Friedrich Z e I n t I Hat die AtifnaHmen zu dein Tonfilm „Rosen qtts dem Südem" .beendet. Die NUisik schrieb Hans May. das. Manuskript stammt von, Rudolph Ber na ue r. Gitta Alpar wurde von Tudor Bilm für die Hattptrolle .des Filmes >,kecauss ok ’Love" verpflichtet. » Max N e i n h a r d t beginnt in Hollywood mit den Aufnahmen zu dem Warner-Bros-Film „Danton", British Cine-Alliance bereitet die Verfilmung von Carl .Z u ck m a y e r s „Edmund Kean" vor. Der Fritz Lang-Filnt der Metro Goldwyn Mayr. ..Fnry". mit Sylvia Sidn,ey> ist. wie. in Amerika, jetzt auch in London mit größtem Erfolg gelaufen. : Die französische Filmgesellschaft Artiste» Assoei£s dreht einen neuen Film mit Richard Tauber: „Pagliacci". „Der schiefe Spiegel", das Gastspielkabarett der K ü n st l er Hilfe d e r B e r l i n e r Jüdischen Gemeinde, bringt am 14. Juli, 20'4 Uhr. im Logenhaus. Kleiststr. .10 (Gartensaal), „Die P s ä n d u n g s o p e r". 'eine musikalische Groteske von Leonhard Heinrich, zur 11 r *. auf führ un g. Inszenierung:' Nicolai El jas ch off: Ausstattung: Heinz Condell: musikalische Leitung: Hermann Ltidwia Schlesinger : Mitwirkende: Erna Cohn (Lorenz). Trude v esse. Heinz K a h n e m a n n. Alfred Lichtenft ein. Herbert M, e y e r o w i tz. Beatrice Waghalter wurde nach Amerika verpflichtet. Sie kehrt nur noch für einige Monate nach Deutschland zurück, um ihre H e r b st g a sl s p i e l e in Den- Kulturbünden zu absolvieren.